Verpackungsmaschine mit einer Schneidstation
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine mit einer Schneidstation, mit der fertiggestellte Verpackungen aus mindestens einer Folienbahn ausgeschnitten werden, indem ein Schneidmittel und ein Gegenmittel mit mindestens einem Antrieb aufeinander zu bewegt werden.
Derartige Verpackungsmaschinen sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt und werden beispielsweise als sogenannte Form-Fill-Seal- Verpackungsmaschinen (FFS- Verpackungsmaschinen) bezeichnet. Bei diesen Verpackungsmaschinen wird beispielsweise in eine Unterfolienbahn eine Verpackungsmulde, beispielsweise durch Tiefziehen, eingeformt, sodann mit einem Verpackungsgut befüllt und dann mit einer Deckelfolie verschlossen. Die so fertiggestellte Verpackung wird abschließend vereinzelt, indem sie aus mindestens einer Folienbahn ausgeschnitten wird. Vorzugsweise handelt es sich dabei um einen sogenannten Konturschnitt, bei dem mit einem Schneidmittel die gesamte Kontur der Verpackung von der Folienbahn abgelöst wird. Vorzugsweise arbeiten diese
Verpackungsmaschinen taktweise, d. h. die Folienbahn/en wird/werden taktweise jeweils um eine sogenannte Vorschublänge weitertransportiert. Dabei wird in der Regel eine Vielzahl von Verpackungen gleichzeitig hergestellt, die in einem Format, das aus mehreren Spalten und/oder mehreren Reihen besteht, angeordnet sind. Die Verpackungen eines derartigen Formates werden immer gleichzeitig bearbeitet.
Verpackungsmaschinen müssen heutzutage sehr flexibel einsetzbar sein, d. h. es muss eine Vielzahl von unterschiedlichen Verpackungen in unterschiedlichen Formaten mit ihnen herstellbar sein. Da für die jeweilige Verpackung und/oder das jeweilige Format
unterschiedliche Werkzeuge benötigt werden, müssen diese für die Herstellung
unterschiedlicher Verpackungen gewechselt werden. Um die Stillstandzeiten der
erfindungsgemäßen Verpackungsmaschinen möglichst gering zu halten, muss dieser Werkzeugwechsel möglichst schnell erfolgen.
Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verpackungsmaschine mit einer Schneidstation zur Verfügung zu stellen, bei der der Werkzeugwechsel schneller als bei Maschinen gemäß dem Stand der Technik erfolgen kann.
Gelöst wird die Aufgabe mit einer Verpackungsmaschine, mit einer Schneidstation, mit der fertiggestellte Verpackungen aus mindestens einer Folienbahn ausgeschnitten werden, indem ein Schneidmittel und ein Gegenmittel mit mindestens einem Antrieb aufeinander zu
bewegt werden, wobei der Antrieb vorzugsweise neben und/oder vorzugsweise oberhalb der Folienbahn und/oder stromaufwärts bzw. stromabwärts von dem auszuschneidenden Format, bezogen auf die Transportrichtung der Folienbahn vorgesehen ist.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine mit einer Schneidstation. Bei einer derartigen Verpackungsmaschine handelt es sich beispielsweise um eine sogenannte Form-Fill-Seal- Verpackungsmaschine (FFS-Verpackungsmaschine), bei der in eine
Unterfolie eine Verpackungsmulde eingeformt wird, die mit einem Verpackungsgut befüllt und anschließend mit einer Deckelfolie verschlossen wird. Die so fertiggestellte Verpackung muss abschließend mit der Schneidstation aus der Unterfolie und/oder der Deckelfolie vereinzelt, d.h. ausgeschnitten werden.
Vorzugsweise arbeiten derartige Verpackungsmaschinen taktweise, d. h. die jeweilige Folienbahn wird intermittierend um eine sogenannte Vorschublänge entlang der
Verpackungsmaschine transportiert. Dabei werden in der Regel eine Vielzahl von
Verpackungen, ein sogenanntes Format, das aus einer Vielzahl von Reihen und/oder Spalten besteht, gleichzeitig hergestellt. Jede dieser Verpackungen muss vereinzelt werden.
Die Schneidstation weist ein Schneidmittel, das in der Regel mit einer Schneidklinge versehen ist und ein Gegenmittel, das vorzugsweise scherenartig mit dem Schneidmittel zusammenwirkt und das in der Regel ein Mittel aufweist, um die Folienbahn vor und/oder während des Schnitts einzuspannen, auf, oder ein Schneidmittel, das in der Regel mit einer gezahnten Schneidklinge versehen ist, das selbstschneidend wirkt und ein Gegenmittel, das vorzugsweise die Folienbahn einspannt. Das Einspannen der Folienbahn vor und/oder während des Schnitts dient üblicherweise mindestens zum Ermöglichen und/oder
Verbessern der Schneidwirkung des Schneidmittels. Das Schneidmittel und das Gegenmittel haben dabei vorzugsweise die Form der Kontur der Verpackung, die aus der Folienbahn ausgeschnitten werden soll und/oder das Schneidmittel bewegt sich entlang einer vorgegebenen Kontur, die der Kontur der gewünschten Verpackung entspricht.
Erfindungsgemäß werden zum Ausschneiden der Verpackung aus der jeweiligen Folienbahn das Schneidmittel und das Gegenmittel mit mindestens einem, vorzugsweise mehreren, Antrieben so lange aufeinander zu bewegt, bis die jeweilige Verpackung ausgeschnitten ist. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass der Antrieb vorzugsweise neben der Folienbahn vorgesehen ist. Dadurch ist der Bereich, in dem sich die Folienbahn entlang der
Verpackungsmaschine bewegt, frei zugänglich und kann für einen Werkzeugwechsel genutzt werden, so dass dieser wesentlich schneller erfolgen kann als dies bisher möglich war. Der Fachmann versteht, dass der Antrieb auch anders oder zusätzlich, beispielsweise oberhalb
der Folienbahn und/oder stromaufwärts bzw. stromabwärts von dem auszuschneidenden Format angeordnet sein kann, sofern der Bereich, in dem sich die Folienbahn entlang der Verpackungsmaschine bewegt, ausreichend frei zugänglich ist und für einen
Werkzeugwechsel genutzt werden kann, der wesentlich schneller erfolgen kann, als dies bisher möglich war.
Gemäß einem bevorzugten oder einem weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist das Schneidmittel und/oder das Gegenmittel jeweils an einem beweglichen Rahmen befestigt. Diese rahmenartige Befestigung erlaubt ebenfalls einen sehr schnellen und einfachen Werkzeugwechsel. Das jeweilige Werkzeug liegt dabei vorzugsweise zumindest teilweise auf einer horizontalen Fläche des jeweiligen Rahmens auf. Zum Schneiden werden die Rahmen relativ zueinander bewegt.
Vorzugsweise weist mindestens ein Rahmen einen freien Querschnitt auf, der im
Wesentlichen mindestens dem zu bearbeitenden Format entspricht. Vorzugsweise ist der freie Querschnitt des Rahmens so groß vorgesehen, dass sein freier Querschnitt dem Umfang des größten auf der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine zu verarbeitenden Formats entspricht. Jeder Rahmen kann an der Schneidstation austauschbar angeordnet sein. Vorzugsweise ist jeder Rahmen zumindest teilweise aus Profilen, insbesondere geschlossenen Profilen, beispielsweise Rechteckprofilen, hergestellt.
Weiterhin bevorzugt sind das Schneidmittel und/oder das Gegenmittel verschieblich an einem Masch inen rahmen angeordnet, der einen freien Querschnitt aufweist, der im
Wesentlichen mindestens dem zu bearbeitenden Format entspricht. Vorzugsweise ist der freie Querschnitt dieses Rahmens so groß vorgesehen, dass er dem Umfang des größten auf der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine zu verarbeitenden Formats entspricht. Der Rahmen kann an der Verpackungsmaschine austauschbar angeordnet sein.
Vorzugsweise ist der Rahmen zumindest teilweise aus Profilen, insbesondere
geschlossenen Profilen, beispielsweise Rechteckprofilen, hergestellt.
Weiterhin bevorzugt weist die Schneidstation ein Ausstoßmittel auf, das die jeweils vereinzelte Verpackung aus der jeweiligen Folienbahn ausstößt und/oder das die jeweils ausgeschnittene Verpackung auf einem Transportmittel, beispielsweise einem Förderband, ablegt. Vorzugsweise ist pro auszuschneidender Verpackung ein Ausstoßmittel vorgesehen. Besonders bevorzugt wird dieses Ausstoßmittel an dem oberen Rahmen angeordnet.
Weiterhin bevorzugt weist jedes Ausstoßmittel einen Druckluft- und/oder Vakuumanschluss auf. Besonders bevorzugt erfolgt dieser Druckluft- bzw. Vakuumanschluss jeweils über eine
Verteilerplatte, die mit mindestens einer Druckluft- bzw. Vakuumquelle verbunden ist.
Dadurch kann auf Verbindungsschläuche zwischen der Quelle und dem jeweiligen
Ausstoßmittel verzichtet werden. Diese Verteilerplatte verfügt über eine Vielzahl von
Ausnehmungen, beispielsweise Bohrungen, die die jeweilige Quelle mit dem jeweiligen Ausstoßmittel verbindet. Vorzugsweise sind in diesen Ausnehmungen Ventile vorgesehen, um die jeweilige Menge an Druckluft und/oder den Unterdruck zu steuern oder zu regeln.
Vorzugsweise weist das Ausstoßmittel eine Venturi-Düse auf, mit der ein Unterdruck erzeugt werden kann. Mit diesem Unterdruck kann das Ausstoßmittel reversibel mit der jeweils zu vereinzelnden Verpackung verbunden werden, um diese nach dem Ausschneiden beispielsweise auf einem Transportmittel abzusetzen.
Vorzugsweise ist an dem Ausstoßmittel eine elastische Dichtung vorgesehen, die dichtend mit dem anzusaugenden und/oder auszustoßenden Produkt zusammenwirkt. Besonders bevorzugt ist diese Dichtung ein PUR-Schaumstoff, ganz besonders bevorzugt mit geschlossenen Poren.
Vorzugsweise ist die Dichtung als geschlossene ringförmige Fläche ausgebildet, wobei der Ring ein Kreisring sein kann aber nicht sein muss
Vorzugsweise ist die Dichtung so ausgebildet, dass ihre Form der anzusaugenden Fläche zumindest abschnittsweise folgt.
Ein weiterer erfindungsgemäßer oder bevorzugter Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Verpackungsmaschine, bei der eine Folienbahn zumindest zeitweise zwischen zwei Klemmflächen geklemmt wird. Diese Klemmung kann beispielsweise im Bereich der Formstation, in der eine Verpackungsmulde in die Unterfolienbahn geformt wird, in der Siegelstation, in der eine Deckelfolie an die Unterfolienbahn gesiegelt wird und/oder in der Schneidstation, in der die jeweiligen Verpackungen vereinzelt werden, erforderlich sein, um zu verhindern, dass die jeweilige Folienbahn unerwünschterweise verrutscht und/oder um die Folienbahn einzuspannen und die Schneidwirkung der Schneidstation zu ermöglichen und/oder zu verbessern. Dabei ist eine Klemmfläche oberhalb und eine Klemmfläche unterhalb der jeweiligen Folienbahn angeordnet, die zum Klemmen aufeinander zu bewegt werden. Erfindungsgemäß ist mindestens eine dieser Klemmflächen zumindest
abschnittsweise strukturiert, bevorzugt sind jedoch beide dieser Klemmflächen zumindest abschnittsweise strukturiert, insbesondere sind diese Klemmflächen mit einer
pyramidenartigen Struktur versehen. Dadurch wird eine besonders gute Klemmwirkung
zwischen den Klemmflächen erzielt. Vorzugsweise ist die Struktur der beiden klemmend zusammenwirkenden Klemmflächen versetzt, insbesondere so versetzt, dass die Spitze einer Pyramide einer Klemmfläche in den Zwischenraum zwischen mindestens zwei Pyramiden der anderen Klemmfläche eingreift.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Wechseln eines Schneidwerkzeuges einer Schneidstation, bei dem das Schneidmittel und/oder das
Gegenmittel und/oder das Ausstoßmittel in oder gegen die und/oder quer zur Laufrichtung der Folienbahn jeweils aus einem Rahmen einer Schneidstation gezogen, geschoben und/oder gehoben oder abgesenkt wird. Die Bewegung quer zur Laufrichtung der Folienbahn erfolgt vorzugsweise senkrecht oder waagerecht.
Die zu den erfindungsgemäßen Verpackungsmaschinen gemachten Ausführungen gelten für das erfindungsgemäße Verfahren gleichermaßen und umgekehrt.
Dadurch, dass das Schneidmittel, das Gegenmittel und/oder das Ausstoßmittel in oder gegen die Laufrichtung der Folienbahn und/oder quer zur Laufrichtung der Folienbahn jeweils aus dem Rahmen einer Schneidstation gezogen, gedrückt, angehoben oder abgesenkt werden, ist ein besonders einfacher, platzsparender Werkzeugwechsel möglich.
Vorzugsweise wird ein gegebenenfalls vorhandenes Ausstoßmittel von oben auf den oberen Rahmen aufgelegt und dort fixiert. Vorzugsweise erfolgt der Werkzeugwechsel mit sehr einfachen Mitteln, vorzugsweise werkzeugfrei.
Im Folgenden werden die Erfindungen anhand der Figuren 1 - 5c erläutert. Diese
Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen
Erfindungsgedanken nicht ein. Die Erläuterungen gelten für alle Gegenstände der vorliegenden Erfindung gleichermaßen.
Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Schneidstation.
Figur 2 zeigt den Werkzeugwechsel bei der erfindungsgemäßen
Schneidstation.
Figuren 3a - 3c zeigen das Vereinzeln der Verpackungen aus der
Verpackungsfolie.
Figur 4 zeigt Details der Klemmflächen.
Figur 5 zeigt eine Ausführungsform des Ausstoßmittels
Figur 1 zeigt die Schneidstation 1 1 der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine. Diese Verpackungsmaschine weist vorzugsweise eine Formstation, in der in eine sogenannte Unterfolienbahn eine Verpackungsmulde eingeformt wird, eine Füllstation, in der mindestens ein Verpackungsgut in die hergestellte Verpackungsmulde der Unterfolienbahn eingefüllt wird und eine Siegelstation, in der auf die befüllte Verpackungsmulde eine Deckelfolie gesiegelt wird, auf. Stromabwärts der Siegelstation befindet sich die Schneidstation, die die fertiggestellte Verpackung aus der Unter- und/oder Oberfolienbahn vereinzelt. Vorzugsweise arbeitet die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine taktweise, d. h. bei jedem Takt wird die jeweilige Folienbahn um eine bestimmte Vorschublänge entlang der
Verpackungsmaschine weitertransportiert. Zur Bearbeitung der jeweiligen Folienbahn steht diese vorzugsweise still. Bei jedem Arbeitsschritt werden vorzugsweise eine Vielzahl von Verpackungen, die vorzugsweise in einem sogenannten Format, das aus mehreren Spalten und/oder mehreren Reihen besteht, gleichzeitig hergestellt, indem der jeweilige
Bearbeitungsschritt zur Herstellung der jeweiligen Verpackung jeweils gleichzeitig erfolgt. Während der jeweiligen Bearbeitung der jeweiligen Folienbahn steht diese vorzugsweise still. Die Schneidstation 1 1 weist einen ortsfesten Maschinenrahmen auf, der vorzugsweise rechts und links an dem Masch inen rahmen der Verpackungsmaschine ortsfest gelagert ist. An diesem Maschinenrahmen ist, insbesondere vertikal verschieblich, ein erster, hier oberer, Rahmen 3 und/oder ein zweiter, hier unterer, Rahmen 8 vorgesehen. Zum Schneiden wird mindestens einer der beiden Rahmen 3, 8 relativ zu dem anderen Rahmen 3, 8 von einer von der Folienbahn beabstandeten Position in eine Schneidposition bewegt. Vorzugsweise weist mindestens ein Rahmen 3 ein Mittel, beispielsweise ein Federmittel, auf, das ihn in seine von der Folie beabstandete Position vorspannt. Der andere Rahmen 8 wird
vorzugsweise durch Schwerkraft in seiner beabstandeten Position gehalten. Zum Bewegen der beiden Rahmen aufeinander zu und/oder voneinander weg weist die Schneidstation mindestens ein, hier zwei, Antriebsmittel, vorzugsweise einen Zylinder, insbesondere einen Hochkraftzylinder, auf. Dieses Antriebsmittel ist, wie insbesondere Figur 3a entnommen werden kann, vorzugsweise rechts und links von der Folienbahn angeordnet und blockiert somit nicht den Bereich unter oder über der Folienbahn, so dass dieser, beispielsweise für einen Werkzeugwechsel, zur Verfügung steht. An dem ersten, hier dem oberen, Rahmen 3 ist ein Schneidmittel 4 angeordnet, das eine Vielzahl von Schneiden aufweist, die die jeweilige Verpackung aus der jeweiligen Folienbahn vereinzelt. Bei der Schneide kann es sich um eine geschlossene, ortsfeste Klinge handeln. Diese Klinge hat in der Regel eine in
vorzugsweise einer Ebene liegende Schneidspitze, die jedoch auch gezahnt sein kann. Die Schneide kann aber auch ein sogenannter Konturschneider sein, der sich zum Schneiden entlang einer vorgegebenen Kontur bewegt. An dem zweiten, hier dem unteren, Rahmen ist ein Gegenmittel, beispielsweise ein Gegenmesser oder eine Schneidbrille, angeordnet, mit der der Schneidvorgang ermöglicht und/oder verbessert wird. Das Gegenmittel wirkt beim Schneiden mit dem Schneidmittel zusammen. Das Gegenmittel meist in der Regel auch ein Mittel zum Einspannen der Folienbahn auf, mit dem der Schneidvorgang ermöglichst und/oder verbessert wird.
Figur 2 zeigt weitere Details der Schneidstation gemäß Figur 1 und einen Werkzeugwechsel. Insbesondere kann Figur 2 entnommen werden, dass mindestens ein Rahmen 3, 5, 8, hier alle Rahmen 3, 5, 8, einen freien Querschnitt 3.1 , 5.1 , 8.1 aufweisen, der mindestens dem jeweils herzustellenden, vorzugsweise dem maximal herstellbaren, Format entspricht. Das Schneidmittel 4 wird an dem oberen Rahmen befestigt, indem es durch eine Bewegung in oder gegen die Laufrichtung der Folienbahn in den ersten, hier oberen, Maschinenrahmen, insbesondere horizontal, eingeschoben wird und auf diesem aufliegt sowie dann dort, vorzugsweise werkzeugfrei, fixiert wird. Dasselbe gilt für das Gegenmittel, das ebenfalls in oder gegen die Laufrichtung der Folienbahn auf den zweiten, hier unteren,
Maschinenrahmen, insbesondere horizontal aufgeschoben und dann dort, vorzugsweise werkzeugfrei, fixiert wird. Der Darstellung gemäß Figur 2 kann entnommen werden, dass sowohl das Schneidmittel 4 als auch das Gegenmittel 7 vorzugsweise eine Vielzahl von Schneiden bzw. Gegenmessern aufweist. Die Anzahl und Anordnung der
Schneiden/Gegenmesser entspricht dabei dem jeweils zu verarbeitenden Format, das in dem vorliegenden Fall aus zwei Reihen und vier Spalten besteht. Sofern vorhanden, muss bei einem Formatwechsel in der Regel ebenfalls das Ausstoßmittel 2 ausgetauscht werden. Dieses wird vorzugsweise, wie durch den Doppelpfeil angedeutet, bei einem
Werkzeugwechsel, hier vertikal, angehoben bzw. abgesenkt. Der Fachmann erkennt, dass bei der Schneidstation der erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine der
Werkzeugwechsel mit sehr einfachen Mitteln, vorzugsweise werkzeugfrei, und in sehr kurzer Zeit erfolgen kann. Gegebenenfalls muss für einen Werkzeugwechsel die Folienbahn nicht durchtrennt werden.
Die Figuren 3a - 3c zeigen das Ausschneiden der jeweiligen Verpackung aus der
Folienbahn 9, wobei in der Darstellung die Folienbahn von rechts nach links durch die Schneidstation bewegt wird. Wie Figur 3a entnommen werden kann, befinden sich zunächst sowohl der erste Rahmen 3 als auch der zweite Rahmen 5 in einer von der Folienbahn 9 beabstandeten Position. Insbesondere der erste, hier der obere, Rahmen 5 wird in dieser
Position durch ein Federmittel gehalten. Sodann bewegt ein Antriebsmittel, hier ein Zylinder, den zweiten Rahmen 8, wie durch die Pfeile dargestellt, hier nach oben, in seine
Schneidposition (vgl. Figur 3b). Der erste Rahmen 3 verbleibt dabei in seiner von der Folienbahn beabstandeten Position. Anschließend bewegt sich der Antrieb 1 weiter, insbesondere fährt der Zylinder weiter ein, und zieht dabei den ersten Rahmen 3, wie durch den Pfeil dargestellt, hier gegen die Federkraft nach unten. Dabei wird ebenfalls das an dem Rahmen 3 vorgesehene Schneidmittel 4 nach unten bewegt und wirkt mit Gegenmitteln, die an dem ersten Rahmen 8 angeordnet sind, jeweils schneidend zusammen, so dass die jeweiligen Verpackungen vereinzelt werden. Die ausgeschnittenen Verpackungen werden dann nach unten durch den zweiten Rahmen 8 hindurch abgeführt. Dies kann durch ein Ausstoßen, beispielweise Ausblasen mittels Druckluft, die von dem Ausstoßmittel 2 ausströmt, erfolgen. Die Verpackungen können aber auch zunächst reversibel mit dem Ausstoßmittel, beispielsweise durch Unterdruck, verbunden und dann definiert,
beispielsweise auf einem Transportmittel und/oder in einem weiteren Verpackungsmittel, abgesetzt werden. Anschließend oder gleichzeitig bewegt sich das Antriebsmittel in die entgegengesetzte Richtung, d. h. ein Zylinder fährt beispielsweise wieder auseinander und der erste und/oder der zweite Rahmen 3, 8 bewegen sich in die von der Verpackungsfolie beabstandete Position. Diese kann dann um eine weitere Vorschublänge weiter transportiert werden, bevor der nächste Schneidzyklus beginnt.
Figur 4 zeigt das erfindungsgemäße Klemmmittel, hier am Beispiel des Gegenmittels. Dieses Gegenmittel weist eine Klemmfläche 7.1 auf, die zumindest abschnittsweise strukturiert, hier pyramidenartig strukturiert, ist. Eine derartige strukturierte Fläche 7.1 befindet sich rechts und links einer Ausnehmung 7.2, hier einer um die gesamte Verpackung umlaufenden Nut, in die eine Schneide des Schneidmittels zum Vereinzeln der jeweiligen Verpackung eintaucht. Der Fachmann erkennt, dass an dem Schneidmittel ebenfalls mindestens eine Klemmfläche vorhanden ist, die klemmend mit der Klemmfläche 7.1 zusammenwirkt. Diese Klemmfläche ist vorzugsweise ebenfalls mindestens abschnittsweise strukturiert, insbesondere pyramidenartig strukturiert, ausgeführt, wobei die Pyramiden der jeweiligen klemmenden Flächen vorzugsweise so versetzt zueinander vorgesehen sind, dass die Spitze einer Pyramiden der einen Klemmfläche in den Zwischenraum zwischen mindestens zwei Pyramiden der anderen Klemmfläche eingreift.
In Figur 5 ist eine mögliche Ausführungsform des Ausstoßmittels 2 dargestellt. Dieses weist ein Gehäuse 14, hier eine Platte, insbesondere eine Stahlplatte auf, mit einem Druck und/oder Saugmittelanschluss versehen ist. Au ßerdem ist an dem Gehäuse eine Dichtung 12 angeordnet, die dichtend mit dem anzusaugenden bzw. auszustoßenden Produkt
zusammenwirkt. Die Dichtung ist vorzugsweise an das anzusaugende Produkt, hier eine Wurst, angepasst. Die Dichtung ist vorzugsweise zumindest teilweise ringförmig gestaltet, so dass sich eine oder mehrere Saug- und/oder Druckkammern 13 ausbilden. Vorzugsweise ist die Dichtung aus geschäumtem PUR-Material gefertigt, dass so elastisch ist, dass sich die Form der Dichtung in den Kontaktbereichen an die Form des Produkts anpasst.
Bezugszeichenliste:
1 Antriebsmittel, Hochkraftzylinder
2 Ausstoßmittel
3 erster, oberer Rahmen
3.1 offener Querschnitt des oberen Rahmens
4 Schneidmittel
5 Masch inen rahmen, ortsfester Rahmen
5.1 offener Querschnitt des ortsfesten Rahmens
6 Anschlag
7 Gegenmittel, Gegenmesser, Schneidbrille
7.1 Klemmfläche, strukturierte Fläche
7.2 Ausnehmung, Nut
8 zweiter, unterer Rahmen
8.1 offener Querschnitt des unteren Rahmens
9 Folienbahn
10 Verpackung
1 1 Schneidstation
12 Dichtung
13 Vakuum- und/oder Druckkammer
14 Gehäuse
15 Saug- und/oder Druckmittelanschluss