Verfahren und Projektor zur Bildprojektion
Technisches Anwendungsgebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bildprojektion sowie einen Bildprojektor, bei denen ein Projektionsstrahl in der Intensität moduliert und durch Ablenkung an einem zweiachsigen Scanner zur Erzeugung eines Bildes über eine Projektionsfläche geführt wird.
Stand der Technik
In den letzten Jahren hat die Display-Technik stetig an Bedeutung gewonnen. Besonders die Flüssigkristall-Technologie hat es ermöglicht, hochauflösende flache Displays herzustellen, welche aufgrund ihrer äußerst kompakten Abmessungen in immer neue Anwendungsbereiche vordringen konnten. Trotz dieses Vorzugs gibt es Anwendungsgebiete, in denen selbst die kompakten LC- Displays noch zu groß sind und daher an ihre Grenzen stoßen. Ein typisches Beispiel sind Mobiltelefone. Während die Handy-Hersteller einerseits das Ziel verfolgen, die Baugröße von Generation zu Generation kleiner und kompakter zu gestalten, läuft der Wunsch nach immer höherer Bildauflösung und größerer Bildwiedergabe dieser Entwicklung diametral entgegen. Einen möglichen Ausweg könnte daher die Bildprojektion bieten, vorausgesetzt, der Projektor lässt sich in das zur Verfügung stehende Bauvolumen integrieren. Die Bildgröße wird dabei im Wesentlichen durch den Projektionsabstand bestimmt und kann daher ein Viel- faches der Größe eines mobilen LC-Displays betragen.
Aus diesem Grund wird seit mehreren Jahren an der Entwicklung von miniaturisierten Laserscannern gearbeitet, mit deren Hilfe es möglich sein soll, einen entsprechend intentsitätsmodulierten Laserstrahl so schnell über eine Projektionsfläche abzulenken, dass für das menschliche Auge der Eindruck eines stehenden Bildes entsteht. Die amerikanische Firma Microvision hat bereits Projektions-Displays mit SVGA-Auflösung realisiert. Ein Silizium-Mikrochip mit einer in zwei Achsen beweglich aufgehängten Spiegelplatte (MEMS- Aktuator) lenkt den eintreffenden Projektionsstrahl in erforderlicher Weise ab. Analog zum Bildaufbau in einem Fernseher wird der Projektionsstrahl zeilenweise sehr schnell (bis zu 2OkHz) abgelenkt, während eine gleichzeitig überlagerte Vertikalbewegung mit der Frequenz der Bildwiederholrate (typisch 30-60Hz) erfolgt. Die Horizontalbewegung und Vertikalbewegung müssen dabei zueinander synchronisiert werden, damit jedes Bild eine identische Anzahl von Zeilen besitzt. In der Regel wird die schnelle Zeilenbewegung des Scanners resonant betrieben, damit durch die Resonanz- Überhöhung die erforderlichen Ablenkwinkel erreicht werden. Da ein solches resonant oszillierendes System im Falle einer Phasenabweichung (Frequenzverschiebung) nicht schnell genug nachgeregelt bzw. korrigiert werden kann, ist es erforderlich, die langsame Vertikal- bewegung an die Bewegung der schnellen Achse anzupassen. Dazu muss die langsame Achse jedoch nicht resonant betrieben werden, so dass der Effekt der
Resonanzüberhöhung in dieser Achse nicht genutzt werden kann.
Zusätzlich muss die Modulation der Lichtquelle mit der Scannerbewegung synchronisiert werden, damit jedes projizierte Bild an der gleichen Stelle beginnt und jede Zeile aus der gleichen Anzahl von Bildpunkten aufgebaut ist . Die für eine solche Raster-Bildprojektion erforderliche Synchronisation ist mit einigen nicht unerheblichen Problemen verbunden.
So besitzen mikromechanisch hergestellte Scanner wie jedes andere mechanische Produkt eine gewisse Parameterstreuung. Bezogen auf die Resonanzfrequenz bedeutet dies jedoch, dass jedes mit einem solchen Scanner aufgebaute Display kalibriert werden muss. Die Ansteuer- und Synchronisations-Elektronik von Scanner und Lichtquelle muss dabei sehr genau auf die Resonanzfrequenz des Scanners abgestimmt werden. Der hierzu erforderliche Aufwand auf der Elektronikseite kann unter Umständen sehr hoch sein. Das Gleiche gilt auch für die dazu aufzuwendende Arbeitszeit. Beides steht einer kostengünstigen Massenfertigung im Wege.
Eine hohe Bildauflösung erfordert bei gegebenem Durchmesser des Projektionsstrahls große optische Scanwinkel. Um diese erreichen zu können, ist es bezogen auf die resonant betriebene Zeilenablenkung erforderlich, eine möglichst hohe Resonanzüberhöhung bzw. einen hohen mechanischen Gütefaktor Q zu erzielen. Der amerikanische Hersteller Microvision nennt für seine Resonanzscanner einen Gütefaktor von > 20.000. Eine so hohe Güte hat jedoch gleichzeitig zur Folge, dass der Resonanzverlauf im FrequenzSpektrum extrem scharf ist. Das bedeutet, dass die hohe Resonanzüberhöhung nur dann erzielt wird, wenn die Ansteuerfrequenz äußerst präzise
an das scharfe Maximum der Resonanzkurve angeglichen wird. Eine geringfügige Abweichung der Ansteuerfrequenz von der Resonanzfrequenz führt infolge der großen Steilheit sofort zu einer deutlichen Abnahme der Scanamplitude. Ein hoher Gütefaktor hat aber auch eine enorme Steilheit des Phasenfrequenzganges zur Folge. Während der Scanner unterhalb der Resonanzfrequenz mit dem Anregungssignal phasengleich ist (Phasenwinkel = 0°) , ändert sich die Phasenlage auf 90°, wenn sich der Scanner exakt in Resonanz befindet, und schwingt schließlich gegenphasig (Phasenwinkel = 180°), wenn die Anregungsfrequenz oberhalb der mechanischen Resonanzfrequenz des Scanners liegt. Aufgrund des steilen Phasenwechsels beim Durchgang durch die Resonanz können bereits kleinste Störungen der Umgebungsbedingungen zu erheblichen Veränderungen der Phasenlage und damit zu erheblichen Verzerrungen der Bildinformation innerhalb der gerade projizierten Zeile führen. Wiederum lässt sieht dies bestenfalls durch erheblichen Sensorik- und Elektronikaufwand ausgleichen.
Die genannten Probleme verstärken sich besonders dann, wenn das Projektionssystem starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Soll ein solches System etwa im Automobil verwendet werden, dann ist in der
Regel eine Einsatzfähigkeit des Systems im Temperaturbereich von -40° bis +85° gefordert. Temperaturschwankungen führen zu Änderungen der Materialeigenschaften und haben dadurch eine Verschiebung der mechanischen Resonanzfrequenz zur Folge, die die Bildwiedergabe negativ beeinflusst.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Bildprojektion sowie einen Bildprojektor anzugeben, bei denen die Bildqualität weniger empfindlich gegenüber schwankenden Umgebungs- bedingungen ist.
Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe wird mit dem Verfahren sowie dem Bildprojektor gemäß den Patentansprüchen 1 bzw. 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sowie des Bildprojektors sind Gegenstand der Unteransprüche oder lassen sich der nachfolgenden Beschreibung sowie dem Ausführungsbeispiel entnehmen.
Bei dem vorliegenden Verfahren zur Bildprojektion wird ein Projektionsstrahl in der Intensität moduliert und durch Ablenkung an einem zweiachsigen Scanner zur Erzeugung eines Bildes über eine Projektionsfläche geführt wird. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass während der Bildprojektion jeweils ein momentaner
Positionswert ermittelt wird, der einer momentanen Position des Projektionsstrahls auf der Projektionsfläche zugeordnet ist, eine der momentanen Position zugeordnete lokale Bildinformation aus einem BiId- Speicher ausgelesen und der Projektionsstrahl entsprechend der ausgelesenen lokalen Bildinformation in der Intensität eingestellt wird.
Der zugehörige Bildprojektor umfasst eine erste Lichtquelle für einen Projektionsstrahl, eine
Modulationseinrichtung zur Modulation des Projektionsstrahls in der Intensität und einen zweiachsigen Scanner, an dem der Projektionsstrahl vertikal und
horizontal abgelenkt wird. Der Bildprojektor zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Positions-Messeinrichtung zur Ermittlung eines jeweils momentanen Positionswertes, der einer momentanen Position des Projektionsstrahls auf einer Projektionsfläche zugeordnet ist, und eine mit der Positions-Messeinrichtung und der Modulationseinrichtung verbundene Steuereinheit mit einem Bildspeicher umfasst, die so ausgebildet ist, dass sie eine der momentanen Position zugeordnete lokale Bildinformation aus dem Bildspeicher ausliest und die Modulationseinrichtung entsprechend der ausgelesenen lokalen Bildinformation ansteuert.
Das vorliegende Verfahren sowie der zugehörige Bildprojektor werden im Folgenden am Beispiel eines
Mikrospiegelscanners mit einem in zwei Achsen verstellbaren Mikrospiegel näher erläutert, ohne jedoch auf Mikrospiegelscanner beschränkt zu sein. Anstelle eines Mikrospiegelscanners lassen sich auch andere zwei- achsige Scanner einsetzen. Bei dem Scanner muss es sich auch nicht in jedem Falle um ein reflektives Strahl- ablenksystem handeln. Auch ein transmittives Strahlablenksystem kann verwendet werden, beispielsweise auf Basis zweier Linsen, die geeignet gegeneinander verschoben werden.
Bei dem vorliegenden Verfahren handelt es sich um ein scannendes Projektionsverfahren, bei dem der Bildprojektor hinsichtlich der Ablenkparameter in nahezu beliebiger Weise betrieben werden kann. So kann die Erzeugung des Bildes auf der Projektionsfläche nicht nur im Raster-Scan-Verfahren sondern beispielsweise auch im Lissajous-Scan-Verfahren erfolgen. Im
Unterschied zu den bekannten Standardverfahren der Bildprojektion wird die Lichtquelle beim vorliegenden Verfahren nicht durch eine vorausberechnete Sequenz von Pixeldaten, d. h. von Intensitätswerten innerhalb einer Zeile, moduliert. Vielmehr wird eine schnelle
Positions-Messeinrichtung eingesetzt, um in jedem Moment der Bildprojektion einen, der exakten Position des Projektionsstrahls auf der Projektionsfläche zugeordneten Positionswert zu ermitteln. Eine der momentanen Position zugeordnete lokale Bildinformation, insbesondere ein Pixelwert des Bildpunktes, den der Projektionsstrahl auf der Projektionsfläche gerade überquert, wird aus einem Bildspeicher ausgelesen. Der Projektionsstrahl wird entsprechend der ausgelesenen lokalen Bildinformation in der Intensität eingestellt. Somit wird an jeder Position des Projektionsstrahls auf der Projektionsfläche immer der an dieser Stelle darzustellende korrekte Bildpunkt erzeugt . Die Scangeometrie, d. h. der Weg, auf dem der Projektionsstrahl über die Projektionsfläche geführt wird, ist dabei unerheblich. Das vorliegende Verfahren sowie der zugehörige Bildprojektor erzeugen somit auch unabhängig von möglichen Störungen des Mikrospiegelscanners oder störenden Einwirkungen auf diesen Scanner die BiId- punkte immer an der richtigen Stelle, so dass keinerlei durch derartige Störungen bedingte Verzerrungen auftreten.
Die lokale Bildinformation entspricht dabei der Bildinformation, die an einem bestimmten Bildpunkt innerhalb des Bildes angezeigt werden soll . Hierbei handelt es sich in der Regel um eine Grauwertinformation, im einfachsten Fall um eine einfache Hell-
Dunkel-Information in Form der Bitwerte 1 bzw. 0. Die Bildinformation kann jedoch auch zusätzlich eine Farbinformation beinhalten. Entsprechend der ausgelesenen Bildinformation wird der Projektionsstrahl über die Modulationseinrichtung in der Intensität eingestellt. Das Gleiche wird für die nächste ermittelte Position des Projektionsstrahls durchgeführt, wobei die Positionsermittlung vorzugsweise kontinuierlich oder zumindest in sehr kurz hintereinander liegenden Zeitabständen erfolgt, in denen sich der Projektions- strahl in Abhängigkeit von der darzustellenden Auflösung höchstens um einen Bildpunkt auf der Projektionsfläche weiter bewegt. Auf diese Weise erfolgt eine Modulation des Projektionsstrahls in Abhängigkeit von der jeweils ermittelten Position und der dieser Position zugeordneten Bildinformation.
Bei dem vorliegenden Verfahren und der zugehörigen Vorrichtung werden somit während der Bildprojektion kontinuierlich oder zumindest in sehr kurz hintereinander liegenden Zeitabständen, in denen sich der Projektionsstrahl in Abhängigkeit von einer darzustellenden Auflösung um einen Bildpunkt auf der Projektionsfläche weiterbewegt, momentane zwei- dimensionale Positionswerte ermittelt, die jeweils einer momentanen Position des Projektionsstrahls auf der Projektionsfläche zugeordnet sind, jeweils eine der momentanen Position des Projektionsstrahls zugeordnete lokale Bildinformation auf Basis des ermittelten Positionswertes aus einem Bildspeicher ausgelesen und der Projektionsstrahl entsprechend der ausgelesenen lokalen Bildinformation in der Intensität eingestellt.
Für die Ermittlung der jeweiligen momentanen Position des Projektionsstrahls wird vorzugsweise die momentane Stellung des Mikrospiegels erfasst, aus der diese Position auf der Projektionsfläche, die der Bildfläche des darzustellenden Bildes entspricht, ableitbar ist. In einer bevorzugten Ausgestaltung des vorliegenden Verfahrens sowie des zugehörigen Projektors erfolgt die Erfassung der jeweils momentanen Stellung des Mikrospiegels über einen Messstrahl, der auf einer anderen Achse als der Projektionsstrahl auf den Mikrospiegel auftrifft und auf einen positionsempfindlichen Detektor gelenkt wird. Durch Zuordnung der von dem Messstrahl überstrichenen Fläche dieses positionsempfindlichen Detektors zur Projektionsfläche lässt sich über das Positionssignal des positionsempfindlichen Detektors jederzeit die momentane Position des Projektionsstrahls auf der Projektionsfläche ermitteln. Diese bspw. als x- und y-Koordinaten bzw. Zeilen- und Spaltennummer bezüglich der Bildmatrix
(Zeilen und Spalten) des Bildes erhaltene Positionsinformation kann unmittelbar zum Auslesen der Bildinformation eines in gleicher Weise aufgebauten Bildspeichers genutzt werden. So kann auf Basis der ermittelten Zeilen- und Spaltennummer direkt der an dieser Zeilen- und Spaltennummer im Bildspeicher eingeschriebene Wert ausgelesen werden. Auf diese Weise lässt sich eine sehr schnelle Einstellung der korrekten momentanen Intensität des Projektionsstrahles durch- führen.
Der enorme Vorteil des vorliegenden Verfahrens besteht darin, dass der Scanner den Projektionsstrahl
grundsätzlich in beliebiger Weise über die Projektionsfläche führen kann und dennoch jeder Bildpunkt immer an der richtigen Stelle mit der richtigen Helligkeit projiziert wird, falls der Scanner die Projektionsfläche vollständig abdeckt. Liegen bspw. schwankende Umgebungstemperaturen vor, die veränderte Auslenkungen des Mikrospiegels zur Folge haben, dann wird die eindeutige Zuordnung jedes Bildpunktes zu einem definierten Raumwinkel der Projektion nicht gestört. Bei Einsatz eines Standardprojektions- verfahrens mit den Videosignalen Vsync, Hsync und Pixelclock hingegen besteht eine Reaktionsmöglichkeit bei auftretenden Störungen nur von Zeile zu Zeile. Innerhalb einer Zeile kann es also grundsätzlich zu Verzerrungen der Bildinformation kommen. Dies tritt beim vorliegenden Verfahren nicht auf.
Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Verfahrens bzw. des zugehörigen Bildprojektors besteht darin, dass beide Achsen des Mikrospiegelscanners resonant betrieben werden können, um damit in beiden Achsen die Resonanzerhöhung durch den Gütefaktor auszunutzen. Der Scanner wird bei dieser Ausführungsform stets in seinen Grundschwingungsmoden betrieben, ohne den Projektions- strahl dabei auf eine feste Bahn zwingen zu müssen.
Durch diese Betriebsweise wird die maximale Auslenkung des Mikrospiegels in beiden Achsen und somit eine deutliche Verbesserung in Bezug auf Auflösung und Bildgröße erreicht. Für den Einsatz in rauer Umgebung, etwa im Mobiltelefon oder im Automobil, garantiert dieser Ansatz auch dann einen zuverlässigen Betrieb, wenn sich die mechanischen Eigenschaften des Oszillators (Scanners) ändern sollten, bspw. durch
Temperaturänderung. Bei dieser Art der Ansteuerung werden Lissajous-Scan-Figuren geschrieben, die je nach Frequenzteilungsverhältnis der beiden Achsen eine hohe oder niedrige Zeilendichte im Bild ergeben. Um die Zeilendichte zu erhöhen, kann die Phasenlage der beiden Achsen zueinander gezielt durchgestimmt werden, um damit mehrere gegeneinander versetzte Teilbilder zu einem dicht geschriebenen Gesamtbild zu ergänzen.
Bei dem vorliegenden Bildprojektor kann ein defekter Mikrospiegelscanner ohne weitere Kalibriermaßnahmen durch einen neuen Mikrospiegelscanner ersetzt werden, der aufgrund der unvermeidbaren Exemplarstreuung in der Regel nicht die identischen Eigen- Schäften aufweist. Dies wird durch die Unabhängigkeit der vorliegenden Bildprojektion von den Ablenkeigenschaften des Mikrospiegelscanners ermöglicht.
Ein weiterer, bereits kurz angedeuteter Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens sowie des zugehörigen
Bildprojektors besteht darin, dass sich von außen auf den Scanner einwirkende Vibrationen oder Stöße nicht als Störungen im Bild auswirken, wie das bei konventionellen Synchronisationsverfahren der Fall ist. Die durch die Störung erzwungene Schwingung kann ebenso gut für die Bildprojektion verwendet werden wie die in der Regel eingesetzte elektrostatische Anregung des Mikro- spiegels.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Das vorliegende Verfahren sowie der zugehörige Bildprojektor werden nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen
ohne Beschränkung des durch die Schutzansprüche vorgegebenen Schutzbereichs nochmals kurz erläutert . Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der
Positionserfassung bei dem vorliegenden Verfahren;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einzelner Einheiten eines beispielhaften Bildprojektors gemäß der vorliegenden Erfindung; sowie
Fig. 3 ein Beispiel für eine Anwendung des vorliegenden Bildprojektors.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die Figur 1 zeigt hierzu in schematisierter Darstellung einen 2D-Scanner-Chip 1, der den Mikro- spiegel-Scanner (MEMS-Scanner) des vorliegenden Bildprojektors bildet. In diesem Chip ist der Mikro- spiegel 2 ausgebildet, der um zwei senkrecht zueinander stehende Achsen durch elektrostatische Ansteuerung auslenkbar ist. Bei geeigneter Ansteuerfrequenz kann dieser Spiegel, der bezüglich jeder Achse einen mechanischen Oszillator darstellt, in Resonanz betrieben werden, um maximale Auslenkungen zu erreichen. Durch diese Auslenkungen wird ein Projektions- strahl 3, der von einer modulierten Lichtquelle 4, beispielsweise einer Laserdiode, auf den Mikrospiegel 2 gerichtet wird, über eine nicht dargestellte Projektionsfläche geführt. Neben der Lichtquelle 4 für
die Projektion ist eine zweite Lichtquelle 5, die ebenfalls durch eine Laserdiode realisiert sein kann, als Teil des Bildprojektors vorgesehen. Diese zweite Lichtquelle 5 emittiert einen Messstrahl 6, der unter einem anderen Winkel ebenfalls auf den Mikrospiegel 2 gerichtet und von diesem abgelenkt wird. Die Ablenkung erfolgt auf einen an der entsprechenden Stelle angeordneten zweidimensionalen, positionsempfindlichen Detektor 7. Dieser positionsempfindliche Detektor 7 liefert ein Signal, das vom Auftreffpunkt des Mess- strahls 6 auf der Detektorfläche abhängig ist. Aus diesem Signal lässt sich die x- und y-Position des Messstrahls 6 auf der Detektorfläche ermitteln. Durch eine feste Zuordnung zwischen diesen Auftreffpositionen und der Position des Projektionsstrahls 3 auf der
Projektionsfläche kann diese Position ebenfalls aus dem Signal des positionsempfindlichen Detektors 7 abgeleitet werden. Die beiden Lichtquellen 4, 5 sind dabei selbstverständlich starr zueinander angeordnet und ausgerichtet.
Figur 2 zeigt ein Beispiel für die einzelnen Einheiten eines Bildprojektors, mit dem das vorliegende Verfahren durchführbar ist. Die Lichtquelle für die Bildprojektion bildet in dieser Darstellung zusammen mit der Modulationseinrichtung eine Lasereinheit 8. Der von dieser Lasereinheit 8 erzeugte modulierte Projektionsstrahl 3 trifft auf den Mikrospiegel 2 des Mikrospiegelscanners und wird durch diesen auf eine nicht dargestellte Projektionsfläche abgelenkt.
Gleichzeitig wird über die weitere Lichtquelle 5 der Messstrahl 6 über den Mikrospiegel 2 auf den positionsempfindlichen Detektor 7 gerichtet. Von diesem Detektor
7 werden die vier Ableitströme in einer analogen Signalaufbereitung in Baustein 14 zu normierten x- bzw. y-Positionssignalen verarbeitet (nach dem Schema (X2- Xl) / (X2+X1) , wenn X2 und Xl die beiden Teilströme in x- Richtung darstellen) . Die beiden aufbereiteten
Analogsignale werden in einem Analog-Digital-Konverter 9 digitalisiert und sprechen unmittelbar den mit Bildinformation beschriebenen Bildspeicherbaustein 10 an. Am Ausgang der angesprochenen Speicherzelle liegt nun die Information „1" oder „0" an. Mit diesem Signal wird über die Steuereinheit 11 die Modulationseinrichtung der Lasereinheit 8 angesteuert, um die Intensität der Lichtquelle entsprechend einzustellen. Vorzugsweise wird hierbei ein Bildspeicher eingesetzt, der über zwei Ports verfügt und gleichzeitig beschrieben und ausgelesen werden kann.
Diese Datenverarbeitung erfolgt in Echtzeit beim Betrieb des Bildprojektors. Während der Projektions- strahl die Position eines bestimmten Bildpunktes auf der Projektionsfläche überquert, greift die Elektronik mit Hilfe der ermittelten x- und y-Position auf den Bildspeicher zu und erfragt, ob das entsprechende Bildspeicherelement bei einer Ein-Bit-Darstellung gesetzt ist oder nicht. Ist das Bildspeicherelement gesetzt, dann wird der Laser angeschaltet. Ist das Bildspeicherelement nicht gesetzt, bleibt der Laser aus.
Natürlich lässt sich die Codierung auch entsprechend invertieren oder ohne Einschränkung auch auf eine Grauwertdarstellung übertragen. Entsprechend wird dann nicht ein einziges Bit aus dem Bildspeicher ausgelesen, sondern ein Datenwort bestehend aus einer
größeren Anzahl von Bits (z. B. 8, 12, 16, usw.), um die Helligkeit der Lichtquelle mit der Modulationseinrichtung entsprechend einzustellen. Handelt es sich um Farbinformation, so müssen derartige Grauwerte, beispielsweise bei einem RGB-System, für jeden der an der Farbdarstellung beteiligten Farbkanäle ausgelesen werden.
Durch die Bewegung des Projektionsstrahls über die Projektionsfläche wird zu jedem Zeitpunkt eine derartige Positionserfassung und Einstellung der Intensität der Lichtquelle vorgenommen, so dass der Projektionsstrahl auf dieser Basis moduliert wird, um das Bild auf die Projektionsfläche zu schreiben.
Figur 3 zeigt schließlich eine mögliche Verwendung des vorliegenden Bildprojektors in einem Mobiltelefon 12, mit dem dann auf eine gerade zur Verfügung stehende Fläche das Bild in einer ausreichenden Größe projiziert werden kann (Projektionsfläche 13) .
Bezugszeichenliste
1 2D-Scanner-Chip
2 Mikrospiegel 3 Projektionsstrahl
4 Lichtquelle
5 Lichtquelle
6 Messstrahl
7 positionsempfindlicher Detektor 8 Lasereinheit
9 Analog-Digital-Konverter
10 Bildspeicher
11 Steuereinheit
12 Mobiltelefon 13 Projektionsfläche
14 Baustein für analoge Signalaufbereitung