Verfahren zur Optimierung einer Spülphase in einer
Waschmaschine sowie hierzu geeignete Waschmaschine
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Optimierung einer Spülphase in einer Waschmaschine mit einer Programmsteuerung zur Steuerung eines Programmablaufs, einer in einem Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel, einem Wasserzulaufsystem, einer Einspülschale, einem am Boden des Laugenbehälters angeordneten Laugenablaufsystem mit einer Laugenpumpe, einem Antriebsmotor für die Trommel und einem Sensor für die Anwesenheit von Weichspüler in einer in dem Laugenbehälter befindlichen Spülflüssigkeit, wobei die Spülphase zumindest einen ersten Schritt und einen letzten Schritt umfasst, sowie eine zur Durchführung dieses Verfahrens besonders geeignete Waschmaschine.
Es ist bekannt, über einen optischen Sensor in einer Waschmaschine Verunreinigungen oder Partikel sowie Waschmittel-Lösevorgänge zu erkennen.
Die DE 196 50 915 B4 beschreibt ein Flüssigkeit führendes Hausgerät mit einer Programmsteuerung und einem Leitwertsensor, durch den der Leitwert einer im Wirkungsbereich des Hausgeräts befindlichen Flüssigkeit bestimmbar ist, wobei mit Hilfe der Ergebnisse der Leitwertmessung eine in der Flüssigkeit enthaltene Reinigersubstanz identifizierbar ist und abhängig vom erfassten Leitwert und dem erkannten Reinigertyp ein vordefiniertes Programm ausgeführt wird.
Die EP 0 649 933 B1 beschreibt eine Waschmaschine mit gesteuertem Waschmittelverbrauch und ein Steuerungsverfahren. Die Waschmaschine enthält ein Mittel zum Erfassen der Waschmittelkonzentration in der Waschflüssigkeit sowie ein Mittel zum Abschätzen der optimalen Waschmittelkonzentration und Mittel, die dem Benutzer das Ergebnis des Vergleiches zwischen der erfassten Waschmittelkonzentration und der abgeschätzten, optimalen Waschmittelkonzentration anzeigen.
Die DE 103 47 766 A1 beschreibt eine Haushaltsmaschine, die einen Reinigungsvorgang unter Einsatz von Reinigungsflüssigkeit ausführen kann, mit einem System zur Zufuhr von Reinigungsmittel in die Reinigungsflüssigkeit. Ein Sensor ermittelt in der
Reinigungsflüssigkeit den Gehalt an waschaktiven Substanzen während des Reinigungsvorgangs. Außerdem ist eine Dosierungsvorrichtung vorhanden, die der Reinigungsflüssigkeit bei einem zu niedrigen Gehalt an waschaktiven Substanzen zusätzliche Reinigungsmittel zuführt oder bei einem zu hohem Gehalt waschaktiver Substanzen Frischwasser. Vorzugsweise ist der Sensor ein Tensidsensor, der mittels eines Blasendruckverfahrens den Tensidgehalt in der Reinigungsflüssigkeit ermittelt.
Aus der DE 195 29 787 A1 ist ein Verfahren zur füllstandsunabhängigen Bestimmung der Oberflächenspannung flüssiger Substanzen bekannt, das vorzugsweise zur Bestimmung und Beeinflussung der Qualität von Flotten beim Waschen und/oder Spülen von beschmutztem bzw. sauberem Textilgut geeignet ist. Hierzu wird ein gasförmiger Volumenstrom in die zu messende Flüssigkeit eingeleitet und während der Blasenabrisse der Blasendruck und/oder der Volumenstrom gemessen und ausgewertet.
Die DE 100 42 846 A1 beschreibt ein Verfahren zur qualitativen und/oder quantitativen Charakterisierung polarer Bestandteile in Flüssigkeiten durch Impedanzmessung sowie die Anwendung des Verfahrens und ggf. einer Elektrodenanordnung zur Steuerung der Tensidzuführung auf Grund der Charakterisierung des Tensidgehaltes im Wasch- und/oder Spülwasser von Waschmaschinen.
Die DE 10 2007 041 069 A1 beschreibt ein Verfahren zur Erkennung von Weichspüler in einer Waschmaschine mit einer Programmsteuerung zur Steuerung eines Programmablaufs, einer in einem Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel, einem Wasserzulaufsystem, einem am Boden des Laugenbehälters angeordneten Laugenablaufsystem mit einer Laugenpumpe, einem Antriebsmotor für die Trommel und einem Sensor, wobei in einem Wasch verfahren nach einem Wasch- oder Spülschritt, insbesondere nach einem Spülschritt mit Klarwasser, ein Signal des Sensors erfasst und durch Vergleich mit einem Referenzsignal hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler in einer Spülflüssigkeit ausgewertet wird. In Abhängigkeit von der ermittelten Menge an Weichspüler können die Dauer des Weichschritts und oder weiterer darauf folgender Spülschritte, die Temperatur der Spülflüssigkeit, Umdrehungszahl der Trommel usw. festgelegt werden.
Üblicherweise beinhaltet ein Waschprogramm anschließend an den eigentlichen Waschschritt und zumindest einen Spülschritt, bei dem zum Ausspülen verbliebenen Waschmittels nur Wasser als Spülflüssigkeit eingesetzt wird, auf Wunsch des Benutzers eine Spülung mit einem Weichspüler. Die Dosierung von Weichspüler in die Flüssigkeit erfolgt meist durch Zugabe einer empirischen oder vorgeschriebenen Menge an Weichspüler. Für die Berechnung einer optimalen Konzentration an Weichspüler ist die Abhängigkeit von mehreren Faktoren wie Temperatur und Härte des Wassers sowie Art und Menge der Wäsche zu berücksichtigen. Außerdem hängt die Dauer der Weichspülung von der eingesetzten Menge an Weichspüler ab.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein Verfahren zur weiteren Verbesserung einer Spülphase in einer programmgesteuerten Waschmaschine sowie eine hierzu geeignete programmgesteuerte Waschmaschine bereitzustellen.
Die Lösung dieser Aufgabe wird nach dieser Erfindung erreicht durch ein Verfahren zur Optimierung einer Spülphase in einer Waschmaschine mit den Merkmalen des entsprechenden unabhängigen Patentanspruchs sowie die Waschmaschine des entsprechenden unabhängigen Patentanspruchs. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Waschmaschine sind in entsprechenden abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen bevorzugte
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Waschmaschine und umgekehrt, auch wenn dies hierin nicht explizit festgestellt wird.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Optimierung einer Spülphase in einer Waschmaschine mit einer Programmsteuerung zur Steuerung eines Programmablaufs, einer in einem Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel, einem Wasserzulaufsystem, einer Einspülschale, einem am Boden des Laugenbehälters angeordneten Laugenablaufsystem mit einer Laugenpumpe, einem Antriebsmotor für die Trommel und einem Sensor für die Anwesenheit von Weichspüler in einer in dem Laugenbehälter befindlichen Spülflüssigkeit, wobei die Spülphase zumindest einen ersten Schritt und einen letzten Schritt umfasst, und bei welchem Verfahren in dem letzten Schritt alternativ ein Spülschritt nur mit Wasser und ein Spülschritt mit Wasser und Weichspüler vorgesehen sind, dass im letzten Schritt eine Spülflüssigkeit in den
Laugenbehälter eingelassen und ein Signal des Sensors erfasst wird, dieses Signal durch Vergleich mit einem Referenzsignal SRΘf hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler in der Spülflüssigkeit ausgewertet wird, dass ohne eine festgestellte Anwesenheit von Weichspüler der Spülschritt nur mit Wasser erfolgt, dass bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler der Spülschritt mit Wasser und Weichspüler erfolgt, und dass in dem Spülschritt mit Wasser und Weichspüler im Vergleich zu dem Spülschritt nur mit Wasser eine Wäschemechanik WM 1 um mindestens 15 % herabgesetzt ist, wobei die Wäschemechanik WM eine Einschaltzeit [in %], eine Dauer eines Reversierzyklus [in sec] und eine Drehzahl [U/min] der Trommel umfasst, wobei die Einschaltzeit [in %], und die Drehzahl [U/min] der Trommel jeweils um mindestens 20 % herabgesetzt sind und die Dauer eines Reversierzyklus [in sec] um mindestens 20 % erhöht ist.
Als Waschmechanik wird im Allgemeinen der Eintrag von mechanischer Energie in die in der Trommel zu behandelnden, insbesondere zu waschenden oder zu spülenden, Wäschestücke verstanden. Erfindungsgemäß umfasst die Waschmechanik WM eine Einschaltzeit [in %], eine Dauer eines Reversierzyklus [in sec] und eine Drehzahl [U/min] der Trommel. Bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler werden die Einschaltzeit [in %] und die Drehzahl [U/min] der Trommel jeweils um mindestens 20 %, vorzugsweise um mindestens 50 %, herabgesetzt und die Dauer eines Reversierzyklus [in sec] gegenüber dem ersten Klarspülschritt um mindestens 20 %, bevorzugt um mindestens 50 %, erhöht.
Die Einschaltzeit ist derjenige zeitliche Anteil an der Spülphase, während dessen sich die Trommel dreht. Diese Einschaltzeit beträgt vorzugsweise im ersten Klarspülschritt 60 bis 70 %. Bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler würde gemäß der Erfindung die Einschaltzeit in einer bevorzugten Ausführungsform um mindestens 20 % herabgesetzt. Dies entspräche bei diesem bevorzugten Beispiel einer Einschaltzeit von höchstens 48 bis 56 %.
Ein Reversierzyklus ist im Allgemeinen der Zeitraum, der sich ergibt durch die Zeitabschnitte: Rotieren der Trommel in eine Richtung, Ruhen der Trommel, Rotieren der Trommel in die entgegen gesetzte Richtung, Ruhen der Trommel. Ein Reversierzyklus hat vorzugsweise im ersten Klarspülschritt eine Dauer von 30 bis 50 sec. Bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler würde gemäß der Erfindung der
Reversierzyklus um mindestens 20 % heraufgesetzt. Dies entspreche bei diesem bevorzugten Beispiel einer Einschaltzeit von mindestens 36 bis 60 %.
Erfindungsgemäß ist demnach vorgesehen, dass für den letzten Schritt der Spülphase zwei alternative, voneinander verschiedene Spülschritte vorgesehen sind, von denen einer speziell für die Abwesenheit von Weichspüler und der andere speziell für die Anwesenheit von Weichspüler vorgesehen ist. Auf diese Weise können einerseits ein optimierter Spülschritt für das Ausspülen der Wäsche ohne Weichspüler und andererseits ein optimierter Spülschritt für das Erzielen einer möglichst guten Wirkung des verwendeten Weichspülers angeboten werden.
Der hierin verwendete Begriff „Spülflüssigkeit" bezeichnet die Flüssigkeit, die für einen Spülschritt im Laugenbehälter vorliegt. Diese Spülflüssigkeit enthält im Allgemeinen Bestandteile der in vorherigen Prozessschritten verwendeten Waschlauge, die während des Spülschrittes aus der Wäsche extrahiert werden. Sie kann im letzten Spülschritt auch einen Weichspüler enthalten.
In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung kann bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler das Wasser erhitzt und/oder mehr Wasser eingesetzt werden, um ein verbessertes Aufziehen der Tenside des Weichspülers zu erreichen.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in der Spülphase mehrere erste Schritte vorgesehen, um die Wäsche möglichst gut von Resten der Waschlauge befreien zu können.
Die Anwesenheit von Weichspüler in einer Spülflüssigkeit wird durch einen geeigneten Sensor bestimmt. Als Sensor zur Bestimmung der Menge eines im Laugenbehälter befindlichen Weichspülers, dessen Sensorsignal während des erfindungsgemäßen Verfahrens verfolgt werden kann, wird vorzugsweise ein optischer Sensor, ein Tensiometer oder ein Leitfähigkeitssensor verwendet.
Ein optischer Sensor misst optische Eigenschaften der Spülflüssigkeit, die sich für Wasser und Weichspüler enthaltendes Wasser unterscheiden. Entsprechend kann in einer
Spülflüssigkeit die Anwesenheit von Weichspüler qualitativ und quantitativ bestimmt werden.
Ein Tensiometer ist ein einfaches, dynamisches Meßsystem zur Ermittlung des Gehalts an Weichspüler in der Spülflüssigkeit. Mittels des Tensiometers wird nach dem sogenannten Blasendruckverfahren ein der Oberflächenspannung der Flüssigkeit proportionales Signal erzeugt, das der Konzentration an Weichspüler entspricht. Ein nach dem Blasendruckverfahren arbeitendes Tensiometer (Blasentensiometer) weist zumindest eine Kapillare auf, die in die Reinigungsflüssigkeit führt und aus der ein vorgegebener Gasstrom mit bestimmtem Kapillardruck unter Blasenbildung in die Flüssigkeit entweicht. Das hierbei eingesetzte Gas ist beispielsweise Luft. Dabei lagert sich an der Oberfläche einer durch eine Messkapillare gedrückten Luftblase in der Flüssigkeit enthaltener Weichmacher an und reduziert dadurch die Oberflächenspannung der Luftblase. Je höher der Gehalt an Weichspüler, desto geringer ist die Oberflächenspannung der Luftblase.
Ein Leitfähigkeitssensor umfasst im Allgemeinen zwei in der zu untersuchenden Flüssigkeit angeordnete Elektroden, welche über die zwischen ihnen gemessene Leitfähigkeit eine Aussage über die qualitative und quantitative Anwesenheit von Weichspüler ermöglichen.
Besonders bevorzugt wird ein optischer Sensor oder ein Leitfähigkeitssensor eingesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Referenzsignal für den Sensor durch Messung des entsprechenden Signals von Wasser aus einem vorhergehenden Wassereinlass mit Hilfe dieses Sensors erhalten. Insbesondere können Wassereinlässe aus vorhergehenden Spülschritten, aus zeitnahen Wassereinlässen über benachbarte Kammern, z.B. eine Vorwaschkammer, oder Wassereinlässe in vorhergehenden Waschprogrammen / Prozessschritten für die Bestimmung des Referenzsignals herangezogen werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Referenzsignal in der Programmsteuerung der Waschmaschine gespeichert. In diesem Fall wird die Auswertung hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler in einer Spülflüssigkeit durch
Vergleich des am Sensor gemessenen Signals mit dem in der Programmsteuerung gespeicherten Referenzsignal vorgenommen.
Im Allgemeinen wird beim erfindungsgemäßen Verfahren vom Sensor zumindest das Signal einer nach der ersten Klarspülung in den Laugenbehälter eingelassenen Spülflüssigkeit gemessen.
Der Begriff „Auswertung hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler" bedeutet eine Auswertung hinsichtlich der qualitativen und ggf. quantitativen Anwesenheit von Weichspüler. Je nach Erfordernis kann es im erfindungsgemäßen Verfahren genügen, dass die Anwesenheit von Weichspüler qualitativ festgestellt wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird in Abhängigkeit vom Ergebnis der Auswertung hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler von einer Dosiervorrichtung für den Weichspüler in der Waschmaschine bei einer zu geringen Weichspülerkonzentration Weichspüler zugeführt und bei einer zu hohen Weichspülerkonzentration über das Wasserzulaufsystem Wasser zugeführt. Vorzugsweise wird hierbei mittels des Sensors eine quantitative Bestimmung des Weichmachers vorgenommen.
Für eine quantitative Bestimmung der Konzentration bzw. Menge an Weichspüler können in einem Speicher der Programmsteuerung ggf. hinterlegte Daten zum Zusammenhang zwischen Art und Konzentration des Weichspülers und jeweiligem Signal (z.B. Leitfähigkeit, Oberflächenspannung, optische Charakteristika) herangezogen werden.
Vorzugsweise wird ein Ergebnis der Auswertung hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler in Form eines optischen und/oder akustischen Signals ausgegeben.
Ein „Ergebnis der Auswertung" im Sinne der vorliegenden Erfindung kann hierbei die bloße Feststellung bedeuten, dass Weichspüler vorhanden oder nicht vorhanden ist. Darüber hinaus kann es auch eine Feststellung über die Tatsache oder das Ausmaß einer zu hohen oder zu geringen Konzentration an Weichspüler sein.
Entsprechend kann der vom Sensor während des erfindungsgemäßen Verfahrens ermittelte Gehalt an Weichspüler über geeignete optische und /oder akustische
Anzeigemittel angezeigt werden, so dass eine Bedienungsperson aufgrund des angezeigten Konzentrationswertes die Zugabe von Weichmacher während des Betriebs der Waschmaschine selbständig vornehmen kann.
Beispielsweise könnte eine akustische Signalanzeige verwendet werden, wie z.B. ein oder mehrere Summer mit unterschiedlichen Geräuschen oder Tonen, oder ein Sprachsynthesizer mit Nachrichten wie „Weichspüler fehlt" oder „zuwenig Weichspüler" oder „Weichspüler korrekt". Entsprechende qualitative und quantitative Informationen über die Anwesenheit von Weichspüler in der Spülflüssigkeit können über optische Anzeigevorrichtungen wie LED- oder LCD-Anzeigevorrichtungen gegeben werden.
Unabhängig davon, ob in Hinblick auf die Anwesenheit von Weichspüler eine qualitative oder quantitative Auswertung stattfindet, wird erfindungsgemäß die Spülphase an ein Ergebnis der Auswertung hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler angepasst. Insbesondere wird bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler ein Weichspülschritt durchgeführt, in dem die Waschmechanik WM 1 wie oben im Detail beschrieben herabgesetzt ist. Hierbei kann auch eine ggf. vom Sensor ermittelte Menge an Weichspüler hinsichtlich der Dauer der Weichspülphase, der Temperatur der Spülflüssigkeit, der Umdrehungszahl der Trommel usw. berücksichtigt werden.
Bei einer festgestellten Abwesenheit von Weichspüler kann ein zweiter Klarspülschritt durchgeführt werden.
Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine Waschmaschine mit einer Programmsteuerung zur Steuerung eines Programmablaufs, einer in einem Laugenbehälter drehbar gelagerten Trommel, einem Wasserzulaufsystem, einer Einspülschale, einem am Boden des Laugenbehälters angeordneten Laugenablaufsystem mit einer Laugenpumpe, einem Antriebsmotor für die Trommel und einem Sensor für die Anwesenheit von Weichspüler in einer in dem Laugenbehälter befindlichen Spülflüssigkeit, wobei die Programmsteuerung eingerichtet ist zur Optimierung einer Spülphase, wobei die Spülphase zumindest einen ersten Schritt und einen letzten Schritt umfasst; bei dieser Waschmaschine ist die Programmsteuerung eingerichtet zur Durchführung der Spülphase in der Weise, dass in dem letzten Schritt alternativ ein Spülschritt nur mit Wasser und ein Spülschritt mit Wasser und Weichspüler vorgesehen
sind, dass im letzten Schritt eine Spülflüssigkeit in den Laugenbehälter eingelassen und ein Signal des Sensors erfasst wird, dieses Signal durch Vergleich mit einem Referenzsignal SRΘf hinsichtlich der Anwesenheit von Weichspüler in der Spülflüssigkeit ausgewertet wird, dass ohne eine festgestellte Anwesenheit von Weichspüler der Spülschritt nur mit Wasser erfolgt, dass bei einer festgestellten Anwesenheit von Weichspüler der Spülschritt mit Wasser und Weichspüler erfolgt, und dass in dem Spülschritt mit Wasser und Weichspüler im Vergleich zu dem Spülschritt nur mit Wasser eine Wäschemechanik WM 1 um mindestens 15 % herabgesetzt ist, wobei die Wäschemechanik WM eine Einschaltzeit [in %], eine Dauer eines Reversierzyklus [in sec] und eine Drehzahl [U/min] der Trommel umfasst, wobei die Einschaltzeit [in %], und die Drehzahl [U/min] der Trommel jeweils um mindestens 20 % herabgesetzt sind und die Dauer eines Reversierzyklus [in sec] um mindestens 20 % erhöht ist.
Besondere Eigenschaften und Vorteile dieser Waschmaschine ergeben sich aus den obigen Ausführungen zum Erfindungsgemäßen Verfahren, auf welche hiermit verwiesen wird.
In der erfindungsgemäßen Waschmaschine wird als Sensor vorzugsweise ein optischer Sensor, ein Tensiometer oder ein Leitfähigkeitssensor verwendet.
In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Waschmaschine eine Dosiervorrichtung für den Weichspüler. Die Dosiervorrichtung für den Weichspüler kann bei einem zu niedrigen Gehalt an Weichspüler in der Spülflüssigkeit Weichspüler zuführen. Der Sensor kann andererseits veranlassen, dass bei einem zu hohen Gehalt an Weichspüler der Flüssigkeit zusätzlich Wasser zugeführt wird.
Die vorzugsweise automatisch funktionierende Dosiervorrichtung gibt während des Weichspülvorgangs in vorteilhafter Weise nur die aufgrund der vom Sensor ermittelten Konzentration an Weichspüler erforderliche Menge an Weichspüler an die Spülflüssigkeit ab.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Waschmaschine Mittel zur Bestimmung einer optimalen Menge an Weichspüler in Abhängigkeit von Art und Menge der Beladung mit Wäsche und/oder den Eigenschaften des verwendeten Wassers (z.B.
Wasserhärte, Temperatur) auf. Auf diese Weise kann die Waschmaschine die für einen optimalen Weichspülungseffekt erforderliche Menge an Weichspüler in der Spülflüssigkeit bestimmen und regeln.
Hierbei kann die Beladungsmenge durch eine an sich bekannte Maßnahme ermittelt werden. Zur Bestimmung der Beladungsmenge kann beispielsweise ein mit Hilfe eines zweiten Sensors gemessener hydrostatischer Druck p mit der eingefüllten Wassermenge verglichen werden. Die in der Trommel befindliche Wäsche saugt Wasser auf, das daher nicht zu einer Erhöhung des hydrostatischen Drucks beitragen kann. Durch den Vergleich des gemessenen hydrostatischen Drucks und der zugelaufenen Wassermenge - der absoluten Werte und deren zeitlicher Änderung - mit entsprechenden in der Programmsteuerung der Waschmaschine gespeicherten Werten für die Durchfeuchtung von Wäsche lässt sich der Wäscheposten (Beladungsmenge) ermitteln. Im Ergebnis kann die Dauer der Weichspülphase sehr genau auf den vorgegebenen Wäscheposten abgestimmt werden.
Die Auswertung der vom Sensor gelieferten Signale und die Bewertung des Gehalts an Weichspüler in der Spülflüssigkeit sowie eine daraus ggf. erfolgende Regelung der Zufuhr von Weichspüler und/oder Wasser werden vorzugsweise von einer elektronischen Steuerung der Waschmaschine vorgenommen.
Allerdings kann die optimale Menge an Weichspüler näherungsweise aufgrund empirischer Daten bekannt und im Speicher der Waschmaschine abgelegt sein. Dann kann die Wassermenge und die Menge an Weichspüler in einem Weichspülprogramm vorgegeben werden.
Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, dass in einer Spülphase Weichspüler in einer Spülflüssigkeit qualitativ und ggf. quantitativ erkannt werden kann und daraufhin eine Weichspülphase optimal durchgeführt werden kann. Damit kann eine bessere und wirtschaftlichere Applikation des Weichspülers erfolgen. Dem Benutzer der Waschmaschine können zudem die Vorteile von Sensorik auf transparente Weise dargelegt werden.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figur 1 näher illustriert.
Figur 1 ist eine schematische Darstellung der vorliegend relevanten Teile einer Waschmaschine, in der ein erfindungsgemäßes Verfahren durchgeführt werden kann. Andere Ausführungsformen sind denkbar. Die Waschmaschine der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform weist einen Laugenbehälter 1 auf, in dem eine Trommel 2 drehbar gelagert und durch einen Antriebsmotor 14 betrieben werden kann. Aus ergonomischen Gründen ist die Drehachse 3 der Trommel 2 aus der Horizontalen um einen kleinen Winkel (z.B. 13°) nach vorne oben gerichtet, so dass ein leichterer Zugang und Einblick in das Innere der Trommel 2 gegeben ist. Durch diese Anordnung wird im Zusammenwirken mit besonders geformten Wäschemitnehmern 4 und Schöpfeinrichtungen 5 für die Waschlauge 6 an der Innenfläche des Trommelmantels außerdem auch eine Intensivierung der Durchflutung der Wäsche 7 mit Waschlauge erreicht. Im Laugenbehälter 1 ist ein Sensor 15 für die Anwesenheit von Weichspüler angeordnet.
Die Waschmaschine weist zudem ein Laugenzulaufsystem auf, das eine Wasseranschlussarmatur für das Hauswassernetz 8, ein elektrisch steuerbares Ventil 9 und eine Zuleitung 10 zum Laugenbehälter 1 umfasst, die über eine Einspülschale 11 geführt ist, aus der das Zulaufwasser Waschmittelportionen in den Laugenbehälter 1 transportieren kann. Einspülschale 11 weist ein gesondertes Weichspülerfach 18 auf, in dem ebenfalls ein Sensor 15 für die Anwesenheit von Weichspüler angeordnet ist.
Eine Dosiervorrichtung 17 ermöglicht im Zusammenwirken mit dem Hauswassernetz 8 die Zuführung von Weichspüler in den Laugenbehälter 1. Außerdem befindet sich im Laugenbehälter 1 eine Heizeinrichtung 13. Das Ventil 9 wie auch die Heizeinrichtung 13 können durch eine Steuereinrichtung („Programmsteuerung") 12 in Abhängigkeit von einem Programmablaufplan gesteuert werden, der an ein Zeitprogramm und/oder an das Erreichen von gewissen Messwerten von Parametern wie Laugenniveau, Laugentemperatur, Drehzahl der Trommel 2 usw. innerhalb der Waschmaschine gebunden sein kann. 19 bedeutet einen Sensor für die Messung des hydrostatischen Druckes p im Laugenbehälter 1. 16 bedeutet eine Pumpe für die im Laugenbehälter 1 befindliche Flüssigkeit.