VORRICHTUNG ZUM OPTISCHEN VERMESSEN UND/ODER PRÜFEN VON LÄNGLICHEN PRODUKTEN
BESCHREIBUNG [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum optischen Vermessen und/oder Prüfen von in ihrer Längsrichtung vorwärts bewegten Längsprodukten mit mehreren Kameras, die zur Scharfstellung der Abbildung in Richtung auf die Oberfläche des Längsprodukts verschiebbar sind, und ein entsprechendes Verfahren.
[0002] Es ist bereits bekannt, Geometrien und insbesondere die Geometrie von in Längsrichtung vorwärts bewegten Längsprodukten optisch präzise zu vermessen und/oder Fehlstellen an derartigen Produkten zu detektieren und/oder zu vermessen. Eine Bedingung für eine derartige präzise Messung besteht darin, dass die Abbildungsschärfe für die bei der Vermessung eingesetzte Kamera bestmöglich eingestellt sein muss. Ferner müssen die Verzeichnung minimal und der Abbildungsmaßstab genau bekannt sein.
[0003] Wird nun ein und dasselbe Messsystem für verschieden geformte und/oder dimensionierte Produkte und damit für unterschiedliche Distanzen von der Kamera zur Messebene, beispielsweise zur Oberfläche der zu vermessenden Struktur, eingesetzt, dann können die oben beschriebenen Anforderungen nur schwer erfüllt werden.
[0004] Es sind bereits Vorrichtungen der hier in Rede stehenden Art mit Autofokus-Optiken bekannt, mit denen sich die erforderliche Schärfe problemlos rasch und genau einstellen lässt. Allerdings führt die erforderliche Verstellung der optischen Elemente auch dazu, dass sich der Abbildungsmaßstab entsprechend verändert, wodurch eine präzise Vermessung negativ beeinflusst wird.
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[0005] Um eine genaue Messung vornehmen zu können, muss bei den Vorrichtungen des Standes der Technik mit Autofokus-Optik für jede Distanz der Kamera zum zu vermessenden Objekt beziehungsweise Produkt eine neue Eichung vorgenommen werden.
[0006] Außerdem ist es für eine präzise Vermessung erforderlich, die Verzeichnung des Abbildes durch Objektivfehler zu berücksichtigen. Diese Fehler sind für ein optisches System bekanntermaßen bei verschiedenen Einstellung nicht konstant. Somit ist auch das Ausmaß der Verzeichnung abhängig von der jeweiligen Fokuseinstellung.
[0007] Dies wiederum hat dann zur Folge, dass die Korrekturalgorithmen zur Kompensation der Verzeichnungsfehler nur für eine bestimmte Fokusstellung gültig sind. Entsprechend müsste bei einem solchen System für jede Fokusstellung zusätzlich zum Abbildungsmaßstab auch ein zugehöriger Korrekturdatensatz zur Kompensation der Verzeichnung ermittelt und hinterlegt werden. Dies nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und ist entsprechend kostspielig.
[0008] Die JP-A-7 31 1 161 beschreibt eine Vorrichtung zum optischen Vermessen und/oder Prüfen von in ihrer Längsrichtung vorwärts bewegten Längsprodukten mit mindestens einer Kamera mit Scharfstellung der Abbildung, wobei die Kamera zur Scharfstellung der Abbildung in Richtung auf die Oberfläche des Längsproduktes verschiebbar ist.
Aus der JP-A-2001 337 046 ist ebenfalls eine Vorrichtung zum optischen Vermessen und/oder Prüfen von in ihrer Längsrichtung vorwärtsbewegten Längsprodukten mit mindestens einer Kamera mit Scharfstellung der Abbildung bekannt. Bei dieser Vorrichtung kommen mehrere bewegliche Kameras zum Einsatz.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine einfache und kostengünstige gattungsgemäße Vorrichtung mit Scharfstellung der Abbildung bereit zu stellen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es
ferner ein kostengünstiges und einfaches Verfahren zum optischen Vermessen und/oder Prüfen der genannten Art bereit zu stellen.
[00010] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Lehre der unabhängigen Ansprüche.
[0001 1] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden mehrere Kameras mit fixem Fokus eingesetzt, die mittels nur einer Vorrichtung gemeinsam und gleichzeitig um die gleiche Wegstrecke verschoben werden können.
[00012] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden somit alle Kameras in Richtung auf die Oberfläche und insbesondere in senkrechter Richtung auf die Oberfläche des zu vermessende Längsproduktes verschoben beziehungsweise verfahren. Die Kameras werden dabei natürlich zweckmäßigerweise auf den optimalen Abstand zu der zu vermessenden Objekt- beziehungsweise Produktoberfläche verschoben.
[00013] Die Scharfstellung der Abbildung in den Kameras wird daher nicht durch ein Verstellen der Optik (Autofokus) bewerkstelligt. Vielmehr kann eine kostengünstige und einfach aufgebaute und damit über eine lange Standzeit verfügende Kamera mit Standardoptik zur Messung eingesetzt werden. Eine derartige Kamera besitzt einen fixen Fokus. Die mit Hilfe dieser Kamera vorgenommenen Messungen können mit einer eindeutigen Verzeichnungskorrektur versehen werden.
[00014] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind daher insbesondere:
Der Vergrößerungsmaßstab bleibt absolut konstant, - die fest eingeeichte Verzeichniskorrektur ermöglicht für jede
Einstellung optimale Messbedingungen und dies führt zu einer höchsten Wiederholbarkeit und Genauigkeit der durchgeführten Messungen.
[00015] Die oben aufgeführten Vorteile kommen dadurch zum Tragen, dass mehrere Kameras für die durchzuführenden Messaufgaben
eingesetzt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung findet dabei vorzugsweise Einsatz für runde Längsprodukte, beispielsweise Kabel, Rohre und Profile, die allseitig vermessen werden müssen. Ein mögliches Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist allerdings auch die Vermessung von breiten Bahnen, beispielsweise Bretter, Platten, Stoffbahnen. In diesem Falle sind ebenfalls mehrere Kameras vorhanden, um die ganze Produktbreite möglichst optimal zu erfassen.
[00016] Die Kameras der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in einer zur Längsrichtung senkrechten Ebene sowie um die Längsrichtung verteilt, insbesondere gleichmäßig verteilt, angeordnet. Die Längsrichtung stellt somit eine Senkrechte zu dieser Ebene dar.
[00017] Die Kameras sind derart in dieser Ebene um die Längsrichtung verteilt angeordnet, dass sie einen gleichen Abstand zu dem zu vermessenden Längsprodukt besitzen. Ein derartiges Längsprodukt kann im übrigen auch als Langprodukt bezeichnet werden.
[00018] Vorzugsweise sind die Kameras auf einem Kreis angeordnet, der um die Längsrichtung des zu vermessenden beziehungsweise bewegten, runden Längsproduktes umläuft. Die durch diesen Kreis gebildete Ebene verläuft senkrecht zur Längsrichtung bzw. Längsachse des Längsproduktes. Der Mittelpunkt des Kreises fällt dabei mit dem Zentrum (liegt in der genannten Ebene) der Vorrichtung und, sofern sich das zu vermessende Längsprodukt in der korrekten Lage befindet, mit der Längsachse des in Längsrichtung vorwärtsbewegten Längsproduktes zusammen. Der Kreisdurchmesser hängt davon ab, wie weit die Kameras zum Zentrum verschoben sind. Die Kameras sind in diesem Falle in Radialrichtung verschiebbar bzw. hin- und her-schiebbar.
[00019] Nach einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform sind die
Kameras dabei gleichmäßig verteilt auf dem Kreis (genauer: auf dem
Kreisumfang) angeordnet. Diese Ausführungsform ist insbesondere für die oben beschriebenen runden Produkte geeignet. Eine derartige
Vorrichtung dient vorzugsweise zur Oberflächenfehlervermessung der runden Produkte.
[00020] Sollen Produkte mit unrundem Querschnitt vermessen werden und sind die Kameras auf einem Kreis angeordnet, kann es zweckmäßig sein, die Kameras derartig aus zu gestalten, das sie zusätzlich auch noch einzeln verschoben werden können.
[00021] Es versteht sich von selbst, dass die Kameras in der gewählten Verschiebeposition ortsfest fixiert werden können.
[00022] Sollen unrunde Längsprodukte, beispielsweise Profile, vermessen werden, dann können die Kameras alternativ auch auf beispielsweise einem Oval oder einer anderen geometrischen, in sich geschlossenen Figur angeordnet sein, die auf der genannten senkrechten Ebene liegt.
[00023] Weiterhin bevorzugt sind die Kameras auf einer gemeinsamen Halterichtung verschiebbar montiert, vorzugsweise auf einer planen Fläche der gemeinsamen Halteeinrichtung, wobei die Fläche senkrecht zur Längsachse der Längsrichtung angeordnet ist.
[00024] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum optischen Vermessen und/oder Prüfen von in ihrer Längsrichtung vorwärts bewegten Längsprodukten werden mehrere wie oben beschriebene Kameras auf denjenigen Abstand zu der Oberfläche des zu vermessenden Längsproduktes in Richtung auf die Oberfläche des Längsproduktes verschoben, bei dem das Längsprodukt in den Kameras scharf abgebildet wird. Dies erfolgt natürlich vor der eigentlichen optischen Vermessung und/oder Prüfung. Anschließend wird dann die optische Vermessung beziehungsweise Prüfung durchgeführt.
[00025] Somit werden bei diesem Verfahren alle Kameras gemeinsam und gleichzeitig um die gleiche Wegstreckung in Richtung auf die Oberfläche des Längsprodukts verschoben.
[00026] Wenn im Rahmen der vorliegende Unterlagen von einem Verschieben oder Verfahren in Richtung auf die Oberfläche die Rede ist, dann kann diese Bewegung zur Oberfläche hin oder von der Oberfläche weg erfolgen, je nachdem ob die Kameras näher an das Längsprodukt herangebracht oder davon entfernt werden muss/müssen. Analoges gilt für das Verschieben oder Verfahren in Radialrichtung.
[00027] Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer bevorzugten Vorrichtung für die Oberflächenfehlervermessung an Kabeln, Rohren und Profilen beschrieben. Eine derartige Vorrichtung ist in den nachfolgenden Zeichnungen nicht maßstabsgetreu sowie teilweise schematisch näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit drei Kameras
Figur 2 eine Aufsicht auf die in Figur 1 gezeigte Vorrichtung in Richtung der Längsrichtung des zu vermessenden
Längsproduktes, bei dem es sich hier um ein Rohr handelt,
Figur 3 eine der Figur 2 analoge Ansicht,
Figur 4a die optischen Verhältnisse in schematischer Darstellung für eine konventionelle Autofokus-Optik, gemäß dem
Stand der Technik,
Figur 4 b die optischen Verhältnisse bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 5 die Funktionsweise einer Vorrichtung zum Verschieben einer Kamera,
Figur 6 die in der Figur 5 gezeigte Vorrichtung in Seitenansicht,
Figur 7 eine alternative Ausführungsform für eine Vorrichtung zum Verschieben einer Kamera und
Figur 8 eine dritte Vorrichtung zum Verschieben einer Kamera.
[00028] Unter Bezug auf die Figuren 1 bis 3 ist ersichtlich, dass die hier gezeigte, beispielhafte und ein bevorzugte Ausführungsform darstellende erfindungsgemäße Vorrichtung 1 eine Basisplatte 3 aufweist, welche alle für die Vermessung beziehungsweise Prüfung erforderlichen Elemente trägt.
[00029] Diese Basisplatte 3 stellt die gemeinsame Halteeinrichtung für drei Kamerasysteme 4 dar. In der Mitte dieser in etwa in Aufsicht dreiecksförmigen Basisplatte 3 befindet sich eine in etwa kreisförmige Ausnehmung 19, die zum Rand der Basisplatte 3 hin mittels eines Kanals 22 offen ist. Dadurch ist es möglich, die Basisplatte 3 derart auf das vermessende und prüfende Längsprodukt, hier ein Rohr 2, 2', aufzuschieben, dass das Rohr 2, 2' zentrisch und mittig zwischen den Kamerasystemen 4 angeordnet ist, worauf nachstehend noch näher eingegangen wird.
[00030] Die Kamerasysteme 4 sind gleichmäßig verteilt auf dem Umfang eines nicht gezeigten Kreises angeordnet und zeigen mit ihrem Objektiv zum Rohr 2, 21. Der Mittelpunkt dieses virtuellen Kreises stellt das Zentrum 23 der Vorrichtung 1 dar und fällt mit der Längsmittelachse des Rohres 2, 2' zusammen, wenn sich das Rohr 2, 2' in der gewünschten Messposition befindet.
[00031 ] Die Vorrichtung 1 wird üblicherweise in eine Produktionslinie eingebaut. Das Rohr 2, 2' wird kontinuierlich optisch vermessen und auf etwaige Fehler geprüft.
[00032] Bei den zu messenden Parametern handelt es sich beispielsweise um den Durchmesser und um die Oberflächenqualität. Vermessen werden dabei beispielsweise optisch erkennbare Form- und Farbfehler wie Dellen, Buckel, Risse, Löcher, Verunreinigungen, Schlieren, Kratzer, Fremdkörper und anderes mehr. Die zu
vermessenden Rohre 2, 21 können aus allen denkbaren Materialien hergestellt sein, beispielsweise Kunststoff, Metall, Glas und Holz.
[00033] Bei der in den Figuren dargestellten Vorrichtung 1 wird die Messung mit insgesamt drei Kamerasystemen 4 durchgeführt. Allerdings ist es auch möglich, nur eines dieser Kamerasysteme 4 zum Einsatz zu bringen, wenn nur bestimmte Parameter gemessen werden sollen.
[00034] Zu einem derartigen Kamerasystem 4 gehört die eigentliche Kamera 5, die auf einem beweglichen Schlitten 6 montiert ist. Dieser Schlitten 6 ist in Radialrichtung und somit in Richtung auf die Längsachse des Rohres 2, 21 verschiebbar. Um diese Verschiebung zu bewirken, können verschiedenartig ausgebildete Vorrichtungen eingesetzt werden. Bei der in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform dient dazu ein Exzenter 7. Dieser Exzenter 7 kann entweder direkt durch einen Motor 9 angetrieben werden. Für ein Rundumkontrolle des gezeigten Rohres 2, 2' können jedoch auch mehrere Kamerasysteme 4 mit Hilfe eines Zahnriemens 8, der mit allen Exzentern 7 im Eingriff ist, gleichzeitig verschoben werden. Darauf wird nachstehend unter Bezug auf die Figur 5 bis 9 noch näher eingegangen.
[00035] In der Figur 2 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in der „hinteren" Stellung P dargestellt. Alle drei Kameras 5 sind radial vom
Zentrum 23 der Vorrichtung (= Mittelpunkt des genannten Kreises) in die radial äußere Position 11 verschoben. In dieser Stellung P ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 optimal für das größtmögliche Rohr 2 auf den fokussierten Abstand L eingestellt, sodass die zu prüfende Oberfläche scharf in der Kamera abgebildet wird. Die Stellung P der
Kameras 5 kann mit Hilfe von Weggeberpotentiometern 10 gemessen und bestimmt werden.
[00036] Bei der in der Figur 3 wiedergegebenen Darstellung befindet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in der „vorderen" Stellung P". Die Kameras 5 sind somit nach vorne in die radial innere Position 12 verschoben. Mit anderen Worte, die Kameras 5 sind zum Zentrum 23 hin
verschoben, sodass die Oberfläche des Rohres 2', das ein kleineres Muster beziehungsweise Rohr darstellt, als das in der Figur 2 dargestellte, größere Rohr beziehungsweise Muster 2, wieder scharf abgebildet wird. Der optimale Abstand L zu den Kameras 5 bleibt somit konstant. Die Stellung P" ist mit den genannten Weggeberpotentiometern 10 bestimmbar.
[00037] In der Figur 4a sind die optischen Verhältnisse für eine den Stand der Technik repräsentierende beziehungsweise konventionelle Vorrichtung mit Autofokus-Optik dargestellt, wobei das Scharfstellen durch Verstellen der Linsen erfolgt.
[00038] In der Figur 4b wird die erfindungsgemäße Scharfstellung ohne Veränderung der Optik erläutert. Stattdessen wird die ganze Kamera verschoben.
[00039] Dieser optische Zusammenhang wird anhand von einer Messung zweier flacher Muster 20 und 21 mit rechteckigem Querschnitt von unterschiedlicher Höhe H und H1 erläutert.
[00040] Für die Figur 4 a gilt folgendes:
[00041] Das Muster 20 mit der Höhe H wird auf dem Sensorchip der Kamera 5 abgebildet. Dabei wird die Breite in B als Länge A abgebildet. Die Optik der Kamera 5 ist auf die Distanz L scharf eingestellt worden.
[00042] Für das Muster 21 mit der geringeren Höhe H1 muss die Kamera 5 (genauer die Optik davon) auf die neue Distanz L' scharf eingestellt werden. Dadurch verändert sich der Abbildungsmaßstab, sodass die Breite B1 der Kamera 5 verkürzt als A' erscheint. Die beiden Breiten B und B* sind im Beispiel identisch gewählt. Dies bedeutet mathematisch ausgedrückt: B1 = B woraus sich ergibt: A1 > A.
[00043] Für die Figur 4 b gilt folgendes:
[00044] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich für das große Muster 20 mit der Höhe H dieselben Verhältnisse wie bei der Figur
4 a. Die Kamera 5 ist dabei in der Ausgangsstellung bzw. hinteren Stellung P. Die Breite B wird in der entsprechenden Länge A abgebildet. Der Abstand L der Oberfläche des Musters 20, 21 entspricht ebenfalls der Scharfstellung in Figur 4a.
[00045] Im Gegensatz zu dem in der Figur 4a gezeigten Stand der Technik wird aber für das kleinere Muster 21 die Scharfstellung 12 durch Verschieben der Kamera 5 in die vordere Stellung P" (mit gestrichelten Linien dargestellt) erreicht. Die optischen Verhältnisse mit einem festen Abstand L zum zu vermessenden Objekt bleiben für die Abbildung von B" erhalten. Demzufolge ist die so abgebildete Länge A" ebenso groß wie diejenige der Abbildung A für das Muster B" mit identischer Breite B. Mathematisch ausgedrückt bedeutet dies Folgendes: B" = B woraus sich ergibt: A" = A.
[00046] Aus obigen Darlegungen ergibt sich, dass mit einer konventionellen Autofokusvorrichtung der Abbildungsmaßstab für jeden
Objektabstand verschieden ist. Somit ist eine maßstabsgetreue
Vermessung der Oberfläche des Objektes schlecht möglich. Im
Gegensatz dazu bleibt der Abbildungsmaßstab bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 eindeutig erhalten, sodass eine präzise Vermessung möglich ist.
[00047] In der Figur 5 ist dargestellt, wie ein erfindungsgemäßes Kamerasystem 4 mit einem Exzenter 7 verschoben werden kann. Dieser Exzenter 7 wird über eine Achse 13 angetrieben. Dadurch wird der Schlitten 6, auf dem die Kamera 5 montiert ist, in Längsrichtung beziehungsweise in Radialrichtung verschoben.
[00048] Figur 6 zeigt das in der Figur 5 dargestellte Kamerasystem 4 in Seitenansicht, wobei die Kamera 5 mit dem Schlitten 6 fest verbunden ist. Der Motor 12 treibt über die Achse 13 den Exzenter 7 an.
[00049] In der Figur 7 ist eine weitere Möglichkeit eines Antriebs des Schlittens mit eine Zahnstange 15 und einem Zahnrad 14 gezeigt.
[00050] In der Figur 8 wird der dort gezeigte Schlitten 6 mit der darauf montierten Kamera 5 mit Hilfe einer motorgetriebenen Schnecke 17 angetrieben, welche eine am Schlitten 6 fixierte Mutter 18 in Längsrichtung verschiebt.
[00051] Neben den oben gezeigten Möglichkeiten für eine Verschiebung der Kameras 5 beziehungsweise der Schlitten 6, auf denen diese Kameras 5 befestigt sind, ist es erfindungsgemäß auch möglich und bevorzugt, mehrere Kamerasysteme 4 gleichzeitig zu verschieben, beziehungsweise anzutreiben. Eine derartige Ausführungsform ist in den Figuren 1 bis 3 dargestellt. Diese Ausführungsform ist mit einem Motor 9 ausgestattet, der über einen Zahnriemen 8 die drei in den Figuren 1 bis 3 gezeigten Kamerasysteme 4 gleichzeitig in Radialrichtung verschiebt beziehungsweise hin- und herschiebt. Dazu ist der Zahnriemen 8 mit den Exzentern 7 der drei Kamerasysteme 5 im Eingriff.
[00052] Die in den Figuren 1 bis 3 gezeigte Vorrichtung mit drei Kamerasystemen 4 dient insbesondere für eine Rundum-Kontrolle eines Rohres 2, T.
[00053] Es ist natürlich auch möglich, mehrere der beschriebenen Vorrichtungen zur Verschiebung der Kamerasysteme 5 in Richtung auf die Oberfläche des Längsproduktes miteinander zu kombinieren.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Vorrichtung
2, 2' Rohr 3 Basisplatte
4 Kamerasystem
5 Kamera
6 Schlitten
7 Exzenter 8 Zahnriemen
9 Motor
10 Weggeberpotentiometer
1 1 radial äußere Position
12 radial innere Position
13 Achse
14 Zahnrad
15 Zahnstange
16 Motor
17 motorgetriebene Schnecke
18 Mutter
10 19 Ausnehmung
20 Großes Muster
21 Kleineres Muster
22 Kanal
23 Zentrum
15