STEUERGERAT FXJR FAHRZEUGE IN DER BIDIREKTIONAL ADHOC-NETZWERK-FUNKKOMMUNIKATION
Die Erfindung betrifft ein Steuergerät zur Datenverarbeitung in der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunika- tion insbesondere im Rahmen der Fahrzeug-zu-Fahrzeug (C2C) oder der Fahrzeug-zu-Umgebung (C2X) -Kommunikation, welche die C2C-Kommunikation als Sonderfall mit einschließt. Das Steuergerät weist in üblicher Weise eine Recheneinheit zur Datenverarbeitung und Anschlüsse zur Dateneingabe- und Datenausgabe auf.
Derartige Steuergeräte finden in der Praxis Einsatz, um Daten in der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation zu empfangen und auszuwerten bzw. aufzubereiten und auszusenden. In der WO 2009/074655 Al ist in diesem Zusammenhang eine zentrale Steuereinheit bekannt, die die Rechenleistung für eine Vielzahl von angeschlossenen Sensoren und Anwendungen zur Verfügung stellt. An diese Steuereinheit sind auch mit Antennen versehene Kommunikationseinheiten angeschlossen, die zur Teilnahme an verschiedenen Datennetzen eingerichtet sein können. Es besteht jedoch der Nachteil, dass die Steuereinheit hochintegriert ausgebildet ist und eine sehr hohe Rechenleistung aufweisen muss. Außerdem sind die gesamte Bordelektronik und das Kommunikationssystem bei Ausfall der zentralen Steuereinheit gestört.
Ein ähnlicher Aufbau eines Kommunikationssystems ist aus der WO 2009/030522 bekannt, bei der eine Kommunikationsein-
heit mit Antenne jeweils mit einer zentralen Recheneinheit des Fahrzeugs verbunden ist, die als zentrale Recheneinheit des Fahrzeugs arbeitet. Die Kommunikationseinheit ist zur Fahrzeug-zu-Fahrzeug bzw. Fahrzeug-zu-Umgebung-Kommunika- tion eingerichtet. Die zentrale Recheneinheit verwendet die aus der Fahrzeug-zu-Fahrzeug bzw. Fahrzeug-zu-Umgebung- Kommunikation erhaltenen Daten, um sie mit Positionsdaten bspw. eines Satellitenpositionierungssystems oder sonstiger Fahrzeugsensoren zu vergleichen und in dem Fahrzeug geführte Karten durch Abgleich dieser erhaltenen Daten zu aktualisieren. Dabei werden auch Positionswerte der Kommunikationspartner in der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation herangezogen .
In diesem Zusammenhang sind aus der WO 2009/133185 Al auch eine selbstlernende Karte bzw. eine Vorrichtung zum Erstellen und Speichern einer derartigen digitalen Karte bekannt, die auf Basis von Umfeldsensoren, Fahrzeug-zu-Umgebung- Kommunikation und Satellitennavigationssystemen erstellt wird, ohne dass hierfür Navigationskartendaten verwendet werden müssen. Die digitale Karte wird iterativ verbessert und kann zur Validitätsprüfung einer bereits existierenden digitalen Karte für ein Fahrerassistenzsystem verwendet werden. Auch in diesem Fall ist eine zentrale Recheneinheit mit Anschluss an die verschiedenen Sensoren vorgesehen.
Problematisch bei diesen zentralen Recheneinheiten ist der hohe Bedarf an Rechenleistung, der den Einsatz aufwendiger Prozessoren erfordert. Diese Recheneinheiten sind daher vergleichsweise teuer. Dies führt in der Praxis dazu, dass sich viele Autokäufer gegen den Einsatz derartig hochwerti-
ger Kommunikationssysteme entscheiden. Daher ist es wünschenswert, Systeme zu schaffen, die bei Bedarf die erforderliche Rechenleistung zur Verfügung stellen und entsprechend in Fahrzeugen nachgerüstet werden können.
Aufgabe der Erfindung ist es also, ein Steuergerät zur Datenverarbeitung in der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation vorzusehen, das die Skalierbarkeit der Systeme und die Auswertung zusammengehöriger Informationen verbessert auf kostengünstige Weise verbessert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Steuergerät entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dazu ist bei dem Steuergerät der eingangs genannten Art insbesondere vorgesehen, dass die Recheneinheit des Steuergeräts dazu eingerichtet ist, Daten nach dem ITS-Standard zu verarbeiten, wobei die Datenverarbeitung nach dem ITS-Standard auf eine inhaltliche Auswertung und/oder Aufbereitung der mittels der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation insbesondere mittels DSRC und/oder ITS-G5 empfangenen oder zu sendenden Daten beschränkt ist. Erfindungsgemäß soll keine mit der Durchführung der eigentlichen Kommunikation, d.h. der Anmeldung in dem Netzwerk und dem Senden bzw. Empfangen der Daten, im Rahmen der mit der bidirektionalen Ad- hoc-Netzwerk-Funkkommunikation verbundenen Aufgaben durchgeführt werden.
Diese Aufgaben sind einer außerhalb dieses erfindungsgemäßen Steuergeräts vorgesehenen ITS-Kommunikationseinheit vorbehalten. Um einen zuverlässigen und schnellen Datenaustausch mit dieser ITS-Kommunikationseinheit zu ermöglichen,
weist das erfindungsgemäße Steuergerät dazu einen breitban- digen ersten Kommunikationsanschluss, bspw. USB, Ethernet, MOST-Datenbus, Flexray, CAN oder dergleichen, zumindest für das Empfangen von Daten von einer ITS-Kommunikationseinheit zur bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation auf. Diese ITS-Kommunikationseinheit kann bspw. in eine intelligente Antenne integriert sein, welche als zentrale Fahrzeugeinheit zur Umsetzung der Funkkommunikation in dem Fahrzeug vorhanden ist und eine Antenne zur bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation mittels DSRC (Dedicated Short Range Communication) bzw. IST-G5, eine Antenne für die Satelliten-Funkkommunikation, insbesondere zum Empfangen von Satellitenpositionssignalen, sowie evtl. eine Antenne für die zelluläre Funkkommunikation in einem öffentlichen Mobilfunknetz aufweist. Das erfindungsgemäße Steuergerät ist dann mittels des breitbandigen Kommunikationsanschlusses mit dieser intelligenten Antenne und der darin vorgesehenen ITS-Kommunikationseinheit verbunden.
Im Rahmen des ITS-Standards weist die ITS-Kommunikationseinheit insbesondere die zur Umsetzung der Funkkommunikation notwendigen Module ITS-Access, ITS-Network und ITS- Transport auf, welche vorzugsweise unmittelbar den Aufbau eines bidirektionalen Adhoc-Netzwerks mittels Funkkommunikation mit anderen Teilnehmern organisieren und den Datenaustausch durchführen. Diese ITS-Module im Rahmen der DSRC- bzw. ITS-G5 Kommunikation können vorzugsweise in einem einzigen Prozessor realisiert sein. Das erfindungsgemäße Steuergerät zur Verarbeitung der Daten in der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation führt dabei insbesondere vorverarbeitende Schritte im Sinne des PreProcessing aus.
Ferner kann der ITS-Facilities-Layer mit Anwendungen und/oder der ITS-Applikations-Layer in die Steuereinheit gemäß der vorliegenden Erfindung integriert sein, um fahr- zeug- und sicherheitsrelevante Daten zu verarbeiten. Das Verarbeiten schließt sowohl das Auswerten der im Rahmen der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation empfangenen Daten als auch das Vorbereiten von Daten zur Aussendung mittels dieser bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation ein.
Dies sind die anwendungsorientierten Daten, so dass der ITS-Facilities bzw. ITS-Applications-Layer die oberste Schicht des ITS-Standards darstellt, welche die Schnittstelle des ITS-Systems zum Fahrzeug ermöglicht und Daten zur Verfügung stellt, die durch andere Fahrzeugeinrichtungen, insbesondere Fahrerassistenzsysteme und sonstige sicherheitsrelevante Eirichtungen, genutzt werden können. Die ITS-Kommunikationseinheit umfasst dagegen insbesondere die Aufbereitung der Daten für die eigentliche Übertragung bzw. Kommunikation, d.h. das Senden und Empfangen der Daten. Dies ist im Rahmen der ITS-Konfiguration üblicherweise in niedrigeren Schichten des ITS-Protokolls realisiert. Diese Kommunikationsaufgaben sollen erfindungsgemäß also gerade nicht mit der Recheneinheit des Steuergeräts zur Datenverarbeitung durchgeführt werden. Das erfindungsgemäße Steuergerät wird nachfolgend auch als ITS-Sensor bezeichnet. Den genauen Aufbau des Protokolls gemäß dem ITS-Standard kann dem Internet unter www.standards.its.com.gov" entnommen werden .
Die ITS-Kommunikationseinheit ist daher vorzugsweise mit in einer Antenneneinheit integriert oder dieser noch einmal vorgeschaltet, so dass die Antenneneinheit insbesondere mit der Antenne zur bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommuni- kation über die ITS-Kommunikationseinheit mit dem ITS- Sensor und den in seiner Recheneinheit integrierten ITS- Komponenten verbunden ist.
Es ist natürlich möglich, diesen breitbandigen Kommunikati- onsanschluss parallel neben dem Empfangen von Daten von einer ITS-Kommunikationseinheit auch zum Übertragen von Daten zu der ITS-Kommunikationseinheit zu verwenden, welche diese Daten dann in das bidirektionale Adhoc-Netzwerk mittels Funkkommunikation aussendet. Hierdurch wird jedoch ein Teil der Bandbreite auch für das Übertragen der Daten benötigt, so dass das Empfangen von Daten über diesen breitbandigen Kommunikationsanschluss unter Umständen zeitlich verzögert wird. Daher kann erfindungsgemäß ein zweiter Kommunikationsanschluss für das Senden von Daten zu der ITS-Kommunikationseinheit zur bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkom- munikation vorgesehen sein. Diese ITS-Kommunikationseinheit sorgt dann für die Aussendung der Daten in das Adhoc- Netzwerk, d.h. an die temporär im Empfangsbereich liegenden Teilnehmer des Kommunikationsnetzwerks. Diese Trennung der Kommunikationsanschlüsse für das Senden und das Empfangen ist besonders vorteilhaft, da in der Regel große Datenmengen empfangen und möglichst schnell verarbeitet werden sollen. Dies ist durch den erfindungsgemäß breitbandigen An- schluss möglich. Die zu sendenden Daten sind in der Regel wesentlich weniger umfangreich, so dass ein zweiter Kommunikationsanschluss vorgesehen werden kann, der als ein ein-
faches Fahrzeugkommunikationsnetz, bspw. ein Bus mit Flex- ray, ein CAN-Bus oder dergleichen ausgebildet sein kann.
Ergänzend kann erfindungsgemäß ein Satellitendaten- Anschluss zum Empfangen von Positionsdaten eines satellitenbasierten Ortungssystems vorgesehen sein. Diese Positionsdaten können natürlich als digitalisierte Daten zur Verfügung gestellt werden, welche dann ggf. auch über den erfindungsgemäß vorgesehenen breitbandigen ersten Kommunika- tionsanschluss übertragen werden könnten. In diesem Fall werden die Satelliten-Rohdaten von einem gesonderten Satelliten-Empfänger mit einer eigenen Satelliten-Recheneinheit für das Auswerten der Satelliten-Rohsignale empfangen.
Größere Flexibilität erhält man jedoch, wenn der Satelli- tendaten-Anschluss des erfindungsgemäßen Steuergeräts zum Empfang von Satelliten-Rohdaten vorgesehen und bspw. über ein Antennenkabel direkt mit der Antenneneinrichtung zum Empfangen der Satelliten-Funkdaten verbunden ist. In diesem Fall weist das Steuergerät eine Recheneinheit bzw. einen Prozessor für die Auswertung der Satelliten-Rohdaten auf, die mit in die Recheneinheit des Steuergeräts integriert oder als separater Chip ausgebildet sein kann. Letzteres ist vorteilhaft, da die Chips zur Satellitendaten- Auswertung zwischenzeitlich in großer Stückzahl und preisgünstig zur Verfügung stehen.
Ferner weist das Steuergerät gemäß einer bevorzugten Ausführungsform erfindungsgemäß auch mindestens einen An- schluss für einen Fahrsensor zur Erfassung dynamischer Fahrzeugdaten und/oder einen Umfeldsensor zur Erfassung des
Fahrzeugumfelds auf, so dass ein oder mehrere dieser Sensoren mit in das Steuergerät integriert sind und die Recheneinheit des Steuergeräts zur Ansteuerung dieser Sensoren mit eingerichtet ist. Auch die empfangenen Sensordaten werden dann erfindungsgemäß in dem Steuergerät mit ausgewertet, so dass dieses Steuergerät im Sinne eines ITS-Sensors als zentrale Sicherheitssteuereinheit bzw. -einrichtung des Fahrzeugs dienen kann, in der sämtliche die Fahrzeugsicherheit betreffenden Daten zusammengeführt und ausgewertet werden .
In diesem Zusammenhang kann das erfindungsgemäße Steuergerät bzw. dessen Recheneinheit auch dazu eingerichtet sein, Satelliten-Positionsdaten und Daten eines Fahrzeug- und/oder Umfeldsensors zu kombinieren. Hierdurch lassen sich verbesserte Fahrdynamikzustände und eine verbesserte Positionierung des Fahrzeugs erreichen. Besonders flexibel und schnell lässt sich diese Kombination von Satelliten- Positionsdaten und Daten sonstiger Fahrzeug- oder Umfeldsensoren bei Verwendung von Satelliten-Rohdaten erreichen, da diese besonders schnell verfügbar sind und die Auswertung zielgerichtet erfolgt, um die benötigten Informationen aus den Satelliten-Signalen zu extrahieren.
Ein besonderer Vorteil der Integration des ITs-Facilities- Layer im Rahmen der DSRC- bzw. ITS-G5 Kommunikation in ein separates Steuergerät liegt auch darin, dass dieses Steuergerät mit seiner integrierten Recheneinheit erfindungsgemäß nach einem hohen bzw. höheren SIL-Level (Safety Integrity Level) eingerichtet sein kann und daher eine hohe Sicherheitsstufe aufweist. Diese ist notwendig, um durch das er-
findungsgemäße Steuergerät (ITS-Sensor) sicherheitsrelevante Funktionen im Rahmen von Fahrerassistenzsystemen zu ü- bernehmen, die automatische Bremsungen oder sonstige Fahreingriffe vornehmen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ein derartig hoher SIL-Level lässt sich bei Kommunikationsanwendungen, insbesondere bei der bidirektionalen Adhoc- Netzwerk-Funkkommunikation nicht erreichen, da diese Systeme häufig auf zufälligen Entwicklungen basieren und ein hohes Maß an Funktionssicherheit nicht gewährleisten können.
Um die Ergebnisse der Datenverarbeitung des erfindungsgemäßen Steuergeräts auch dem Fahrer des eigenen Fahrzeugs darstellen zu können und ihm die Möglichkeit zur Einflussnahme auf die Datenverarbeitung zu geben, kann in dem Steuergerät ferner ein Anschluss an eine Multimediaeinheit vorgesehen sein, die im Rahmen des üblichen Fahrzeug-Kommunikationsnetzes realisiert sein kann.
In diesem Zusammenhang kann die Recheneinheit des erfindungsgemäßen Steuergeräts dazu eingerichtet sein, von einer Multimediaeinheit, von einem Fahrzeugsensor, von einem Umfeldsensor und/oder durch ein bidirektionales Adhoc- Netzwerk empfangene Daten zusammenzuführen und daraus vorverarbeitete Daten nach dem ITS-Standard zu erzeugen, die an eine ITS-Kommunikationseinheit sendbar sind, welche diese dann in das bidirektionalen Adhoc-Netzwerk mittels Funkkommunikation aussendet, um anderen Verkehrsteilnehmern diese Informationen zur Verfügung zu stellen. Dabei kann es sich um sicherheitsrelevante Informationen handeln. Diese Informationen können allerdings auch einfach der Information oder einer intelligenten Verkehrsleitführung dienen. Er-
findungsgemäß kann die Recheneinheit auch dazu eingerichtet sein, eine Vorverarbeitung außerhalb des ITS-Standards, d.h. eine proprietäre Vorverarbeitung, der Kommunikationsdaten durchzuführen.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbezügen.
Es zeigen:
Fig. 1 den schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Steuergeräts in einem Fahrzeug-Kommunikationsnetz und
Fig. 2 schematisch einen Ablaufplan für die erfindungsgemäße Vorverarbeitung von Daten nach dem ITS- Standard in dem ITS-Facilities-Layer unter Ausnutzung diverser in dem Steuergerät zusammenlaufender Informationen.
In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Steuergerät 1 zur Datenverarbeitung in der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation dargestellt, welches in ein Fahrzeug- Kommunikationsnetz 2 eingebunden ist.
Das Steuergerät 1 weist eine in Fig. 1 nicht gesondert dargestellte Recheneinheit zur Datenverarbeitung sowie Anschlüsse 3 zur Dateneingabe und Datenausgabe auf. Die Anschlüsse 3 sind in Fig. 1 schematisch als logische Verbindung dargestellt und nicht auf jeweils genau einen An- schluss begrenzt. Vielmehr kann der als Sammelanschluss dargestellte Kommunikationsanschluss 3 verschiedene Anschlüsse, auch technisch verschiedene Anschlüsse für unterschiedliche Aufgaben, beinhalten.
Die Recheneinheit des Steuergeräts 1 ist unter anderem dazu eingerichtet, Daten nach dem ITS-Standard zu verarbeiten, wobei die Datenverarbeitung nach dem ITS-Standard auf eine inhaltliche Auswertung und/oder Aufbereitung der mittels der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation, insbesondere mittels DSRC bzw. ITS-G5, empfangenen oder zu sendenden Daten beschränkt ist. Dies ist durch einen Teil 4 der ITS-DSRC-Komponenten dargestellt, die insbesondere die Verarbeitungsschritte des ITS-Facilities-Layers sowie eine Datenvorverarbeitung (ITS-Facilities and PreProcessing) umfassen, wobei der ITS-Facilities-Layer auch die ITS- Applikationen des ITS-Applications-Layer mit umfassen kann. Nähere Informationen hierzu finden sich im Internet unter "http://www.standards.its.com.gov". Dort ist die Standardisierung des ITS-Standards (Intelligent Transportation System) im Überblick dargestellt.
Um tatsächlich an einem bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation teilnehmen zu können, ist das Steuergerät 1 mit einer intelligenten Antenneneinrichtung 5 verbunden, welche eine Antenne für ein zelluläre Funkkommunikation 6,
eine Antenne für eine Satelliten-Funkkommunikation 7 und eine Antenne für eine bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation 8 aufweist. Sofern verschiedene Kommunikationsdaten in einer Antenne zusammengefasst werden können, ist es nicht notwendig, dass die intelligente Antenneneinrichtung 5 drei gesonderte Antennen 5, 6, 7 aufweist. Diese Antennen 6 bis 8 können dann auch in einer oder zwei Antennen zusammengefasst sein.
Die intelligente Antenneneinrichtung 5 ist mit Treiberelementen zur Durchführung der jeweiligen Kommunikationsarten sowie mit einer Recheneinheit ausgestattet. In dem dargestellten Beispiel ist in der Recheneinheit der intelligenten Antenneneinrichtung 5 eine weitere ITS-DSRC- bzw. ITS- G5 Komponente 9 integriert, die eine ITS-
Kommunikationseinheit bildet, welche die technische Umsetzung der eigentlichen Kommunikation nach dem DSRC- bzw. ITS-G5-Standard, d.h. die Einbindung in das Netzwerk und das Senden bzw. Empfangen der Daten, übernimmt.
In die intelligente Antenneneinrichtung 5 ist ferner eine Notrufeinheit 10 integriert, die vorzugsweise eine Mobilfunkeinheit beinhaltet und im Falle eines schweren Unfalls einen Notruf über das zelluläre Mobilfunknetz aussendet. Dazu empfängt die Notrufeinheit 10 ein Airbag-Auslösesignal 11 und/oder ein Auslösesignal einer Mensch-Maschine- Schnittstelle 12, in der der Fahrer eines Fahrzeugs manuell einen Notruf absetzen kann. Entsprechend ist die Notrufeinheit 10 über ein gestrichelt dargestelltes Antennenkabel 13 mit der Antenne 6 für die zelluläre Funkkommunikation verbunden .
Das erfindungsgemäße Steuergerät 1 und die Antenne 6 für die zelluläre Funkkommunikation sind jeweils über einen An- schluss 3 bzw. ein Antennenkabel 13 mit weiteren Fahrzeugkomponenten verbunden, zu denen insbesondere eine Multimediaeinheit des Fahrzeugs mit einer Mensch-Maschine- Schnittstelle gehören kann. Diese weiteren Fahrzeugeinheiten sind pauschal mit dem Bezugszeichen 14 versehen und können insbesondere auch mehrere, untereinander mittels eines Fahrzeug-Kommunikationsnetzes verbundene Fahrzeugeinheiten aufweisen.
Aufgrund dieser vorgeschlagenen Struktur innerhalb des Fahrzeug-Kommunikationsnetzes 2 wird erreicht, dass der ITS-Facility-Layer in einem eigenen Steuergerät 1 untergebracht wird, so dass das Steuergerät 1 insbesondere zur Auswertung von sicherheitsrelevanten Daten herangezogen werden kann. Dieses Steuergerät 1 weist daher vorzugsweise auch Anschlüsse 15 für Fahrzeugsensoren zur Erfassung der Fahrzeugdynamik und/oder Umfeldsensoren zur Erfassung der Fahrzeugumgebung auf, deren Daten in der Recheneinheit des Steuergeräts 1 mitverarbeitet werden. Ferner kann die Steuereinheit 1 über die Anschlüsse 3 an die Antenne 7 für Satelliten-Funkkommunikation angeschlossen sein, welche insbesondere Satelliten-Rohdaten an eine Positionierungseinheit 16 des Steuergerätes 1 überträgt. Diese Rohdaten können auch bereits digitalisiert sein, d.h. an der Antenne 7 ist bereits ein Transceiver mit einfacher Verarbeitungseinheit angeschlossen.
Damit stehen dem auch als ITS-Sensor bezeichneten, eine separate Einheit bildenden Steuergerät 1 sämtliche Informationen und Daten aus der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation und der Satelliten-Funkkommunikation sowie aus den fahrzeugeigenen Sensoren zur Verfügung, um alle sicherheitsrelevanten Applikationen des Fahrzeugs zu steuern und mit Daten zu versorgen. Daher ist das Steuergerät 1 vorzugsweise mit einem hohen SIL-Level, d.h. einer hohen Sicherheitsstufe, realisiert, insbesondere mit einem höheren SIL-Level als die intelligente Antenneneinrichtung mit der ITS-Kommunikationseinheit und den zur Kommunikation notwendigen Komponenten ITS-Access, ITS-Network und ITS- Transport, für die sich eine derart hohe Ausfallsicherheit in der Regel nicht erreichen lässt.
Die Fahrdynamiksensoren, welche an die Anschlüsse 15 für die Fahrzeugsensoren des Steuergeräts 1 angeschlossen sind, messen insbesondere Raddrehzahlen, Gierrate, Querbeschleunigung, Lenkradwinkel und dergleichen. Die Daten dieser Fahrdynamiksensoren können mit den GPS-Rohdaten eines Satelliten-Ortungssystems verwendet werden, um eine verbesserte Positionierung sowie verbesserte Fahrdynamikzustände (Geschwindigkeit, Gierrate, Schwimmwinkel und dergleichen) zu erstellen. An seinem Ausgang 3 stellt der ITS-Sensor 1 diese Daten für die bidirektionale Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation (C2C, C2X-Funkkommunikation) in entsprechend vorverarbeiteter Form zur Verfügung, die über einen Anschluss 3 an die ITS-Kommunikationseinheit 9 und/oder weitere Fahrzeugeinheiten 14 übertragen werden. Hierfür kann ein Datenbus im Rahmen des Fahrzeug-Kommunikationsnetzes 2 eingesetzt werden. Zusätzlich stellt der ITS-
Sensor auch Fahrdynamikdaten des an die Anschlüsse 15 angeschlossenen Sensorclusters bereit, die um Daten aus der Positionierungseinheit 16 ergänzt werden können. Möglichkeiten hierzu sind in der WO 2009/133185 Al und der WO 2009/030522 Al beschrieben.
Ein besonderer Vorteil der vorgeschlagenen Architektur ergibt sich aus der Trennung zwischen weniger sicherheitsrelevanter Kommunikation in der intelligenten Antenneneinrichtung 5 und sicherheitskritischer Datenvorverarbeitung in dem Steuergerät 1 und den in der Recheneinheit des Steuergeräts 1 realisierten ITS-DSRC- bzw. ITS-G5-Komponenten 4. Damit ist es auch möglich, sich ändernde Teile der Architektur, wie bspw. eine Antenne inklusive der ITS- Kommunikationseinheit 9, ein ADAS-Steuergerät oder ein Multimediasteuergerät im Sinne weiterer Fahrzeugeinheiten 14 zu tauschen, ohne dass der ITS-Sensor mit der sicherheitsrelevanten Datenvorverarbeitung verändert werden muss. Hierdurch wird die Skalierbarkeit verbessert, da weitere Endgeräte je nach gewünschter Fahrzeugausstattung flexibel verändert werden können, ohne dass die nur schwer nachrüst- baren Komponenten, welche in dem Steuergerät 1 integriert sind, verändert werden müssen.
Nachfolgend wird eine mögliche Anwendung des in Fig. 1 dargestellten Systems und der erfindungsgemäßen Steuereinheit 1 anhand von Fig. 2 näher erläutert.
In der Recheneinheit des Steuergeräts 1 laufen über eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation 18, über Daten von Fahrzeug-Umfeldsensoren 19 und über Satelliten-Ortungsdaten 20
Informationen über einen Stau an der jetzigen Fahrzeugposition oder auf der gewählten Fahrzeugroute ein.
Nach derzeitigem Stand der Technik werden derartige Staumeldungen typischerweise mit Hilfe von Detektorschleifen in der Straße oder Kameraüberwachung von einer Zentrale erkannt und dann über verschiedene Kommunikationskanäle, wie bspw. TMC, Radiomeldungen, dynamische Anzeigen auf Schilderbrücken der dergleichen an die Fahrer der Fahrzeuge weitergegeben. Mittels einer Fahrzeug-zu-Fahrzeug- Kommunikation ist es zusätzlich möglich, dass Fahrzeuge selbst aufgrund der Information über die Anzahl und Geschwindigkeit der Fahrzeuge sowie evtl. weiterer Informationen von den Fahrzeug-Umfeldsensoren einen Stau in ihrer Umgebung erkennen und weitersenden.
Der Grund für den Stau ist bei all diesen Methoden jedoch nur in Ausnahmefällen ermittelbar, weil hierfür in der Regel weitere Informationen von der Polizei, von Rettungskräften oder sonstigen mit der Verkehrsüberwachung beschäftigen Personen, notwendig sind. Seit einiger Zeit gibt es zusätzlich sogenannte Staumelder, die ihre Beobachtungen mittels eines Anrufs bei Radiostationen oder bei Automobilclubs melden. Hierbei geben die Staumelder auch den Grund für den Stau an, sofern dieser bekannt ist.
Durch das erfindungsgemäß in ein Fahrzeug-Kommunikationsnetz 2 eingebundenes Steuergerät 1 ist es möglich, die Vorteile der Staumelder mit der automatischen Erkennung von Staus durch eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation zu kumulieren und die Zuverlässigkeit der Daten zu erhöhen.
Fährt bspw. ein Fahrer mit seinem Kraftfahrzeug in einen Stau ein, so kann dieser den Stau mittels eines Tastendrucks oder einer anderen Mensch-Maschine-Schnittstelle im Rahmen einer Multimediasteuereinheit an umliegende Fahrzeuge senden. Es ist auch möglich, dass das Fahrzeug aufgrund von Umfeldsensoren den Stau selbst erkennt. Entsprechend wird beim Verlassen des Staus dessen Ende im Rahmen der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation an andere Verkehrsteilnehmer ausgesendet. Diese empfangenen Informationen können dann in den umliegenden Fahrzeugen die automatische Erkennung stützen bzw. deren Erkennungswahrscheinlichkeit erhöhen .
Dies wird in jedem Fahrzeug durch die Recheneinheit des Steuergeräts 1 im Rahmen einer Stauerkennung 21 ausgeführt. Die Stauerkennung 21 des Steuergeräts 1 ist vorzugsweise auch dazu eingerichtet, den Grund für den Stau mit an die im Rahmen der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation auszusendenden Informationen anzuhängen. Sofern diese Information der Stauerkennung 21 nicht vorliegt, kann sie eine Anfrage an eine Mensch-Maschine-Schnittstelle 22 senden und den Grund für die Entstehung des Staus abfragen. Die Eingabe kann durch eine Tasteneingabe, aber auch in Form einer Sprachmemo oder durch Mitsenden eines Bildes oder Videos erfolgen, falls eine Kamera in das Fahrzeug integriert ist. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Recheneinheit 1 mittels einer Medienkonvertierung z.B. das Sprachmemo des Fahrers in eine textuelle Botschaft überführt, die einfacher und mit geringerem Datenaufwand übertragen werden kann. Weitere Möglichkeiten für Botschaften sind z.B. aus einem Satz von vorgegebenen Staugründen ausgewählte Symbo-
Ie, die dann mittels eines standardisierten Codes übertragen werden. Dies kann dann in einer Stauverarbeitung 23 erfolgen .
Ferner kann die Recheneinheit des Steuergeräts 1 in der Mensch-Maschine-Schnittstelle 22 bei Empfang einer entsprechenden Staunachricht auffordern, die Existenz des Staus und den Grund für den Stau zu bestätigen oder zu verneinen. Sofern der Fahrer optional auf diese Aufforderung reagiert, kann diese an die anderen Fahrzeuge versendet werden, was zu einer immer größeren Verlässlichkeit der Information führt.
Bei der Übertragung dieser zusätzlichen Information muss darauf geachtet werden, dass der Kommunikationskanal nicht überlastet wird. Da sich in einem Stau typischerweise sehr viele Fahrzeuge befinden und damit der Kommunikationskanal sehr stark ausgelastet ist, bietet es sich an, diese Zusatzinformationen möglichst knapp bspw. als standardisierten Code oder Textnachricht zu übertragen, so dass die Stauverarbeitung typischerweise dazu eingerichtet ist, eine Sprach- und/oder Videonachricht durch eine Medienkonvertierung in eine Textnachricht zu überführen.
Sollten dennoch vom Datenvolumen her größere Informationen übertragen werden, bietet es sich an, einen Verweis bzw. Link auf die größeren Informationen zu verschicken, die dann auf einem anderen Kommunikationskanal, bspw. einem WLAN, abgerufen werden können. Mittels der in ihrer Datenkapazität beschränkten bidirektionalen Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation werden nur die Zugangsdaten für den WLAN
und/oder den Abrufort übertragen. Es bietet sich also an, eine direkte Versendung der textuellen Nachricht mit einem Link auf die gesprochene Nachricht zu übersenden, die dann von dem Fahrzeugen anderer Fahrzeuge jederzeit abgerufen werden kann.
Nach der Stauverarbeitung 23 erfolgt durch das Steuergerät 1 eine Aussendung der Stauinformationen 24 im Rahmen der Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, die außer von Fahrzeugen natürlich auch durch sogenannte Road Side Units (RSU) im Rahmen einer Fahrzeug-zu-X-Kommunikation aufgefangen werden und von dort durch eine Zentrale weiterverarbeitet werden können. Es ist sinnvoll, derartige Road Side Units im Rahmen der Fahrzeug-zu-Umgebung-Kommunikation an neuralgischen Staupunkten aufzustellen.
In dem erfindungsgemäßen Steuergeräts 1 findet die zentrale Auswertung der von verschiedenen Informationsquellen (Kommunikation, Sensoren, Eingabe des Menschen) erhaltenden Informationen also zentral in der Recheneinheit des Steuergeräts 1 statt, welches hierfür über Anschlüsse 3 des Fahrzeug-Kommunikationsnetzes auf andere Fahrzeugeinheiten zugreift. Die zentrale Verwaltung findet jedoch in dem Steuergerät 1 statt, das daher neben der vorgenannten Aufgabe im Rahmen der Stauerkennung auch gut für sicherheitsrelevante Aufgaben herangezogen werden kann.
Konkrete Beispiele für die Stauerkennung sollen nachfolgend kurz erläutert werden.
Ein Fahrer A gerät in einen Stau, der vorher schon mittels einer Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation automatisch durch das Steuergerät 1 detektiert wurde. Auf Rückfrage in der Mensch-Maschine-Schnittstelle 22 bestätigt er diesen Stau mittels eines Tastendrucks. Nach einiger Zeit erkennt er, dass der Stau aufgrund von Schaulustigen entstanden ist. Er drückt erneut eine Stautaste in seiner Mensch-Maschine- Schnittstelle 22 und wählt diesmal die Option, eine Begründung für den Stau mit zu übermitteln. Daraufhin spricht er die Begründung in sein Mikrofon. In der Stauverarbeitung 23 der Recheneinheit des Steuergeräts 1 wird diese Information mittels einer Medienkonvertierung in eine Textnachricht umgewandelt und mittels Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation als Staunachricht 24 ausgesendet. Zusätzlich wird ein Link auf das WLAN seines Fahrzeugs mitgeschickt, wo die originale Sprachnachricht zum Abruf vorgehalten wird. Diese kann durch Aufrufen des Links von Fahrern benachbarter Fahrzeuge im Sende- und Empfangsbereich des WLAN abgerufen werden. Einige Zeit später löst sich der Stau langsam auf und Fahrer A bestätigt das Auflösen des Staus durch einen erneuten Tastendruck. Im Rahmen des Steuergeräts 1 ist es dabei vorteilhaft, wenn den Staunachrichten 24 auch Positionierungsdaten 20 des eigenen Fahrzeugs hinzugefügt werden.
In einem weiteren Beispiel erhält Fahrer B die Botschaft über einen Stau, die von Fahrer C übermittelt wurde. Da Fahrer B jedoch keinen Stau erkennen kann, widerspricht der Fahrer B im Rahmen der Stauerkennung 21 in seiner Mensch- Maschine-Schnittstelle 22 der Staumeldung. Auch diese Information wird mittels Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation als Staunachricht 24 ausgesendet. Fahrer D erhält nun die
Information, dass evtl. ein Stau vorhanden sein könnte, dieser aber nicht durch die automatische Stauerkennung bestätigt werden kann. Nach einiger Zeit melden noch weitere zusätzliche Fahrer, dass kein Stau vorliegt. Nach Empfang dieser zusätzlichen Daten kann die Stauerkennung 21 entscheiden, die Staumeldungen dem Fahrer gar nicht mehr in der Mensch-Maschine-Schnittstelle 22 anzuzeigen.
In einem weiteren Beispiel nähert sich Fahrzeug E einem Stau. Aufgrund der Bestätigung des Staus durch andere Fahrzeuge können der Anfang des Staus sehr genau erkannt werden und diese Information dem Fahrer im Rahmen der Stauerkennung 21 in der Mensch-Maschine-Schnittstelle 22 sehr genau angezeigt werden. Auch die Aktualisierungsgeschwindigkeit ist sehr hoch. Hierdurch kann sich der Fahrer sehr genau auf das Stauende einstellen, das immer einen hohen Gefährdungsgrad für schwere Auffahrunfälle bildet. Zusätzlich kann durch die Bestätigung des Stauendes durch andere Fahrzeuge auch die Länge und Dauer des Staus sehr genau vorhergesagt werden. Dies kann bspw. bei einer Umgehungskommuni- kation des Fahrzeugs berücksichtigt werden, die durch eine weitere Fahrzeugeinheit umgesetzt wird.
Bezugszeichenliste :
1 Steuergerät zur Datenverarbeitung in der bidirektionalen Adhoc-Netzwerk-Funkkommunikation
2 Fahrzeug-Kommunikationsnetz
3 Kommunikationsanschlüsse
4 ITS-DSRC-Komponente
5 intelligente Antenneneinrichtung
6 Antenne für zelluläre Funkkommunikation
7 Antenne für Satelliten-Funkkommunikation
8 Antenne für bidirektionale Adhoc-Netzwerk- Funkkommunikation
9 ITS-DSRC-Komponente (ITS-Kommunikationseinheit)
10 Notrufeinheit
11 Airbag-Auslösesignal
12 Mensch-Maschine-Schnittstelle
13 Antennenverbindung
14 weitere Fahrzeugeinheiten
15 Anschlüsse für Fahrzeug- und Umfeldsensoren
16 Positionierungseinheit
18 Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation
19 Daten von Fahrzeug- und Umfeldsensoren
20 Positionierungsdaten
21 Stauerkennung
22 Mensch-Maschine-Schnittstelle
23 Stauverarbeitung
24 Aussendung der Staunachricht