B e s c h re i b u n g
Die Erfindung betrifft ein Operationsleuchtensystem mit mehreren
Operationsleuchten, welche jeweils eine Steuerung aufweisen.
Derartige Operationsleuchten sind durch ihre Verwendung in Operationssälen allgemein bekannt geworden.
Operationsleuchten sind bisher nicht gemeinsam, sondern nur separat
steuerbar, siehe beispielsweise WO 03/072995 oder US 6,402,351.
Operationsleuchten werden aus sicherheits- und
beleuchtungstechnischen Gründen häufig nicht als eine Einzelleuchte
installiert, sondern als Kombination aus zwei oder drei
Operationsieuchten. Die Betriebsparameter der einzelnen Operationsleuchten werden jeweils für die einzelnen Leuchten separat
am Leuchtenkörper eingestellt.
Moderne Operationsleuchten weisen verschiedene einstellbare
Betriebsparameter auf. Diese Betriebsparameter sind beispielsweise
BESTATIGUNGSKOPIE
die Farbtemperatur, die Verteilung des austretenden Lichts, die
Helligkeit und die Größe des Leuchtfelds, bzw. bei einer
Operationsleuchte mit aufgelöstem Lichtsystem oder in
Modulbauweise die Überdeckung der einzelnen Leuchtfelder.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein System mit mehreren
Operationsleuchten dahingehend weiterzubilden, dass eine
Synchronisation der Operationsleuchten möglich wird.
Diese Aufgabe wird durch ein System der eingangs genannten Art
gelöst, bei dem Mittel zur Datenübertragung zwischen den
Steuerungen der einzelnen Operationsleuchten vorgesehen sind.
Die Erfindung ist eine Operationsleuchte, die es eriaubt, dass von
einem Leuchtenkörper aus auch die Betriebsparameter der anderen
Leuchten verändert werden können.
Diese Betriebsparameter können für jede Operationsleuchte separat
am Bedienfeld am Leuchtenkörper oder den Tragarmen oder am
Wandbedienpanel eingestellt werden.
In vielen Situationen ist es aber günstig, wenn man die
Betriebsparameter sämtlicher in Betrieb befindlicher
Operationsleuchten gleichzeitig verändert. Bei der Ausleuchtung einer
Operationswunde mit zwei Leuchtenkörpern ist es vorteilhaft, wenn
sich bei einer Veränderung der Farbtemperatur der einen
Operationsleuchte die Farbtemperatur der zweiten Operationsleuchte
synchron mit verändert. Daher sind Mittel zur Synchronisation der
Operationsleuchten vorgesehen. D.h. die Steuerungen sind
entsprechend ausgebildet, dass eine Kommunikation und Abstimmung
untereinander, wenn vom Operateur vorgegeben, automatisch
erfolgen kann. Eine weitere Anwendung ist bei der Dimmung der
Leuchtintensität möglich. Auch hier ist es vorteilhaft, wenn sich bei
zwei Operationsleuchten, die ein Operationsfeld ausleuchten,
synchron die Helligkeit verändern lässt. Bei einer Einstellung der
Beleuchtung, die nur eine sehr geringe Lichtmenge aus den
Operationsleuchten austreten lässt und als Umgebungsbeleuchtung
bei endoskopischen oder minimalinvasiven Eingriffen fungiert, ist es
ebenfalls vorteilhaft, wenn die einzelnen Leuchtenkörper gemeinsam
in diesen Modus geschaltet werden können und dann wieder
gemeinsam in einen Betriebszustand geschaltet werden können, der
eine Weiterführung der Operation bei hellem Licht erlaubt. Das Ein-
und Ausschalten vor und nach Operationen ist ebenfalls für sämtliche
Leuchtenkörper an einer beliebigen Operationsleuchte möglich.
Es gibt aber auch Fälle, bei denen es nicht gewünscht ist, dass sich
die Betriebsparameter sämtlicher installierter Leuchten simultan
verändern. Bei der Operation eines Patienten, bei dem es mehrere
Eingriffsstellen gibt, z.B. Beipassoperationen, wo an einer Stelle ein
Blutgefäß entnommen wird, um es dann an einer anderen Stelle wieder einzusetzen, müssen die Betriebsparameter für beide
Leuchtenkörper unabhängig von einander eingestellt werden können,
um dem jeweiligen Operateur die optimalen Bedingungen bezüglich
der Erkennung des Gewebes, d.h. optimale Einstellung der
Farbtemperatur, und der Wundausleuchtung, d.h. Helligkeit und
Lichtverteilung, zu gewährleisten. Ein gemeinsames Ausschalten der
Operationsleuchten ist in diesem Fall nicht nur störend, sondern eine
Gefährdung für den Patienten.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
schematischen Zeichnung dargestellt und wird anhand der Zeichnung
erläutert.
Die Figur zeigt in perspektivischer Darstellung drei miteinander
verbundene Operationsleuchten.
Gemäß der Figur umfasst jede einzelne Operationsleuchte 1 bis 3
mehrere Leuchtmodule Ia bis 3a, einen Schwenkarm Ib bis 3b und
eine Steuerung Ic bis 3c. Die Leuchtmodule Ib bis 3b sind über einen
Träger mit dem Schwenkarm Ib bis 3b eines Stativs verbunden,
welches an einer Decke oder Wand befestigt werden kann. Die
Leuchtmodule Ia bis 3a werden mithilfe der Steuerung Ic bis 3c
aktiviert. Die Steuerung kann auch alternativ an dem Schwenkarm
oder an einer Wand des Operationssaals eingebaut sein. Jede
Steuerung Ic bis 3c weist ein Bedienelement auf, wodurch es möglich
ist, zwischen den einzelnen Betriebszuständen der Operationsleuchte
1 bis 3 umzuschalten und auch innerhalb der Betriebszustände die
Parameter zu verändern :
Ein /Aus (vollständige Abschaltung oder Standby-Zustand)
Lichtintensität (Helligkeit) Farbtemperatur
- Beleuchtungssituation (Auswahl der Intensitätsverteilung des
Lichtaustritts)
optional : Kameraansteuerung (Orientierung, Zoom)
Die folgenden Parameter sind in der Steuerung Ic bis 3c
abgespeichert:
Lichtintensität: z.B. ( 10%) / 50% / 60% / 70% / 80% / 90%
/ 100%
Farbtemperatur: z.B. 3 500 K / 4 000 K / 4 500 K / 5 000 K
Beleuchtungssituation : z.B. 1 Operateur / 2 Operateure /
großflächige Wunde / tiefe, enge Wunde.
Bei der Verwendung der Operationsleuchte 1 in einem System von
mehreren Operationsleuchten besteht die Möglichkeit auszuwählen,
ob die Betriebsparameter synchronisiert werden, d.h. dass z.B. bei
einer Veränderung der Farbtemperatur einer Operationsleuchte die
Farbtemperatur von einer oder mehreren weiteren
Operationsleuchten auf den gleichen Wert geändert wird, was bei der
Ausleuchtung von einem Operationsfeld durch mehrere
Operationsleuchten sinnvoll ist. Alternativ dazu kann eingestellt
werden, dass die Betriebsparameter der einzelnen Operationsleuchten
separat geändert werden können, was bei mehreren
Operationenfeldern sinnvoll sein kann.
Das Aus- bzw. Einschalten am sterilen Bedienelement führt in oder
aus einem Standby-Modus. Die Betriebsparameter werden beim
Ausschalten abgespeichert und können weiterhin angezeigt werden.
Beim Einschalten ist die Operationsleuchte 1 bis 3 in dem
Betriebszustand mit den abgespeicherten, letzten Parametern.
Jeder Operationsleuchte 1 bis 3 ist eine eigene Steuerung Ic bis 3c
zugeordnet, die entweder über ein Bedienfeld am Leuchtenkörper
oder an den Tragarmen oder ein Bedienpanel an der Wand angesteuert werden können. Die Steuerungen Ic bis 3c sämtlicher
installierter Operationsleuchten 1 bis 3 sind jeweils mit einer
Datenschnittstelle ausgerüstet und kommunizieren über
Datenleitungen Id bis 3d miteinander. Optional ist auch eine zentrale
Steuerung 4 vorgesehen. Programmtechnisch wird in allen
Steuerungen Ic bis 3c der Operationsleuchten 1 bis 3 hinterlegt,
dass sich bei der Veränderung eines bestimmten Betriebsparameters
an einem beliebigen Leuchtenkörper die Steuerungen Ic bis 3c der
anderen Operationsleuchte(n) 1 bis 3 die Veränderung erkennen und
den Betriebsparameter an ihrem jeweiligen Leuchtenkörpern
synchron anpassen. Mithilfe eines Schalters am Leuchtenkörper kann
diese Operationsleuchte 1 bis 3 aus diesem Synchronbetrieb
ausgeschaltet und autark eingestellt werden, ohne dass sich die
Betriebsparameter bei der anderen oder den anderen
Operationsleuchten 1 bis 3 verändern. Beim Wiedereintritt der
Operationsleuchte 1 bis 3 in den Synchronbetrieb werden dann die
Parameterwerte der im Synchronbetrieb verbliebenen Operationsleuchten 1 bis 3 übernommen.
Eine weitere Funktion, die für sämtliche sich im Synchronbetrieb
befindlichen Operationsleuchteπ 1 bis 3 möglich ist, ist das
Zurücksetzen sämtliche Betriebsparameter (Reset) auf den
Einschaltzustand, d.h. auch ein Zurücksetzen einzelner
Operationsleuchten 1 bis 3 ist möglich, wenn man sie vorher aus dem
Synchronbetrieb nimmt.