Beschreibung
Druckbehälteranordnung mit einem Kompensationsbalg
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckbehälteranordnung mit einem eine Relativbewegung zwischen einer ersten und einer zweiten Koppelstelle der Druckbehälteranordnung ermöglichenden verformbaren Kompensationsbalg.
Eine derartige Druckbehälteranordnung ist beispielsweise aus der Offenlegungsschrift DE 35 46 011 Al bekannt. Dort sind mehrere Kompensationsbälge mit ihren jeweiligen Koppelstellen hintereinander liegend angeordnet, um eine Kompensation von größeren Längenänderungen zwischengeschalteter Gehäuse zu er- zielen.
Eine derartige Druckbehälteranordnung ist relativ kostenaufwendig zu fertigen, da eine Vielzahl von Koppelstellen, Kompensationsbälgen sowie Gehäusen zu verwenden ist. Damit ent- stehen eine Vielzahl von Dichtstellen, die während der Montage entsprechend abzudichten sind und dauerhaft dicht sein sollen .
Daher ergibt sich als Aufgabe der Erfindung eine Druckbehäl- teranordnung der eingangs genannten Art derart auszugestal¬ ten, dass vergrößerte Kompensationshübe durch eine verein¬ fachte Druckbehälteranordnung realisierbar sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Druckbehälteran- Ordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Kompensationsbalg eine Abstützanordnung zwischen der ersten Koppelstelle und der zweiten Koppelstelle dichtet.
Eine Abstützanordnung ermöglicht es, die Druckbehälteranord¬ nung mit einer ausreichenden mechanischen Widerstandsfähigkeit auszurüsten. Über die Abstützanordnung können die beiden Koppelstellen miteinander kommunizieren, so dass zwischen diesen eine bestimmte Relativlage sichergestellt ist.
Weiter kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Abstützanordnung teleskopierbar ist.
Ein Teleskopieren ermöglicht verschiedene Baugruppen der Abstützanordnung ineinander gleiten zu lassen. So wird unabhängig von der Lage der Koppelstellen zueinander eine dielektrisch günstige äußere Kontur der Abstützanordnung sichergestellt. Mittels des Kompensationsbalges kann eine entspre- chende Dichtung der teleskopierbaren Abstützanordnung vorgenommen werden.
Dabei kann beispielsweise vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Kompensationsbalg zumindest einen Zylinderabschnitt der Abstützanordnung umgreift.
Die Abstützanordnung kann beispielsweise einen Zylinderab¬ schnitt vorsehen, welcher eine Teleskopierbarkeit der Ab¬ stützanordnung ermöglicht. Durch eine Anordnung des Kompensa- tionsbalges um den Zylinderabschnitt herum, kann die durch den Kompensationsbalg zu überspannende Länge begrenzt werden. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass Teile der Ab¬ stützanordnung Bestandteil einer Kapselung der Druckbehälteranordnung ist. Der Zylinderabschnitt kann an einem Kolben, welcher in einem Zylinder gleitet, angeordnet sein oder kann an einem Zylinder angeordnet sein, welcher einen Kolben aufnimmt .
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Kompensationsbalg den Zylinderabschnitt und einen Kolben¬ abschnitt der teleskopierbaren Abstützanordnung umgreift.
Durch ein Umgreifen des Kompensationsbalges zumindest um Tei¬ le des Zylinderabschnittes und Teile eines Kolbenabschnittes, ist die mittels der Druckbehälteranordnung realisierbare Längenänderung insbesondere zwischen den Koppelstellen vergrößert. Zwar wird so ein großzügig dimensionierter Kompensati- onsbalg benötigt, jedoch kann mit einem einzigen Kompensati¬ onsbalg ein vergrößerter Kompensationshub realisiert werden. Insbesondere bei der Anordnung der Druckbehälteranordnung in klimatisch problematischen Regionen, d. h. in Regionen mit sehr hohen bzw. sehr tiefen Temperaturen und entsprechend großen Temperaturschwankungen, ist es so möglich, größere
Längenänderungen von der Druckbehälteranordnung aufnehmen zu lassen. So können sich auch an die erste bzw. an die zweite Koppelstelle anschließende Anordnungen in ihren Längen verändern, ohne in der Gesamtanordnung mechanische Spannungen auf- treten zu lassen, die gegebenenfalls zu irreparablen Schäden führen könnten.
Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass die Ab¬ stützanordnung und der Kompensationsbalg miteinander elekt- risch leitend kontaktiert sind.
Durch eine elektrisch leitende Kontaktierung von Kompensationsbalg und Abstützanordnung weisen diese Bauteile das glei¬ che elektrische Potential auf. Somit ist das Entstehen von Entladungserscheinungen oder Ähnlichem zwischen diesen unwahrscheinlich. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Abstützanordnung und/oder der Kompensationsbalg Teile ei¬ ner Kapselung der Druckbehälteranordnung sind. Zwischen Kompensationsbalg und Abstützanordnung ist so eine Aufteilung
der Funktionen vorgenommen. Die Abstützanordnung dient der mechanischen Halterung und Stabilisierung der Druckbehälteranordnung während der Kompensationsbalg, welcher gegebenenfalls an sich relativ flexibel und instabil ist, einer fluid- dichten Abschottung der Druckbehälteranordnung dient.
Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Abstützanordnung und der Kompensationsbalg voneinander elektrisch isoliert sind.
Eine elektrische Isolation von Abstützanordnung und Kompensationsbalg gestattet es, zwischen diesen Baugruppen ein elekt¬ risch isolierendes Medium anzuordnen und die Druckbehälteranordnung beispielsweise zur Elektroenergieübertragung einzu- setzen. In diesem Falle ist die Abstützanordnung Teil eines elektrischen Leiterzuges, beispielsweise einer so genannten Sammelschiene, die der Führung, Lenkung und Leitung eines elektrischen Stromes dient, während der Kompensationsbalg ei¬ nen Teil einer Kapselung der Druckbehälteranordnung ausbil- det . Neben einem fluiddichten Ausbilden der Kapselung kann durch den Kompensationsbalg auch ein Berührungsschutz für die Abstützanordnung ausbildet sein.
Dabei kann weiterhin vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Abstützanordnung in radialer Ausrichtung zu ihrer Teleskopie- rachse ein elektrisch isolierendes Stützelement aufweist.
Ein elektrisch isolierendes Stützelement, beispielsweise ein Scheibenisolator, ein Säulenisolator oder eine Anordnung mit einer elektrischen Isolierstelle, kann eine Beabstandung des Kompensationsbalges oder anderen Druckbehälterbaugruppen von der Abstützanordnung sicherstellen. Durch eine elektrische Isolation ist ein Überspringen von Potentialen zwischen der Abstützanordnung und einer weiteren Baugruppe verhindert. Da-
bei kann der Kompensationsbalg unmittelbar über das elektrisch isolierende Stützelement abgestützt sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass dieser lediglich mittelbar über eine zwischengeordnete Baugruppe der Druckbehälteranordnung abgestützt ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass der Zylinderabschnitt und der Kolbenabschnitt über ein Dich¬ tungselement ineinandergreifen.
Die Abstützeinrichtung mit einem Zylinderabschnitt und einem Kolbenabschnitt die ineinandergreifen, dient einer in Einsteckrichtung des Kolbens längenveränderlichen Ausgestaltung einer Baugruppe. Es ist eine axiale Bewegbarkeit von Zylin- derabschnitt und Kolbenabschnitt zueinander sichergestellt. Radiale Kräfte können von der Abstützanordnung aufgenommen werden. Durch die Anordnung eines Dichtelementes, beispiels¬ weise eines Kunststoffbelages o. ä., kann das Ansprechverhal¬ ten der Abstützanordnung hinsichtlich ihrer axialen Bewegbar- keit eingestellt werden. So ist es beispielsweise möglich, dass ein leichtgängigerer Längenausgleich oder ein schwergängigerer Längenausgleich je nach Anwendungsbereich der Druckbehälteranordnung wünschenswert ist. Weiterhin kann über das Dichtungselement ein Verkanten oder bzw. Blockieren von Zy- linderabschnitt und Kolbenabschnitt zueinander verhindert werden .
Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Zylinderab¬ schnitt und der Kolbenabschnitt über eine Kontaktanordnung elektrisch leitend kontaktiert sind.
Durch eine Kontaktanordnung können Zylinderabschnitt und Kol¬ benabschnitt elektrisch leitend miteinander kontaktiert wer¬ den. Wenn die Abstützeinrichtung mit einem entsprechenden Po-
tential beaufschlagt werden soll und dieses auch über die Druckbehälteranordnung hinweg zu übertragen ist, kann eine elektrische Kontaktierung der Baugruppen der Abstützeinrichtung vorteilhaft sein. Zur Kontaktierung können beispielswei- se flexible Strombänder o. ä. zum Einsatz kommen. So ist es beispielsweise möglich, dass man einen elektrischen Leiterzug zur Übertragung elektrischer Energie (eine so genannte Sammelschiene) in Form eines Abstützelementes ausbildet und über dieses Element elektrische Energie hinüberleitet. Aber auch bei der Verwendung der Abstützeinrichtung als Teil eines Gehäuses der Druckbehälteranordnung ist es vorteilhaft, ein definiertes Potential an allen Baugruppen vorzusehen. Dieses definierte Potential kann beispielsweise ein Erdpotential sein, so dass ein Verschleppen von Spannungen und Potential- differenzen an der Kapselung der Druckbehälteranordnung kaum auftreten können. Damit kann die Kapselung der Druckbehälteranordnung auch als Berührungsschutz zu einem im Innern angeordneten Bauteil, beispielsweise einem Hochspannung aufwei¬ senden Bauteil wie eine Sammelschiene, dienen.
Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Kontaktanordnung eine Gleitkontaktanordnung ist.
Eine Gleitkontaktanordnung kann beispielsweise in dem Bereich der Kolben-Zylinderabschnitte vorgesehen sein, in welchem dauerhaft eine Überdeckung von Zylinderabschnitt und Kolben¬ abschnitt zu erwarten ist. Gegebenenfalls kann diese Gleit¬ kontaktanordnung in Kombination mit einem Dichtungselement ausgestaltet sein. Als Gleitkontaktanordnung eignen sich bei- spielsweise Kontaktfinger, Spiralfedern, Kontaktlamellen oder anderweitig ausgeformte Gleitkontaktanordnungen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann weiterhin vorsehen, dass zumindest eine der Koppelstellen einen Flansch aufweist.
Koppelstellen der Druckbehälteranordnung dienen dazu, die Druckbehälteranordnung vorteilhaft in eine Gesamtanordnung einzufügen. An die Koppelstellen werden weitere Baugruppen angesetzt, so dass die Druckbehälteranordnung auch von diesen angesetzten Baugruppen ausgehende Längenänderungen vorteilhaft kompensieren kann. Die Koppelstellen können dabei verschiedenartigst ausgeführt sein. Vorzusehen ist dabei, dass diese möglichst flexibel verwendbar sind. So können die Kop- pelstellen beispielsweise als Flansch ausgebildet sein, so dass die Druckbehälteranordnung an entsprechenden Gegenflanschen befestigbar ist. Der Flansch kann dabei Teil des Kapselungsgehäuses sein und sollte in der Lage sein, eine fluid- dichte insbesondere gasdichte Verbindung zu angrenzenden Bau- gruppen auszubilden. Als Flansche sind beispielsweise
Schraubflansche oder andere Flanschanordnungen einsetzbar.
Über die Abstützanordnung sind die Koppelstellen in ihrer Lage relativ zueinander festgelegt und je nach Ausgestaltung der Abstützanordnung sind zwischen den Koppelstellen lediglich bestimmte Relativbewegungen ausführbar. Vorteilhafterweise sollte diese Bewegung eine lineare Bewegung längs einer sich zwischen den Koppelstellen erstreckenden Achse sein. Je nach Ausgestaltung der Abstützeinrichtung respektive ihrer Kolben- bzw. Zylinderabschnitte können gegebenenfalls auch leichte radiale Versätze zwischen den Koppelstellen ausgegli¬ chen werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass die Druckbehälteranordnung fluiddicht ist.
Die Druckbehälteranordnung weist eine Kapselung auf, die im Innern der Druckbehälteranordnung angeordnete Bauteile umgibt und vor äußeren Einwirkungen schützt. Das Innere der Druckbe-
hälteranordnung kann dabei begrenzt durch die Kapselung mit einem speziellen Medium befüllt sein. Dieses Medium kann beispielsweise ein Fluid, insbesondere ein Gas, sein. Die Kapse¬ lung verhindert dabei ein unkoordiniertes Austreten und Ver- flüchtigen des Mediums aus der Druckbehälteranordnung. Die Kapselung der Druckbehälteranordnung ist dabei derart dimensioniert, dass dieses entsprechenden Drücken des im Innern der Druckbehälter angeordneten Mediums widersteht .
Vorteilhafterweise kann weiter vorgesehen sein, dass die
Druckbehälteranordnung Teil einer Elektroenergieübertragungs¬ einrichtung ist.
Elektroenergieübertragungseinrichtungen weisen im Regelfall einen elektrischen Leiterzug auf, welcher isoliert gegen andere Baugruppen anzuordnen ist. Der elektrische Leiterzug kann gegebenenfalls schaltbar ausgestaltet sein, Verteilerbaugruppen usw. enthalten. Die Druckbehälteranordnung ermöglicht nunmehr eine elektrisch stabile Isolation von im Innern der Druckbehälter angeordneten elektrischen Leiterzügen. Dabei sind fluide Medien innerhalb einer Kapselung der Druckbe¬ hälteranordnung angeordnet, so dass eine ausreichende elekt¬ rische Isolation zwischen den im Innern der Druckbehälteranordnung angeordneten Baugruppen und der Kapselung der Druck- behälteranordnung besteht. Vorteilhafterweise sind fluide
Isoliermedien in der Lage, nach einer Ausbildung eines Durchschlagkanals diesen Durchschlagkanal selbsttätig zu ver¬ schließen. Insbesondere die Verwendung von Isolierölen und Isoliergasen hat sich bewährt. Als Isoliergase sind bei- spielsweise Stickstoff, Schwefelhexafluorid oder andere elektrisch isolierende Gase einsetzbar. Mit einer entspre¬ chenden Beaufschlagung der Fluide insbesondere der Gase mit einem Überdruck, kann die Isolationsfestigkeit dieser Medien zusätzlich verstärkt werden, so dass eine kompaktere Ausges-
taltung von Elektroenergieübertragungseinrichtungen möglich ist. Elektroenergieübertragungseinrichtungen sind beispielsweise Kabel, gasisolierte Rohrleitungen, gasisolierte Schalt¬ anlagen, gasisolierte Schaltgeräte wie Leistungsschalter, Trennschalter, Erdungsschalter, Überspannungsabieiter, Messwandler usw.
Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch in einer Zeichnung gezeigt und nachfolgend näher be- schrieben.
Dabei zeigt die
Figur 1 einen Schnitt durch eine Druckbehälteranordnung mit einem Kompensationsbalg der einen Zylinderabschnitt und einen Kolbenabschnitt einer Abstützanordnung umgreift und die
Figur 2 eine Druckbehälteranordnung mit einem Kompensati- onsbalg, welcher einen Zylinderabschnitt einer Ab¬ stützanordnung umgreift.
Die Figur 1 zeigt eine Druckbehälteranordnung 1 mit einer ersten Koppelstelle 2 sowie einer zweiten Koppelstelle 3. Die Druckbehälteranordnung 1 ist vorgesehen, als Teil einer druckgasisolierten Elektroenergieübertragungsanordnung eingesetzt zu werden. Dazu weisen die beiden Koppelstellen 2, 3 einen gleichartigen Aufbau auf. Beispielhaft wird im Folgenden eine Ausgestaltung einer Koppelstelle anhand der Kon- struktion der ersten Koppelstelle 2 beschrieben.
Die erste Koppelstelle 2 weist einen scheibenartigen Aufbau auf. Die erste Koppelstelle 2 ist koaxial zu einer Symmetrie¬ achse 4 ausgebildet. Die erste Koppelstelle 2 weist eine
kreisförmige Kontur auf. Die kreisförmige Kontur ist von ei¬ nem metallischen Rahmen 5 gebildet. Der metallische Rahmen 5 wirkt als Flansch der Koppelstelle 2. Um den metallischen Rahmen 5 mit einem Gegenflanschen verbinden zu können, weist dieser am Umfang symmetrisch verteilt Ausnehmungen 6 auf, durch welche Verbolzungen geführt werden können, die ein Verspannen der ersten Koppelstelle 2 mit dem Gegenflansch ermöglichen .
In den metallischen Rahmen 5 ist ein Isolierkörper 7 eingelegt. Der Isolierkörper 7 ist fluiddicht mit dem Rahmen 5 verbunden. Der Isolierkörper 7 dient einer konzentrischen Halterung eines zur Führung eines elektrischen Stromes vorgesehenen elektrischen Leiters 8. Der elektrische Leiter 8 ist vorliegend als rohrförmiger Leiter ausgeführt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der elektrische Leiter 8 zumindest im Bereich der Koppelstelle 2 als Vollleiter ausgebildet ist.
Der metallische Rahmen 5, der Isolierkörper 7 sowie der elektrische Leiter 8 sind fluiddicht miteinander verbunden.
Dadurch ist es beispielsweise möglich, dass ein unerwünschtes Aus- oder Hindurchtreten von Fluiden durch die erste Koppelstelle 2 verhindert ist. Je nach Bedarf kann jedoch auch eine Ausnehmung an der ersten Koppelstelle 2 vorgesehen sein, so dass ein gezieltes Hindurchtreten von Fluiden durch die erste Koppelstelle 2 ermöglicht wird. Dazu kann beispielsweise der Isolierkörper 7 eine oder mehrere Ausnehmungen aufweisen. Es kann jedoch eine Ausnehmung des elektrischen Leiters 8 ein Übertreten von Fluiden ermöglichen. Die zweite Koppelstelle 3 weist prinzipiell einen gleichartigen Aufbau wie die erste
Koppelstelle 2 auf. Neben der Ausgestaltung der Koppelstellen 2, 3 mit einem zentrisch angeordneten elektrischen Leiter 8 können auch mehrere elektrische Leiter 8 elektrisch isoliert durch die Koppelstellen hindurchtreten. Dazu kann beispiels-
weise vorgesehen sein, dass der Isolierkörper 7 entsprechende Aufnahmevorrichtung für mehrere elektrische Leiter 8 aufweist, oder dass der metallische Rahmen 5 mehrere Ausnehmung zur Aufnahme mehrerer Isolierkörper aufweist, die jeweils ei- nen oder mehrere elektrische Leiter halten.
Zur Ausbildung der Druckbehälteranordnung 1 sind die erste Koppelstelle 2 sowie die zweite Koppelstelle 3 annähernd ko¬ axial ausgerichtet, wobei deren Scheibenform möglichst sym- metrisch zu der Symmetrieachse 4 ausgerichtet ist. Zur Ver¬ vollständigung der Druckbehälteranordnung 1 ist an der ersten Koppelstelle 2 ein erster zylinderförmiger Gehäuseabschnitt angeordnet, welcher als Kolbenabschnitt 9 des Gehäuses wirkt. An der Koppelstelle 3 ist ein weiterer zylinderförmiger Ge- häuseabschnitt angeordnet, welcher als Zylinderabschnitt 10 des Gehäuses wirkt. Der Kolbenabschnitt 9 sowie der Zylinder¬ abschnitt 10 des Gehäuses sind derart dimensioniert, dass ei¬ ne äußere Mantelfläche des Kolbenabschnittes 9 passgenau in die innere Mantelfläche des Zylinderabschnittes 10 des Gehäu- ses eingreift. Gegebenenfalls ist zwischen der äußeren Man¬ telfläche des Kolbenabschnittes 9 des Gehäuses und dem Zylin¬ derabschnitt 10 des Gehäuses ein Dichtmittel 11 angeordnet. Das Dichtmittel 11 ist im vorliegenden Falle auf die äußere Mantelfläche des Kolbenabschnittes 9 des Gehäuses aufgebracht und dient zum einen einem Dichten des Kolbenabschnittes 9 des Gehäuses zu dem Zylinderabschnitt 10 des Gehäuses, zum ande¬ ren wirkt dieses Dichtmittel 11 auch reibungsmindernd, so dass eine leichtgängige Relativbewegung vom Kolbenabschnitt 9 des Gehäuses und Zylinderabschnitt 10 des Gehäuses längs der Symmetrieachse 4 ermöglicht ist. Die beiden Koppelstellen 2, 3 sind über den Kolbenabschnitt 9 des Gehäuses und dem Zylin¬ derabschnitt 10 des Gehäuses gegeneinander abgestützt, so dass eine teleskopierbare erste Abstützanordnung durch den
Kolbenabschnitt 9 des Gehäuses und den Zylinderabschnitt 10 des Gehäuses gebildet ist.
Ein im Innern der Druckbehälteranordnung 1 angeordneter Lei- terzug 13 weist einen ähnlichen Aufbau auf wie Kolben- und Zylinderabschnitt 9 ,10 des Gehäuses. Der Leiterzug weist e- benfalls einen Kolbenabschnitt 13 auf, welcher koaxial zu der Symmetrieachse 4 ausgebildet ist. Weiter weist der Leiterzug einen Zylinderabschnitt 14 auf. Kolbenabschnitt 13 und Zylin- derabschnitt 14 des Leiterzuges sind relativ zueinander in Richtung der Symmetrieachse 4 bewegbar und bilden eine te- leskopierbare zweite Abstützanordnung 15. Ebenso wie die ers¬ te Abstützanordnung 12 stützt die zweite Abstützanordnung 15 die beiden Koppelstellen 2, 3 relativ zueinander ab und er- möglicht eine Längsbewegung der beiden Koppelstellen 2, 3 bezüglich der Symmetrieachse 4. Neben der Ausgestaltung des Kolbenabschnittes 13 und des Zylinderabschnittes 14 des Lei¬ terzuges in Form von Rohren kann auch vorgesehen sein, massive Baugruppen einzusetzen, die lediglich im Bereich ihrer Überdeckung zur Ausbildung eines Zylinders eine entsprechende Ausnehmung aufweisen.
Im Bereich der Überdeckung von Kolbenabschnitt 13 und Zylinderabschnitt 14 des Leiterzuges sind Gleitkontaktanordnungen angeordnet, welche eine elektrische Kontaktierung des Kolben¬ abschnittes 13 und des Zylinderabschnittes 14 des Leiterzuges ermöglichen. Somit kann unabhängig von der Relativlage von Kolbenabschnitt 13 und Zylinderabschnitt 14 des Leiterzuges ein elektrischer Strom durch den Leiterzug hindurchgelenkt werden. Neben der Verwendung von Gleitkontaktanordnungen, beispielsweise ringförmig umlaufenden Lamellen, Kontaktfingern o. ä., kann auch der Einsatz von flexiblen Leiterabschnitten vorgesehen sein, die elektrisch leitend sowohl mit dem Kolbenabschnitt 13 als auch mit dem Zylinderabschnitt 14
kontaktiert sind und bei einer Relativbewegung derselben unter flexibler Verformung eine Überbrückung einer Kontaktstelle bewirken.
Um die Abstützwirkungen der ersten Abstützanordnung 12 und der zweiten Abstützanordnung 15 zu unterstützen, ist zwischen den beiden Abstützanordnungen ein radial zur Symmetrieachse 4 angeordnetes elektrisch isolierendes Stützelement 16 vorgese¬ hen. Das elektrisch isolierende Stützelement 16 kann bei- spielsweise scheibenförmig um den Leiterzug 13 umlaufen und den Leiterzug 13 abstützen. Dadurch ist die erste Abstützanordnung 12 bezüglich der zweiten Abstützanordnung 15 zusätzlich stabilisiert, so dass eine leichtgängige Relativbewegung zwischen erster Koppelstelle 2 und zweiter Koppelstelle 3 er- möglicht ist. Durch den Einsatz eines elektrisch isolierenden Stützelementes 16, beispielsweise aus einem Kunstharz o. ä., ist eine Potentialtrennung der Baugruppen der ersten Abstützanordnung 12 von den Baugruppen der zweiten Abstützanordnung 15 ermöglicht. Dadurch kann der Leiterzug im Innern elek- trisch isoliert über den Isolierkörper 7 bezüglich dem elektrischen Potential des metallischen Rahmens 5 gehalten werden und auch elektrisch isoliert bezüglich der Baugruppen des Gehäuses angeordnet werden.
Um eine Verschleppung von elektrischen Potentialen auf den
Kolbenabschnitt 9 sowie Zylinderabschnitt 10 des Gehäuses zu vermeiden, können die beiden Baugruppen mit demselben Potential beaufschlagt sein. Vorteilhaft hat sich hierzu die Ver¬ wendung von Erdpotential erwiesen. Zur elektrischen Kontak- tierung können entsprechend separate Kontaktelemente zwischen den beiden Kolbenabschnitten 9 sowie Zylinderabschnitt 10 des Gehäuses vorgesehen sein. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Dichtmittel 11 eine ausreichende elektrische Kontak- tierung der beiden Baugruppen der ersten Abstützanordnung 12
ermöglicht oder eine Kontaktierung über einen Kompensations¬ balg 17 erfolgt.
Aufgrund einer Relativbewegung der beiden Koppelstellen 2, 3 zueinander kommt es auch zu Relativbewegungen der Kolbenabschnitte 9, 13 sowie Zylinderabschnitte 10, 14 zueinander. Das Dichtmittel 11 verhindert ein Eindringen von Fremdstoffen in das Innere der Druckbehälteranordnung, in welcher sich der Leiterzug befindet. Um eine Fluiddichtigkeit über längere Zeiträume und mit einer ausreichenden Qualität zu gewährleis¬ ten, ist der Kompensationsbalg 17 vorgesehen, welcher sowohl die Baugruppen der ersten Abstützanordnung 12 als auch der zweiten Abstützanordnung 15 umgreift. Der Kompensationsbalg 17 weist eine im Wesentlichen kanalartige Struktur auf, wobei die Oberfläche eine wellenartige Formierung aufweist, so dass der Kompensationsbalg 17 reversibel verformbar ist. Der Kom¬ pensationsbalg 17 weist an seinen Kontaktierungsstellen mit den Koppelstellen 2, 3 eine ringförmige Struktur auf. Der Kompensationsbalg 17 ist mit den metallischen Rahmen 5 der Koppelstellen 2, 3 gasdicht verbindbar. So kann es beispielsweise vorgesehen sein, den Kompensationsbalg 17 stoffschlüs¬ sig mit dem metallischen Rahmen 5 zu verbinden. Hierzu eignen sich insbesondere Schweiß- bzw. Lötverfahren.
Da der Kompensationsbalg 17 die gesamte Strecke zwischen den Koppelstellen 2, 3 überspannt, ist die Gesamtanordnung vor dem Eindringen bzw. dem Austreten von Fluiden geschützt. So ist es nunmehr möglich, das Innere der Druckbehälteranordnung mit einem Druckgas zu befüllen. Zwischen den metallischen Rahmen 5 über den Kompensationsbalg 17 ist eine Kapselung ausgebildet, welche als fluiddichte Barriere zu bezeichnen ist .
Die Figur 2 zeigt eine Abwandlung der in der Figur 1 gezeigten Druckbehälteranordnung 1. Hinsichtlich des Aufbaus der Koppelstellen 2, 3, der relativen Bewegbarkeit der Koppelstellen 2, 3 bezüglich der Symmetrieachse 4, der Ausbildung einer ersten Abstützanordnung 12 sowie einer zweiten Abstützanordnung 15 gilt das bezüglich der Figur 1 ausgeführte. Abweichend von der Ausgestaltung der Figur 1 ist jedoch bei dem Ausgestaltungsbeispiel der Druckbehälteranordnung gemäß Figur 2 der Einsatz eines elektrisch isolierenden Stützelementes zur Unterstützung der Stabilität der ersten Abstützanordnung 12 sowie der zweiten Abstützanordnung 15 nicht vorgesehen. Um eine ausreichende fluiddichte Gestalt auszubilden und die Di¬ mensionen eines Faltenbalges 17a zu reduzieren, ist ein Zylinderabschnitt 10a des Gehäuses als Teil einer fluiddichten Kapselung ausgebildet. Der Zylinderabschnitt 10a des Gehäuses ist fluiddicht mit dem metallischen Rahmen 5 der zweiten Koppelstelle 3 verbunden. Der Kompensationsbalg 17a ist fluid¬ dicht mit dem metallischen Rahmen 5 der ersten Koppelstelle 2 verbunden. Abweichend von dem Beispiel der Figur 1 ist der Kompensationsbalg 17a mit dem in Richtung der ersten Koppel¬ stelle 2 ragenden Ende des Zylinderabschnittes 10a des Gehäu¬ ses fluiddicht verbunden. Dazu kann wiederum ein stoffschlüs¬ siges Fügeverfahren, vorzugsweise ein Verschweißen oder Verlöten, erfolgen. Nunmehr ist zwischen den beiden metallischen Rahmen 5 der ersten Koppelstelle 2 und der zweiten Koppelstelle 3 eine Kapselung unter Nutzung des Kompensationsbalges 17a und der fluiddichten Eigenschaften des Zylinderabschnittes 10a ausgebildet. Der Kompensationsbalg 17a umgreift dabei den Kolbenabschnitt 9a der Druckbehälteranordnung. Der Kom- pensationsbalg 17a ist elektrisch leitend über die metalli¬ schen Rahmen 5 bzw. unmittelbar mit dem Zylinderabschnitt 10a sowie dem Kolbenabschnitt 9a des Gehäuses elektrisch leitend verbunden .