Beschreibung
Verfahren und Vorrichtung zur Beeinflussung von Verbrennungsvorgängen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Beeinflussung von Verbrennungsvorgängen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Daneben bezieht sich die Erfindung auch auf eine zugehörige Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens .
Vorrichtungen und Verfahren zur Beeinflussung von Verbrennungsvorgängen durch elektrische Mittel sind aus zahlreichen Druckschriften bekannt . Der Einsatz elektrischer Mittel, insbesondere elektrischer Felder und Entladungen, zielt auf die Verbesserung der Stabilität des Verbrennungsprozesses , die
Verminderung der Schadstoffemission und die Unterdrückung von Brennkammerschwingungen . Beispiele hierfür sind die WO 96/01394 Al und die DE 101 37 683 C2.
In der WO 96/01394 Al werden Elektrodenanordnungen angegeben, die in einer Brennkammer im Bereich der dort brennenden Flamme angeordnet sind, mit Spannungen unterschiedlichen zeitli¬ chen Verlaufs beaufschlagt werden und einen Einfluss im Sinne einer verminderten Emission schädlicher Substanzen wie Ruß , Kohlendioxid, unverbrannter organischer Substanzen und StickstoffVerbindungen bewirken sollen .
Die DE 101 37 683 C2 verfolgt neben dem Zweck der Schadstoff¬ minderung das Ziel, die Stabilität der Verbrennung zu verbes- sern und insbesondere thermoakustische Emissionen zu unter¬ drücken . Die dazu eingesetzten Mittel unterscheiden sich von den in der WO 96/01394 Al beschriebenen dadurch, dass die Elektroden auf der der Flamme abgewandten Seite der Brennkammer angebracht sind .
Ein wesentlicher Vorteil der Beeinflussung von Flammen durch elektrische Felder und Entladungen besteht darin, dass sich das Verfahren zur trägheitslosen Steuerung und Regelung von
Verbrennungsprozessen nutzen lässt . Dies setzt voraus , dass Sensoren vorhanden sind, die die zu beeinflussenden Größen erfassen .
Sensoren zur Aufnahme von Signalen unterschiedlicher Art aus Flammen sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt . Im vorliegenden Zusammenhang sind solche Sensoren relevant , die aus Elektroden bestehen, die in die Flamme oder in die Nähe der Flamme gebracht werden, um elektrische Eigenschaften der Flamme zu messen .
Ein Beispiel hierfür findet sich in der US 5 049 063 A, in der eine in die Flammenspitze hinein reichende Elektrode be¬ schrieben wird, die zur Messung eines Ionenstroms herangezo- gen wird . Eine Ionisationselektrode ist auch bei der
DE 196 32 983 C2 vorhanden, die eine Regeleinrichtung für einen Gasbrenner betrifft . Bei beiden Dokumenten wird in Verbindung mit geeigneten Verstärkern und Filtern das durch die Sonde erzeugte Signal benutzt , um den Verbrennungsprozess , beispielsweise durch Einflussnahme auf die Luft- oder Gaszu¬ fuhr mittels eines Regelventils , in vorteilhafter Weise zu steuern . Die Sonde selbst dient dabei ausschließlich zur De- tektion von Flammeneigenschaften und wird selbst nicht zur Beeinflussung des Verbrennungsprozesses benutzt . Weiterhin ist aus der EP 0 775 870 Bl eine Vorrichtung zur Dämpfung thermoakustischer Schwingungen insbesondere einer Brennkammer für eine Gasturbine mit elektrisch beeinflussbarer Brennkammer bekannt , bei der ein in der Brennkammer installierter Drucksensor Druckschwingungen erfasst und ein Signal für eine Elektrode in der Brennkammer zwecks elektronischer Steuerung der Flamme generiert .
Ein Nachteil der herkömmlichen Technik liegt darin, dass die Einwirkung auf den Verbrennungsvorgang über mechanische Sys- teme wie Ventile erfolgt , die dem Verschleiß unterliegen und eine Reaktionszeit aufweisen, die insbesondere zur Beherr¬ schung von Brennkammerschwingungen zu lang sein kann .
Aufgabe der Erfindung ist es daher, das Verfahren des Standes der Technik soweit zu ergänzen, dass eine verbesserte Beein¬ flussung des Verbrennungsvorganges möglich ist . Daneben soll eine zugehörige Vorrichtung geschaffen werden .
Die Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die Maßnahmen des Pa¬ tentanspruches 1 gelöst . Eine zugehörige Vorrichtung ist im Anspruch 7 angegeben . Weiterbildungen des Verfahrens und der Vorrichtung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche .
Der Erfindungsgedanke besteht darin,
- Elektroden, die zur Beeinflussung der Verbrennung durch elektrische Felder und Entladungen, wie beispielsweise im Sinne der DE 101 37 683 C2 , in einer Brennkammer in- stalliert werden, auch zur Detektion von Flammeneigenschaften einzusetzen
- bzw . eine oder mehrere in einer Brennkammer bereits vorhandene Elektroden, die der Detektion von Flammeneigenschaften dienen, als Elektroden zur Erzeugung eines elektrischen Feldes oder einer elektrischen Gasentladung zu benutzen, die die Verbrennung im oben genannten Sinne beeinflussen .
Dabei ist entscheidend, dass die Elektroden gleichzeitig so¬ wohl als Sonden zur Detektion von Flammeneigenschaften als auch als aktive Feldelektroden zur Beeinflussung der Flammeneigenschaften dienen und die mittels dieser Elektroden erzeugten Sondensignale ohne Beteiligung mechanischer Elemente trägheitslos auf die an den Elektroden anliegende Spannung zur Verbrennungssteuerung zurückwirken . Separate Sonden zur Signalerfassung sind nicht notwendig .
Die Erfindung ist in unterschiedlichen Gebieten anwendbar . Dabei ist im industriellen Bereich eine Anwendung insbesondere bei Gasturbinen, aber auch bei prozesstechnisch eingesetz- ten Brennern möglich . Bei den dort auftretenden hohen thermischen Belastungen erweist sich eine einzige Durchführung als besonders vorteilhaft . Darüber hinaus ist auch die Anwendung der Erfindung im Haustechnikbereich für Heizung und Warmwas-
seraufbereitung, bei dem es um Kostenreduzierung geht , vorteilhaft . Während bei der industriellen Nutzung die Schad- stoffminderung von besonderer Bedeutung ist , wird im Haustechnikbereich die Brennstoffausnutzung und Geruchsminderung im Vordergrund stehen .
Bei der Erfindung gibt es keinerlei Einschränkungen hinsicht¬ lich Art des Brennstoffes (Erdgas , Synthesegas , Öl) , Brenn¬ stoff-Luft-Gemische (brennstoffarm, stöchiometrisch, oder brennstoffreich) und/oder Anzahl sowie Art der gesteuerten Flammen (Diffusionsflammen, teilvorgemischte Flammen, Vor- mischflammen) im Brenner .
Die Erfindung nutzt die Tatsache aus , dass ein elektrisches Feld in einer Flamme einen Ladungsträgertransport hervorruft , der einen elektrischen Strom zwischen den felderzeugenden Elektroden bewirkt . Stärke, zeitlicher Verlauf und Frequenz des elektrischen Stroms hängen sowohl für die Sondenmessung als auch für die elektrische Steuerung einerseits von der aufgeprägten Spannung, andererseits von den Eigenschaften der Flamme, insbesondere von deren Leitfähigkeit und ihrer räum¬ lichen Verteilung, ab . Der Zusammenhang zwischen der an den Elektroden anliegenden Spannung und der Stärke des dadurch hervorgerufenen Stroms lässt sich durch eine Strom-Spannungs- kennline, die nachfolgend auch als Sondenkennlinie bezeichnet wird, verdeutlichen, die weiter unten im Einzelnen beschrieben wird .
Die Erfindung umfasst das Anlegen einer zeitlich veränderli- chen Spannung zur Steuerung der Verbrennung, wobei der dadurch hervorgerufene zeitveränderliche Strom direkt zur Dia¬ gnostik des Verbrennungsprozesses herangezogen wird . Sie be¬ inhaltet ferner das Aufprägen einer periodischen Sondenspannung („probe voltage") auf die Steuerspannung („control vol- tage") , wobei die Grundfrequenz der Sondenspannung hoch gegenüber typischen Signalfrequenzen der Steuerspannung ist , und die Trennung des Sondenstromes vom Steuerstrom anhand ei¬ ner Frequenzweiche . In einer besonders vorteilhaften Ausfüh-
rungsform beinhaltet die Erfindung die Anwendung amplitudenmodulierter, hochfrequenter Spannungen für Steuerung und Analyse, wobei die diodenartige Kennlinie, d . h . die Asymmetrie des Verhaltens hinsichtlich positiver und negativer Polari- tat , von Elektrodensystemen in Flammen ausgenutzt wird .
Die Erfindung umfasst weiter die Anwendung von Mehrelektrodensystemen, die von einer gemeinsamen oder aber von jeweils einer oder mehreren Elektroden zugeordneten, geregelten Span- nungsquellen versorgt werden . Die Vorteile eines Mehrelektro¬ densystems liegen insbesondere darin, dass räumlich aufgelös¬ te Messungen möglich sind und die Verbrennung über einen ausgedehnten Lastbereich mit stark variierender räumlicher Struktur gesteuert werden kann .
Die Erfindung bezieht sich ferner auf Kombinationen von Systemen, bei denen mindestens eine Elektrode sowohl als FeId- und Messelektrode im Sinne des oben ausgeführten Erfindungs¬ gedankens wirkt und mindestens eine weitere Elektrode aus- schließlich als Messelektrode oder Feldelektrode eingesetzt ist .
Schließlich erstreckt sich die Erfindung speziell auf eine solche, im vorangehenden Absatz genannte Kombination, bei der eine oder mehrere Elektroden zeitweilig ausschließlich als Messelektrode oder als Feldelektrode wirken .
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung von Ausführungsbei- spielen anhand der Zeichnung in Verbindung mit den Patentansprüchen . Es zeigen
Figur 1 die bereits erwähnte Kennlinie,
Figur 2 und Figur 3 in schematischer Darstellung zwei Alter- nativen eines turbinenartigen Brenners mit zugehörigen Mitteln zur Diagnose und Beeinflussung des Verbrennungsvorganges ,
Figur 4 eine Strom-Spannungs-Kennlinie und
Figur 5 den zeitlichen Verlauf der Spannung für Steuerungszwecke .
Figur 1 zeigt ein Beispiel einer Sondenkennlinie 1. Bei AnIe- gen kleiner Spannungen positiver Polarität ergibt sich eine stetig mit der Spannung ansteigende, dieser proportionale Stromstärke . Im Bereich I resultiert daraus ein linearer Ab¬ schnitt der Kennlinie 1 , in dem die Drift der in der Reakti¬ onszone der Verbrennung gebildeten Ionen und Elektronen einen Stromfluss in der Hochspannungselektrode induziert . Bei fort¬ schreitendem Anstieg der Spannung werden durch Ladungstrennung Raumladungsschichten gebildet , welche die Stromstärke oberhalb einer gewissen Spannung auf den Sättigungsstrom begrenzen, der von der Ionisationsrate in der Reaktionszone der Verbrennung abhängt . Der dadurch charakterisierte Bereich wird als Sättigungsbereich III bezeichnet . Anschließend er¬ folgt im Bereich IV wiederum ein Anstieg der Sondenkennlinie 1.
Bei Spannungen negativer Polarität ergeben sich deutlich kleinere Sondenströme als bei positiver Polarität , und wegen der hohen Elektronenbeweglichkeit geht das Signal sehr viel schneller in eine Sättigung, so dass linearer Bereich und Sättigungsbereich nicht deutlich von einander getrennt er- scheinen . Der Bereich II umfasst deshalb den linearen Teil und den Sättigungsbereich der Sondenkennlinie 1 für negative Polarität .
Für positive Polarität wurde bereits der Sättigungsbereich III definiert . Bei weiterer betragsmäßiger Erhöhung der Spannung werden die elektrischen Feldstärken so hoch, dass Elektronenvermehrung durch ionisierende Stöße einsetzt . Die sich im bereits erwähnten Bereich IV anschließenden Kennlinienabschnitte sind durch selbständige Gasentladungseffekte ge- prägt . Sinngemäß Gleiches gilt sinngemäß für die negative Po¬ larität im Bereich V.
Je nach Druck, Temperatur, GasZusammensetzung und Platzierung der Elektroden kann die Sondenkennlinie 1 von dem hier gezeigten Beispiel deutlich abweichen und können sich andere Kennlinien ergeben . Insbesondere kann z . B . der Sättigungsbe- reich II wegfallen, weil durch inhomogene elektrische Felder Gasentladungseffekte bereits bei Spannungen unterhalb der Sättigungsspannung auftreten .
Im Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist ein in einer Brennkam- mer 11 angeordneter, als elektrisch leitend gedachter Brenner 12 dargestellt , in dem eine Flamme 13 brennt . Im Bereich der Flamme ist eine Ringelektrode 14 angeordnet , welche die Flam¬ me 13 umschließt und über eine Durchführung 15 durch die Brennkammerwand mit einem Spannungsversorgungsgerät 16 derart verbunden ist , dass zwischen der Elektrode 14 und dem Brenner 12 die vom Gerät 16 bereitgestellte zeitlich veränderliche Spannung U (t ) anliegt , die in diesem Beispiel als Sägezahn¬ spannung gewählt ist . Ein Messwertaufnehmer 17 erfasst den durch die Spannung zwischen Brenner 12 und Elektrode 14 in der Flamme erzeugten Strom, wobei die Stromstärke I und das
Frequenzspektrum f (V) registriert werden . In einem Messumformer 18 , an dessen Stelle auch ein Steuerungsrechner treten kann, werden die erfassten Größen I und f (V) in ein elektrisches Signal E umgesetzt , das mit Hilfe des Reglers 19 zur Regelung der Spannung bezüglich Amplitude, Pulsform und Frequenz im Spannungsversorgungsgerät 16 benutzt wird . Entfernt sich die gemessene Stromstärke aus dem von den Betriebsbedingungen des Brenners 12 abhängigen Sollbereich oder treten Stromschwankungen in einem nicht erwünschten Frequenzbereich auf, werden Amplitude, Pulsform und Frequenz der Spannung
U (t ) sowie ihre Phase bezüglich des Messsignals so geregelt , dass die an den Elektroden gemessenen Eigenschaften wieder im Sollbereich liegen .
Das anhand der Figur 2 beschriebene Beispiel schließt die An¬ wendung der mittels der Feldelektroden erzeugten Sondensignale zur Steuerung mechanischer Elemente, insbesondere von Ventilen, ein . Dies wird im Ausführungsbeispiel der Figur 3 ver-
deutlicht , das zusätzlich zu den Elementen der Figur 2 jeweils einen weiteren Messwertaufnehmer 17 ' , einen weiteren Messwertumformer 18 ' , einen weiteren Regler 19' sowie ein Regelventil 20 aufweist , mit welchem beispielsweise die Luftzu- fuhr des Brenners 12 verändert werden kann . Das Steuerungs¬ signal für das Ventil 20 kann auch vom ersten Messwertumformer 18 abgeleitet werden, wie es in Figur 3 durch eine ge¬ strichelte Linie angedeutet ist .
Tritt an die Stelle des Messwertumformers 18 ein Steuerungs¬ rechner, wird dieser in Kombination mit dem Elektrodensystem dazu benutzt , einen Abschnitt der Strom-Spannungskennlinie 1 der Flamme unter den aktuell herrschenden Bedingungen zu bestimmen, mit einer im Speicher eines hier nicht im Einzelnen beschriebenen Rechners hinterlegten Soll-Kennlinie zu vergleichen und nötigenfalls die Bedingungen so zu verändern, dass die tatsächliche Kennlinie sich der Sollkennlinie annä¬ hert und mit dieser weitgehend identisch wird .
Das der Kennlinienmessung zugrunde liegende Prinzip wird an Hand der Figur 4 verdeutlicht , in der in vereinfachter Darstellung lediglich jeweils ein linearer Bereich L und ein nichtlinearer Bereich NL der Strom-Spannungskennlinie 1 einer Flamme gezeigt wird . Zwischen den Elektroden wird eine Steu- erspannung U0 angelegt , der eine weitere, periodisch verän¬ derliche, hier beispielhaft als sinusförmig (Ui = Uio • sinωt ) dargestellte Sondenspannung überlagert ist , so dass Gleichung ( 1 ) gilt :
U (t ) = U0 + Uio - sin (ωt ) ( 1 )
Liegt die Gesamtspannung U (t ) im linearen Bereich der Kennlinie, wobei dieser Fall in Figur 4 durch das Signal Si darge¬ stellt ist , wird ein Strom gemäß dem Signal S ' i bewirkt , wo- bei der Strom dem Spannungssignal Si proportional ist . Dabei ist die Amplitude von Si ein Maß für die Steilheit der Kenn¬ linie . Liegt die Gesamtspannung im nichtlinearen Bereich der Kennlinie ( Signal S2) , ist das Stromsignal S ' 2 im Vergleich
zum Spannungssignal S2 verzerrt , wobei die - beispielsweise durch Fourier-Analyse - quantifizierbare Verzerrung ein Maß für die Krümmung der Kennlinie ist .
Das hier nicht im Einzelnen dargestellte Ersatzschaltbild der Kombination aus Flamme und Elektrodensystem enthält neben einer resistiven auch eine kapazitive Komponente . Dadurch be¬ dingt , tritt zwischen den Signalen Si und S ' i bzw . zwischen den Signalen S2 und S ' 2 eine Phasenverschiebung Δφ auf, die ebenfalls detektiert und im Sinne einer Flammensteuerung aus¬ gewertet wird .
Figur 5 stellt ein weiteres Beispiel für den zeitlichen Verlauf einer Spannung für Steuerung und „Sondierung" eines Verbrennungsprozesses dar, mit der eine Hochspannungselektro¬ de gegenüber der elektrischen Masse beaufschlagt wird . Wenn ein Brenner mit Luftzahlen oder Massenströmen außerhalb seines Optimums betrieben wird, kann für die dauerhafte Reduzie¬ rung von Schadstoffemissionen und zur Stabilisierung der Verbrennung eine Gleichspannung 21 angelegt werden . Für die
Unterdrückung von Verbrennungsschwingungen können der Gleichspannung 21 Wechselspannungen mit Frequenzen im Bereich 1 Hz bis 10 kHz überlagert werden, so dass die Steuerspannung 22 aus einer Wechselspannung mit einem Offset besteht . Um Zu- Standsänderungen schnell diagnostizieren zu können, wird der Steuerspannung eine periodische Sondenspannung Us (t ) aufgeprägt , deren Frequenz groß und deren Amplitude klein gegenüber der der Steuerspannung ist . Dadurch ergibt sich eine Elektrodenspannung 24 , die für Steuerungszwecke eine Gleich- Spannungskomponente und eine Wechselspannungskomponente und zur Verbrennungsdiagnostik eine Wechselspannungskomponente in einem Frequenzbereich enthält , der nicht für Steuerungszwecke benötigt wird . Deshalb können Messsignale mit Hilfe einfacher elektronischer Mittel, wie insbesondere Bandpassfilter oder anderer Anordnungen aus Drosseln, Widerständen und Kondensatoren, von Steuersignalen getrennt werden . Außerdem ist durch kapazitive Ankoppelung von Messaufnehmern eine einfache Potentialtrennung möglich .
Über vorstehend beschriebene Beispiele hinaus ist in weiteren Beispielen eine Anwendung von Spannungen, die den gesamten in Figur 1 gezeigten, für die Kennlinie einer Flamme relevanten Spannungsbereich abdecken, möglich . Auch die Anwendung von hochfrequenten Wechselspannungen, wobei die diodenartige Kennlinie 1 aus Figur 1 genutzt wird, ist möglich, um im pe¬ riodischen Mittel einen unipolaren Strom zu erhalten .
Der aus den einzelnen Beispielen entnehmbare allgemeine Erfindungsgedanke beschränkt sich aber nicht auf die in den Fi¬ guren 2 und 3 lediglich beispielhaft beschriebenen, innerhalb einer Brennkammer angeordneten toroidalen, bezüglich des Brenners koaxialen, Ringelektroden . Weitere Ausführungsformen umfassen vielmehr zylindrische Ringelektroden, Nadelelektroden, Kugelelektroden und Stabelektroden sowie Kombinationen der genannten Formen, wobei die Elektroden sämtlicher Ausführungsformen mit einem nicht leitenden, dielektrisch wirkenden oder mit einem resistiv-strombegrenzenden, insbesondere io- nenleitenden keramischen Material beschichtet sein können .
Es ist ersichtlich, dass bei einer elektrisch isolierenden Ummantelung der Elektroden die Steuerspannung als Wechselspannung oder Impulsspannung eingeprägt sein muss . Hierzu wird insbesondere auf die eingangs zitierte DE 101 37 683 C2 verwiesen .