Antenneneinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Antenneneinrichtung, insbesondere eine antennenarrayförmige Antenneneinrichtung mit mehreren, zumindest in einer Anbaurichtung versetzt zueinander liegenden Strahlen, nach dem Oberbegriff des An- Spruches 1.
Antenneneinrichtungen insbesondere für stationäre Mobil- funktstationen sind hinlänglich bekannt.
Sie umfassen in der Regel eine Antenneneinrichtung, die üblicherweise antennenarrayförmig gestaltet ist, und dazu mehrere, beispielsweise in Vertikalrichtung versetzt zueinander liegende Strahler umfasst, die vor einer Reflektorfläche angeordnet sind. Der gesamte Reflektor muss nicht zwingend senkrecht angeordnet sein, sondern kann in einem bestimmten Winkel zur Vertikalen ausgerichtet sein. Die gesamte Anordnung ist dann in einem Gehäuse untergebracht, das als Radom bezeichnet wird, welcher für elektromagnetische Strahlen als "durchsichtig" oder "quasi durchsichtig" erscheint.
Derartige Antenneneinrichtungen werden üblicherweise - wie dies beispielsweise aus der EP 1 601 046 Al bekannt ist - mittels zumindest zweier, in Längsrichtung der Antenneneinrichtung versetzt liegender Montageplatten oder Monta- geansätzen an Masten, Mauern, etc. verankert und montiert. Die in Rede stehenden Montageansätze sind üblicherweise mit dem Gehäuse/Radom fest verbunden oder weisen auch eine feste durchgehende Verbindung mit der inneren Tragstruktur der Antenneneinrichtung, beispielsweise in Form des Re- flektors auf. Dies ist bei derartigen Antennen oft auch deshalb problemlos möglich, da die temperaturbedingten Längenausdehnungen bezüglich des verwendeten Kunststoff- materials für das Radom und der Metallteile in einer ähnlichen Größenanordnung liegen, hier also keine prinzipiel- len Probleme auftreten.
Ferner ist beispielsweise aus der DE 10 2005 018 052 Al ein Verfahren und eine Herstellung einer Antennenkappe für U-Boote, also einem ganz speziellen Anwendungsfall, zu entnehmen.
Derartige eingangs genannte MobiIfunkanlagen erlauben es mobilen Teilnehmenern nicht nur die mobilen Telefongespräche abzuwickeln, sondern erlauben es zudem den Nutzern auch unterwegs zu surfen, beispielsweise mittels GPRS, UMTS über WLAN-Hotspots und dergleichen.
Daneben kommt auch der sogenannten WiMAX-Technologie größere Bedeutung zu (Worldwide Interoperability for Microwa- ve Access) . Unter dieser Technik lassen sich zwei Hauptanwendungsfälle integrieren. In einem Hauptanwendungsfall handelt es sich um eine stationäre Funk-Alternative gegenüber dem Festnetz-DSL, also einem quasi drahtlosen (wire-
less) DSL. Bei einem anderen Hauptanwendungsfall lässt sich diese Technik als Weitbereichs-LAN beschreiben, also eine Art WLAN (Wireless Metropolitan Access) .
Der wesentliche Vorteil, insbesondere im letztgenannten Fall ist, dass das Einzugsgebiet, also das Abdeckgebiet oder allgemein der sogenannte Hotspot einer derartigen Wireless-Basisstation sehr viel größer ist und auch noch deutlich weiter entfernte mobile User über diese Basis- Station, beispielsweise im Internet surfen können. Ein derartiger Hotspot kann durchaus einen Bereich von einigen Kilometern Durchmesser versorgen und in diesem Bereich einen Netzzugang ermöglichen, über den letztlich auch eine Kommunikation mittels Sprache möglich ist. Services und Aufbau des Netzes sind dabei ähnlich wie bei einem UMTS- Netz.
Obgleich diese Technik nicht auf bestimmte Frequenzgebiete festgelegt oder beschränkt ist, kann allgemein davon ge- sprochen werden, dass es sich um ein Einsatzgebiet oberhalb einer Frequenz von 2 GHz handelt, beispielsweise im 2 GHz-Bereich, aber auch im 3 , 5 GHz-Bereich oder sogar im sogenannten 5,8 GHz-Bereich, etc.
Entsprechend den höheren Frequenzen für das bevorzugte Anwendungsgebiet, insbesondere der sogenannten Wireless- Technik, ergibt sich im Hinblick auf diese höheren Übertragungsfrequenzen, dass die Abmessungen und insbesondere auch die Strahler und die Abstände zwischen den Strahlern deutlich kleiner sind als in den üblichen Mobilfunkbereichen, beispielsweise im 900 MHz-Bereich, im 1800 bis 1900 MHz-Bereich oder beispielsweise auch im UMTS-Bereich von ungefähr 2,3 GHz. Ferner hat sich aber nunmehr gezeigt,
dass mit zunehmend höheren Betriebsfrequenzen die üblicherweise verwendeten Materialen für das Antennengehäuse, das sogenannte Radom, durchaus noch zu einer nennenswerten Schwächung der elektromagnetischen Strahlen, also zu einer unerwünschten Dämpfung beim Durchtritt durch ein derartiges Radom führen. Dabei wird die Strahlung nicht nur gedämpft, sondern auch gestreut. Ferner sind auch unerwünschte Auswirkungen auf das Diagramm selbst möglich.
Von daher werden bevorzugt für die höheren in Rede stehenden Frequenzbereiche nunmehr andere Werkstoffe und Materialien bevorzugt, beispielsweise nicht mehr glasfaserverstärkte Kunststoffe, wie in den üblichen Funkbereichen, sondern Thermoplaste.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, insbesondere für diese Anwendungsfälle eine Antenne zu schaffen, die auch bei Verwendung von unterschiedlichsten Materialien für das Radom, beispielsweise unter Verwendung von Thermo- plasten, problemlos eingesetzt werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange- geben.
Thermoplaste weisen den gravierenden Nachteil auf, dass sie deutlich höhere, temperaturbedingte Ausdehnungskoeffizienten haben, die sich von den Ausdehnungskoeffizienten insbesondere der Metalle deutlich unterscheiden.
Ist in einem derartigen (beispielsweise aus einem Thermoplast) bestehenden Antennengehäuse/Radom eine in der Regel
aus Metall bestehende Tragkonstruktion, vor allem ein sich fast über die gesamte Länge oder Höhe (oder Breite) des Antennengehäuses/Radoms erstreckender Reflektor untergebracht, so heißt dies, dass bei den zu berücksichtigenden großen Temperaturschwankungen durchaus relevante unterschiedliche Ausdehnungen am Antennengehäuse/Radom im Verhältnis zu den metallischen Tragteilen bzw. dem Reflektor festzustellen sind. Bei zu berücksichtigenden Temperaturschwankungen von -40" bis 80' kann dies bei einer Länge eines Antennengehäuses/Radoms von beispielsweise 70 cm bedeuten, dass sich das Radom um 8 mm in der Länge gegenüber den metallischen Tragteilen ändert. Die Montage selbst erfolgt in der Regel dabei bei Raumtemperatur. D.h., das Radom verkürzt sich bzw. verlängert sich um je 4 mm, wodurch sich beim benannten Beispiel die maximale Längenänderung von 8 mm ergibt. Somit können derartig starke Temperaturunterschiede und Längenausdehnungen letztlich zur Zerstörung oder zumindest Beeinträchtigung des Gehäuses/Radoms führen, was vor allem bedeuten kann, dass das Radom un- dicht wird und Feuchtigkeit in das Innere eindringen kann, was sicher vermieden werden muss.
Vor diesem Hintergrund schafft die Erfindung eine verbesserte konstruktive Möglichkeit, die diesen unterschied- liehen temperaturbedingten Ausdehnungen Rechnung trägt.
Erfindungsgemäß ist dazu vorgesehen, dass eine üblicherweise im Inneren eines Gehäuses/Radoms an zwei versetzt zueinander liegenden Punkten oder Bereichen gestützte Antennen-Trag- und/oder Reflektoreinrichtung nicht fest mit dem Gehäuse/Radom verbunden ist, sondern dass neben einer festen Verbindungsstelle zumindest eine Montageeinrichtung für die Antennen-Trag- und/oder Reflektorein-
richtung vorgesehen ist, die mit einer inneren Längenausgleichseinrichtung versehen ist.
Diese innere Längenausgleichseinrichtung ist so aufgebaut, dass sie eine temperaturbedingte Längenausdehnung des Gehäuses/Radoms gegenüber der Antennen-Trag- und/oder Reflektoreinrichtung im Inneren des Gehäuses/Radoms ermöglicht.
Die Erfindung weist dabei eine Vielzahl von weiteren Vorteilen auf.
Durch die erfindungsgemäße Lösung wird aber nicht nur die Antennen-Trag-Einrichtung oder der Reflektor sicher gehal- ten, ohne dass eine temperaturbedingte größere Längenveränderung des Gehäuses/Radoms zu einer Beschädigung oder Beeinträchtigung dieses Gehäuses/Radoms führen kann. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dabei ferner eine Kraftspeichereinrichtung vorgesehen, worüber aufeinanderzu gerichtete Anpresskräfte auf die gegenüberliegenden Endkappen, die an den gegenüberliegenden Stirnseiten an dem Gehäuse/Radom sitzen, ausgeübt werden. Dadurch kann letztlich über die spezifische innere Montageeinrichtung mit der Längenausgleichseinrichtung auch aufeinanderzu gerichtete Anpresskräfte auf die beiden gegenüberliegenden Endkappen so eingeleitet werden, dass die Endkappen fest und dauerhaft dicht bei allen temperaturbedingten Längenschwankungen des Gehäuses/Radoms 1 an dessen Stirnseiten fest und sicher gehalten sind, somit also das Innere des Gehäuses/Radoms vor Umwelteinflüssen geschützt ist.
Ferner ist einer bevorzugten Ausführungform eine äußere
Längenausgleichseinrichtung vorgesehen, die es ermöglicht, eine entsprechende Antenneneinrichtung insbesondere mit einem Gehäuse/Radom beispielsweise an einem Mast, einem Gehäuse etc. anzubringen, so dass auch hier eine Längen- ausdehnung des Gehäuses/Radoms ohne Beeinträchtigung und Beschädigung möglich ist, auch wenn die externen Befestigungseinrichtungen ortsfest angebracht sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen für mehrere Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
Figur 1 : eine schematische dreidimensionale Darstellung einer erfindungsgemäßen Antennen- einrichtung bei teilweise im Schnitt entferntem Oberteil des Antennengehäuses/Ra- doms ;
Figur 2 : eine zu Figur 1 ähnliche perspektivische Darstellung der Antenneneinrichtung bei teilweise im Schnitt entfernten Teilen des Gehäuses/Radoms einschließlich der stirnseitig gegenüberliegenden End- oder Abdeckkappen zur Verdeutlichung der Monta- geeinrichtung;
Figur 3 : eine schematische Vertikal-Längsschnitt- darstellung durch die Antenneneinrichtung (ohne Darstellung der Antenneneinrichtung und ohne Darstellung der Strahler und des
Reflektors und der stirnseitig gegenüberliegenden Abdeckkappen) zur Verdeutlichung der Befestigungseinrichtung unter Ein-
Schluss einer Längenausgleichseinrichtung ;
Figur 3a : ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel zu
Figur 3 ;
Figur 4 : eine teilweise Draufsicht auf die Antenneneinrichtung bei entferntem Oberteil des Gehäuses/Radoms ;
Figur 5 : eine schematische auszugsweise Querschnittsdarstellung eines abgewandelten Ausführungsbeispiels mit einer Montagebefestigungseinrichtung mit Längenausgleich;
Figur 6 : eine schematische Draufsicht auf ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel einer inneren Montageeinrichtung in Form einer verformbaren Federeinrichtung in einem ersten Belastungszustand; und
Figur 7 : eine entsprechende Darstellung zu Figur 5 in einem anderen Belastungszustand bei unterschiedlicher temperaturbedingter Längenausdehnung des Gehäuses/Radoms gegen- über der inneren Trag- und/oder Radomein- richtung.
In Figur 1 ist in schematischer dreidimensionaler Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel einer Antennenein- richtung gezeigt, wie sie insbesondere für Frequenzbereiche über 2 GHz, beispielsweise für die sogenannte Wire- less-WiMAX Technologie, in Frage kommt.
Die Antenneneinrichtung umfasst dazu ein Gehäuse 1, welches nachfolgend teilweise auch als Radom bezeichnet wird.
Das Gehäuse weist eine Oberseite Ia (Figur 2) auf, die üblicherweise zumindest geringfügig quer zur Längserstreckung des Gehäuses leicht ballig oder konvex gestaltet ist, also nach außen zumindest geringfügig ausgebaucht ist. An zwei oben liegenden und (in Strahlrichtung weisenden) äußeren Begrenzungskanten 3 geht die Oberseite Ia des Gehäuses/Radoms bogenförmig in Seitenwandabschnitte Ib über, die nach außen ebenfalls wieder leicht bauchig ausgestaltet sind.
In Stirnseitenbetrachtung ist die Querschnittsform des Ge- häuses/Radoms im gezeigten Ausführungsbeispiel eher trapezförmig gestaltet, dergestalt, dass die in Strahlrichtung oben liegende Radom-Oberseite Ia eine zumindest geringfügig größere Breite aufweist als der Abstand zwischen den gegenüberliegenden Seitenwandabschnitten Ib im Bereich der Unterseite des Gehäuses/Radoms .
Wie aus der teilweise im Schnitt wiedergegebenen Darstellung gemäß Figur 2 zu ersehen ist, weist das Gehäuse/Radom 1 eine Rückwand bzw. einen Boden Id auf, der im gezeigten Ausführungsbeispiel eben gestaltet ist. Der vorstehend genannte Aufbau ist nur beispielhaft. Das entsprechende Gehäuse/Radom kann grundsätzlich beliebige Querschnitts- formen oder sonstige Formen aufweisen, also beispielsweise eine gerade Oberseite, sogar eine konkav gekrümmte Ober- seite, Oberseiten oder Seitenwände mit rillenförmigen Vertiefungen etc.. Einschränkungen bestehen insoweit nicht.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind benachbart zu den
beiden längs verlaufenden Seitenwandabschnitten Ib auf der zur Oberseite Ia gegenüberliegenden Rück- oder Unterseite des Bodens Id zwei parallel verlaufende Kammern Ie vorgesehen, die grundsätzlich, bis auf die nachfolgend noch erörterten Durchbrechungen für die Befestigungseinrichtung, geschlossen sind, wobei die Kammern Ie durch eine im Abstand zum Boden Id verlaufende Kammerwand If begrenzt ist, die teilweise auch als Tragwand Ig benannt wird.
Wie grundsätzlich auf Figur 1 auch ersichtlich ist, ist im Innenraum 7 des Gehäuses/Radoms 1, also zwischen der rückwärtig liegenden Rück- oder Bodenwand Id, den Seitenwandabschnitten Ib und der Oberseite Ia, die eigentliche Antenneneinrichtung mit einem Reflektor 9, der auf der Bo- denwand Id positioniert ist oder im geringen Abstand parallel zur Boden- oder Rückwand Id verläuft und im Abstand vor den gegenüberliegenden Stirnseiten des Gehäuses/Radoms endet .
In Längsrichtung des Reflektors 9 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel mehrere Strahler oder Strahlereinrichtungen 11 im Abstand zueinander angeordnet. Es handelt sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um dual polarisierte Strahlereinrichtungen 11, die bei vertikaler Montage der Antenne in zwei senkrecht zueinander stehenden Polarisationen senden und/oder empfangen, die in dem 45' Winkel gegenüber der Vertikalen oder Horizontalen ausgerichtet sind. Bezüglich des Aufbaus und der Funktionsweise der hierfür in Betracht kommenden Antenne wird beispielsweise auf die Vorveröffentlichung WO 00/039894 Al verwiesen, wobei auch anderen Antennentypen hier eingesetzt werden können, beispielsweise einfach polarisierte Strahler, Dipolquadrate, Kreuzdipole, Patchstrahler etc. Einschränkungen
sind insoweit nicht gegeben.
Nur der Vollständigkeit halber wird noch erwähnt, dass im gezeigten Ausführungsbeispiel der Reflektor 9 Seitenbe- grenzungen 9a und stirnseitige Querbegrenzungen 9b sowie zwischen zwei Längsseitenbegrenzungen verlaufende Querbegrenzungen 9c auf der Reflektorebene sitzend oder im geringen Abstand dazu vorgesehen sind, die zwischen zwei Strahlern 11 vorgesehen sein können.
Nachfolgend wird auf die Montageeinrichtung zur Befestigung einer derartigen Antenne, beispielsweise an einem Mast oder an einem Gehäuse etc., eingegangen.
Dazu weist die Antenne an ihrer Rückseite versetzt zueinander liegend (also eher dem gegenüberliegenden End- oder Stirnseitenbereich des Gehäuses/Radoms zugeordnet) jeweils eine Montageeinrichtung 15 auf, d.h. eine erste Montage- einrichtung 15' und eine zweite Montageeinrichtung 15", die in Draufsicht einem U-förmigen Bügel - d.h. einer in Draufsicht U-förmig gestalteten Platte - angenähert ist und zwei mit der Antenne verbundene Montageschenkel 15a und einen, die beiden Montageschenkel quer zueinander verbindenden Befestigungsabschnitt 15b aufweist, der mit Durchbrechungen 16 versehen ist, um beispielsweise mittels Schrauben eine entsprechende Antenne an eine Wand, Gehäusewand oder unter Verwendung eines Gegenbügels unter Umgreifung eines Antennenmasts zu befestigen, indem Schrauben durch die Bohrungen 16 hindurchgeführt und mit dem Gegenbügel, beispielsweise Muttern, gesichert werden. Alternativ dazu können - was durchaus typisch ist - auch sogenannte Spannbänder verwendet werden, um eine Fixierung und Positionierung an geeigneter Stelle vorzunehmen.
Aus Figuren 2 und 3 ist ersichtlich, dass beispielsweise die rechte Montageeinrichtung 15, 15' mittels zweier Schrauben 21 fest mit dem Gehäuse/Radom verbunden ist, wobei deckungsgleich zu einer jeweiligen Bohrung 23 in dem jeweiligen Montageschenkel 15a der Montageeinrichtung 15 eine Bohrung 25 in den rückwärtigen Kammerwandabschnitten If eingebracht ist. Im gezeigten Ausführungsfall befindet sich im Inneren der Kammer Ie eine Halte- oder Trageinrichtung 27, die als Gegenanpressglied (Gegenplatte) dient und ebenfalls mit einer weiteren, deckungsgleich zur Bohrung 23 und 25 verlaufenden Bohrung 29 versehen ist. Durch diese drei Bohrungen 23, 25 und 29 kann dann die in den Figuren 2 und 3 gezeigte Schraube 21 mit außenliegendem Schraubenkopf 21a mit ihrem zugehörigen Gewindeabschnitt so eingeführt werden, dass sie in eine innen in der Kammer Ie befindliche Mutter 33 eingedreht werden kann.
Die als Gegenplatte dienende Halte- und Tragschiene 27 ist im Querschnitt (quer zur Längsrichtung) ebenfalls U-förmig gestaltet, weist also Schenkelabschnitte und einen verbindenden flachen mittleren Abschnitt auf, so dass die Halte- und Trageschiene 27 im Querschnitt in etwa der Querschnittsform (mit etwas kleinerer Bemaßung) den Kammern Ie entspricht, dort also entsprechend an- und auflie- gend an den Wandabschnitten der Kammer Ie eingebracht ist.
Die Schraube 21 kann so fest wie nötig bzw. auch voll angezogen werden. Dabei wird die in der Kammer Ie innenliegende Halte- und Trageinrichtung 27 mit dem außenliegenden Montageschenkel 15a unter sandwichförmiger Aufnahme eines Abschnitts der die Kammerwand If darstellenden Tragwand Ig - die Teil des Gehäuses/Radoms 1 der Antenne ist - so verschraubt und dabei verspannt, dass eine sichere und feste
Verankerung der Montageeinrichtung 15, 15' am Gehäuse/ Radom 1 gewährleistet ist.
Da zudem die erwähnten Bohrungen 23, 25, 29 nur an die Größe des Gewindeschaftes der Schraube 31 angepasst sind, kann zudem hier auch keine Relativverschiebung zwischen Montageschenkel 15a und Gehäuse/Radom bzw. Kammer Ie bzw. der Halte- und Trageinrichtung 27 durchgeführt werden.
Aus dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ersichtlich, dass die Halte- und Trageinrichtung 27 nicht nur platten- förmig gestaltet ist, sondern sich fast über die gesamte Länge des Gehäuses/Radoms innerhalb der Kammer Ie erstreckt, also bis zum gegenüberliegenden Ende der Kammer, an welche die gegenüberliegende zweite Montageeinrichtung 15 montiert wird.
Diese zweite Montageeinrichtung 15, 15" ist mit einer Längenausgleichseinrichtung 35 versehen.
In diesem Falle sind jeweils in jedem Montageschenkel 15a zwei in Längsrichtung des Montageschenkels 15a versetzt liegende Bohrungen 23 vorgesehen, durch die jeweils eine entsprechende Schraube 37 zur Befestigung hindurchgeführt werden kann.
Dabei sind im gleichen Längsabstand zu den Bohrungen 23 innen liegende Bohrungen 29 an der Halte- und Trageinrichtung 27, nachfolgend auch kurz als Halte- und Trage- schiene 27 bezeichnet, eingebracht, um auch hier den zusätzlichen Gewindeschaft der Schrauben 37 hindurchzuführen und eine zugehörige, innerhalb der Kammer Ie befindliche Mutter 33 fest zu verschrauben.
In diesem Ausführungsbeispiel ist der Gewindeschaft 37' von einer Abstandshülse 39 als Eindreh-Begrenzungsein- richtung 239 umgeben, wodurch bei zunehmenden Festdrehen der Schraube 37 der minimale Abstand begrenzt ist, mit welchem die Montageschenkel 15a mit der innerhalb der Kammer befindlichen Halte- und Trageschiene 27 aufeinander zu verpresst werden können. Wie aus der Schnittdarstellung auch ersichtlich ist, ist im Bereich der rückwärtigen Kammerwand If nicht nur eine, an den Durchmesser des Ge- windeschaftes 37' angepasste Bohrung, sondern jeweils zwei versetzt zueinander angeordnete Langlöcher 37" vorgesehen (die auch zu einem gemeinsamen Langloch 37" verbunden sein könnten) .
Werden in diesem Falle die Schrauben 37 festgedreht, so ist durch den Abstandshalter oder die Abstandshülse 39 gewährleistet, dass der lichte Abstand zwischen der ge- häuseseitigen Innenseite 15 "a des Montageschenkels 15a und der zur rückwärtigen Seite hin weisenden Seite 47 ' der Halte- und Trageinrichtung 27 größer ist als die Dicke der Tragwand Ig, also größer ist als die Dicke der Kammerwand If, so dass zumindest ein in Figur 3 angedeuteter geringfügiger Abstand 41 zwischen der Innenseite 15 "a des Montageschenkels 15a und der Außenseite der Kammerwand If ver- bleibt.
Mit anderen Worten kann selbst beim maximalen Festdrehen der Schrauben 37 eine freie Relatiwerschiebung der Montageeinrichtung 15, 15" gegenüber dem Gehäuse/Radom nicht außer Kraft gesetzt werden.
Da bei einer Temperaturveränderung die erwähnte Längsver- schieblichkeit zumindest bei einer der beiden Montageein-
richtungen gegenüber dem Gehäuse/Radom 1 nur im Bereich der außenliegenden Kammer Ie vorgesehen ist, ist durch die durchgängige Boden- oder Rückwand Id der Innenraum 7 des Gehäuses/Radoms 1 vollständig nach außen hin abgedichtet.
Auf den gegenüberliegenden Stirnseiten werden dann letztlich die in Figur 1 teilweise im Schnitt dargestellten Endkappen 43 aufgesetzt, wodurch der Innenraum 7 des Ge- häuses/Radoms 1 insgesamt dicht verschlossen ist.
Durch die gemeinsame Halte- und Trageinrichtung 27 in Form einer Halte- und Trageschiene 27, wodurch die beiden Montageeinrichtungen 15, d.h. die erste und zweite Montageeinrichtung 15' und 15" in ihrem Längsabstand festgelegt sind, kann gewährleistet werden, dass in einem mittleren Temperaturbereich die erwähnten Schrauben 37 zumindest bei der einen, mit einer Längenausgleichseinrichtung 35 versehenen Montageeinrichtung 15" in einem mittleren Bereich der bevorzugt langlochförmigen Ausnehmung 37" zu liegen kommen, so dass eine völlig problemlose Montage möglich ist, die in der Praxis sicherstellt, dass in allen relevanten Temperaturbereichen die gewünschte Längenausdehnung des Gehäuses/Radoms gegenüber den Montageansätzen oder Montageeinrichtungen 15 wirksam ist.
Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel können die erwähnten längs verlaufenden Kanäle oder Kammern Ie auch so angeordnet sein, dass sie nicht über die Boden- oder Rückwand Id nach unten überstehen, sondern als separate Kammern in dem Bereich zwischen der Boden- oder Rückwand
Id und der Oberseite Ia im Innenraum 7 des Radoms untergebracht sind.
Auch in diesem Falle ergibt sich der Vorteil, dass der Innenraum 7 gegenüber Feuchtigkeit und Außeneinflüsse hermetisch abgedichtet ist.
Anhand von Figur 3a ist eine Abwandlung zu Figur 3 gezeigt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3a ist eine Zwischenplatte 101f vorgesehen, die mittels Schrauben 247' unter Verwendung von Muttern 233 an einem Wandabschnitt If der Kanäle Ie befestigt ist. Die Schrauben 247' durchsetzen dabei entsprechende Bohrungen in dem Wandabschnitt If und in der Tragschiene oder dem Tragschienenabschnitt 27, 27', und sind durch Muttern 233 gesichert, die auf der Rückseite der Tragschiene 27, 27' anliegen.
Diese Zwischenplatte 101f dient nunmehr als Verankerungsbasis zur Montage der Längenausgleichseinrichtung 35 unter Verwendung von Schrauben 37, die Langlöcher 37" durchset- zend in eine Gewindebohrung 101g mit ihrem Schaft 37' eingedreht sind.
In diesem Falle wird keine Abstandshülse oder Abstandshalter 39 verwendet, sondern eine Eindreh-Begrenzungseinrich- tung 239, die durch die Länge des Gewindeschaftes 37' gebildet ist. Denn im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Länge der Gewindebohrung einschließlich der Dicke des zugehörigen Montageschenkels 15a an dieser Stelle kleiner als die Länge des Schraubengewindes 37'. Mit anderen Wor- ten wird selbst bei maximalem Eindrehen der Schrauben 37 in die Gewindebohrung (soweit dies möglich ist) sicher gestellt, dass die Unterseite des Schraubenkopfes der Schrauben 37 nicht auf der Außenseite des Montageschenkels
15a aufliegt, sondern hier ein zumindest minimaler Abstandsspalt oder Spiel 41 gebildet ist, wodurch die freie Verschiebbarkeit der Montageeinrichtung 15, 15" gegenüber der Zwischenplatte 101f und damit gegenüber dem Gehäuse/ Radom 1 gewährleistet ist. Alternativ oder ergänzend wäre es auch möglich, eine gekürzte Abstandshülse 39 zu verwenden, die auf der Zwischenplatte 101f, also mittelbar an dem Radom anliegt und ein weiteres Eindrehen der Schrauben unter Beibehaltung eines minimalen Abstandes 41 aufrecht erhält und gewährleistet.
Anstelle der erwähnten Abstandshülse 39 kann auch eine sogenannte Ansatz -Schraube 37 verwendet werden, die mit einem Ansatz 39 mit größerem Querdurchmesser versehen ist, der größer ist als der Durchmesser des darunter befindlichen Schraubgewindes. Dieser breitere Ansatz 39 erfüllt quasi die Funktion der Abstandshülse 39.
Zur Vermeidung einer festen Verspannung unter Aufhebung einer freien Verstellbarkeit ist also entweder die Verwendung von Abstandshaltern oder die Verwendung von Festdreh- Begrenzungseinrichtungen allgemein in jedweder Ausführungsform geeignet, die sicherstellt, dass ein freies Spiel 41 zur Ermöglichung einer Verstellung realisiert ist.
Anhand von Figur 5 ist nur schematisch gezeigt, dass die Befestigungseinrichtung nicht an einem Kanal Ie bzw. an einer entsprechenden Kanalwand If, sondern beispielsweise auch an Vorsprüngen, z.B. steg- oder wandförmigen Vorsprüngen If1 ausgebildet sein kann. Ein derartiger steg- oder wandförmiger Vorsprung If ' könnte beispielsweise senkrecht von der unteren Gehäuse- oder Radomwand Id vor-
stehen und frei enden.
In diesem Falle dienen also stegförmig und vorzugsweise parallel zum Boden Id verlaufende Verankerungswände If ' , um daran an einer Seite anliegend beispielsweise die Halte- und Trageschiene 27 an einer gegenüberliegenden Seite der Montageeinrichtung 15 mit ihrem Befestigungsabschnitt 15b anzubringen, und zwar wiederum unter Verwendung der erläuterten Muttern. An der einen Befestigungs- stelle könnte beispielsweise die Montageeinrichtung wieder unterschiedliche fest angebracht werden und an einer dazu versetzt liegenden, vorzugsweise im Bereich des gegenüberliegenden Endes der Antenneneinrichtung unter Verwendung der Langlochausnehmung 37", wobei hier unter Verwen- düng der erwähnten Abstandshalter oder Abstandshülsen 39 sichergestellt ist, dass eine temperaturbedingte Längenausdehnung sicher und problemlos relativ zur Montageeinrichtung 15, 15" ermöglicht wird. Weitere Abwandlungen sind möglich. Nur der Vollständigkeit halber wird ange- merkt, dass in Figur 5 die entsprechende Befestigung mittels eines Montageschenkel 15a auch noch über eine zweite in Figur 5 nicht gezeigte, rechts liegende weitere Stegoder Gehäuse- /Radomwand If erfolgt, da die Abstützung stets paarweise realisiert wird. Die zweite Montageein- richtung ohne Längenausgleich ist entsprechend aufgebaut, wie anhand des anderen Ausführungsbeispiels erläutert, ohne Abstandshülse 39 und ohne den sich ergebenden Spielraum 41, so dass dort eine feste Montage an der Stegwand If1 sichergestellt ist.
Nachfolgend wird auf die weitere Ausgestaltung der Antenneneinrichtung in Bezug auf die Figur 4 eingegangen.
Die erläuterte Antenneneinrichtung verfügt ferner über eine innere Längenausgleichs-Einrichtung 135. Diese ist notwendig, damit das beispielsweise aus einem Thermoplast bestehende Gehäuse/Radom 1 temperaturbedingt eine andere Längenausdehnung durchführen kann als eine im Innengehäu- se/Radom 1 untergebrachte Antennen-Trag- und/oder Reflektoreinrichtung, die üblicherweise aus Metall besteht oder aus einem Dielektrikum, welches mit einer metallischen (leitenden) Oberfläche versehen ist. Dadurch kann sicher- gestellt werden, dass temperaturbedingte unterschiedliche Längenausdehnungen des Gehäuses/Radoms und der innen befindlichen Antennen-Trag-Struktur und insbesondere des Reflektors zu keiner Beschädigung der gesamten Anordnung führen, insbesondere nicht dazu führen, dass das Gehäuse undicht wird.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dazu in Längsrichtung des Gehäuses/Radoms 1 versetzt zueinander liegend zumindest zwei innere Montageeinrichtungen 115 vorgesehen, nämlich eine erste Montageeinrichtung 115', die ohne Län- genausgleichs-Einrichtung versehen ist, und eine zweite Montageeinrichtung 115", die eine Längenausgleichseinrichtung umfasst. Dadurch ist im Inneren des Gehäuses/Radoms 1 die Antennen-Trag-Einrichtung, die nachfolgend teilweise auch als Antennen-Trag- und/oder Reflektoreinrichtung bezeichnet wird, gehalten.
In Figuren 1 und 4 links liegend, ist die erste innere Montageeinrichtung 115, 115' in Draufsicht gezeigt. Sie umfasst im gezeigten Ausführungsbeispiel ein im Wesentlichen dreieckförmigen (beispielsweise aus Kunststoff) bestehenden Montagekörper 114 ■ , der in zwei in Längsrichtung der Antenne verlaufende und quer dazu versetzt liegende
Montageschenkel 115a ausläuft, die über von außen eingedrehte Schrauben 118 an den Längsstegen 9a des Reflektors 9 befestigt sind. Anstelle des in den Zeichnungen dargestellten Montagekörpers 114 ' könnte auch ein steifer Blechbügel oder eine vergleichbare Einrichtung verwendet werden. Ebenso könnte die Endkappe mit einem entsprechenden Montagekörper integriert ausgestaltet sein, so dass mit anderen Worten die Endkappe direkt mit einem in das Radominnere ragenden Ansatz versehen ist, der zur Abstüt- zung und/oder Befestigung am Reflektor oder der sonstigen im Inneren des Raumes vorgesehenen Trageinrichtung dient. Anstelle der erwähnten Schraubbefestigung zur Verbindung des Montagekörpers 114' mit der Endkappe kann auch jede andere geeignete Befestigungseinrichtung dienen, z.B. ein Clip, ein durchgesteckter Stift, Nieten, Tox-Verbindungen bei Blechteilen etc.. Einschränkungen sind hier nicht gegeben.
Gegenüberliegend zum Reflektor 9 läuft der in Draufsicht dreieckförmige Montagekörper 114' in einen verlängerten, im gezeigten Ausführungsbeispiel mittig liegenden Montageansatz 119' aus, der benachbart zu einer stirnseitigen Endkappe 43 zu liegen kommt.
Von außen her kann über eine entsprechende (in den Figuren nicht näher gezeigte) Bohrung (ähnlich der Bohrung 143 an der gegenüberliegenden Endkappe 43) eine Schraube (ähnlich der Schraube 145 an der gegenüberliegende Endkappe 43) in die Montageeinrichtung 115, d.h. in ein im Montageansatz 114' ausgebildetes Innengewinde eingedreht werden, wodurch diese innere Montageeinrichtung 115, 115' fest mit der zugehörigen Endkappe 43 und damit an diesem Ende des Ge- häuses/Radoms 1 verbunden bzw. daran abgestützt ist.
Die gegenüberliegende zweite innere Montageeinrichtung 115" umfasst die erwähnte innere Längenausgleichseinrichtung 135.
Der zweite Montagekörper 114, 114" ist grundsätzlich ähnlich aufgebaut und mit seinen beiden außenliegenden Montageschenkeln 115a an den angrenzenden Längsstegen 9a des Reflektors 9 mittels der dort sitzenden Schrauben 118 befestigt.
Der mittlere Verlängerungsansatz 119" ist hier jedoch kolbenförmig gestaltet und in einer Längsausdehnung 121 im Montagekörper 114" längsverschieblich geführt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sitzt im Bereich des kolbenförmi- gen Verlängerungsabschnittes 119 eine Schraubenfeder 123. Mit anderen Worten durchsetzt der kolbenförmige Verlängerungsabschnitt 119" die Schraubenfeder 123. Die Schraubenfeder 123 stützt sich an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils an einem Abstützrand ab, nämlich an einem Abstütz- rand 119a, der an dem Verlängerungsansatz 119 entfernt liegend zur Endkappe 43 ausgebildet ist, sowie an einem der Endkappe 43 näher liegenden und Teil des Montagekörpers 114" bildenden Abstützrandes 114a, wodurch der Innendurchmesser der Längsbohrung 121 verringert wird. Im ge- zeigten Ausführungsbeispiel steht die Schraubenfeder 123 unter Vorspannung .
Der Verlängerungsansatz 119" ist ebenfalls wieder unter Verwendung einer Schraube 145, die durch eine Bohrung 143 in der dazugehörigen Endkappe 43 eingeführt wird, in eine
Gewindeaufnahme im Verlängerungsansatz 119" eingedreht, wodurch der Verlängerungsansatz 119" mit der zugehörigen Endkappe 43 fest verbunden ist.
Bei einer temperaturbedingten Längenausdehnung kann dies dazu führen, dass bei einem Temperaturanstieg das Gehäu- se/Radom einer größeren Längenausdehnung unterzogen wird, im Verhältnis zum Reflektor 9. In diesem Fall würde sich die zugehörige Endkappe 43 von der stirnseitigen Begrenzung des zugehörigen Reflektors weiter entfernen, mit anderen Worten würde die Schraubenfeder 123 weiter zu- sammengepresst werden, da der schütten- oder schienenför- mig verfahrbare Verlängerungsansatz 119" in der Längen- ausdehnung 121 bei Ansicht von Figur 4 nach rechts bewegt wird. Bei einer Temperaturerniedrigung würde ein umgekehrter Effekt eintreten.
Grundsätzlich könnte eine derartige innere Montageein- richtung mit einer Längenausgleichseinrichtung auch am gegenüberliegenden Ende zusätzlich verwendet werden. Ausreichend ist aber an zumindest einem Stirnende eine derartige Einrichtung vorzusehen, um die innenliegende Anten- nen-Trag-Einrichtung oder allgemein die Reflektoreinrich- tung und die darauf sitzenden Strahler sicher montiert zu halten.
Anstelle der erwähnten Schraubenfeder 123 können aber auch völlig andere Kraftfederspeicher 123 ' eingesetzt werden (Blattfedern, Tellerfedern etc.). Ebenso könnte auch eine Schraubenfeder verwendet werden, die nicht unter einer Vorspannung, sondern unter einer Vordehnung steht, wenn die Verankerung und Abstützung umgekehrt erfolgt .
Gemäß dem geschilderten Aufbau ist die innere Längenausgleichseinrichtung 135 mit dem erwähnten Kraftfederspeicher 123' zumindest zweigeteilt ausgebildet, wobei ein Teil mit der Antennen-Trag- und/oder Reflektoreinrichtung
zum einen und das andere Teil mittelbar mit dem Gehäu- se/Radom, im gezeigten Ausführungsbeispiel über die auf dem Gehäuse/Radom aufgesetzte Endkappe 43 gehalten bzw. damit verbunden ist. Beide Teile, nämlich der Montagekör- per 114" und der darin oder daran verschiebliche, insbesondere längsverschiebliche Verlängerungsansatz 119" sind gemäß einer schütten- oder sonstigen Führungseinrichtung so gestaltet, dass sie eine Längsausgleichsbewegung erlauben und dabei gleichwohl die inneren Tragteile, insbesondere den Reflektor, halten. Die zusätzlich vorgesehene Federeinrichtung dient vor allem zur Erzeugung von aufeinanderzu gerichtete Anpresskräfte, die auf gegenüberliegenden Endkappen 43 eingeleitet werden, um das Gehäuse/Radom nach außen hin abzudichten.
Nachfolgend wird anhand von Figuren 6 und 7 erläutert, dass aber auch eine einteilige oder im Wesentlichen einteilige innere Montageeinrichtung 115" mit einer Längenausgleichseinrichtung 135 möglich ist.
Dazu können nämlich auch - wie beispielsweise anhand von Figuren 6 und 7 in schematischer Draufsicht dargestellt ist - Bügelfedern 124 als innere Montageeinrichtung 115" oder Montagekörper 114" verwendet werden, die insgesamt elastisch verformbar sind, wie dies aus einem Vergleich gemäß Figuren 6 und 7 zu ersehen ist . In Figuren 6 und 7 ist die Lage und die Verformung der Bügelfedern 124 wiedergegeben, die sich bei unterschiedlichen Längenausdehnungswerten des Gehäuses/Radoms 1 gegenüber der im Inneren der Antennen-Trag- und/oder Reflektoreinrichtung 9 ergeben können. In den Figuren 6 und 7 sind also die Spannbügel in gestauchtem bzw. gestrecktem Zustand gezeigt.
Der geschilderte Aufbau unter Verwendung eines Kraftfederspeichers 123 ', der auf die zugehörige Endkappe 43 eine Anpresskraft in Richtung des zugehörigen Gehäuses/Radoms 1 erzeugt, bewirkt zudem, dass durch diese Konstruktion auf die beiden gegenüberliegenden Endkappen 43 durch den erwähnten Kraftfederspeicher 123 ' Anpresskräfte eingeleitet werden, mit denen die beiden Endkappen 43 fest und dicht an den gegenüberliegenden Endabschnitten des kanal- oder köcherförmigen Gehäuses/Radoms angepresst gehalten werden. Die Kappen 43 weisen dazu bevorzugt eine in das Gehäuse/Radom hintergreifende, einsetzbare umlaufende Stegwand 43' auf, wobei bevorzugt zwischen dem zugehörigen Schulterabschnitt der Endkappe und der stirnseitigen Wandbegrenzung 47 des Gehäuses/Radoms auch eine umlaufende Dichtung eingebracht sein kann.
Die Erfindung beschreibt also eine Antenneneinrichtung, bei der der innere Aufbau innerhalb des Radoms 1 mit einer inneren Längenausgleichseinrichtung 135 an dem Gehäuse/ Radom 1 zumindest mittelbar gehalten und verankert ist, wobei zudem eine äußere Längenausdehnungseinrichtung 35 vorgesehen ist, die eine problemlose Montage der Antenneneinrichtung, d.h. des Gehäuses/Radoms z.B. an einer Wand, einem Mast etc. erlaubt. Das Gehäuse/Radom kann dadurch vor allem temperaturbedingt eine unterschiedliche Längenausdehnung durchführen, ohne dass das Gehäuse/Radom beschädigt oder zerstört wird und Teile der im Inneren befindlichen Antennen oder des Radoms Umwelteinflüssen ausgesetzt werden würden, vor allem Feuchtigkeit ins Innere des Gehäuses/Radoms eindringen könnte, was höchst unerwünscht ist.
Sowohl die äußeren Montageeinrichtungen 15 wie aber auch
die inneren Montageeinrichtungen 115 können beispielsweise problemlos auch an drei versetzt liegenden Stellen (oder mehr) vorgesehen sein. In diesem Fall könnte daran gedacht werden beispielsweise die am entferntesten liegende Monta- geeinrichtung sowohl innen wie außen jeweils mit der geschilderten inneren sowie äußeren Längenausgleichseinrichtung 35, 135 auszustatten und lediglich dazwischenliegend eine äußere und eine innere Montageeinrichtung 15, 115 vorzusehen, die jeweils ohne Längenausgleichseinrich- tung ausgebildet ist. Bevorzugt ist die Anordnung so, dass an einem Anfang oder Ende eine Montageeinrichtung ohne Längenausgleichseinrichtung verwendet wird und die nachfolgenden, versetzt zueinander liegenden Montageeinrichtungen dann mit einer entsprechenden Längenausgleichsein- richtung versehen sind, wobei mit zunehmender Entfernung von der Montageeinrichtung ohne Längenausgleichseinrichtung die verwendete Montageeinrichtung einen zunehmend größer werdenden Längenausgleich ermöglichen muss.
In den Zeichnungen ist also ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welchem zumindest zwei Kammern vorgesehen sind, an welchen die Befestigungseinrichtung angreift. Bei Bedarf können aber auch noch mehr Kammern vorgesehen, die vorzugsweise parallel zueinander laufen, an denen die Mon- tageeinrichtung noch zusätzlich ansetzt.
Als Material für das Gehäuse/Radom kommen alle geeigneten Materialien in Betracht. Denkbar ist insbesondere die Verwendung von Coextrudaten oder elektrisch neutralen Fasern. Auch Materialien aus elektrisch neutralen Fasern unter Verwendung von Holzfasern sind denkbar. Als Werkstoffe sind vor allem auch Thermoplaste geeignet, die den höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten verglichen mit Metallen aufweisen.