Implantat zur Behandlung der lumbalen Spinalkanalstenosβ
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Implantat gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1 zur Behandlung der lumbalen Spinalkanalstenose mit einem Abstandshalter, der zwischen den Dornfortsätzen zweier benachbarter Wirbelkörper anbringbar ist.
Unter der Spinalkanalstenose versteht man jede Form einer Einengung des Wirbelkanals, durch den das Rückenmark verläuft, unter Ausschluss von Entzündungen, Tumoren und kompletten Bandscheibenvorfällen. Am häufigsten findet man Spinalkanalstenosen im Bereich der Lendenwirbelsäule, also im Lumbaibereich, doch tritt sie auch im Bereich der Brust- und Halswirbelsäule auf. Die häufigste Ursache der erworbenen Spinalkanalstenose sind degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule. Solche degenerativen Veränderungen des Knochen- Knorpel-Apparates treten insbesondere bei älteren Patienten häufiger auf. Therapeutisch wird man anfänglich mit schmerzstillenden Medikamenten, wie z.B. nicht steriodalen Antirheumatika, schmerzlindernd eingreifen oder mittels Bandagen oder Korsetten eine Entlordosierung versuchen
herbeizuführen. Genügt dies nicht, so muss man operativ eingreifen, wobei hier die dekompressive Chirurgie im Vordergrund steht. Da wie bereits erwähnt die Stenosepatienten oft ältere Leute sind, und diese auch an komorbidalen Zuständen leiden, ist das Komplikationsrisiko erheblich. Entsprechend ist man daran interessiert, minimal invasive Eingriffe vornehmen zu können, die das Komplikationsrisiko mindern.
An Stelle der sehr verbreiteten Versteifung von mehreren Wirbelkörpern im Lumbaibereich sind seit einigen Jahren Elemente bekannt, die zwischen zwei benachbarten Wirbel- körperfortsätzen einsetzbar und in der Höhe verstellbar gestaltet sind. Solche Implantate zeigen beispielsweise die US-A-5, 458, 641 oder die US-A-5, 702 , 455. Die Verwendung dieser Implantate verlangt vom Operateur jedoch eine weitgehende Freilegung des lumbalen Spinalbereiches, um das entsprechende Element einzusetzen und insbesondere die erforderliche Grössenanpassung vorzunehmen. Dieses Problem wurde erkannt und eine entsprechende Lösung vorgeschlagen, die ein vereinfachtes Implantat aufweist, welches durch ein elastisches Zwischenelement selbstregelnd grössenanpassbar ist. Vorteilhaft für diese Lösung ist nicht nur die einfachere Anpassung an die körperlichen Gegebenheiten, sondern auch der einfache Aufbau des Elementes und dessen Fixierung an den Wirbelkörperfortsätzen. Prinzipiell wäre es auch denkbar eine solche Lösung einzusetzen, wobei lediglich
ein unilateraler Zugriff denkbar wäre. Aus Sicherheitsgründen wird man dies jedoch nicht tun, da das Element mit den Fortsätzen verschraubt wird und man folglich zur sicheren Kontrolle beidseitig der Wirbelsäule arbeiten wird.
Weitere Implantate zur Versorgung der lumbalen Spinalkanal- Stenose sind aus der EP-O '322 '334 A und der FR-2'724'554 A bekannt. Besonders vorteilhaft ist insbesondere eine Lösung, die aus der WO99/21501 bekannt geworden ist. Das hier offenbarte Implantat arbeitet mit einem zentralen Körper, auf dem eine Hülse exzentrisch drehbar gelagert ist. Beidseitig dieser im Querschnitt ovalen Hülse sind als Arretierungsmittel Flügel vorgesehen, die auf dem zentralen Körper beidseits der Wirbelfortsätze anliegen müssen. Diese Grössenanpassung durch den im Querschnitt ovalen Abstandhalter verlangt, dass hierzu mehr Platz geschaffen wird und zudem ist die Konstruktion so ausgelegt, dass beidseits der Wirbelsäule der Operateur Zugriff haben muss.
Der Vorteil dieser Lösung ist vor allem auch darin zu sehen, dass keinerlei Verschraubung am Wirbelkörper erforderlich ist und das Implantat selber im Aufbau relativ einfach ist. Die Meinung der Fachleute bezüglich des Erfordernisses eines Elementes, welches sich im Durchmesser der entsprechenden Situation anpassen kann, ist unterschiedlich. Gewisse Operateure sind der Auffassung, dass durch eine exakte diagnostische Abklärung und Vermessung die Grosse des
einzusetzenden Abstandhalters genau definiert werden kann. Dabei möchte man vom kleinstnötigen Durchmesser des Abstandhalters ausgehen. Je kleiner das Implantat und je kleiner der Eingriff ist, um so geringer ist das Risiko postoperativer Komplikationen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Implantat zur Behandlung der lumbalen Spinalkanalstenose der eingangs genannten Art zu schaffen, welches möglichst klein und einfach aber insbesondere durch einen unilateralen Eingriff einsetzbar ist.
Diese Aufgabe, löst ein Implantat der eingangs genannten Art mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teiles des Patentanspruches 1, mit dem eine unilaterale Versorgung realisierbar ist.
In der Zeichnung sind bevorzugte Ausführungsbeispiele in vereinfachter Darstellung gezeigt ■ und an Hand der nachfolgenden Beschreibung erläutert .
Es zeigt :
Figur 1 das zwischen zwei benachbarten Dornfortsätzen eines Wirbelkörpers angeordnete Implantat in seiner Einbaulage
Figur 2 das erfindungsgemässe Implantat für sich allein dargestellt im zusammengebauten Zustand in einem Längsschnitt .
Figur 3 zeigt einen als Wälzkörper realisierten Abstandhalter in der Seitenansicht und
Figur 4 denselben Abstandhalter in der Ansicht von oben.
Figur 5 zeigt eine Variante des Abstandhalters mit einem zugespitzten Kopf, wiederum in der Seitenansicht, während
Figur 6 denselben Abstandhalter mit Blick auf das zugespitzte Ende, welches das einführungsseitige
Ende ist und
Figur 7 zeigt denselben Abstandhalter mit Blick auf das rückseitige Ende, während
Figur 8 wiederum denselben Abstandhalter in der Ansicht von oben zeigt .
Figur 9 zeigt eine Variante des Abstandhalters mit einem darin lagernden ersten Rückhalteelement in einer
Einführungsposition und
Figur 10 denselben Abstandhalter nach Figur 9 mit dem ersten Rückhalteelement in leicht vorgeschobener Position, sowie
Figur 11 den Abstandhalter und das Rückhalteelement, wobei sich dieses in der Rückhalteposition befindet.
Figur 12 zeigt ein erstes Rückhalteelement in einstückiger
Ausführung in perspektivischer Darstellung mit einem damit scharnierend verbundenen Zug- und/oder Druckelement .
Figur 13 zeigt wiederum vereinfacht einen Abstandhalter mit teilweise durchgeführtem ersten Rückhalteelement, wobei es sich hierbei um ein zweiteiliges Rückhalteelement handelt und
Figur 14 zeigt dasselbe Element nach Figur 13 in der
Rückhalteposition.
Figur 15 zeigt ein alternatives erstes Rückhalteelement wiederum in teilweise durchgeführtem Zustand in einem Längsschnitt, während
Figur 16 dasselbe zweiteilige Element nach Figur 15 in der
Rückhalteposition zeigt.
Figur 17 zeigt ein zweites Rückhalteelement in einfachster Ausgestaltungsform in perspektivischer Ansicht und
Figur 18 einen Teil eines Abstandhalters mit einem darauf anbringbaren zweiten Rückhalteelement in einer Seitenansicht .
Figur 19 zeigt symbolisch und vereinfacht einen Abstandhalter mit zwei eingeführten Klemmbacken einer Zange, die der Einführung des Abstandhalters dient in der Seitenansicht und
Figur 20 dieselbe Situation in der Aufsicht -von vorne.
Figur 21 zeigt einen ähnlichen Abstandhalter mit einer anders gestalteten Einführungszange, deren Backen scherend aneinander vorbeilaufend gestaltet sind. Schliesslich zeigt
Figur 22 die Situation gemäss der Figur 21 in der Aufsicht auf die Spitze der Klemmbacken der Zange beziehungsweise auf die Einführungsseite des Abstandhalters.
Figur 23 zeigt eine detailliert ausgestaltete Ausführungsform entsprechend der Variante nach
den Figuren 15 bis 17 in perspektivischer Darstellung in der Einführungsposition sowie
Figur 24 in der Seitenansicht.
Figur 25 zeigt die Ausführungsform nach Figur 23 in der eingeführten Endposition, wiederum in perspektivischer Darstellung und
Figur 26 in der Seitenansicht. Letztlich ist eine in der
Handhabung besonders bevorzugte Lösung m der
Figur 27 in der Einführungsposition in perspektivischer Darstellung gezeigt.
In der Figur 1 ist die Situation an einem Patienten dargestellt aufgezeichnet . Mit A sind zwei benachbarte Wirbelkörper, beziehungsweise Vertebrae gezeigt. Deren Dornfortsätze sind mit B bezeichnet. Zwischen den Wirbelkörpern A und den Dornfortsätzen B verläuft der Spinalkanal C. E stellt die Austrittsstellen der Nervenwurzeln dar. Zwischen zwei benachbarten Dornfortsätzen B verläuft das interspinale Ligament D. Dieses wird von einem Abstandhalter 10 durchquert und in seiner Position durch ein erstes Rückhalteelement 20 auf der einen Seite und durch ein zweites Rückhalteelement 30 auf der anderen Seite gegen traversale Verschiebungen gesichert . Diese Sicherung wird
aber kaum wirksam, da der Abstandhalter 10 tailliert gestaltet ist und sich somit zwischen den beiden Dornfortsätzen B zentriert.
Figur 28 zeigt dieselbe Lösung wie in Figur 27, jedoch in einer Zwischenposition während der Anbringung, wobei das Implantat in einer Durchsicht gezeigt ist. Und schliesslich zeigt
Figur 29 die Lösung in der eingebauten Endposition.
Implantate dieser Art werden dann erforderlich, wenn die sogenannten Baastrup-Zeichen auftreten. Als Baastrup-Zeichen werden die Berührungen von zwei benachbarten Dornfortsätzen bezeichnet. In dieser Situation wird das Supraspinalligament zum Spinalkanal hin vorgewölbt und bewirkt die Spinalkanalstenose. Zusätzlich kann es dann zu einer Bandscheibenprotrusion führen, die den Spinalkanal weiter einengt. Mit dem erfindungsgemässen Implantat werden die Dornfortsätze auseinander gedrückt und das komprimierte Interspinalligament entlastet, so dass sich das Supraspinalligament zurückformt und die Stenose aufgehoben wird.
In der Figur 2 ist das erfindungsgemässe Implantat im zusammengebauten Zustand gesamthaft dargestellt und das
Implantat gesamthaft wird mit 1 bezeichnet. Es besteht im
Wesentlichen aus vier Elementen. Das Hauptelement ist ein
Abstandhalter 10 der vorzugsweise als Wälzkörper gestaltet ist. Prinzipiell kann dies ein zylindrisches Element sein. In den hier dargestellten Beispielen ist der Abstandhalter 10 im Querschnitt oval, wodurch sich die beiden unterschiedlichen Grossen des Abstandhalters in den Figuren 3 und 4 ergibt, je nachdem ob man den Abstandhalter 10 in der Seitenansicht, wie in den Figuren 2 und 3 sieht, oder in der Aufsicht von oben, wie in Figur 4 dargestellt. Der Abstandhalter 10 weist hier einen durchgehenden Innenraum 11 auf. Dieser darf nicht rotationssymmetrisch sein und ist im hier dargestellten Beispiel im Querschnitt rechteckig. Entsprechend ist wiederum in der Seitenansicht nach Figur 3 der Innenraum grösser und in Figur 4 kleiner dargestellt . Die hier gewählte Querschnittsform des Innenraumes 11 ist eine aus herstellungstechnischen Gründen bevorzugte Form, doch kann der Innenraum prinzipiell praktisch jede Querschnittsform aufweisen, solange die Querschnittsform nicht rund ist. Der Abstandhalter 10 beziehungsweise der Wälzkörper weist eine Vorderseite 12 und eine Rückseite 13 auf. Als Vorderseite wird die einführungsseitig vorne liegende Fläche bezeichnet, während die der Einführungsseite gegenüber liegende Seite als Rückseite 13 bezeichnet ist. Die äussere Mantelfläche des Abstandhalters 10 weist eine Taillierung 15 auf. Diese Taillierung soll eine Selbstzentrierung zwischen den beiden benachbarten Dornfortsätzen bewirken, wenn der Abstandhalter eingebaut ist.
Prinzipiell können die beiden Stirnflächen 12 und 13 des Abstandhalters 10 plan gestaltet sein. Dies ergibt eine sicherlich äusserst preiswerte Fertigung. Bevorzugterweise wird man jedoch die in Einführungsrichtung vordere Seite 12 mit einem Kopf versehen, wie dies die meisten nachfolgend noch zu beschreibenden Ausführungen zeigen und insbesondere wie dies in den Figuren 5 bis 8 dargestellt ist. Dieser Kopf 17 teilt sich praktisch in zwei Teilkuppen 18 auf. Die Teilung erfolgt durch einen querenden Einschnitt 18' . Der querende Einschnitt 18' dient der verdrehgesicherten Positionierung eines noch näher zu beschreibenden, ersten Rückhalteelementes 20, welches mindestens teilweise in diesen querenden Einschnitt zu liegen kommt. Um sicherzustellen, dass das Rückhalteelement 20 beim Zurückziehen auf den Abstandhalter 10 hin nicht wieder in dessen Innenraum 11 gelangt, ist der querende Einschnitt 18 mit vorzugsweise gerundeten Rampen 18'' versehen.
Der Abstandhalter 10 kann auf der Rückseite 13 als einfache plane Fläche gestaltet sein, wie dies die Figuren 3 und 4 zeigen, es ist jedoch möglich, auch die Rückseite mit einer nutförmigen Vertiefung 19 zu versehen, die der formschlüssigen und verdrehgesicherten Positionierung eines zweiten Rückhalteelementes 30 dient. Selbstverständlich kann auch hier wieder sowohl der querende Einschnitt 18' als auch die nutförmige Vertiefung 19 eine anders gestaltete Form
aufweisen, wenn entsprechend die Rückhalteelemente darauf angepasst sind.
Das erste oder vordere Rückhalteelement 20 kann auch verschiedenste Formen aufweisen. Die Formgebung des Rückhalteelementes, insbesondere des ersten Rückhalteelementes wird im Wesentlichen dadurch bestimmt, dass dieses so gestaltet sein muss, .dass es durch den Innenraum 11 des Abstandhalters 10 hindurch führbar ist. Entsprechend ist das erste Rückhalteelement 20 mindestens annähernd gleich gestaltet wie der Querschnitt des Innenraumes 11. Im hier dargestellten Beispiel besteht das erste Rückhalteelement 20 aus einem Stück. Es hat im Wesentlichen die Form eines flachen Stabes und ist schwenkbeweglich mit einem Zug- und/oder Druckelement 40 verbunden. Die schwenkbewegliche Verbindung wird durch eine Achse 41 realisiert.
Etwa zentrisch der Längsachse des ersten Rückhalteelementes 20 ist eine Aufnahmenut 21 eingeformt. In der Aufnahmenut 21 liegt das Zug- und/oder Druckelement 40 während der Einführungsphase, damit kein vorstehendes Element existiert, welches die Durchführung verhindert. Der Kopf 17 des Abstandhalters 10 kann, wie in Figur 9 dargestellt, asymmetrisch sein oder, wie in den Figuren 10 und 11 gezeigt, symmetrisch gestaltet werden, wie dies bereits die früheren Figuren zeigen. Das erste Rückhalteelement 20 weist endständige, geneigte Stirnflächen 22 auf. Diese Stirnflächen
22 münden in Schneidkanten 23. Beim Durchstossen des ersten Rückhalteelementes 20 durch den Innenraum 11 durchtrennen die geneigten Stirnflächen mit ihren Schneidkanten 23 das Interspinalligament . Durch die geneigten Stirnflächen 22 wird dabei gleichzeitig ein Drehmoment verursacht, welches dazu führt, dass das erste Rückhalteelement 20 dazu neigt, in eine gewisse Schwenkbewegung zu gelangen. Diese Schwenkbewegung tritt selbstverständlich erst ein, wenn das erste Rückhalteelement 20 vollständig durch den Abstandhalter 10 hindurch geführt ist. Danach wird eine Zugbewegung auf das Zug- und/oder Druckelement 40 ausgeführt, das erste Rückhalteelement schwenkt um und kommt mit seiner breiten Längsfläche auf die hier plan gestaltete Teilfläche im querenden Einschnitt 18' zwischen den beiden Teilkuppen 18 zu liegen. Wie später noch zu zeigen ist, wird man den eigentlichen Abstandhalter bereits vorgängig mittels einer speziellen Zange einführen und dabei gleichzeitig das Interspinalligament durchstossen. Die Schneide 23 vereinfacht lediglich die Einführung, wenn eine gewisse Rückformung durch die Elastizität erfolgt ist.
Neben der hier dargestellten bevorzugten Ausführungsform gemäss den Figuren 9 bis 11 ist es selbstverständlich auch möglich, das Rückhalteelement 20 in anderer Form zu realisieren, wie dies die Figur 12 zeigt. Auch hier handelt es sich um ein einstückiges erstes Rückhalteelement 20. Auch dieses hat eine etwa stabförmige Gestalt . Der Querschnitt
dieses ersten Rückhalteelementes ist jedoch kleiner als der Querschnitt des Innenraumes 11. Den vollen Querschnitt erreicht es lediglich im mittleren Bereich, wo der stabförmige Teil 25 mit einer Konsole 26 versehen ist. Die Konsole 26 dient hier zur Lagerung der bereits erwähnten Schwenkachse 41. An dieser Schwenkachse 41 ist wiederum das Zug- und/oder Druckelement 40 angeformt. Im vorliegenden Fall ist auf der Schwenkachse 41 zudem eine Torsionsfeder 42 angebracht, welche den stabförmigen Teil 25 des Rückhalteelementes 20 nach dem vollständigen Durchstossen durch den Innenraum 11 des Abstandhalters 10 relativ zum Zug- und/oder Druckelement verdreht, so dass beim Rückziehen das erste Rückhalteelement 20 nicht wieder in den Innenraum gezogen wird.
Die Ausführungen gemäss der Figuren 13 bis 16 zeigen zwei Varianten eines ersten Rückhalteelementes 20, welches zweiteilig gestaltet ist. Hierbei ist das stabförmige Teil 25 in zwei Teilstäbe 24 unterteilt. In den Ausführungen gemäss der Figuren 13 und 14 ist das erste Rückhalteelement 20 so gestaltet, dass die beiden Teilstäbe 24 mit ihren frei beweglichen Enden voraus einschiebbar sind. Die beiden Teilstäbe sind auf derselben Achse 41 schwenkbeweglich gehalten, an der auch das Zug- und/oder Druckelement 40 angreift. Bei dieser Ausgestaltungsform müssen de beiden Teilstäbe 24 mittels einer relativ starken Feder auseinander gespreizt werden, die dann ein Zurückziehen nur unter relativ
grossen Zugkräften erlaubt. Der grosse Vorteil einer solchen Lösung besteht darin, dass der unilaterale Einbau reversibel ist und folglich auch bei einem postoperativen Eingriff, falls erforderlich, auch das gesamte Implantat wiederum unilateral ausgebaut werden kann.
Der unilaterale Ausbau ist bei der Ausführung gemäss der Figuren 14 und 16 nicht mehr gegeben. Ansonsten ist jedoch das erste Rückhalteelement 20 sehr ähnlich gestaltet. Während bei der Ausführung gemäss der Figuren 13 und 14 die Schwenkachse 41 in der Einstossrichtung den beiden Teilstäben 24 folgt, ist hier das Scharnier nach vorne verlegt und liegt somit in Durchstossrichtung vorne. Ansonsten weist das Element dieselben Teile auf und diese sind mit denselben Bezugszeichen versehen. Der Abstandhalter 10 kann, obwohl dies hier nicht dargestellt ist, selbstverständlich an der Vorderseite mit einer etwa gerundeten Auslaufstrecke versehen sein, so dass bereits während des Durchschiebens des zusammengefalteten zweiteiligen Rückhalteelementes 20 in der Endphase des Durchstossens bereits eine gewisse Spreizung erfolgen kann. Das zweite Rückhalteelement 30 ist vernünftigerweise immer einstückig gestaltet . Auch dieses besitzt eine etwa stabförmige Gestalt. Da dieses auf der Seite angebracht wird, die während der Operation frei zugänglich ist, kann die Ausgestaltung dieses zweiten Rückhalteelementes besonders einfach sein. Im vorliegenden Fall besteht es aus dem stabförmigen Körper 31 mit einem
Konsolenaufsatz 32. Der Konsolenaufsatz 32 ist in der Form so gestaltet, dass er formschlüssig von der rückwärtigen Seite aufgebracht werden kann, wobei die Konsole 32 formschlüssig und verdrehgesichert im Innenraum 11 des Abstandhalters 10 Aufnahme findet .
Der stabförmige Teil 31 und die Konsole 32 werden von einer zentrisehen Bohrung 33 durchsetzt, durch welche das Zug- und/oder Druckelement 40 hindurch führbar ist. Diese Situation ist in der Figur 2 deutlich erkennbar. Wie die Figur 2 deutlich zeigt, kann ebenso die Konsole 26 am ersten Rückhalteelement 20 so gestaltet sein, dass sie formschlüssig und verdrehgesichert im Innenraum 11 des Abstandhalters eingreift. Das Zug- und/oder Druckelement 40 durchsetzt wie erwähnt mit seinem stangenförmigen Teil 43 das zweite Rückhalteelement 30 und ragt auf der rückwärtigen Seite heraus. Am rückwärtigen Ende besitzt das stangenförmige Teil 43 ein Gewinde 44. Auf dieses Gewinde 44 wird eine Haltemutter 45 aufgeschraubt. Eine die Haltemutter 43 bis zum Zentrum durchsetzende Gewindebohrung dient dazu, eine Sicherungsschraube 46 einzusetzen. Ist die Mutter 45 mittels der Schraube 46 gesichert, wird man danach möglichst nahe an der Mutter 45 das stangenförmige Teil 43 des Zug- und/oder Druckelementes 40 abtrennen. Der Pfeil 47 weist auf diese Abtrennung hin.
Ferner ist in der Figur 18 noch eine Variante des zweiten oder rückseitigen Rückhalteelementes 30 dargestellt. Dieses hat wieder einen stabförmigen Körper 31 und ebenfalls einen Konsolenaufsatz 32, welcher Aufnahme findet im Innenraum des Abstandhalters 10. Bei dieser Lösung ist zusätzlich auf der rückwärtigen Seite, dem Konsolenaufsatz gegenüber, ein Führungskopf 34 angeformt. Dieser Führungskopf kann das stangenförmige Teil 43 des Zug- und/oder Druckelementes 40 führen. Die Durchgangsbohrung 33 kann in diesem Falle auch als Gewindebohrung ausgestaltet sein. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Da hier eine grossere Führung für die Sicherungsschraube 46 sich ergibt, kann die Sicherungsschraube 46 als Madenschraube gestaltet sein, die mit einer Spitze versehen ist, die formschlüssig in den stangenförmigen Teil 43 eindringt . Dabei kann praktisch eine Kaltverschweissung auftreten. Damit ist eine ausserordentlich sichere Verbindung realisierbar.
Die Erfindung umfasst ebenfalls eine zum Setzen des Implantates bevorzugte Zange. Diese ist gesamthaft nicht dargestellt, sondern lediglich deren Backen 50. Die
Zangenbacken 50 sind so gestaltet, dass sie im vollständig aufeinander liegenden Zustand durch den Innenraum 11 des
Abstandhalters 10 hindurch führbar sind. Gleichzeitig weisen die Backen 50 Backenspitzen 51 auf. Diese Backenspitzen 51 ergänzen den Kopf 17 des Abstandhalters, wenn die
Zangenbacken eingeführt und in diesem Falle gespreizt sind.
Ist der Abstandhalter auf den Zangenbacken aufgesetzt, führt man den Abstandhalter mit der Zange von einer Seite her zwischen zwei benachbarten Dornfortsätzen hindurch und durchdringt dabei das Intraspinalligament . Zur Erleichterung der Durchführung wird der Operateur die Durchführungsöffnung mittels eines Skalpells zumindest schlitzartig herstellen. An den Backen 50 sind zudem Rückhaltewulste 52 angeformt, die ein Verrutschen des Abstandhalters auf den Backen 50 verunmöglichen. Die Zangenbacken 50 halten aber den Abstand- halter 10 auch kraftschlüssig und liegen dabei mit ihren Aussenflachen auf den Innenflächen des Innenraumes 11 an.
In den Figuren 21 und 22 ist eine mögliche Variante der Zange dargestellt. Hierbei gleiten die beiden Backen der Zange scherenartig übereinander. Die beiden Backen 50 weisen wiederum Backenspitzen 51 auf, die den Kopf 17 des Abstandhalters 10 zu einer Spitze komplementieren. Die Backenspitzen 51 lassen sich dabei hervorragend der Kopfform anpassen. Diese Lösung erlaubt eine in Eindringrichtung geschlossenere Form der Spitze als bei der zuvor genannten Ausführungsform der Zange. Obwohl die Zange sicherlich eine bevorzugte Ausführungsform zur Applikation des Implantates darstellt, ist es selbstverständlich auch möglich, anders gestaltete Einführungsmittel zu realisieren. Die hier beschriebene Ausführungsform dient lediglich dazu, die vollständige Umsetzung der Erfindung zu offenbaren, dank welcher es möglich ist, nur eine einseitige Freilegung zweier
benachbarter Dornfortsätze im Bereich einer lumbalen Spinalkanalstenose vorzunehmen, worauf dann dank unilateraler Einbauweise das Implantat setzbar ist.
In den Figuren 23 bis 26 ist eine gegenüber den bisher beschriebenen Ausführungsformen abgeänderte Version dargestellt, wobei dieses Implantat zur Behandlung der lumbalen Spinalkanalstenose dieselbe Aufgabe der Erfindung löst, nämlich ein Implantat, das durch einen unilateralen Eingriff einsetzbar ist, zu schaffen. Während jedoch bei allen zuvor beschriebenen Ausführungsformen das erste Rückhalteelement 20 durch den Abstandhalter 10 hindurch geführt wird, ist hier eine Lösung dargestellt, bei der das erste, vordere Rückhalteelement 20, wie bereits zuvor in den Ausführungsbeispielen gemäss der Figuren 13 bis 16, zweiteilig ausgeführt ist. Die beiden Teile des Rückhalteelementes 20 sind hier mit den Bezugszahlen 121 und 122 bezeichnet. Die während der Einführung des Abstandhalters 10 zwischen den beiden Dornfortsätzen B vorne liegende Fläche ist hier als Kopf 117 dargestellt. Der Kopf 117 hat hier eine giebelförmige Ausgestaltung. .Der giebelförmige Kopf 117 hat einen querenden Einschnitt 118. Dieser Einschnitt 118 weist ebenso eine giebelförmige Gestalt auf, deren Spitze jedoch abgeschliffen ist. Entsprechend verbleibt eine plane Teilfläche 112. Die beiden Teile 121 und 122 des ersten, zweiteiligen Rückhalteelementes 20 sind über eine Achse 123 schwenkbeweglich am Zug- oder Druckelement 40 gehalten. Die
Achse 123 durchsetzt das Zug- oder Druckelement 40 und die beiden Teile 121 und 122 umgreifen das als Stab ausgestaltete Zug- und/oder Druckelement 40. Da in diesem Falle das erste Rückhalteelement 20 somit nicht mehr durch den Abstandhalter 10 hindurch geführt werden muss, ist es auch nicht zwingend, dass der Innenraum 11 eine von der runden Form abweichende Gestalt haben muss. Die Verdrehsicherung ergibt sich allein durch die formschlüssige Lagerung des zweiteiligen ersten Rückhalteelementes, welches bereits beim Setzen des Implantates, also in der Einführungsposition, integral im Kopf 117 des Abstandhalters 10 liegt. Nachdem das Implantat korrekt zwischen den beiden benachbarten Dornfortsätzen gesetzt ist genügt es nun, am Zug- und/oder Druckelement 40 zu ziehen, wodurch automatisch die beiden Teile 121 und 122 aus der Position wie in Figur 23 dargestellt in die Endposition wie in Figur 25 gezeigt gelangen. In dieser Position liegen nun die beiden Teile 121 und 122 auf der planen Teilfläche 112 auf und verbleiben nun in dieser Position. Danach schiebt man als Konterelement das zweite rückwärtige Rückhalteelement 30 über das Zug.- und/oder Druckelement, bis das zweite Rückhalteelement 30 am Abstandhalter 10 anliegt. Dabei ist es keineswegs so, dass das erste Rückhalteelement und das zweite Rückhalteelement seitlich an den Dornfortsätzen anliegen, sondern diese dienen lediglich als Sicherung, um ein Verschieben aus dieser Position zu verhindern. Würden die beiden Elemente satt an den Dornfortsätzen anliegen, so würde dies praktisch einer
Teilversteifung des Rückgrates gleich kommen und dies ist in den meisten Fällen von lumbalen Spinalkanalstenosen nicht erforderlich.
Obwohl in der hier dargestellten Ausführungsform das Zug- und/oder Druckelement 40 als runder Stab, beispielsweise als Gewindestab, realisiert ist, ist dies nicht zwingend. Das Zug- und/oder Druckelement kann durchaus, wie zuvor, eine nicht runde Gestalt haben und entsprechend würde dann natürlich auch der Innenraum 11 wiederum die nicht runde Form aufweisen. Die hier dargestellte Ausführungsform ist in der Handhabung und Konstruktion relativ einfach. In der Position, wie in den Figuren 23 und 24 dargestellt, lässt sich der Abstandhalter 10 einführen, während gleichzeitig das zweite, rückwärtige Rückhalteelement 30 so gesichert auf dem Zug- und/oder Druckelement 40 gehalten ist, dass die Relativpositionen, wie in den Figuren 23 und 24 gezeigt, gegeben sind. Entsprechend können die Implantate in diesem vormontierten Zustand geliefert werden. Bei der Einführung kann der Druck direkt auf das Zug- und/oder Druckelement 40 angelegt werden. Ist die Endposition erreicht, kann nun Zug auf das Zug- und/oder Druckelement 40 ausgeübt werden, während gleichzeitig auf das zweite Rückhalteelement 30 Druck ausgeübt wird. Hierdurch verschieben sich die Elemente 30 und 40 relativ zueinander und lediglich das Sicherungsteil, beispielsweise eine Kontermutter, muss nun auf die neue Position nachgeschraubt werden.
Während der Abstandhalter 10 in der hier dargestellten Form im Wesentlichen die Gestalt eines an den Ecken gerundeten Achteckes aufweist, ist dies selbstverständlich nicht zwingend. Auch hier kann der Abstandhalter 10 prinzipiell die Form eines Wälzkörpers haben. Ebenso kann der Abstandhalter 10, wie die zuvor beschriebenen Beispiele, eine Taillierung aufweisen, um eine selbstzentrierende Wirkung auszuüben. Prinzipiell wird unter Wälzkörper ein Abstandhalter verstanden, der achssymmetrisch ist, jedoch nicht rotationssymmetrisch. Der Begriff Wälzkörper bringt nur zum Ausdruck, dass der Abstandhalter in seiner Gebrauchslage auch dazu dient, dass die Dornfortsätze bei der Bewegung sich darauf abwälzen können.
Die in den Figuren 27 bis 29 dargestellte bevorzugte Ausführungsform macht von der Idee Gebrauch, das gesamte Implantat, welches hier mit 201 bezeichnet ist, so zu gestalten, dass in einer Einführungsposition das Implantat 201 in longitudinaler Richtung grösser ist als im eingebauten Zustand. Hierdurch wird zusätzlicher Raum geschaffen, um während der Einführungsphase das erste, vordere Rückhalteelement 220 im Abstandhalter 210 einfacher unterzubringen, womit dieses auch optimaler gestaltet werden kann. Der Abstandhalter 210 weist nun einen Innenraum 211 auf, welcher einen Längsschlitz hat, der sich über die gesamte Länge des Wälzkörpers 210 erstreckt, bis auf den ■ Endbereich, welcher den Kopf 217 bildet. In diesem Freiraum,
den der Innenraum 211 darstellt, lässt sich nun das erste, vordere Rückhalteelement 220 problemlos anordnen. Das erste, vordere Rückhalteelement 220 ist auch hier wiederum zweigeteilt, und die beiden Teile 221 und 222 des ersten Rückhalteelementes 220 sind schwenkbar um eine Achse 223 gehalten. Dabei ist die Achse 223 aus der Mitte des Abstandhalters 210 angebracht, so dass das erste, vordere Rückhalteelement in ein langes Rückhalteelementteil 221 und ein kurzes Rückhalteelementteil 222 unterteilt ist.
Des weiteren umfasst das Implantat 201 ein Zug- und/oder Druckelement, welches hier mit 240 bezeichnet ist. Dieses Zug- und/oder Druckelement 240 umfasst einen Einschubteil
241. Einstückig damit verbunden ist das zweite, rückwärtige Rückhalteelement 230, welches aus einem oberen
Rückhalteelementteil 231 und einem unteren Rückhalteelementteil 232 besteht. Beide Teile sind einstückig am Einschubteil 241 angeformt. Sie stehen einander diametral gegenüber. In der Einführungsphase des Implantates 201 ist der Einschubteil 241 in einer ausgezogenen Position gehalten, wie dies in der Figur 27 dargestellt ist. Der Einschubteil 241 besitzt unten und oben je eine sattelartige Taillierung
242, welche in der Form einer ebensolchen Taillierung 212 am Abstandhalter 210 entspricht. Im ausgezogenen Zustand sind diese beiden Taillierungen um die Ausschubdistanz voneinander getrennt. Im Einschubteil 241 ist ein zentrisches Langloch 243 eingeformt. Durch dieses Langloch 243 ragt der Schaft
einer querenden Klemmschraube 244. Die Klemmschraube 244 dient der Sicherung des Einschubteiles 241 in einer gewünschten Einzug- bzw. Auszuglage des Einschubteiles 241 im Abstandhalter 210. Dank dem als Längsschlitz gestalteten Innenraum 211 ist der Abstandhalter 210 im Endbereich, wo die Klemmschraube 244 angeordnet ist, geringfügig zusammendrückbar. Während der Einführungsphase ist der Einschubteil 241 in der ausgezogenen Position mittels der Schraube 244 geklemmt .
Unterhalb des Langloches 243 ist parallel zu diesem verlaufend eine Längsnut 245 eingeformt. In dieser Längsnut 245 lagert ein Stössel 250. Der Stössel 250 hat eine Nase 251 und eine vordere Druckfläche 252. Mittels der Nase 251 schiebt der Stössel beim Zusammenstossen des Einschubteiles 241, in den hier transparent gezeichneten Abstandhalter 210, die beiden Rückhalteelementteile 221 und 222 auseinander, während in der Endposition die vordere Druckfläche 252 an beiden im Scharnierbereich ineinander greifenden Rückhalteelementteile 221 und 222 flach aufliegt. Die Längsnut 245 hat eine im vorderen Bereich angeordnete Arretierrille 246, während der Stössel 250 eine Wulst 253 aufweist, die in der Position gemäss den Figuren 27 und 28, also in der Einführungslage und in der Zwischenlage des Zusammenschiebens in die erwähnte Arretierrille 246, lagert. Der Stössel 250 hat ferner endseitig einen Längsschlitz 254, der über den Bereich hinweg sich erstreckt, an dem die Wulst
253 angebracht ist. Hierdurch kann der Endbereich des Stössels 250 federnd zusammengedrückt werden, so dass die Wulst 253 aus der Arretierungsrille 246 hinaus gedrückt werden kann, wenn der Einschubteil 241 in den Abstandhalter 210 hinein geschoben wird. Diese eingeschobene Lage, welche der Einbaulage des Implantates entspricht, ist in der Figur 29 dargestellt. In dieser Position ist der Stössel 250 vollständig in der Längsnut 245 eingeschoben. Dies ist in der Figur 29 deshalb ersichtlich, weil auch hier wiederum der Abstandhalter 210 transparent dargestellt ist. Die Wulst 253 liegt nun in einer hinteren Position, an der gegebenenfalls abermals eine Arretierungsrille vorhanden sein kann, die jedoch nicht zwingend erforderlich ist und in den anderen Figuren auch nicht dargestellt ist.
Die in den Figuren 27 bis 29 gezeigte Lösung kann für einen postoperativen Eingriff gegebenenfalls auch wieder unilateral ausgebaut werden. Hierzu wird die in der Endposition fixierte Arretierschraube 244 wieder gelöst und danach mittels einem Werkzeug, welches zwei parallele, miteinander verbundene Rundstäbe umfasst, durch zwei von der Endseite angebrachte Einschubbohrungen 247 einführen. Während man auf das Werkzeug drückt, zieht man gleichzeitig den Einschubteil 241 durch Zug am nun frei liegenden rückwärtigen, zweiten Rückhalteelement 230, sodass nun während der Einschubteil 241 herausgezogen wird, der Stössel 250 in seiner rückwärtigen Lage verbleibt, während ein Druck durch das Werkzeug durch die obere Bohrung
247 auf den oberen Teil des zweiteiligen ersten Rückhalteelementteil 221 es erlaubt, die beiden Teile 221 und 222 zurückzuklappen, so dass schliesslich wiederum die Position gemäss der Figur 27 erreicht wird. In dieser Position lässt sich selbstverständlich das gesamte Implantat 201 problemlos entfernen.
Bezugszeichenliste :
A Wirbelkörper, Vertebrae
B Dornfortsätze C Spinalkanal
D Interspinalligament
I Implantat, gesamthaft
10 Abstandhalter, Wälzkörper
II Innenraum 12 einführungsseitige Fläche, plan, Vorderseite
13 Rückseite
14 Wand
15 Taillierung
16 Längsachse des Wälzkörpers 17 Kopf des Abstandhalters
18 Teilkuppe
18' querender Einschnitt
18' ' Rampen
19 nutförmige Nut 20 erstes, vorderes Rückhalteelement
21 Aufnahmenut
22 geneigte Stirnfläche
23 Schneidkanten
24 Teilstäbe 25 stabförmiger Teil
26 Konsole
30 zweites, rückwärtiges Rückhalteelement
31 stabförmiger Körper
32 Konsolenaufsatz
33 Durchgangsbohrung
34 Führungskopf 40 Zug- und/oder Druckelement
41 Schwenkachse
42 Torsionsfeder
43 stangenförmiger Teil
44 Gewinde 45 Haltemutter
46 Sicherungsschraube
47 Abtrennung
50 Zangenbacken
51 Backenspitzen 112 plane Teilfläche
117 Kopf
118 querender Einschnitt
121 Teil des Rückhalteelementes 20
122 Teil des Rückhalteelementes 20 123 Achse
201 Implantat
210 Abstandhalter
211 Innenraum
212 Taillierung 217 Kopf
220 erstes, vorderes Rückhalteelement
221 langes Rückhalteelementteil
222 kurzes Rückhalteelementteil
223 Achse
230 zweites, rückwärtiges Rückhalteelement
231 oberes Rückhalteelementteil 232 unteres Rückhalteelementteil
240 Zug- und/oder Druckelement
241 Einschubteil
242 sattelartige Taillierung
243 Langloch 244 Klemmschraube
245 Längsnut
246 Arretierrille
247 Einschubbohrung
250 Stössel 251 Nase
252 Druckfläche 253 Wulst
254 Längsschlitz