Hochfrequenzkoppler oder Leistungsteiler, insbesondere schmalbandiger und/oder 3dB-Koppler oder Leistungsteiler
Die Erfindung betrifft einen Hochfrequenzkoppler oder Leistungsteiler, insbesondere schmalbandigen Hochfrequenzkoppler oder Leistungsteiler nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
In hochfrequenztechnischen Anlagen ist es oft notwendig, ein Signal beispielsweise mit einer Leistung P auf zwei Signale mit einer Leistung von jeweils P/2 aufzuteilen. Hierzu werden häufig Ringkoppler verwendet. Derartige Ringkoppler sind beispielsweise aus Zinke Brunswig "Hoch- frequenztechnik", Springer-Verlag, 6. Auflage, 2000 bekannt, und zwar dort aus Seite 192.
Diese Ringkoppler werden häufig in Mikrostreifenleiter- technik ausgeführt.
Darüber hinaus sind aber auch Hochfrequenzkoppler bekannt, bei denen das Maß der Verkopplung in der Regel über stirn- oder längsseitig gekoppelte Leitungen eingestellt wird.
Für höhere Koppelgrade, wie für einen Leistungsteiler notwendig, werden diese Abstände oft sehr gering oder sogar zu gering, um noch wirtschaftlich gefertigt werden zu können.
So ist beispielsweise auch aus der EP 1 291 959 Al ein direktionaler Koppler bekannt geworden, der beispielsweise in Suspended-Substrat-Technik aufgebaut ist. In anderen Worten ist auf einem Substrat auf der einen Seite eine Koppelstrecke in Streifenleitungstechnik vorgesehen, die mit zwei ebenfalls in Streifenleitungstechnik ausgebildeten ersten und zweiten Anschlüssen auf dem Substrat in Verbindung stehen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist dann eine zweite Koppelstrecke angeordnet, die zu einem dritten und vierten Ausgang oder Anschluss führen. In Draufsicht sind die beiden Koppelstrecken zumindest teilweise überlappend angeordnet.
Gemäß der vorstehend genannten Vorveröffentlichung EP 1 291 959 Al können dabei ferner auch noch an den beiden gegenüberliegenden Enden der beiden Koppelstrecken jeweils Kondensatoren angeschlossen sein, deren zweite Anschlussstelle jeweils auf Masse liegt.
Aus der gleichen Vorveröffentlichung sind aber auch andere Ausführungsbeispiele zu ersehen, bei welchen der Koppler in Koplanartechnik aufgebaut ist. In diesem Fall sind die beiden Koppelleitungen jeweils mit ihren beiden Anschlussstellen auf einer gemeinsamen Seite des Substrates an- geordnet, wobei die Koppelstrecken in möglichst geringem Abstand parallel zueinander verlaufen.
Schließlich ist aber auch beispielsweise aus der EP 1 014
472 Bl ein direktionaler Koppler bekannt geworden, der wiederum ebenfalls in Suspended-Substrat-Technik aufgebaut ist. Es handelt sich bei diesem vorbekannten Richtkoppler um einen Breitbändrichtkoppler mit zumindest zwei in Kas- kade geschalteten Koppelabschnitten unterschiedlicher Koppeldämpfung, bei dem die Koppelabschnitte mit loser Kopplung aus stirnseitig verkoppelten Streifenleitern und die Koppelabschnitte mit fester Kopplung aus breitseitig verkoppelten Streifenleitern bestehen.
Um die entsprechende Koppelstrecke mit fester Kopplung zu realisieren sind in diesem Ausführungsbeispiel Durchkon- taktierungen im Substrat vorgesehen. Alle Zuleitungen sind jedoch auf einer Seite des Substrates angeordnet.
Bezüglich der aus dem Stand der Technik vorbekannten Koppler kann also festgehalten werden, dass diese häufig in Mikrostreifenleitertechnik ausgeführt sind. Bedingt durch die hohe Dämpfung der Mikrostreifenleitung und deren Sen- sibilität bezüglich Schwankungen der Dielektrizitätskonstanten liegen die Nachteile dieser Koppler im hohen Platzbedarf sowie den relativ großen elektrischen Verlusten und den hohen Kosten für hochwertiges Leiterplattenmaterial .
Die Nachteile der Richtkoppler in Suspended-Substrat-Technik sind einerseits hohe Anforderungen an die Positionierung des Substrates zwischen den beiden Masseflächen (Probleme bestehen hier bei der richtigen Positionierung in der Horizontalen aber auch bezüglich der exakten Berücksichtigung der Abstände zwischen Deckel und Boden). Diese Anforderungen an eine richtige oder optimale Positionierung verursachen hohe Kosten für die mechanische Bearbei-
tung und Montage. Andererseits wird dadurch beim Entwurf eines Kopplers bereits die Gehäusegeometrie festgelegt. Dies ist in Bezug auf eine Wiederverwendbarkeit bzw. Erzielung einer ausreichenden Flexibilität bezüglich der Realisierung und Umsetzung eines gewählten Konzeptes für einen Koppler sowie für den Einsatz für weitere Anwendungsfälle oft von Nachteil.
Zudem ist es aus elektrischer Sicht in dieser Technik nur schwer möglich, die unterschiedlichen Phasengeschwindigkeiten der Gleich- und Gegentaktwelle auszugleichen.
Die Hauptnachteile der Richtkoppler in Koplanar-Technik liegen schließlich in den geforderten Mindestabständen zwischen den längsseitig gekoppelten Leiterbahnen und dem insoweit auch begrenzten Koppelfaktor. Weiterhin ist der Koppelfaktor stark toleranzabhängig (Ätztoleranzen und Schwankungen der Dielektrizitätskonstanten des Substratmaterials üben einen nachteiligen Einfluss aus) . Weiterhin ist ein Koppler in Koplanar-Technik bezüglich der elektrischen Verluste nicht optimal.
Nachteilig an allen drei Typen von Kopplern ist, wie vorstehend erläutert, dass sie insbesondere bei Verwendung für ein modernes nachrichtentechnisches System nicht die hierfür notwendigen geforderten Eigenschaften eines Hoch- frequenzkopplers wie z.B. mit ausreichend geeignetem Koppelfaktor, Richtschärfe oder Symmetrie aufweisen oder bzw. nicht realisierbar sind oder nur unter erheblichem Entwicklungsaufwand.
Aus der gattungsbildenden GB 2 218 853 A ist ein Hoch- frequenzkoppler oder Leistungsteiler als bekannt zu ent-
nehmen, der auf einem Substrat auf einer Seite zwei ausgebildete Koppelstrecken umfasst. Beide Koppelstrecken sind jeweils am Anfang und am Ende mit Anschlussleitern versehen, die zu versetzt liegenden Anschlüssen führen. Zwi- sehen den beiden Koppelstrecken sind zudem Kondensatoren zur Verkopplung beider Koppelstrecken vorgesehen und ausgebildet .
Aus der EP 1 014 472 Bl ist ferner ein Richtkoppler als bekannt zu entnehmen. In Abweichung zum gattungsbildenden Stand der Technik ist dieser Richtkoppler auf einem Substrat so ausgebildet, dass die eine Koppelstrecke auf der einen Substratseite und die damit verkoppelte zweite Koppelstrecke auf der gegenüberliegenden Substratseite ausge- bildet ist. Dabei ist jeweils an einer Seite der Koppelstrecke eine Durchverbindung durch das Substrat hindurch vorgesehen, um eine elektrisch-galvanische Verbindung einer Anschlussleitung zu einer gegenüberliegenden Koppelfläche herzustellen.
Aus der US 4,376,921 ist ferner ein Mikrowellenkoppler als bekannt zu entnehmen, der ebenfalls vier Anschlüsse und zwei Koppelstrecken aufweist, wobei zwischen den beiden Koppelstrecken - die vergleichsweise kurz gehalten sind - vom Anfang bis zum Ende Kondensatoren zur Verkopplung zwischen den Koppelstrecken vorgesehen sind.
Nachteilig an allen vorstehend genannten Typen von Kopplern ist, dass sie insbesondere bei Verwendung für ein modernes nachrichtentechnisches System nicht die hierfür notwendigen geforderten Eigenschaften eines Hochfrequenz- kopplers z.B. mit ausreichendem Koppelfaktor, ausreichender Richtschärfe oder Symmetrie aufweisen oder nicht oder
nur unter erheblichem Entwicklungsaufwand realisierbar sind.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, einen verbesserten Koppler oder Leistungsteiler zu schaffen, insbesondere einen schmalbandigen, vorzugsweise 3dB-Kopp- ler zu schaffen, der bezüglich Kosten, Baugröße, Verlusten und Fertigungstoleranzen gegenüber herkömmlichen Lösungen optimiert ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Der erfindungsgemäße HF-Koppler oder Leistungsteiler weist eine Reihe positiver, sich von herkömmlichen Lösungen absetzende Vorteile auf. Der erfindungsgemäße Hochfre- quenzkoppler ist schmalbandig aufgebaut.
Die Koppelstrecke selbst ist auf zwei gegenüberliegenden Seiten eines Substrates ausgebildet. Allerdings ist an den beiden gegenüberliegenden Enden einer Koppelstrecke oder an den beiden gegenüberliegenden Enden jeweils einer der beiden Koppelstrecken eine Durchkontaktierung vorgesehen, wodurch ermöglicht wird, dass letztlich alle vier externen Anschlussleitungen (auch wenn eine abgeschlossen ist) auf einer Seite des Substrates angeordnet sein können. Dies eröffnet auch die Möglichkeit, dass auf einer Seite auf dem Substrat - sofern es notwendig sein sollte - weitere elektrische Bauteile und Baukomponenten in üblicher Löttechnik vorgesehen und angeschlossen sein können.
Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße Koppler oder Leistungsteiler an den jeweils gegenüberliegenden Endoder Anschlussbereichen zu der jeweiligen Koppelstrecke Kondensatoren auf, wie sie grundsätzlich auch aus der EP 1 291 959 Al bekannt sind. In Abweichung dazu werden jedoch keine diskreten Reaktanzen oder Kondensatoren verwendet, sondern sogenannte interdigitale Kondensatoren. Diese sind bei derartigen Leistungsteilern oder Kopplern bisher nicht so zum Einsatz gekommen, auch wenn sie grundsätzlich aus Rainee Simons: Coplaner Waveguide circuits, components and Systems, 1. Auflage, New York, Chichester, Weinheim u.a.: John Wiley & Sons, 2001, bekannt sind.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird ein Leistungsteiler oder Koppler mit höchst geringem Platzbedarf realisiert, dessen elektrische Parameter in weiten Grenzen vergleichsweise frei einstell- oder vorwählbar sind. Er weist vor allem niedrige elektrische Verluste auf. Zudem ist der erfindungsgemäße Leistungsteiler oder Koppler auch durch seine hohe Richtschärfe gekennzeichnet.
Der erfindungsgemäße Koppler oder Leistungsteiler ist auch vergleichsweise robust gegenüber Gehäusetoleranzen. Dies zeigt sich vor allem bei der Wahl unterschiedlicher Deckelabstände. Diese Robustheit gegenüber Gehäusetoleranzen eröffnet auch die Möglichkeit, einzelne Entwürfe in weiteren Einsatzfällen wieder zu verwenden. Zudem ist der erfindungsgemäße Koppler auch vergleichsweise robust gegenüber Ätztoleranzen sowie gegenüber Schwankungen der Dielektrizitätskonstanten des Substratmaterials. Ferner sind grundsätzlich keine weiteren Bedrahtungen oder konzentrierte Bauelemente notwendig, obgleich sie grundsätzlich bei Bedarf mit eingesetzt werden könnten. Schließlich
sind sämtliche Zuleitungen auf der selben Seite der Sub¬ stratseite vorgesehen, was als vorteilhaft zu werten ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich nachfolgend aus den anhand von Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen im einzelnen:
Figur 1: eine schematische Draufsicht auf ein ers- tes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kopplers;
Figur 2: eine rückseitige Ansicht des in Figur 1 wiedergegebenen erfindungsgemäßen Kopp- lers;
Figur 3: einen Schnitt längs der Linie III-III in
Figur 1;
Figur 4: eine zu Figur 1 entsprechende Darstellung bezüglich eines gegenüber Figur 1 leicht abgewandelten Ausführungsbeispieles ;
Figur 5: eine rückwärtige Ansicht auf das Ausfüh- rungsbeispiel gemäß Figur 4.
In Figur 1 ist die Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kopplers oder Leistungsteilers 1 gezeigt, der auf einem Substrat 3 in Form einer Leiterplatine aufgebaut ist.
Auf dem Substrat 3 sind auf der in Figur 1 sichtbaren Oberseite 3a des Substrats vier Flächenbereiche 5 sieht-
bar, die von Ausnehmungen 7 voneinander elektrisch-galvanisch getrennt sind. Bei diesem Flächenbereich 5 handelt es sich um Masseflächen 5.
In den Äusnehmungen 7 ist eine erste Koppelstrecke 9 in Streifenleitungstechnik ausgebildet, die in einer ersten Richtung oder Längsrichtung auf dem Substrat 3 verläuft.
Am Anfang IIa und am Ende IIb dieser Koppelstrecke 9 ist quer verlaufend eine erste und zweite Anschlussleitung 13a und 13b vorgesehen, die zu Anschlüssen 15a und 15b an dem einen Substratrand 3' führen.
Der nicht leitende ausgenommene Bereich 7 ist in Drauf- sieht in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 H-förmig gebildet. In unmittelbarer Verlängerung der Anschlussleitung 13a und 13b aber von diesen getrennt, sind zwei weitere Anschlussleitungen 17a und 17b zu sehen, die zum gegenüberliegenden Substratrand 3" führen und dort An- Schlüsse 19a und 19b bilden.
An den zu den Anschlüssen 19a und 19b gegenüberliegenden Enden der Anschlussleitungen 17a, 17b sind diese benachbart zur ersten Koppelstrecke 9 mit Durchkontaktierungen 21 versehen, die durch Bohrungen 21' durch das Substrat 3 hindurch verlaufen.
Wie insbesondere aus der Unteransicht aus Figur 2 zu ersehen ist, ist auf der dort wiedergegebenen Unterseite 3b eine zweite Koppelstrecke 25 vorgesehen, die parallel zur ersten Koppelstrecke 9 verläuft und -in Draufsicht sich bevorzugt mit dieser ganz oder zumindest teilweise überlappt. Die Länge und/oder Breite beider Koppelstrecken ist
im gezeigten Ausführungsbeispiel auch zumindest näherungsweise gleich.
Wie aus der Unteransicht der Unterseite 3b des Substrates 3 gemäß Figur 2 zu ersehen ist, sind am Anfang 27a und am Ende 27b der zweiten Koppelstrecke 25 entsprechende mit der zweiten Koppelstrecke zwei elektrisch verbundene und in Streifenleitungstechnik ausgebildete Leitungserweiterungen 25 vorgesehen, in deren Mitte die Bohrungen 21' der Durchkontaktierung 21 enden. Von daher sind die zweiten Anschlussleitungen 17a und 17b über die erwähnten beiden Durchkontaktierungen mit der zweiten Koppelstrecke 25 elektrisch-galvanisch verbunden.
Die Länge der Koppelstrecken entspricht etwa λ/4. Die vier Zu- oder Anschlussleitungen 13a, 13b und 17a, 17b sind in Koplanar-Leitertechnik ausgeführt und verbinden den Koppler 1 mit weiteren im vorliegenden Ausführungsbeispiel im Einzelnen nicht gezeigten Hochfrequenzbaugruppen.
Zur Verbesserung der elektrischen Eigenschaften sind zudem im gezeigten Ausführungsbeispiel noch insgesamt zwölf Kondensatoren C vorgesehen, welche sich jeweils im Eingangs- und Ausgangsbereich, d.h. am jeweiligen Anfang IIa und am Ende 12b der ersten Koppelstrecke 9 bzw. am Anfang 11 'a und am Ende 12 'b der zweiten Koppelstrecke 25 befinden. Dort sind also die Kondensatoren C-9a und C-9b am einen Ende sowie die entsprechenden Kondensatoren C-9c und C-9d am anderen Ende der ersten Koppelstrecke 9 an- geordnet. Entsprechende Kondensatoren sind auch am Anfang und Ende der zweiten Koppelstrecke .25 vorgesehen, nämlich die Kondensatoren C-25a und C-25b sowie am gegenüberliegenden Ende der Koppelstrecke 25 die Kondensatoren C-25c
und C-25d. Diese Kondensatoren sind nicht unter Verwendung von diskreten Bauteilen aufgebaut, sondern in Form von Interdigital-Kondensatoren .
Aus Figuren 1 und 2 ist aber auch ersichtlich, dass im gezeigten Ausführungsbeispiel vorzugsweise auch im mittleren Bereich, also auf halber Länge der jeweiligen Kop-' pelstrecke 9 bzw. 25 noch jeweils ein weiteres Kondensator-Paar C vorgesehen ist, das im gezeigten Aus- führungsbeispiel als C-9e und C-9f sowie C-25e und' C-25f bezeichnet ist.
Bei den Kondensatoren ist jeweils die eine Kondensatorfläche oder -hälfte leitend mit der jeweiligen Koppelstrecke 9 bzw. 25 verbunden und die jeweils damit zusammenwirkende elektrisch-galvanisch getrennte Kondensatorfläche • oder - hälfte mit der zugehörigen Massefläche.
Dazu ist auch auf der Unterseite gemäß Figur 2 das Sub- strat 3 mit einer umlaufend geschlossenen Massefläche 31 versehen, in deren mittleren Bereich eine nicht leitende Ausnehmung 33 vorgesehen ist, innerhalb derer Längsrichtung die zweite Koppelstrecke 2 davon galvanisch getrennt verläuft .
Die Dimensionierung der Interdigital-Kondensatoren kann so erfolgen, dass hierüber bestimmte Koppeleigenschaften eingestellt bzw. vorgewählt werden. Die erwähnten Masseflächen sind aber notwendig, um einerseits für definierte Masseverhältnisse zu sorgen und zum anderen ein Massepotential für die Interdigital-Kondensatoren zu bilden. Die eigentliche Verkopplung erfolgt also durch die auf den beiden Seiten des Substrates 3 ausgebildeten Leitungen 9
und 25 (Suspended-Substrat) .
Wie sich aus der Querschnittsdarstellung gemäß Figur 3 ergibt, ist bevorzugt unterhalb des Koppelbereiches eine Vertiefung 37 in einem Gehäuse 29 ausgebildet. Das Maß der Vertiefung sowie der Abstand zwischen dem Substrat und dem zugehörigen Deckel 41 kann innerhalb gewisser Grenzen frei gewählt werden.
Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel können auch die in den Koppelstrecken bevorzugt in der Mitte vorgesehenen Kondensatoren auch von der Mitte abweichend eher zwischen den am Anfang und am Ende der jeweiligen Koppelstrecke vorgesehenen Kondensatoren vorgesehen sein. Gege- benenfalls können auch zwischen dem am Anfangs- und am Endbereich der jeweiligen Koppelstrecke vorgesehenen Kondensatoren auch noch weitere zusätzliche Kondensatoren vorgesehen sein, also mehr als in den gezeigten Ausführungsbeispielen .
Bezogen auf die gesamte Koppellänge vom Anfangsbereich IIa bis 12b bzw. vom Anfangsbereich 11 'a bis zum Endbereich 12 'b können die eingangs- wie ausgangsseitigen Kondensatoren C-9a, C-9b bzw. C-9c, C-9d und auf der gegenüberlie- genden Seite die Kondensatoren C-25a, C-25b bzw. C-25c, C- 25d auch eher zur Mitte hin versetzt liegen. Der Abstand vom Anfangs- und Endbereich kann dabei beispielsweise durchaus bis zu 30% der gesamten Länge der Koppelstrecke betragen, vorzugsweise aber weniger, insbesondere weniger als 25%, 20%, 15% bzw. 10% der gesamten Länge der Koppelstrecke. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Positionierung der Kondensatoren am Anfang und am Ende des Kopplers die größte Wirkung entfalten.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 4 und 5 entspricht weitgehend jenem nach den Figuren 1 bis 3.
Unterschiedlich ist lediglich, dass beispielsweise bei der Draufsicht auf das Substrat vergleichbar dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 die auf der einen Seite des Substrats liegende Koppelstrecke 9 nicht mit zwei zur gleichen Randbegrenzung 3' des Substrates führenden Anschlussleitungen versehen ist, sondern die in Figur 4 rechts liegende Anschlussleitung 15b, die mit der Koppelstrecke 9 elektrisch-galvanisch verbunden ist, zur gegenüberliegenden Seite 3" des Substrates zu dem dort ausgebildeten Anschluss 17b führt. Entsprechend ist die in Figur 4 oben liegende rechte Anschlussleitung 17b mit einer Durchkon- taktierung 21 versehen, so dass der in Figur 4 oben rechts liegende Anschluss 19b mit dem in Figur 4 unten links liegenden Anschluss 19a elektrisch-galvanisch verbunden ist .
Aus den erläuterten Ausführungsbeispielen ergibt sich also, dass die Masseflächen auf beiden Seiten des Substrats im Bereich der Anschlussleitungen wie aber auch der Koppelabschnitte 9 und 25 Aussparungen 7 aufweisen. Der Abstand zwischen den Kopplerwegen 9 und 25 und den Masse- flächen beträgt vorzugsweise das 1,5 bis 4-fache der Breite der Leitung. Ebenso beträgt der Abstand der Anschlussleitungen zu den angrenzenden Masseflächen etwa das 1,5 bis 4-fache der Breite dieser Anschlussleitungen.
Wie ebenfalls erwähnt wurde, sind die koplanaren Koppelleitungen 9- und 25 in geeigneter Weise- zur Erzielung der erwünschten Kopplung angeordnet. In Draufsicht auf das Substrat, also senkrecht zur Substratebene, sollen von
daher beide Koppelleitungen 9, 25 entweder übereinander liegen oder einen Seitenversatz aufweisen, der vorzugsweise kleiner als die Breite der Koppelleitung ist. Somit liegen die Koppelleitungen in Draufsicht nicht nebenein- ander, sondern überlappen sich. Bevorzugt ist der Seitenversatz größer als die halbe Breite der Koppelleiterbahn 9 bzw. 25, so dass sich also beide Leitungen bei bevorzugt gleicher Breite zu fünfzig Prozent überdecken. Mit anderen Worten soll die Überdeckung vorzugsweise mehr als 0%, insbesondere mehr als 10%, mehr als 20%, mehr als 30% und vorzugsweise mehr als 50%, insbesondere bezogen auf die Breite der Koppelbahnen 9 und 25 betragen.
Aus dem geschilderten Aufbau des Kopplers oder Leistungs- teilers ergibt sich, dass die vier Anschlussleiten 13a, 13b sowie 17a, 17b in Koplanar-Technik ausgebildet sind. Ebenso ergibt sich aus der Beschreibung der Ausführungsbeispiele der Erfindung, dass die beiden Koppelstrecken 9 und 25 in Suspended-Substrat-Technik ausgebildet sind.