Dihydro-pyrrolopyridin-, Dihydro-pyrrolopyridazin- und Dihydro-pyrrolopyrimidin- Derivate und ihre Verwendung
Die Erfindung betrifft neue Dihydro-pyrrolopyridin-, Dihydro-pyrrolopyridazin- und Dihydro- pyrrolopyrimidin-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung, ihre Verwendung zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten sowie ihre Verwendung zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten, insbesondere von thromboembolischen Erkrankungen.
Die Blutgerinnung ist ein Schutzmechanismus des Organismus, mit dessen Hilfe Defekte in der Gefäßwand rasch und zuverlässig „abgedichtet" werden können. So kann ein Blutverlust ver- mieden bzw. minimiert werden. Die Blutstillung nach Gefäßverletzung erfolgt im wesentlichen durch das Gerinnungssystem, bei dem eine enzymatische Kaskade komplexer Reaktionen von Plasmaproteinen ausgelöst wird. Hierbei sind zahlreiche Blutgerinnungsfaktoren beteiligt, von denen jeder, sobald aktiviert, die jeweils nächste inaktive Vorstufe in ihre aktive Form überführt. Am Ende der Kaskade steht die Umwandlung des löslichen Fibrinogens in das unlösliche Fibrin, so dass es zu einem Blutgerinnsel kommt. Traditionell unterscheidet man bei der Blutgerinnung zwischen dem intrinsischen und dem extrinsischen System, die in einem abschließenden gemeinsamen Reaktionsweg münden. Hierbei kommt dem Faktor Xa, der aus dem Proenzym Faktor X gebildet wird, eine Schlüsselrolle zu, da er beide Gerinnungswege verbindet. Die aktivierte Serin- protease Xa spaltet Prothrombin zu Thrombin. Das entstandene Thrombin wiederum spaltet seiner- seits Fibrinogen zu Fibrin. Durch anschließende Quervernetzung der Fibrin-Monomere kommt es zur Bildung von Blutgerinnseln und damit zur Blutstillung. Darüber hinaus ist Thrombin ein potenter Auslöser der Thrombozytenaggregation, die ebenfalls einen erheblichen Beitrag bei der Hämostase leistet.
Die Hämostase unterliegt einem komplexen Regulationsmechanismus. Eine unkontrollierte Akti- vierung des Gerinnungssystems oder eine defekte Hemmung der Aktivierungsprozesse kann die Bildung von lokalen Thrombosen oder Embolien in Gefäßen (Arterien, Venen, Lymphgefäßen) oder Herzhöhlen bewirken. Dies kann zu schwerwiegenden thromboembolischen Erkrankungen führen. Darüber hinaus kann eine Hyperkoagulabilität - systemisch - bei einer Verbrauchskoagulo- pathie zur disseminierten intravasalen Gerinnung führen. Thromboembolische Komplikationen treten ferner auf bei mikroangiopathischen hämolytischen Anämien, extrakorporalen Blutkreisläufen, wie Hämodialyse, sowie Herzklappenprothesen.
Thromboembolische Erkrankungen sind die häufigste Ursache von Morbidität und Mortalität in den meisten industrialisierten Ländern [Heart Disease: A Textbook of Cardiovascular Medicine, Eugene Braunwald, 5. Auflage, 1997, W.B. Saunders Company, Philadelphia].
Die aus dem Stand der Technik bekannten Antikoagulantien, d.h. Stoffe zur Hemmung oder Verhinderung der Blutgerinnung, weisen verschiedene, oftmals gravierende Nachteile auf. Eine effiziente Behandlungsmethode bzw. Prophylaxe von thromboembolischen Erkrankungen erweist sich in der Praxis deshalb als sehr schwierig und unbefriedigend.
Für die Therapie und Prophylaxe von thromboembolischen Erkrankungen findet zum einen Heparin Verwendung, das parenteral oder subkutan appliziert wird. Aufgrund günstigerer pharmakokinetischer Eigenschaften wird zwar heutzutage zunehmend niedermolekulares Heparin bevorzugt; allerdings können auch hierdurch die im folgenden geschilderten bekannten Nachteile nicht vermieden werden, die bei der Therapierung mit Heparin bestehen. So ist Heparin oral unwirksam und besitzt nur eine vergleichsweise geringe Halbwertszeit. Da Heparin gleichzeitig mehrere Faktoren der Blutgerinnungskaskade hemmt, kommt es zu einer unselektiven Wirkung. Darüber hinaus besteht ein hohes Blutungsrisiko, insbesondere können Hirnblutungen und Blutungen im Gastrointestinaltrakt auftreten, und es kann zu Thrombopenie, Alopecia medico- mentosa oder Osteoporose kommen [Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 257. Auflage, 1994, Walter de Gruyter Verlag, Seite 610, Stichwort „Heparin"; Römpp Lexikon Chemie, Version 1.5, 1998, Georg Thieme Verlag Stuttgart, Stichwort „Heparin"].
Eine zweite Klasse von Antikoagulantien stellen die Vitamin K-Antagonisten dar. Hierzu gehören beispielsweise 1,3-Indandione, vor allem aber Verbindungen wie Warfarin, Phenprocoumon, Dicumarol und andere Cumarin-Derivate, die unselektiv die Synthese verschiedener Produkte bestimmter Vitamin K-abhängiger Gerinnungsfaktoren in der Leber hemmen. Durch den Wirkmechanismus bedingt, setzt die Wirkung aber nur sehr langsam ein (Latenzzeit bis zum Wirkeintritt 36 bis 48 Stunden). Die Verbindungen können zwar oral appliziert werden, aufgrund des hohen Blutungsrisikos und des engen therapeutischen Indexes ist aber eine aufwendige individuelle Einstellung und Beobachtung des Patienten notwendig [J. Hirsh, J. Dalen, D.R. Anderson et al., „Oral anticoagulants: Mechanism of action, clinical effectiveness, and optimal therapeutic ränge" Chest 2001, 119, 8S-21S; J. Ansell, J. Hirsh, J. Dalen et al., „Managing oral anticoagulant therapy" Chest 2001, 119, 22S-38S; P.S. Wells, A.M. Holbrook, N.R. Crowther et al., „Inter- actions of warfarin with drugs and fooά" Ann. Intern. Med. 1994, 121, 676-683].
In jüngster Zeit ist ein neuer Therapieansatz für die Behandlung und Prophylaxe von thrombo- embolischen Erkrankungen beschrieben worden. Ziel dieses neuen Therapieansatzes ist die Inhibierung von Faktor Xa. Entsprechend der zentralen Rolle, die Faktor Xa in der Blutgerinnungskaskade spielt, stellt Faktor Xa eines der wichtigsten Targets für antikoagulatorische Wirkstoffe dar [J. Hauptmann, J. Stürzebecher, Thrombosis Research 1999, 93, 203; S.A.V. Raghavan, M. Dikshit, „Recent advances in the Status and targets of antithrombotic agents" Drugs Fut. 2002, 27,
669-683; H.A. Wieland, V. Laux, D. Kozian, M. Lorenz, „Approaches in anticoagulation: Rationales for target positioning" Curr. Opin. Investig. Drugs 2003, 4, 264-27 '1; UJ. Ries, W. Wienen, „Serine proteases as targets for antithrombotic therapy" Drugs FuL 2003, 28, 355-370; L.-A. Linkins, J.I. Weitz, „New anticoagulant therapy" Annu. Rev. Med. 2005, 56, 63-77; A. Casimiro-Garcia et al. , „Progress in the discovery of Factor Xa inhibitors" Expert Opin. Ther. Patents 2006, 75, 119-145].
Dabei ist gezeigt worden, dass verschiedene, sowohl peptidische wie nicht-peptidische Verbindungen in Tiermodellen als Faktor Xa-Inhibitoren wirksam sind. Eine große Anzahl von direkten Faktor Xa-Inhibitoren ist bislang bekannt [J.M. Walenga, W.P. Jeske, D. Hoppensteadt, J. Fareed, „Factor Xa Inhibitors: Today and beyond" Curr. Opin. Investig. Drugs 2003, 4, 272-281; J. Ruef, H.A. Katus, „New antithrombotic drugs on the horizon" Expert Opin. Investig. Drugs 2003, 12, 781- 797; M.L. Quan, J.M. Smallheer, „The race to an orally active Factor Xa inhibitor: Recent advances" Curr. Opin. Drug Discovery & Development 2004, 7, 460-469]. Weiterhin sind nicht-peptidische, niedermolekulare Faktor Xa-Inhibitoren beispielsweise auch in WO 03/099276, WO 03/011858 und WO 03/007942 beschrieben.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung neuer alternativer Verbindungen mit vergleichbarer oder verbesserter Wirkung und besserer Löslichkeit in wässrigen Lösungen, zur Bekämpfung von Erkrankungen, insbesondere von thromboembolischen Erkrankungen, bei Menschen und Tieren.
Gegenstand der Erfindung sind Verbindungen der Formel
in welcher
n für die Zahl 1 , 2 oder 3 steht,
m für die Zahl 0, 1 oder 2 steht,
und die (CH2)m-Gruppe in 1 oder 2 Position an den Phenyl-Ring gebunden ist,
- A -
R1 für Wasserstoff, Cyano, Hydroxy, CrC4-Alkyl, Ci-C4-Alkylcarbonyl, C3-C6-Cycloalkyl- carbonyl, Phenylcarbonyl, 4- bis 7-gliedriges Heterocyclylcarbonyl oder 5- oder 6-glie- driges Heteroarylcarbonyl steht,
R2 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Hydroxy, Amino, Trifluormethyl, Trifluormethoxy, CrC4-Alkyl, CrC4-Alkoxy, CrC4-Alkoxymethyl, CrC4-Alkylamino, C3-C6-Cycloalkyl,
Aminocarbonyl, Ci-C4-Alkoxycarbonyl oder Ci-C4-Alkylaminocarbonyl steht,
R3 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Hydroxy, Amino, Trifluormethyl, Trifluormethoxy, CrC4-Alkyl, CrC4-Alkoxy, CrGrAlkoxymethyl, CrC4-Alkylamino, C3-C6-Cycloalkyl, Aminocarbonyl, CrC4-Alkoxycarbonyl oder Ci-C4-Alkylaminocarbonyl steht,
R4 und R5 für Wasserstoff stehen,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 für Wasserstoff stehen,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
R
8, R
9, R
10 und R
11 gemeinsam für eine Gruppe der Formel
stehen,
wobei
für Phenyl, Pyridyl, Pyrazinyl, Pyrimidinyl, Pyridazinyl oder Thienyl steht,
wobei Phenyl, Pyridyl, Pyrazinyl, Pyrimidinyl und Pyridazinyl substituiert sind mit einem
Substituenten R15 und/oder einem Substituenten R16 oder mit zwei verschiedenen Substituenten R15 oder mit zwei verschiedenen Substituenten R16,
wobei
R15 an ein Kohlenstoffatom gebunden ist, das nicht einem Stickstoffatom im Ring benachbart ist, und für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Ethinyl,
CrC4-Alkyl, CrC4-Alkoxy oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
R16 an ein Kohlenstoffatom gebunden ist, das einem Stickstoffatom im Ring benachbart ist, und für Wasserstoff, Amino, CrC4-Alkyl, Q-Gi-Alkyl- amino oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
und
wobei Thienyl substituiert ist mit einem Substituenten R13 und einem Substituenten R14,
wobei
R17 an ein Kohlenstoffatom gebunden ist, das dem Schwefelatom im Ring benachbart ist, und für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Ethinyl, C1-C4- Alkyl, Ci-C4-Alkoxy oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
R18 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Amino, CrC4-Alkyl, C1-C4-Alkylamino oder C3-C6-Cycloalkyl steht,
R13 für Wasserstoff, Amino, Ethinyl, d-C4-Alkyl, Ci-C4-Alkylamino oder C3-C6- Cycloalkyl steht,
R14 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Hydroxy, Amino, Trifluormethyl, Trifluor- methoxy, CrC4-Alkyl, C,-C4-Alkoxy, CrC4-Alkylamino, C3-C6-Cycloalkyl, Aminocarbonyl, Ci-C4-Alkoxycarbonyl oder Ci-C4-Alkylaminocarbonyl steht,
und ihre Salze, ihre Solvate und die Solvate ihrer Salze.
Erfindungsgemäße Verbindungen sind die Verbindungen der Formel (I) und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze, die von Formel (I) umfassten Verbindungen der nachfolgend genannten Formeln und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze sowie die von Formel (I) umfassten, nach- folgend als Ausführungsbeispiele genannten Verbindungen und deren Salze, Solvate und Solvate der Salze, soweit es sich bei den von Formel (I) umfassten, nachfolgend genannten Verbindungen nicht bereits um Salze, Solvate und Solvate der Salze handelt.
Die erfϊndungsgemäßen Verbindungen können in Abhängigkeit von ihrer Struktur in stereoisomeren Formen (Enantiomere, Diastereomere) existieren. Die Erfindung umfasst deshalb die Enantiomeren oder Diastereomeren und ihre jeweiligen Mischungen. Aus solchen Mischungen von Enantiomeren und/oder Diastereomeren lassen sich die stereoisomer einheitlichen Bestandteile in bekannter Weise isolieren.
Sofern die erfindungsgemäßen Verbindungen in tautomeren Formen vorkommen können, umfasst die vorliegende Erfindung sämtliche tautomere Formen.
Als Salze sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen bevorzugt. Umfasst sind auch Salze, die für pharmazeutische Anwendungen selbst nicht geeignet sind, jedoch beispielsweise für die Isolierung oder Reinigung der erfindungsgemäßen Verbindungen verwendet werden können.
Physiologisch unbedenkliche Salze der erfϊndungsgemäßen Verbindungen umfassen Säure- additionssalze von Mineralsäuren, Carbonsäuren und Sulfonsäuren, z.B. Salze der Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Ethan-
sulfonsäure, Toluolsulfonsäure, Benzolsulfonsäure, Naphthalindisulfonsäure, Essigsäure, Trifluor- essigsäure, Propionsäure, Milchsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure, Fumarsäure, Maleinsäure und Benzoesäure.
Physiologisch unbedenkliche Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen umfassen auch Salze üblicher Basen, wie beispielhaft und vorzugsweise Alkalimetallsalze (z.B. Natrium- und Kaliumsalze), Erdalkalisalze (z.B. Calcium- und Magnesiumsalze) und Ammoniumsalze, abgeleitet von Ammoniak oder organischen Aminen mit 1 bis 16 C-Atomen, wie beispielhaft und vorzugsweise Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin, Ethyldiisopropylamin, Monoethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Dicyclohexylamin, Dimethylaminoethanol, Prokain, Dibenzylamin, N-Methyl- moφholin, Arginin, Lysin, Ethylendiamin und N-Methylpiperidin.
Als Solvate werden im Rahmen der Erfindung solche Formen der erfϊndungsgemäßen Verbindungen bezeichnet, welche in festem oder flüssigem Zustand durch Koordination mit Lösungsmittelmolekülen einen Komplex bilden. Hydrate sind eine spezielle Form der Solvate, bei denen die Koordination mit Wasser erfolgt. Als Solvate sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung Hydrate bevorzugt.
Außerdem umfasst die vorliegende Erfindung auch Prodrugs der erfϊndungsgemäßen Verbindungen. Der Begriff "Prodrugs" umfasst Verbindungen, welche selbst biologisch aktiv oder inaktiv sein können, jedoch während ihrer Verweilzeit im Körper zu erfindungsgemäßen Verbindungen umgesetzt werden (beispielsweise metabolisch oder hydrolytisch).
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung haben die Substituenten, soweit nicht anders spezifiziert, die folgende Bedeutung:
Alkyl per se und "Alk" und "Alkyl" in Alkoxy, Alkylamino, Alkoxycarbonyl und Alkylamino- carbonyl steht für einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit in der Regel 1 bis 4, bevorzugt 1 oder 2 Kohlenstoffatomen, beispielhaft und vorzugsweise für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl und tert.-Butyl
Alkoxy steht beispielhaft und vorzugsweise für Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy und tert.- Butoxy.
Alkylamino steht für einen Alkylaminorest mit einem oder zwei (unabhängig voneinander gewählten) Alkylsubstituenten, beispielhaft und vorzugsweise für Methylamino, Ethylamino, n- Propylamino, Isopropylamino, tert.-Butylamino, NN-Dimethylamino, NN-Diethylarnino, N-Ethyl-N- methylamino, N-Methyl-N-n-propylamino, N-Isopropyl-N-n-propylamino und N-terf-Butyl-N-methyl- amino. Ci-C3-Alkylamino steht beispielsweise für einen Monoalkylaminorest mit 1 bis 3 Kohlen-
stoffatomen oder für einen Dialkylaminorest mit jeweils 1 bis 3 Kohlenstoffatomen pro Alkylsubstituent.
Alkoxycarbonyl steht beispielhaft und vorzugsweise für Methoxycarbonyl, Ethoxycarbonyl, n-Prop- oxycarbonyl, Isopropoxycarbonyl und terf.-Butoxycarbonyl.
Alkylaminocarbonyl steht für einen Alkylaminocarbonylrest mit einem oder zwei (unabhängig voneinander gewählten) Alkylsubstituenten, beispielhaft und vorzugsweise für Methylaminocarbonyl, Ethylaminocarbonyl, n-Propylaminocarbonyl, iso-Propylaminocarbonyl, teλl-Butylaminocarbonyl, NN-Dimethylaminocarbonyl, NN-Diethylaminocarbonyl, N-Ethyl-N-methylaminocarbonyl, N- Methyl-N-n-propylaminocarbonyl, N-iso-Propyl-N-n-propylaminocarbonyl und N-tert.-Buty\-N- methylaminocarbonyl. Ci-Cs-Alkylaminocarbonyl steht beispielsweise für einen Monoalkylamino- carbonylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder für einen Dialkylaminocarbonylrest mit jeweils 1 bis
3 Kohlenstoffatomen pro Alkylsubstituent.
Cvcloalkyl steht für eine Cycloalkylgruppe mit in der Regel 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, bevorzugt mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, beispielhaft und vorzugsweise für Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclo- pentyl und Cyclohexyl.
Heterocvclyl steht für einen monocyclischen, heterocyclischen Rest mit in der Regel 4 bis 7 Ringatomen und bis zu 3, vorzugsweise bis zu 2 Heteroatomen und/oder Heterogruppen aus der Reihe Ν, O, S, SO, SO2. Die Heterocyclyl-Reste können gesättigt oder teilweise ungesättigt sein. Bevorzugt sind 5- bis 7-gliedrige, monocyclische gesättigte Heterocyclylreste mit bis zu zwei Heteroatomen aus der Reihe O, Ν und S, wie beispielhaft und vorzugsweise Tetrahydrofuranyl, Pyrrolidinyl, Pyrrolinyl, Piperidinyl, Tetrahydropyranyl, Piperazinyl, Morpholinyl und Per- hydroazepinyl.
Heteroaryl steht für einen aromatischen, monocyclischen Rest mit 5 oder 6 Ringatomen und bis zu
4 Heteroatomen aus der Reihe S, O und Ν, beispielhaft und vorzugsweise für Thienyl, Furyl, Pyrrolyl, Thiazolyl, Oxazolyl, Isoxazolyl, Isothiazolyl, Imidazolyl, Pyrazolyl, Pyridyl, Pyrimidinyl,
Pyridazinyl und Pyrazinyl.
Wenn Reste in den erfindungsgemäßen Verbindungen substituiert sind, können die Reste, soweit nicht anders spezifiziert, ein- oder mehrfach substituiert sein. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung gilt, dass für alle Reste, die mehrfach auftreten, deren Bedeutung unabhängig voneinander ist. Eine Substitution mit ein, zwei oder drei gleichen oder verschiedenen Substituenten ist bevorzugt. Ganz besonders bevorzugt ist die Substitution mit einem Substituenten.
In den Formeln der Gruppe, die für R12 stehen kann, steht der Endpunkt der Linie, neben der jeweils ein * steht, nicht für ein Kohlenstoffatom beziehungsweise eine Ctk-Gruppe sondern ist Bestandteil der Bindung zu dem Atom, an das R12 gebunden ist.
Bevorzugt sind Verbindungen der Formel (I), in welcher
n für die Zahl 1, 2 oder 3 steht,
m für die Zahl 0, 1 oder 2 steht,
und die (CH2)m-Gruppe in 1 oder 2 Position an den Phenyl-Ring gebunden ist,
R1 für Wasserstoff, Cyano, Hydroxy oder Ci-C4-Alkyl steht,
R2 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Hydroxy, CrC4-Alkyl oder CrC4-Alkoxy steht,
R3 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Hydroxy, Ci-C4-Alkyl, Ci-C4-Alkoxy, Q-C4-AIk- oxymethyl, Cyclopropyl, Aminocarbonyl, Ci-C4-Alkoxycarbonyl oder Ci-C4-Alkylamino- carbonyl steht,
R4 und R5 für Wasserstoff stehen,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 für Wasserstoff stehen,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
R , R , R und R gemeinsam für eine Gruppe der Formel
stehen,
wobei
R12 für eine Gruppe der Formel
steht,
woπn
die Anknüpfstelle an die Carbonylgruppe ist,
R15 für Fluor, Chlor, Ethinyl, Methyl, Ethyl, Methoxy oder Ethoxy steht,
R16 für Amino, Methyl, Methylamino oder Dimethylamino steht,
R17 für Fluor, Chlor, Ethinyl, Methyl, Ethyl, Methoxy oder Ethoxy steht,
und
R18 für Wasserstoff steht,
R13 für Wasserstoff, Amino, Ethinyl, Methyl, Methylamino, Dimethylamino oder Cyclopropyl steht,
R14 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Trifluormethyl, Trifluormethoxy, Methyl oder Methoxy steht,
und ihre Salze, ihre Solvate und die Solvate ihrer Salze.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher
n für die Zahl 1 oder 2 steht,
m für die Zahl 1 steht,
und die (CH2)m-Gruppe in 1 oder 2 Position an den Phenyl-Ring gebunden ist,
R1 für Wasserstoff steht,
R2 für Wasserstoff steht,
R3 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Methoxy, Ethoxy oder Methoxymethyl steht,
R4 und R5 für Wasserstoff stehen,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 für Wasserstoff stehen,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
R8, R9, R10 und R1 ' gemeinsam für eine Gruppe der Formel
stehen,
wobei
R
12 für eine Gruppe der Formel
steht,
worin
* die Anknüpfstelle an die Carbonylgruppe ist,
R17 für Fluor, Chlor oder Methyl steht,
und
R18 für Wasserstoff steht,
R13 für Wasserstoff steht,
R14 für Wasserstoff steht,
und ihre Salze, ihre Solvate und die Solvate ihrer Salze.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher
n für die Zahl 1 steht,
m für die Zahl 1 steht,
und die (CH2)m-Gruppe in 1 oder 2 Position an den Phenyl-Ring gebunden ist,
R1 für Wasserstoff steht,
R2 für Wasserstoff steht,
R3 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano oder Methyl steht,
R4 und R5 für Wasserstoff stehen,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 für Wasserstoff stehen,
oder
R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
und
R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonyl- gruppe bilden,
R8, R9, R10 und R11 gemeinsam für eine Gruppe der Formel
stehen,
wobei
R
12 für eine Gruppe der Formel
steht,
worin
* die Anknüpfstelle an die Carbonylgruppe ist,
R17 für Chlor steht,
und
R18 für Wasserstoff steht,
R13 für Wasserstoff steht,
R14 für Wasserstoff steht,
und ihre Salze, ihre Solvate und die Solvate ihrer Salze.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher nfür die Zahl 1 steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher m für die Zahl 1 steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Wasserstoff steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R2 für Wasserstoff steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R3 für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Cyano oder Methyl steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R3 für Wasserstoff steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R2 und R3 für Wasserstoff stehen.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R12 für eine Gruppe der Formel
steht, wobei * die Anknüpfstelle an die Carbonylgruppe ist, R
17 für Chlor steht und R
18 für Wasserstoff steht.
Bevorzugt sind auch Verbindungen der Formel (I), in welcher R13 und R14 für Wasserstoff stehen.
Die in den jeweiligen Kombinationen bzw. bevorzugten Kombinationen von Resten im einzelnen angegebenen Reste-Definitionen werden unabhängig von den jeweiligen angegebenen Kombinationen der Reste beliebig auch durch Reste-Definitionen anderer Kombinationen ersetzt.
Ganz besonders bevorzugt sind Kombinationen von zwei oder mehreren der oben genannten Vorzugsbereiche.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel (I), oder ihrer Salze, ihrer Solvate oder der Solvate ihrer Salze, wobei
[A] die Verbindungen der Formel
in welcher n, m, R2, R3, R4, R5, R6, R7, R8, R9, R10 und R11 die oben angegebene Bedeutung haben,
in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart einer Säure mit Bromcyan zu Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Wasserstoff steht, umgesetzt werden,
oder
[B] die Verbindungen der Formel
(in),
in welcher n, m, R
2, R
3, R
4, R
5, R
6, R
7, R
8, R
9, R
10 und R
11 die oben angegebene Bedeutung haben, und
PG für eine Hydroxy-Schutzgruppe, vorzugsweise für Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethyl- silyl, steht,
in einem dreistufigen Verfahren zuerst in einem inerten Lösungsmittel mit Bromcyan, vorzugsweise in Gegenwart einer Base, zu Verbindungen der Formel
in welcher n, m, R2, R3, R4, R5, R6, R7, R8, R9, R10 und Rn die oben angegebene Bedeutung haben, und
PG für eine Hydroxy-Schutzgruppe, vorzugsweise für Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethyl- silyl, steht,
und anschließend durch Abspaltung der Schutzgruppe PG zu Verbindungen der Formel
in welcher n, m, R2, R3, R4, R5, R6, R7, R8, R9, R10 und R11 die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt werden und in der dritten Stufe die Verbindungen der Formel (V) in einem inerten Lösungsmittel in Gegenwart einer Säure zu Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Wasserstoff steht, cyclisiert werden,
oder
[C] die Verbindungen der Formel (II) in der ersten Stufe mit Verbindungen der Formel
N S
1^
R (VI),
in welcher
R1 für CrC4-Alkyl, CrC4-Alkylcarbonyl, C3-C6-Cycloalkylcarbonyl, Phenylcarbonyl, 4- bis 7- gliedriges Heterocyclylcarbonyl oder 5- oder 6-gliedriges Heteroarylcarbonyl steht,
umgesetzt werden und in der zweiten Stufe cyclisiert werden,
oder
[D] die Verbindungen der Formel (IT) mit Verbindungen der Formel
in welcher
R1 für Cyano oder CrC4-Alkyl steht, und
A für eine Abgangsgruppe, bevorzugt Phenoxy oder Methylthio, steht,
umgesetzt werden,
oder
[E] die Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Wasserstoff steht, mit Hydroxylamin- Hydrochlorid zu Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Hydroxy steht, umgesetzt werden.
Die Verbindungen der Formel (I), in welcher R1 für Wasserstoff steht, können gegebenenfalls mit den entsprechenden Lösungsmitteln und/oder Basen oder Säuren zu ihren Salzen, ihren Solvaten und/oder den Solvaten ihrer Salze umgesetzt werden.
Die freie Base der Salze kann zum Beispiel durch Chromatographie an einer Reversed Phase Säule mit einem Acetonitril-Wasser-Gradienten unter Zusatz einer Base erhalten werden, insbesondere durch Verwendung einer RP 18 Phenomenex Luna C 18(2) Säule und Diethylamin als Base, oder durch Lösen der Salze in einem organischen Lösungsmittel und Ausschütteln mit wässrigen Lösungen von basischen Salzen wie Natriumhydrogencarbonat.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel (I) oder ihrer Solvate, bei dem Salze der Verbindungen oder Solvate der Salze der Verbindungen durch Chromatographie unter Zusatz einer Base in die Verbindungen überfuhrt werden.
Die Umsetzung nach Verfahren [A] erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -200C bis 50°C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Tetrahydrofuran, Dichlormethan oder Acetonitril oder Gemische dieser Lösungsmittel.
Säuren sind beispielsweise starke anorganische oder organische Säuren wie Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Methansulf onsäure, Trifluormethansulfonsäure oder Trifluor- essigsäure.
Die Umsetzung der ersten Stufe nach Verfahren [B] erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -200C bis 500C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Tetrahydrofuran, Dichlormethan oder Acetonitril oder Gemische dieser Lösungsmittel.
Basen sind beispielsweise anorganische Basen wie Alkali- oder Erdalkalicarbonate oder -hydro- gencarbonate wie Lithium-, Natrium-, Kalium-, Calcium- oder Cäsiumcarbonat oder Natrium- oder Kaliumhydrogencarbonat, oder Alkalihydride wie Natriumhydrid.
Die Abspaltung von Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethylsilyl als bevorzugt verwendete Hydroxy-Schutzgruppen (PG) in der zweiten Stufe nach Verfahren [B] erfolgt im Allgemeinen in Tetrahydrofuran als Lösungsmittel, vorzugsweise mit Hilfe von Tetra-n-butylammoniumfluorid (TBAF), bevorzugt in einem Temperaturbereich von O0C bis 400C bei Normaldruck.
Die Umsetzung der dritten Stufe nach Verfahren [B] erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -200C bis 500C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Tetrahydrofuran, Dichlormethan oder Acetonitril oder Gemische dieser Lösungsmittel.
Säuren sind beispielsweise starke anorganische oder organische Säuren wie Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Methansulfonsäure, Trifluormethansulfonsäure oder Trifluor- essigsäure.
Die Umsetzung der zweiten und dritten Stufe nach Verfahren [B] erfolgt besonders bevorzugt unter Verwendung einer säurelabilen Hydroxy-Schutzgruppe, wie beispielsweise Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethylsilyl, in Gegenwart eines Überschusses einer Säure als Eintopf-Reaktion, in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -200C bis 500C bei Normaldruck, ohne Isolierung der Zwischenstufe der Verbindungen der Formel (V).
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Tetrahydrofuran, Dichlormethan oder Acetonitril oder Gemische dieser Lösungsmittel.
Säuren sind beispielsweise starke anorganische oder organische Säuren wie Fluorwasserstoff, Chlorwasserstoff, Bromwasserstoff, Methansulfonsäure, Trifluormethansulfonsäure oder Trifluor- essigsaure.
Die Umsetzung der ersten Stufe nach Verfahren [C] erfolgt im Allgemeinen in Analogie zu literaturbekannten Verfahren, wie beschrieben in z. B. A. Hetenyi et al, J. Org. Chem. 2003, 68, 2175-2182; D. Douglass, J. Am. Chem. Soc. 1934, 56, 719; F.B. Dains et al, J. Am. Chem. Soc. 1925, 47, 1981-1989 oder F.B. Dains et al, J. Am. Chem. Soc. 1922, 44, 2637-2643.
Die Umsetzung der zweiten Stufe nach Verfahren [C] erfolgt im Allgemeinen in Analogie zu literaturbekannten Verfahren, wie beschrieben in z. B. T. Shibanuma, M. Shiono, T. Mukaiyama, Chem. LeU. 1971, 575-576.
Die Umsetzung nach Verfahren [D] erfolgt im Allgemeinen in Analogie zu literaturbekannten Verfahren, wie beschrieben in z. B. N. Maezaki, A. Furusawa, S. Uchida, T. Tanaka, Tetrahedron 2001, 57, 9309-9316; G. Berecz, J. Reiter, G. Argay, A. Kaiman, J. Heterocycl. Chem. 2002, 39, 319-326; R. Evers, M. Michalik, J. Prakt. Chem. 1991, 333, 699-710; R. Mohr, A. Buschauer, W. Schunack, Arch. Pharm. (Weinheim Ger.) 1988, 321, 221-227; P. J. Garratt et al, Tetrahedron 1989, 45, 829-834 oder V.A. Vaillancourt ef α/., J. Med. Chem. 2001, 44, 1231-1248.
Die Umsetzung nach Verfahren [E] erfolgt im Allgemeinen in Analogie zu literaturbekannten Ver- fahren, wie beschrieben in z. B. G. Zinner, G. Nebel, Arch. Pharm. Ber. Dtsch. Ges. 1970, 303, 385-390.
Die Verbindungen der Formeln (VI) und (VIT) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
Die Verbindungen der Formel (IH) sind bekannt oder können hergestellt werden, aus den Verbindungen der Formel (II) durch Einführung der Schutzgruppe PG nach dem Fachmann bekannten Bedingungen.
Die Einführung von Trimethylsilyl oder tert.-Butyldimethylsilyl als bevorzugt verwendete Hydroxy-Schutzgruppen (PG) erfolgt im Allgemeinen durch Umsetzung mit Trimethylsilylchlorid oder tert.-Butyldimethylsilylchlorid in Tetrahydrofuran oder Dimethylformamid als Lösungsmittel, vorzugsweise in Gegenwart von Imidazol, bevorzugt in einem Temperaturbereich von 00C bis 400C bei Normaldruck.
Die Verbindungen der Formel (Ha), in denen R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden, und R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden, sind bekannt oder können hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel
in welcher R8, R9, R10 und R1 ' die oben angegebene Bedeutung haben,
mit Verbindungen der Formel
in welcher n, m, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt werden.
Die Umsetzung erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, in Gegenwart einer Base, bevorzugt in einem Temperaturbereich von 6O0C bis zum Rückfluss des Lösungsmittels bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Ether wie Dioxan oder Tetrahydrofuran, bevorzugt ist Dioxan.
Basen sind beispielsweise Aminbasen wie Triethylamin oder Diisopropylethylamin, bevorzugt ist Diisopropylethylamin.
Die Verbindungen der Formeln (VEI) und (DC) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
Die Verbindungen der Formel (EIa), in denen R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden, und R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden, sind bekannt oder können hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (VEI) mit Verbindungen der Formel
in welcher n, m, R2, R3 und PG die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt werden.
Die Umsetzung erfolgt unter denselben Reaktionsbedingungen wie die Umsetzung der Verbindungen der Formel (VEI) mit Verbindungen der Formel (DC).
Die Verbindungen der Formel (X) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
Die Verbindungen der Formel (Eb), in denen R4 und R5 für Wasserstoff stehen und R6 und R7 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden, und die Verbindungen der Formel (Ec), in denen R4 und R5 zusammen mit dem Kohlenstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Carbonylgruppe bilden und R6 und R7 für Wasserstoff stehen, sind bekannt oder können hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (Ea) in der ersten Stufe mit einem Borhydrid zu einem Gemisch der Verbindungen der Formeln
in welchen n, m, R2, R3, R8, R9, R10 und R11 die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt werden,
dieses Gemisch in der zweiten Stufe mit Trifluoressigsäure und Triethylsilan zu einem Gemisch der Verbindungen der Formeln
in welchen n, m, R2, R3, R8, R9, R10 und R1 ' die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt wird,
und die Isomere (üb) und (Hc) anschließend durch Kristallisation oder Chromatographie getrennt werden.
Die Verbindungen der Formel (üb) kristallisieren im Allgemeinen aus der Lösung aus und die Verbindungen der Formel (He) bleiben in der Mutterlauge zurück.
Die Trennung der Isomere kann auch schon nach der ersten Stufe durch Kristallisation oder Chromatographie erfolgen. In der zweiten Stufe wird dann das reine Isomer eingesetzt.
Die Umsetzung der ersten Stufe erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -200C bis 500C bei Normaldruck.
Borhydride sind beispielsweise Natriumborhydrid oder Lithiumborhydrid, bevorzugt ist Natriumborhydrid.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Halogenkohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid oder Trichlormethan, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol oder Isopropanol, oder Ether wie Dietylether, Dioxan oder Tetrahydrofuran, oder Gemische dieser Lösungsmittel, bevorzugt ist ein Gemisch aus Methanol und Methylenchlorid.
Die Umsetzung der zweiten Stufe erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -200C bis 500C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Halogenkohlenwasserstoffe wie Methylenchlorid oder Trichlormethan, bevorzugt ist Methylenchlorid.
In einem alternativen Verfahren können die Verbindungen der Formeln (üb) und (He) hergestellt werden, indem in der ersten Stufe Verbindungen der Formel
in welcher m, R2, R3, R8, R9, R10 und R1 ' die oben angegebene Bedeutung haben,
mit einem Borhydrid zu einem Gemisch der Verbindungen der Formeln
in welchen m, R2, R3, R8, R9, R10 und R11 die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt werden,
die Isomere (Xmb) und (XIUc) durch Kristallisation oder Chromatographie getrennt werden, und anschließend jedes Isomer einzeln in der zweiten Stufe mit Trifluoressigsäure und Triethylsilan und in der dritten Stufe mit Verbindungen der Formel
/— (?H2)n HO NH, (XIV),
in welcher n die oben angegebene Bedeutung hat,
umgesetzt werden.
Die Umsetzung der ersten Stufe erfolgt unter denselben Reaktionsbedingungen wie die Umsetzung der Verbindungen der Formel (Ha) zu Verbindungen der Formeln (XIb) und (XIc).
Die Umsetzung der zweiten Stufe erfolgt unter denselben Reaktionsbedingungen wie die Umsetzung der Verbindungen der Formeln (XIb) und (XIc) zu Verbindungen der Formern (üb) und (IIc).
Die Umsetzung der dritten Stufe erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln unter Zugabe eines Kupfer(I)-Salzes, einer Base und eines Diol-Liganden, bevorzugt in einem Temperaturbereich von 600C bis zum Rückfluss des Lösungsmittels bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Alkohole wie iso-Propanol oder n-Butanol.
Kupfer(I)-Salze sind beispielsweise Kupfer(I)-iodid, Kupfer(I)-bromid, Kupfer(I)-chlorid oder Kupfer(I)-acetat, bevorzugt ist Kupfer(I)-iodid oder Kupfer(I)-acetat.
Basen sind beispielsweise Kaliumphosphat oder Cäsiumcarbonat, bevorzugt ist Kaliumphosphat.
Diol-Liganden sind beispielsweise 1,2-Diole wie Ethylenglycol.
Die Verbindungen der Formel (XIV) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
Die Verbindungen der Formel (Xu) sind bekannt oder können hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel (VIII) mit Verbindungen der Formel
in welcher m, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben,
umgesetzt werden.
Die Umsetzung erfolgt unter denselben Reaktionsbedingungen wie die Umsetzung der Verbindungen der Formel (VIII) mit Verbindungen der Formel (DC).
Die Verbindungen der Formel (XV) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
In einem alternativen Verfahren können die Verbindungen der Formel (XII) hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel
in welcher R8, R9, R10 und R11 die oben angegebene Bedeutung haben,
mit Verbindungen der Formel
in welcher m, R2 und R3 die oben angegebene Bedeutung haben,
unter Mitsunobu-Reaktionsbedingungen umgesetzt werden.
Die Umsetzung erfolgt im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Tem- peraturbereich von -200C bis 400C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Tetrahydrofuran, Dioxan, Dimethylformamid und Dichlormethan, bevorzugt ist Tetrahydrofuran.
Die Verbindungen der Formeln (XVI) und (XVII) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
In einem alternativen Verfahren können die Verbindungen der Formel (üb) hergestellt werden, indem Verbindungen der Formel
in welcher R , 19 , D R20 , D R21 und R ,22 gemeinsam für eine Gruppe der Formel
worin R13 und R14 die oben angegebene Bedeutung haben, und
R23 für Methyl oder Ethyl steht,
in der ersten Stufe mit Verbindungen der Formel (XV) umgesetzt werden,
in der zweiten Stufe die Nitrogruppe reduziert wird und
in der dritten Stufe mit Verbindungen der Formel
in welcher R12 die oben angegebene Bedeutung hat, und
X für Halogen, bevorzugt Brom oder Chlor, oder Hydroxy steht,
umgesetzt werden.
Die Umsetzung der ersten Stufe erfolgt unter denselben Reaktionsbedingungen wie die Umsetzung der Verbindungen der Formel (VHT) mit Verbindungen der Formel (DC).
Die Reduktion der Nitrogruppe in der zweiten Stufe erfolgt im Allgemeinen mit einem Reduktionsmitteln in inerten Lösungsmitteln, bevorzugt in einem Temperaturbereich von Raumtem- peratur bis zum Rückfluss der Lösungsmittel bei Normaldruck bis 3 bar.
Reduktionsmittel sind beispielsweise Palladium auf Aktivkohle und Wasserstoff, Zinndichlorid oder Titantrichlorid, bevorzugt ist Palladium auf Aktivkohle und Wasserstoff oder Zinndichlorid.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Ether wie Diethylether, Methyl-terf.-butylether, 1,2- Dimethoxyethan, Dioxan, Tetrahydrofuran, Glykoldimethylether oder Diethylenglykoldi- methylether, Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol, iso-Propanol, n-Butanol oder tert.- Butanol, Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Xylol, Toluol, Hexan, Cyclohexan oder Erdölfraktionen, oder andere Lösungsmittel wie Dimethylformamid, Dimethylacetamid, Acetonitril oder Pyridin, als Lösungsmittel sind bevorzugt Methanol, Ethanol, iso-Propanol oder im Falle von Zinndichlorid in Dimethylformamid.
Falls in der dritten Stufe X für Halogen steht, erfolgt die Umsetzung im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, gegebenenfalls in Gegenwart einer Base, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -300C bis 500C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Tetrahydrofuran, Methylenchlorid, Pyridin, Dioxan oder Dimethylformamid, bevorzugt ist Pyridin oder Dimethylformamid.
Als inerte Lösungsmittel sind Tetrahydrofuran oder Methylenchlorid bevorzugt.
Basen sind beispielsweise Triethylamin, Diisopropylethylamin oder N-Methylmorpholin, bevor- zugt ist Diisopropylethylamin.
Falls in der dritten Stufe X für Hydroxy steht, erfolgt die Umsetzung im Allgemeinen in inerten Lösungsmitteln, in Gegenwart eines Dehydratisierungsreagenzes, gegebenenfalls in Gegenwart einer Base, bevorzugt in einem Temperaturbereich von -300C bis 500C bei Normaldruck.
Inerte Lösungsmittel sind beispielsweise Halogenkohlenwasserstoffe wie Dichlormethan oder Trichlormethan, Kohlenwasserstoff wie Benzol, Nitromethan, Dioxan, Dimethylformamid oder Acetonitril. Ebenso ist es möglich, Gemische der Lösemittel einzusetzen. Besonders bevorzugt ist Dichlormethan oder Dimethylformamid.
Als Dehydratisierungsreagenzien eignen sich hierbei beispielsweise Carbodiimide wie z.B. NN- Diethyl-, NN, -Dipropyl-, NN'-Diisopropyl-, NN'-Dicyclohexylcarbodiimid, N-(3-Dimethyl- aminoisopropyO-N'-ethylcarbodiimid-hydrochlorid (EDC), N-Cyclohexylcarbodiimid-N'-propyl- oxymethyl-Polystyrol (PS-Carbodiimid) oder Carbonylverbindungen wie Carbonyldiimidazol, oder 1,2-Oxazoliumverbindungen wie 2-Ethyl-5-phenyl-l,2-oxazolium-3-sulfat oder 2-tert-Butyl-5- methyl-isoxazolium-perchlorat, oder Acylaminoverbindungen wie 2-Ethoxy-l-ethoxycarbonyl-l,2- dihydrochinolin, oder Propanphosphonsäureanhydrid, oder Isobutylchloroformat, oder Bis-(2-oxo- 3-oxazolidinyl)-phosphorylchlorid oder Benzotriazolyloxy-tri(dimethylamino)phosphoniumhexa- fluorophosphat, oder O-(Benzotriazol- 1 -yl)-NNN',N'-tetra-methyluroiuum-hexafluorophosphat (HBTU), 2-(2-Oxo-l-(2H)-pyridyl)-l,l,3,3-tetramethyluroniumtetrafluoro-borat (TPTU) oder O-
(7-Azabenzotriazol-l-yl)-NNN',N'-tetramethyl-uroniumhexafluorophosphat (HATU), oder 1-Hy- droxybenzotriazol (HOBt), oder Benzotriazol-l-yloxytris(dimethylamino)-phosphoniumhexa- fluorophosphat (BOP), oder N-Hydroxysuccinimid, oder Mischungen aus diesen, mit Basen.
Basen sind beispielsweise Alkalicarbonate, wie z.B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, oder -hy- drogencarbonat, oder organische Basen wie Trialkylamine z.B. Triethylamin, N-Methylmoφholin, N-Methylpiperidin, 4-Dimethylaminopyridin oder Diisopropylethylamin.
Vorzugsweise wird die Kondensation mit HATU oder mit EDC in Gegenwart von HOBt durchgeführt.
Die Verbindungen der Formeln (XVIH) und (XDC) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
In einem alternativen Verfahren können die Verbindungen der Formel (IIc) hergestellt werden, wie im alternativen Verfahren für Verbindungen der Formel (üb) beschrieben. Ausgangsverbindungen sind Verbindungen der Formel
in welcher R19, R20, R21 und R22 gemeinsam für eine Gruppe der Formel
worin R und R die oben angegebene Bedeutung haben, und
R24 für Methyl oder Ethyl steht.
Die Verbindungen der Formel (XX) sind bekannt oder lassen sich nach bekannten Verfahren aus den entsprechenden Ausgangsverbindungen synthetisieren.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen kann durch die folgenden Synthesesche- mata veranschaulicht werden:
Schema 1
Schema 2
Die erfϊndungsgemäßen Verbindungen zeigen ein nicht vorhersehbares, wertvolles pharmakologisches Wirkspektrum.
Sie eignen sich daher zur Verwendung als Arzneimittel zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Krankheiten bei Menschen und Tieren.
Bei den erfϊndungsgemäßen Verbindungen handelt es sich um selektive Inhibitoren des Blutgerinnungsfaktors Xa, die insbesondere als Antikoagulantien wirken.
Darüber hinaus verfugen die erfindungsgemäßen Verbindungen über günstige physikochemische Eigenschaften, wie beispielsweise eine gute Löslichkeit in Wasser und physiologischen Medien, was für ihre therapeutische Anwendung von Vorteil ist.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, vorzugsweise von thromboembo- lischen Erkrankungen und/oder thromboembolischen Komplikationen.
Zu den „thromboembolischen Erkrankungen" im Sinne der vorliegenden Erfindung zählen insbesondere Erkrankungen wie Herzinfarkt mit ST-Segment-Erhöhung (STEMI) und ohne ST- Segment-Erhöhung (non-STEMI), stabile Angina Pectoris, instabile Angina Pectoris, Reokklusio- nen und Restenosen nach Koronarinterventionen wie Angioplastie oder aortokoronarem Bypass, periphere arterielle Verschlusskrankheiten, Lungenembolien, tiefe venöse Thrombosen und Nierenvenenthrombosen, transitorische ischämische Attacken sowie thrombotischer und thrombo- embolischer Hirnschlag.
Die Substanzen eignen sich daher auch zur Prävention und Behandlung von kardiogenen Thrombo- embolien, wie beispielsweise Hirn-Ischämien, Schlaganfall und systemischen Thromboembolien und Ischämien, bei Patienten mit akuten, intermittierenden oder persistierenden Herzarrhythmien, wie beispielsweise Vorhofflimmern, und solchen, die sich einer Kardioversion unterziehen, ferner bei Patienten mit Herzklappen-Erkrankungen oder mit künstlichen Herzklappen. Darüber hinaus sind die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung der disseminierten intravasalen Gerinnung (DIC) geeignet.
Thromboembolische Komplikationen treten ferner auf bei mikroangiopathischen hämolytischen Anämien, extrakorporalen Blutkreisläufen, wie Hämodialyse, sowie Herzklappenprothesen.
Außerdem kommen die erfindungsgemäßen Verbindungen auch für die Prophylaxe und/oder Behandlung von atherosklerotischen Gefäßerkrankungen und entzündlichen Erkrankungen wie rheumatische Erkrankungen des Bewegungsapparats in Betracht, darüber hinaus ebenso für die Prophylaxe und/oder Behandlung der Alzheimer'schen Erkrankung. Außerdem können die erfindungsgemäßen Verbindungen zur Inhibition des Tumorwachstums und der Metastasen- bildung, bei Mikroangiopathien, altersbedingter Makula-Degeneration, diabetischer Retinopathie, diabetischer Nephropathie und anderen mikrovaskulären Erkrankungen sowie zur Prävention und Behandlung thromboembolischer Komplikationen, wie beispielsweise venöser Thromboembolien, bei Tumorpatienten, insbesondere solchen, die sich größeren chirurgischen Eingriffen oder einer Chemo- oder Radiotherapie unterziehen, eingesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können darüber hinaus auch zur Verhinderung von Koagulation ex vivo eingesetzt werden, z.B. zur Konservierung von Blut- und Plasmaprodukten, zur Reinigung/Vorbehandlung von Kathetern und anderen medizinischen Hilfsmitteln und Geräten, zur Beschichtung künstlicher Oberflächen von in vivo oder ex vivo eingesetzten medizinischen Hilfsmitteln und Geräten oder bei biologischen Proben, die Faktor Xa enthalten.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Behandlung und/oder Prophylaxe von Erkrankungen, insbesondere der zuvor genannten Erkrankungen, unter Verwendung einer antikoagulatorisch wirksamen Menge der erfindungsgemäßen Verbindung.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Verhinderung der Blutkoagulation in vitro, insbesondere bei Blutkonserven oder biologischen Proben, die Faktor Xa enthalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass eine antikoagulatorisch wirksame Menge der erfin- dungsgemäßen Verbindung zugegeben wird.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel, enthaltend eine erfindungsgemäße Verbindung und einen oder mehrere weitere Wirkstoffe, insbesondere zur Behandlung und/oder Prophylaxe der zuvor genannten Erkrankungen. Als geeignete Kombinationswirkstoffe seien beispielhaft und vorzugsweise genannt:
• Lipidsenker, insbesondere HMG-CoA-(3-Hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A)-Reduktase- Inhibitoren;
• Koronartherapeutika/Vasodilatatoren, insbesondere ACE-(Angiotensin-Converting-Enzyme)- Inhibitoren; AÜ-( Angiotensin II)-Rezeptor-Antagonisten; ß-Adrenozeptor- Antagonisten; alpha- 1-Adrenozeptor- Antagonisten; Diuretika; Calciumkanal-Blocker; Substanzen, die eine Erhöhung von cyclischem Guanosinmonophosphat (cGMP) bewirken, wie beispielsweise Stimulatoren der löslichen Guanylatcyclase;
• Plasminogen-Aktivatoren (Thrombolytika/Fibrinolytika) und die Thrombolyse/Fibrinolyse steigernde Verbindungen wie Inhibitoren des Plasminogen-Aktivator-Inhibitors (P AI-Inhibitoren) oder Inhibitoren des Thrombin-aktivierten Fibrinolyse-Inhibitors (TAFI-Inhibitoren);
• antikoagulatorisch wirksame Substanzen (Antikoagulantien);
• plättchenaggregationshemmende Substanzen (Plättchenaggregationshemmer, Thrombozytenaggregationshemmer);
• Fibrinogen-Rezeptor-Antagonisten (Glycoprotein-IIb/πia-Antagonisten);
• sowie Antiarrhythmika.
Weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Arzneimittel, die mindestens eine erfϊn- dungsgemäße Verbindung, üblicherweise zusammen mit einem oder mehreren inerten, nichttoxischen, pharmazeutisch geeigneten Hilfsstoffen enthalten, sowie deren Verwendung zu den zuvor genannten Zwecken.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können systemisch und/oder lokal wirken. Zu diesem Zweck können sie auf geeignete Weise appliziert werden, wie z.B. oral, parenteral, pulmonal, nasal, sublingual, lingual, buccal, rectal, dermal, transdermal, conjunctivae otisch oder als Implantat bzw. Stent.
Für diese Applikationswege können die erfindungsgemäßen Verbindungen in geeigneten Applikationsformen verabreicht werden.
Für die orale Applikation eignen sich nach dem Stand der Technik funktionierende, die erfindungsgemäßen Verbindungen schnell und/oder modifiziert abgebende Applikationsformen, die die erfindungsgemäßen Verbindungen in kristalliner und/oder amorphisierter und/oder gelöster Form enthalten, wie z.B. Tabletten (nicht-überzogene oder überzogene Tabletten, beispielsweise mit magensaftresistenten oder sich verzögert auflösenden oder unlöslichen Überzügen, die die Freisetzung der erfindungsgemäßen Verbindung kontrollieren), in der Mundhöhle schnell zerfallende Tabletten oder Filme/Oblaten, Filme/Lyophylisate, Kapseln (beispielsweise Hart- oder Weichgelatinekapseln), Dragees, Granulate, Pellets, Pulver, Emulsionen, Suspensionen, Aerosole oder Lösungen.
Die parenterale Applikation kann unter Umgehung eines Resorptionsschrittes geschehen (z.B. intravenös, intraarteriell, intrakardial, intraspinal oder intralumbal) oder unter Einschaltung einer Resorption (z.B. intramuskulär, subcutan, intracutan, percutan oder intraperitoneal). Für die parenterale Applikation eignen sich als Applikationsformen u.a. Injektions- und Infusionszubereitungen in Form von Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, Lyophilisaten oder sterilen Pulvern.
Für die sonstigen Applikationswege eignen sich z.B. Inhalationsarzneiformen (u.a. Pulverinhalatoren, Nebulizer), Nasentropfen, -lösungen oder -sprays, lingual, sublingual oder buccal zu applizierende Tabletten, Filme/Oblaten oder Kapseln, Suppositorien, Ohren- oder Augenprä- parationen, Vaginalkapseln, wässrige Suspensionen (Lotionen, Schüttelmixturen), lipophile Sus- pensionen, Salben, Cremes, transdermale therapeutische Systeme (z.B. Pflaster), Milch, Pasten, Schäume, Streupuder, Implantate oder Stents.
Bevorzugt sind die orale oder parenterale Applikation, insbesondere die orale Applikation.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in die angeführten Applikationsformen überführt werden. Dies kann in an sich bekannter Weise durch Mischen mit inerten, nichttoxischen, pharma- zeutisch geeigneten Hilfsstoffen geschehen. Zu diesen Hilfsstoffen zählen u.a. Trägerstoffe (beispielsweise mikrokristalline Cellulose, Lactose, Mannitol), Lösungsmittel (z.B. flüssige PoIy- ethylenglycole), Emulgatoren und Dispergier- oder Netzmittel (beispielsweise Natriumdodecyl-
sulfat, Polyoxysorbitanoleat), Bindemittel (beispielsweise Polyvinylpyrrolidon), synthetische und natürliche Polymere (beispielsweise Albumin), Stabilisatoren (z.B. Antioxidantien wie beispielsweise Ascorbinsäure), Farbstoffe (z.B. anorganische Pigmente wie beispielsweise Eisenoxide) und Geschmacks- und/oder Geruchskorrigentien.
Im Allgemeinen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, bei parenteraler Applikation Mengen von etwa 0.001 bis 1 mg/kg, vorzugsweise etwa 0.01 bis 0.5 mg/kg Körpergewicht zur Erzielung wirksamer Ergebnisse zu verabreichen. Bei oraler Applikation beträgt die Dosierung etwa 0.01 bis 100 mg/kg, vorzugsweise etwa 0.01 bis 20 mg/kg und ganz besonders bevorzugt 0.1 bis 10 mg/kg Körpergewicht.
Trotzdem kann es gegebenenfalls erforderlich sein, von den genannten Mengen abzuweichen, und zwar in Abhängigkeit von Körpergewicht, Applikationsweg, individuellem Verhalten gegenüber dem Wirkstoff, Art der Zubereitung und Zeitpunkt bzw. Intervall, zu welchem die Applikation erfolgt. So kann es in einigen Fällen ausreichend sein, mit weniger als der vorgenannten Mindestmenge auszukommen, während in anderen Fällen die genannte obere Grenze überschritten werden muss. Im Falle der Applikation größerer Mengen kann es empfehlenswert sein, diese in mehreren Einzelgaben über den Tag zu verteilen.
Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele erläutern die Erfindung. Die Erfindung ist nicht auf die Beispiele beschränkt.
Die Prozentangaben in den folgenden Tests und Beispielen sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichtsprozente; Teile sind Gewichtsteile. Lösungsmittelverhältnisse, Verdünnungsverhältnisse und Konzentrationsangaben von flüssig/flüssig-Lösungen beziehen sich jeweils auf das Volumen.
A. Beispiele
Abkürzungen
DC Dünnschicht-Chromatographie
DCI direkte chemische Ionisation (bei MS)
DMF NN-Dimethylformamid
DMSO Dimethylsulfoxid d Tag(e) d. Th. der Theorie (bei Ausbeute) ee Enantiomerenüberschuss eq. Äquivalent(e)
ESI Elektrospray-Ionisation (bei MS) h Stunde(n)
HPLC Hochdruck-, Hochleistungsflüssigchromatographie
LC-MS Flüssigchromatographie-gekoppelte Massenspektroskopie min Minute(n)
MS Massenspektroskopie
NMR Kernresonanzspektroskopie
RP reverse phase (bei HPLC)
RT Raumtemperatur
Rt Retentionszeit (bei HPLC)
TBTU O-(Benzotriazol- 1 -yl)-NNN',N'-tetramethyluronium-tetrafluoroborat
THF Tetrahydrofuran
LC-MS- und HPLC-Methoden
Methode 1 : Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%- ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 2: Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: HP 1100 Series; UV DAD; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%- ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min
90% A → 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 3: Instrument: Micromass Quattro LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%- ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 208-400 nm.
Methode 4: Instrument: Micromass Platform LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Phenomenex Synergi 2μ Hydro-RP Mercury 20 mm x 4 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%- ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90% A → 2.5 min 30% A → 3.0 min 5% A → 4.5 min 5% A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 5: Instrument: Micromass Platform LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Thermo HyPURTTY Aquastar 3μ 50 mm x 2.1 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 100% A → 0.2 min 100% A → 2.9 min 30% A → 3.1 min 10% A → 5.5 min 10% A; Ofen: 500C; Fluss: 0.8 ml/min; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 6: Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: Waters Alliance 2795; Säule: Merck Chromolith SpeedROD RP-18e 50 mm x 4.6 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%-ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 10% B → 3.0 min 95% B → 4.0 min 95% B; Ofen: 35°C; Fluss: 0.0 min 1.0 ml/min -> 3.0 min 3.0 ml/min — > 4.0 min 3.0 ml/min; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 7: Gerätetyp MS: Micromass ZQ; Gerätetyp HPLC: HP 1100 Series; UV DAD; Säule: Phenomenex Gemini 3μ 30 mm x 3.00 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90%A — » 2.5 min 30%A → 3.0 min 5%A → 4.5 min 5%A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min. 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 8: Instrument: Micromass Quattro LCZ mit HPLC Agilent Serie 1100; Säule: Phenomenex Gemini 3μ 30 mm x 3.00 mm; Eluent A: 1 1 Wasser + 0.5 ml 50%ige Ameisensäure, Eluent B: 1 1 Acetonitril + 0.5 ml 50%ige Ameisensäure; Gradient: 0.0 min 90%A -> 2.5 min 30%A -» 3.0 min 5%A -» 4.5 min 5%A; Fluss: 0.0 min 1 ml/min, 2.5 min/3.0 min/4.5 min 2 ml/min; Ofen: 500C; UV-Detektion: 208- 400 nm.
Methode 9: Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml Perchlorsäure (70%-ig) / 1 Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B → 9 min 0% B → 9.2 min 2% B → 10 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 300C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 10: Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml Perchlorsäure (70%-ig) / 1 Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B → 15 min 90% B → 15.2 min 2% B → 16 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 300C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 11 : Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil 100 RP-18, 60 mm x 2.1 mm, 3.5 μm; Eluent A: 5 ml Perchlorsäure (70%-ig) / 1 Wasser, Eluent B: Acetonitril; Gradient: 0 min 2% B → 0.5 min 2% B → 4.5 min 90% B → 6.5 min 90% B → 6.7 min 2% B → 7.5 min 2% B; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 3O0C; UV-Detektion: 210 nm.
Methode 12: Instrument: HP 1100 mit DAD-Detektion; Säule: Kromasil C18 60*2; Eluent A: 0.01 M Phosphorsäure, Eluent B: Acetonitril, Gradient: 0 min 90% A → 0.5 min 90% A, → 4.5 min 10% A, → 6.5 min 10% A; Fluss: 0.75 ml/min; Säulentemperatur: 300C; UV-Detektion: 210 nm.
Ausgangsverbindungen
Beispiel IA
5-Chlor-N-( 1 ,3-dioxo- 1 ,3-dihydrofuro[3,4-c]pyridin-4-yl)thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 2-Chlorpyridin-3,4-dicarbonsäure [F. Mongin, F. Trecourt, G. Queguiner, Tetrahedron Lett. 1999, 40, 5483-5486] durch i) Veresterung der beiden Carbonsäuregruppen, ii) Substitution des Chlorpyridins zum Aminopyridin, iii) Acylierung der Aminofunktion mit 5-Chlorthiophen-2-carbonsäure oder 5-Chlorthiophen-2-carbonsäurechlorid, iv) Verseifung der beiden Esterfunktionen und v) Anhydridbildung.
Beispiel 2A
5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l,3-dioxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 1 -(3-Iodphenyl)methanamin und 5-Chlor-N-(l,3-dioxo- l,3-dihydrofuro[3,4-c]pvridin-4-yl)thiophen-2-carboxamid (Beispiel IA), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 3A
4-(Brommethyl)-2-nitronicotinsäureethylester
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 4-Methyl-2-nitronicotinsäureethylester [Y. Morisawa et al, J. Med. Chem. 1978, 21, 194-199] durch benzylische Bromierung der Methylgruppe.
Beispiel 4A
5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-3-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 4-(Brommethyl)-2- nitronicotinsäureethylester (Beispiel 3A), wie beschrieben in Schema 4,
oder aus 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l ,3-dioxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thio- phen-2-carboxamid (Beispiel 2A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 5A
3-(Brommethyl)-2-nitroisonicotinsäureethylester
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 3-Methyl-2-nitroisonicotinsäureethylester [Y. Morisawa et al., J. Med. Chem. 1978, 21, 194-199] durch benzylische Bromierung der Methylgruppe.
Beispiel 6A
5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 3-(Brommethyl)-2- nitroisonicotinsäureethylester (Beispiel 5A), wie beschrieben in Schema 4,
oder aus 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l ,3-dioxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thio- phen-2 -carboxamid (Beispiel 2A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 7A
5-Chlor-N-(l,3-dioxo-l,3-dihydrofuro[3,4-c]pyridin-7-yl)thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 5-Aminopyridin-3,4-dicarbonsäure [LJ. Reed, W. Shive, J. Am. Chem. Soc. 1946, 68, 2740-2741; B. van der Wal et al, Red. Trav. Chim. Pays-Bas 1961, 80, 203-216; S.M. Gadekar et al., J. Med. Pharm. Chem. 1962, 5, 531-538] durch i) Veresterung der beiden Carbonsäuregruppen, ii) Acylierung der Aminofunktion mit 5-Chlorthiophen-2- carbonsäure oder 5-Chlorthiophen-2-carbonsäurechlorid, iii) Verseifung der beiden Esterfunktionen und iv) Anhydridbildung.
Beispiel 8A
5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)- 1 ,3-dioxo-2,3-dihydro- lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 5-Chlor-N-(l,3-dioxo- l,3-dihydrofuro[3,4-c]pyridin-7-yl)thiophen-2-carboxamid (Beispiel 7A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 9A
3-(Brommethyl)-5-nitroisonicotinsäureethylester
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 3-Methyl-5-nitroisonicotinsäureethylester [M.A. Yurovskaya, O.D. Mit'kin, Chem. Heterocycl. Compd. 1997, 33, 1299-1300] durch benzylische Bromierung der Methylgruppe.
Beispiel IQA
5-Chlor-N-[2-(3-iodben2yl)-l-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrτolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 3-(Brommethyl)-5- nitroisonicotinsäureethylester (Beispiel 9A), wie beschrieben in Schema 4,
oder aus 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l,3-dioxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thio- phen-2-carboxamid (Beispiel 8A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel IIA
4-(Brommethyl)-5-nitronicotinsäureethylester
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 4-Methyl-5-nitronicotinsäure [L.V. Dyadyuchenko, V.D. Strelkov, S.N. Mikhailichenko, V.N. Zaplishny, Chem. Heterocycl. Compd. 2004, 40, 308-314] durch i) Veresterung der Carbonsäurefunktion und ii) benzylische Bromierung der Methylgruppe.
Beispiel 12 A
5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-3-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 4-(Brommethyl)-5-
nitronicotinsäureethylester (Beispiel I IA), wie beschrieben in Schema 4, oder aus 5-Chlor-N-[2- (3-iodbenzyl)-l,3-dioxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 8A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 13A
5-Chlor-N-(5,7-dioxo-5,7-dihydrofuro[3,4-b]pyridin-4-yl)thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 4-Aminopyridin-2,3-dicarbonsäure [F. Ηirayama, K. Konno, Η. Shirahama, T. Matsumoto, Phytochemistry 1989, 28, 1133-1136] durch i) Veresterung der beiden Carbonsäuregruppen, ii) Acylierung der Aminofunktion mit 5-Chlorthiophen-2- carbonsäure oder S-Chlorthiophen^-carbonsäurechlorid, üi) Verseilung der beiden Esterfunktionen und iv) Anhydridbildung.
Beispiel 14A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-b]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 1 -(3-Iodphenyl)methanamin und 5-Chlor-N-(5,7-dioxo- 5,7-dihydrofuro[3,4-b]pyridin-4-yl)thiophen-2-carboxamid (Beispiel 13A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 15A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-5-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-b]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H- pyrrolo[3,4-b]pyridin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 14A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 16A
3-(Brommethyl)-4-nitropyridin-2-carbonsäureethylester
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 3-Methyl-4-nitropyridin-2-carbonsäure [Matsumura et al., Bull. Chem. Soc. Jpn. 1970, 43, 3210-3213] durch i) Veresterung der Carbonsäurefunktion und ii) benzylische Bromierung der Methylgruppe.
Beispiel 17A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-7-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-b]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 3-(Brommethyl)-4- nitropyridin-2-carbonsäureethylester (Beispiel 16A), wie beschrieben in Schema 4, oder aus 5- Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-b]pyridin-4-yl]thiophen-2- carboxamid (Beispiel 14A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 18A
5-Chlor-N-(2-methyl-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl)thiophen-2- carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 4-Amino-2-methyl-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-5,7(6H)- dion [M. Augustin, P. Jeschke, Z. Chem. 1987, 27, 404-405] durch Acylierung der Aminofunktion mit 5-Chlorthiophen-2-carbonsäure oder 5-Chlorthiophen-2-carbonsäurechlorid.
Beispiel 19A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4- yl]thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus (3-Iodphenyl)methanol und 5-Chlor-N-(2-methyl-5,7- dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl)thiophen-2 -carboxamid (Beispiel 18A).
Beispiel 2OA
5-Crdor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-5-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4- yl]thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-5,7-dioxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 19A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 21A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-7-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4- yl]thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-5,7-dioxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 19A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 22A
5-Chlor-N-(4-methyl-5 ,7-dioxo-5 ,7-dihydrofuro [3 ,4-d]pyridazin- 1 -yl)thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 3-Chlor-6-methylpyridazin-4,5-dicarbonsäurediethylester [V.D. Piaz, M.P. Giovannoni, G. Ciciani, Tetrahedron Lett. 1993, 34, 3903-3906] durch i) Substitution des Chlorpyridazins zum Aminopyridazin, ii) Acylierung der Aminofunktion mit 5- Chlorthiophen-2-carbonsäure oder 5-Chlorthiophen-2-carbonsäurechlorid, iii) Verseifung der beiden Esterfunktionen und iv) Anhydridbildung.
Beispiel 23A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-5,7-dioxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l- yl]thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus l-(3-Iodphenyl)methanamin und 5-Chlor-N-(4-methyl- 5,7-dioxo-5,7-dihydrofuro[3,4-d]pyridazin-l-yl)thiophen-2-carboxamid (Beispiel 22A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 24A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-7-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l- yl]thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-5,7-dioxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 23A), wie beschrieben in Schema 3.
Beispiel 25A
5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-5-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l- yl]thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird dargestellt aus 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-5,7-dioxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 23A), wie beschrieben in Schema 3.
Ausführungsbeispiele
Allgemeine Methode 1 zur Umsetzung von Iodarylverbindungen zu cvclischen Iminocarbamaten (Verfahren B):
Eine Suspension aus Kupfer(I)iodid (0.1 eq.) und Kaliumphosphat (4 eq.) in Isopropanol (10 ml/mmol) wird unter Argon bei RT mit 1 ,2-Ethandiol (4 eq.), der entsprechenden Iodarylverbindung (1 eq.) und 2-Aminoethanol (6 eq.) versetzt. Das Reaktionsgemisch wird bei 800C gerührt, nach Abkühlen auf RT filtriert und der Rückstand mit Isopropanol gewaschen. Die vereinigten Filtrate werden im Vakuum eingeengt. Die Titelverbindung wird mittels Flash- Chromatographie (Kieselgel, Dichlormethan/Methanol-Gradient) oder präparativer RP-HPLC (Kromasil 100 C 18, Acetonitril/Wasser-Gradient) isoliert.
Eine Lösung aus der entsprechenden Hydroxy-Verbindung in Tetrahydrofuran (10 ml/mmol) wird bei RT mit Imidazol (2 eq.) und tert.-Butyldimethylsilylchlorid (1.2 eq.) versetzt und bei RT gerührt. Nach Zugabe von Wasser/Dichlormethan und Phasentrennung wird die wässrige Phase mehrmals mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten, organischen Phasen werden mit Wasser und mit gesättigter, wässriger Natriumchlorid-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Die Titelverbindung wird mittels Flash-Chromatographie (Kieselgel, Dichlormethan/Methanol-Gradient) oder präparativer RP-HPLC (Kromasil 100 C 18, Acetonitril/Wasser-Gradient) isoliert.
Eine Lösung der tert.-Butyldimethylsilyloxy- Verbindung in Tetrahydrofuran (10 ml/mmol) wird unter Argon bei RT mit Natriumhydrogencarbonat (3 eq.) und Bromcyan-Lösung (3 M in Dichlormethan, 1.2 eq.) versetzt und bei 400C gerührt. Nach Zugabe von Wasser/Dichlormethan und Phasentrennung wird die wässrige Phase mit Dichlormethan extrahiert. Die vereinigten, organischen Phasen werden mit gesättigter, wässriger Natriumhydrogencarbonat-Lösung und mit gesättigter, wässriger Natriumchlorid-Lösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Die Titelverbindung wird mittels Flash-Chromatographie (Kieselgel, Dichlormethan/Methanol-Gradient) oder präparativer RP-HPLC (Kromasil 100 C 18, Acetonitril/Wasser-Gradient) isoliert.
Eine Lösung der Cyano-Verbindung in Acetonitril (10 mmol/ml) wird bei RT mit Methansulfonsäure (2.1 eq.) versetzt und bei RT gerührt. Die Titelverbindung wird mittels Flash- Chromatographie (Kieselgel, Dichlormethan/Methanol-Gradient) oder präparativer RP-HPLC (Kromasil 100 C18, Acetonitril/Wasser-Gradient) isoliert.
Beispiel 1
5-Chlor-N-{2-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-3-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4- c]pyridin-4-yl}thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-3-oxo-2,3-dihydro- lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 4A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 2
5-Chlor-N-{2-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-l-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4- c]pyridin-4-yl}thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l-oxo-2,3-dihydro- lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 6A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 3
5-Chlor-N-{2-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-l-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4- c]pyridin-7-yl } thiophen-2-carboxamid
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-l-oxo-2,3-dihydro- lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 1OA) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 4
5-Chlor-N-{2-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-3-oxo-2,3-dihydro-lH-pyrrolo[3,4- c]pyridin-7-yl } thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[2-(3-iodbenzyl)-3-oxo-2,3-dihydro- lH-pyrrolo[3,4-c]pyridin-7-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 12A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 5
5-Chlor-N-{6-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-5-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4- b]pyridin-4-yl}thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-5-oxo-6,7-dihydro- 5H-pyrrolo[3,4-b]pyridin-4-yl]triiophen-2-carboxamid (Beispiel 15A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 6
5-Chlor-N-{6-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-7-oxo-6,7-dihydro-5H-pyrrolo[3,4- b]pyridin-4-yl } thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-7-oxo-6,7-dihydro- 5H-pyrrolo[3,4-b]pvridin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 17A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 7
S-Chlor-N-lό-tS-Cl-imino-l^-oxazolidin-S-yObenzylJ^-methyl-S-oxo-ό^-dihydro-SH- pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl}thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-5-oxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 20A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 8
5-Chlor-N-{6-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-2-methyl-7-oxo-6,7-dihydro-5H- pyrrolo[3 ,4-d]pyrimidin-4-yl} thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-2-methyl-7-oxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyrimidin-4-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 21A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 9
5-Chlor-N-{6-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-4-methyl-7-oxo-6,7-dihydro-5H- pyrrolo [3 ,4-d]pyridazin- 1 -yl } thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-7-oxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 24A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
Beispiel 10
5-Chlor-N-{6-[3-(2-imino-l,3-oxazolidin-3-yl)benzyl]-4-methyl-5-oxo-6,7-dihydro-5H- pyrrolo[3 ,4-d]pyridazin- 1 -yl } thiophen-2-carboxamid-Methansulfonat
Die Titelverbindung wird durch Umsetzung von 5-Chlor-N-[6-(3-iodbenzyl)-4-methyl-5-oxo-6,7- dihydro-5H-pyrrolo[3,4-d]pyridazin-l-yl]thiophen-2-carboxamid (Beispiel 25A) nach der Allgemeinen Methode 1 dargestellt.
B. Bewertung der pharmakologischen Wirksamkeit
Die erfindungsgemäßen Verbindungen wirken insbesondere als selektive Inhibitoren des Blutgerinnungsfaktors Xa und hemmen nicht oder erst bei deutlich höheren Konzentrationen auch andere Serinproteasen wie Plasmin oder Trypsin.
Als „selektiv" werden solche Inhibitoren des Blutgerinnungsfaktors Xa bezeichnet, bei denen die IC50-Werte für die Faktor Xa-Inhibierung gegenüber den IC5O- Werten für die Inhibierung anderer Serinproteasen, insbesondere Plasmin und Trypsin, um mindestens das 100-fache kleiner sind, wobei bezüglich der Testmethoden für die Selektivität Bezug genommen wird auf die im folgenden beschriebenen Testmethoden der Beispiele B.a.l) und B.a.2).
Die vorteilhaften pharmakologischen Eigenschaften der erfindungsgemäßen Verbindungen können durch folgende Methoden festgestellt werden:
a) Testbeschreibungen (in vitro)
a.1) Messung der Faktor Xa-Hemmung:
Die enzymatische Aktivität von humanem Faktor Xa (FXa) wird über die Umsetzung eines für den FXa-spezifischen chromogenen Substrats gemessen. Dabei spaltet der Faktor Xa aus dem chromo- genen Substrat p-Nitroanilin ab. Die Bestimmungen werden wie folgt in Mikrotiterplatten durchgeführt:
Die Prüfsubstanzen werden in unterschiedlichen Konzentrationen in DMSO gelöst und für 10 Minuten mit humanem FXa (0.5 nmol/1 gelöst in 50 mmol/1 Tris-Puffer [C,C,C-Tris(hydroxy- methyl)aminomethan], 150 mmol/1 NaCl, 0.1% BSA [bovine serum albumine], pH = 8.3) bei 25°C inkubiert. Als Kontrolle dient reines DMSO. Anschließend wird das chromogene Substrat (150 μmol/1 Pefachrome® FXa der Firma Pentapharm) hinzugefügt. Nach 20 Minuten Inkubationsdauer bei 25°C wird die Extinktion bei 405 nm bestimmt. Die Extinktionen der Testansätze mit Prüfsubstanz werden mit den Kontrollansätzen ohne Prüfsubstanz verglichen und daraus die IC50- Werte berechnet.
a.2) Bestimmung der Selektivität:
Zum Nachweis der selektiven FXa-Inhibition werden die Prüfsubstanzen auf ihre Hemmung anderer humaner Serinproteasen wie Trypsin und Plasmin hin untersucht. Zur Bestimmung der enzymatischen Aktivität von Trypsin (500 mU/ml) und Plasmin (3.2 nmol/1) werden diese Enzyme in Tris-Puffer (100 mmol/1, 20 mmol/1 CaCl2, pH = 8.0) gelöst und für 10 Minuten mit Prüfsubstanz oder Lösungsmittel inkubiert. Anschließend wird durch Zugabe der entsprechenden spezifi-
schen chromogenen Substrate (Chromozym Trypsin® und Chromozym Plasmin®; Fa. Roche Dia- gnostics) die enzymatische Reaktion gestartet und die Extinktion nach 20 Minuten bei 405 nm bestimmt. Alle Bestimmungen werden bei 37°C durchgeführt. Die Extinktionen der Testansätze mit Prüfsubstanz werden mit den Kontrollproben ohne Prüfsubstanz verglichen und daraus die IC5O- Werte berechnet.
a.3) Bestimmung der antikoagulatorischen Wirkung:
Die antikoagulatorische Wirkung der Prüfsubstanzen wird in vitro in Human- und Kaninchenplasma bestimmt. Dazu wird Blut unter Verwendung einer 0.11 molaren Natriumcitrat-Lösung als Vorlage in einem Mischungsverhältnis Natriumcitrat/Blut 1:9 abgenommen. Das Blut wird unmit- telbar nach der Abnahme gut gemischt und 10 Minuten bei ca. 2500 g zentrifugiert. Der Überstand wird abpipettiert. Die Prothrombinzeit (PT, Synonyme: Thromboplastinzeit, Quick-Test) wird in Gegenwart variierender Konzentrationen an Prüfsubstanz oder dem entsprechenden Lösungsmittel mit einem handelsüblichen Testkit (Hemoliance® RecombiPlastin, Fa. Instrumentation Laboratory) bestimmt. Die Testverbindungen werden 3 Minuten bei 37°C mit dem Plasma inkubiert. An- schließend wird durch Zugabe von Thromboplastin die Gerinnung ausgelöst und der Zeitpunkt des Gerinnungseintritts bestimmt. Es wird die Konzentration an Prüfsubstanz ermittelt, die eine Verdoppelung der Prothrombinzeit bewirkt.
b) Bestimmung der antithrombotischen Wirkung (in vivo)
b. I) Arteriovenöses Shunt-Modell (Kaninchen):
Nüchterne Kaninchen (Stamm: Esd: NZW) werden durch intramuskuläre Gabe einer Rompun/ Ketavet-Lösung narkotisiert (5 mg/kg bzw. 40 mg/kg). Die Thrombusbildung wird in einem arteriovenösen Shunt in Anlehnung an die von CN. Berry et al. {Semin. Thromb. Hemost. 1996, 22, 233-241] beschriebene Methode ausgelöst. Dazu werden die linke Vena jugularis und die rechte Arteria carotis freipräpariert. Ein extracorporaler Shunt wird mittels eines 10 cm langen Venenkatheders zwischen den beiden Gefäßen gelegt. Dieser Katheder ist in der Mitte in einen weiteren, 4 cm langen Polyethylenschlauch (PE 160, Becton Dickenson), der zur Erzeugung einer thrombogenen Oberfläche einen aufgerauhten und zu einer Schlinge gelegten Nylonfaden enthält, eingebunden. Der extrakorporale Kreislauf wird 15 Minuten lang aufrechterhalten. Dann wird der Shunt entfernt und der Nylonfaden mit dem Thrombus sofort gewogen. Das Leergewicht des Nylonfadens ist vor Versuchsbeginn ermittelt worden. Die Prüfsubstanzen werden vor Anlegung des extrakorporalen Kreislaufs entweder intravenös über eine Ohrvene oder oral mittels Schlundsonde verabreicht.
c) Löslichkeitsassav
Benötigte Reagenzien:
• PBS-Puffer pH 7.4: 90.00 g NaCl p.a. (z.B. Merck Art. Nr. 1.06404.1000), 13.61 g KH2PO4 p.a. (z.B. Merck Art. Nr. 1.04873.1000) und 83.35 g IN NaOH (z.B. Bernd Kraft GmbH Art. Nr. 01030.4000) in einen 1 1 Messkolben einwiegen, mit Wasser auffüllen und ca. 1 Stunde rühren.
• Acetatpuffer pH 4.6: 5.4 g Natriumacetat x 3 H2O p.a. (z.B. Merck Art. Nr. 1.06267.0500) in einen 100 ml Messkolben einwiegen, in 50 ml Wasser lösen, mit 2.4 g Eisessig versetzen, auf 100 ml mit Wasser auffüllen, pH- Wert überprüfen und falls notwendig auf pH 4.6 einstellen.
• Dimethylsulfoxid (z.B. Baker Art. Nr. 7157.2500)
• destilliertes Wasser
Herstellung der Kalibrierlösungen:
Herstellung der Ausgangslösung för Kalibrierlösungen (Stammlösung): In ein 2 ml Eppendorf- Safe-Lock Tube (Eppendorf Art. Nr. 0030 120.094) werden ca. 0.5 mg des Wirkstoffes genau eingewogen, zu einer Konzentration von 600 μg/ml mit DMSO versetzt (z.B. 0.5 mg Wirkstoff + 833 μl DMSO) und bis zur vollständigen Lösung mittels eines Vortexers geschüttelt.
Kalibrierlösung 1 (20 μg/ml): 34.4 μl der Stammlösung werden mit 1000 μl DMSO versetzt und homogenisiert.
Kalibrierlösung 2 (2.5 μg/ml): 100 μl der Kalibrierlösung 1 werden mit 700 μl DMSO versetzt und homogenisiert.
Herstellung der Probenlösungen:
Probenlösung för Löslichkeit bis 10 g/l in PBS-Puffer pH 7.4: In ein 2 ml Eppendorf-Safe-Lock Tube (Eppendorf Art. Nr. 0030 120.094) werden ca. 5 mg des Wirkstoffes genau eingewogen und zu einer Konzentration von 5 g/l mit PBS-Puffer pH 7.4 versetzt (z.B. 5 mg Wirkstoff + 500 μl PBS-Puffer pH 7.4).
Probenlösung för Löslichkeit bis 10 g/l in Acetatpuffer pH 4.6: In ein 2 ml Eppendorf-Safe-Lock Tube (Eppendorf Art. Nr. 0030 120.094) werden ca. 5 mg des Wirkstoffes genau eingewogen und zu einer Konzentration von 5 g/l mit Acetatpuffer pH 4.6 versetzt (z.B. 5 mg Wirkstoff + 500 μl Acetatpuffer pH 4.6).
Probenlösung fiir Löslichkeit bis 10 g/l in Wasser: In ein 2 ml Eppendorf-Safe-Lock Tube (Eppendorf Art. Nr. 0030 120.094) werden ca. 5 mg des Wirkstoffes genau eingewogen und zu einer Konzentration von 5 g/l mit Wasser versetzt (z.B. 5 mg Wirkstoff + 500 μl Wasser).
Durchführung:
Die so hergestellten Probenlösungen werden 24 Stunden bei 1400 rpm mittels eines temperierbaren Schüttlers (z.B. Eppendorf Thermomixer comfort Art. Nr. 5355 000.011 mit Wechselblock Art. Nr. 5362.000.019) bei 200C geschüttelt. Von diesen Lösungen werden jeweils 180 μl abgenommen und in Beckman Polyallomer Centrifuge Tubes (Art. Nr. 343621) überführt. Diese Lösungen werden 1 Stunde mit ca. 223.000 *g zentrifugiert (z.B. Beckman Optima L-90K Ultracentrifuge mit Type 42.2 Ti Rotor bei 42.000 rpm). Von jeder Probenlösung werden 100 μl des Überstandes abgenommen und 1:5, 1 :100 und 1:1000 mit dem jeweils verwendeten Lösungsmittel (Wasser, PBS-Puffer 7.4 oder Acetatpuffer pH 4.6) verdünnt. Es wird von jeder Verdünnung eine Abfüllung in ein geeignetes Gefäß für die HPLC-Analytik vorgenommen.
Analytik:
Die Proben werden mittels RP-HPLC analysiert. Quantifiziert wird über eine Zwei-Punkt- Kalibrationskurve der Testverbindung in DMSO. Die Löslichkeit wird in mg/1 ausgedrückt.
Analysensequenz:
1. Kallibrierlösung 2.5 mg/ml
2. Kallibrierlösung 20 μg/ml
3. Probenlösung 1:5
4. Probenlösung 1:100
5. Probenlösung 1:1000
HPLC-Methode für Säuren:
Agilent 1100 mit DAD (G1315A), quat. Pumpe (G1311A), Autosampier CTC HTS PAL, Degaser (G1322A) and Säulenthermostat (G1316A); Säule: Phenomenex Gemini C18, 50 x 2 mm, 5 μ; Temperatur: 400C; Eluent A: Wasser/Phosphorsäure pH 2; Eluent B: Acetonitril; Flussrate: 0.7 ml/min; Gradient: 0-0.5 min 85% A, 15% B; Rampe: 0.5-3 min 10% A, 90% B; 3-3.5 min 10% A, 90% B; Rampe: 3.5-4 min 85% A, 15% B; 4-5 min 85% A, 15% B.
HPLC-Methode für Basen:
Agilent 1100 mit DAD (Gl 315A), quat. Pumpe (G1311A), Autosampier CTC HTS PAL, Degaser (G1322A) and Säulenthermostat (G1316A); Säule: VDSoptilab Kromasil 100 C18, 60 x 2.1 mm, 3.5 μ; Temperatur: 300C; Eluent A: Wasser + 5 ml Perchlorsäure/l; Eluent B: Acetonitril; Flussrate: 0.75 ml/min; Gradient: 0-0.5 min 98% A, 2% B; Rampe: 0.5-4.5 min 10% A, 90% B; 4.5-6 min 10% A, 90% B; Rampe: 6.5-6.7 min 98% A, 2% B; 6.7-7.5 min 98% A, 2% B.
C. Ausführungsbeispiele für pharmazeutische Zusammensetzungen
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können folgendermaßen in pharmazeutische Zubereitungen überführt werden:
Tablette:
Zusammensetzung:
100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung, 50 mg Lactose (Monohydrat), 50 mg Maisstärke (nativ), 10 mg Polyvinylpyrrolidon (PVP 25) (Fa. BASF, Ludwigshafen, Deutschland) und 2 mg Magnesiumstearat.
Tablettengewicht 212 mg. Durchmesser 8 mm, Wölbungsradius 12 mm.
Herstellung:
Die Mischung aus erfϊndungsgemäßer Verbindung, Lactose und Stärke wird mit einer 5%-igen Lösung (m/m) des PVPs in Wasser granuliert. Das Granulat wird nach dem Trocknen mit dem Magnesiumstearat 5 Minuten gemischt. Diese Mischung wird mit einer üblichen Tablettenpresse verpresst (Format der Tablette siehe oben). Als Richtwert für die Verpressung wird eine Presskraft von 15 kN verwendet.
Oral applizierbare Suspension:
Zusammensetzung:
1000 mg der erfindungsgemäßen Verbindung, 1000 mg Ethanol (96%), 400 mg Rhodigel® (Xanthan gum der Firma FMC, Pennsylvania, USA) und 99 g Wasser.
Einer Einzeldosis von 100 mg der erfindungsgemäßen Verbindung entsprechen 10 ml orale Suspension.
Herstellung:
Das Rhodigel wird in Ethanol suspendiert, die erfindungsgemäße Verbindung wird der Suspension zugefügt. Unter Rühren erfolgt die Zugabe des Wassers. Bis zum Abschluß der Quellung des Rhodigels wird ca. 6 h gerührt.
Oral applizierbare Lösung:
Zusammensetzung:
500 mg der erfindungsgemäßen Verbindung, 2.5 g Polysorbat und 97 g Polyethylenglycol 400. Einer Einzeldosis von 100 mg der erfϊndungsgemäßen Verbindung entsprechen 20 g orale Lösung.
Herstellung:
Die erfindungsgemäße Verbindung wird in der Mischung aus Polyethylenglycol und Polysorbat unter Rühren suspendiert. Der Rührvorgang wird bis zur vollständigen Auflösung der erfindungsgemäßen Verbindung fortgesetzt.
i.v.-Lösung:
Die erfindungsgemäße Verbindung wird in einer Konzentration unterhalb der Sättigungslöslichkeit in einem physiologisch verträglichen Lösungsmittel (z.B. isotonische Kochsalzlösung, Glucose- lösung 5% und/oder PEG 400-Lösung 30%) gelöst. Die Lösung wird steril filtriert und in sterile und pyrogenfreie Injektionsbehältnisse abgefüllt.