POINT OF CARE TESTSYSTEM UND VERFAHREN ZUM AUFBRINGEN EINER PROBE
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Testsystem oder
Assaysystem (Nachweissystem) und Testverfahren vorzugsweise im Gebrauch für den Point-of-Care (PoC) Bereich.
In der Forschung, Diagnostik, oder einer Vielzahl weiterer Anwendungsfelder stellen analytische Labortests, die zur qualitativen oder/und quantitativen Bestimmung von Molekülen, Analyten bzw. deren Aktivität oder Zusammensetzung dienen, die Basis für weitreichende Aussagen bis hin zur Entwicklung neuer Verfahren oder Vorrichtungen dar. Die Basis sind die allgemein bekannten Methoden der DNA/RNA Analytik bzw. der
Proteinanalytik. Ein weiteres Beispiel sind die Vielzahl von analytischen Verfahren und Methoden, die eingesetzt werden, um die Antikörperreaktionen, sogenannte Immunreaktionen, welche für die Bestimmung von (Bio) Markern und vielen weiteren
Substanzen/Analyten eingesetzt werden. Es sind Schnelltestverfahren bekannt, wie der Lateral-Flow-
Test (LFT) , Flow-Through-Test (FTT) , Agglutinations-Test (AT) oder Solid-Phase-Test (SPT) . Alle diese Verfahren dienen zum schnellen Nachweis von Analyten ohne die Verwendung von
Geräten und sind zur visuellen Auswertung geeignet. Ein robustes Assayprinzip ist bekannt, wie im Stand der
Technik zur in-vitro Diagnostik als Immunoassay (IA),
insbesondere als EIA, oder „binding assay" („Sandwich") beschrieben (Siehe z.B. EP0171150B1, EP 0063810B1). Ferner ist z.B. der fluorometrische Nachweis von IgE im Rahmen eines Bindungsassays aus EP0119613 Bl bekannt. Darüber hinaus, sei auf das Schrifttum von Roger P. Ekins (z.B. WO 8401031 u.v.a.) verwiesen .
Ferner ist ein membrangestützer Bindungsassay, insbesondere von IgE aus Blut an Allergenen seit Ende der 1980-iger Jahre bekannt. Z.B. CHEMICAL ABSTRACTS, vol. 101, no . 25, 17th
December 1984, page 578, abstract no . 228190b, Columbus, Ohio, US; B. J. WALSH et al . : "Allergen discs prepared from
nitrocellulose : detection of IgE binding to soluble and insoluble allergens", & J. IMMUNOL. METHODS 1984, 73(1), 139- 45.
Für den PoC Bereich ist beispielsweise der käuflich
erhältliche Fast-Check-PoC der Anmelderin beschrieben (siehe EP1718970), der auf Basis eines membrangestützen
Bindungsassays zum Allergienachweis aus Vollblut eingesetzt werden kann.
Es besteht jedoch ein hohes Bedürfnis ein Nachweissystem eines PoC Testsystems zu verbessern.
Ein besonderes Problem ist die gleichzeitige bzw. simultane Probenbenetzung der einzelnen Nachweisplätze. Dies ist zur Reproduzierbarkeit und Erzielung eines qualitativ hochwertigen Ergebnisses erforderlich.
Ein ähnlich bedeutendes Problem ist die Benetzung der
Nachweisplätze mit einer jeweils gleichen Menge
Probenflüssigkeit . Im Stand der Technik sind Röhrensysteme, wie z.B. aus der
WO2002072264 für Immunoassays bekannt, die eine kontrollierte und gezielte Probenzuführung auf einer Membran erlauben sollen .
Allerdings ist nachteilig, dass die bekannten Kanal- oder Röhrensysteme kein gleichförmiges Zubringen oder Homogenität der Einzelproben aus einer Gesamtprobe gewährleisten.
Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung für ein PoC- Testsystem eine verbesserte Probenzuführung bereitzustellen, die ein verbessertes Ergebnis erzielt.
Überaschender Weise wird diese Aufgabe durch den Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist ein Testverfahren vorgesehen, wobei a. mindestens ein Testreagenz auf einer ersten Oberfläche fixiert ist, und rückseitig eine zweite
Oberfläche ausgebildet ist, b. mindestens eine Probenflüssigkeit in einem
Probenkanal geführt wird, wobei der Probenkanal in eine Mündungsfläche mündet, die der zweiten Oberfläche gegenüberliegt, wobei die zweite
Oberfläche mindestens in einem Bereich benetzbar ist, der der Mündung gegenüberliegt, c. und die Probenflüssigkeit durch Druckbeaufschlagung des Probenkanals aus seiner Mündungsöffnung austritt und einen an der Mündungsfläche haftenden Tropfen bildet, d. wobei ein Kontakt zwischen Tropfen und einem Benetzungspunkt auf der zweiten Oberfläche erzeugt wird, indem der Tropfen durch die
Druckbeaufschlagung des Probenkanals so vergrößert wird, dass der Tropfen den Benetzungspunkt berührt, e. die Probenflüssigkeit durch die genannte Berührung des Benetzungspunkts direkt oder durch
Kapillarwirkung der ersten Oberfläche und/oder Druckbeaufschlagung des Probenkanals von der zweiten
Oberfläche in Richtung der ersten Oberfläche
eindringt oder bis zur ersten Oberfläche durchtritt und mit dem Testreagenz reagiert.
Weitere vorteilhafte Durchführungsarten und Ausführungsformen gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Ein Testreagenz kann beispielsweise Substanzen, wie Peptide, Proteine, Enzyme oder deren Substrate, Liganden oder
Rezeptoren, Antikörper oder Antigene, DNA, RNA, PNA enthalten, aber auch Moleküle nicht biochemischen Ursprungs, wie
beispielsweise Jod. Die Testreagenzien können Kombinationen dieser Molekülsorten enthalten oder deren Fragmente,
Konjugate, modifizierte, etwa glykolisierte oder
phosphorylierte Formen. Lipide und Zucker sind ebenfalls erfindunggemäß umfasst. Ferner können Naturstoffe und
natürliche Extrakte in Testreagenzien vorkommen, wie dies bei Allergietests oder Nahrungsmittelunverträglichkeittests häufig der Fall ist.
Die Mündungsfläche und / oder die erste und / oder zweite Oberfläche eines Nachweisträgers kann beispielsweise aus Glas, Kunststoff, insbesondere transparentem Kunststoff bestehen. Bevorzugt sind Polycarbonate wie beispielsweise Macrolon, polyzyklische Olefine wie beispielsweise Topaz, Polypropylen, PMMA oder Polyimide. Die Fläche kann weiterhin beschichtet sein, beispielsweise mit Proteinen, insbesondere Antikörpern, Zuckern wie zum Beispiel Dextranen, oder aber mit Metallen, Glas, oder Kunststoffen, oder Carbonderivaten wie
beispielsweise Carbon Nanotubes.
Ein oder mehrere Testreagenzien sind auf der ersten Oberfläche fixiert. Erfindungsgemäß können die Testreagenzien in einer Schicht unterhalb der ersten Oberfläche fixiert sein. Die Testreagenzien können zum Beispiel an der Oberfläche
eingetrocknet sein, entweder allein oder in einer
stabilisierenden Matrix, oder als Lyophylisat aufgetragen werden und lösen sich bei Benetzung von der Oberfläche. Die Fixierung kann weiterhin durch Ausnutzung nicht kovalenter Wechselwirkungen erfolgen, wie sie beispielsweise zwischen Antikörper und Protein A bestehen, zwischen Biotin und
Streptavidin, zwischen Hexa-Histidin und Nickel-NTA oder bei der Basenpaarung von DNA. Ferner kann ein Element der
Testreagenzien kovalent an die erste Oberfläche gebunden sein. In einer bevorzugten Ausführungsform bleibt das Testreagenz
bei Benetzung im Wesentlichen an der ersten Oberfläche
fixiert, insbesondere zu mehr als 50%.
Eine Probenflüssigkeit kann eine beliebige Substanz oder
Substanzgemisch, ggfs. samt Lösungsmittel, beliebiger Herkunft sein, insbesondere von einer Pflanze oder einem Tier stammen, insbesondere von einem Säugetier, insbesondere von einem
Menschen. Die Probenflüssigkeit kann beispielsweise nicht abschließend Vollblut, Halbblut, Serum, Speichel,
Tränenflüssigkeit, Urin, Sekret, Hirnflüssigkeit oder
prozessierte Formen solcher Flüssigkeiten, wie etwa EDTA - stabilisiertes Blut enthalten.
Der Probenkanal kann ein Mittel zur Druckbeaufschlagung aufweisen. Das kann in einer bevorzugten Ausführungsform eine Befüllöffnung oder ein Befüllstutzen sein, in den zum Beispiel eine Spritze gesteckt wird, mit der ein Benutzer manuell Druck ausüben kann. Weitere Ausführungsformen sehen Blister oder Pumpkammern vor, oder Anschlüsse für externe Pumpen. Ferner kann auch eine Heizvorrichtung vorgesehen sein, mit der die Flüssigkeit ausgedehnt oder zur Verdampfung gebracht wird, wodurch Druck aufgebaut wird.
Die Mündungsfläche kann im Bereich der Mündung des
Probenkanals benetzbar beschaffen sein, so dass der bei
Druckbeaufschlagung entstehende Tropfen haftet und sich nicht unkontrolliert löst. Diese erfindungsgemäße Eigenschaft erfüllen nicht abschließend Polycarbonate wie beispielsweise
Macrolon und Polyolefine wie Topaz in unbehandelter Form, oder nachbehandelt, sofern die Nachbehandlung wie etwa
Plasmabehandlung die Benetzbarkeit nicht oder nur gering mindert. Dieser benetzbare Bereich kann von einem hydrophoben Bereich umgeben sein, mit dem die Tropfengröße beschränkt werden kann.
Die zweite Oberfläche ist in einem Bereich des
Benetzungspunkts, der der Mündung gegenüberliegt, benetzbar
beschaffen, so dass der Tropfen die zweite Oberfläche berührt. Insbesondere kann dieser Bereich aus Nitrozellulose bestehen.
Besonders bevorzugt ist das Verfahren, wenn die zweite
Oberfläche an der Mündung des Probenkanals einen Abstand zur Mündungsfläche von 0,001 mm bis 15 mm, insbesondere von 0,01 mm bis 2 mm, insbesondere von 0,04 bis 0,4 mm aufweist.
Der Benetzungspunkt liegt auf der zweiten Oberfläche und ist der erste Punkt dieser Oberfläche, den der Tropfen bei seinem Wachstum auf der zweiten Oberfläche berührt. Besonders
bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen der
Benetzungspunkt vollständig reproduzierbar ist, wie sie durch die benannte Hydrophobisierung auf der Mündungsfläche,
und/oder durch Hydrophobisierung um den Benetzungspunkt herum auf der zweiten Oberfläche, und / oder besonders bevorzugt durch eine Aufweitung um die endständige Öffnung des
Probenkanals erzeugt werden kann.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist der Probenkanal daher derart gestaltet, dass er sich endständig zur zweiten Oberfläche hin aufweitet, so dass der Tropfen die Oberfläche der Aufweitung zumindest teilweise oder ganz benetzt. Die Aufweitung reicht erfindungsgemäß von der Mündung des Probenkanals bis zum Mündungsrand der Aufweitung.
Erfindungsgemäß ist die Aufweitung im Bereich des
Mündungsrandes benetzbar. Es kann bevorzugt sein, dass der Bereich des Mündungsrandes der Aufweitung hydrophob beschaffen ist .
Die Aufweitung bewirkt vorteilhaft, dass Kontaktwinkel und Tropfenoberfläche energetisch optimal sind, wenn der Tropfen sich in der Aufweitung bildet. Bei der Ausdehnung über die Grenzen der Aufweitung hinweg muss dagegen mehr Energie aufgebracht werden. Damit bewirkt die Aufweitung, dass der Tropfen eine vorteilhafte stabile und reproduzierbare Lage und Form einnimmt. Der Benetzungspunkt auf der zweiten Oberfläche
und der Durchtrittspunkt der Probenflüssigkeit auf der ersten Oberfläche sind auf diese Weise vorteilhaft präzise
festgelegt .
Besonders bevorzugt ist das Verfahren, wenn die Mündungsfläche an der Position am Mündungsrand der Aufweitung einen Abstand zur zweiten Oberfläche von 0,001 mm bis 15 mm, insbesondere von 0,01 mm bis 2 mm, insbesondere von 0,04 bis 0,4 mm
aufweist .
In einer weiteren Ausführungsform kann die zweite Oberfläche an mindestens einem Mündungsrand einer Aufweitung abschließen oder zumindest teilweise aufliegen oder ein Zwischenraum ist von der zweiten Oberfläche zum Mündungsrand der Aufweitung ausgebildet. Der gebildete Raum stellt eine Kavität dar, der räumlich abgrenzbar ist (z.B. mittels einem Gehäuse,
Seitenwände etc.).
Weiterhin sind die einzelnen Mündungsränder der Aufweitung vorzugsweise in einer einzigen Mündungsfläche ausgestaltet, die der ersten und zweiten Oberfläche gegenüber liegt und / oder der zweiten Oberfläche ganz oder teilweise anliegt. Ein Zwischenraum kann daher unterschiedliche Volumensäulen von der zweiten Oberfläche oder ersten Oberfläche zu einem jeden Mündungsrand einer Ausweitung annehmen. Beispielsweise kann die zweite Oberfläche eine schiefe Ebene zu der Mündungsfläche aus der Gesamtheit von Probenkanälen/Ausweitungen aufweisen. Insbesondere kann die zweite Oberfläche auf der Ebenen der
Mündungsränder der Aufweitungen partiell aufliegen, sei es an den Mündungsrändern der Aufweitungen oder neben den
Aufweitungen .
Besonders bevorzugt ist das Verfahren, wenn die
mündungsseitige Aufweitung mindestens eines der Probenkanäle konisch oder konkav, insbesondere halbkugelig, in Form eines Tellers oder einer Kugelkappe ausgebildet ist. Die Aufweitung kann auch beliebige, annähernd ovale oder im Wesentlichen
konkave Formen annehmen. Die Aufweitung kann auch eine
zylindrische Gestalt aufweisen, oder allgemein Kanten und Knicke aufweisen. Es kann bevorzugt sein, die Aufweitung trompetenförmig zu formen. In einer bevorzugten Ausführungsform hat die Aufweitung an dem Mündungsrand einen Durchmesser zwischen 0,015 und 15 mm, insbesondere zwischen 0,1 und 6 mm, insbesondere zwischen 1 und 4 mm.
In einer bevorzugten Ausführungsform hat die Aufweitung eine Tiefe, d.h. einen Abstand von der Mündung des Probenkanals bis zum Mündungsrand der Aufweitung von 0,001 mm bis 2 mm, insbesondere zwischen 0,01 und 1 mm.
Des Weiteren kann der Probenkanal zusätzlich einen
Mündungsstutzen aufweisen, sofern dieser die Benetzung der Aufweitung nicht einschränkt.
Die Aufweitung kann von einer radialsymmetrischen Form
abweichen, beispielsweise elliptisch oder oval, oder
unregelmäßigen Querschnitt aufweisen.
Bevorzugt ist zudem ein nahezu gleicher Abstand der zweiten Oberfläche zu den Mündungsrändern über einen großen Teil der ersten Oberfläche und über mehrere Benetzungspunkte hinweg. Weiterhin ist bevorzugt, dass die erste und / oder zweite Oberfläche parallel und / oder planar zur Ebenen der
Mündungsränder bzw. Mündungsfläche aus der Gesamtheit von Probenkanälen/Ausweitungen verläuft.
Es kann fertigungstechnisch bedingt sein, dass dieser Abstand zwischen Mündungsfläche und zweiter Oberfläche nicht genau eingehalten werden kann oder nicht stabil ist, beispielweise wenn eine Membran als erste Oberfläche und zweite Oberfläche verwendet wird. Das erfindungsgemäße Verfahren weist den besonderen Vorteil auf, dass auch unter dieser Bedingung die Benetzung der Benetzungspunkte nahezu gleichförmig und
gleichzeitig erfolgt.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der dem Test durch mindestens einen weiteren Kanal mindestens ein (Test-, Nachweis) Reagenz , insbesondere eine Waschlösung und / oder eine Stopplösung zugeführt wird. Ein oder mehrere Kanäle können aus verschiedenen Richtungen zum Ort führen, an dem ein Testreagenz fixiert ist, und / oder zum Benetzungspunkt . Bevorzugt ist, den weiteren Kanal senkrecht zur Linie Probenkanal - Benetzungspunkt (zweite Oberfläche) - ggfs. Durchtrittspunkt (erste Oberfläche) anzuordnen. Insbesondere kann der weitere Kanal mehrere
Messplätze seriell oder parallel mit einem Reagenz versorgen. Das Reagenz kann beispielsweise ein Stoppreagenz sein, das eine enzymatische Reaktion, beispielsweise bei einem ELISA, stoppt. Das Reagenz kann beispielsweise ein Substrat
enthalten, das bei einem Lumineszenzverfahren (Firefly) die Lichtemission einleitet. Besonders bevorzugt ist eine
Ausführungsform, bei der ein markierter Sekundärantikörper zugeführt wird. Des Weiteren ist bevorzugt, eine Waschlösung zuzuführen, beispielsweise um nicht bindende Antikörper vom Messplatz wegzuspülen. Es kann bevorzugt sein, mehrere (Test- ) Reagenzien durch den gleichen Kanal nacheinander zuzuführen.
Weiterhin bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Mündungsfläche und die zweite Oberfläche starr miteinander verbunden sind, bei der insbesondere das Volumen zwischen Mündung des Probenkanals samt Aufweitung und zweiter
Oberfläche ggfs. samt Zwischenraum abgeschlossen gegenüber der äußeren Umgebung ist und eine erste Kavität bildet, und bei der die in diesem Volumen befindliche Luft durch einen weiteren Kanal oder durch mindestens eine weitere Öffnung entweichen kann. Die erste Kavität kann unterschiedliche
Formen annehmen, sofern sie gewährleistet, dass der Tropfen den Benetzungspunkt der ersten Oberfläche berühren kann.
Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Kavität an mindestens einer Mündung eines Probenkanals einen Abstand von der Mündung zur zweiten Oberfläche von 0,001 mm
bis 15 mm, insbesondere von 0,01 mm bis 2 mm, insbesondere von 0,04 bis 0,4 mm aufweist.
Diese Kavität kann weiterhin einen oben ausgeführten
Zwischenraum umfassen. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die erste und / oder zweite Oberfläche aus einer gelartigen, porösen, siebartigen, permeablen oder semipermeablen Membran, oder Dialysemembran, insbesondere einer beschichteten oder unbeschichteten Nitrozellulose-Membran besteht. Erfindungsgemäß kann die erste und / oder zweite Oberfläche ganz oder teilweise mit dem Substratmaterial der Kavität verbunden sein. Sie kann auch als Beschichtung aufgebracht sein und durch bekannte mikrotechnische Verfahren in situ hergestellt sein, beispielweise durch drucken, bedampfen oder Sol-Gel Verfahren, und kann von Ihrem Substrat gelöst werden durch das Auflösen einer vorher aufgebrachten Opferschicht. Die erste und / oder zweite Oberfläche kann durch bekannte Verfahren strukturiert werden, beispielsweise durch Aufbringen einer schützenden Maske auf beizubehaltende Bereiche und nachfolgendes Ätzen oder Plasmabehandlung. Die erste und / oder zweite Oberfläche kann aus mehreren Schichten aufgebaut sein und in situ bearbeitet werden, beispielsweise können mit einem Laser Löcher in die erste und / oder zweite Oberfläche erzeugt worden sein, oder mindestens eine ihrer Schichten kann durch Plasmabehandlung oder mit Biomolekülen funktionalisiert sein .
Es kann bevorzugt sein, den Abstand zwischen erster und zweiter Oberfläche im Bereich von 0,001 bis 1 mm auszuführen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist sie monomolekular. In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Membran, zumindest teilweise außerhalb gefertigt und erst nach diesen Fertigungsschritten auf eine Oberfläche aufgebracht oder dazwischen positioniert. Die Membran kann beispielsweise auf
zumindest einem Teil ihrer Fläche geklebt werden, durch statische Aufladung fixiert, oder mechanisch geklemmt sein, insbesondere zwischen erster und zweiter Oberfläche, oder durch Kombinationen verschiedener Verfahren befestigt sein. Erfindungsgemäß wird die Membran vor der Positionierung und außerhalb mit mindestens einem Testreagenz versehen. Die
Testreagenzien können durch eine Dispensiereinheit auf die Membran aufgebracht sein, durch Abstreifen von einem
Gegenstand, insbesondere einer Röhre mit oder ohne
Nachfülleinrichtung, durch Druckverfahren, beispielsweise
Siebdruck, durch photochemische Fixierung oder mittels eines Sprays. Es können auch Linkermoleküle an der Membran verankert werden, an die die Moleküle des Testreagenz binden, ohne die Bindung der Analyten aus der Probenflüssigkeit wesentlich zu beeinflussen.
In einer anderen Ausführungsform wird zumindest ein Teil der Testreagenzien in situ aufgebracht. Dabei können
beispielsweise die benannten Verfahren eingesetzt werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Membran Wasser aufsaugend, so dass sich die Probenflüssigkeit nach
Benetzung des Benetzungspunkts mit dem Tropfen sich weiter auf oder in der Membran ausbreitet. Die Ausbreitung kann durch Kapillarkraft und / oder kontinuierlicher Druckbeaufschlagung der Probenflüssigkeit erfolgen. Insbesondere kann die Membran aus einem vliesartigen Material bestehen, und insbesondere aus Nitrozellulose.
Es kann bevorzugt sein, die Membran mit einem weiteren
Material, beispielsweise Watte zu verbinden, das die Kapazität für die Kapillarität, d.h. die Saugleistung erhöht. Es ist besonders bevorzugt, die Membran in Form von mindestens einem Streifen in der Kavität zu positionieren, insbesondere in einer zueinander parallelen Positionierung.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Membranen oder Streifen mit Testreagenzien gespottet,
bedruckt, oder die Testreagenzien werden berührend
aufgetragen . In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Testreagenzien in Form von Streifen, Quadraten oder
Rechtecken, Kreisen, Zahlen oder Buchstaben, oder Symbolen aufgebracht. Besonders bevorzugt ist weiterhin, andere
schwarz-weisse, graue oder farbige Symbole vorab ohne
Testreagenz aufzubringen, so dass beispielsweise aus einem vorab aufgebrachten „-" Zeichen ein „+"-Zeichen wird.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das
Testreagenz als Streifen auf der Membran aufgebracht, der von einer Kante der Membran bis zur anderen reicht. Besonders bevorzugt ist die Membran streifenförmig, und die Streifen
Testreagenz reichen von einer Längskante des Membranstreifens bis zur gegenüberliegenden Längskante.
In einer bevorzugten Ausführungsform befindet sich auf der ersten Oberfläche eine zweite Kavität die unabhängig von der gebildeten Kavität an der zweiten Oberfläche ist, in die mindestens ein mikrofluidischer Kanal münden kann, der diese zweite Kavität mit einem Reservoir oder mit dem Außenraum verbindet .
Die zweite Kavität kann unterschiedlich ausgestaltet sein, ohne dass das erfindungsgemäße Verfahren beeinträchtigt wird. Insbesondere kann es bevorzugt sein, mikrofluidische Kanäle in der zweiten Kavität münden zu lassen, die mit einem Reservoir oder der äußeren Umgebung verbunden sind.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform befindet sich kein Testreagenz am Durchtrittspunkt auf der ersten
Oberfläche. Erfindungsgemäß liegt ein solcher Durchtrittspunkt auf der ersten Oberfläche dem ersten Benetzungspunkt auf der zweiten Oberfläche gegenüber. Sobald der Tropfen den
Benetzungspunkt der zweiten Oberfläche berührt, breitet sich die Probenflüssigkeit durch Kapillarkraft und/oder Druck weiter auf der Membran aus, und erreicht mindestens einen Nachweisplatz mit Testreagenz, der auf einem genannten, abgedeckten Teilbereich der Membran liegen kann. Bei dieser Ausführungsform trägt die Membran auf der ersten Oberfläche nicht nur das Testreagenz, sondern hindert auch größere partikuläre Bestandteile der Probenflüssigkeit daran, das Testreagenz zu berühren. Diese Ausführungsform erlaubt vorteilhaft, dass größere
Bestandteile in einer Probenflüssigkeit, wie z.B. Erythrozyten einer Vollblutprobe, nicht mit den Testfeldern wechselwirken können .
Daher betrifft die Erfindung ebenfalls solche
Ausführungsformen, in denen auf der ersten Oberfläche der Durchtrittspunkt von Testreagenzien frei ist.
In einer weiteren Ausführungsform sind mindestens zwei, insbesondere mindestens zehn Nachweisplätze an voneinander getrennten Stellen auf der ersten Oberfläche platziert. Ein Teil der Plätze kann auch für Kontrollbestimmungen vorgesehen sein. Bevorzugt ist, verschiedene Nachweise, insbesondere verschiedene Allergene oder
Nahrungsmittelunverträglichkeitssubstanzen, auf verschiedenen Nachweisplätzen durchzuführen. In einer bevorzugten Ausführungsform münden mindestens zwei Probenkanäle mit je einer Aufweitung in die Mündungsfläche, und mindestens zwei dieser Probenkanäle sind über mindestens eine Verzweigung mit mindestens einem gemeinsamen Reservoir oder einer gemeinsamen Befüllöffnung verbunden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist
mindestens ein Probenkanal endständig vor der Aufweitung eine Verengung oder Drossel auf, die den Fließwiderstand erhöht, der nach Hagen-Poiseuille durch Verringerung und/oder
Veränderung der Form der Querschnittsfläche des Probenkanals erreicht werden kann. Bevorzugt ist eine Verringerung der Querschnittsfläche um mehr als 1%, insbesondere mehr als 10%, insbesondere von mehr als 30%. Besonders bevorzugt ist eine Änderung eines eckigen Querschnitts von 0,5 * 1 mm zu rundem Durchmesser von 0,5 mm. Der Querschnitt der Drossel kann von dem des Probenkanals abweichen und quadratische, runde, oder unregelmäßige Querschnitte aufweisen. Es kann bevorzugt sein, den Querschnitt über die Länge der Drossel in Form oder Größe zu variieren. In einer weiteren Ausführungsform verläuft die Drossel nicht gerade, sondern ist in ihrem Verlauf geknickt oder mäandrierend.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die Verengung des jeweiligen Probenkanals auf einer Länge von 1 cm bis 0,5 mm.
In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Verengung in Form einer Stufe.
Es kann bevorzugt sein, das der Probenkanal senkrecht vom ersten Probenkanal abweicht, oder in einem Winkel von 40 bis 120 Grad bezüglich der Längsachse des ersten Probenkanals.
In einer bevorzugten Ausführungsform entstammen ein oder mehrere Probenkanäle aus einem ersten Probenkanal, wobei der Übergang vom ersten Probenkanal zu dem mindestens einen nachfolgenden Probenkanal eine Reduktion des Querschnitts aufweist, die auch die Funktion einer Drossel aufweist.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform entstammen ein oder mehrere, insbesondere vier Probenkanäle in gekreuzter Form aus einem ersten Probenkanal.
In einer bevorzugten Ausführungsform entstammen mindestens zwei, insbesondere alle Mündungen der Probenkanäle einem gemeinsamen Befüllstutzen .
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Querschnitte der Probenkanäle unterschiedlich und derart ausgelegt, dass unterschiedliche Laufwiderstände der Probenkanäle ausgeglichen werden. Damit wird erreicht, dass die unterschiedlichen Proben zu gleicher Zeit und in gleichen Mengen in die Aufweitung fließen, auch wenn die Längen der Kanäle oder die Anzahl der Knicke oder Biegungen pro Probenkanal unterschiedlich sind. Folglich ist die Größe von Tropfen, die in unterschiedlichen Aufweitungen entstehen, bei dieser Ausführungsform annähernd gleich.
In einer weiteren Ausführungsform kann die erfindungsgemäße Verengung in Form einer siebartigen Struktur erstellt werden, die im Wesentlichen quer zur Längsachse des Probenkanals positioniert ist. Die Durchmesser der einzelnen Sieböffnungen können unterschiedlich sein, ihre Anordnung unregelmäßig.
Besonders bevorzugt ist eine quadratische oder hexagonale Anordnung der Sieböffnungen. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die Sieböffnungen zum Rand hin größer, um das laminare Strömungsprofil im Probenkanal abzuflachen. Es kann ferner bevorzugt sein, bei zwei oder mehr
Probenkanälen die Durchmesser der Verengungen so zu variieren, dass verschiedene Probenkanäle ungeachtet ihrer
unterschiedlichen Länge gleiche Strömungswiderstände
aufweisen . Diese Verengung oder Reduzierung des Durchmessers entlang des jeweiligen Probenkanals erlaubt eine optimale homogene
Verteilung der Einzelproben aus einer Gesamtprobe, da eine Drosselung entlang des Strömungsgradienten erreicht wird und auf diese Weise eine gleichzeitige Tropfenbildung am Auslass des Probenkanals an der Membran zu einer optimalem Benetzung führt. Werden die Probenkanäle von einer gemeinsamen
Befüllöffnung her mit Probenflüssigkeit gefüllt, füllen sich zunächst die Probenkanäle gleichzeitig. Bei Erreichen einer Verengung stoppt die Probenflüssigkeit zunächst und die anderen Probenkanäle befüllen sich weiter, bis bei allen die
Verengung erreicht ist. Erst dann dringt die Probenflüssigkeit durch die Engstellen in die Aufweitungen vor und bildet dort jeweils einen Tropfen.
Hierbei ist die Benetzung mittels eines nach oben radial geöffneten Tellers besonders geeignet, da ein solcher Teller die Bildung eines Tropfens unterstützt. Der Tropfen dient der Überwindung des Abstandes zwischen dem Probenkanal und der Membran und ist abhängig von dem Durchmesser der
Auslassmündung aus dem Kanal. D.h. die Tellerform führt zu einer starken Vergrößerung der Tropfenform und führt dazu, dass die Probe an der Benetzungsstelle in Kontakt mit dem Membranmaterial gebracht wird. Nachfolgend übernimmt die
Membran eine saugende Rolle, bei der nach Kontaktaufnahme mit der Probe die Membran bis zur Absättigung passiv Probe
aufnimmt .
In einer weiteren Ausführungsform kann ein jeder Probenkanal unabhängig voneinander gedrosselt sein. Eine solche Drosselung kann beispielsweise durch ein Ventil erfolgen, oder einfach mittels eines Stauraumes, wobei ein erster Probenkanal einen 40 - 120 Grad Winkel aufweist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei Testreagenzien derart angeordnet, dass sie sternförmig mit gleichen oder unterschiedlichen Abständen oder Winkeln um einen Benetzungspunkt auf der ersten Oberfläche oder der Membran angelegt sind, so dass in gerader Verbindungslinie zwischen einem fixierten Testreagenz und dem Benetzungspunkt sich keine weitere fixierte Testreagenz befindet. Diese
Anordnung vermeidet, dass die Probenflüssigkeit über
verschiedene Nachweisplätze läuft und die Daten dieser
Nachweisplätze sich beeinflussen, etwa durch kreuzreaktive Antikörper aus den Proben.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind mehrere Membranen, insbesondere streifenförmige Membranen parallel angeordnet, und die zweite Kavität besteht aus einer oder mehreren
parallelen Teilkavitäten . Insbesondere kann eine zweite
Kavität so bemessen sein, dass sie sich über mehrere,
bevorzugt alle Nachweisplätze eines Membranstreifens
erstreckt. Bevorzugt ist ferner, dass die zweite Kavität sich ähnlich weit über einen Membranstreifen erstreckt. Ferner ist bevorzugt, dass der Membranstreifen erste und zweite Kavität vollständig voneinander trennt und keine Probenflüssigkeit von der ersten in die zweite Kavität gelangen kann, ohne durch die Membran hindurchzutreten. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Kavität mit einem Befüllstutzen verbunden, durch den
Testreagenzien oder Waschlösungen mit einer Spritze,
Wassersäule, Pumpe oder anderen Vorrichtungen zur
Druckerzeugung in die zweite Kavität gefüllt werden können. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist diese Kavität mit einer Ausgangsöffnung oder mit einem Abfallbehälter verbunden, so dass Luft und überschüssige Flüssigkeit aus der zweiten Kavität entweichen kann. Bevorzugt sind zur zweiten Kavität weitere Kavitäten oder Teilkavitäten mit gemeinsamen Befüllstutzen oder Abfallbehältern miteinander verbunden.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist über mindestens einem fixierten Testreagenz mindestens eine Linse angeordnet, so dass das menschliche Auge auch kleinere Nachweisplätze gut erkennen kann. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Testreagenz lyophilisiert und / oder kovalent oder nicht kovalent an die erste Oberfläche oder Membran gekoppelt.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Porengröße der ersten Oberfläche oder Membran so bemessen, dass Proteine die Poren passieren können, Erythrozyten oder weiße Blutkörperchen jedoch nicht. Insbesondere ist eine Porengröße von kleiner 0,8 um bevorzugt, ganz besonders kleiner 0,2 um.
In einer bevorzugten Ausführungsform beinhaltet das Testverfahren einen Bindungsassay . Dabei können beispielsweise Bindung zwischen Peptiden und/oder Proteinen oder DNA-, RNA- oder PNA-Hybridisierung, Antiköper-Antigen-Bindung, Aptamer- Target Bindung, Primär- Sekundärantikörper Wechselwirkung, Ligand-Rezeptor-Wechselwirkung oder Kombination davon
verwendet werden. Besonders bevorzugt ist ein Bindungsassay, bei dem ein Antigen auf der ersten Oberfläche fixiert ist, die Probenflüssigkeit antigenspezifische IgE enthält, und ein Anti-IgE Antikörper hinzugegeben wird, der eine enzymatische, fluoreszente, lumineszente oder farbige Markierung trägt.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Testsystem bestehen aus einer ersten Oberfläche und zweiten Oberfläche, wobei a. mindestens ein Testreagenz auf einer ersten Oberfläche fixiert ist, und rückseitig eine zweite Oberfläche ausgebildet ist, b. wobei der Probenkanal in eine Mündungsfläche mündet, die der zweiten Oberfläche gegenüberliegt, wobei die zweite Oberfläche mindestens in einem Bereich benetzbar ist, der der Mündung gegenüberliegt, c. wobei der Probenkanal endständig zur zweiten Oberfläche hin aufgeweitet ist, wobei der Mündungsrand der Aufweitung einen Abstand zur zweiten Oberfläche von 0,001 mm bis 15 mm, insbesondere von 0,01 mm bis 2 mm, insbesondere 0,04 bis 0,4 mm aufweist und die erste und zweite Oberfläche, jeweils unabhängig
voneinander eine Kavität ausbildet.
Das Testsystem kann durch vorstehende Merkmale entsprechend ausgebildet sein, auch wenn diese Merkmale im Bezug zum erfindungsgemäßen Verfahren stehen. Weitere Ausführungen sind in den Ansprüchen und Figuren dargelegt.
Beispiele und Figuren:
Diese Beispiele dienen ausschließlich zur Erläuterung der Erfindung, ohne die Erfindung auf diese Beispiele zu
beschränken . Beispiel 1:
A) Blutabnahme lOOμl periphäres Blut, oder Serum oder
heparinisiertes Vollblut
B) Mischen der Probe mit der Nachweislösung
C) Eingeben der Lösung in das Testgehäuse, die
Nachweisfelder werden von ersten Oberfläche her homogen durchfeuchtet
D) 5 Minuten Inkubation
E) Über die Rückseite der nachweistragenden ersten
Oberfläche wird 3x mit je 1 ml Waschflüssigkeit
gewaschen, zwischen den Waschschritten sind je 1 ml Inkubationszeit .
F) Eingabe des Substrats über die Rückseite der Membran, 5 Minuten Inkubation
G) Abstoppen der Reaktion durch Eingabe von Stopplösung über die Rückseite der Membran
H) Visuelles Auslesen der Nachweisfelder Beschreibung der Figuren:
Figur 1 (a) zeigt eine mögliche Anordnung bestehend aus einer zweiten Kavität (1), Membran (2), Aufweitung (3), Oberfläche der Aufweitung (4) , Verengung oder Drossel (5), Substrat (6), Nachweisplatz mit Testreagenz (7) und Probenkanal (8) und Mündungsfläche (9)
Figur 1 (b) zeigt, dass bei nicht an der Mündungsfläche (9) anliegender oder schräg liegender Membran die Anordnung eine nahezu gleichförmige Benetzung gewährleistet (Schräglage der Membran in der Zeichnung ist zur Verdeutlichung übertrieben) . Figur 2 zeigt den erfindungsgemäßen Benetzungsvorgang. Die
Blockpfeile am unteren Bildrand geben die Ausbreitungsrichtung des Drucks in der Flüssigkeit an. (Links) Die
Probenflüssigkeit tritt aus der Drossel aus und bildet einen Tropfen in der Aufweitung (Mitte) Der Tropfen wächst und berührt die Membran im Benetzungspunkt (1) (Rechts) Die
Probenflüssigkeit breitet sich in der Membran aus, in Richtung (2) der Nachweisplätze.
Figur 3 zeigt im Längsschnitt unterschiedliche Formen der Verengung oder Drossel. Die Aufweitungen sind jeweils als Trapeze dargestellt. Ganz rechts eine trompetenförmige
Aufweitung .
Figur 4 (a) zeigt die Verteilung der Probenflüssigkeit in den Probenkanälen, die aus einem gemeinsamen Befüllstutzen (2) kreuzförmig zu der Drossel (1) und den sich anschließenden Aufweitungen geleitet wird.
Figur 4 (b) zeigt schematisch die Ebene der Zufuhr der
Waschlösung über den gemeinsamen Befüllstutzen (1); mit den zweiten Kavitäten (2), in denen die Membranen liegen; den angedeuteten Aufweitungen (3) an der Unterseite der Membran (zweite Oberfläche) samt den Nachweisplätzen (4) eines
Abfallbehälters (5) .