23. Januar 2006
Hydac Technology GmbH, Industriegebiet, 66280 Sulzbach/Saar
Hydrospeicher
Die Erfindung betrifft einen Hydrospeicher, insbesondere Blasenspeicher, zur Aufnahme mindestens eines Fluidmediums mit einem Druckbehälter, mit einem ersten Kunststoffmantel und einem den ersten Kunststoffmantel zumindest teilweise umfassenden zweiten Kunststoffmantel, wobei der erste Kunststoffmantel zumindest an seinem einen Ende ein Kragenteil aufweist, das eine Öffnung für die Medienzu- und -abfuhr umfaßt und wobei das Kragenteil und der zweite Kunststoffmantel sich an einem dazwischenliegenden Außenstützring abstützen, der sich in Richtung einer Spaltöffnung zwischen den genannten Mänteln keilartig verjüngt.
Durch die EP 1 248 929 B1 ist ein mit einem Faserkunststoffverbund verstärkter Kunststoff-Kernbehälter als innerer Kunststoffmantel zur Speicherung von flüssigen und/oder gasförmigen Medien unter Druck bekannt, wobei der Kernbehälter einen oder mehrere Anschlußstücke im Hals- und/oder Boden- und/oder zylindrischem Behälterteil aufweist, von denen mindestens ein Anschlußstück zur Aufnahme einer einschraubbaren zylindrischen oder konischen Gewinde aufweisenden Druckleitungszuführung, wie beispielsweise einem Ventil oder einem Rohrleitungsanschluß ausgebildet ist.
Im Anschlußzapfen des Kunststoffkernbehälters als Kragenteil ist ein zylindrischer Insert mit einem am Anschlußzapfenende einhüllenden bzw. umlaufenden Kragenende montiert, wobei mindestens zwei Dichtungen in der Weise angeordnet sind, dass mindestens eine Dichtung zwischen Insert und Innenoberfläche des Kunststoffanschlußzapfens des Kunststoffkernbehälters sowie mindestens eine weitere Dichtung zwischen Insert und Druckleitungszuführung angeordnet ist. Hierdurch soll eine hohe und langzeitig währende Dichtheit am Anschlußstück auch bei extremen, wechselnden thermischen und mechanischen Betriebsbeanspruchungen sichergestellt werden. Aufgrund der scharfen Umlenkstelle des ersten inneren Kunststoffmantels in Richtung des Kragenteils um etwa 90° ist nicht auszuschließen, dass aufgrund der scharfen Umlenkstelle es zu schädlichen Beanspruchungsspitzen kommt, und obwohl der Außenstützring zwischen äußerem und innerem Kunststoffmantel sich innerhalb der hierdurch gebildeten Spaltöffnung nach außen hin konisch oder keilartig verjüngt, findet die sich hieraus ergebende Abstützung nur im Inneren des im wesentlichen horizontal verlaufenden Anlagebereichs von den genannten beiden Kunststoffmänteln statt, mit der Folge, dass es zu den kunststoffschädigenden Relativbewegungen zwischen den Mänteln im genannten Bereich während des Be- triebes der Vorrichtung kommen kann.
Durch die DE 197 51 411 C1 ist ein Composite-Druckbehälter zur Speicherung von gasförmigen Medien unter Druck mit einem Liner aus Kunststoff als innerem bzw. ersten Kunststoffmantel bekannt mit zwei im Halsbereich angeordneten Halsstücken sowie mit einer den Liner verstärkenden Wicklung eines Faserverbundwerkstoffes als zweitem Kunststoffmantel. Im ein Gassperrventil aufnehmenden Halsstück ist ein in dieses Halsstück einschraubbarer Klemmring vorgesehen, der am Außenmantel einen Gewindeabschnitt aufweist, an den sich ein gewindefreier, kegelstumpfartiger Ab-
schnitt anschließt und die zwischen den Innengewindeabschnitten des Halsstückes angeordnete ringförmige Nut zur Aufnahme eines Dichtringes erstreckt sich radial in das Halsstück und auf der Außenseite des jeweiligen Halsstückes. Im an den Kragen anschließenden Bereich ist die Anordnung mit mindestens einer radial nach außen über den ganzen Umfang sich erstreckenden Sicke versehen. Ebenso wie bei der vorstehend bekannten Lösung erstreckt sich die keilartige Verjüngung des Außenstützringes nur entlang des inneren Umfangsbereiches am Halsstück entlang einer horizontalen, durch den Liner gebildeten Ebene, der insoweit wiederum in scharfem rechten Winkel umgelenkt in das Kragenteil ausmündet, das die Gaszuführung über das genannte Ventil umfaßt. Die wiederum sehr gut abdichtende Lösung setzt zu ihrer Realisierung einen entsprechend großen konstruktiven Aufwand mit mehreren Bauteilen ein.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannten Lösungen dahingehend weiter zu verbessern, dass eine Hydrospeicheranwendung in kostengünstiger weise bei einem verminderten Herstellaufwand erreicht ist und dass der Hydrospeicher sich durch eine hohe Zuverlässigkeit auszeichnet. Eine dahingehende Aufgabe löst ein Hydrospeicher mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit.
Dadurch, dass gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 die Spaltöffnung zwischen den Mänteln bis an eine Stelle herangeführt ist, bei der die Mäntel in koaxialer Anordnung in Anlage miteinander sind, und dass für die Ansteuerung der Medienzu- und -abfuhr in der Öffnung als Ventil ein Tellerventil eingesetzt ist, ist eine dichte Speicheranordnung geschaffen, die mit geringen Herstellkosten realisierbar ist. Der erfindungsgemäße Hydrospeicher läßt sich für eine Vielzahl von Anwendungsfällen ein-
setzen und dadurch, dass bis in den Außenumfangsbereich der beiden Mäntel hinein die Abstützung über den keilartig sich verjüngenden Außenstütz- ring erfolgt, sind eventuell auftretende Relativbewegungen zwischen den Kunststoffmänteln über den Außenstützring abgefangen und schädigende Delaminierprozesse sind dergestalt unmittelbar zwischen den empfindlichen Kunststoffmaterialien vermieden. Ferner ist hierdurch eine stabile und sichere Abstützung für das Tellerventil im Öffnungsbereich des Druckbehälters geschaffen, so dass mit den genannten Merkmalen es erstmalig möglich ist, vollständig aus Kunststoff lagen aufgebaute Druckspeicher für Blasen- Hydrospeicherlösungen zum Einsatz zu bringen, die auch ausgesprochen großvolumig aufbauen. Ferner können durch die keilartige Zwischenabstüt- zung für die Kunststoffmäntel Standard-Kunsttoffmaterialien, beispielsweise in Form polymerer Werkstoffe, eingesetzt werden, was wiederum die Herstell kosten senken hilft.
Die einander zugewandten Konturflächen von erstem und zweitem Kunststoffmantel lassen sich aufgrund der keilartigen Führung des Außenstützrin- ges, der bis in den Außenumfangsbereich der Anordnung führt, ohne scharfe Umlenkungen und ohne sprunghafte Richtungsänderungen realisieren, was eine besonders schonende Kräfteeinleitung für die genannten Kunststoffmäntel ermöglicht. Eine besonders günstige Krafteinleitung ergibt sich, wenn der Außenstützring einstückig ausgebildet ist und dann vorzugsweise aus einem plastisch verformbaren Kunststoffmaterial, insbesondere aus einem Polymermaterial, besteht. Gute Ergebnisse lassen sich aber auch errei- chen, wenn der Außenstützring als starrer Stützteilkörper aus mindestens zwei Einzelsegmenten, beispielsweise in der Art von Einzelringen, zusammengesetzt ist, was wiederum die Herstellung vereinfacht und mithin die Herstellkosten senken hilft. Dabei kann der Außenstützring, sofern er das Kragenteil des Liners abstützt, aus Metallwerkstoff aufgebaut sein und der
keilartige Verjüngungsbereich zwischen den Kunststoffmänteln aus einem Kunststoffmaterial bestehen, beispielsweise in Form eines plastisch verformbaren Pufferringes aus polymerem Werkstoff. In Abhängigkeit des Herstell Verfahrens kann der dahingehende plastisch verformbare Kunststoff auch in den vorgegebenen Spalt eingespritzt oder eingegossen werden. Sofern der Pufferring oder der Außenstützring als Ganzes aus einem Kunststoffmaterial besteht, führt dies zu einer deutlichen Gewichtsreduktion, was die möglichen Anwendungsfälle des Hydrospeichers, beispielsweise im Bereich der Luft- und Raumfahrt, erhöht. Ferner kann aufgrund der Kunst- Stoffausgestaltung für den Außenstützring oder Teilen desselben sichergestellt werden, dass es nicht gegebenenfalls an scharfkantigen Übergangsstellen zu einer Schädigung des Kunststoffmaterials an den Mänteln kommt. Bei einer metallischen Einzelring-Segmentausbildung, auch für den aufgezeigten Pufferring, ist darüber hinaus eine hohe Steifigkeit für die Behäl- teranordnung einstellbar, so dass je nach Anwendungsfall der Hydrospei- cher nach den Anforderungen modular herstellbar ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hydrospeichers ist darüber hinaus vorgesehen, dass neben dem Tellerventil auf der gegenüberliegenden Seite am Druckspeicher ein Gasventil eingesetzt ist, über das das Innere der Membranblase befüllbar ist. Über das dahingehende Gasventil läßt sich auch vor Ort die Membranblase erst- oder nach- befüllen.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hydrospeichers ist darüber hinaus vorgesehen, die Außenkontur des Au- ßenstützringes in Richtung der Spaltöffnung mit einer konvexen Krümmung zu versehen und seine gegenüberliegende Innenkontur, ausgehend von der Spaltöffnung, in einer geradlinigen Schräge verlaufen zu lassen, die an der
Stelle des Eintritts des Kragenteils in eine zur Längsachse des Behälters parallele Anlagefläche ausmündet. Die dahingehende Ausgestaltung des Au- ßenstützringes mit konvexer Krümmung auf der Außenkontur und planparalleler Ausgestaltung auf der Innenkonturseite führt zu einer besonders günstigen Krafteinleitung der Belastungen des Innenmantels in den Außen- stützring, der insoweit von dem äußeren Kunststoffmantel durch Umwicklung weiter abgestützt ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Hydrospei- cherlösung sind Gegenstand der sonstigen Unteransprüche.
Im folgenden wird der erfindungsgemäße Hydrospeicher anhand eines Ausführungsbeispiels nach der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
Fig.1 den größten Teil eines Längsschnittes durch den als Blasenspeicher ausgebildeten Hydrospeicher;
Fig.2 und 3 in vergrößerter Darstellung den jeweils endseitigen Bereich des Hydrospeichers nach der Fig.1.
Der in der Zeichnung wiedergegebene Hydrospeicher in Form eines BIa- senspeichers dient der Speicherung von flüssigen oder gasförmigen Fluid- medien, die unter einem Druck von bis zu mehreren tausend bar stehen können. Er ist an beiden Enden mit Anschlußöffnungen 10 für eine Medien- zu- und -abfuhr versehen, an die jeweils Ventile angeschlossen sind, was im einzelnen noch näher erläutert werden wird.
Der eigentliche Druckbehälter des Hydrospeichers weist einen ersten Kunststoffmantel 12 auf und einen den ersten Kunststoffmantel 12 zumindest teilweise umfassenden zweiten Kunststoffmantel 14. Der dahingehende erste Kunststoffmantel 12 wird fachsprachlich auch mit Kunststoffkern- Behälter bezeichnet oder mit Liner. Er besteht bevorzugt aus Polyamid und wird mittels eines Blasenformprozesses oder durch Rotationssintern erhalten. Die dahingehenden Herstellverfahren sind üblich, so dass an dieser Stelle hierauf nicht mehr näher eingegangen wird. Der angesprochene Liner 12 wird außenumfangsseitig durch eine von außen aufgewickelte Faserwicklung als zweitem Kunststoffmantel 14 verstärkt. Beispielsweise besteht die verstärkende Umwicklung aus einer Faserverstärkung, wie Kohlenstoff-, Aramid-, Gas-, Bor-, Al2O3-Fasem oder aus Gemischen hieraus, die man auch als Hybridgarne bezeichnet, die in einer Grundmatrix aus Duromeren, beispielsweise Epoxid- oder Phenolharzen oder in Thermoplasten, beispielsweise in Form von PAI 2, PA6, PP etc. eingebettet sind.
Der die Stützhülle bildende Faserverbundstoff enthält insoweit einander überkreuzende, in Kunstharz eingebettete Faserstränge, die sich im wesent- liehen in Längs- und Umfangsrichtung erstrecken. Der die Stützhülle bildende Faserverbundstoff kann ergänzend oder alternativ auch einander überkreuzende Faserstränge umfassen, die in der Längs- und Umfangsrichtung geneigt und in zweckmäßiger Weiterausgestaltung der Längsachse des Kunststoff-Kernbehälters spiegelbildlich geneigt einander zugeordnet sein können. Die längs- und umfangsgerichteten Kräfte lassen sich hierdurch in optimaler Weise durch den Druckbehälter auffangen. Außerdem werden die Möglichkeiten verbessert, das Verhältnis des Öffnungsquerschnittes einer stirnseitigen Öffnung in Bezug zum Innendurchmesser des Kunststoff- Kernbehälters auf große Werte von mindestens 30%, vorzugsweise von
mindestens 50% einzustellen, ohne dass sich Funktionsbeeinträchtigungen ergeben.
An den einander gegenüberliegenden Enden mündet der erste Kunststoff- mantel 12 in jeweils ein zylindrisches Kragenteil 16 aus. Der gezeigte Hy- drospeicher ist im wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildet und erstreckt sich entlang seines Mittenumfanges 18 mit koaxialer Anordnung seiner beiden Mäntel 12,14 entlang seiner Längsachse 20. In Richtung dieser Längsachse 20 gesehen mündet das freie Ende des zweiten Kunststoffman- tels 14 oberhalb des jeweiligen Kragenteils 16 des ersten Kunststoffmantels 12 aus, was sich für die einzuleitenden Kräfte während des Betriebes des Behälters als günstig erwiesen hat. Das Kragenteil 16 des ersten Kunststoffmantels 12 und der zweite Kunststoffmantel 14 stützen sich im übrigen an einem zwischen ihnen innenliegenden Außenstützring 22 ab. Der Außen- stützring 22 verjüngt sich in Richtung einer Spaltöffnung 24 zwischen den genannten Mänteln 12,14 keilartig. Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass die genannte Spaltöffnung 24 zwischen den Mänteln 12,14 bis an eine Stelle herangeführt ist, bei der die Mäntel 12,14 in koaxialer Anordnung zu der Längsachse 20 des Speichers in Anlage miteinander sind, wobei bis zu dieser Stelle die keilartige Verjüngung 26 des Außenstütz ringes 22 führt, der entweder, was nicht näher dargestellt ist, einstückig ausgebildet ist oder gemäß der Darstellung sich aus mindestens zwei ringförmigen Einzelsegmenten 28,30 zusammensetzt, wobei das Einzelsegment 28 aus einem üblichen Metall Werkstoff besteht und der Einzelring 30 besteht aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise ausgebildet in der Art eines Pufferringes aus einem plastisch verformbaren Polymer-Werkstoff. Anstelle der beiden Einzelsegmente 28,30 könnten auch weitere Einzelsegmente treten; auch in der Art einer Sandwich-Bauweise oder der Außenstützring 22 besteht an-
stelle einer einstückigen Ausbildung aus Metall aus einer solchen in Kunststoffbauweise.
Wie sich des weiteren aus den Figuren ergibt, ist die Außenkontur 32 des Außenstützringes 22 in Richtung der Spaltöffnung 24 mit einer konvexen Krümmung versehen und seine gegenüberliegende Innenkontur 34 verläuft, ausgehend von der Spaltöffnung 24, in einer geradlinigen Schräge, die an der Stelle des Eintritts des Kragenteils 16 in eine zu der Längsachse 20 des Hydrospeichers parallele Anlagefläche ausmündet. Die Krümmung der Au- ßenkontur 32 nimmt dabei in Richtung des freien Endes des zweiten Kunststoffmantels 14 zu. Durch die dahingehende Innen- und Außenkonturgestal- tung für den Außenstützring 22 ist eine gute Krafteinleitung gewährleistet und darüber hinaus eine sichere Anbindung der genannten Kunststoffmäntel 12,14 im Bereich des Außenstützringes 22. Ferner verläuft der Liner in Form des Kunststoffmantels 12 parallel zu der geradlinig verlaufenden Schrägkontur auf der Innenseite des Außenstützringes 22, mit der Folge, dass die Umlenkung des Liners in Richtung des Kragenteils 16 parallel zur Längsachse 20 des Hydrospeichers mit einem Winkel größer 90° erfolgt, so dass insoweit scharfe Umlenkungen für den empfindlichen Liner vermieden sind.
Sofern der Außenstützring 22, wie dargestellt, aus Einzelsegmenten besteht, kann zumindest einer der beiden Einzelsegmente 28 oder 30 im randseiti- gen Bereich einen Vorsprung aufweisen, der in einer Art Übergriff in eine randseitige Radialausnehmung des anderen Einzelsegmentes einmündet. Hierdurch ist eine besonders gute Anhaftung beider Einzelsegmente aneinander möglich. Im Querschnitt nach den Figuren gesehen, ist mithin das eine Einzelsegment 30 in der Art eines Anlegekeils und das andere Einzel-
segment 28 bis zum freien Ende des jeweiligen Kragenteils 16 in der Art eines Parallelogramms ausgebildet.
Das jeweilige Kragenteil 16 des ersten Mantels 12 stützt sich innenumfangs- seitig an einer weiteren Anlagefläche eines Innenstützringes 36 ab, der vorzugsweise als starrer Metallring ausgebildet ist. Wie die Darstellung nach den Figuren zeigt, braucht der Innenstützring 36 für die beiden Enden des Hydrospeichers nicht gleich ausgebildet zu sein; charakteristisch ist jedoch, dass der jeweilige Innenstützring 36 entlang seiner Außenumfangsfläche eine Ringnut aufweist für die Aufnahme eines O-Dichtringes 38, der der Abdichtung der jeweiligen Medienzu- und -abfuhr dient. Ferner ist charakteristisch, dass der Innenstützring 36 sich derart in dem Außenstützring 22 abstützt, dass eine gemeinsame Begrenzungswand für die Medienzu- und -abfuhr geschaffen ist. Der aufgezeigte Innenstützring 36 ist in Richtung des Inneren des Druckbehälters mit einer Anlageschräge versehen, deren Neigung der Neigung der Schräge der Innenkontur 34 des Außenstützringes 22 angepaßt ist, die insbesondere dieser entspricht. Die dahingehende Schräge dient insbesondere auch als spätere Anlagefläche für die noch näher zu erläuternden gezeigten Ventilanordnungen des Hydrospeichers. Des weiteren ist die Außenkontur 32 des Außenstützringes 22 mit einer ringförmigen Vertiefung 40 versehen, in die das zuordenbare Ende des zweiten Kunststoffmantels 14 unter Anlage jeweils endseitig ausmündet.
Beidseits des Mittenumfanges 18 weist der zweite Kunststoffmantel 14 min- destens eine zusätzliche Wicklungslage 42 auf, die zum einen hilft, den Berstdruck zu erhöhen und zum anderen sicherstellt, dass im Berstfall etwaige massive Innenteile des Druckbehälters oder Druckspeichers nicht geschoßartig nach außen treten können, sondern vielmehr von der Zusatzwicklung 42 zurückgehalten sind. In Abhängigkeit der Baulänge des Spei-
chers kann die dahingehende Zusatzwicklung 42 nur einfach vorhanden sein oder in diskreten Abständen voneinander mehrfach. Der genannte Au- ßenstützring 22 ist in der Lage, in der Art eines Druckpuffers auftretende Spannungsspitzen gleichförmig zu verteilen und in die beiden Kunststoff- mäntel 12,14 einzuleiten. Dergestalt ist auch ein Ausbeulen des Druckbehälters wirksam vermieden. Da im Sinne einer Gleitbewegung im koaxialen Bereich die geringsten delaminierenden Relativbewegungen zwischen den einander zugewandten Seiten der Kunststoffmäntel 12,14 auftreten können, genügt es insoweit, die Abstützung und die Trennung der Lagen bzw. der beiden Mäntel 12,14 voneinander im endseitigen Umfassungsbereich durch den Außenstützring 22 vorzunehmen. Die aufgezeigte Querschnitts- Keilform des Außenstützringes 22 ist insoweit günstig, als sie wirksam den genannten Relativverlagerungen entgegenwirkt, wozu die verschiedene Ausgestaltung von Außenkontur 32 zur Innenkontur 34 unterstützend mit- wirkt. Trotz des Umstandes, dass bei der beschriebenen Druckbehälterlösung nur glatte Flächen im Einsatz sind, insbesondere bezogen auf den In- nenstützring 36 sowie den Außenstützring 22, ist es überraschend, dass dergestalt in konstruktiv einfacher Weise ein hochfester und steifer Verbindungsteil im Bereich des Kragenteils 16 erreicht ist.
In Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen ist an der Unterseite der Behälteranordnung als Fluidventil ein sog. Tellerventil 50 eingesetzt. Der Teller des Tellerventils 50 ist gemäß Darstellung nach der Fig.2 von einer Druckfeder 52 in seiner Offenstellung gehalten und im übrigen wird der Teller von einer Betätigungsstange 54 getragen, die die Druckfeder 52 durchgreift und die zur Begrenzung des maximal Öffnungshubes an ihrer Unterseite mit einem Anschlag 56 versehen ist, der gemäß Darstellung nach der Fig.2 an Stegwände 58 einer Führung anstößt, die in axialer Richtung parallel zur Längsachse 20 des Hydrospeichers diametral einander gegenüberliegende
Fluiddurchlässe 60 freiläßt. Die genannten Fluiddurchlässe 60 münden in Blickrichtung auf die Fig. 2 gesehen an ihrem unteren Ende in ein fluidfüh- rendes Anschlußstück 62 in der Art eines genormten SAE-Flansches aus und an ihrem gegenüberliegenden Ende münden sie in den Fluidraum 64 des genannten Hydrospeichers. Der dahingehende Fluidraum 64 wird über eine elastomere Trennmembran in Form einer Speicherblase 66 von einem weiteren gasführenden Arbeitsraum 68 getrennt. Wird Fluid beispielsweise in Form eines Hydraulikmediums, wie Öl, aus dem Fluidraum 64 über das Anschlußstück 62 in einen hydraulischen Kreislauf abgerufen, dehnt sich die elastisch nachgiebige Speicherblase 66 unter dem Druck des Arbeitsgases, beispielsweise in Form von Stickstoff, aus und drückt in Blickrichtung au die Fig.2 gesehen den Teller des Tellerventils 50 nach unten, bis maximal in der vollständigen Schließstellung der Teller in Anlage kommt mit den konischen Schließflächen 70 des genannten SAE-Flansches, der inso- weit in den Fluidraum 64 hineinragt.
Sofern das genannte SAE-Anschlußstück in den Fluidraum 64 hineinragt, ist in benachbarter Anordnung zu den konischen Schließflächen 70 dieses mit einer elastisch nachgiebig ausgebildeten Anschlagfläche 72 umfaßt, das von einem gekröpften Kragenstück 74 am genannten Flansch gehalten ist. Mit seiner Unterseite stützt sich das dahingehende Kragenstück 74 an der Innenkontur des schräg verlaufenden Liners 12 ab. Ferner ist das Kragenstück 74 auf seiner Innenumfangsseite an dem SAE-Flansch gehalten, der insoweit sich außenumfangsseitig im Durchmesser über einen Vorsprung erweitert. Ansonsten ist der dahingehende SAE-Flansch im Durchgriffsbereich zylindrisch ausgebildet und stützt sich in Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen an der Unterseite des Außenstützringes 22 über eine Stützhülse 76 ab, die außenumfangsseitig in planer Anlage liegt zu den Innenumfangsseiten von Außenstützring 22 und Innenstützring 36. Um die dahingehende Anord-
nung sicher im Bereich der Medienzu- und -abfuhr 10 im Druckspeichergehäuse zu befestigen, verspannt ein Schraubring 78 die genannte Anordnung, der insoweit über eine Außengewindestrecke am SAE-Flansch fest- spannbar ist. Unterhalb des derart festgelegten Schraubringes 78 ist der SAE- Flansch von zwei einander diametral gegenüberliegenden Bohrungen 80 durchgriffen, die beispielsweise dazu dienen können, Sensoren aufzunehmen, die unter anderem der Druckmessung, der Temperaturmessung, der Viskositätsmessung und dergleichen mehr dienen können. Der in Blickrichtung auf die Fig.2 gezeigte, rechts dargestellte Drucksensor 82 in der Art eines Einschraubteils wird in die links dargestellte Bohrung 80 integrierend aufgenommen. Um eine bessere Montierbarkeit der genannten Teile zu erreichen, kann insbesondere das Kragenstück 74 als mehrteiliger, insbesondere zweiteiliger Ring aufgebaut sein. Ferner weist der SAE-Flansch in Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen an seiner stirnseitigen Unterseite eine Ringausnehmung 84 auf, die der Aufnahme eines nicht näher dargestellten O-Dichtringes dient, so dass insoweit der SAE-Flansch in dichtender Weise an den Fluidkreis eines nicht näher dargestellten hydraulischen Systems anschließbar ist.
Wie des weiteren die Fig.3 zeigt, ist die Membranwand der Speicherblase 66 an ihrer Oberseite in einer Membranhalterung 86 aufgenommen, die mit ihrer Unterseite in eine Querwand 88 der Speicherblasenanordnung ein- knüpfbar ist; im übrigen aber auch in diesem Querwandbereich eine Durchtrittsstelle 10 freiläßt für die Gaszufuhr über das Medienzuführventil 90. Das dahingehende Ventil 90 ist üblicher Bauart, so dass an dieser Stelle hierauf nicht mehr näher eingegangen wird und das Ventil 90 läßt sich über ein entsprechendes Außengewinde in ein Innengewinde der Membranhalterung 86 einschrauben. Für eine sichere Aufnahme der Speicherblase 66 ist diese an ihrem freien Ende im Durchmesser etwas verdickt und die
Membranhalterung 86 klemmt insoweit das freie Ende der Speicherblase 66 gegen die Schräganlage des Innenstützringes 36, der insoweit mit seinem Innenumfang am Außenumfang der Membranhalterung 86 anliegt. Im übrigen durchgreift die Membranhalterung 86 mit einem geringfügigen Über- stand das Anschlußstück 22 und ist in diesem über einen Gegenhaltering 92 lagefixiert. Bei dem gezeigten Druckbehälter hat der Kunststoffkernbehälter einen Innendurchmesser von 240 mm und der Anschlußring einen solchen von 140 mm. Daraus errechnet sich ein Polverhältnis, d.h. ein Verhältnis aus dem Innendurchmesser des Kunststoffkernbehälters 12 und dem Innen- durchmesser des Anschluß- oder Innenstützringes 36 von 58 %, d.h. ein Wert der größer als 50 % ist, was es erleichtert, Einbauten in dem Kunststoffkernbehälter unterzubringen, wie die genannten Ventileinrichtungen 50 und 90.