Alkoxysilanterminierte Polymere enthaltende transparente
Polymerabmischungen
Die Erfindung betrifft transparente Polymerabmischungen, die alkoxysilanterminierte Polymere und Kieselsäuren mit großer BET Oberfläche enthalten und ein Katalysatorsystem, das frei von Aminfunktionen ist.
Polymersysteme, die über reaktive Alkoxysilylgruppen verfügen, sind seit langem bekannt. In Gegenwart von Luftfeuchtigkeit sind diese alkoxysilantermierten Polymere bereits bei
Raumtemperatur in der Lage, unter Abspaltung der Alkoxygruppen miteinander zu kondensieren. Je nach Gehalt an
Alkoxysilangruppen und deren Aufbau bilden sich dabei hauptsächlich langkettige Polymere (Thermoplaste) , relativ weitmaschige dreidimensionale Netzwerke (Elastomere) oder aber hochvernetzte Systeme (Duroplaste) .
Dabei kann es sich sowohl um alkoxysilanterminierte Polymere mit organischem Rückgrat handeln, z.B. um Polyurethane,
Polyester, Polyether etc., beschrieben u.a. in EP-A-269 819, EP-A-931 800, WO 00/37533, US 3,971,751 und DE 198 49 817, als auch um Polymere, deren Rückgrat ganz oder zumindest zum Teil aus Organosiloxanen besteht, beschrieben u.a. in WO 96/34030 und US 5,254, 657.
Entsprechend der zahllosen Möglichkeiten zur Gestaltung von derartigen silanterminierten Polymersystemen lassen sich sowohl die Eigenschaften der unvernetzten Polymere bzw. der polymerhaltigen Mischungen (Viskosität, Schmelzpunkt,
Löslichkeiten etc.) als auch die Eigenschaften der fertig vernetzten Massen (Härte, Elastizität, Zugfestigkeit, Reißdehnung, Hitzebeständigkeit etc.) nahezu beliebig
einstellen. Entsprechend vielfältig sind daher auch die Einsatzmöglichkeiten von derartigen silanterminierten Polymersystemen. So lassen sie sich beispielsweise zur Herstellung von Elastomeren, Dichtstoffen, Klebstoffen, elastischen Klebesystemen, harten und weichen Schäumen, den unterschiedlichsten Beschichtungssystemen oder für Abformmassen verwenden. Diese Produkte lassen sich in jeder Form applizieren, wie z.B. streichen, sprühen, gießen, pressen, spachteln etc. je nach Zusammensetzung der Formulierungen.
Eine besonders interessante Anwendung im Kleb- und Dichtstoffbereich sind Formulierungen, die nach Härtung transparent bleiben. Anwendungen für diese Kleb- und Dichtstoffe sind dort angezeigt, wo die Klebenaht nicht sichtbar sein soll oder die Farbgebung der zu verklebenen Bauteile keine geeignete Auswahl an gefärbten, gefüllten Klebern zuläßt. Ein weiterer Vorteil der transparenten Massen ist, dass sie universeller eingesetzt werden können. Bei eingefärbt Massen muss immer eine breite Farbpalette angeboten werden, um unterschiedlichste Anwendungen abzudecken.
Ein besonders hoher optischer Anspruch an die Verklebung wird z.B. im Bereich von Vitrinen gestellt.
Transparente Massen sollten so auch bleiben. Bisher zeigt eine Vielzahl der Produkte unter Lagerung und Lichteinwirkung ein deutliches Nachgilben vor allem unter UV. Ursache dafür sind meist Aminverbindungen in den Formulierungen. Bei den üblichen Formulierungen von silylierten Polymeren werden Amine zugesetzt, meist ins Form von Aminosilanen . Diese dienen als Haft- vermittler und auch als Cokatalysator für die Härtung. Beispiele für solche Massen werden in EP 1041119 A beschrieben.
In kreidegefullten Massen kann die Gelbfärbung vielfach durch die Rezeptur ausglichen werden oder fallt schlichtweg nicht auf. In transparenten Massen ist eine Gelbfärbung kaum zu überdecken. Eine Zugabe von Farbstoffen - meist blaulich, zur Überlagerung der Gelbfärbung wird vielfach angewendet. Allerdings ist dies nur bedingt wirksam, da bei stärkerer Gelbfärbung ein „Grünstich" entsteht, der sogar bis ins braune gehen kann.
Gegenstand der Erfindung sind Polymerabmischungen (P) , die A) alkoxysilanterminierte Polymere (A) mit mindestens einer Endgruppe der allgemeinen Formel (1)
-A- (CH2)^SiR1 S (OR2) 3_a (1)
wobei A eine zweibindige Bindegruppe ausgewählt aus -0-, -S-,
-(R3)N-, -0-CO-N(R3)-, -N(R3) -CO-O-, -N (R3) -CO-NH-, -NH-CO-N(R3)-, -N(R3) -CO-N(R3) -, RA einen gegebenenfalls halogensubstuierten Alkyl-, Cycloalkyl-, Alkenyl- oder Arylrest mit 1-10 Kohlenstoffatomen,
R.2 einen Alkylrest mit 1-6 Kohlenstoffatomen oder einen ω- Oxaalkyl-alkylrest mit insgesamt 2-10 Kohlenstoffatomen, R.3 Wasserstoff, einen gegebenenfalls halogensubstuierten cyclischen, linearen oder verzweigten C]_ bis C]_g-Alkyl- oder Alkenylrest oder einen Cg- bis C]_g-Arylrest, a eine ganze Zahl von 0 bis 2 und m eine ganze Zahl von 1 bis 6 bedeuten, B) pyrogen hergestellte oder gefällte Kieselsaure mit einer BET Oberflache von mindestens 50 m^/g und
C) einen Katalysator mit höchstens 0,05 Gew.-% Aminoverbindungen enthalten und keine weiteren Füllstoffe enthalten.
Die Polymerabmischungen (P) sind transparent. Es wurde gefunden, dass in den transparenten Polymerabmischungen (P) , ein sehr breiter Bereich von Kieselsauren einsetzbar ist und man trotzdem sehr hochtransparente Systeme bekommt. Im Gegensatz dazu müssen bei anderen Polymeren speziellere und speziell gecoatede Kieselsauren mit meist höherer BET Oberflache von mindestens 300 m^/g eingesetzt werden.
Überdies zeigen die Polymerabmischungen (P) keine Gelbfärbung unter Lagerung und Lichteinwirkung.
Da die alkoxysilanterminierten Polymere (A) , insbesondere wenn m die Zahl 1 bedeutet, sehr hohe Reaktivitäten haben kann auf die Verwendung von Aminen oder Aminosilanen als Cokatalysatoren verzichtet werden.
Die Polymerabmischungen (P) können ein- oder zweikomponentig formuliert werden. In zweikomponentigen Polymerabmischungen (P) wird das Polymer (A) mit der Kieselsaure (B) als Basiskomponente abgemischt und der Katalysator (C) in der Harterkomponente bevorzugt formuliert. Besonders bevorzugt sind einkomponentig hartende Polymerabmischungen.
Die Polymerabmischungen (P) enthalten vorzugsweise einen Katalysator mit höchstens 0,01 Gew.-% Aminoverbindungen und insbesondere keinen Aminoverbindungen. Als Aminoverbindungen werden hierbei primäre, sekundäre oder auch tertiäre Amine umfasst, die entweder einen katalytischen Effekt auf die
Härtung der Polymere (A) habe können oder als Cokatalysator zugesetzt werden. Dies sind üblicherweise stark basische Verbindungen wie Triethylamin, Tributylamin, Cyclohexylamin,
1, 4-Diazabicyclo [2, 2, 2] octan, 1, 8-Diazabicyclo [5, 4, 0] undec-7-en oder auch Aminosilane wie Aminopropyl-trimethoxysilan, Aminopropyl-triethoxysilan, N-Aminoethyl-aminopropyl- trimethoxysilan .
Die Hauptketten der einsetzbaren alkoxysilanterminierten Polymere (A) können verzweigt oder unverzweigt sein. Die mittleren Kettenlangen können beliebig entsprechend der jeweils gewünschten Eigenschaften sowohl der unvernetzten Mischung als auch der ausgeharteten Masse angepaßt werden. Sie können aus unterschiedlichen Bausteinen aufgebaut sein. Üblicherweise sind dies Polysiloxane, Polysiloxan-Urea/Urethan-Copolymere, Polyurethane, Polyharnstoffe, Polyether, Polyester, Polyacrylate und -methacrylate, Polycarbonate, Polystyrole, Polyamide, Polyvinylester oder Polyolefine wie z.B.
Polyethylen, Polybutadien, Ethylen-Olefincopolymere oder Styrol-Butadiencopolymere . Selbstverständlich können auch beliebige Mischungen oder Kombinationen aus Polymeren mit verschiedenen Hauptketten eingesetzt werden.
Zur Herstellung von Polymeren (A) mit Silanterminierungen der allgemeinen Formel (1) sind eine Vielzahl von Möglichkeiten bekannt, insbesondere:
• Copolymerisationen unter Beteiligung von ungesättigten Monomeren, die über Gruppen der allgemeinen Formel (1) verfugen. Beispiele für derartige Monomere waren Vinyl- trimethoxysilan, Vinyl-methyldimethoxysilan, (Meth-) Acryl- oyloxypropyl-trimethoxysilan, (Meth-) Acryloyloxymethyl- trimethoxysilan, (Meth-) Acryloyloxymethyl-methyldimethoxy- silan oder auch die entsprechenden Ethoxysilylverbindungen .
• Aufpfropfung von ungesättigten Monomeren, die über Gruppen der allgemeinen Formel (1) verfügen auf Thermoplaste wie Polyethylen. Beispiele für derartige Monomere wären Vinyl- trimethoxysilan, Vinyl-methyldimethoxysilan, (Meth-) Acryl- oyloxypropyl-trimethoxysilan, (Meth-) Acryloyloxymethyl- trimethoxysilan, (Meth-) Acryloyloxymethyl-methyldimethoxy- silan oder auch die entsprechenden Ethoxysilylverbindungen .
• Hydrosilylierung von H-Silanen wie Dimethoxymethylsilan, Diethoxymethylsilan, Trimethoxymethylsilan oder
Triethoxysilan an ungestättigten, endständigen oder kettenständigen Doppelbindungen meist unter Platinkatalyse.
• Umsetzung eines Präpolymeren (Al) mit einem oder mehreren Organosilanen (A2) der allgemeinen Formel (2)
C-B- (CH2)^SiR1 S (OR2) 3_a (2)
in der RA, R^, R3, m und a die oben genannten Bedeutungen aufweisen,
B ein Sauerstoff-, Stickstoff- oder Schwefelatom bedeutet und C-B- eine funktionelle Gruppe darstellt, die reaktionsfähig ist gegenüber geeigneten funktionellen Gruppen des Präpolymeren (Al) .
Ist dabei das Präpolymer (Al) selbst aus mehreren Bausteinen (All, A12 ...) zusammengesetzt, so ist es nicht unbedingt erforderlich, daß aus diesen Bausteinen (All, A12 ...) zunächst das Präpolymer (Al) hergestellt wird, welches anschließend mit dem Silan (A2) zum fertigen Polymer (A) umgesetzt wird. So ist hier auch eine Umkehrung der Reaktionsschritte möglich, bei dem einer oder mehrere Bausteine (All, A12 ...) zunächst mit dem
Silan (A2) umgesetzt werden, und die dabei erhaltenen Verbindungen erst anschließend mit den verbleibenden Bausteinen (All, A12 ...) zum fertigen Polymer (A) umgesetzt werden. Beispiele für Präpolymere (Al) bestehend aus Bausteinen All, A12 sind OH-, NH- oder NCO-terminierte Polyurethane und
Polyharnstoffe, welche sich aus Polyisocyanaten (Baustein All) sowie Polyolen (Baustein A12) herstellen lassen.
Bevorzugte Polymere (A) mit Silanterminierungen der allgemeinen Formel (1) sind silanterminierte Polyether und Polyurethane, besonders bevorzugt Polyether, die aus Organosilan (A2) der allgemeinen Formel (4) und dem Präpolymeren (Al) hergestellt werden .
Bei einer bevorzugten Herstellungsweise der Polymere (A) wird ein Silan (A2) eingesetzt, das ausgewählt wird aus Silanen der allgemeinen Formel (3)
OCN- (CH2)^SiR1 S (OR2) 3_a (3),
wobei
RΛ , R.2, R3 und a die oben angegebenen Bedeutungen besitzen und m gleich 1 oder 3 ist.
Bei der Herstellung des Polymeren (A) sind die Konzentrationen aller an sämtlichen Reaktionsschritten beteiligter Isocyanatgruppen und aller isocyanatreaktiver Gruppen sowie die Reaktionsbedingungen bevorzugt so gewählt, daß im Laufe der Polymersynthese sämtliche Isocyanatgruppen abreagieren. Das fertige Polymer (A) ist somit bevorzugt isocyanatfrei .
Als Polyole für die Herstellung der Polymere (A) eignen sich besonders aromatische und aliphatische Polyesterpolyole und
Polyetherpolyole, wie sie in der Literatur vielfach beschrieben sind. Prinzipiell können aber sämtliche polymeren, oligomeren oder auch monomeren Alkohole mit ein oder mehr OH-Funktionen eingesetzt werden.
Vorzugsweise bedeutet RA einen Phenylrest oder Alkyl- oder Alkenylrest mit 1-6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methyl-, Ethyl- oder Vinylrest.
Vorzugsweise bedeutet R^ einen Alkylrest mit 1-3 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methyl- oder Ethylrest.
Vorzugsweise bedeutet R^ Wasserstoff, einen Phenylrest oder Alkyl- oder Alkenylrest mit 1-6 Kohlenstoffatomen, insbesondere Methyl-, Ethyl- oder n-Propylrest . m ist vorzugsweise 1 oder 3.
Die Kieselsäuren (B) mit einer BET-Oberflache von mindestens 50 m^/g werden als verstärkende Füllstoffe bezeichnet. Die Kieselsäuren (B) können hydrophil oder hydrophobiert sein, beispielsweise durch Behandlung mit Organosilanen, -silazanen oder -siloxanen oder durch Veretherung von Hydroxylgruppen zu Alkoxygruppen .
Besonders bevorzugt sind hydrophobierte Kieselsäuren (B) . Die BET Oberfläche der Kieselsäuren (B) beträgt bevorzugt mindestens 100 m2/g, bevorzugt höchstens 500 m2/g, insbesondere höchstens 250 m2/g.
Als Katalysatoren (C) werden bevorzugt Kondensationskatalysatoren eingesetzt. Bevorzugte Katalysatoren (C) sind Zinnverbindungen, wie Dibutylzinndilaurat, Dibutylzinnmaleat, Dibutyl- zinndiacetat, Dibutylzinndioctanoat, Dibutylzinnacetylacetonat, Dibutytzinnoxid, oder entsprechende Verbindungen des Dioctyl- zinn; aber auch andere Lewis-sauren Verbindungen der
Ubergangsmetalle wie Titanat, Zirkon, Hafnium, Zink, Bor, Aluminium, Bismut etc.
Ferner Carbonsauren, Phosphorsauren bzw. -teilester, Phosphorigesaure bzw. -teilester, Toluolsulfonsauren oder Mineralsauren.
Die verschiedenen Katalysatoren können sowohl in reiner Form als auch als Mischungen verwendet werden.
Bevorzugt sind die Katalysatoren frei von Resten, die selbst oder durch Abbau chromophore Gruppen bilden können.
In den Polymerabmischungen (P) betragt der Anteil an alkoxy- silanterminierten Polymeren (A) vorzugsweise 10-90 Gew.-%, besonders bevorzugt 20-70 Gew.-%, insbesondere 30-50 Gew.-%. Der Anteil an Kieselsauren (B) betragt vorzugsweise 0,1-25 Gew.-%, besonders bevorzugt 2-20 Gew.-%, insbesondere 5-15 Gew.-%. Der Anteil an Katalysator (C) betragt vorzugsweise 0,01-10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1-5 Gew.-%, insbesondere 0,1-2 Gew.-%.
Die Polymerabmischungen (P) können Wasserfanger und
Silanvernetzer enthalten, beispielsweise Vinylsilane wie Vinyltrimethoxy-, Vinyltriethoxy-, Vinylmethyldimethoxy-, O- Methylcarbamatomethyl-methyldimethoxysilan, O- Methylcarbamatomethyl-trimethoxysilan, O-Ethylcarbamatomethyl- methyldiethoxysilan, O-Ethylcarbamatomethyl-triethoxysilan, allgemein Alkylalkoxysilane oder aber auch weitere organofunktionelle Silane.
Die Wasserfanger und Silanvernetzer werden bevorzugt in Konzentrationen von 0,1 - 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5-2 Gew.-% der Polymerabmischungen (P) eingesetzt.
Die Polymerabmischungen (P) können Weichmacher enthalten, beispielsweise Phthalatester, wie Dioctylphthalat,
Diisooctylphthalat, Diundecylphthalat, Adipinsäureester, wie Dioctyladipat, Benzoesäureester, Glycolester, Phosphorsäureester, Polyester, Polyether, Polystyrole, Polybutadiene, Polyisobutene, paraffinische Kohlenwasserstoffe, höhere, verzweigte Kohlenwasserstoffe etc.
Die Weichmacher werden bevorzugt in Konzentrationen von bis zu 50 Gew.-%, der Polymerabmischungen (P) eingesetzt.
Die Polymerabmischungen (P) können weiterhin Lichtschutzmittel, wie sogenannte HALS-Stabilisatoren, Fungizide, Flammschutzmittel, Pigmente etc. enthalten, wie sie für den Einsatz in herkömmlichen alkoxyvernetzenden einkomponentigen Massen bekannt sind.
Zur Erzeugung der jeweils gewünschten Eigenschaftsprofile sowohl der unvernetzten Polymerabmischungen (P) als auch der ausgehärteten Massen werden vorstehende Zusätze bevorzugt eingesetzt .
Für die Polymerabmischungen (P) existieren zahllose verschiedene Anwendungen im Bereich der Kleb-, Dicht- und Fugendichtstoffe, Oberflächenbeschichtungen sowie auch bei der Herstellung von Abformmassen und Formteilen.
Dabei sind die Polymerabmischungen (P) für zahllose unterschiedliche Untergründe wie z.B. mineralische Untergründe, Metalle, Kunststoffe, Glas, Keramik etc. geeignet.
Alle vorstehenden Symbole der vorstehenden Formeln weisen ihre Bedeutungen jeweils unabhängig voneinander auf. In allen Formeln ist das Siliciumatom vierwertig.
In den folgenden Beispielen sind soweit nicht anders angegeben, alle Mengen- und Prozentangaben auf das Gewicht bezogen.
Beispiele
Beispiele Ia
Herstellung von einkomponentigen Formulierungen
Jeweils 425 g der silanterminierten Polyether, erhältlich unter der Bezeichung GENIOSIL® STP-ElO und GENIOSIL® -STP-E15 bei der Wacker Chemie AG werden bei 25 0C in einem Laborplanetenmischer der Fa. PC-Laborsystem, ausgestatte mit zwei Balkenmischern, mit 10,0 g GENIOSIL® XLlO (Wacker Chemie AG) gemischt und 90 g einer hyrophobierten Kieselsäure HDK® H18 (Wacker Chemie AG) eingerührt bis sie homogen verteilt ist. Anschießend werden 20 g Glycidoxypropyl-trimethoxysilan
(GENIOSIL® GF80 - Wacker Chemie AG) und 10 g TINUVIN® 292 (Ciba AG) 1 Minute bei 200 U/min eingearbeitet. Abschließend werden 20 g Dibutylzinndilaurat (Fa. Merck) während 1 Minute bei 200 U/min verteilt, 2 Minuten bei 600 U/min und 1 Minute bei 200 U/min im Teilvakuum (ca. 100 mbar) homogenisiert und blasenfrei gerührt .
Die Formulierung wird in 310 ml PE-Kartuschen abgefüllt und einen Tag bei 25 0C gelagert.
Vergleichsbeispiel Ib (nicht erfindungsgemäß)
Herstellung erfolgt analog Beispiel Ia, wobei im letzten Schritt zusätzlich zum Dibutylzinndilaurat noch 10 g Aminopropyl-trimethoxysilan (GENIOSIL® GF96 - Wacker Chemie AG) eingearbeitet werden.
Bestimmung der mechanischen Eigenschaften
Die Proben werden auf ausgefrästen Teflon®-Platten mit 2 mm Tiefe ausgestrichen und 2 Wochen bei 23 0C, 50 relativer Luftfeuchte gehärtet.
Die mechanischen Eigenschaften werden nach DIN 53504 (Zugprüfung) und DIN 53505 (Härte Shore A) bestimmt.
UV-Lagerung
Die Bestimmung der Gelbfärbung unter UV-Lagerung erfolgt in einer nicht gekühlten Belichtungskammer mit UV-Lampen der Fa, Osram - Ultra-Vitalux® 300 W. Die Temperatur in der Kammer liegt dabei zwischen 50 - 60 0C Die Werte sind in Tabelle 1 aufgeführt:
Tabelle 1
Folie nach 1 Woche UV transparent gelb gefärbt
Vulkanisat nach DIN 53504 und DIN 53505
*nicht erfindungsgemäß
Beispiele 2
Herstellung von zweikomponentigen Formulierungen
Die Herstellung von Formulierungen erfolgt analog zu den in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren. Lediglich werden hier die
Basiskomponente und die Härterkomponente unabhängig voneinander hergestellt. Die Mischung der Komponenten zur Herstellung der Prüfkörper erfolgte in SpeedMixer® der Fa. Hauschild - 50 g Mischung wurden dazu 1 min bei 3000 Umdrehungen gemischt und sofort verarbeitet. Die Werte sind in Tabelle 2 aufgeführt:
Tabelle 2 Beispiel 2a 2b 2c* 2d*
Basiskomponente
GENIOSIL STP-ElO 24,8%
GENIOSIL STP-E15 24,7% 49,5% 47 r O o 48,5%
GENIOSIL XL 10 1, 0% 1, 0% 1, 0% 1, 0%
HDK H 18 7,5% 7,5% 7, 5% 7,5%
GENIOSIL GF 80 1, 0% 1, 0% 1, 0% 1, 0%
GENIOSIL GF 91 2, 0%
GENIOSIL GF 96 1,0%
Härterkomponente
Polyether- weichmacher 29, 9% 30 , 0% 30 , 0% 30, 0% dest. Wasser 0,5% 0, 5% 0, 5% 0,5%
Tinuvin 292 1,0% 1, 0% 1, 0% 1,0%
DBTL 2, 0% 2, 0% 2, 0% 2, 0%
Butylphosphat 0,1%
HDK H 18 7,5% 7, 5% 7, 5% 7,5%
Vulkanisat nach DIN 53504 und DIN 53505
*nicht erfindungsgemäß
Bestimmung der mechanischen Eigenschaften
Die Proben werden auf ausgefrästen Teflonplatten mit 2 mm Tiefe ausgestrichen und 2 Wochen bei 23 0C, 50 rel. Luftfeuchte gehärtet .
Die mechanischen Eigenschaften werden nach DIN 53504 (Zugprüfung) und DIN 53505 (Härte Shore A) bestimmt.
UV-Lagerung
Die Bestimmung der Gelbfärbung unter UV-Lagerung erfolgt in einer nicht gekühlten Belichtungskammer mit UV-Lampen der Fa. Osram - Ultra-Vitalux® 300 W. Die Temperatur in der Kammer liegt dabei zwischen 50 - 60 0C