Verfahren zum Konfektionieren eines Stapels bzw. einer Kollektion aus lose aufeinanderliegenden ein- oder mehrlagigen Vorprodukten, Zusammenstellungen solcher Vorprodukte sowie ein Applikator zum Herstellen solcher Zusammenstellungen
TECHNISCH ES GEBI ET
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Weiterverarbeitu ng von Vorprodu kten (insbesondere Druckprodu kten im Rahmen der Druckweiterverarbeitu ng). Sie betrifft ein Verfahren zu m Konfektionieren eines Stapels bzw. einer Kollektion aus lose aufeinanderliegenden ein- oder mehrlagigen Vorprodu kten gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 . Sie betrifft weiterhin nach diesem Verfahren erzeugte Zusammenstellungen solcher Vorprodu kte gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 27 sowie einen Applikator gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 41 .
STAND DER TECHNI K
I n der heutigen Zeit werden zu nehmend als Vorprodu kte vorliegende Werbemittel wie Prospekte, Flyer, Kataloge, Handzettel, Postwu rfsendu ngen, aber auch Warenproben, CDs etc. von speziellen Dienstleistern direkt verteilt. Dabei werden häufig Werbemittel u nterschiedlicher Anbieter zusammengefasst u nd gemeinsam verteilt, u m die Verteilu ngskosten niedrig zu halten. Die zusammen verteilten Werbemittel beziehu ngsweise Vorprodu kte bilden dann einen Stapel von lose aufeinanderliegenden (individuellen) Einzelexemplaren, die beispielsweise vom Verteiler jeweils am Ort der Abgabe von Hand zusammengestellt werden muss. Diese Art der Zusammenstellu ng ist jedoch zeitaufwändig und fehlerbehaftet, so dass in den gebildeten Stapeln entweder bestimmte Werbemittel mehrfach enthalten sind oder ganz fehlen.
Unter Stapeln werden hier gru ndsätzlich Zusammenstellu ngen von Vorprodu kten verstanden, die ü bereinander liegen und von der Schwerkraft zusammengehalten werden. Sind die Vor-
Produkte in anderer räumlicher Orientierung, z.B. vertikal aneinander liegend ausgerichtet, werden sie hier auch als Kollektion bezeichnet. Die Erfindung bezieht sich auf solche verschiedenen Arten der Zusammenstellungen der Vorprodukte.
Es ist aber auch denkbar, dass die Stapel aus den Vorprodukten an einem zentralen Ort gebildet werden und dann der Verteilung zugeführt werden. In diesem Fall kann es leicht während der Verteilung zum Verrutschen der Vorprodukte innerhalb eines Stapels oder zur Vermischung von Stapeln kommen, wenn nicht besondere Vorkehrungen getroffen werden, um die einzelnen Stapel zusammenzuhalten und gegeneinander abzugrenzen.
So ist es beispielsweise möglich, den gebildeten Stapel aus den Werbemitteln beziehungsweise Vorprodukten mit einer verschweissten Folien-Umhüllung zu versehen, um den Stapel zusammenzuhalten und gegenüber anderen Stapeln abzugrenzen. Eine solche zusätzliche Verpackung der Stapel vereinfacht die Verteilung erheblich, verursacht jedoch einen relevanten zusätzlichen Aufwand und ist gegebenenfalls aus ökologischer Sicht unerwünscht. Darüber hinaus sind die verschweissten Folienbeutel vom Endverbraucher nur umständlich zu öffnen und vom Cesamteindruck her je nach Material nicht besonders ästhetisch.
Die Stapel können aber auch verschnürt oder auf andere Weise, zum Beispiel mittels eines Umschlags, gebündelt werden. So wäre es beispielsweise denkbar, den Stapel der Vorprodukte mit einem Streifband zusammenzufassen, wie es zum Beispiel aus der Druckschrift CH 461 248 bekannt ist. Hierbei ergeben sich jedoch weitgehend dieselben Nachteile, wie oben erwähnt.
Weiterhin ist es aus der Druckschrift EP 0666186 AI bekannt, Vorprodukte in eine gefaltete Zeitung einzustecken, die dann als Umschlag für die eingesteckten Vorprodukte fungiert und mittels eines oder mehrerer Klebestreifen anschliessend geschlossen wird (siehe auch die WO 2007/067325 A2). Hierfür ist entweder die Bereitstellung einer Zeitung notwendig
oder die Bereitstellu ng eines separaten Umschlags, der wiederu m den Aufwand beträchtlich erhöht.
Schliesslich ist es bekannt (US 5,096, 1 76), einzelne Teilstapel von Blättern von anderen Teilstapeln in einem grösseren Gesamtstapel dadu rch zu trennen, dass nicht-klebende Papierstreifen (Spalte 1 , Zeilen 58-62) als Trennstreifen u m eine Kante des jeweiligen Teilstapels gelegt werden. Hiermit soll verhindert werden, dass sich die Trennstreifen, die sonst flach zwischen zwei Teilstapel gelegt werden, verschieben. Diese Art von nicht-verbindenden Trennstreifen eignet sich nu r fü r die Trennu ng innerhalb des Gesamtstapels, da die Trennstreifen sofort abfallen, wenn ein Teilstapel fü r sich genommen transportiert oder anderweitig einzeln gehandhabt wird.
DARSTELLUNG DER ERFI NDUNG
Es ist daher eine Aufgabe der Erfindu ng, ein gattungsgemässes Verfahren anzugeben, welches auf besonders einfache Weise den Zusammenhalt eines Stapels bzw. einer Kollektion aus lose aufeinanderliegenden ein- oder mehrlagigen Vorprodu kten gleicher oder u nterschiedlicher Grösse ermöglicht, derart, dass der Stapel bzw. die Kollektion fü r sich genommen sicher transportiert und gehandhabt werden kann u nd leicht wieder in die einzelnen Vorprodu kte zerlegt werden kann.
Es ist weiterhin eine Aufgabe der Erfindung, entsprechende leicht handhabbare u nd u nterscheidbare Zusammenstellu ngen von solchen Vorprodu kten zu schaffen. Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, auf kostengünstige Art u nd Weise solche Zusammenstellu ngen zu erstellen.
Es ist schliesslich eine Aufgabe der Erfindu ng, einen Applikator zu m Herstellen einer solchen Zusammenstellu ng anzugeben.
Die Aufgaben werden du rch die Ansprüche 1 , 27 u nd 41 gelöst.
Das erfindu ngsgemässe Verfahren zu m Konfektionieren eines Stapels aus lose aufeinander- liegenden bzw. einer Kollektion von lose aneinanderliegenden ein- oder mehrlagigen Vorprodu kten, insbesondere Druckprodu kten, gleicher oder u nterschiedlicher Grösse, welcher Stapel bzw. welche Kollektion zwei aussen liegende Vorprodu kte aufweist, bei welchem Verfahren dem Stapel bzw. der Kollektion ein die spätere Handhabu ng erleichternder Zusammenhalt gegeben wird, zeichnet sich dadu rch aus, dass in einem ersten Schritt die zu m Stapel bzw. zu der Kollektion gehörenden Vorprodu kte bereitgestellt werden, u nd dass in einem zweiten Schritt wenigstens ein Verbindungselement derart angebracht wird, dass es die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion klebend ü berlappt.
Unter Stapeln werden hier gru ndsätzlich Zusammenstellu ngen von Vorprodu kten verstanden, die ü bereinander liegen und von der Schwerkraft zusammengehalten werden. Sind die Vorprodu kte in anderer räu mlicher Orientieru ng, z.B. vertikal aneinander liegend ausgerichtet, werden sie hier als Kollektion bezeichnet. Die Erfindu ng bezieht sich auf solche verschiedene Arten der Zusammenstellungen der Vorprodu kte.
I m Hinblick auf das Verständnis der Erfindu ng sei darauf hingewiesen, dass anders als bei anderen Klebeverbindu ngen von Druckprodu kten, diese auf die vorerwähnten Vorprodu kte im Rahmen einer kontinu ierlich ablaufenden Weiterverarbeitu ng bzw. eines logistischen Cesamtprozesses ausgerichtet ist. Diese bilden autonome fertige Einheiten sowohl hinsichtlich I nhalt als auch Format, die beim Endverbraucher wieder vereinzelt u nd separat weiterverwendet werden. Sie wu rden im Stand der Technik bisher einzeln im Rahmen der Weiterverarbeitu ng gehandhabt.
Bei einer Ausgestaltu ng des erfindu ngsgemässen Verfahrens werden im ersten Schritt die zu m Stapel bzw. zu der Kollektion gehörenden Vorprodu kte in Form des Stapels bzw. der Kollektion bereitgestellt. Der Stapel bzw. die Kollektion liegen in diesem Fall bereits fertig vor, wenn sie mit dem Verbindu ngselement versehen werden.
Eine alternative Ausgestaltung ist dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Schritt nur die beiden aussen liegenden Vorprodukte verbunden werden und eine aufklappbare Tasche bilden, und dass in einem dritten Schritt die übrigen Vorprodukte zur Ausbildung des Stapels bzw. der Kollektion in die aufgeklappte gebildete Tasche eingesteckt werden. Hier wird der vollständige Stapel bzw. die vollständige Kollektion erst dann ausgebildet, wenn das Verbindungselement bereits appliziert ist.
Grundsätzlich kann das Verbindungselement beide aussen liegenden Vorprodukte auf ihrer Aussenseite oder auf ihrer Innenseite überlappen. Eine bevorzugte Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verbindungselement die beiden aussen liegenden Vorprodukte des Stapels bzw. der Kollektion jeweils auf der Aussenseite klebend überlappt. Hierdurch wird die Anbringung des Verbindungselements vereinfacht.
Überlappt das wenigstens eine Verbindungselement alternativ die beiden aussen liegenden Vorprodukte des Stapels bzw. der Kollektion jeweils auf der Innenseite klebend, bleibt das Aussehen der aussen liegenden Vorprodukte praktisch unbeeinträchtigt. Es muss allerdings dafür gesorgt werden, dass das Verbindungselement auf der entsprechenden Seite die notwendigen, kraftmässig hinreichenden Klebeigenschaften aufweist.
Eine andere Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorprodukte des Stapels bzw. der Kollektion jeweils eine bevorzugte Kante aufweisen, dass die Vorprodukte des Stapels bzw. der Kollektion im Stapel bzw. in der Kollektion so angeordnet und ausgerichtet sind, dass die bevorzugten Kanten der Vorprodukte zusammen eine Stapelkante bilden, und dass diese Stapelkante zur Anbringung des wenigstens einen Verbindungselements herangezogen wird.
I nsbesondere können als bevorzugte Kanten der Vorprodu kte solche Kanten genommen werden, an denen die Vorprodu kte gefalzt u nd/oder geheftet und/oder geklebt sind. Weisen alle Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion eine Falzkante auf, können diese Vorprodu kte mit den Falzkante ü bereinander liegend bzw. aneinander liegend gestapelt werden, so dass die Stapelkante, in der das Verbindu ngselement angebracht wird, aus lauter Falzkanten besteht. Es ist aber auch denkbar, einige der Vorprodu kte mit ihrer Falzkante auf der gegenü berliegenden Seite anzuordnen, u m eine gleichmässigere Stapelhöhe zu erreichen.
Gemäss einer anderen Ausgestaltu ng der Erfindu ng werden mehrere Verbindu ngselemente längs der ausgewählten Stapelkante am Stapel bzw. an der Kollektion die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion ü berlappend angebracht. Hierdu rch erhöht sich zwar der Aufwand, jedoch erhöht sich der Zusammenhalt des Stapels bzw. der Kollektion, weil Scherkräfte, die ein Verdrehen der Vorprodu kte im Stapel bzw. in der Kollektion gegeneinander veru rsachen, besser aufgefangen werden können. Dies ist insbesondere von Vorteil bei einem Stapel bzw. einer Kollektion mit vielen schweren u nd oberflächlich glatten Vorprodu kten.
Es ist im Rahmen der Erfindu ng aber auch denkbar, mehrere Verbindu ngselemente an mehreren ausgewählten Stapelkanten am Stapel bzw. der Kollektion die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion ü berlappend anzubringen.
Eine Ausgestaltu ng des erfindungsgemässen Verfahrens zeichnet sich dadu rch aus, dass als Verbindungselement ein Klebestreifen verwendet wird. Unter Klebestreifen wird in diesem Zusammenhang ein Streifen eines geeigneten Materials wie zu m Beispiel Papier oder Ku nststofffolie oder -film verstanden, der zu mindest auf einer Seite teilweise oder ganz mit einer Klebeschicht versehen ist. Der Klebestreifen ist an den Stellen, wo er die Vorprodu kte klebend ü berlappt, mit einer solchen Klebeschicht ausgestattet. Als Klebstoff kommt hier vor allem ein Fugitiv-Klebstoff oder abschälbarer Klebstoff (Schälleim) in Betracht, der beim
späteren Auseinandernehmen des Stapels ein einfaches Ablösen des Verbindu ngselements beziehu ngsweise Klebestreifens ermöglicht. Klebestreifen aus Papier werden bevorzugt auch aus ökologischen Gründen eingesetzt, da deren Entsorgu ng direkt zusammen mit den Vorprodu kten aus Papier erfolgen kann. Diesfalls ist der örtlichen Anordnu ng der Klebestreifen gemäss Erfindu ng besonders Beachtu ng zu schenken, so dass die aussen liegenden Vorprodu kte bezüglich Druck-/Lesebe reichen nicht nachteilig beeinträchtigt werden.
I nsbesondere ist der Klebestreifen länglich ausgebildet u nd weist eine konstante Breite auf. Hierdu rch kann er einfach von einer Rolle abgezogen u nd fü r die Applizieru ng konfektioniert werden. Die länglich Form ermöglicht - wenn der Klebestreifen mit seiner Längsrichtu ng quer zu r Stapelkante appliziert wird - eine ausreichend tiefe Überlappu ng der äusseren Vorprodu kte bei gleichzeitig geringem Materialverbrauch, was insbesondere bei grossen Stückzahlen der Druckprodu ktstapel im Millionenbereich eine erhebliche Rolle spielt.
Eine weitere bevorzugte Ausfü hru ngsform der Erfindung setzt Klebestreifen ein, die eine mehrschichtige Stru ktu r besitzen. Dabei ist es möglich, dass der Klebestreifen für sich zwei- oder mehrschichtig auf die Kollektion aufgebracht wird, oder auch dass die jeweiligen Klebestreifenabschnitte in gewü nschter Länge von einem Trägermaterial abgelöst u nd auf die Kollektion aufgebracht werden. I m Rahmen der Mehrschichtigkeit kann auch besonderen Bedü rfnissen besonderer Kollektionen Rechnu ng getragen werden. So ist es möglich, eine reissfeste Schicht mit einer gut bedruckbaren Schicht zu kombinieren oder beispielsweise eine separat ablösbare Schicht zusammen mit einer Trägerschicht aufzu bringen. Die ablösbare Schicht kann dabei zudem besondere Aufgaben erfü llen, wie z.B. als Mediu m fü r Werbeinhalte aber auch I nformationsinhalte (z.B. Codes oder Farbidentifikation) dienen.
Es ist aber auch denkbar, dass der Klebestreifen eine sich ü ber die Länge verändernde Breite, insbesondere in einem Mittelbereich eine Verengu ng aufweist. Eine solche Verengu ng kann einerseits Bandmaterial sparen. Andererseits kann eine entsprechend gestaltete Verengu ng
anstelle einer Perforation das spätere Auftrennen des Klebestreifens beim Auflösen des Stapels erleichtern. Allfällige Ecken auf der Aussenseite des Klebestreifens sollten zu r Verringeru ng der Gefahr des u nbeabsichtigten Einreissens aussen abgerundet sein.
Besonders einfach ist der Klebestreifen zu konfektionieren u nd anzu bringen, wenn er eine in Längsrichtu ng du rchgehende Klebeschicht aufweist, weil er dann nicht auf die Stapelkante einjustiert werden muss. Darü ber hinaus kann die du rchgehende Klebeschicht auch dazu beitragen, die mittleren Vorprodu kte im Stapel randseitig zu fixieren u nd so den Zusammenhalt im Stapel bzw. in der Kollektion weiter zu erhöhen.
Es ist aber auch denkbar, dass der Klebestreifen eine in einem mittleren Abschnitt u nterbrochener Klebeschicht und/oder kleberfreie bzw. nicht klebende Endabschnitte aufweist, u m ein Ankleben an den mittleren Vorprodu kten des Stapels zu vermeiden u nd/oder das spätere Auseinandernehmen des Stapels zu erleichtern. Die kleberfreien bzw. nicht klebenden Endabschnitte ermöglichen ein einfaches Ergreifen der Klebestreifen an ihren Enden, um sie dann vom Stapel bzw. der Kollektion abzuziehen.
Eine andere Ausgestaltu ng der Erfindu ng zeichnet sich dadu rch aus, dass der Klebestreifen in Längsrichtu ng gesehen in der Mitte eine Perforation aufweist. Die Perforation ermöglicht es, zu m Auflösen des Stapels bzw. der Kollektion den Klebestreifen in der Mitte ohne H ilfsmittel zu zerreissen. Die getrennten Hälften des Klebestreifens können dann einfach auf den äusseren Vorprodu kten verbleiben u nd müssen nicht von den Vorprodu kten abgelöst werden.
Wenn der Klebestreifen gemäss einer anderen Ausgestaltu ng der Erfindung du rch Abtrennen von einem Klebeband bereitgestellt wird, ist es von Vorteil, dass zu m erleichterten Abtrennen des Klebestreifens vom Klebeband das Klebeband an den Trennstellen mit entsprechenden Einkerbu ngen oder Einschnitten versehen ist. H ierdu rch kann der Applikationspro- zess beschleu nigt werden, u m grosse Stückzahlen verarbeiten zu können.
Eine andere Ausgestaltu ng des erfindu ngsgemässen Verfahrens ist dadu rch gekennzeichnet, dass zu m erleichterten Lösen des Verbindu ngselements in den Überlappungsbereichen zwischen dem Verbindu ngselement und den aussen liegenden Vorprodu kten des Stapels bzw. der Kollektion vor dem Anbringen des Verbindu ngselements jeweils eine Trennschicht angeordnet wird. Besteht die Trennschicht beispielsweise aus einer aufgeklebten Folie mit glatter Oberfläche, kann ein aufgebrachter Klebestreifen beim späteren Auflösen des Stapels bzw. der Kollektion leicht u nd rückstandsfrei abgezogen werden. Wenn die Trennschicht beziehu ngsweise Folie farblos u nd du rchsichtig ausgebildet ist, beeinträchtigt sie das Erscheinu ngsbild des jeweiligen Druckprodu kts nu r wenig.
Eine weitere Ausgestaltu ng der Erfindu ng zeichnet sich dadu rch aus, dass zu r Bereitstellu ng des zu konfektionierenden Stapels bzw. der zu konfektionierenden Kollektion die Vorprodu kte in einer Zusammentragvorrichtu ng nacheinander in einer vorbestimmten Reihenfolge aufeinandergelegt bzw. aneinandergelegt werden. Hierdu rch lässt sich auf flexible Weise ein Stapel bzw. eine Kollektion bilden, der (die) in Aufbau u nd Anzahl u nd Reihenfolge der Vorprodu kte an die u nterschiedlichsten Anforderu ngen leicht und schnell angepasst werden kann. Eine geeignete Zusammentragvorrichtung wird beispielsweise von der Anmelderin unter der Bezeichnung„FlyStream" angeboten.
Vorzugsweise wird in der Zusammentragvorrichtu ng der sich bildende Stapel bzw. die sich bildende Kollektion an einer Mehrzahl von hintereinander angeordneten Zuförderern vorbei gefü hrt, wobei die Zuförderer dem Stapel bzw. der Kollektion jeweils wenigstens ein Vorprodu kt zufü hren. Wenn die Zuförderer einzeln ansteuerbar sind, kann die Stapelbildung bzw. Kollektionsbildu ng besonders flexibel erfolgen. Geeignete Zuförderer werden beispielsweise von der Anmelderin unter der Bezeichnu ng„JetFeeder" angeboten.
Es ist dabei denkbar, dass die Stapel bzw. Kollektionen am Ende der Zusammentragvorrichtu ng in einer Applikationsvorrichtu ng jeweils mit dem wenigstens einen Verbindu ngselement versehen werden, wodu rch sich eine besonders kompakte Anordnu ng ergibt.
Vorzugsweise wird in der Applikationsvorrichtung ein Klebeband von einer Klebebandrolle abgerollt, von dem abgerollten Klebeband ein Klebestreifen abgeschnitten u nd der abgeschnittene Klebestreifen an dem vorbeigefü hrten Stapel bzw. der angebracht.
Besonders einfach erfolgt die Applizieru ng, wenn der Stapel bzw. die Kollektion mit der ausgewählten Stapelkante voran du rch die Applikationsvorrichtung transportiert wird, und wenn der abgeschnittene Klebestreifen quer zu r Transportrichtu ng des Stapels bzw. der Kollektion mit einer Klebeseite entgegen der Transportrichtu ng des Stapels bzw. der Kollektion orientiert derart bereitgehalten wird, dass der Stapel bzw. die Kollektion während seines (ihres) Transports du rch die Applikationsvorrichtu ng den bereitgehaltenen Klebestreifen mit der ausgewählten Stapelkante in der Mitte trifft u nd mitnimmt. Es versteht sich dabei von selbst, dass die Ausrichtu ng des Klebestreifens so erfolgt, dass allfällige Perforationen oder kleberfreie Abschnitte im Bereich der Stapelkante zu liegen kommen.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltu ng sind in der Applikationsvorrichtung Fü hru ngselemente vorgesehen, welche den vom Stapel bzw. der Kollektion aufgenommenen Klebestreifen ü berlappend an die beiden aussen liegenden Vorprodukte des Stapels bzw. der Kollektion andrücken. H ierdu rch wird auf einfache Weise sichergestellt, dass der Klebestreifen an den äusseren Vorprodu kten des vorbei bewegten Stapels bzw. der vorbeibewegten Kollektion klebend anliegt u nd den gewü nschten Zusammenhalt des Stapels bzw. der Kollektion gewährleistet.
Es ist aber auch denkbar, dass die Stapel bzw. Kollektionen in einer Transportvorrichtu ng in Klammern gehalten du rch eine Stapelverbindungs-Vorrichtu ng transportiert werden, und
dass sie in der Stapelverbindu ngs-Vorrichtu ng jeweils mit dem wenigstens einen Verbindu ngselement versehen werden. Auf diese Weise kann die Konfektionieru ng der Stapel bzw. Kollektionen leicht in eine bestehende grössere Anlage integriert werden.
Die erfindu ngsgemässe Zusammenstellu ng in Form eines Stapels aus lose aufeinanderlie- genden bzw. einer Kollektion von lose aneinanderliegenden ein- oder mehrlagigen Vorprodu kten, insbesondere Druckprodu kten, gleicher oder u nterschiedlicher Grösse, welcher Stapel bzw. welche Kollektion zwei aussen liegende Vorprodu kte aufweist, ist dadu rch gekennzeichnet, dass zu m Erzielen eines die spätere Handhabu ng erleichternden Zusammenhalts der Vorprodu kte wenigstens ein Verbindu ngselement am Stapel bzw. der Kollektion derart angebracht, dass es die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion klebend ü berlappt. Unter ein- oder mehrlagigen Vordprodu kten werden dabei auch ein- oder mehrblättrige Vorprodu kte verstanden.
Eine Ausgestaltu ng der Zusammenstellu ng nach der Erfindu ng ist dadu rch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Verbindungselement die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion jeweils auf der Aussenseite klebend ü berlappt.
Alternativ kann das wenigstens eine Verbindungselement aber auch die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion jeweils auf der I nnenseite klebend ü berlappen, sodass der Überlappungsbereich nach aussen hin nicht sichtbar ist.
Eine andere Ausgestaltu ng der Zusammenstellung ist dadu rch gekennzeichnet, dass die Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion jeweils wenigstens eine bevorzugte Kante aufweisen, dass die Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion im Stapel bzw. in der Kollektion so angeordnet und ausgerichtet sind, dass die bevorzugten Kanten der Vorprodu kte zusammen wenigstens eine Stapelkante bilden, u nd dass das wenigstens eine Verbindu ngselement an dieser Stapelkante anbracht ist.
I nsbesondere können mehrere Verbindu ngselemente längs der ausgewählten Stapelkante am Stapel bzw. an der Kollektion die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion ü berlappend angebracht sein.
Es ist aber auch denkbar, dass mehrere Verbindu ngselemente an mehreren ausgewählten Stapelkanten am Stapel bzw. der Kollektion die beiden aussen liegenden Vorprodu kte des Stapels bzw. der Kollektion ü berlappend angebracht sind.
Gemäss einer bevorzugten Ausgestaltu ng der Erfindu ng ist das Verbindu ngselement ein Klebestreifen.
Vorzugsweise ist der Klebestreifen länglich ausgebildet.
I nsbesondere weist der Klebestreifen eine konstante Breite auf. Es ist aber auch denkbar, dass der Klebestreifen eine sich über die Länge verändernde Breite, insbesondere in einem Mittelbereich eine Verengu ng aufweist. Zu r Verringeru ng der Gefahr des u nbeabsichtigten Einreissens sollten aussen am Klebestreifen abgeru ndete Randbereiche oder Ecken vorgesehen werden.
Gemäss einer anderen Ausgestaltu ng weist der Klebestreifen eine in Längsrichtu ng du rchgehende Klebeschicht auf.
Zur erleichterten Auflösen der Zusammenstellu ng kann es von Vorteil sein, wenn der Klebestreifen eine in einem mittleren Abschnitt u nterbrochene Klebeschicht und/oder kleberfreie bzw. nicht klebende Endabschnitte aufweist.
Es kann aber auch von Vorteil sein, wenn der Klebestreifen in Längsrichtu ng gesehen in der Mitte eine Perforation aufweist.
Eine weitere Ausgestaltu ng zeichnet sich dadu rch aus, dass zu m erleichterten Lösen des Verbindungselements in den Überlappu ngsbereichen zwischen dem Verbindu ngselement und den aussen liegenden Vorprodu kten des Stapels bzw. der Kollektion jeweils eine Trennschicht angeordnet ist.
Der erfindu ngsgemässe Applikator zu m Herstellen einer Zusammenstellu ng nach der Erfindu ng ist dadu rch gekennzeichnet, dass der Applikator mindestens zwei Anpressflanken aufweist, welche je auf eine Seitenfläche der Zusammenstellu ng kraftschlüssig einwirken und dass der Applikator einen Freibereich zwischen den Anpressflanken besitzt, wobei der Applikator dem Aufbringen von mindestens einem Klebestreifen dient und der Freibereich bei diesem Aufbringen mindestens annähernd der Höhe der Zusammenstellu ng entspricht.
Eine Ausgestaltu ng des erfindu ngsgemässen Applikators zeichnet sich dadu rch aus, dass die Anpressflanken als seitliche Pressflächen, beispielsweise in Form von entsprechend gebogenen Fü hrungsblechen, ausgebildet sind, bezüglich derer sich die Zusammenstellu ng bewegt und eine Relativgeschwindigkeit aufweist. Die vorzugsweise stationär angeordneten Pressflächen legen u nd drücken den Klebestreifen an die Aussenflächen der vorbeibewegten Zusammenstellu ng an. I n einer alternativen Ausfü hru ngsform können die stationär angeordneten Pressflächen reibungsmindernd ausgebildet sein, was beispielsweise du rch einen Rollenfläche oder eine entsprechende die Gleitreibu ng vermindernde Beschichtu ng erzielt wird.
Es ist aber auch denkbar, dass die Anpressflanken als u mlaufende Bänder ausgebildet sind, welche die Zusammenstellu ng zwischen sich fördern. Hierdu rch werden auf besonders einfache Weise der Transport der Zusammenstellung du rch die Vorrichtu ng hindu rch u nd die Applikation des bzw. der Klebestreifen(s) miteinander kombiniert. Anstelle der Bändern können aber auch entsprechend beabstandete Paare von aktiv fördernden Rollen zu m Einsatz kommen, zwischen denen die Zusammenstellu ng hindu rchgefü hrt wird.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Applikator dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Pressfläche oder Rollenfläche in Flächenrichtung der Zusammenstellung relativ zu dieser Zusammenstellung räumlich beweglich und über eine Kante der Zusammenstellung einschiebbar ist, so dass mindestens ein Klebestreifen an dieser Kante bzw. an den aussen liegenden Vorprodukten appliziert wird.
Die derart gebildeten Stapel bzw. Kollektionen sind insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsprozessen (Verarbeitung in der Crössenordnung von fünf, zehn oder mehr Produkten pro Sekunde) oder bei komplex gebildeten Stapeln von grossem Vorteil, namentlich wenn eine genaue gegenseitige Ausrichtung der Vorprodukte bei der Weiterverarbeitung von Bedeutung ist oder wenn bei einem Weiterverarbeitungsschritt die unerwünschte Möglichkeit einer „Vermischung" der Vorprodukte einer Kollektion mit denjenigen anderer Kollektionen bzw. eine Situation mit problematischer Wiederauftrennung nebeneinander liegender Kollektionen besteht.
Gerade wenn eine exakte gegenseitige Ausrichtung der Vorprodukte für den Weite rverarbei- tungsprozess der Vorprodukte bzw. der Kollektion erwünscht ist, kann die vorliegende erfin- dungsgemässe Lösung mit einer zusätzlichen Klebeverbindung der Vorprodukte untereinander ergänzt bzw. kombiniert werden. Eine bevorzugte Lösung der genannten Art ergibt sich aus der gleichtags mit dieser Anmeldung erfolgten Hinterlegung derselben Anmelderin mit dem Titel„Verfahren zum Konfektionieren eines Stapels bzw. einer Kollektion aus lose auf- einanderliegenden ein- oder mehrlagigen Vorprodukten sowie Zusammenstellungen solcher Vorprodukte" (Anmeldenummer: [noch nicht bekannt]), auf die hiermit integral verwiesen wird.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausfü hru ngsbeispielen im Zusammenhang mit den Zeichnu ngen näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Ansicht einen Stapel mit mehreren u nterschiedlich grossen
Vorprodu kten, welcher gemäss einem Ausfü hru ngsbeispiel der Erfindu ng an einer Stapelkante mit einem Klebestreifen versehen ist;
Fig. 2 den Stapel aus Fig. 1 , der gemäss einem anderen Ausfü hru ngsbeispiel der Erfindung an derselben Stapelkante mit zwei voneinander beabstandeten Klebestreifen gleicher Art versehen ist;
Fig. 3 einen Stapel aus gleich grossen aber u nterschiedlich dicken Vorprodu kten, der gemäss einem weiteren Ausfü hru ngsbeispiel der Erfindung wie in Fig. 1 mit einem Klebestreifen versehen ist;
Fig. 4 einen Stapel aus gleich grossen u nd gleich dicken Vorprodu kten; der gemäss einem anderen Ausfü hru ngsbeispiel der Erfindu ng mit einem sich in Kantenrichtu ng erstreckenden Klebestreifen zusammengehalten ist;
Fig. 5 von links nach rechts nebeneinander dargestellt verschiedene Formen von Klebestreifen beziehu ngsweise Verbindu ngselementen fü r das Verfahren nach der Erfindung;
Fig. 6 in einer zu r Fig. 2 vergleichbaren Darstellu ng ein Stapel mit zwei voneinander beabstandeten Klebestreifen gleicher Art, die im mittleren Bereich eine Verengu ng aufweisen, in der Gesamtansicht (Fig. 6(a)) u nd in einem vergrösserten Ausschnitt (Fig. 6(b));
Fig.7 in einer perspektivischen Ansicht einen in einer Halterung gesammelten Stapel von Vorprodukten, der in der Halterung mit einem Klebestreifen versehen worden ist;
Fig.8 verklebten Stapel aus Fig. 1, wobei gemäss einem weiteren Ausfüh
beispiel der Erfindung unter dem Klebestreifen jeweils eine Trennschicht ordnet ist;
Fig.9 den unverklebten Stapel aus Vorprodukten gemäss Fig.1; in einer Seitenansicht den prinzipiellen Aufbau einer Stapelverbindungs- Vorrichtung zum Applizieren von Klebestreifen gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig.11 in der Draufsicht von oben eine Zusammentragvorrichtung zur Bereitstellung und Konfektionierung von Vorprodukte-Stapeln gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig.12 in einem vergrösserten Ausschnitt die Applikationsvorrichtung aus der Zusammentragvorrichtung der Fig.11;
Fig.13 in mehreren Teilfiguren (a)-(c) verschiedene Schritte beim Applizieren der Klebestreifen in der Applikationsvorrichtung aus Fig.12;
Fig.14 eine Möglichkeit, die in einer Zusammentragvorrichtung gebildeten Stapel zu einer an einem anderen Ort befindlichen Applikationsvorrichtung zu transportieren;
Fig.15 eine weitere Möglichkeit, die gebildeten Stapel weiter zu transportieren;
Fig.16 das Ausbilden einer Tasche zum Einstecken der übrigen Vorprodukte gemäss einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig.17 das Einstecken der übrigen Vorprodukte in die gemäss Fig. 16 gebildete Tasche aus den aussen liegenden Vorprodukten; und
Fig.18 einen Stapel gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Klebestreifen, der das obere Vorprodukt des Stapels vollständig überlappt und mit einem eingeschlagenen Endabschnitt auf einer Innenseite des oberen Vorprodukts angeklebt ist.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
Das erfindungsgemässe Verfahren geht aus von einem Stapel von Vorprodukten, wie er in Fig. 9 in perspektivischer Ansicht dargestellt ist. Der Stapel 10 umfasst in diesem Beispiel insgesamt fünf Vorprodukte 11, 12, 13, 14 und 15. Alle Vorprodukte 11-15 des Stapels 10 weisen im Beispiel eine Falzkante auf und sind in der Falzkante geheftet. Die Vorprodukte können beispielsweise Druckprodukte sein. Es versteht sich von selbst, dass die Vorprodukte im Rahmen der Erfindung auch eine andere Machart, Funktion, Gestalt und gegenseitige Anordnung haben können.
In den nachfolgenden Erläuterungen der Ausführungsbeispiele wird stets von Stapeln gesprochen, zu denen die Vorprodukte aufgeschichtet sind. Unter Stapeln werden dabei Zusammenstellungen von Vorprodukten verstanden, die übereinander liegen und zunächst von der Schwerkraft zusammengehalten werden. Sind die Zusammenstellungen nicht aufeinander liegend angeordnet, sondern in einer anderen räumlichen Orientierung, z.B. vertikal aus-
gerichtet, aneinander liegend ausgebildet, werden sie allgemein als Kollektion bezeichnet. Die Erfindung bezieht sich auf beide Arten von Zusammenstellungen der Vorprodukte.
Die Vorprodukte 11-15 liegen im Stapel 10 erfindungsgemäss so übereinander, dass ihre Falzkanten eine gemeinsame Stapelkante 16 des Stapels 10 bilden. Die Vorprodukte 11-15, die Werbebroschüren, Flyer, aber auch Warenproben, CDs oder dergleichen sein können, haben im dargestellten Beispiel eine unterschiedliche Grösse. Das obere Druckprodukt 11 ist in Figur 9 deutlich kleiner als das darunter liegende Druckprodukt 12 und noch kleiner als die weiteren Vorprodukte 13-15. Die Vorprodukte 11 und 15 sind die aussen liegenden Vorprodukte des Stapels 10. Sie spielen für das erfindungsgemässe Verfahren eine besondere Rolle. Alle Vorprodukte 11-15 sind im Stapel 10 vorzugsweise so angeordnet, dass sie symmetrisch zu einer gemeinsamen Mittellinie 18 liegen. Die Summe der Vorprodukte 11 bis 15 bildet (im komprimierten Zustand) die Höhe des Stapels bzw. der Zusammenstellung.
Im einfachsten Fall wird nun gemäss Fig. 1 der Zusammenhalt des Stapels 10, der sonst nur über das Gewicht der Vorprodukte und die Reibung zwischen den Vorprodukten bestimmt wird, dadurch wesentlich verbessert, dass als Verbindungselement ein Klebestreifen 17 so über die Stapelkante 16 des Stapels 10 geklebt wird, dass er die beiden äusseren Vorprodukte 11 und 15 auf deren Aussenseite klebend überlappt. Durch Applizieren des Klebestreifens 17 bilden die beiden äusseren Vorprodukte 11 und 15 gewissermassen eine Tasche, in welcher die übrigen (inneren) Vorprodukte 12-14 liegen. Wird ein Klebestreifen 17 mit durchgehender Klebeschicht verwendet, kann eine zusätzliche Fixierung dadurch erreicht werden, dass der Klebestreifen auch an den Falzkanten der inneren Vorprodukte 12-14 zumindest leicht haftet.
Wird -wie in Fig. 1 gezeigt- nur ein einzelner Klebestreifen 17 zur Verbindung verwendet, ist es von Vorteil, wenn dieser genau in der Mittellinie 18 des Stapels 10 platziert wird. Werden - wie in Fig.2 gezeigt - nebeneinander an der Stapelkante zwei Klebestreifen 17a und 17b
angebracht, geschieht dies vorzugsweise symmetrisch zur Mittellinie 18 des Stapels. Für die Stabilität des Stapels ist es dabei von Vorteil, wenn die Klebestreifen 17a und 17b so weit wie möglich auseinander liegen.
Grundsätzlich wäre es denkbar, zusätzlich zu einem oder mehreren Klebestreifen 17 beziehungsweise 17a,b an der Stapelkante 16 weitere Klebestreifen an anderen Kanten vorzusehen, was jedoch im Falle des in Fig. 1 und 2 dargestellten Stapels 10 aus unterschiedlich grossen Vorprodukten problematisch ist. Darüber hinaus erfordert das Anbringen von zusätzlichen seitlichen Klebestreifen einen erheblichen apparativen Aufwand, ohne entscheidende Vorteile zu bringen. Besteht der Stapel 10', wie in Fig.3 dargestellt, aus gleich grossen Vorprodukten IT, 15', können an anderen Stapelkanten leichter zusätzliche Klebestreifen angebrachtwerden.
Das Ausführungsbeispiel der Fig.4, bei dem ebenfalls ein Stapel 10" mit gleich grossen Vorprodukten 11", 15" vorausgesetzt wird, unterscheidet sich von den Ausführungsbeispielen der Fig. 1-3 dadurch, dass hier an der Stapelkante 16 ein Klebestreifen 19 in Kantenrichtung aufgebracht ist. Diese Art der Anordnung des Klebestreifens 19 ergibt gegenüber der Anordnung aus Fig. 1 einen erhöhten Zusammenhalt, erschwert jedoch das präzise Aufbringen und spätere Auflösen des Stapels 10". In allen Fällen überlappt jedoch der Klebestreifen 17 bzw. 17a,b bzw. 19 die beiden aussen liegenden Vorprodukte 11, 15 bzw. IT, 15' bzw.11", 15".
Fig.5 zeigt in der Draufsicht verschiedene Arten von Verbindungselementen beziehungsweise Klebestreifen, die von links nach rechts nebeneinander dargestellt sind. Der ganz links stehende Klebestreifen 17 hat eine einfache längliche, rechteckige Form (mit konstanter Breite) und ist grundsätzlich mit einer durchgehenden Klebeschicht versehen. Er kann jedoch kleberfreie bzw. nicht klebende (z.B. auf der Innenseite durch einen Folienabschnitt abgedeckte) Endabschnitte 22a, 22b aufweisen, an denen man beim Abziehen des Klebestreifens
diesen leichter greifen kann. Der rechts daneben stehende Klebestreifen 1 7 ' hat dieselbe Gru ndform, weist jedoch einen mittleren Abschnitt 22 (in Fig. 5 grau u nterlegt) auf, in welchem die Klebeschicht fehlt. Hierdu rch kann verhindert werden, dass der Klebestreifen 1 7 ' an den mittleren Vorprodu kten ( 1 2-14 in Fig. 1 ) fest klebt u nd so das Auflösen des Stapels erschwert. Ein weiterer Klebestreifen 1 7 " in Fig. 5 weist in der Mitte eine Perforation auf, die es ermöglicht, den Klebestreifen an dieser Stelle ohne H ilfsmittel aufzutrennen und so den damit verklebten Stapel leichter aufzu lösen. Bei besonderen Ausfü hru ngsformen werden bevorzugt die Hafteigenschaften der Endabschnitte 22a, 22b u nd/oder des mittleren Abschnitts 22 gezielt variiert.
I nsbesondere auch u m die Ablösu ng des Klebestreifens von den aussen liegenden Vorprodu kten zu optimieren, können die Endabschnitte Flächenbereiche mit höherer u nd geringerer Haftkraft aufweisen, so dass u nterschiedliche Klebeigenschaften gezielt beeinflusst werden können. Zu diesem Zwecke kann die Haftkraft kontinu ierlich von den beiden lateralen Endkanten des Klebestreifens gegen den mittleren Bereich hin abnehmen oder es können nu r die Aussenkanten der Endabschnitte 22a, 22b stark haftend ausgebildet werden. Da die Klebestreifen 1 7 bei Verwendu ng der Kollektionen vorab auf Zugkraft beansprucht sind, kann bei bevorzugten Ausführu ngsformen ein leicht abschälbarer Haftstoff zu m Einsatz kommen, der beim Ablösen eine Beschädigu ng der aussen liegenden Vorprodu kte minimiert oder vermeidet u nd dabei trotzdem einen hinreichenden Kraftschluss beim Handling der Kollektionen gewährleistet.
Es ist aber auch denkbar, dass gemäss Fig. 6 die Klebestreifen 49a, 49b eine sich ü ber die Länge verändernde Breite, insbesondere in einem Mittelbereich eine Verengu ng 50, aufweisen. Eine solche Verengu ng 50 (Fig. 6(b)) kann einerseits Bandmaterial sparen. Andererseits kann eine entsprechend gestaltete Verengu ng anstelle einer Perforation das spätere Auftrennen des Klebestreifens beim Auflösen des Stapels erleichtern. Soll ein u nbeabsichtigtes Einreissen des Klebestreifens erschwert oder verhindert werden, ist es vorteilhaft, aussen
liegende Ecken oder Kantenbereiche abzu ru nden, um damit verbundene Kerbeffekte zu vermeiden.
Werden die Klebestreifen von einem beispielsweise auf einer Rolle aufgerollten Klebeband 20 abgetrennt (siehe das 4. u nd 5. Beispiel von links in Fig. 5; siehe auch die Klebebandrolle 51 in Fig. 1 3), kann hingegen du rch entsprechend angebrachte Einkerbungen 25 beziehu ngsweise Einschnitte 26 auf dem Klebeband 20 das Abtrennen erleichtert werden. Wenn zusätzlich eine Perforation 23 vorgesehen ist, müssen die Einkerbungen 25 beziehu ngsweise Einschnitte 26 in ihrer Lage auf dem Klebeband 20 auf die dortige Perforation 23 abgestimmt sein.
Die Klebestreifen 1 7, 1 7', 1 7" bzw. 1 7a,b u nd 1 9 können als Trägermaterial ein Papier oder eine Ku nststofffolie oder einen Ku nststofffilm haben, die zu mindest einseitig in den vorgesehenen Bereichen oder vollständig (du rchgehend) mit einer Klebeschicht versehen sind. Die Ku nststofffolie beziehu ngsweise der Ku nststofffilm können du rchsichtig u nd klar sein, um am Stapel möglichst wenig aufzufallen u nd den Cesamteindruck zu stören. Sie können aber auch eingefärbt oder zu Werbe- oder I nformationszwecken mit einer Beschriftu ng oder Bildern versehen sein. I n weiteren Anwendungen werden die Klebestreifen als I nformationsträger eingesetzt. Die I nformation kann aus Färb- oder digitalen Codes bestehen oder aber auch andere optisch oder elektronisch lesbare I nformationen enthalten. Es ist auch denkbar, in den Klebestreifen faserförmige Verstärku ngen vorzusehen, oder Aussparu ngen u nd Ausstanzu ngen. Neben der Möglichkeit diese Werbe- oder I nformationsinhalte auf die Klebestreifen aufzu bringen (Druck, mechanische Codieru ng usw.) kann bei mehrschichtigem Aufbau der Klebestreifen der Werbe- oder I nformationsträger auch zwischen den Schichten eingebracht sein. Dieses Einbringen eines Werbe- bzw. I nformationsträgers kann dauerhaft oder aber auch gezielt ab- oder auslösbar vorgenommen werden.
Ausserdem wird durch Aufbringen z.B. farbiger Codierungen erfindungsgemäss bewirkt, eine Zusammenstellung optisch gut - auch von der Aussenseite - erkennbar zu machen, was insbesondere bei Stapeln oder Stangen einer Vielzahl (teilweise oder ganz) voneinander abweichender Zusammenstellungen deren Handhabung für Bedien- oder Verteilpersonal im Arbeits p rozess u n te rstü tzt.
Wenn gemäss Fig. 1-4 ein Klebestreifen 17, 17a,b oder 19 um die Stapelkante 16 herum auf die Aussenseiten der aussen liegenden Vorprodukte 11, 15 bzw. IT, 15' bzw. 11", 15" geklebt wird, kann es, insbesondere wenn die Oberflächen der Vorprodukte nicht besonders glatt sind, beim Ablösen der Klebestreifen während des Auflösens des Stapels dazu kommen, dass die Vorprodukte beschädigt werden. Um derartige Beschädigungen beim Ablösen der Klebestreifen sicher zu vermeiden, können die äusseren Vorprodukte 11, 15 gemäss Fig.8 vor dem Aufkleben der Klebestreifen 17 mit einer Trennschicht 48 versehen werden, von der die Klebestreifen 17 leicht und rückstandslos abgelöst beziehungsweise abgezogen werden können. Derartige Trennschichten 48 können beispielsweise selbstklebende Kunststofffolien oder -filme mit einer glatten Oberfläche sein. Solche Systeme sind aus dem Bereich der wie- derverschliessbaren Beutel oder dgl. bekannt.
Die Bildung der Stapel 10 kann gemäss Fig.7 dadurch erfolgen, dass die Vorprodukte 11-15 nacheinander mit ihrer Falzkante voran in eine entsprechende (schräg stehende) Halterung 37 eingeschoben oder eingeworfen werden, in der sie mit den Falzkanten an einer entsprechenden Winkelleiste 38 innen anliegen. An den Stellen, an denen später der Klebestreifen 17 appliziert werden soll, sind an der Halterung 37 Aussparungen 39 vorgesehen, die einen freien Zugang von aussen zu dem entsprechenden Abschnitt der Stapelkante gewähren.
Derartige Halterungen 37 können Teil einer in Fig. 11 dargestellten Zusammentragvorrichtung 40 sein, die ein umlaufendes Transportmittel 41 mit darauf in Transportrichtung hintereinander angeordneten Sammelabschnitten bzw. Abteilen 42 umfasst, in die hinein aus
seitlich am Transportmittel 41 aufgestellten Zuförderern 43 über entsprechende Kurvenbahnen 45 nacheinander Vorprodukte eingeführt werden, die in den Zuförderern 43 jeweils in einem Vorratsschacht 44 vorgehalten werden. Durch entsprechende Ansteuerung der Zuförderer 43 können die im Stapel abzulegenden Vorprodukte ausgewählt und dem Stapel zugeführt werden. Durch mehrfaches Umlaufen der Sammelabschnitte 42 kann auch die Reihenfolge der Vorprodukte im Stapel verändert oder ein fehlendes Druckprodukt ergänzt werden. Die fertig gesammelten Stapel werden dann mittels eines weiteren Transportmittels 41' an eine nachfolgende Applikationsvorrichtung (Applikator) 46 überführt und dort mit den Verbindungselementen beziehungsweise Klebestreifen ausgestattet und schliesslich an einer Stapelausgabe 47 ausgegeben.
Fig. 12 zeigt in einer Draufsicht von oben den vergrösserten Ausschnitt aus Fig. 11 (strichpunktiertes Oval), der die Applikationsvorrichtung bzw. den Applikator 46 beinhaltet. Fig. 13 zeigt in einer Seitenansicht verschiedene Schritte beim Applizieren der Klebestreifen in der Applikationsvorrichtung bzw. dem Applikator 46 aus Fig. 12. Im dargestellten Beispiel werden die von der Zusammentragvorrichtung 40 bzw. dem Transportmittel 41' angelieferten Stapel 10 bzw. 10' gemäss Fig. 2 mit zwei voneinander beabstandeten Klebestreifen 17a und 17b versehen. Dazu wird jeweils ein entsprechendes Klebeband 20 von einer bereitgehaltenen Klebebandrolle 51 ein vorgegebenes Stück weit abgerollt (Fig. 13(a)). Das abgerollte Klebeband 20 wird zwischen einer (angetriebenen) walzenförmigen, rotierenden Schneidvorrichtung 53 und einer zugeordneten Gegenrolle 54 hindurchgeführt, zusammen in dieser Ausführungsform die erfindungsgemässe Klebeband-Speisung des Applikators bildend, und dadurch vorwärts bewegt. Gleichzeitig schneidet, wenn das Klebeband 20 mit einer vorgegebenen Länge abgerollt worden ist, die rotierende Schneidvorrichtung 53 einen entsprechenden Abschnitt des Klebebandes 20 ab.
Der Abschneideschritt ist zeitlich koordiniert mit dem Transport der Stapel 10 bzw. 10' durch die Applikationsvorrichtung 46. Die Stapel 10, 10' werden in Fig. 13 von links nach
rechts zunächst zwischen zwei Bändern des Transportmittels 41' herantransportiert und dann an eine Transportvorrichtung 52 übergeben, die ebenfalls zwei parallele Bänder aufweist. Wenn der durch die Transportvorrichtung 46 transportierte Stapel 10, 10' mit seiner (vorderen) Stapelkante den quer zur Transportrichtung bereitgehaltenen Klebestreifen 17 erreicht, wird dieser gleichzeitig vom Klebeband 20 abgeschnitten. Der abgeschnittene Klebestreifen 17 wird dann, wie in Fig. 13(b) erkennbar, von dem Stapel 10' mitgenommen. Zwei oberhalb und unterhalb der Transportbahn der Stapel 10, 10' angeordnete Leitbleche 55, an denen auch das Klebeband 20 vertikal entlang geführt wird, sorgen durch entsprechend gekrümmte, innen liegende Enden (und gegebenenfalls langgestreckte Folgeflächen), die als Anpressflanken wirken und auf die Seitenflächen der Stapel bzw. Zusammenstellungen 10, 10' kraftschlüssig einwirken, dafür, dass bei dem sich zwischen den Leitblechen 55 hindurch bewegenden Stapel 10' der mitgenommene Klebestreifen 17 sich an den Aussen- seiten des Stapels klebend anlegt (Fig. 13(b) und (c)). Um die Gleitreibung zu vermindern, können bei bevorzugten Ausführungsformen die stationär angeordneten Anpressflanken (bzw. Pressflächen) reibungsmindernd ausgebildet sein. Dazu wird eine die Gleitreibung vermindernde Beschichtung eingesetzt oder es kommen Rollenflächen zum Einsatz. Zwischen den beiden übereinander angeordneten Leitblechen 55 ist dafür ein Freibereich vorhanden, welcher annähernd der Höhe der Zusammenstellungen bzw. Stapelhöhe der Stapel 10, 10' entspricht. Die Leitbleche 55 können - wie andere streifenführende Bauteile auch - im übrigen quer zur Transportrichtung der Streifen ein leicht gekrümmtes Profil aufweisen, um die Streifen während des Transports bzw. der Applikation in Form und Lage zu stabilisieren. Auf diese Weise folgen die Klebestreifen mit ihrer nichtklebenden Seite bevorzugt in Transportrichtung den Mantellinien eines Zylinders, der dann in ebene Anpressflanken übergeht. Die mit den Klebestreifen 17 versehenen Stapel 10, 10' werden schliesslich über die Stapelausgabe 47 abgegeben.
Die Anpressflanken können aber auch - ähnlich wie die Bänder der Transportvorrichtung 52 - als umlaufende Bänder ausgebildet sein, welche die Zusammenstellungen bzw. Stapel 10,
10 ' zwischen sich fördern u nd gleichzeitig die Klebestreifen u m die Stapelkante legen. Anstelle der Bänder können aber auch entsprechend dimensionierte und beabstandete Paare von Rollen zu m Einsatz kommen, welche die Zusammenstellu ngen bzw. Stapel 1 0 aktiv fördern.
I m in Fig. 1 3 dargestellten Ausfü hru ngsbeispiel des Applikators 46 befinden sich die seitlichen Pressflächen der Leitbleche 55 in Ru he (sind stationär), während sich die Stapel 1 0, 10' relativ dazu du rch den Applikator 46 hindu rch bewegen bzw. transportiert werden. Es ist aber auch denkbar, die Stapel 10, 1 0' ru hen zu lassen (oder die Stapel im Wesentlichen quer zu ihren Seitenflächen zu bewegen) u nd die Pressflächen mit dem Klebestreifen am Stapel entlang zu bewegen, u m den Klebestreifen zu applizieren. Zu diesem Zwecke können die (bewegten) Pressflächen oder alternativ auch Rollenflanken, bevorzugt mit dem anzu bringenden Klebestreifen, in Flächenrichtung der Stapel ü ber die ausgerichteten Stapelkanten der Vorprodu kte eingeschoben werden, so dass der Klebestreifen an diesen Kanten bzw. an den aussen liegenden Vorprodu kten appliziert wird.
Es ist aber auch denkbar, gemäss der schematischen Darstellu ng in Fig. 10 die fertig ausgebildeten Stapel 32 mittels einer Transportvorrichtu ng 28 in Klammern 31 bzw. Greifern gehalten du rch eine Stapelverbindu ngs-Vorrichtu ng 27 zu transportieren, wo sie von einer synchron um eine Drehachse 34 rotierenden Applikationsvorrichtu ng 33 mit Klebestreifen 1 7 versehen werden. Die Stapel 32 werden dabei von mit Klammern 31 ausgestatteten Haltevorrichtu ngen 30 gehalten, die in gleichmässigen Abständen in Transportrichtu ng hintereinander an einem Trägerband 29 angeordnet sind. I n der Applikationsvorrichtu ng 33 sind um die Drehachse 34 heru m laufend Streifenapplikatoren 36 angeordnet, die du rch eine entsprechende Steuerku lisse 35 gesteuert die bereitgestellten Klebestreifen 1 7 aufnehmen und an den Stapelkanten 1 6 der vorbeigefü hrten Stapel 32 applizieren. I n der in Figu r 1 0 gezeigten Ausfü hru ngsform hängen die Kollektionen mit der Stapelkante 1 6 frei nach unten hängend. Die Klebestreifen 1 7 werden hier an der freien (hängenden) Kante
appliziert, die bei Bedarf auch du rch eine H ilfsvorrichtu ng stabilisiert werden kann (z.B. eine hier nicht weiter dargestellte Leitschiene oder mitlaufende Stütz- oder Klemmelemente, wie diese im Stand der Technik vorbekannt sind). Es ist selbstredend möglich u nd bei anderen Gegebenheiten auch besonders bevorzugt, den Applikator 33 so anzuordnen (u nter Umständen auch seitlich oder ü ber der Transportvorrichtu ng 28, dass die Klebestreifen an der oberen, du rch die Klammern 31 gehaltenen Kanten aufgebracht werden. Diese Lösu ng ist deshalb besonders vorteilhaft, weil an der du rch die Klammern 31 gehaltenen Seite die Vorprodu kte der jeweiligen Kollektion bereits zusammengehalten bzw. -gepresst sind u nd dadu rch die fü r die Klebestreifenaufbringu ng erwü nschte Kompression der Stapelkanten 1 6 gegeben ist.
I n analoger Weise ist es möglich, die Kollektionen so zu fördern, dass die Klebestreifen 1 7 an einer seitlichen Kante appliziert werden.
Weiterhin ist es gemäss der Erfindung bevorzugt, dass der Applikator 46 mindestens eine Pressfläche oder Rollenfläche (gü nstigerweise deren zwei) aufweist, die in Flächenrichtu ng der Zusammenstellu ng relativ zu dieser Zusammenstellu ng räumlich beweglich und über eine Kante der Zusammenstellu ng einschiebbar ist. Zu diesem Zweck können die Zusammenstellu ngen an ihren Seitenflächen (beispielsweise du rch - dauerhaft oder temporär zugeordnete - Leitbleche oder Klammern) stabilisiert werden. Analog zu Figu r 10 wü rden auf diese Weise Press- bzw. Rollenfläche entsprechend (schräg) von u nten kommend über die hängenden Zusammenstellu ngen eingeschoben. Auf diese Weise kann ein oder können mehrere Klebestreifen im Bereich der hier u nten liegenden Stapelkante an den aussen liegenden Vorprodu kten appliziert werden. Selbstverständlich kann dieser Vorgang auch an (temporär) ruhenden Produ kten in einfacherer Weise vorgenommen werden.
Während beim Ausfü hru ngsbeispiel der Fig. 1 1 die zusammengetragenen Stapel aus den Vorprodu kten u nmittelbar nach dem Zusammentragen in der nachfolgenden Applikations-
Vorrichtung 46 mit den gewünschten Klebestreifen 17 versehen werden, ist es auch möglich, das Zusammentragen und das Applizieren der Klebestreifen an unterschiedlichen Orten durchzuführen. Wie in Fig. 14 beispielhaft dargestellt ist, werden dort in einer Zusammentragvorrichtung 56, in der eine Vielzahl von Abteilen 57 auf einer Umlaufbahn 59 umlaufen und mittels einer Umlenkrolle 58 umgelenkt werden, die Stapel 10 zusammengetragen und vor der Umlenkung an der Umlenkrolle 58 von einer Transportvorrichtung 60 übernommen, die vor der Umlenkrolle 58 parallel zur Zusammentragvorrichtung 56 geführt ist und mittels entsprechender Greifer 61 die zusammengetragenen Stapel 10 aus den Abteilen 57 der Zusammentragvorrichtung 56 entnimmt und entlang einer Transportbahn 62 zu einer an einem anderen Ort befindlichen Applikationsvorrichtung transportiert. Ein Leitblech 63 sorgt dabei für eine Führung der in den Greifern 61 gehaltenen Stapel 10.
Zusammentragen und Weitertransport der zusammengetragenen Stapel 10 kann gemäss Fig. 15 aber auch mittels einer einzigen (umlaufenden) Transportvorrichtung 64 realisiert werden, die eine Vielzahl von schräg stehenden Plattformen 67 aufweist, an deren unteren Ende jeweils schwenkbare Greiferschenkel 68 angeordnet sind. In einem oberen Trum 65 der Transportvorrichtung 64 sind die Greiferschenkel 68 zurückgeschwenkt, so dass auf den Plattformen 67 die Stapel 10 ungehindert zusammengetragen werden können. Anschliessend werden die Greiferschenkel 68 in die geschlossene Stellung verschwenkt und halten dann klemmend die zusammengetragenen Stapel, die im unteren Trum 66 weitertransportiert werden können.
In den bisherigen Erläuterungen wurde davon ausgegangen, dass zunächst der vollständige Stapel beziehungsweise die vollständige Kollektion aus den Vorprodukten bereitgestellt wurde, um dann mit den Verbindungselementen beziehungsweise Klebestreifen versehen zu werden. Es ist aber auch eine andere Vorgehensweise denkbar, die in den Fig. 16 und 17 veranschaulicht ist.
Bei dieser Vorgehensweise wird zunächst aus den später aussen liegenden Vorprodukten 11 und 15 eine Art Tasche gebildet, indem beide Vorprodukte 11, 15 mit den bevorzugten Kanten um den Abstand A versetzt übereinander angeordnet werden und dann mittels zweier Verbindungselemente beziehungsweise Klebestreifen 17a und 17b untereinander - wie in Fig. 16 dargestellt - miteinander verbunden werden. In Abhängigkeit der Schliessrich- tung der derart vorbereiten Tasche umschliesst der Klebestreifen 17a und 17b die beiden aussen liegenden Vorprodukte 11 und 15 oder verbindet diese von deren Innenseite klebend, so dass die weiteren Vorprodukte entsprechend in die Tasche eingelegt werden können.
Gemäss Fig. 17 kann die so gebildete Tasche aufgeklappt werden, wobei die beiden Vorprodukte 11 und 15 zueinander einen Abstand A einnehmen. In die so geöffnete Tasche können dann die übrigen Vorprodukte 12-14 eingesteckt werden, um einen fertigen Stapel beziehungsweise eine fertige Kollektion zu bilden. Die übrigen Vorprodukte 12-14 liegen dann mit ihren bevorzugten Kanten an der Innenseite der Klebestreifen 17a und 17b an. Die übrigen Vorprodukte 12-14 können dabei einzeln nacheinander oder aber in einem gemeinsamen Paket eingesteckt werden.
Fig. 18 zeigt schliesslich einen Stapel gemäss einem Ausführungsbeispiel der Erfindung mit einem Klebestreifen 17, der das obere Vorprodukt des Stapels vollständig überlappt und mit einem eingeschlagenen Endabschnitt auf einer Innenseite des oberen Vorprodukts angeklebt ist. Diese Art der Klebung kann selbstverständlich auch auf der Unterseite des Stapels realisiert sein.
Bezugszeichen liste
10,10',10",32 Stapel (von Vorprodukten)
11-15 Druckprodukt
16 Stapelkante
17,17', 17" Klebestreifen
17a,b,19 Klebestreifen
18 Mittellinie
20 Klebeband
22 mittlerer Abschnitt (kleberfrei)
22a,b Endabschnitt (kleberfrei)
23 Perforation
25 Einkerbung
26 Einschnitt
27 Stapelverbindungs-Vorrichtung
28 Transportvorrichtung
29 Trägerband
30 Haltevorrichtung
31 Klammer
33 Applikationsvorrichtung
34 Drehachse
35 Steuerkulisse
36 Streifenapplikator
37 Halterung
38 Winkelleiste
39 Aussparung
Zusammentragvorrichtung
,41 ' Transportmittel
Sammelabschnitt/Abteil
Zuförderer
Vorratsschacht (Vorprodukte)
Ku rvenbahn
Applikationsvorrichtung (Applikator)
Stapelausgabe
Trennschicht
a,b Klebestreifen
Verengung
Klebebandrolle
Transportvorrichtung
Schneidvorrichtung
Gegenrolle
Leitblech
Zusammentragvorrichtung
Abteil
Umlenkrolle
Umlaufbahn
,64 Transportvorrichtung
Greifer
Transportbahn
Leitblech
oberer Trum
unterer Trum Plattform Creiferschenke! Abstand