Beschreibung
Abbildender Radarsensor mit schmaler Antennenkeule und weitem Winkel- Detektionsbereich
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erhöhung des Schwenkbereichs des Antennenstrahls des Empfangsarrays von abbildenden Radarsensoren.
Millimeterwellen-Radarsensoren, z. B. für automobile Anwendungen bei kurzen Entfernungen, sollen neben einer hohen Entfernungs- und Winkelauflösung auch einen möglichst breiten Winkeldetektionsbereich besitzen, damit die Anzahl der um das Fahrzeug montierten Sensoren auf ein Minimum reduziert werden kann.
Die Sensoren werden in der Regel für die Applikation„aktive Sicherheit" eingesetzt und dienen neben dem Fußgängerschutz auch zur Unterstützung des Fahrers im Stadtverkehr sowie im dichten Stop- und Go-Verkehr.
Aus der Dissertation von Dr. Winfried Mayer mit dem Titel„Abbildender Radarsensor mit sendeseitig geschalteter Gruppenantenne", Cuvillier Verlag, Göttingen 2008, ISBN 978-3-86727-565-1 ist ein Verfahren sowie eine Vorrichtung bekannt, welches mit der Technik der digitalen Strahlformung, bei denen ein Antennenarray mit mehreren Sendern und mehreren Empfängern eingesetzt wird, ein Gebiet überwacht.
Durch den zeitlich aufeinanderfolgenden Einsatz der Sender, kann der Antennenöffnungswinkel verkleinert werden, ohne dass dabei die physikalische Größe der Empfangsantenne zunimmt.
In der Veröffentlichung IM„N.Kees.E.Schmidhammer and J.Detlefsen" Improvement of angular resolution of a millimeterwave imaging System by transmitter location multiplexing." in IEEE MTT-S Int. Microw. Symp. Dig., Orlando, FL. May1995, vol.2, pp.969-972" wird ein Verfahren zur Erzeugung einer synthetischen Antennenapertur
beschrieben, mit dessen Hilfe die Antennenstrahlbreite reduziert und damit die Winkelauflösung verbessert werden kann.
Die dargestellten Verfahren haben den Zweck der Reduzierung der Antennenbeambreite durch Verdoppelung der Apertur mit Hilfe eines synthetischen Arrays, nicht jedoch der Erhöhung des maximal möglichen Schwenkwinkels.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung, ein Verfahren sowie ein Radarsystem zur Verfügung zu stellen, bei dem eine Verkopplung durch Annäherung der Antennenzeilen vermieden wird, und damit ein weiter Schwenkwinkel realisiert werden kann.
Die Aufgabe wird mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Der maximal mögliche Schwenkwinkel Omax eines linearen Antennenarrays mit gleichem Zeilenabstand berechnet sich nach der Formel τηαχ =
mit
λ: Wellenlänge
d: Zeilenabstand der Einzelzeilen
N: Anzahl der Antennenzeilen
Eine typische Wellenlänge λ ist 3,9 mm, was einer Sendefrequenz von etwa 77GHz entspricht. Ein typischer Zeilenabstand ist zwischen 1 ,5 bzw. 1 ,8 mm und 3 mm.
Aus der Formel ergibt sich, dass der Schwenkwinkel also umso größer ist, je kürzer der Abstand zwischen den Antennenzeilen ist.
Bei einer sog. Microstrip-Patch-Antenne im Millimeterwellenbereich lassen sich üblicherweise Schwenkwinkel bis zu +-40 Grad erzielen. Darüberhinaus nähern sich
die Einzelzeilen soweit an, dass eine nicht mehr zu vernachlässigende Überkopplung zwischen den Zeilen entsteht, und eine Strahlformung nicht mehr möglich ist.
Es wird ein Radarsensor zum Erfassen von Gegenständen innerhalb eines Schwenkbereichs, mit mindestens zwei schaltbaren Sendeantennen und einer Vielzahl von Empfangsantennen bereitgestellt. Die Sendeantennen und Empfangsantennen erstrecken sich jeweils länglich, parallel zueinander, in eine erste Richtung.
Die Empfangsantennen sind in einer Reihe angeordnet. Die Reihe erstreckt sich in eine zweite Richtung. Dabei haben benachbarte Empfangsantennen jeweils einen Abstand d2 zueinander.
In einer ersten Ausführungsform sind die Sendeantennen in Bezug auf die erste Richtung zueinander versetzt, und in Bezug auf die zweite Richtung einen Abstand d voneinander angeordnet. Der Abstand d2 benachbarter Empfangsantennen ist mindestens doppelt so groß, vorzugsweise doppelt so groß, wie der Abstand d der Sendeantennen.
Durch den Versatz der Sendeantennen ist es möglich, den Abstand zwischen den Sendeantennen so klein zu wählen, wie es für große Schwenkwinkel notwendig ist, ohne dass die Abstrahlcharakteristik einer Sendeantenne stark von dem Vorhandensein der jeweils anderen Sendeantenne gestört wird.
Vorzugsweise gilt folgendes : arcsin -1 > 40°
wobei die Anzahl der Empfangsantennen N ist. Damit sind Schwenkwinkel größer 40 Grad möglich. Unter Schwenkwinkel wird die Abweichung von der Hauptstrahlrichtung verstanden. Bei einem Schwenkwinkel von 70 ° kann in dem Bereich zwischen -70° und +70° geschwenkt werden.
In der ersten Ausführungsform wird eine erste der Sendeantennen derart gespeist, dass die Einspeisung in die zweite Richtung erfolgt und eine zweite der Sendeantennen derart gespeist wird, dass die Einspeisung entgegen der zweiten Richtung erfolgt.
Dadurch ist es bei dieser Ausführungsform möglich, die Treiber für die beiden Sendeantennen benachbart anzuordnen und dann zu den beiden Sendeantennen in zwei Richtungen abzuzweigen, wodurch die Leitungen zwischen den Sendeverstärker und den Sendeantennen möglichst kurz und zugleich möglichst gleichmäßig ausgebildet werden können.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Anmeldung umfasst die Vorrichtung zur Schwenkung der Antennenkeule mindestens 2 Sendeantennen, eine Anzahl mehrerer in Reihe angeordneter Empfangsantennen mit gleichem Abstand sog. „linear uniform array" , wobei die Sendeantennen in dieser ersten Ausführungsform zueinander in einem Abstand d angeordnet sind, welcher dem halben Abstand zwischen zwei Empfangszeilen entspricht. Damit hierbei keine Überkopplung zwischen den beiden Sendeantennen entsteht, sind diese wie in Fig. 2 dargestellt, einander gegenüberliegend angeordnet.
Um nun beispielsweise einen Schwenkwinkel von 70 Grad zu realisieren, wären die Empfangsantennen derart dicht beieinander anzuordnen, dass eine nicht zu vernachlässigenden elektromagnetische Verkopplung zwischen den Einzelantennen entsteht, welche das Diagramm des gesamten Arrays stören würde. Um diese zu vermeiden, wird nach dem Prinzip des„Transmitter location Multiplexing", wie es in IM beschrieben wird, ein künstliches Array erzeugt, welches genau zwischen den Empfangszeilen zum Liegen kommt. Dabei werden die Sender zeitlich aufeinanderfolgend betrieben und die Empfangssignale aus beiden Meßzyklen miteinander verknüpft. Das Ergebnis für die erste Ausführungsform entspricht einem entspricht einem synthetischen Array, wie es in Fig. 3 abgebildet ist. Die Phasen der Empfangssignale des synthetischen Arrays bei nur einem aktiven Sender entsprechen dabei den Phasen des realen Arrays bei alternierenden Sendern.
Bei bewegten Objekten wird die Strahlschwenkung durch den Dopplereffekt verfälscht. Dieses ist durch eine Dopplerfilterung mit anschließender Korrekturrechnung zu kompensieren.
In einer alternativen Ausführungsform wir die Überlagerung von realer und synthetischer Empfangsantennenzeile die Doppler-Phasenverschiebung messtechnisch erfasst und damit die Korrekturrechnung wie im Patent DE 102011113015.6 „Abbildender Radarsensor mit synthetischer Vergrößerung der Antennenaperatur und zweidimensionaler Strahlschwenkung" beschrieben durchgeführt, dessen Inhalt diesbezüglich auch Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
Ferner umfasst die Vorrichtung einen Frequenzgenerator zur Erzeugung von Signalen, welche von den Sendeantennen zeitlich aufeinanderfolgend abgegeben werden, mindestens eine Verarbeitungseinheit zur Durchführung mindestens einer Verknüpfung der von den Empfangsantennen abgegebenen Empfangssignale nach der Methode der digitalen Strahlformung zur Erzeugung eines gebündelten Antennenstrahls und eine Wiedergabeeinrichtung zur Darstellung der Position des Objekts.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Anmeldung wird eine Vorrichtung zur Strahlschwenkung eines Radarsensors zu extremen Schwenkwinkeln, mit mindestens zwei schaltbaren Sendeantennen bereitgestellt. Dabei sind eine Anzahl mehrerer in Reihe angeordneter Empfangsantennen vorgesehen, wobei die Empfangsantennen in einem Abstand angeordnet sind, welcher dem doppelten Abstand entspricht, der nötig ist um den Strahl in eindeutiger Weise zu schwenken, wobei die Sendeantennen bei der ersten Ausführungsform gegenüberliegend in einem Abstand angeordnet sind, welcher dem Abstand entspricht der für eine eindeutige Strahlschwenkung erforderlich ist.
Zweckmäßigerweise weist die Vorrichtung eine Anzahl von 8, 16 oder 32 Empfangsantennen auf.
Gemäß vorteilhafter Weiterbildung ist die Position des Objekts mittels der Wiedergabeeinrichtung über ein Antennendiagramm darstellbar.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleich Bezugszeichen versehen.
Figur 1 zeigt schematisch die Funktionsblöcke eines Radarsensors;
Figur 2 zeigt die Anordnung der Antennen des Radarsensors;
Figur 3 zeigt die reale Apertur und die sich ergebene synthetische Anordnung gemäß einer ersten Ausführungsform;
Figur 4 a,b veranschaulichen, wie eine Strahlschwenkung durchgeführt wird;
Figur 5 zeigt ein Antennendiagramm ohne Strahlschwenkung
Figur 6 zeigt ein Antennendiagramm mit einer starken Strahlschwenkung.
Figur 7 zeigt die reale Apertur und die sich ergebende synthetische Anordnung gemäß einer alternativen Ausführungsform;
Figur 8 veranschaulicht, wie eine Strahlschwenkung bei der alternativen
Ausführungsform mit überlappender Empfangsantenne in synthetischen Antennenarray durchgeführt wird;
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleich Bezugszeichen versehen.
Die Erfindung betrifft ein frequenzmoduliertes Dauerstrich Radar (FMCW-Radar) nach Fig. 1 , welches ein Gebiet mit Hilfe der digitalen Strahlformung überwacht. Der Radarsensor besteht dabei aus einem Sender mit zwei Ausgängen und mehreren, in
diesem Fall sechszehn Empfängern. Fig. 1 zeigt einen Sender mit integriertem Frequenzmodulator und 2 schaltbaren Ausgängen und 4 Empfänger-Blöcke mit je vier Empfangskanälen. In den Empfängerblöcken werden die Empfangssignale auf ein Basisband herabgemischt.
Figur 1 zeigt dabei einen Radarsensor mit einem Sender (1 ), zwei Sendeantennen (10), vier Empfängerblöcken (2) und sechszehn Empfangsantennen (20). Der Sender (1 ) enthält einen Modulator (16), einen Frequenzgenerator (13), einen Frequenzteiler (14), einen einstellbaren Verstärker (12) sowie zwei schaltbare Treiber (11 ). Der Frequenzgenerator (13) erzeugt ein Ausgangssignal mit einer kontinuierlich variierenden Frequenz zwischen 76 bis 77 GHz. Die Variation wird durch den Modulator (16) bewirkt. Das Ausgangssignal wird an den Verstärker (12) ausgegeben, dessen Amplitude einstellbar ist. Das Ausgangssignal des Verstärkers (12) wird an die Eingänge der zwei Treibern (11 ), die ein- und ausschaltbar sind, ausgegeben. Die Ausgänge der Treiber (11 ) treiben jeweils eine der Sendeantennen (10).
Der Frequenzgenerator (13) des Senders 2 gibt an seinem Ausgang auch ein Signal an den Frequenzteiler (14) aus, der ein Ausgangssignal ausgibt, das die halbe Frequenz des Ausgangssignals des Frequenzgenerators hat.
Die Empfängerblöcke 2 enthalten halten jeweils einen Frequenzmultiplizierer (22) und vier Mischer (21 ). Die Frequenzmultiplizierer (22) empfangen das Ausgangssignal des Frequenzteilers (14) des Senders (1 ), erzeugen jeweils ein Signal mit der doppelten Frequenz als ihr Eingangssignal, und geben jeweils ihre erzeugten Signale an erste Eingänge der Mischer (21 ) aus. Die Mischer (21 ) sind jeweils mit zweiten Eingängen mit jeweils einer Empfangsantenne (20) verbunden, sodass in dem Mischer (21 ) das von der Empfangsantenne empfangene Signal jeweils auf ein Basisband herabgemischt wird. Die Ausgangssignale der Mischer (21 ) werden in einer Figur 1 nicht gezeigten Verarbeitungseinheit ausgewertet.
Fig. 2 zeigt die physikalische Anordnung der Antennen bei einer ersten Ausführungsform. Sie zeigt dabei die Anordnung der Sendeantennen (10) und der Empfangsantennen (20) in der Draufsicht. Die Sendeantennen (10) und die Empfangsantennen (20) sind als Patchantennen ausgeführt, die sich in einer x-y- Ebene erstrecken. Die Empfangsantennen (20) weisen jeweils sogenannte Antennenzeilen (28) auf, die aus jeweils neun Empfangsstrahlelementen (24) und dazwischen liegenden Verbindungsleitungen bestehen. Die Empfangsstrahlelemente (24) einer Antennenzeile (28) sind hintereinander aufgereiht, sodass die Antennenzeile (28) länglich ist und sich in y-Richtung erstreckt. Die Antennenzeilen (28) von der Empfangsantenne (20) verlaufen alle parallel zueinander und befinden sich auf gleicher Höhe in Bezug auf die y-Richtung. Die Antennenzeilen (28) sind somit im Bezug auf die x-Richtung nebeneinander angeordnet, wobei die äußere Antennenzeilen als rechte Antennenzeile beziehungsweise als linke Antennenzeile bezeichnet werden.
Die z-Richtung zeigt aus dem Zeichnungsblatt nach oben. Die z-Richtung ist die Richtung, in der Gegenstände detektiert werden sollen. Wenn beispielsweise der Radarsensor in einem Landfahrzeug implementiert ist und Gegenstände in Fahrtrichtung detektieren soll, ist die z-Richtung die Fahrrichtung.
Die Antennenzeilen (28) weisen jeweils einen Einspeisepunkt auf, mit dem sie über eine Streifenleitung (23) mit einem Eingang des Empfängerblocks (2) verbunden sind. Die Empfangsantennen (20) jeweils nur eine Antennenzeile (28), sodass jeweils nur eine Antennenzeile (28) über seinen jeweiligen Einspeisepunkt mit einem Eingang eines Empfängerblocks (2) verbunden ist.
Die zwei Sendeantennen (10) enthalten jeweils eine Antennenzeile (18). Die Antennenzeilen (18) weisen jeweils Senderstrahlelemente (17) und dazwischen liegenden Verbindungsleitungen auf. Die Senderstrahlelemente (17) einer Antennenzeile (18) sind hintereinander aufgereiht, sodass die Antennenzeile (18) länglich ist und sich in y-Richtung erstreckt. Die Antennenzeilen (18) verlaufen alle parallel zueinander. Allerdings in die Antennenzeilen (18) zueinander in Bezug auf
die erste Richtung (y) zueinander versetzt. In Bezug auf die zweite Richtung (x) weisen die Antennenzeilen 10 einen Abstand d voneinander auf. Der Abstand wird stets auf die Phasenschwerpunkte der jeweiligen Antennenzeilen bezogen.
Der Abstand d2 benachbarter Empfangsantennen (20) ist doppelt so groß wie der Abstand d der Sendeantennen (10).
Eine erste der Sendeantennen (10) wird derart gespeist, dass die Einspeisung in die ersten Richtung y erfolgt und eine zweite der Sendeantennen (10) wird derart gespeist, dass die Einspeisung entgegen der ersten Sendeantenne in Richtung (y) erfolgt.
Die Sendeantennen und das Empfangsantennenarray haben typischerweise eine vertikale Beambreite von 10 Grad. Die horizontale Beambreite des Senders ist so gestaltet, dass der gewünschte Detektionsbereich von +-70 Grad näherungsweise ausgeleuchtet wird. Das gleiche gilt für die horizontale Beambreite der Einzelzeilen des Empfangsarrays.
Die Empfangssignale werden vom Empfänger phasenrichtig in das Basisband umgesetzt und digitalisiert. Die von den alternierenden Sendeantennen abgestrahlten, reflektierten und empfangenen Signale werden nun im nachfolgenden Signalprozessor zum synthetischen Array zusammengeführt. Die Strahlformung und Schwenkung erfolgt nun nach der Methode des„digital Beamforming".
Figur 3 zeigt die reale Apertur und die sich ergebene synthetische Anordnung gemäß einer ersten Ausführungsform.
Um die Nebenzipfel des Antennenarrays zu reduzieren, werden zunächst die Signale der Einzelzeilen gewichtet. Dies erfolgt typischerweise nach einer sog. „Dolph- Chebychev'-Funktion.
Soll nun eine Strahlschwenkung um den Winkel Θ durchgeführt werden, so sind die Signale der Einzelzeilen nach der in den Figuren 4a und 4b skizzierten Methode um ein Vielfaches des Winkels α in der Phase zu verschieben.
Der Winkel α errechnet sich nach der Formel d
— — 2 * TT »— * sin Θ mit
λ : Wellenlänge
d: Zeilenabstand des synthetischen Arrays
Figur 5 zeigt das Antennendiagramm ohne Strahlschwenkung. In Figur 6 ist das Antennendiagramm beim extremen Schwenkwinkel von 70° zu sehen. Wegen des schrägen Blickwinkels tritt zunächst eine Verbreiterung des Antennenstrahls auf. Ferner reduziert sich der Antennengewinn, da die Diagramme der Einzelzeilen bei diesem extremen Winkel ebenfalls einen reduzierten Gewinn haben. Desgleichen steigen die Nebenzipfel an. Das Diagramm ist aber dennoch ausreichend gut, um Objekte am äußeren Rand des Detektionsbereichs zu erkennen. Die Winkelmessgenauigkeit reduziert sich dabei entsprechend der Verbreiterung der Hauptkeule des Arraydiagramms.
Figur 7 zeigt die reale Apertur und die sich ergebene synthetische Anordnung mit den für die Strahlschwenkung verwendeten Antennenzeilen gemäß einer alternativen Ausführungsform. Bei der alternativen Ausführungsform resultiert durch den Abstand d3 von dreimal d zwischen den Sendeantennen Tx1 und Tx2 in einer zweiten Richtung, dass die im synthetischen Array außenliegenden Antennenzeilen, mit einem Abstand von größer d zur nächst innenliegenden Antennenzeile für die Strahlschwenkung nicht berücksichtigt werden können weil sie das Kriterium für den extremen Schwenkwinkel nicht erfüllen.
Weiterhin zeigt die alternative Ausführungsform die Umsetzung der Anordnung der Empfangsantennenzeilen durch eine äußere um d3 in einer zweiten Richtung zur nächst innenliegenden Antennenzeile entfernten welches eine Überlappung der Empfangssignal im synthetischen Array zur Geschwindigkeitskorrektur ermöglicht. Soll nun eine Strahlschwenkung um den Winkel Θ durchgeführt werden, so sind die Signale der Einzelzeilen nach der in Figur 8 skizzierten Methode für die bei der Strahlschwenkung berücksichtigten Empfangssignal um ein Vielfaches des Winkels α in der Phase zu verschieben.
Der Winkel α errechnet sich nach der Formel
d
a =—2 * π *— * sin9
λ
mit
λ : Wellenlänge
d: Zeilenabstand des synthetischen Arrays
Bezugszeichenliste Sender
Empfängerschaltung
Sendeantenne
Treiber
Verstärker
Frequenzgenerator
Frequenzteiler
Modulator
Sendearrayelement
Empfangsantenne
Mischer
Frequenzteiler
Streifenleitung
Empfangsarrayelement
Chip