Sanitärraumspiegel
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sanitärraumspiegel nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Derartige
Sanitärraumspiegel, etwa ausgebildet in Form eines Schmink- und/oder Rasierspiegels mit entsprechend konkaver
Vergrößerungswirkung, sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt und gehören etwa zur Standardausstattung von Sanitärräumen wie Bädern von Hotels, findet sich zudem auch häufig im privaten Sanitärbereich.
Ferner wird als aus dem Stand der Technik bekannt vorausgesetzt ein einen gängigen Flachbildschirm, etwa in Form einer TFT-Bildschirmeinheit , aufweisendes Bildanzeigegerät, welches beispielsweise in Form von stationär, z.B. an einer Wand, befestigten, einen Flachbild-Fernsehbildschirm aufweisenden Gehäusen, digitale Bildmedienbetrachtung ermöglicht, wobei eine Bedienperson zum Erreichen einer günstigen Betrachtungsposition des Bildschirms eine einfache Verstellung des Gehäuses durch manuelle Betätigung bewirken kann.
Durch die zunehmende Verbreitung elektronischer Medien und zugehöriger Darstellungsgeräte, insbesondere von Flachbildschirmen zur Darstellung verschiedener audiovisueller Medien, ergibt sich der Bedarf nach entsprechend flexiblen, universellen Einsatzmöglichkeiten für derartige Medien-Darstellungsgeräte. Gerade im Hotel- oder Gastronomiebereich betrifft dies auch Sanitär- oder Feuchtraumbereiche, welche bislang nur lückenhaft bzw. nicht mit Abspiel- bzw. Darstellungsgeräten für audiovisuelle elektronische Medien versehen sind (und, aufgrund
der nicht unproblematischen Umgebungsbedingungen, insbesondere Feuchtigkeit, auch entsprechende Einrichtungsprobleme bringen) . Entsprechend ist es daher zwar aus dem Stand der Technik bekannt, Bäder oder dergleichen Feuchträume mit Bildschirmen zur Darstellung audio-visueller Medien zu versehen, welche stationär in Schränken oder dergleichen eingebaut sind, dies erfordert jedoch, neben entsprechendem Aufwand beim Einbau, bereits Planung im Vorfeld und ermöglicht daher insbesondere keine einfache Nachrüstung bereits bestehender Objekte.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine digitale Bildanzeige insbesondere auch potenziell problematischen Umgebungsbedingungen, wie sie etwa durch Feuchtigkeit oder Wasserdampf in Sanitärräumen regelmäßig vorhanden sind, zugänglich zu machen und darüber hinaus Geräte zu entwickeln, mit welchen auf einfache Art und Weise und mit geringem Aufwand auch bereits eingerichtete, bestehende Wohn-, Hotel- oder Sanitärumgebungen nachgerüstet werden können.
Die Aufgabe wird durch den Sanitärraumspiegel, zusätzlich genutzt als Bildanzeigegerät, mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst; vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
So hat sich nämlich im Rahmen der Erfindung zunächst als vorteilhaft und synergistisch herausgestellt, dass sich ein gattungsgemäßer Sanitärraumspiegel, der häufig auch schon über eine elektrische Beleuchtung verfügt, ideal eignet, um in diesem Gehäuse zusätzlich einen Flachbildschirm aufzunehmen, wobei diese Anordnung konzeptuell und konstruktiv ideal an die problematischen Bedingungen,
insbesondere die vorherrschende Feuchtigkeit in Sanitärräumen, angepasst ist.
In erfindungsgemäß vorteilhafter Weise wird nämlich das ohnehin bereits zur Aufnahme des Hohlspiegels benutzte Gehäuse einem weiteren, synergistischen Zweck zugeführt, nämlich an seiner weiteren (ersten) Flachseite einen Flachbildschirm vorzusehen. Erfindungsgemäß sind die Befestigungs- und Einstellmittel so ausgebildet, dass damit das Gehäuse durch einfache manuelle Betätigung von einer ersten Betrachtungsposition des Flachbildschirms (also z.B. zum Betrachten eines audio-visuellen Mediums) in die zweite Betrachtungsposition (zum Nutzen des Hohlspiegels durch eine Bedienperson) verbracht werden kann; auf diese Weise ist in einfacher und eleganter Weise nicht nur das Erweitern des Einsatzgebietes von Spiegelgehäusen möglich, auch ergibt sich synergistische Wirkung auf mehreren Ebenen: So kann etwa die typischerweise bereits vorhandene Speiseleitung zur Energie- und Signalzufuhr an einem ansonsten bekannten Fernseher benutzt werden, um zusätzlich den Spiegel zu be- oder zu hinterleuchten, in soweit ist keine weitere Verkabelung notwendig. Auch kann etwa ein in Sanitärbereichen ohnehin häufig vorhandener Spiegel in seiner Funktionalität durch die Möglichkeit der Bilddarstellung deutlich erweitert werden, ohne dass es etwa weiterer, gesonderter Installationen bedarf, damit ist dann auch die Nachrüstung bestehender Räume (z.B. Bäder) drastisch vereinfacht. Schließlich ist etwa vorstellbar, dass eine Bedienperson — am Beispiel des Einsatzszenarios Bad — während der Morgentoilette unter Nutzung ein und desselben Gerätes die Nachrichten sieht, anschließend mittels des Hohlspiegels eine Rasur oder einen Schminkvorgang durchführt und ggf. sogar in diesem
Betriebszustand (der erfindungsgemäßen zweiten Betrachtungsposition) das Fernsehbild des Bildschirms durch einen weiteren, rückwärtigen festen Spiegel weiter betrachten kann.
Für die Ausrüster und Betreiber von Hotels oder dergleichen Eichrichtungen hält sich dabei der Installationsaufwand aus den oben beschriebenen Gründen in deutlichen Grenzen, und es steht deutlicher Mehrwert seitens der Benutzer zu erwarten.
Weiterbildungsgemäß ist es dabei einerseits vorteilhaft, den konkav nach innen gewölbten Spiegelbereich ganzflächig als zweite Flachseite des Gehäuses auszugestalten (z.B. mittels eines voll- oder teilverspiegelten Spiegeleinsatzes) , alternativ und gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es denkbar, den Hohlspiegelbereich lediglich teilflächig (partiell) auf bzw. an der zweiten Flachseite auszubilden und, bevorzugt den Hohlspiegelbereich umgebend, eine plane Spiegelfläche oder dergleichen Bereich auszubilden.
Besonders günstig ist es zudem, die zweite Flachseite und/oder die erste Flachseite (außerhalb des Flachbildschirms) mit Lichtquellen als Beleuchtungskörper zu versehen, entweder durch Einbetten derartiger Lichtquellen in jeweilige Flächen, oder aber durch Hinterleuchten entsprechender (teil-) lichtdurchlässiger Flächen oder Flächenbereiche. Für die zweite Flachseite, d.h. die Anordnung des Hohlspiegels, lässt sich damit in überaus günstiger Weise eine Beleuchtung der jeweils betrachteten Körperoberfläche erreichen, was z.B. das Rasieren vereinfacht (wobei der zusätzliche positive Effekt
genutzt wird, dass, etwa zur Energieversorgung einer solchen Lichtquelle, die ohnehin bereits vorhandene Versorgungsleitung für den Flachbildschirm verwendet werden kann, ohne dass eine erneute, zusätzliche Verkabelung notwendig ist) . Im Hinblick auf die erste Flachseite lässt sich derartiges zusätzliches Licht, ggf. geeignet gedimmt und/oder auf eine Farbe eingestellt, zur Herstellung besonderen Ambientes einsetzen, etwa zu dekorativen oder therapeutischen Zwecken.
Dabei ist es entweder bevorzugt, die Lichtquelle (bevorzugt separat) schaltbar zu gestalten, wobei dies sowohl durch konventionelle Schalter, einen Schaltflächenbereich auf der ersten und/oder zweiten Flachseite, oder aber über eine (etwa drahtlose) Fernbedienung erfolgen kann, ergänzend oder alternativ ist es günstig, die Ansteuerung einer derartigen Lichtquelle programmgesteuert vorzunehmen, wobei, etwa unter Berücksichtigung von Umgebungslicht, Tageszeit, aktuellem Einschaltzustand des Flachbildschirms oder anderer Parameter, automatisch eine geeignete Beleuchtung gewählt und programmgesteuert aktiviert werden kann.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es zudem günstig, den Flachbildschirm in Form eines (zumindest teilflächig) berührungssensitiven Bildschirms (Touch Screen) auszugestalten: Auf diese Weise wird zum einen der Vorteil erreicht, dass separate Einstell- oder Bedienelemente nicht notwendig sind, vielmehr geeignete Parameter, wie etwa Lautstärke, Programmwahl, Ein- /Ausschalten usw. durch einfaches Berühren entsprechend vorgesehener Schalt- oder Einstellflächen in ansonsten bekannter Weise auf der Bildschirmfläche bewirkt werden
können. Der zusätzliche Vorteil liegt darin, dass eine derartige Bedienung ein aufwändiges Abdichten von ansonsten notwendigen Bedienelementen (etwa Knöpfen, Reglern oder dergleichen) unnötig macht, was sich insbesondere in feuchtigkeits- oder wasserdampfbelasteten Umgebungen wie Bädern positiv und vereinfachend auswirkt.
Die Signalversorgung des Flachbildschirms (bzw. einer zugehörigen Bildsignal-Empfangseinheit) kann in ansonsten bekannter Weise entweder drahtlos erfolgen, etwa dadurch, dass ein Fernsehtuner, eine Bluetooth-, WLAN- oder andere, bevorzugt standardisierte Funk- oder Infrarotanbindung an eine externe Bildsignalquelle vorgesehen ist. Alternativ kann diese Bildsignalquelle auch drahtgebunden angeschlossen werden, wobei, gemäß bevorzugter Weiterbildung, auch für eine solche Signalleitung dann eine gemeinsame Kabelverbindung mit ohnehin notwendiger elektrischer Netzversorgung geführt werden kann.
Während die vorliegende Erfindungsbeschreibung im Schwerpunkt auf die visuelle Darstellung der Bildschirmeinheit abstellt, gilt es als von der vorliegenden Erfindung mitumfasst, dass -- bevorzugt im Gehäuse selbst — geeignete Audio-Ausgabeeinheiten vorgesehen sind, welche geeignet ein die Bilddarstellung begleitendes Audio-Signal (oder ein hiervon unabhängiges Audio-Signal) nach Außen (gehäuseextern) hörbar abstrahlen.
Gerade für die Nutzung der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit Feuchträumen oder dergleichen wasser- oder wasserdampfbelasteten Räumen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, das Gehäuse mittels geeigneter Dichtmittel so auszugestalten, dass dieses von derartigen Umwelteinflüssen
unbelastet den Spiegel-, Bildschirmdarstellungs- und Beleuchtungsbetrieb ermöglicht. Damit liegt ein bevorzugter, jedoch nicht ausschließlicher Einsatzbereich der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit derartigen Umgebungen, etwa Bädern, Duschen oder anderen Feuchträumen.
Im Ergebnis ermöglicht es die vorliegende Erfindung, in überraschend einfacher Weise ein äußerst flexibles, leicht einricht- und nachrüstbares Gerät zu schaffen, welches, zugeschnitten auf Benutzer im modernen Medienzeitalter, diesen Personen den Konsum audio-visueller Medien im Zusammenhang mit einer gerade im Sanitärbereich nützlichen Spiegelfunktion gestattet.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht des
Bildanzeigegeräts gemäß einer ersten, bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung;
Figur 2 eine alternative Realisierung des Anzeigegeräts gemäß einer zweiten Ausführungsform;
Figur 3 einen Längsschnitt durch eine dritte
Ausführungsform der Erfindung und
Figur 4 einen Längsschnitt analog Figur 3 durch eine vierte Ausführungsform der Erfindung.
Bei den im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 4 zu erläuternden Ausführungsbeispielen bezeichnen dieselben Bezugszeichen identische bzw. funktionell äquivalente Baugruppen bzw. Funktionseinheiten.
Die Darstellung der Figur 1 verdeutlicht ein erstes Ausführungsbeispiel. Gezeigt ist, wie ein an einer Wand befestigter Halte- und Schwenkarm 10 an einem endseitigen Gelenk 12 ein Gehäuse 14 trägt, welches in der Darstellung der Figur 1 die erste Flachseite, nämlich die Seite eines den größten mittleren Bereich der Flachseite ausfüllenden Flachbildschirms 16 zeigt. Der Bildschirm 16 ist umgeben von einer Frontabdeckung 18 in Form einer Blende, welche im gezeigten Ausführungsbeispiel lichtdurchlässig mit einer (in der Figur nicht gezeigten) Lichtquelle hinterlegt ist.
Die Frontabdeckung/ Blende 18 kann aus verschiedenem Material, vorzugsweise Glas, aber auch Spiegel, Metall, Plastik, etc. bestehen. Für den Bildschirm 16 ist eine transparente Fläche oder Öffnung vorgesehen.
Die Figur 3 verdeutlicht anhand eines äquivalenten, jedoch im Detail leicht abweichenden Ausführungsbeispiels den weiteren strukturellen Aufbau einer solchen Realisierungsform: rückwärtig dem Flachbildschirm 16 gegenüberliegend ist ein Hohlspiegeleinsatz 20 mit Hilfe von Haltewinkeln (schematisch gezeigt) 22 am Gehäuse 14 festgelegt; im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Spiegelelement 20 vollflächig über die gesamte zugehörige (zweite) Flachseite des Gehäuses 16 ausgebildet und als Hohlspiegel verspiegelt. Allerdings besitzt der Hohlspiegel im Bereich von im Gehäuseinneren ansitzenden Lichtquellen 22 Lichtdurchlässe, sodass das sich im Spiegel 20 spiegelnde Gesicht des Benutzers eine Beleuchtung erfährt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist auch die den Bildschirm 16 abdeckende Frontwand 24 transparent ausgestaltet, sodass die Lichtquellen 22 auch durch diese Flachseite (erste Flachseite) hindurchscheinen und in soweit eine randseitige Beleuchtung des Displays 16 ausbilden. Gezeigt ist ferner, wie im feuchtigkeitsdichten Gehäuseinnenraum 26 eine schematisch gezeigte Lautsprechereinheit 28 so befestigt ist, dass diese ein begleitendes Audio-Signal des auf der Bildschirmeinheit 16 abgespielten Bildes (alternativ auch andere, eigenständige Audio-Medien) wiedergeben kann. Durch geeignete Kopplung mit dem Gehäuse wird in feuchtigkeitsdichter Weise der Klang zum Betrachter bzw. Zuhörer nach außen übertragen. Die Schnittansicht der Figur 3 verdeutlicht ferner, wie mittels eines einzelnen, zentralen Anschlusses 30 (dies ist
sowohl aus konstruktiven, als auch aus Dichtigkeitsgründen, etwa im Hinblick auf den Einsatz in Feuchträumen, günstig) sowohl die elektrische Spannungsversorgung für Bildschirmeinheit 16 und Lichtquellen 22 zugeführt werden kann, als auch das Bild- bzw. Audio-Signal zum Darstellen und Wiedergeben durch die Einheiten 16 bzw. 28. In soweit eignet sich die modulare Einheit im Ausführungsbeispiel der Figur 3 (analog der Figur 1) ideal zum Nachrüsten in verschiedenen Einsatzumgebungen, eingeschlossen Feuchtumgebungen wie Bäder oder dergleichen, wo etwa die gezeigten Anordnungen in der Art und Bauform bzw. Baugröße von Rasier- bzw. Schminkspiegeln geeignet im Zusammenhang mit Waschbecken, Beckenrändern von Badewannen oder dergleichen montiert werden können.
Die Figur 2 verdeutlicht eine weitere Ausführungsform, der Blickwinkel erfolgt hier von der zweiten Flachseite, d.h. der Seite des Hohlspiegels. Zu erkennen ist ein zentraler Hohlspiegel-Vergrößerungsbereich 32, der von vier hinterleuchteten Lichtsegmenten 34 umgeben ist (wobei die Flächenbereiche 34 abschnittsweise transparent und, analog der Figur 3, mit einer Lichtquelle geeignet hinterleuchtet sind) . Vervollständigt wird die gezeigte Flachseite von einer umgebenden Abdeckung 36 im Gehäuserahmen 14, welche z.B. plan verspiegelt sein kann.
Die Lichtbereiche 34 können auch mit alternativen Beleuchtungsformen realisiert sein, z.B. durch Leuchtfolien, LEDs, indirekte Beleuchtung usw.
Schließlich verdeutlicht die Schnittansicht der Figur 4, ansonsten analog auszugestalten bzw. einzurichten wie die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele, wie ein
Hohlspiegelbereich 32 der in Figur 2 gezeigten Art im Längsschnitt zentrisch konkav mit einer Innenwölbung ausgeformt, im Randbereich 36 einen planen Abschnitt (z.B. verspiegelt) aufweist. Im rückseitigen Bereich ist wiederum eine (transparente) Wand 24 vorgesehen, welche (für Betrachtung durchlässig) die Beobachtung des auf dem Display 16 gezeigten audio-visuellen Mediums ermöglicht (auch hier ist in geeigneter Weise eine -- nicht gezeigte - - Audio-Ausgabeeinheit vorgesehen, ebenso wie zusätzliche Lichtquellen, partiell durchscheinend durch eine oder beide Flachseiten, vorgesehen sein können) .
Die Figur 4 (genauso wie auch die Figur 3) lassen zudem in günstiger Weise erkennen, wie zum Erreichen eines möglichst kompakten Gehäuses die Gehäusetiefe praktisch von der Innenwölbung des Hohlspiegelbereichs 20 bzw. 32 sowie der Flachbildschirmeinheit 16 bestimmt wird; je nach Wärmeentwicklung sind zudem im Rahmen der Erfindung geeignete Luftzirkulationsabstände vorzusehen.
Wie die Figuren verdeutlichen, ist es zudem in einfacher Weise möglich, die Gehäuseeinheit 14 so zu verschwenken, dass entweder der Betrachter freien Blick auf den Bildschirm 16 hat, oder aber ihm der Hohlspiegelbereich (20 bzw. 32) gegenübersteht. Auch ermöglicht es das exemplarisch gezeigte (einzige die Verbindung zum Gehäuse herstellende) Gelenk 12, die Gehäuseeinheit geeignet in ihrer Drehstellung, Neigung usw. zu justieren. Mechanisch ist dies einfach, darüber hinaus vermindert sich der Dichtungsaufwand im Hinblick auf die Einsatzumgebung, und es können alle Zuleitungen -- Versorgungs- und
Signalleitungen für die im Gehäuse aufgenommenen Aggregate durch dieses einzelne Gelenk geführt werden. Zur
weiteren Flexibilisierung der Verstellbarkeit sind andere Gelenkkonfigurationen denkbar, so kann der Schwenkarm 10 mit weiteren Gelenken 12 versehen sein, um front- und rückseitiges sowie seitliches Neigen zu ermöglichen.
Die Verstellung des Schwenkarms 10 kann durch manuelle Betätigung und/oder durch ferngesteuerte Betätigung, z.B. durch Bedienung mittels Fernbedienung oder Touchsensor erfolgen. Bei ferngesteuerter Bedienung ist im Gehäuseinneren 26 eine entsprechende motorische Antriebsvorrichtung (nicht gezeigt) berücksichtigt.
Im Rahmen der Erfindung ist es zudem vorgesehen, einen Zugriff so auf die Bildschirmeinheit 16 (welche in ansonsten bekannter Weise ein TFT-Modul sein kann, welches mit gängigen Bild- bzw. Videonormen, etwa TV/Video, DVD- Formaten, Web-Formaten, eingeschlossen Web-Video usw. angesteuert sein kann) so vorzusehen, dass mittels einer Berührungs-Funktionalität (Touch-Screen) in Form von nicht näher gezeigten berührungssensitiven Oberflächen auf dem Bildschirm Einstellungen vorgenommen werden können, etwa Helligkeits- und Lautstärkeeinstellungen, Programmauswahl, Aktivierung der zusätzlichen Lichtquellen u.v.m.
Von der Erfindung ist es zudem umfasst, die gezeigte Einheit von einer (nicht gezeigten) Fernsteuerung, bevorzugt drahtlos und in üblicher Weise über Infrarot, Bluetooth, andere Funkprotokolle usw. anzusteuern, sodass auch oder alternativ zum Touch-Screen eine Bedienung erfolgen kann. Weiterbildungsgemäß erscheint es gar möglich, die gezeigte Einheit als Wiedergabeeinheit für einen Internetzugang oder dergleichen zu konfigurieren, wobei dann entsprechend die dem Bildschirm 16 zugeordnete
Steuereinheit (etwa gehäuseintern, alternativ auch außerhalb des Gehäuses vorgesehen) entsprechende Computerbzw. Zugriffs- und Datenaufbereitungsfunktionalität besitzt.
Denkbar ist es ferner, die Einheit auch durch (ansonsten bekannte) Hausautomations- bzw. Bussysteme anzusteuern, welche auch weitere objektbezogene Parameter einstellen, z.B. Leuchtenaktivierung oder dergleichen.
Auch liegt es im Rahmen der vorliegenden Erfindung, alle, lediglich exemplarisch in den Figuren und in der weitergehenden Beschreibung gezeigten Merkmale beliebig zu kombinieren, sodass im Ergebnis in außerordentlich flexibler Weise eine universelle, leicht zu montierende und nachzurüstende, dabei ausgesprochen bedienungsfreundliche Einheit entsteht, die zudem durch ihren Feuchtigkeits-, Wasserdampf- und Spritzschutz sich ideal eignet, auch in Bädern oder dergleichen Sanitäreinrichtungen eingesetzt zu werden.