Anschlussklemme mit Öffnungseinrichtung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anschlussklemme mit einer Öffnungseinrichtung. Im Stand der Technik sind Anschlussklemmen mit Öffnungseinrichtungen bekannt geworden, um insbesondere bei flexiblen Leitern eine sichere Aufnahme an der Anschlussklemme zu gewährleisten. Dazu wird bei einem z.B. flexibel ausgebildeten Leiter ein Werkzeug an der Anschlussklemme eingesetzt, um den Leiter zuverlässig in die Anschlussklemme einzuschieben, wo der Leiter nach beendeter Betätigung der Öffnungseinrichtung zuverlässig aufgenommen wird und eine sichere elektrische Verbindung herstellt.
Des Weiteren sind im Stand der Technik Klemmen mit einer Zustandanzeige bekannt geworden, die den Zustand eines eingesteckten Leiters anzeigen.
Nachteilig an dem bekannten Stand der Technik ist, dass einerseits bei vorhandenem Öffner keine Zustandsanzeige erfolgt, während andererseits bei einer Zustandsanzeige der Öffner fehlt.
So ist z. B. mit der DE 10 2006 014 646 Al eine Anschlussklemme für Leiterplatten bekannt geworden, die ein Drückerteil aus Kunststoff zum Öffnen der Klemmstelle aufweist. Eine separate Zustandsanzeige ist bei diesem Stand der Technik nicht vorgesehen. An dem Drückerteil kann in bestimmten Einbausituationen abgelesen werden, ob ein Leiter an der Klemmstelle aufgenommen ist. Wenn allerdings die Einbaulage der Anschlussklemme derart ist, kann an der Stellung des Drückerteils nicht auf den Klemmzustand rückgeschlossen werden. Nicht repräsentativ für den Klemmzustand ist die Stellung des Drückerteils z.B. bei einer Über-Kopf-Montage, denn dann wird das Drückerteil nicht durch die Schwerkraft wieder in seine Ausgangslage bewegt. Aber auch bei einer
Anordnung an einer senkrechten Leiterplatte ist nicht gewährleistet, dass das Drückerteil den Klemmzustand zuverlässig anzeigt. Nachteilig an diesem Stand der Technik ist, dass keine zuverlässige Anzeige des Klemmzustands erfolgt .
Weiterhin ist mit der US 6,682,364 B2 eine Anschlussklemme bekannt geworden, bei der ein Öffner zum Öffnen der Klemmverbindung vorgesehen ist. Der Öffner ist mit der Klemmfeder gekoppelt, sodass auch bei einer Montage an einer senkrechten Schiene oder bei einer Über-Kopf-Montage grundsätzlich von der Stellung des Drückers auf den Klemmzustand rückgeschlossen werden kann. Nachteilig an diesem Stand der Technik ist allerdings, dass der Wegunterschied des Öffners zwischen der geöffneten und der geklemmten Stellung klein ist, sodass das Erkennen des Zustands nur bei genauer Betrachtung und aus geringer Entfernung zuverlässig möglich ist.
Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Anschlussklemme zur Verfügung zu stellen, bei der mit einfachen Mitteln unabhängig von der Einbaulage eine deutliche Anzeige des Klemmzustands erfolgt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Anschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus der Beschreibung des Ausführungsbeispiels .
Die erfindungsgemäße Anschlussklemme weist ein Gehäuse mit einem daran angeordneten Strombalken auf. Weiterhin ist an dem Gehäuse eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme wenigstens eines Leiters vorgesehen. Eine Klemmeinrichtung mit einer in dem Gehäuse gehaltenen Klemmfeder dient zur Klemmung des Leiters
gegen den Strombalken, um einen eingesteckten Leiter mit dem Strombalken elektrisch leitend zu verbinden. Eine Betätigungseinrichtung ist zur Öffnung der Klemmeinrichtung vorgesehen. Die Betätigungseinrichtung wirkt zur Öffnung der Klemmeinrichtung auf die Klemmfeder ein. Die Betätigungs- einrichtung ist mit einer Anzeigeeinrichtung zur Anzeige eines Klemmzustands der Klemmeinrichtung versehen. Die Betätigungs- einrichtung ist mit der Klemmeinrichtung bewegungsgekoppelt. Dabei ist die Aufnahmeeinrichtung räumlich zwischen einem festgelegtem Abschnitt der Klemmfeder und der Betätigungs- einrichtung angeordnet, damit die Anzeigeeinrichtung den Klemmzustand der Klemmeinrichtung in einem vergrößerten Maßstab unabhängig von einer räumlichen Lage des Gehäuses anzeigt .
Die erfindungsgemäße Anschlussklemme hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist, dass die Betätigungseinrichtung zur Öffnung der Klemmeinrichtung mit einer Anzeigeeinrichtung versehen ist, die den Klemmzustand der Klemmeinrichtung anzeigt. Dadurch können fehlerhafte Einsteckvorgänge von Leitern in die Anschlussklemme verhindert werden, da der Benutzer im Anschluss an das Einstecken direkt oder auch jederzeit später das Ergebnis des Einsteckvorganges visuell beurteilen kann. Die Anzeigeeinrichtung zeigt den Klemmzustand zuverlässig und reproduzierbar an. Die Stellung der Anzeigeeinrichtung ist auch aus größeren Entfernungen ablesbar. Das wird durch die Bewegungskopplung der Betätigungseinrichtung und der Klemmeinrichtung in Verbindung mit der verstärkenden Übertragung der Bewegung der Klemmeinrichtung auf die Anzeigeeinrichtung.
Die Erfindung ist insbesondere vorteilhaft, da der Klemmzustand der Klemmeinrichtung unabhängig von der räumlichen Lage des Gehäuses angezeigt wird. Da Anschlussklemmen in den unterschiedlichsten räumlichen Lagen montiert werden, nützt
eine Anschlussklemme u.U. nur wenig, wenn die Zustandsanzeige lageabhängig ist. Bei der Erfindung wird die Lageunabhängigkeit dadurch erreicht, dass die Betätigungseinrichtung mit der Anzeigeeinrichtung ausgerüstet und insbesondere damit einstückig gebildet ist. Durch den vergrößerten Maßstab der Übertragung wird eine deutlich verbesserte Anzeige des Klemmzustands ermöglicht, die auch bei Leitern mit geringen Außendurchmessern schon eine signifikante Zustandanzeige ermöglicht .
Erfindungsgemäß kann die Betätigungseinrichtung direkt als Anzeigeeinrichtung verwendet werden, da die Klemmeinrichtung den aktuellen Bewegungszustand auf die Betätigungseinrichtung verstärkt überträgt, sodass die daran vorgesehene Anzeigeeinrichtung über die Bewegungskopplung den Zustand der Klemmung in vergrößertem Maßstab anzeigt.
Eine solche Ausgestaltung bietet ganz erhebliche Vorteile, da die Vorrichtung sehr klein bauend realisiert werden kann. Wird hingegen eine separate Betätigungseinrichtung und darüber hinaus auch eine separate Anzeigeeinrichtung in eine Anschlussklemme integriert, führt dies zu einem erheblichen Raumbedarf, der bei Anschlussklemmen typischerweise nicht gegeben ist . Der Raumbedarf von Anschlussklemmen ist insofern von Bedeutung, da auf den Montageschienen etc. nur begrenzter Platz zur Verfügung steht.
Vorzugsweise ist die Aufnahmeeinrichtung in einem zentralen Bereich und insbesondere etwa mittig in dem Gehäuse angeordnet .
Die Klemmfeder ist vorteilhafterweise als Schenkelfeder ausgeführt. Vorzugsweise ist die Klemmfeder oder Schenkelfeder um einen Drehpunkt an dem festgelegten Abschnitt der Klemmfeder auf der einen Seite der Aufnahmeeinrichtung in dem
Gehäuse verschwenkbar vorgesehen. Die Betätigungseinrichtung ist dann auf der anderen bzw. gegenüberliegenden Seite der Aufnahmeeinrichtung in dem Gehäuse angeordnet.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Betätigungseinrichtung starr mit der Klemmeinrichtung verbunden, sodass jedwede Bewegung der Klemmeinrichtung auf die Betätigungseinrichtung übertragen wird.
In vorteilhaften Weiterbildungen ist die Betätigungseinrichtung flexibel mit der Klemmeinrichtung verbunden. Das umfasst insbesondere den Fall, dass die Betätigungseinrichtung erst einen gewissen Hub ausführen muss, bevor die Bewegung der Betätigungseinrichtung auf die Klemmeinrichtung übertragen wird.
In vorteilhaften Weiterbildungen umfasst die Betätigungs- einrichtung einen Drücker, dessen Position als Anzeige der Anzeigeeinrichtung dient. Bei dieser Ausgestaltung wird ein besonders einfacher Aufbau und ein besonders wenig Platz benötigender Aufbau ermöglicht, da der Drücker einerseits als Betätigungseinrichtung dient, um eine Leiter in der Anschlussklemme zu lösen, während andererseits der Drücker gleichzeitig über seine Position den Zustand der Klemmeinrichtung anzeigt.
In besonders bevorzugten Ausgestaltungen umfasst die Klemmeinrichtung eine Klemmfeder, welche insbesondere als Schenkelfeder ausgebildet ist. Insbesondere bei Einsatz von Schenkelfederklemmen ist eine Zustandsanzeige sinnvoll, da dadurch ein Fehlstecken durch ein nicht genügend tiefes Einstecken vermieden werden kann. Insbesondere ist die Klemmfeder mit dem Drücker bewegungsgekoppelt.
In vorteilhaften Weiterbildungen weist die Klemmfeder ein Fenster auf, welches insbesondere zur Aufnahme eines Leiters geeignet ist. Beispielsweise kann die Klemmfeder ein Fenster aufweisen, durch welches der in die Anschlussklemme eingeführte Leiter hindurch führbar ist, wo der eingeführte Leiter dann klemmend von der Klemmfeder aufgenommen wird. Das bedeutet, dass die Klemmfeder bzw. das Fenster der Klemmfeder an dem aufzunehmenden Leiter anliegt, sodass über die Position der Klemmfeder eine Aussage getroffen werden kann, ob der Leiter aufgenommen ist oder nicht.
In vorteilhaften Weiterbildungen greift die Klemmfeder in eine Öffnung und insbesondere eine Nut des Drückers ein. Das bedeutet, dass bei Betätigung des Drückers nicht nur der Drücker bewegt wird, sondern auch die Klemmfeder ihre Lage entsprechend ändert . Darüber kann die Klemmung zwischen Klemmfeder, Leiter und der Stromschiene aufgehoben werden, sodass der Leiter entnommen oder eingeführt werden kann.
Vorzugsweise ist der Drücker mit einer Vorbelastungseinrichtung in eine Grundposition vorbelastet. Dabei ist die Vorbelastungseinrichtung insbesondere als Feder ausgeführt, welche vorzugsweise einstückig mit dem Drücker gebildet ist. Beispielsweise kann die Vorbelastungseinrichtung als Feder ausgeführt sein, die bei der Fertigung an den Drücker angespritzt ist.
In bevorzugten Weiterbildungen ist die Anzeigeeinrichtung zur Anzeige des aufgenommenen Leiterquerschnitts geeignet. Das ist beispielsweise regelmäßig der Fall, wenn die Information über den eingesteckten Leiter über die Klemmeinrichtung ermittelt wird, da die Klemmeinrichtung von einem kleineren Leiterquerschnitt nur weniger ausgelenkt wird als von einem größeren Leiterquerschnitt .
In bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung kann ein Druckstück, vorgesehen sein, welches in der Aufnahmeeinrichtung angeordnet ist und mit einer Position eines Leiters bewegungsgekoppelt ist. Das kann beispielsweise darüber erfolgen, dass das Druckstück den gesamten Querschnitt der Aufnahmeeinrichtung einnimmt, sodass ein in die Aufnahmeeinrichtung eingeführter Leiter zwangsläufig das Druckstück bei dem Einführen des Leiters mitbewegt.
Vorzugsweise gibt das Druckstück seine Positionsänderung an den Drücker oder die daran vorgesehene Vorbelastungseinrichtung oder Feder weiter, sodass mit der Bewegung des Druckstücks auch der Drücker bewegt wird, sodass der Drücker bzw. dessen Position wiederum als Anzeigeeinrichtung dient.
Durch ein Druckstück wird eine Zustandsanzeige erreicht, die unabhängig von dem Leitungsquerschnitt des eingeschobenen Leiters ist. Ein weiterer erheblicher Vorteil eines Druckstücks ist, dass direkt die eingeschobene Tiefe des Leiters ermittelbar ist. Wird hingegen der Leiter in ein Fenster der Klemmfeder eingeschoben, so verschiebt sich der Klemmschenkel der Klemmfeder zwar erst, wenn der Leiter tatsächlich aufgenommen wurde, aber wie tief der Leiter schon aufgenommen wurde, kann nicht ohne weiteres angezeigt oder ermittelt werden. Das ist bei Einsatz eines Druckstückes anders, da die eingeschobene Tiefe eines Leiters direkt über die Lage des Druckstückes ermittelbar ist.
In einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Betätigungseinrichtung mit einem Mitnehmer und mit einem Scharnier versehen, wobei ein in die Aufnahmeeinrichtung eingesteckter Leiter den Mitnehmer mitnimmt und somit über das Scharnier den Drücker auslenkt, sodass der Drücker den Zustand eines eingesteckten Leiters anzeigt. Um die Klemmverbindung wieder zu lösen, kann der Drücker betätigt werden, sodass ein
Betätigungsbereich des Drückers auf einen Federschenkel der Klemmfeder drückt, die daraufhin die Klemmung des Leiters gegen die Stromschiene aufhebt, sodass auch in dieser Ausgestaltung eine kombinierte Anzeige- und Drückereinrichtung vorgesehen ist.
Vorteilhafterweise ist zwischen dem Drücker und der Klemmfeder ein Freiraum vorgesehen ist, sodass eine Öffnung der Klemmfeder durch den Drücker erst nach einer Verschiebung des Drückers um eine Abmessung des Freiraums erfolgt, welcher besonders bevorzugt in der Form bemessen ist, dass der Drücker auch bei dem kleinsten vorgesehenen bzw. aufzunehmenden Leiterquerschnitt die richtige Stellung zur Anzeige erreicht ohne die Schenkelfeder zu betätigen und den Kontakt zu öffnen.
In bevorzugten Ausgestaltungen steht der Drücker über das Gehäuse vor, wenn ein Leiter korrekt eingeschoben ist. In einer anderen bevorzugten Ausgestaltung tritt der Drücker in das Gehäuse ein, wenn ein Leiter korrekt aufgenommen wurde.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung des Ausführungsbeispieles, das im Folgenden mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen erläutert wird.
Darin zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anschlussklemme im Grundzustand;
Fig. 2 die Anschlussklemme nach Fig. 1 mit einem eingeschobenen Leiter mit kleinem Leitungsquerschnitt;
Fig. 3 die Anschlussklemme nach Fig. 1 mit einem eingeschobenen Leiter mit großem Leitungsquerschnitt; und
Fig. 4 die Anschlussklemme nach Fig. 1 bei Betätigung des Öffners;
Mit Bezug auf die beiliegenden Figuren 1- bis 4 wird nun ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Die in den Figuren 1 bis 4 dargestellte erfindungsgemäße Anschlussklemme 1 umfasst ein Gehäuse 2 und einen daran bzw. darin angeordneten Strombalken 3. Eine zentrische Öffnung dient als Aufnahmeeinrichtung 4, um einen Leiter 5 mit kleinem Querschnitt oder einem Leiter 6 mit größerem Querschnitt in das Gehäuse 2 der Anschlussklemme 1 einzuführen. Eine Klemmeinrichtung 7, die eine hier als Schenkelfeder 11 ausgeführte Klemmfeder 10 umfasst dient zur klemmenden Verbindung des eingeschobenen Leiters 5 oder 6 mit dem Strombalken 3.
In Fig. 1 ist der Grundzustand 17 dargestellt, in der hier die Anzeige 9 bündig mit der Oberkante des Gehäuses abschließt. Die Anzeige 9 dient gleichzeitig als Drücker 15 der Betätigungseinrichtung 8, um z.B. bei flexiblen Leitern ein sicheres Klemmen und ein späteres sicheres Wiederöffnen der Klemmeinrichtung zu ermöglichen, um so den Leiter unbeschädigt einzuführen oder aus der Anschlussklemme 1 zu entfernen.
Die Betätigungseinrichtung 8 dient gleichzeitig als Anzeigeeinrichtung 9, sodass über die Position des Drückers 15 auf den Klemmenzustand zurückgeschlossen werden kann. Befindet sich der Drücker 15 in der bündigen Position mit der Oberseite des Gehäuses 2, dann ist kein Leiter eingeschoben oder der Leiter nur sehr unzuverlässig in die Aufnahmeeinrichtung 4 eingesteckt.
Die Aufnahmeeinrichtung 4 ist in einem zentralen Bereich 34 und hier etwa mittig in dem Gehäuse 2 angeordnet.
Die als Schenkelfeder 11 ausgeführte Klemmfeder 10 ist um einen Drehpunkt 26 an dem festgelegtem Abschnitt 35 der Klemmfeder 10 auf der einen Seite 36 der Aufnahmeeinrichtung 4 in dem Gehäuse 2 verschwenkbar vorgesehen. Die Betätigungs- einrichtung 8 ist dann auf der anderen bzw. gegenüberliegenden Seite 37 der Aufnahmeeinrichtung 4 in dem Gehäuse 2 angeordnet .
Durch diese Anordnung wird erzielt, dass eine Bewegung der Klemmfeder 10 verstärkt auf die als Anzeigeeinrichtung 9 dienende Betätigungseinrichtung 8 übertragen wird. Ein in die Aufnahmeeinrichtung 4 eingesteckter Leiter wirkt in einem mittleren Bereich zwischen dem Drehpunkt 26 und dem Ende 27 des Klemmschenkels 38 der Schenkelfeder 11 ein, sodass das Ende 27 eine nach dem Hebelgesetz erheblich vergrößerte Auslenkung erfährt. Das Maß der Verstärkung ist über die Hebelverhältnisse einstellbar. So sorgt schon ein dünner in der Aufnahmeeinrichtung 4 geklemmter Leiter für eine zuverlässige Anzeige des Klemmzustands.
In Fig. 2 ist der Zustand dargestellt, wenn ein Leiter 5 mit kleinem Querschnitt ordnungsgemäß in der Aufnahmeeinrichtung 4 aufgenommen ist und zuverlässig von der Schenkelfeder 11 gegen ein Teil des Strombalkens 3 gedrückt wird. Hier im Ausführungsbeispiel ist die Schenkelfeder 11 an dem Klemmschenkel 38 mit einem Fenster 12 versehen, durch welches der Leiter 5 bei der klemmenden Verbindung durchtritt. Das etwa rechteckig gestaltete Fenster 12 erlaubt die Aufnahme von Leitern unterschiedlicher Durchmesser.
An einer Seite des Fensters 12, nämlich an dem Strombalken bzw. dem Kontaktpunkt mit der dem Strombalken gegenüberliegen-
den Seite ist die Klemmkante 13 vorgesehen, mit welcher die Schenkelfeder 11 den Leiter 5 gegen einen Teil des Strombalkens 3 drückt, um einen leitenden Kontakt mit dem Strombalken herzustellen.
Die Aufnahmeeinrichtung 4 ist hier im Ausführungsbeispiel in einem zentralen Bereich des Gehäuses 2 angeordnet, sodass der Drehpunkt 26 der Schenkelfeder 11 sich auf der einen Seite der Aufnahmeeinrichtung 4 befindet, während die Betätigungseinrichtung 8 auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet ist. Dadurch wird bewirkt, dass das in eine Öffnung 14 des Drückers 15 eingetauchte Ende 27 der Klemmfeder 11 einen maximalen Abstand von dem Drehpunkt 26 der Klemmfeder aufweist, sodass eine Verstärkung der Auslenkung erfolgt, die der eingesteckte Leiter auf die Klemmfeder bewirkt. Dadurch wird es ermöglicht, dass auch bei dem Einstecken von Leitern mit einem dünnen Querschnitt eine deutlich sichtbare Auslenkung des Drückers 15 bzw. der Anzeigeeinrichtung 9 erfolgt, sodass eine zuverlässige Beurteilung des Klemmzustandes auch bei Leitern 5 mit kleinem Querschnitt möglich ist.
In Fig. 3 ist der Zustand der Anschlussklemme 1 bei Aufnahme eines Leiters 6 mit größerem Querschnitt dargestellt. Hier wird die Anzeigeeinrichtung 9 entsprechend stärker ausgelenkt.
In Fig. 4 ist die Anschlussklemme 1 bei eingeführten Werkzeug 20 dargestellt, wobei der Drücker 15 von dem Werkzeug 20 maximal verschoben wurde. Da das Ende 27 der Schenkelfeder 11 in die insbesondere als Nut ausgebildete Öffnung 14 des Drückers 15 eingetaucht ist, wird auch die Schenkelfeder 11 durch die Eintauchbewegung des Drückers 15 mitbewegt, sodass das Ende 27 der Schenkelfeder um den Drehpunkt 26 verschwenkt und somit den zuvor eingeklemmten Leiter 6 freigibt, der somit ohne Kontakt zu dem Fenster 12 in der Schenkelfeder 11 herausgezogen werden kann.
Hier im Ausführungsbeispiel steht im Grundzustand 17 der Drücker 15 über die Oberseite des Gehäuses 2 hinaus, während bei korrekt eingeführten Leiter der Drücker 15 bündig zur Oberfläche des Gehäuses 2 ausgerichtet ist.
Im Unterschied zum dargestellten Ausführungsbeispiel kann in weiteren Ausgestaltungen die Zustandsanzeige unabhängig von dem Durchmesser des eingeführten Leiters ausgebildet sein. Egal ob ein Leiter 5 mit kleinen Durchmesser oder ob ein Leiter 6 mit größeren Durchmesser in eine entsprechende Aufnahmeeinrichtung 4 eingeführt wird, kann sich bei entsprechenden Ausgestaltungen und bei korrektem Einführen ein gleicher Zustand der Klemmenzustandsanzeige bzw. Anzeigeeinrichtung 9 ergeben.
Hier im Ausführungsbeispiel steht im Grundzustand 17 der Drücker 15 über die Oberseite des Gehäuses 2 hinaus, während bei korrekt eingeführten Leiter der Drücker 15 bündig zur Oberfläche des Gehäuses 2 ausgerichtet ist.
Möglich ist auch, dass der Drücker 15 im Grundzustand 17 bündig mit der Oberfläche abschließt und bei korrekt verbundenen Leiter in das Gehäuse 2 eintaucht.
In bevorzugten Ausgestaltungen kann in dem Gehäuse 2 ein Druckstück vorgesehen sein, welches eine Kontaktfläche für den Kontakt mit dem einzuführenden Leiter 5 oder 6 und ein Übergangsstück und einen Mitnehmer aufweist .
Das Druckstück kann so gestaltet sein, dass das Kontaktstück den Querschnitt der Aufnahmeeinrichtung 4 im Wesentlichen vollständig ausfüllt, sodass es beim Einführen eines Leiters 5 oder 6 in die Aufnahmeeinrichtung 4 von dem Leiter in die Einschubrichtung mitgenommen werden muss.
Über das Übergangsstück wird diese translatorische Bewegung auf den Mitnehmer übertragen. Der Mitnehmer steht in Kontakt mit einer Rippe, die insbesondere Teil einer als Feder ausgeführten Vorbelastungseinrichtung 16 ist. Damit wird durch das Einschieben eines Leiters 5 oder 6 in die Aufnahme- einrichtung 4 das Druckstück gegen die Kraft der Vorbelastungseinrichtung 16 verschoben.
Da die Vorbelastungseinrichtung 16 insbesondere einstückig mit dem Drücker 15 ausgebildet und jedenfalls fest damit verbunden ist, wird somit der Drücker 15 und damit auch die Anzeige 9 beim Eintauchen eines Leiters 5 oder 6 in die Aufnahmeeinrichtung 4 um die Eintauchtiefe verschoben, sobald der eintauchende Leiter 5 oder 6 das Druckstück kontaktiert. Das Druckstück wird bis zur maximalen Tiefe verfahren, sodass der Anzeigehub des Drückers 15 sich aus der entsprechenden Eintauchtiefe ergibt.
Die Öffnung der Klemmeinrichtung 7 der Anschlussklemme 1 wird durch Betätigen des Drückers 15 mit einem Werkzeug 20 bewerkstelligt. Der Drücker 15 wird durch das Werkzeug 20 in das Gehäuse eingetaucht und trifft nach einer translatorischen Bewegung über den Freiraum mit dem Kontaktbereich auf den KontaktSchenkel 31 der Schenkelfeder 11. Bei der weiteren translatorischen Bewegung durch das Werkzeug 20 drückt der Kontaktbereich den Kontaktschenkel 31 aus der Kontaktposition heraus und der Klemmzustand wird aufgehoben, sodass der eingeschobene Leiter 5 oder der eingeschobene Leiter 6 problemlos aus der Anschlussklemme 1 entfernt oder im umgekehrten Falle in die Aufnahmeeinrichtung 4 der Anschlussklemme 1 eingeführt werden können.
Bezugszeichenliste
1 Anschlussklemme
2 Gehäuse
3 Strombalken
4 Aufnahmeeinrichtung
5 Leiter
6 Leiter
7 Klemmeinrichtung
8 Betätigungseinrichtung
9 Anzeigeeinrichtung
10 Klemmfeder
11 Schenkelfeder
12 Fenster
13 Klemmkante
14 Öffnung
15 Drücker
16 Vorbelastungseinrichtung
17 Grundposition 20 Werkzeug
26 Drehpunkt
27 Ende der Klemmfeder
28 Kontaktfläche 31 KontaktSchenkel
34 zentraler Bereich
35 festgelegter Abschnitt
36 die eine Seite
37 die andere Seite
38 Klemmschenkel