Linse mit einem erweiterten Fokusbereich
Die Erfindung betrifft eine Linse, welche einen erweiterten Fokusbereich aufweist, wobei die Linse aus einem festen Material besteht, die optischen Flächen der Linse transparent sind und die Linse eine Brechkraftverteilung aufweist. Weiterhin betrifft die Erfindung ein
Verfahren zur Herstellung der Linse sowie deren Verwendung zur Beeinflussung der Abbildung eines Bildes auf der Retina eines Auges sowie deren Verwendung in einem Objektiv mit einem erweiterten Fokusbereich. Multifokale Linsen sollen gleichzeitig mehrere Forderungen erfüllen. Zunächst soll eine hinreichend gute Kontrastübertragungsfunktion in zwei oder mehr Fokusebenen
gewährleistet werden. Weiterhin soll die Kontrastübertragungsfunktion unabhängig von der Größe der Pupille sein. Und schließlich soll die Linse leicht herstellbar sein, sie soll keine Absätze sowie Kanten und daher möglichst glatte Kurven aufweisen.
Derartige Linsen werden insbesondere bei der Korrektur von Sehfehlern mittels
Brillengläsern oder als Intraokularlinsen (IOL-Linsen) verwendet.
Im Gegensatz zu den schon seit vielen Jahren eingeführten monofokalen IOL-Linsen sind multifokale Linsen bisher nur für den bifokalen Fall umgesetzt, da es erhebliche Probleme bereitet, die oben genannten Forderungen gleichzeitig zu erfüllen. Eine Variante basiert hierbei auf einem speziellen rotationssymmetrischen Ringsystem, wobei durch eine geschickte Abstimmung von Ringradien, Ringbreiten und Ringtiefen eine ausreichend gute Abbildung für zwei diskrete objektseitige Brennebenen erfolgt, beispielsweise bei 0 dpt und ca. 3 dpt Korrekturstärke.
Eine derartige bifokale Linse wird in der US 5 982 543 A beschrieben und verwendet ein rotationssymmetrisches fresnel-ähnliches Ringsystem.
In US 6120148A wird ein rotationssymmetrisches diffraktives Ringsystem beschrieben. Die bifokale Linse aus US 6 536 899 B1 verwendet ebenfalls ein Ringsystem, wobei jeder Ring aus zwei Subringen besteht, die jeweils die zwei gewünschten Brennweiten realisieren. In etwas modifizierter Form sind hieraus auch Lösungen abgeleitet, bei denen eine einzige Linse einen erweiterten, kontinuierlichen Fokusbereich abdeckt. Derartige Linsen sind auch unter dem Begriff„Extended Depth of Focus-Linse" oder auch„EDoF-Linse" bekannt. In US 2006 176 572 A1 wird ein rotationssymmetrisches System aus Ringen verwendet, wobei die Einzelbrennweiten der Ringe innerhalb des gewünschten kontinuierlichen
BESTÄTIGUNGSKOPIE
Brennweitenbereiches liegen. Der "Extended depth of Focus"-Effekt entsteht durch die Vermischung der verschieden Brennweiten.
Das System gemäß WO 2010 083 546 A2 besteht aus Sektoren („Tortenstücken") mit azimutal ansteigender Brechkraft. Die Brechkraftverteilung weist hierbei diskrete Sprünge zwischen den Sektoren auf.
In US 2010 002 310 A1 wird ein optisches Abbildungssystem für eine Kamera beschrieben, welches einen erweiterten Schärfentiefenbereich aufweist. Die erweiterte Schärfentiefe wird durch eine Kombination mehrere Linsen mit asphärischen Oberflächen erreicht.
Nachteilig ist insbesondere bei Intraokularlinsen, dass bei der Verwendung von„normalen" sphärischen oder asphärischen Linsengrundformen auf Grund der relativ kurzen, durch die Augenlänge bedingten Brennweite eine starke Radienkrümmung erforderlich ist. Dadurch entstehen eine große Linsendicke, ein relativ großes Linsenvolumen mit einem entsprechend großem Gewicht. Da Intraokularlinsen aus organischen Polymeren gefertigt werden, ist die Brechzahl meist relativ niedrig, was eine starke Radienkrümmung und damit auch eine relativ dicke Linsenform zu Folge hat. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine neue Linse mit einem erweiterten
Fokusbereich zu schaffen. Die neue Linse soll einzeln, insbesondere als Intraokularlinse oder in Verbindung mit anderen optischen Komponenten optische Systeme liefern, welche bei einer hinreichend guten Abbildungsqualität einen großen Schärfentiefenbereich liefern. Die neue Linse soll kostengünstig herstellbar sein.
Insbesondere soll die neue Linse bei einer Verwendung als Intraokularlinse bei einer vorgegebenen Brechkraft eine reduzierte Linsendicke aufweisen.
Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß für die neue Linse mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß bei dem Verfahren zur Herstellung der Linse mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.
Die Merkmale in den jeweiligen Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Merkmale in den unabhängigen Ansprüchen.
Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß bei dem Verfahren zur Beeinflussung der
Abbildung eines Bildes auf der Retina eines Auges mit den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst. Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß bei einem Objektiv dadurch gelöst, dass eine Linse mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 18 im Strahlengang des Objektivs angeordnet ist.
Die Linse mit einem erweiterten Fokusbereich besteht aus einem festen, transparenten Material und hat zwei gefertigte optische Flächen. Erfindungsgemäß hat die Linse eine Brechkraftverteilung FGes, welche bezogen auf eine zur optischen Achse senkrecht stehende Ebene eine Funktion der radialen Höhe r und des Azimutwinkels der Apertur phi ist und sich zwischen einem Grundwert der Brechkraft Fünse ungleich Null und einem Maximalwert FSpiraie max ändert. Somit ergibt sich die Brechkraftverteilung zu
FGes(r>Phi = FLinse + FSpirale(r, phi) , mit dem spiralförmigen Brechkraftanteil
FSPirale 0> Ph = F Spirale max (Τ , phi) * W(phi)
wobei FSpiraie max(r,phi) nichtlinear radienabhängig ist und w(phi) ein Faktor für den
Brechkraftanteil mit einem spiralförmigen Verlauf ist.
Ein wesentlicher weiterer Aspekt der Erfindung ist, dass ein Wert der Brechkraft der Linse Funse aufgeteilt wird, in einen Anteil der Brechkraft eines refraktiven Basissystems der Linse Fßasis und einen strukturförmigen Anteil der Brechkraft FStrukt_r, so dass gilt
F Linse = Fßasis + FStruktur . Dabei ist FBaSis eine Basisbrechkraft einer Linse, welche durch Linsenradien oder Freiformflächenpolynome und Linsendicke sowie Brechzahl des
Linsenmaterials bestimmt ist, und FStmktur ist eine Brechkraft, die nicht durch Linsenradien oder Freiformflächenpolynome und Linsendicke sowie Brechzahl des Linsenmaterials beschrieben ist. In dieser Schrift wird daher der Begriff„Struktur" und das Formelzeichen Fstruktur als Brechkraft einer Struktur definiert, die in einem ersten Fall als Höhenprofil zFreSnei einer Fresnelschen Stufenlinse vorliegt, die in einem zweiten Fall als Phasenprofil
Phasestruktur eines Diffraktiven Optischen Elementes (DOE) vorliegt oder in einem dritten Fall als Brechungsindexgradient AnStrukt_r einer Gradienten-Index-Linse (GRIN-Linse) vorliegt. Die Brechkraftverteilung der erfindungsgemäßen Linse ergibt sich für den
rotationssymmetrischen Fall somit zu
FGes (r, phi) = FBas. (r) + FStruktur (r) + FSpirale max (r, phi) * w(phi) .
Jedoch können sowohl die Basisbrechkraft der Linse FBaSis als auch die Brechkraft der Struktur Fstruktur den Brechkraftverlauf einer Freiformfläche aufweisen, wobei dann die entsprechenden Polynome in den Formeln einzusetzen sind.
Die Erfindung betrifft daher eine spezielle, neue Linsenform, mit der es möglich ist, einen vorgegebenen Brennweitenbereich simultan abzudecken, das heißt, über einen
ausgedehnten Fokalbereich eine hinreichend gute Bildqualität zu generieren. Durch die Aufteilung des Grundwertes der Brechkraft der Linse FLinse in die Basisbrechkraft FBaSis der zu fertigenden Linse und in die Brechkraft einer Struktur Fstruktur wird realisiert, dass die zu fertigenden Linse mit flacheren Radien hergestellt werden kann. Es erfolgen dadurch eine deutliche Reduzierung der Linsendicke, damit des Linsenvolumens und damit auch des Linsengewichts.
Derartige Linsen mit einem erweiterten Fokusbereich finden in optischen Systemen für eine Kamera, ein Mikroskop oder in optischen Messeinrichtungen Anwendung.
Ein Hauptanwendungsgebiet ist eine Intraokularlinse mit variablem Brennweitenbereich. Mit dem spiralförmigen Brechkraftanteil kann ein Fokussierbereich von 0 bis ca. 3,5 dpt bezogen auf eine feste Basisbrechkraft realisiert werden. Eine solche Intraokularlinse wird meist nach Entfernung der natürlichen Linse ins Auge implantiert. Diese kann aber auch zusätzlich zur natürlichen Linse eingesetzt werden.
Die neue Linse wird nach folgenden Schritten hergestellt:
Schritt 1 : Berechnung eines zunächst monofokalen, virtuellen Basissystems, welches die Fokussierung für eine feste Dioptrienstellung übernimmt (im Fall einer IOL-Linse beispielsweise 60 dpt für das gesunde menschliche Auge). Das ist der Grundwert der Brechkraft FLinSe> welche durch die Oberflächenformen der optischen Flächen, der
Linsendicke und einer Materialart festgelegt ist. Schritt 2: Aufteilung des Grundwertes der Brechkraft FLinSe in eine Basisbrechkraft FBasis und in die Brechkraft einer Struktur Fstruktur-
Praktisch hat es sich als günstig erwiesen, mehr als 50% des Grundwertes der Brechkraft Funse als refraktive Basisbrechkraft FBasis zu realisieren und weniger als 50% des
Grundwertes der Brechkraft FUnse als Brechkraft der Struktur Fstruktur zu realisieren.
Besonders vorteilhaft hinsichtlich des Auftretens von Fehlern ist es mehr als 70% als refraktive Basisbrechkraft FBaSis zu realisieren und weniger als 30% als Brechkraft der Struktur Fstruktur- Die zu fertigenden Linse mit der Basisbrechkraft FBasis entspricht einer herkömmlichen Linse mit zwei optischen Flächen, welche sphärisch und/oder asphärisch und/oder als Freiformfläche ausgebildet werden können. Zumindest eine dieser optischen Flächen dient als Basisfläche für die Realisierung der zusätzlichen Brechkraftverteilung, welche in dem übernächsten Schritt 4 beschrieben wird.
Schritt 3: Bestimmung der Parameter der zusätzlichen spiral- und strukturförmigen Brechkraft Fss durch Addieren der spiralförmigen Brechkraftverteilung FSpiraie auf die
Brechkraft der Struktur FStruktur.
Schritt 4: Aufaddieren oder subtrahieren der in Schritt 3 erhaltenen spiral- und strukturförmigen Brechkraftverteilung Fss(r, phi) = FSpiraie + Fstruktur auf die optische Wirkung des Basissystems FBaSis. Im Ergebnis verändert sich die Brechkraft der Linse nichtlinear radienabhängig mit dem Azimutwinkel der Apertur.
Das„Aufaddieren" der spiral- und strukturförmigen Brechkraftverteilung kann durch mehrere Varianten erfolgen, welche jeweils einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander eingesetzt werden: a)„Aufaddieren" eines spiral- und fresnelförmigen Höhenprofils zSF(r, phi), welches die spiral- und strukturförmige Brechkraftverteilung FSs aufweist, auf eine der im Schritt 2 berechneten optischen Flächen der Linse mit der Basisbrechkraft FBasis. Diese bestimmte optische Fläche ist die nur errechnete Basisfläche mit dem Höhenprofil zBaSjS, zu der das spiral- und fresnelförmige Höhenprofil zSF(r, phi) hinzugerechnet wird und so das zu fertigende Profil dieser optischen Fläche festgelegt ist. b)„Aufaddieren" einer spiral- und strukturförmigen diffraktiven Struktur mit der
Zusatzbrechkraft FSSdiffraktiv auf eine der berechneten und gefertigten optischen Flächen der Linse mit der Basisbrechkraft FBaSis gemäß Schritt 2. c)„Aufaddieren" eines spiral- und strukturförmigen Brechungsindexverlaufes AnSs im
Material der Linse. In diesem Fall werden die berechneten Flächen gemäß Schritt 2 nicht verändert und so gefertigt.
Schritt 5: Herstellen der ersten optischen Fläche und der zweiten optischen Fläche der Linse mit der Basisbrechkraft FBaSis einschließlich dem Aufbringen oder dem Einbringen der spiral- und strukturförmigen Brechkraftverteilung an und/oder auf und /oder innerhalb der Linse.
Herstellungsverfahren für die spiral- und strukturförmige Brechkraftverteilung, sind insbesondere:
aa) Herstellung der optischen Fläche durch Heißprägen oder Spritzgießen
ab) Herstellung der optischen Fläche durch Diamantdrehen
ba) Herstellung durch lithographische Ätzverfahren auf der optischen Fläche bb) Herstellung durch Diamantdrehen auf der optischen Fläche
ca) Herstellung durch Schleuderguss aus dem flüssigen Zustand
cb) Herstellung durch Ionenimplantation.
Die Varianten a) und/oder b) können auf eine oder auch auf beiden optischen Flächen einer Linse in einer die Wirkung aufteilenden Weise angewendet werden. Diffraktive Optische Elemente können ergänzend oder zusammen mit der Erzeugung der Brechkraftverteilung zur Farbkorrektur eingesetzt werden. Zum Umfang der Erfindung gehören auch andere Verfahren und Maßnahmen, mit denen die erfindungsgemäße spiral- und strukturförmige Brechkraftverteilung in einer Linse erzielt werden kann, beispielsweise durch Einbringen von Nanoteilchen.
Durch das beschriebene Vorgehen erreicht man zum Beispiel bei einer Intraokularlinse eine stetige Variation der zusätzlichen spiralförmigen Brechkraft FSpiraie zur Brechkraft des
Basissystems zwischen 0 und ca. 3.5 dpt bei einer in vielen Anwendungsfällen hinreichend guten Bildgüte. Durch den Brechkraftanteil der Struktur F struktur erreicht man eine
Verringerung der Linsendicke um bis zu 50%, was zu einer etwa in der gleichen
Größenordnung liegenden Volumen- und Gewichtsreduzierung führt. Die radienabhängige und Azimut-winkelabhängige Brechkraft FGes(r,phi) ergibt sich aus der Summe einer Grundbrechkraft des Basissystems FBasis , aus der Brechkraft der zusätzlichen Struktur Fstruktur und aus der radien- und winkelabhängigen spiralförmigen Zusatzbrechkraft FSpirale{r, phi) . Für den rotationssymmetrischen Fall gilt daher:
1 1
FGes (r, phi) = FBasis (r) + [FSlruklur (r) + FSpirale (r, phi)] = -j—
Da standardisierte Optikverfahren zur Herstellung der Linse mit dem erweiterten
Fokusbereich eingesetzt werden, ist diese Linse kostengünstig herstellbar.
Für den Fall a)„Aufaddieren" eines spiral- und fresnelförmigen Höhenprofils auf eine der optischen Flächen der Linse und damit die Realisierung einer spiral- und fresnelförmigen Brechkraftverteilung des Gesamtsystems gelten die nachfolgenden Betrachtungen:
Die Gesamtbrechkraft FGes setzt sich aus einer Addition der Grundbrechkraft des
Basissystems FBasis■ der Brechkraft einer Fresnelschen Stufenlinse FFresnei und der spiralförmigen Zusatzbrechkraft FSpiraie zusammen.
FGes(r >phi) = FBasis + Fl Fresnel + FsPiraie(r > phi) . wobei aus Fertigungsgründen eine
Zusammenstellung in den Basisbrechkraftanteil der Linse FBaSis und in den spiral- und fresnelförmige Brechkraftanteil FSF (r,phi) = FFresnel + FSpi le {r, phi) erfolgt.
Da in diesem Fall die Verteilung der Zusatzbrechkraft durch eine Höhenverteilung erreicht wird, gilt
zGes (r, phi) = zBasis + zSF (r, phi)
Das Höhenprofil, welches die spiral- und fresnelförmige Zusatzbrechkraft liefert, ist allgemein durch z
SF(r,phi) = z
Fresnel + z
Spirale (r, phi) beschrieben. Die Grundbrechkraft des Basissystems ergibt sich für sphärische Linsen aus der Formel
Dabei ist beispielsweise R3 der Radius der ersten optischen Fläche, welcher real hergestellt wird und R4 ist der Radius der berechneten Basisfläche, auf die die zusätzliche spiral- und fresnelförmige Brechkraft FSF in Form des Höhenprofils zFs„aufaddiert" wird (die additive Höhe ZSF, welche die Zusatzbrechkraft liefert, kann auch auf den Radius R3 aufaddiert werden oder auf beide Radien R3 und R4 aufgeteilt werden, die Formeln müssen dann entsprechend verändert werden).
Das Höhenprofil zBaSis für die errechnete Basisfläche mit dem Radius R4 der sphärischen
Linse ergibt sich zu z
Basis (x, y) = R
4 - ^ R
4 - x - y und mit r
= V
* 2 + y
1 ergeben sich die Daten der Basisfläche in Polarkoordinaten zu
Für den Fall einer sphärischen Basisfläche und einer rotationssymmetrischen Fresnel-
Die rotationssymmetrische, fresnelförmige Zusatzbrechkraft errechnet sich zu
e *r2*/
Sofern nichtsphärische Basisflächen für die Linse zu Grunde gelegt werden, werden die bekannten Polynome für die Beschreibung nichtsphärischer Flächen zur Bestimmung der optischen Flächen und/oder der Basisfläche verwendet.
Die spiral- und fresnelförmige Zusatzbrechkraft wird durch den additiven Term zSF(r, phi) als Materialhöhe erzeugt, welche auf die optische Basisfläche mit dem Radius R4 aufaddiert oder auch subtrahiert wird. Analoge Betrachtungen gelten auch für asphärische und
Freiformflächen, die sich nicht mit einer einfachen Radienangabe beschreiben lassen.
Das spiralförmige Höhenprofil ergibt sich aus zSpirale r, phi) = zSpirale max (r) * w(phi) , wobei
das Radialpolynom für den maximalen spiralförmigen Höhenanteil als Funktion des Radius zspiraie max(r), welches die maximale zu erzielende Dioptrienzahl verkörpert, ist:
mit r als radiale Höhe und q : Koeffizientensatz des Radialpolynoms. Im einfachsten Fall ist W ({pni) - -—P—hi <jer winkelabhängige, lineare normierte Anteil, mit
1π
phi als azimutalem Winkel auf der Basisfläche des Basissystems (Trägerlinse).
Der additive Term zSpiraie(r, phi), welcher auf die Basisfläche der Linse addiert wird, ergibt sich aus
N N
ZSpiraie(r>Phi = 2 Spirale max 0) * w(phl) = £c
j=2 2π
Allgemein erhalt man den Höhenanteil an der Brechkraft des Gesamtsystems der Linse
ZGes (r> ΡΗί = Z Basis Phi)]
ZGes(r>Phi) = Z Basis +
Für das Radialpolynom zSpirale max(r) kann in analoger Weise auch der Ansatz verwendet werden, ebenso kann
sein.
Im einfachsten Falle reicht es daher bereits aus, die zusätzliche radiale Brechkraftverteilung als Produkt des normierten Azimutwinkels mit der maximal zu erreichenden Dioptrienzahl zu realisieren.
Für den einfachsten Fall des Radialpolynoms ^Spirale max
mit c, als Koeffizienten vor dem quadratischen Term lautet die Gleichung für den additiven Term also
Z Spirale 0, Ph = Z Spirale max (r) * w(pki)
2π
Das obige beschriebene Vorgehen stellt einen linearen„Schraubenanstieg" dar.
In dieser Form ist die Abbildungsqualität über den gesamten Dioptrienbereich in etwa gleichbleibend gut.
Oftmals ist es aber gewünscht, bestimmte Dioptrienbereiche wie zum Beispiel die Null- Dioptrien-Position zu bevorzugen. Hierzu ist es notwendig, die lineare Abhängigkeit der Höhe vom Winkel zu verlassen.
Der winkelabhängige Anteil kann allgemein durch die Formel
M
>{phi) = T /. * exp[- * (phi - wi )2 ]
i=\
beschrieben werden, wobei Wj die Peaklagen (zwischen 0 und 2π),
Ii die Peakintensitäten und a; >0 die Dämpfungskoeffizienten für die jeweiligen Peaklagen sind.
Beispielsweise lässt sich für M=1 ;
durch die Funktion z
Spiraie(r, phi) = z
Spirale max (r) * w{phi) = £
Cj * r
J * exp[- fl, * (phi - 2π^] mit eine Bevorzugung des Null-Dioptrienbereiches realisieren.
Der geringe Anstieg zwischen phi =0 und phi =2 verursacht eine geringe Addition von Brechkraft in diesem Winkelbereich und somit einen größeren Flächenanteil für die
Nulldioptrienentfernung.
Im Zusammenhang mit der Optimierung der Linse mit dem erweiterten Fokusbereich lassen sich weitere Vorteile erzielen, indem weitere Freiheitsgrade bei der Dimensionierung zur
Verfügung stehen. Beispielsweise erfolgt dies, wenn die radiale Funktion zSpiraie max(r)
ebenfalls einen azimutabhängigen Koeffizientensatz erhält und so das Radialpolynom
Spirale max (r,phi) bestimmt wird als
N
Z Spirale max O, /^') = ^ j (pki) * TJ
j=2 Daraus ergibt sich der additive Term ^Spi ale O, phi) allgemein zu
N M
Z Spirale ^ Ph = Z Spirale max O, Ρ** * (phi) = j (phi)* rJ eXP - ö, * (phi - W, J \
7=2
Daher lassen sich für den Winkelterm w(phi) noch weitere Varianten aus der allgemeinen Formel w(phi) = £ 7/ * exPp ai * (phi ~ w> Y \
i=\
heraus benennen, mit denen man die„Wirkungsdauer" der einzelnen Azimutbereiche
steuern kann.
Die bisherigen Ausführungen basierten alle auf einem additiven Term, welcher refraktiv ist und auf eine der optischen Flächen des Basissystems addiert wird.
Der Additionsterm kann natürlich auch in diffraktiver Form vorliegen, d.h. auf die sphärische Trägerfläche des Basissystems wird ein Diffraktives Optisches Element (DOE) aufgebracht, welches eine spiral- und strukturförmige Phasenfunktion besitzt (Fall b)). Die Gestaltung dieser Phasenfunktion erfolgt dabei in vollkommener Analogie zum refraktiven Ansatz. Es eignen sich insbesondere Blaze-Gitter, Sinusgitter und Binär-Gitter. Die Gitterfrequenz ändert sich radial und winkelabhängig spiralförmig stetig von einem
Ausgangswert bis zu einem Maximalwert, welcher der maximalen Brechkraft entspricht.
Die spiralförmige Phasenfunktion ergibt sich zu
N
Phase Spirale(r, phi) = Phasemax (r) * w(phi) = £ fc * w(phi) oder
y=2
N
Phase Spirale(r, phi) = Phase max (r) * w(phi) = £ fc, * w(phi)
j=\
Die spiralförmige Brechkraft der diffraktiven Struktur ergibt sich zu
λ
^Spirale diffraktiv = ^2 * w(phl) oder ZU λ
^Spirale diffraktiv ~ * w(phi) mit wl als Konstruktionswellenlänge des Diffraktiven
Optischen Elements und λ als Anwendungswellenlänge.
Der Term w(phi) kann aus den obigen Ausführungen heraus gewählt werden und ist im
phi
einfachsten Fall ~ . Mit ^ als Koeffizient des quadratischen Terms ergibt sich die in
λ
maximale Brechkraft, ^Spirale max diffraktiv - 2k] - und der winkelabhängige Term FSpiraie wl
λ * phi
diffraktiv (phi) ergibt sich zu FSpirale dijjraktiv — 2k
1 wl 2π
In der diffraktiven Ausführung ist die zusätzliche Brechkraft erzeugende Struktur eine Phasenfunktion. Die Phase einer rotationssymmetrischen Struktur ist
L
Phase Struktur{r) = ^gl * r' oder
1=2
L
PhaseStruktur (r) = Yi gl * r2*1
i=\
Die Brechkraft der rotationssymmetrischen Struktur in der diffraktiven Ausführung ist
λ
F Struktur diffraktiv ~ g , Oder ist
wl
λ_
Struktur diffraktiv
wl
mit wl als Konstruktionswellenlänge des Diffraktiven Optischen Elements und λ als Anwendungswellenlänge.
Die Gesamtbrechkraft der Linse ergibt sich im einfachsten Fall für N=1 und L=1 aus einer vergleichsweise starken refraktiven Grundbrechkraft F
BaSi
S des monofokalen Basissystems und aus einem relativ kleinen Brechkraftanteil der diffraktiv erzeugten spiralförmigen und rotationssymmetrischen Zusatzbrechkraft F
ss diffraktiv^
is
+ SS diffraktiv
F = F Basis 2g ^- + 2kx -^- * w{phi)
wl wl
Praktisch wird zuerst die Basisbrechkraft der Linse FBaSis hergestellt und die spiral- und strukturförmige Zusatzbrech kraft FSsdiffrawiv auf eine optische Fläche der Basislinse aufgebracht.
So entsteht durch den diffraktiven Anteil ein relativ nur kleiner Farbfehler und die Linse mit dem erweiterten Fokusbereich ist auch für weißes Licht geeignet.
Die spiral- und strukturförmige Zusatzbrechkraft FSsdiffrak«v kann auch auf die beiden optischen Flächen der Linse aufgeteilt werden.
Der spiral- und strukturförmige Additionsterm FSs kann jedoch auch durch die Herstellung eines spiral- und strukturförmigen Brechzahlgradienten Anss realisiert werden (Fall c)). In DE 10 2009 033 984 A1 ist beispielsweise beschrieben, wie in einem optischen Material inhomogene optische Eigenschaften erzeugbar sind. In Abwandlung des dort beschriebenen Verfahrens lässt sich auch ein spiralförmiger und strukturförmiger Brechungsindex-Verlauf realisieren. Die Eigenschaften und die Gestaltung des Brechzahlgradienten erfolgt dabei in vollkommener Analogie zum refraktiven und zum diffraktiven Ansatz. Die Gesamtbrechkraft FGes ergibt sich aus der Basisbrechkraft FBaSis des monofokalen Basissystems plus der Zusatzbrechkraft FSs, welche durch die spiral- und strukturförmige Brechkrafterhöhung bereitgestellt wird.
Die spiral- und strukturförmige Zusatzbrechkraft FSs (r, phi) ist proportional der
Brechungsindexdifferenz Anss(r, phi) gemäß der Formel
Anss(r, phi) = AnStruklur + AnSpirale(r, phi) = AnStrulaur + AnSpirale max(r, phi) * w(phi) .
Die Brechungsindexdifferenz AnSs(r, phi) läuft stetig von 0 (bei r=0 und phi=0) bis zur maximalen Brechungsindexerhöhung AnSpiraie max (bei r=D/2 und phi=2n wobei die Funktion w(phi) den oben beschriebenen linearen oder allgemeinen Verlauf vorgeben kann.
Dabei wird AnSpiraie max (r, phi) in Analogie zur Höhe zSpiraie max oder zur Phasenfunktion
PhaseSpriraie max berechnet und kann gegenüber der Basisbrechzahl n2 der Linse sowohl positiv als auch negativ sein.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher auch beliebige Mischformen aus spiralförmigen und/oder fresnelförmigen Höhenprofil(en), aus spiralförmigen und/oder rotationssymmetrischen Phasenverlauf(en) und/oder aus spiralförmigen und/oder
rotationssymmetrischen Brechungsindexverlauf(en), welche den gewünschten zusätzlichen Brechkraftverlauf erzeugen.
Das Höhenprofil und/oder der Phasenverlauf können auf einer der optischen Fläche und/oder auf den zwei optischen Flächen einer Linse verteilt oder kombiniert angeordnet sein.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 : Eine„dicke" Linse mit erweitertem Fokusbereich in der Seitenansicht nach einer Lösung, die in DE 10 2011 101 899 A1 beschrieben ist und von der die Erfindung ausgeht
Figur 2: Eine„dünne" Linse mit erweitertem Fokusbereich gemäß der Erfindung in der
Seitenansicht
Figur 3: Schematische Darstellung des Vorgehens und der Berechnungsschritte die zur Dimensionierung und Herstellung der„dünnen" Linse führen Figur 4: Darstellung eines spiralförmigen Brechkraftanteils
Figur 5: Darstellung eines rotationssymmetrischen, gefresnelten Brechkraftanteils Figur 6: Darstellung des aufaddierten spiralförmigen und rotationssymmetrischen, gefresnelten Brechkraftanteils
Figuren 7 bis 10: Darstellung des aufaddierten spiralförmigen und
rotationssymmetrischen, gefresnelten Brechkraftanteils, wobei die Stärke des spiralförmigen Anteils von Figur zu Figur zunimmt
Figur 11 : Darstellung einer diffraktiven, spiralförmigen Struktur, welche den
spiralförmigen Brechkraftanteil erzeugt
Figur 12: Darstellung einer diffraktiven, rotationssymmetrischen Ringstruktur
Figur 13: Darstellung der aufaddierten diffraktiven, spiralförmigen Struktur und der
diffraktiven, rotationssymmetrischen Ringstruktur, welche dem Brechkraftanteil gemäß Figur 6 entspricht
Figur 14 Eine Schematische Darstellung einer Intraokularlinse im Auge Figur 15 ein Optisches System einer Kamera mit einer„dicken" Linse
Figur 16 ein Optisches System einer Kamera mit einer„dünnen" Linse mit dem
erweiterten Fokusbereich
Figur 1 zeigt eine„dicke" Linse 1 mit einem erweiterten Fokusbereich gemäß DE 10 201 1 101 899 A1 , auf deren Inhalt hier ausdrücklich vollumfänglich Bezug genommen wird.
Gezeigt ist eine Seitenansicht mit Darstellung des spiralförmigen refraktiven Höhenprofils Zspiraie (r, phi), welches die spiralförmige Brechkraftverteilung FSpiraie(r, phi) erzeugt. Diese Linse 1 ist zunächst durch ihr Basissystem mit dem Radius RT der ersten optischen Fläche 2' und dem Radius R2 für die errechnete Basisfläche 3', sowie durch die Linsendicke d, und der Brechungsindex n2 bestimmt. Diese Parameter sind für eine vorgesehene
Grundvergrößerung bestimmt. Auf die errechnete Form der Basisfläche 3' mit dem Radius R2 wird eine zusätzliche Materialdicke z„aufaddiert", wobei bei phi=0 die zusätzliche
Materialdicke z=0 mm ist, dann stetig ansteigt und bei phi=2 π einen maximalen Wert im Millimeterbereich hat. In der Praxis wird der Maximalwert etwas vor dem Azimutwinkel phi=2 π liegen, um einen stetigen, wenn auch sehr steilen Übergang zurück zum Wert Null bei phi=0 zu realisieren, wie das durch die mit 4a bezeichnete gestrichelte Kurve angedeutet ist.
Als Beispiel werden Parameter für eine Linse angegeben:
1 mm herzustellender Radius
mm berechneter Radius
η·ι= 1 (Brechzahl außerhalb der Linse)
n2= ,56 (Brechzahl des Linsenmediums)
somit ergibt sich aus der Formel
Basis
n2 - n\ 1 (n2 - n\)2 * d\
R\ R2, n\ * nl * R\ * R2
die Brennweite der„Basislinse" zu 16,233 mm.
Auf die errechnete Basisfläche mit dem Radius R2= 22,3164 mm wird ein linearer
„Schraubenanstieg" gemäß der Formel
ZSP,ra,e (r> PM) = ZSP,ra,e max(Ό* HpM) = C, * * ^~ als stetig, linear verlaufendes spiralförmiges Höhenprofil aufaddiert und ergibt die optische Fläche 4'.
Mit c-i =-0,013 erhält man einen spiralförmigen Zusatz, welcher die Brennweite in Luft bis auf 20,57 mm erhöht, was 3,5 dpt entspricht.
Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße„dünne" Linse 5, welche gegenüber der in Figur 1 gezeigten Linse 1 , flachere Radien R3 und R4 aufweist und deren Mittendicke d2 dünner ist, wobei annähernd die gleichen Abbildungsparameter der Linse gemäß Figur 1 erzielt werden: Bei einer Grundbrechkraft von etwa 61 dpt wird eine Zusatzbrechkraft von 3,5 dpt erreicht. Die„dünne" Linse 5 weist die Besonderheit auf, dass der spiralförmige Zusatz einen rotationssymmetrischen Fesnel-Anteil enthält. Dieser Fresnel-Anteil realisiert einen Teil der Brechkraft, welche die„dicke" Linse 1 gemäß Figur 1 aus den Radien R, und R2 sowie der Linsendicke erhält, so dass die Radien R3 und R4 der neuen Linse 5 flacher sind und deren Mittendicke d2 vergleichsweise kleiner ist.
Das Vorgehen zur Dimensionierung der neuen erfindungsgemäßen„dünnen" Linse 5 wird an Hand von Figur 3 erläutert. Ausgangspunkt ist die in der oberen Zeile der Figur 3 dargestellte„dicke" Linse 1, welche nur berechnet wird. Sie besteht aus dem refraktiven Basissystem mit den Radien RT und R2 sowie der Mittendicke d-i (links dargestellt) und dem spiralförmigen Brechkraftanteil, welcher theoretisch durch das Höhenprofil zSpiraie(r, phi) auf dem Radius R2 realisiert wird (rechts dargestellt). Dann ist unterhalb dargestellt, dass die Brechkraft des refraktiven Basissystems aufgeteilt wird, in eine neue„dünne" Linse 5, mit den Radien R3 und R4 sowie mit der Mittendicke d2 und in einen rotationssymmetrischen fresnelförmigen Brechkraftanteil
ZFresnel(r)-
In der unteren Zeile ist dargestellt, dass der fresnelförmige Brechkraftanteil zFresnei(r) und der spiralförmige Anteil zSpiraie(r, phi) zu einer spiral- und fresnelförmigen Zusatzbrechkraft FSF aufaddiert werden. Auf den nur errechneten Radius R4 der Basislinse mit dem Höhenprofil zBaSis wird das Höhenprofil zSF (r , phi) = zSpirale (r , phi) + zFresnel (r) aufaddiert.
Hergestellt wird nun eine Linse mit dem Radius R3 mit einer Mittendicke d2 und mit einem Höhenprofil zSF(r, phi) auf dem berechneten Radius R4. Das entsprechende, zu fertigende
Höhen rofil der optischen Fläche 4 ergibt sich zu
(r) + z Spirale max (r, phi) * w(phi)
Figur 4 zeigt nur den spiralförmigen Brechkraftanteil FSpiraie der Linse als Höhenprofil zSpiraie(r, phi). Figur 5 zeigt nur den rotationssymmetrischen, gefresnelten Brechkraftanteil FFresnei der Linse als Höhenprofil zFreSnei(r)- Die Darstellung in Figur 6 zeigt das Ergebnis einer Addition des spiralförmigen Brechkraftanteils und des rotationssymmetrischen, gefresnelten
Brechkraftanteils als Höhenprofil zSF(r, phi), welches den spiral- und fresnelförmigen
Brechkraftanteil FSF repräsentiert.
Dieses Höhenprofil wird auf das Höhenprofil zBaSis der errechneten Basisfläche 3 mit dem Radius R4 aufaddiert und an der herzustellenden Linse gefertigt.
Die Figuren 7 bis 10 zeigen jeweils eine Darstellung des aufaddierten spiralförmigen und rotationssymmetrischen, gefresnelten Brechkraftanteils FSF> wobei die Stärke des
spiralförmigen Anteils von Figur zu Figur von 1 dpt bis zu 3,5 dpt zunimmt.
Nachfolgend wird in den Figuren 1 1 bis 13 gezeigt, dass eine spiral- und strukturförmige Zusatzbrechkraft der Linse FSs ausgehend von dem refraktiven Ansatz (dort ist die strukturförmige Zusatzbrechkraft durch eine Fresnel-Struktur realisiert) in vollständiger Analogie auf einen diffraktiven Ansatz übertragen wird.
Figur 11 zeigt schematisch eine diffraktive, spiralförmige Struktur, welche den spiralförmigen Brechkraftanteil FSpiraie dimaktiv erzeugt. Figur 2 zeigt schematisch eine diffraktive,
rotationssymmetrische Ringstruktur, welche den strukturförmigen Brechkraftanteil FstnJktur diffraktiv erzeugt. Figur 13 zeigt das Ergebnis einer Addition der beiden diffraktiven Strukturen. Diese Überlagerung der diffraktiven, spiralförmigen Struktur und der diffraktiven,
rotationssymmetrischen Ringstruktur liefert im Ergebnis einen spiral- und strukturförmigen Brechkraftanteil FSs, welcher in seiner Wirkung dem refraktiven spiral- und fresnelförmigen Brechkraftanteil FSF entspricht, der durch das spiral- und fresnelförmige Höhenprofil ZSF in Figur 6 schematisch dargestellt ist.
Figur 14 zeigt eine schematische Darstellung einer Intraokularlinse 1 1 , welche als„dünne" erweiterte Fokuslinse 5 ins Auge implantiert ist. Im Beispiel ersetzt diese die natürliche Augenlinse und befindet sich im Lichtweg zwischen der Cornea 12 und der Retina 14 im Kammerwasser 13.
Die Intraokularlinse 11 hat eine sphärische erste optische Fläche 2 sowie die Spiral- und Strukturform tragende zweite optische Fläche 4.
In einem ersten Beispiel hat die Intraokularlinse 1 1 mit dem erweiterten Fokusbereich folgende Parameter für das Basissystem:
Die Basisradien der Trägerlinse sind der hergestellter Linsenradius R3=-20 mm, berechneter Linsenradius R4=+20 mm der Basisfläche 3. Auf die Basisfläche 3 wird das spiral- und fresnelförmige Höhenprofil zSF(r, phi) aufaddiert ist und entsprechend als Fläche 4 gefertigt. Die Brechkraft des gefresnelten Anteils an der Grundbrechkraft der Linse ergibt sich aus dem Höhenprofil einer Fresnel-Struktur
L
ZFresnel (r) ~ β1 * Y
l=\
und ergibt für L=2 die Koeffizienten des rotationssymmetrischen Fresnelpolynomes
Die Brechkraft der spiralförmigen Zusatzbrechkraft der Linse ergibt sich aus dem Höhenprofil
Z Spirale ^ >Phi) = ZSPirale max(O * W( A = Σ<7 * ^ * ^
j=\ 7T
und ergibt für N=1 den Koeffizienten des Spiralpolynomes d=0,025.
So ergibt sich zSF(r,phi) = zSpirale{r,phi) + zFresnel{r) = c, * r2 * + e * r1 + e2 * Die Zackentiefe des gefresnelten Elements p wird mit 0, 1 mm gewählt und so ergibt sich die spiralförmige und gefresnelte Zusatzbrechkraft durch die Modulo-Funktion mod(zSF(r, phi),
P).
Dabei sind der Cornea-Radius mit R5=7,814mm angenommen und die Konische Konstante K=-0,26. Der Abstand Cornea 12 bis Linsenvorderseite R4 beträgt 4, 12mm, die Linsendicke der Intraokularlinse ist d2 = 0,65 mm und der Abstand von der Linsenvorderseite R2 bis zur Retina 14 beträgt 18,1 mm. Als Material wird Benz 25 mit einer Brechzahl des
Linsenmediums n2= 1 ,56 verwendet.
Die Brechzahl außerhalb der Linse, des Kammerwassers 13, ist ηΊ= 1 ,33.
Im Vergleich dazu hat die in DE10201 1 101 899, dort Figur 4, beschriebene Intraokularlinse folgende Parameter:
1= -15,141 1 mm (hergestellte erste optische Fläche 2)
R2= 22,3164 mm (berechnete Basisfläche 3)
Linsendicke d-, = 0,8 mm.
Im Ergebnis ist die neue erfindungsgemäße Linse gemäß dem Beispiel nach Figur 14 um 0,15 mm dünner, was durch den gegenüber flacheren Radius R3 hervorgerufen wird.
In einem zweiten Beispiel zu Figur 14 hat die Intraokularlinse 1 1 mit dem erweiterten Fokusbereich folgende Parameter für eine diffraktive Ausführung der spiral- und
strukturförmigen Zusatzbrechkraft FSs auf einer optischen Fläche der Basislinse:
Cornea : Radius R5 =7,814 mm, asphärische Konuskonstante K=-0,26
Basisradien der Linse R3 =R4 = +/- 20,0 mm (sphärisch), der Abstand Cornea R5 bis zur gefertigten optischen Fläche 4 mit dem Radius R4 ist 4, 12 mm,
die Dicke der Intraokularlinse d2 = 0,65 mm und der Abstand der gefertigten optischen Fläche 2 mit dem Radius R3 bis Retina beträgt 18,5 mm. Als Material für die Intraokularlinse wird„Benz25" eingesetzt. Der Durchmesser der
Intraokularlinse beträgt 6 mm. Mit diesen Parametern ist das refraktive Basissystem der Linse beschrieben und seine Brechkraft FBaSis ist festgelegt. Die spiralförmige
Zusatzbrechkraft F
Spiraie und die strukturförmige Zusatzbrechkraft F
Struktur werden als eine spiral- und strukturförmige diffraktive Brechkraftverteilung F
Ss mit einem Diffraktiven Optischen Element erzeugt, welches auf die Oberfläche mit dem Radius R
4 aufgebracht ist. So ergibt sich die Gesamtbrechkraft der Intraokularlinse 1 1 zu
diffraktiv ]
Als Phasenfunktion ausgedrückt ergibt sich die spiral- und strukturförmige Zusatzbrechkraft
Phase ss {r, phi) = Phase Struktur + Phase Spjrale mit
L
Phase Strktur (r) = gl * r 2*'
i=\
Phase Spira/e(r,phi) = Phase max(r) * w(phi) = ^k j * w(Phi ■
Mit L=2, N=1 und W Pni) -—— ergibt sich
Phasess (r, phi) = g, * r2 + g2 * r4 + k * r2 und die reduzierte Phasenfunktion zu
Phase ss (r, phi) Phase ss (r, phi)
Phase SS reduziert (r, phi) = - floor , wobei
wl wl
phi=0 ... 2π (Azimutwinkel), r = radiale Höhe auf der Linse und wl die
Konstruktionswellenlände des diffraktiven Element (synthetische Herstellungswellenlänge) sind.
Für die Koeffizienten des rotationssymmetrischen gefresnelten Anteils, der hier als symmetrischer Anteil eines Diffraktiven Optischen Elementes vorliegt, wird festgelegt:
g^O.006109 und g2=-4,92E-5 .
Für den Koeffizient des spiralförmigen Anteils des Diffraktiven optischen Elementes gilt 0,003. Die Profiltiefe der Diffraktiven Optischen Elements ist h = 0,0043 mm.
In einem dritten Beispiel hat die Intraokularlinse 11 mit dem erweiterten Fokusbereich folgende Parameter für eine diffraktive Ausführung der Zusatzbrechkraft Fss, aufgeteilt auf die zwei optischen Flächen 2 und 4 der refraktiven Basislinse 3:
Cornea-Radius R5=7,814 mm, asphärische Konuskonstante K=-0,26)
Die Basisradien der Intraokularlinse sind R3=R4 = +/- 20,0 mm (sphärisch). Weitere
Parameter sind: Der Abstand Cornea-Radius R5 bis zur optischen Fläche 4 mit dem Radius R4 von 4, 12 mm, die Mittendicke d2 = 0,65 mm und der Abstand der optischen Fläche 2 mit dem Radius R3 bis zur Retina beträgt 18,5 mm, das Linsen-Material ist„Benz25" und der Durchmesser der Intraokularlinse ist 6 mm.
In diesem Beispiel ist auf jeder der optischen Flächen 2 und 4 jeweils ein Diffraktives optisches Element aufgebracht.
Die Brechkraft wird hier so aufgeteilt, dass der spiralförmige Brechkraftanteil FSpiraie auf der optischen Fläche mit dem Radius R4 liegt und der strukturförmige rotationssymmetrische Brechkraftanteil FStruktur auf dem Radius R3 liegt.
Mit L=2, N=1 und W{phi) = ergibt sich
phi
Phasess (r, phi)
2π
und die reduzierte Phasenfunktion zu
Phase ss (r, phi) Phase ss (r, phi)
Phase SS reduziert (r,phi) = floor wobei wl wl
phi=0 ... 2π (Azimutwinkel), r = radiale Höhe auf der Linse und wl die
Konstruktionswellenlände des diffraktiven Element (synthetische Herstellungswellenlänge) sind.
Für das auf die optische Fläche 4 aufgebrachte Diffraktive Optische Element gilt:
sowie g2=0 und -0,003
Die Profiltiefe der Diffraktiven Optischen Elementes ist h = 0,0043 mm.
Für das auf die optische Fläche 2 aufgebrachte diffraktive optische Element gilt:
g^O.0065 sowie g2=1 ,8975 E-4 und O.
Die Profiltiefe der Diffraktiven Optischen Elementes ist h = 0,0043 mm.
Figur 15 zeigt ein optisches System einer Kamera gemäß Figur 3 aus der DE 10 2011 101 899 A1 mit einer„dicken" Linse 1 , welche den erweiterten Fokusbereich aufweist. Zur Basisbrechkraft, resultierend aus den Radien R^ R2, der Brechzahl n2 und der Mittendicke der berechneten Linse wird ein zusätzlicher Brechkraftanteil in Form eines spiralförmigen Brechkraftanteils hinzugerechnet. Dieser spiralförmige Brechkraftanteil wird als Höhenprofil zspiraie auf das Höhenprofil der berechneten Basisfläche 3' hinzu addiert und wird in der Praxis als zweite optische Fläche 4' gefertigt.
Der spiralförmige Brechkraftanteil kann aber auch in diffraktiver Form als Diffraktives Optisches Element auf eine oder beide der optischen Flächen der Linse mit der
Basisbrechkraft gefertigt werden. Alternativ kann der spiralförmige Brechkraftanteil auch als Brechungsindexgradient innerhalb der Linse mit der Basisbrechkraft gefertigt werden.
Ebenso sind beliebige Mischformen vorgesehen.
Figur 16 zeigt ein optisches System einer Kamera mit einer erfindungsgemäßen„dünnen" Linse 5, welche den erweiterten Fokusbereich aufweist. Im Beispiel wird zur Basisbrechkraft der berechneten Linse ein zusätzlicher Brechkraftanteil in Form eines spiral- und
fresnelförmiges Höhenprofils ZSF hinzugerechnet. Das Höhenprofil wird auf das Höhenprofil der berechneten Basisfläche 3 mit dem Radius R4 hinzuaddiert und wird als zweite optische Fläche 4 gefertigt. Der spiral- und fresnelförmige Brechkraftanteil kann ganz oder teilweise auch durch ein Diffraktives Optisches Element auf der optischen Fläche der Basislinse (oder verteilt auf beiden optischen Flächen) oder durch einen Brechungsindexgradienten im Linsenmaterial realisiert werden.
In Lichtausbreitungsrichtung folgt der„dünnen" Linse 5 eine asphärische Linse 6 mit den
optischen Flächen 17 und 18, dann folgen ein Filter 15 und ein Sensor 7.
Die„dünne" Linse 5 hat objektseitig eine erste optische Fläche 2 mit dem Radius R3.
Bildseitig ist die zweite optische Fläche 4 angefertigt, deren Höhenprofil sich aus dem Höhenprofil zBasis des berechneten Radius R4 und dem spiral- und fresnelförmigen
Höhenprofil zSF(r, phi) sich ergibt.
Als Beispiel wird ein Handyobjektiv mit einer Brennweite von 5,61 mm gezeigt, welches eine Baulänge von 6,1 mm und eine Öffnung 1 :2,8 hat.
Die optischen Flächen 2, 17 und 18 der Linsen 5 und 6 besitzen eine rotationsasphärische Grundform.
Linse 5: Linsendicke d2 = 1 ,21 mm, Material ist Zeonex
optische Fläche 2: R3 = 1 ,482 mm konvex
Asphärenkoeffizienten:
K = 0,04649
A = -0.698748E-03
B = 0.987484E-03
C = -0,119379E-03
D = -0,104254E-02
E = 0.323245E-03
Die nicht gefertigte sphärisch konkave Basisfläche 3 hat einen berechneten Radius
R4 = 6,303 mm. Auf das Höhenprofil zBaSis dieser Basisfläche 3 wird der spiral- und fresnelförmige Brechkraftverlauf in Form eines Höhenprofils ZSF aufaddiert. Dieses
Höhenprofil wird dann an der zu fertigenden Linse hergestellt. Im Beispiel sind der
Koeffizient des spiralförmigen Polynoms Ct = -0,00268 und der Koeffizient des
rotationssymmetrischen Fresnelanteils e^ 0,03
Der zusätzliche spiralförmige Brechkraftanteil berechnet sich zu
und der zusätzliche rotationssymmetrische Fresnel-Anteil zu r F Fresnel = * r ' 2
Und die Gesamtbrechkraft ergibt sich zu
^Ges = F Basis ~*~ ^SF = ^ Basis ~*~ ^Fresnel ~*~ ^Spirale tGes ~ Basis + le\ l K\ V 2 π
Die auf die Basisfläche 3 aufaddierte Zusatzbrechkraft ist
phi
Fresnel Spirale = 2e, * r2 + 2Ä:, * 2 *
2π
oder als Höhenprofil beschrieben
= z Fresnel + z Spirale = 2e, * r2 + 2£, * r2 *
2π
Die Zackentiefe der Fresnelfurchen ist 0,008 mm.
Die Linse 6 hat eine Dicke von 3,0 mm, Material ist Polycarbonat.
Die optische Fläche 17 hat einen Radius R6 = -3,075 mm mit den
Asphärenkoeffizienten:
K = 11 ,058298
A = -0,623991 E-01
B = -0,926325E-02
C = 0.244030E-01
D = -0,125809E+00
E = 0,345714E-01
F = -0,10 087E-01
G = -0,221418E-15
H = -0,409672E-17
J = 0,991703E-20
Die optische Fläche 18 hat den Radius R7 = 44,1377 mm (konvex)
mit den Asphärenkoeffizienten:
K = -0,238656e57
A = -0,171783E-01
B = 0.462293E-03
C = -0.823963E-03
D = 0,227317E-03
E = -0,108925E-04
F = -0.474572E-05
G = 0.385353E-06
H = 0,475909E-07
J = -0.466662E-08
Der Abstand zwischen der Linse 5 bis zur Linse 6 beträgt 0,75 mm, der Abstand zwischen der Linse 6 bis zum Filter 15 beträgt 0,4 mm und der Abstand vom Filter 15 bis zur Bildebene des Detektors 7 beträgt 0,4 mm, wobei die Filterdicke ebenfalls 0,4 mm beträgt.
Das Objektiv liefert einen gleichzeitigen Fokusbereich von 330 mm bis unendlich.
Die Baulänge des Objektives ist nur 6,1 mm und damit um 0,7 mm kleiner als in den Beispielen zu Figur 3 in DE 10 2011 101 899 A1 beschrieben.
Dabei unterstützten insbesondere die zweckmäßige Wahl der Koeffizienten c und e vor dem quadratischen Term die Achromatisierung des Objektivs.
Bezugszeichen
1 „dicke" Linse
2 gefertigte erste optische Fläche (sphärisch, asphärisch, radialsymmetrisch,
Freiformfläche) einer„dünnen" Linse
2' optische Fläche einer„dicken" Linse
3 berechnete Basisfläche der„dünnen" Linse (sphärisch, asphärisch,
radialsymmetrisch, Freiformfläche)
3' berechnete, zweite optische Fläche der„dicken" Linse
4 gefertigte zweite optische Fläche der„dünnen" Linse (sphärisch, asphärisch,
radialsymmetrisch, Freiformfläche, spiral- und strukturförmige Oberfläche)
4' gefertigte Fläche der„dicken" Linse
5 „dünne" Linse
6 asphärische Linse
7 Sensor
8 Lichtbündel
9 Linsenrand
10 optische Achse
1 1 Intraokularlinse
12 Cornea
13 Kammerwasser
14 Retina
15 Filter
16 spiral- und strukturförmiges Diffraktives Optisches Element (DOE)
17 optische Fläche
18 optische Fläche
Fcesir, phi) Gesamtbrechkraft der Linse
Funse Grundwert der Brechkraft des Basissystems einer„dicken" Linse Fßasis Brechkraft des Basissystems einer„dünnen" Linse
Fstruktur Brechkraft einer Struktur, die zur Brechkraft FBaSis der„dünnen" Linse hin zu kommt
Fspiraie(r, phi) spiralförmiger Brechkraftanteil, der zur Brechkraft FBaSis der„dünnen"
Linse hinzu kommt
Fspiraie max(r, phi) maximale Brechkraft des spiralförmigen Anteils der Brechkraft sF(r, phi) spiral- und fresnelförmige zusätzliche refraktive Brechkraft
Fss(r, phi) spiral- und strukturförmige zusätzliche Brechkraft
Fss diffrawiv(r, phi) spiral- und strukturförmige zusätzliche diffraktive Brechkraft
' Struktur diffraktiv Brechkraft der Struktur in diffraktiver Form
Fspiraie diffraktiv(r, phi) spiralförmige Brechkraft in diffraktiver Form
fßasis Brennweite des Basissystems
fsPiraie(r, phi) Brennweite der spiralförmigen Zusatzbrechkraft
fstruktur Brennweite der Zusatzbrechkraft einer Struktur
L, M, N, Endwerte
i, j, I Zählwerte
Cj, d, c2 Polynomkoeffizienten der Spirale für den refraktiven Fall
kj, k1 t k2 Polynomkoeffizienten der Spirale für den diffraktiven Fall
ei, e- , e2 Polynomkoeffizienten des gefresnelten Anteils für den refraktiven Fall
9i. 9i, 92 Polynomkoeffizienten des strukturförmigen Anteils für den diffraktiven Fall
zspiraie max( maximale Höhe der Spirale (radiusabhängig)
zspiraie max(r, phi) maximale Höhe (radiusabhängig und Azimutwinkel-abhängig) zsPiraie(r, phi) spiralförmige additive Höhe auf der Basisfläche
Zßasis Höhenprofil der berechneten Basisfläche 3
Zpresnei Höhenprofil der Fresnel-Struktur
zSF spiral- und fresnelförmiges Höhenprofilauf der berechneten
Basisfläche 3
ZGeS(r, phi) Höhenprofil der gefertigten optischen Fläche 4
w(phi) winkelabhängiger Anteil des Brechkraftverlaufes
Wj, w1 f w2 Peaklagen der Winkelverteilungsfunktion
a,, ai, a2 Dämpfungskoeffizienten für die jeweiligen Peaklagen
Ii, I,, l2 Intensitätswerte der Einzelpeaks
Linsendurchmesser
Radius (radiale Höhe)
Azimutwinkel
Radius der ersten optischen Fläche der„dicken" Linse
Radius der optischen Basisfläche der„dicken" Linse
Radius der ersten optischen Fläche 2 der„dünnen" Linse
Radius der optischen Basisfläche 3 der„dünnen" Linse
Cornea-Radius
Radius der asphärischen Linse
Radius der asphärischen Linse
Brechzahl des umgebenden Mediums
n2 Brechzahl des Linsenmaterials
di Mittendicke der„dicken" Linse
d2 Mittendicke der„dünnen" Linse
d3 Mittendicke der asphärischen Linse
h Profiltiefe des diffraktiven Elements
P Zackentiefe des gefresnelten Elements
λ Anwendungswellenlänge
wl Konstruktionswellenlänge des diffraktiven Elements
Phasespirale max(r, phi) Maximalwert der Gitterfrequenz, welcher der maximalen
spiralförmigen Brechkraftverteilung entspricht
PhaseSpiraie(r, phi) Phasenfunktion der spiralförmigen Brechkraftverteilung
Phasestruktur Phasenfunktion der zusätzlichen strukturellen
Brechkraftverteilung
PhaseSs(r, phi) Phasenfunktion der spiral- und strukturförmigen
Brechkraftverteilung
t Rechengröße
floor(t) ganzzahliger Anteil (Floor-Funktion)
Profil(r, phi) auf die Höhe h reduzierte Phasenfunktion
K asphärische Konstante
x, y kartesische Koordinaten
AnspiraieSpiralförmige Brechungsindexverteilung
AnSpiraie max maximaler Brechungsindex der Spirale
Anstruktur Brechungsindexverteilung der Struktur
AnSs spiral- und strukturförmige Brechungsindexverteilung