Schlagwerkzeug, insbesondere für den chirurgischen Einsatz
Hintergrund
Die Erfindung betrifft ein Schlagwerkzeug, insbesondere für den chirurgischen Einsatz, sowie einen Werkzeughalter für ein solches Schlagwerkzeug, gemäss Oberbegriff der unabhängigen Ansprüche.
Stand der Technik
• ' Ein Schlagwerkzeug dieser Art ist in EP 617 926 beschrieben. Es besitzt einen Antriebsteil und einen Werkzeughalter. Der Antriebsteil übt auf den Werkzeughalter in einer Achsialrichtung wirkende, oszillatorische Kräfte aus. Ein solches Schlagwerkzeug kann z.B. zur Betätigung einer Knochenraspel oder eines ähnlichen chirurgischen Werkzeugs verwendet werden. Es kann aber auch zum Eintreiben eines Marknagels oder eines anderen Implantats eingesetzt werden. Der Einfachheit halber werden im vor- liegenden Text auch derartige Implantate als „Werkzeuge" bezeichnet.
Die vom Antriebsteil erzeugten Vibrationen führen zu starker mechanischer Beanspruchung des Werkzeughalters, und es ist wichtig, dass dieser so gebaut ist, dass er den auftretenden Kräften dauerhaft gewachsen ist.
Zudem ist es auch von Vorteil, wenn das Gerät so gebaut ist, dass die achsialen Kräfte möglichst geradlinig und torsionsfrei auf das Werkzeug übertragen wer- den.
Bei der Verwendung des Geräts zum Eintrieben eines Marknagels oder eines ähnlichen Implantats wird oft
so vorgegangen, dass zuerst ein Draht oder ein anderes dünnes, stabförmiges Bauteil in den zu operierenden Knochen eingetrieben wird. Sodann wird der Marknagel, welcher eine achsiale Öffnung aufweist, eingebracht, wobei der Draht durch die achsiale Öffnung des Marknagels geführt wird. Der Draht dient in diesem Fall als Führung für den Marknagel. Er tritt auf der proximalen Seite aus dem Marknagel aus und wird um das Einschlagwerkzeug herum geführt. Nach dem Einsetzen des Implantats wird der Draht herausgezogen.
Darstellung der Erfindung
In einem ersten Aspekt der Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Schlagwerkzeug der oben erwähnten Art bereitzustellen, welches sich besonders zum Einbringen von Marknägeln und ähnlichen Implantaten eignet. Diese Aufgabe wird vom Schlagwerkzeug gemäss
Anspruch 1 gelöst. Es ist also eine durchgehende Längsöffnung vorgesehen, welche sich in Achsialrichtung von der Vorderseite des Schlagwerkzeugs bis zu seiner Rückseite durch den Werkzeughalter und den Antriebsteil erstreckt. Diese Längsöffnung ist dazu geeignet, ein stabförmiges Bauteil, wie z.B. den Draht zum Führen des Implantats, durch das Schlagwerkzeug hindurchzuführen. Dadurch wird die Handhabung des Drahts vereinfacht, da dieser nicht mehr um das Gerät herum geführt werden muss. In einem zweiten Aspekt der Erfindung stellt sich die Aufgabe, die Kraft vom Antriebsteil möglichst effizient an den Werkzeughalter zu übertragen.
Diese Aufgabe wird vom zweiten unabhängigen Anspruch erfüllt. Demgemäss ist das Antriebsteil über ei- ne Kupplung mit dem Werkzeughalter verbunden. Die Kupplung besitzt einen ersten und einen zweiten Teil, wobei entweder der erste Teil am Antriebsteil und der zweite
Teil am Werkzeughalter oder der erste Teil am Werkzeughalter und der zweite Teil am Antriebsteil angeordnet ist. Der erste Teil verjüngt sich gegen aussen (d.h. in Achsialrichtung gegen den zweiten Teil hin) , während der 5 zweite Teil auf dem ersten aufsitzt und sich gegen aussen (d.h. in Achsialrichtung gegen den ersten Teil hin) aufweitet, so dass unter achsialem Zug der zweite Teil vom ersten Teil gespreizt wird. Zum Erzeugen des achsialen Zugs ist ein Zugglied zum Verbinden der beiden Teile vor-
10 gesehen. Diese Anordnung erlaubt einen spielfreien Sitz, der eine gute Kraftübertragung an den Werkzeughalter gewährleistet.
In einem dritten Aspekt der Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein einfach einsetzbares Schlagwerkzeug
15 bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird gemäss drittem Hauptanspruch so gelöst, dass der Werkzeughalter eine Mündungsöffnung und einen an der Mündungsöffnung angeordne- • ten Sitz aufweist, die zur Aufnahme eines Werkzeugs die-
20 nen. Der Sitz besitzt eine senkrecht zur Achsialrichtung verlaufende Aufnahmefläche, von welcher aus symmetrisch um die Mündungsöffnung mindestens vier Erhöhungen nach vorne über die Aufnahmefläche hervorstehen. Zwischen den Erhöhungen bleibt Platz für die Aufnahme der Werkzeug-
25 schultern. Durch die symmetrische Anordnung von mindestens vier derartigen Erhöhungen bilden sich insgesamt mindestens vier Vertiefungen zwischen den Erhöhungen, die geeignet sind, die Werkzeugschultern aufzunehmen. Somit kann das Werkzeug also in unterschiedlichen Positionen
30 montiert werden.
In einem vierten Aspekt der Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Schlagwerkzeug mit ruhigem Lauf bereitzustellen.
Diese Aufgabe wird vom vierten Hauptanspruch
35. gelöst, indem der Werkzeughalter einen Mittelkörper aus Leichtmetall, einen vorderen Äbschlussteil aus Stahl und einem hinteren Abschlussteil aus Stahl aufweist. Dank der
Verwendung eines Mittelkörpers aus Leichtmetall kann das Gewicht des Werkzeughalters reduziert werden. Auch wird die Schallerzeugung vermindert. Um die auftretenden hohen Kräfte nach hinten (d.h. zum Antriebsteil hin) und nach vorne (d.h. zum Werkzeug hin) ableiten zu können, sind die beiden Abschlussteile aus Stahl gefertigt, da Leichtmetall den in diesen Bereichen vorhandenen Belastungen nur bedingt gewachsen wäre.
Die Erfindung betrifft auch einen entspre- chend ausgestalteten Werkzeughalter.
Die Begriffe „vorne" bzw. „Vorderseite" und , „hinten" bzw. „Hinterseite" werden im vorliegenden Text und in den Ansprüchen so verstanden, dass „vorne" bzw. „Vorderseite" die Seite des vom Werkzeughalter gehaltenen Werkzeugs und hinten bzw. "Hinterseite" die vom Werkzeug abgewandte Seite der Vorrichtung identifiziert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch das ganze Schlagwerkzeug entlang seiner Längsachse,
Fig. 2 eine Draufsicht von Werkzeughalter und Antriebsglied,
Fig. 3 einen Schnitt entlang Linie A-A von Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt entlang Linie B-B von Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt entlang Linie C-C von Fig. 2, Fig. 6 einen Schnitt entlang Linie D-D von
Fig. 2,
Fig. 7 eine Explosionsdarstellung von Werkzeughalter und Antriebsglied,
Fig. 8 eine Ansicht des vorderen Abschlussteils des Werkzeughalters schräg von vorne, Fig. 9 einen Schnitt durch den Mittelkörper des Werkzeughalters entlang Linie B-B von Fig. 2,
Fig. 10 eine Ansicht des hinteren Abschlussteils des Werkzeughalters schräg von hinten und
Fig. 11 eine Ansicht des Antriebsglieds schräg von vorne.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Fig. 1 zeigt eine vorteilhafte Ausführung des erfindungsgemässen Schlagwerkzeugs. Das Werkzeug besitzt ein Gehäuse 1 mit Griff 2. Im Gehäuse 1 ist ein Antriebsteil 3 untergebracht. Dieser umfasst einen Kolben 4, der verschiebbar in einem Zylinder 5 angeordnet ist. Der KoI- ben 4 befindet sich verschiebbar in einem Zylinderraum 6. Bei Betätigung eines Druckluftventils 7 wird Druckluft über eine Leitung 8 zugeführt, welche den Kolben 4 in oszillierende Bewegung entlang der Längsachse A des Geräts versetzt. Entsprechende Antriebe sind dem Fachmann be- kannt. Da die genaue Funktion des Antriebs nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, wird für die Beschreibung eines Ausführungsbeispiels auf EP 617 926 verwiesen. Anstelle eines pneumatischen Antriebs ist auch ein hydraulischer oder ein elektromagnetischer Antrieb denkbar.
Das Gehäuse 1 besitzt eine Wandung 10, welche den Zylinderraum 6 umschliesst und auf die endseitig eine Rückwand 11 und vorne ein Deckel 12 aufgeschraubt sind. Im Kolben 4 ist ein Hohlraum 15 angeordnet, in welche eine Verdickung 16 eines Antriebsglieds 17 eingreift. Die Verdickung 16 ist mit einer Stange 18 des Antriebsglieds 17 fest verbunden. Die Stange 18 ist durch
einen Schraubverschluss 19 mit Dichtung 20 geführt/ die in das vordere Ende des Hohlraums 15 ragt.
Die Stange 18 geht an ihrem vorderen Ende in einen Führungsblock 9 des Antriebsglieds 17 über, der in Achsialrichtung A verschiebbar in einer Kammer 20 im vorderen Deckel 12 geführt ist. Die achsiale Bewegung des Antriebsglieds 17 ist durch einen stationären Stopper 21 limitiert, der in eine Nut im Führungsblock 9 eingreift. Am vorderen Ende ist das Antriebsglied 17 über eine Kupplung 24 mit einem Werkzeughalter 25 verbunden, der dazu dient, ein Werkzeug zu befestigen. Dank der Kupplung 24 kann der Werkzeughalter 25 ohne Auseinandernehmen des Geräts gewechselt werden.
Die Funktionsweise des beschriebenen Geräts entspricht jener gemäss EP 617 926. Durch das oszillatorische Hin- und Herbewegen des Kolbens 4 werden auf die Verdickung 16 Oszillatorische Kräfte entlang der Achsrichtung A in Form von Schlägen ausgeübt. Dabei werden abwechslungsweise die Vorderflache 16a und die Hinterflä- che 16b der Verdickung 16 beaufschlagt, so dass das Antriebsglied 17 hin- und herbewegt wird.
Die oszillatorischen Kräfte werden vom An- triebsglied 17 auf den Werkzeughalter 25 übertragen und von dort auf das in den Werkzeughalter eingesetzte Werk- zeug.
Im Folgenden werden die einzelne Komponenten des Schlagwerkzeugs im Detail beschrieben.
Der Aufbau des Werkzeughalters 25 und des Antriebsglieds 17 ist in Fig. 2 - 7 illustriert. Der Werkzeughalter 25 umfasst drei Hauptteile, nämlich einen Mittelkörper 30 aus Leichtmetall, einen vorderen Abschlussteil 31 aus Stahl und einen hinteren Abschlussteil 32 ebenfalls aus Stahl. Der Mittelkörper 30 besteht vorwiegend aus Aluminium und/oder Magnesium und/oder Titan, wobei Aluminium aus Preisgründen vorteilhaft ist.
Am vorderen Ende des Werkzeughalters 25 bildet der vordere Abschlussteil 31 einen Sitz 34 zur drehfesten Aufnahme des Werkzeugs 35, wobei vom Werkzeug 35 in Fig. 2 - 7 nur jeweils der hinterste Teil dargestellt ist. Vom Sitz 34 aus erstreckt sich eine Mündungsöffnung 36 in Achsialrichtung in den Werkzeughalter 25 hinein. Diese dient zur Aufnahme eines hinteren, stabförmigen Teils 37 des Werkzeugs 35.
Wie insbesondere aus Fig. 7 gut ersichtlich, geht der stabförmige Teil 37 des Werkzeugs an seinem vor- ' deren Ende in einen breiteren Werkzeugabschnitt 38 über, der zwei seitlich vom stabförmigen Teil 37 abstehende Schultern 39 bildet. Beim eingesetzten Werkzeug 35 werden diesen Schultern drehfest vom Sitz 34 aufgenommen. Der hierzu gewählte Aufbau des Sitzes 34 ist aus Fig. 8 besonders klar ersichtlich. Wie dargestellt, weist der Sitz 34 eine senkrecht zur Achsialrichtung A verlaufende Aufnahmefläche 40 auf, mit welcher Stosskräf- te vom Werkzeughalter 25 auf die hinteren Abschlussflä- chen der Schultern 39 übertragen werden können.
Über die Aufnahmefläche 40 stehen mindestens vier, symmetrisch um die Mündungsöffnung 36 angeordnete Erhöhungen 42 in Achsialrichtung A nach vorne vor. Zwischen den Erhöhungen 42 bilden sich auf diese Weise min- destens vier symmetrische Vertiefungen 43, welche die Schultern 39 des Werkzeugs 35 drehfest aufnehmen können.
Bei der in Fig. 8 gezeigten Ausführung mit vier ungefähr dreieckförmigen Erhöhungen 42, bilden die ■ vier Vertiefungen 43 zwei senkrecht zueinander und zur Achsialrichtung A stehende Nuten, die sich im Bereich der Mündungsöffnung 36 schneiden. In diese Nuten kann das Werkzeug 35 in insgesamt vier unterschiedlichen Lagen eingelegt werden.
Vorzugsweise beträgt der Abstand B zwischen benachbarten Erhöhungen 42 ca. 10.05 +/- 0.02 mm. Dies entspricht der Breite der Schultern standardisierter . Werkzeuge im chirurgischen Bereich.
Wie insbesondere aus Fig. 3 ersichtlich, erstreckt sich der stabförmigen Teil 37 des Werkzeugs 35 durch die Mündungsöffnung 36 bis in den Mittelkörper 30. Dort wird er von einem Haltemechanismus 50 festgehalten. Hierzu ist der Haltemechanismus 50 mit einem in einer Kammer 51 des Mittelkörpers 30 angeordneten Haltekörper
52 ausgestattet. Der Haltekörper 52 kann in der Kammer 51 quer zur Längsachse A (siehe Fig. 2) gegen die Kraft einer konischen Feder 53 bewegt werden. Hierzu ist die Kammer 51 an einer ersten Seite gegen aussen offen, und die Feder 53 ist an der zweiten Seite der Kammer 51 abgestützt. Der Haltemechanismus 50 bzw. der Haltekörper 52 ist gegen die Kraft der Feder 53 von einen Stift 54 gesichert. Der Stift 54 befindet sich in einem Sackloch 55 des Mittelkörpers 30 und ist in diesem mit einer Feder 56 beaufschlagt. Das Sackloch 55 mündet in die Trennfläche zwischen Mittelkörper 30 und vorderem Abschlussteil 31, so dass der Stift 54 im Sackloch 55 gefangen ist und erst nach dem Trennen von Mittelkörper 30 und vorderem Ab- schlussteil 31 aus dem Sackloch 55 entnommen werden kann. Wie insbesondere aus Fig. 6 ersichtlich, liegt der Stift 54 gegen eine Nase 57 des Haltekörpers 52 an und hält diesen gegen die Kraft der Feder 53 fest.
Die Kammer 51 weist im Bereich der Feder 53 eine zweite Öffnung 58 auf, wodurch eine Reinigung der Kammer erleichtert wird.
Der Haltekörper 52 besitzt eine zentrale Öffnung 60 (siehe Fig. 6) , deren Rand 61 in eine Nut 62 (siehe Fig. 7) im stabförmigen Teil 37 des Werkzeugs 35 eingreift und dieses festhält. Um das Werkzeug zu lösen, muss der Haltekörper 52 einfach gegen die Kraft der Feder
53 in die Kammer 51 gedrückt werden.
Zwischen dem Haltemechanismums 50 bzw. dem Haltekörper 52 und dem Mittelkörper 30 ist in der Kammer 51 ein dünner Stahlmantel 63 angeordnet. Dieser verteilt die vom Haltekörper 52 erzeugten Kräfte auf das Leichtme-
tall des Mittelkörpers 30 und verhindert, dass dieser beschädigt wird.
Mittelkörper 30 und vorderer Abschlussteil 31 sind über drei Schrauben 70 miteinander befestigt (siehe Fig. 3, 4, 7) . Die Schrauben 70 sitzen in schrägen Bohrungen 71 des Mittelkörpers.
Damit sich die Schrauben 70 im Betrieb des Geräts nicht lösen können, sind Fixierkörper 73, z.B. aus Kunststoff, vorgesehen. Die Fixierkörper 73 sitzen in Vertiefungen 74 (Fig. 7) des vorderen Äbschlussteils 31, angrenzend an die Löcher für die Gewinde der Schrauben 70. Die Vertiefungen 74 sind so bemessen, dass die Fixierkörper 73 in entspanntem Zustand leicht über die Vertiefungen hinausschauen und beim Anziehen der Schrauben 70 vom Mittelkörper 30 deformiert und dabei gegen die Schrauben 71 gedrückt werden.
Zur Befestigung des hinteren Abschlussteils 32 am Mittelkörper 30 sind zwei Schrauben 75 vorgesehen (Fig. 5, 7) . Deren Köpfe liegen in zwei Vertiefungen 76 (Fig. 10) in der Rückseite des hinteren Abschlussteils 32 und sind so positioniert, dass sie vom vorderen Ende des montierten Antriebsglieds 17 teilweise abgedeckt und festgehalten werden, so dass sie im Betrieb sicher fixiert bleiben. Die Kupplung 24 zwischen dem Werkzeughalter
25 und dem Antriebsglied 17 besitzt, wie eingangs erwähnt, einen ersten und einen zweiten Teil, die ineinander eingreifen. Der erste Teil ist im vorliegenden Beispiel am hinteren Ende des Werkzeughalters 25 angeordnet und wird von einem sich gegen hinten verjüngenden Sattel
80 des hinteren Abschlussteils 32 gebildet (siehe Fig. 7 und 10) . Der zweite Teil wird im vorliegenden Beispiel vom vorderen Ende des Antriebsglieds 17 gebildet und hat die Form eines Reiters 81 (Fig. 7 und 11), der auf dem Sattel 80 sitzt und dessen Form angepasst ist. Im Reiter
81 ist zudem zwei Kupplungsstifte 82 gehalten, welche in Löcher 83 (Fig. 10) des hinteren Abschlussteils eingrei-
fen und so eine auch gegen Verschiebung in Sattellängsrichtung formschlüssige Verbindung der beiden Teile bilden.
Somit bildet die Kupplung 24 eine Verbindung, welche bezüglich Drehung um die Längsachse A und Verschiebung senkrecht zur Längsachse A formschlüssig ist.
Zur Befestigung des Werkzeughalters 25 am Antriebsglied 17 ist weiter ein Zugglied in Form einer Kupplungsschraube 85 vorgesehen. Deren Kopf sitzt in ei- ner Vertiefung 86 (Fig. 3) der hinteren Wand der Kammer 51, und ihr Gewindeschaft greift durch die Kupplung 24 in eine achsiale Bohrung des Antriebsglieds 17 ein. Sie zieht somit das Antriebsglied 17 gegen den Werkzeughalter 25. Dabei wird der Reiter 81 auf dem Sattel 80 etwas ge- spreizt, so dass sich eine stabile, spielfreie Verbindung ergibt.
Die Kupplungsschraube 85 wird von zwei Sicherungskörpern in Form von Sicherungsstiften 87 gebildet (Fig. 5, 7) . Diese befinden sich in Stiftlöchern 88 (Fig. 5, 7, 10) des hinteren Abschlussteils 32. Sie durchqueren zwei seitliche Ausnehmungen 89 im Kopf der Kupplungsschraube 85 und verhindern so eine Drehung derselben in formschlüssiger Weise-
Die Sicherungsstifte 87 sind in den Stiftlö- ehern 88 von kugelförmigen Stiftriegeln 90 gehalten. Jeder der Stiftriegel 90 befindet sich in je einem Riegelloch, welches sich von der Vorderseite des hinteren Abschlussteils 32 her erstreckt. Jedes Riegelloch schneidet eines der Stiftlöcher 88 und verjüngt sich dort, um einen Sitz für einen der Stiftriegel 90 zu bilden. In jedem Riegelloch ist ferner eine Feder 92 (Fig. 7) angeordnet, um den jeweiligen Stiftriegel 90 gegen diesen Sitz zu • drücken. Damit der Stiftriegel 90 gelöst werden kann, erstreckt sich jedes Riegelloch mit reduziertem Durchmesser bis zu einer Öffnung 93 (Fig. 10) in der hinteren Endfläche des hinteren Abschlussteils 32, durch welche ein Stö- ssel eingeführt werden kann, um den Stiftriegel 90 gegen
die Kraft der Feder 92 nach vorne aus dem Stiftloch 88 zu drücken.
Das Antriebsglied 17 ist einstückig ausgeführt und erstreckt sich vom Werkzeughalter 25 bis in den Antriebsteil 3, so dass eine einwandfreie Kraftübertragung ohne Torsionskomponenten gewährleistet ist.
Wie eingangs bereits erwähnt, ist mit Vorteil eine Längsöffnung vorgesehen, welche sich von der Vorderseite des Schlagwerkzeugs bis zu dessen Rückseite er- streckt. Sie dient dazu, einen Führungsdraht oder dergleichen durch das Werkzeug zu führen.
Die Längsöffnung beginnt an der Mündungsöffnung 36, durchtritt eine vordere Öffnung 100 (Fig. 7) im Stahlmantel 63, die zentrale Öffnung 60 des Haltekörpers 52, eine hintere Öffnung 101 im Stahlmantel 63, eine Längsbohrung 102 (Fig. 3) der Kupplungsschraube 85 und eine Längsbohrung 103 des Antriebsglieds 17 (Fig. 3) . Von dort erstreckt sich die Längsöffnung durch den Hohlraum 15 (Fig. 1) . Hinter dem Hohlraum 15 ist eine Öffnung 104 im Kolben 4 vorgesehen, welche in ein Rohr 105 mündet, das an der Rückseite des Kolbens 4 angeordnet ist und sich von diesem nach hinten erstreckt. Dieses Rohr ist in Achsrichtung A verschiebbar durch eine Dichtung 106 in der Rückwand 11 geführt. Um die Funktion des pneumatischen Systems des
Antriebsteils 3 nicht zu behindern, muss das Innere der Längsöffnung abgedichtet sein. Nebst der Dichtung 106, welche den Zylinderraum 6 gegen aussen isoliert, dient hierzu die Dichtung 20, welche dazu dient, den Hohlraum 15 und die Längsöffnung gegen den Zylinderraum 6 abzudichten.
Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.