Beschreibung
Aufnahmevorrichtung für wenigstens ein Flaschen- oder Becherbehältnis in einem Fahrzeuginnenraum Die Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung für wenigstens ein Flaschen- oder Becherbehältnis in einem Fahrzeuginnenraum mit einem Aufnahmebereich, sowie mit einem relativ zu dem Aufnahmebereich hubbeweglich gelagerten Halterahmen, und mit einem an dem Aufnahmebereich angelenkten Deckel zum Verschließen und Freigeben des Aufnahmebereiches, wobei der Deckel und der Halterahmen zumindest über einen Teil ihrer Bewegungswege mittels einer Zwangsführung miteinander gekoppelt sind.
Eine derartige Aufnahmevorrichtung ist aus der EP 1380466 B1 be- kannt. Die bekannte Aufnahmevorrichtung ist für den Einbau in einer Mittelkonsole eines Fahrzeuginnenraumes vorgesehen. Die bekannte Aufnahmevorrichtung weist einen becherförmigen Aufnahmebereich auf, der in der Mittelkonsole fest angeordnet ist. Innerhalb des Aufnahmebereiches ist ein ringförmiger Halterahmen hubbeweglich verschiebbar ge- lagert. Der Halterahmen wird zwischen seiner unteren Ruheposition, in der er in dem Aufnahmebereich versenkt angeordnet ist, und einer oberen Funktionsposition, in der er zur seitlichen Stützung eines entsprechenden Flaschen- oder Becherbehältnisses dient, durch eine Zwangsführung verlagert, die an die Schwenkbeweglichkeit eines Deckels ge- koppelt ist. Der Deckel dient dazu, den Aufnahmebereich in der nach unten versenkten Ruheposition des Halterahmens zu verschließen. Beim Öffnen des Deckels wird über die Zwangsführung zwangsläufig der Halterahmen mit angehoben. Die Zwangsführung wird durch einen am Deckel angeordneten Steuerzapfen einerseits und eine durch eine Kulissenführung in der Wandung des Halterahmens gebildete Steuerkurve andererseits definiert, wobei der Zapfen während einer Aufstelloder Schließbewegung des Deckels in der Kulissenführung geführt ist
und eine entsprechende Hub- oder Senkbewegung des Halterahmens bewirkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufnahmevorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine einfache Handhabung und eine funktionssichere Aufnahme wenigstens eines Flaschen- oder Becherbehältnisses ermöglicht.
Diese Aufgabe wird für eine Aufnahmevorrichtung der eingangs genann- ten Art dadurch gelöst, dass die Zwangsführung eine am Aufnahmebereich gelagerte Steuermechanik aufweist, die mit dem Deckel und mit dem Halterahmen bewegungsübertragend gekoppelt ist, und dass für eine ausgefahrene Funktionsstellung des Halterahmens eine Blockiereinrichtung vorgesehen ist. Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich sowohl für stationär im Fahrzeuginnenraum angeordnete Aufnahmevorrichtungen, insbesondere im Bereich einer Mittelkonsole, als auch für Aufnahmevorrichtungen, die in beweglichen Teilen des Fahrzeuginnenraumes angeordnet sind wie insbesondere im Bereich einer beweglichen Armauflage zwischen frontseitigen Sitzen oder im Bereich einer Rücken- lehnenanordnung einer Fondsitzbank, die in hochgeschwenkter Stellung als Teil der Rückenlehnenanordnung der Fondsitzbank dient. Die Aufnahmevorrichtung kann auch an anderer Stelle im Fahrzeuginnenraum vorgesehen sein, die für das Abstellen von Flaschen- oder Becherbehältnissen durch Fahrzeuginsassen geeignet ist. Die erfindungsgemäße Lösung ist in besonders vorteilhafter Weise für den Fahrzeuginnenraum eines Personenkraftwagens vorgesehen. Sie kann aber auch im Fahrzeuginnenraum von Nutzfahrzeugen oder Lastkraftwagen oder auch im Fahrzeuginnenraum von Schienenfahrzeugen vorgesehen sein. Die Blockiereinrichtung wirkt formschlüssig in Hochrichtung und blockiert eine Absenkbewegung des Halterahmens in der ausgefahrenen Funktionsstellung nach unten. Die Blockiereinrichtung dient dazu, den Halte-
rahmen in der ausgefahrenen Funktionsstellung zu stützen, um zu vermeiden, dass ein in den Halterahmen einzusetzendes Flaschen- oder Becherbehältnis den Halterahmen unbeabsichtigt nach unten drückt. Die Steuermechanik bewirkt über den gesamten Bewegungsweg des Hal- terahmens und des Deckels relativ zum Aufnahmebereich eine Zwangssteuerung.
In Ausgestaltung der Erfindung ist eine Führungsmechanik zur hubbeweglichen Verlagerung des Halterahmens relativ zu dem Aufnahmebe- reich vorgesehen, und die Führungsmechanik umfasst an einem oberen Endbereich eine auf einen kurzen Weg begrenzte Querführung, die den Halterahmen nach Erreichen einer oberen Endlage vom Deckel weg querverlagert. Die Querführung dient als Blockiereinrichtung zum Stützen des Halterahmens in der querverlagerten Endstellung, die der aus- gefahrenen Funktionsstellung entspricht, gegen ein Absenken des Halterahmens nach unten. Ergänzend kann der Querführung ein Stützabschnitt am Aufnahmebereich zugeordnet sein, der den Halterahmen in der querverlagerten Endstellung formschlüssig nach unten abstützt. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Steuermechanik wenigstens einen am Aufnahmebereich geführten und relativ zu dem Aufnahmebereich verlagerbaren Steuerkörper, der mit dem Halterahmen gekoppelt ist. Der Steuerkörper ist Teil der Steuermechanik. Der Steuerkörper kann ein- oder mehrteilig ausgeführt sein und weist vorzugsweise Führungsprofilierungen auf, die mit komplementären Führungsprofilie- rungen am Aufnahmebereich zusammenwirken. Zudem sind dem Steuerkörper weitere Führungsprofilierungen zugeordnet, die mit komplementären Führungsprofilierungen des Halterahmens gekoppelt sind. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Bewegungsrichtung des Steuerkörpers unterschiedlich zu einer Hubbewegungsrichtung des Halterahmens. In vorteilhafter Weise ist der Steuerkörper am Aufnahmebe-
reich quer oder schräg zu einer Hubbewegungsrichtung des Halterahmens beweglich gelagert.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Dämpfungseinheit zur Dämpfung von Verlagerungsbewegungen des Steuerkörpers vorgesehen. Aufgrund der Zwangskopplung des Steuerkörpers sowohl mit dem Halterahmen als auch mit dem Aufnahmebereich gewährleistet die Dämpfungseinheit eine gleichmäßige Öffnungs- oder Schließbewegung des Deckels wie auch eine gleichmäßige Hub- oder Senkbewegung des Halterahmens. Hierdurch können Anschlaggeräusche in Endstellungen des Deckels und des Halterahmens vermieden oder reduziert werden. Ein Anheben des Deckels aus seiner Schließstellung erfolgt vorzugsweise durch Entriegelung des Deckels und eine auf den Deckel wirkende Federkraft. Der wenigstens eine Steuerkörper sowie der Halterahmen werden zwangsläufig mitbewegt. Eine Schließbewegung des Deckels erfolgt manuell durch entsprechende Kräfte der Hand einer Bedienperson. Aufgrund der Zwangskopplung mit dem wenigstens einem Steuerkörper und dem Halterahmen werden auch Steuerkörper und Halterahmen zwangsläufig in die Ruhestellung zurückgeführt.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auch dadurch gelöst, dass der Halterahmen in Hubrichtung nach oben durch einen Hubantrieb in Form einer Hubfederanordnung beaufschlagt ist, dass die Zwangsführung derart gestaltet ist, dass bei einer Schließbewegung des Deckels der Halterahmen aus seiner oberen Halteposition in eine untere Ruheposition überführbar ist, und dass dem Deckel lösbare Verriegelungsmittel zugeordnet sind, um den Deckel in seiner Schließstellung zu arretieren. Der Hubantrieb in Form der Hubfederanordnung ist vorzugsweise permanent wirksam, so dass die Arretierung des Deckels in seiner Schließstellung auch die Sicherung des Halterahmens in seiner unteren Ruheposition bewirkt. Dem Halterahmen ist ein Anschlag für eine obere Endposition zugeordnet, der verhindert, dass der Halterahmen durch die
Hubfederanordnung bei geöffnetem Deckel nach oben aus den Hubführungen herausgedrückt wird. Die Hubfederanordnung umfasst vorzugsweise mehrere Schraubendruckfedern, die in Hubrichtung ausgerichtet sind und sich am Aufnahmebereich einerseits und einer Unterseite des Halterahmens andererseits abstützen.
In Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Zwangsführung wenigstens ein Zugmittel, das den hubbeweglichen Halterahmen mit dem schwenkbeweglich gelagerten Deckel bewegungsübertragend verbindet. Das wenigstens eine Zugmittel ist vorzugsweise so am stationären Aufnahmebereich umgelenkt, dass eine Schwenkbewegung des Deckels eine Hubverlagerung des Halterahmens bewirkt. Das wenigstens eine Zugmittel greift am Deckel einerseits und am Halterahmen andererseits an. Bei einem Schließen des Deckels wird das wenigstens eine Zugmittel auf Zug belastet. Das wenigstens eine Zugmittel greift von unten her an dem Halterahmen an und übt auf den Halterahmen eine Zugkraft entgegengesetzt zur Druckkraft der Hubfederanordnung aus. Vorzugsweise wird der Deckel von Hand aus seiner geöffneten Stellung in die Schließstellung verschwenkt. Das manuell aufgebrachte Drehmoment übt eine Zugkraft auf das wenigstens eine Zugmittel aus, die ausreichend groß ist, um die Gegenkraft der Hubfederanordnung zu überwinden. Vorzugsweise ist als Zugmittel ein Zugseil, ein Zugband oder ein ähnlich gestalteter Zugstrang vorgesehen. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Zwangsführung zueinander korrespondierende Steuerprofilierungen am Deckel einerseits und am Halterahmen andererseits, die für eine Überführung des Deckels in seine Schließposition und des Halterahmens in seine untere Ruheposition aneinanderliegen. Bei dieser Ausgestaltung drückt der Deckel bei seiner Überführung in die Schließstellung zwangsläufig den Halterahmen nach unten in seine im Aufnahmebereich versenkte Ruheposition. In vorteilhafter Weise ist der Deckel schwenkbeweglich gelagert. In der
Öffnungsposition des Deckels ragt der Deckel in vorteilhafter Weise zumindest teilweise über eine Oberseite des Halterahmens in dessen obere Funktionsstellung nach oben ab. Dadurch kann in vorteilhafter Weise bei einer Schwenkbewegung des Deckels nach unten eine ausreichende Kraft auf den Halterahmen ausgeübt werden, um den Halterahmen gegen die Hubkraft der Hubfederanordnung nach unten zu drücken.
In vorteilhafter Weise ist als Steuerprofilierung im Bereich des Deckels wenigstens ein Steuernocken an einer Unterseite des Deckels vorgese- hen. Der Halterahmen weist als korrespondierende Steuerprofilierung eine dem Deckel zugewandte Steuerfläche im Bereich seiner Außenkontur auf. An dieser Steuerfläche kommt der wenigstens eine Steuernocken zur Anlage, sobald eine entsprechende Schwenkbewegung des Deckels aus der geöffneten Freigabestellung in Richtung seiner Schließstellung eingeleitet ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den An Sprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Aus führungsbeispiele der Erfindung, die anhand der Zeichnungen darge stellt sind.
Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung im Bereich einer Mittelkonsole eines Fahrzeuginnenraumes,
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung die Aufnahmevorrichtung nach Fig. 1 mit geschlossenem Deckel, die Aufnahmevorrichtung nach den Fig. 1 und 2 mit geöffnetem Deckel,
Fig. 4 die Aufnahmevorrichtung nach den Fig. 2 und 3 in einer Schnittdarstellung mit geschlossenem Deckel,
Fig. 5 die Aufnahmevorrichtung nach Fig. 4 in einer Schnittdarstellung mit geöffnetem Deckel,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung ähnlich der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5 in einer Schnittdarstellung mit geschlossenem Deckel,
Fig. 7 die Aufnahmevorrichtung nach Fig. 6 mit geöffnetem Deckel,
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung in geschlossener Ruhestellung,
Fig. 9 die Aufnahmevorrichtung nach Fig. 8 in geöffneter Funktionsstellung,
Fig. 10 eine Schnittdarstellung der Aufnahmevorrichtung gemäß Fig. 8,
Fig. 1 1 eine Schnittdarstellung der Aufnahmevorrichtung gemäß Fig. 9,
Figur 12 eine Seitenansicht der Aufnahmevorrichtung nach Fig. 8, Figur 13 eine Seitenansicht der geöffneten Stellung der Aufnahmevorrichtung gemäß Fig. 9,
Fig. 14 schematisch eine Teildarstellung der Aufnahmevorrichtung nach Fig. 8,
Fig. 15 schematisch die Teildarstellung nach Fig. 14 in einer halbgeöffneten Zwischenstellung,
Fig. 16 die Teildarstellung nach den Figuren 14 und 15 in einer geöffneten Endstellung, Fig. 17 in einer Explosionsdarstellung einen Aufnahmebereich und einen Halterahmen der Aufnahmevorrichtung nach den Figuren 8 und 9,
Fig. 18 eine schematische Seitenansicht ähnlich Fig. 12,
Fig. 19 schematisch eine Darstellung der Aufnahmevorrichtung gemäß
Fig. 13 unter Weglassung des Aufnahmebereiches,
Fig. 20 eine schematische Darstellung der Aufnahmevorrichtung ähn- lieh Fig. 13,
Fig. 21 bis 23 die Aufnahmevorrichtung nach den Figuren 8 bis 20 mit schematischer Darstellung auch unsichtbarer Linien von Füh- rungsprofilierungen zwischen Aufnahmebereich, Halterahmen und Steuerkörper,
Fig. 24 eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung in geschlossener Ruhestellung, Fig. 25 die Aufnahmevorrichtung nach Fig. 24 in geöffneter Funktionsstellung,
Fig. 26 eine Schnittdarstellung der Aufnahmevorrichtung nach Fig. 24, Fig. 27 eine Schnittdarstellung der Aufnahmevorrichtung in der Position gemäß Fig. 25,
Fig. 28 eine Seitenansicht der Aufnahmevorrichtung nach Fig. 24,
Fig. 29 eine Seitenansicht der Aufnahmevorrichtung in der Position gemäß Fig. 25,
Fig. 30 schematisch die Aufnahmevorrichtung nach Fig. 28 mit Darstellung sichtbarer und unsichtbarer Linien von Führungsprofilie- rungen eines Steuerkörpers, eines Aufnahmebereiches und des Halterahmens und
Fig. 31 schematisch eine Darstellung ähnlich Fig. 30, jedoch in geöffneter Funktionsstellung.
Ein Personenkraftwagen weist in seinem Fahrzeuginnenraum zwischen Fahrer- und Beifahrerseite oder auch im Bereich einer Fondsitzbank eine Mittelarmlehne 1 auf, in der eine Aufnahmevorrichtung 2 für zwei Flaschen- oder Becherbehältnisse gemäß den Fig. 1 bis 5 angeordnet ist. Die Mittelarmlehne 1 kann gemäß Fig. 1 unterseitig mit einer Polsterung versehen sein, um in nach oben geschwenkter Funktionsstellung in eine Rückenlehnenanordnung der Fondsitzbank integriert zu sein und mit dieser Polsterung einen Teil der Rückenlehnenanordnung zu bilden. Die Anordnung weiterer Ausführungsformen erfindungsgemäßer Aufnahmevorrichtungen gemäß den Figuren 6 bis 31 entspricht der Anordnung und Unterbringung der Aufnahmevorrichtung 2, wie sie anhand der Fig. 1 dargestellt und beschrieben wird.
Die Aufnahmevorrichtung 2 weist einen formstabilen, gehäuseartigen Aufnahmebereich 3 auf, der in einem entsprechenden Rahmenabschnitt der Mittelarmlehne 1 versenkt aufgenommen ist. Der Aufnahmebereich 3 ist bodenseitig mit einem Stützboden 1 1 versehen, auf dem entsprechende Flaschen- oder Becherbehältnisse abstellbar sind. Der Stützboden 1 1 kann formstabil oder nachgiebig, insbesondere elastisch weich,
gestaltet sein, um eine Dämpfung für abgestellte Behältnisse zu erzielen. Nach oben ist der Aufnahmebereich 3 offen und durch einen schwenkbeweglich am Aufnahmebereich 3 gelagerten Deckel 5 verschließbar. Der Deckel 5 ist um eine quer zu einer Mittellängsachse der Mittelarmlehne 1 ausgerichtete Schwenkachse S am Aufnahmebereich 3, der ein im Wesentlichen wannenförmiges Gehäuse für die Aufnahmevorrichtung 2 bildet, schwenkbeweglich gelagert. Der Aufnahmebereich 3 umschließt einen quaderartigen Aufnahmeraum, der nach oben offen ist, und in dem ein mit einer etwa rechteckigen Grundfläche versehener Halterahmen 4 hubbeweglich gelagert ist. Der Aufnahmeraum des Aufnahmebereiches 3 ist durch den Deckel 5 verschließbar, der im Bereich einer Längsseite des Aufnahmeraumes schwenkbeweglich gelagert ist. In einer Schließposition (Fig. 4) schließt eine Oberseite des Deckels 5 etwa bündig mit einer Oberseite des Aufnahmebereiches 3 und mit einer Oberseite der Mittelarmlehne 1 ab. In der geöffneten Freigabeposition des Deckels 5 ist der Deckel 5 um etwa 90° relativ zu seiner Schließposition nach oben verschwenkt, so dass der Deckel 5 im Wesentlichen vertikal ausgerichtet an einem Längsrand der Aufnahmeöffnung des Aufnahmebereiches 3 anliegt (siehe Fig. 1 , 3 und 5). In der Schließposi- tion ist der Deckel 5 mittels einer Verriegelungseinheit 6, 10 lösbar arretiert. Die Verriegelungseinheit 6, 10 ist mittels einer Push-Push- Mechanik in eine Arretierstellung oder eine Lösestellung zur Freigabe des Deckels 5 überführbar. Die Verriegelungseinheit umfasst im Bereich des Deckels 5 zudem ein Rastelement 7, mit dem die Verriegelungsein- heit 6, 10 zusammenwirkt.
Der Halterahmen 4 ist mit zwei ringförmigen Aufnahmeabschnitten versehen, die zur seitlichen Sicherung und Stützung jeweils eines Flaschen- oder Becherbehältnisses dienen. Der Halterahmen 4 ist einstü- ckig als Kunststoffformteil gestaltet und ist mit Hilfe von Linearführungen 12 bis 15 linearbeweglich in Hub- oder Senkrichtung relativ zum Aufnahmeraum etwa vertikal beweglich gelagert. Hierzu ist der Aufnahme-
bereich 3 mit säulenartig nach oben ragenden Hohlprofilführungen (14, 15) versehen, in die nach unten abragende Führungsstege 12, 13 des Halterahmens 4 linearbeweglich hineinragen. Die Hubbeweglichkeit des Halterahmens 4 wird durch einen Hubantrieb in Form einer Hubfederan- Ordnung 16 unterstützt, wobei die Hubfederanordnung im Bereich von wenigstens zwei zueinander beabstandeten säulenförmigen Hohlprofilabschnitten 15 mit jeweils einer Schraubendruckfeder 16 versehen sind, die den entsprechenden Hohlprofilabschnitt 15 koaxial umgeben. Jede Schraubendruckfeder der Hubfederanordnung 16 stützt sich bodenseitig am Aufnahmebereich 3 und oberseitig an einer Innenseite des Halterahmens 4 ab, so dass die Hubfederanordnung 16 den Halterahmen 4 in Hubrichtung nach oben permanent druckbeaufschlagt.
Bei geöffnetem Deckel 5 wird der Halterahmen 4 daher durch die Hub- federanordnung 16 gemäß Fig. 5 bis zu einem Endanschlag nach oben gedrückt. Dieser Endanschlag wird beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch den Deckel 5 gebildet, der im Bereich seiner Deckelinnenseite mit wenigstens einem Stütznocken 8 versehen ist, an der eine Stützfläche 9 im Bereich einer oberen Außenkontur des Halterahmens 4 in der oberen Endposition des Halterahmens 4 zur Anlage kommt.
Die Schwenkbeweglichkeit des Deckels 5 ist durch einen Endanschlag 21 an einem unteren Endbereich des Aufnahmebereiches 3 begrenzt, an dem ein unterer Längsrand 20 des Deckels 5 in der geöffneten Frei- gabestellung des Deckels 5 anschlägt. Beim Auftreffen der Steuerfläche 9 auf den wenigstens einen Steuernocken 8 kann der Deckel 5 daher aufgrund seiner Abstützung im Bereich des Längsrandes 20 und des Stützanschlages 21 nicht mehr weitergeschwenkt werden, so dass der in der geöffneten Freigabeposition gemäß Fig. 5 gestützte Deckel 5 auch eine zuverlässige Abstützung gegen ein weiteres nach oben Ausfahren des Halterahmens 4 bildet.
Ergänzend oder alternativ kann der Halterahmen 4 im Bereich seiner Hubführungen 12 bis 15 selbst mit wenigstens einem entsprechenden Endanschlag versehen sein, durch den verhindert wird, dass der Halterahmen 4 einen vorgegebenen Hubweg nach oben überschreitet.
Um den Halterahmen 4 aus seiner nach oben ausgefahrenen Funktionsstellung gemäß den Fig. 1 , 3 und 5 wieder in den Aufnahmeraum des Aufnahmebereiches 3 hineinzudrücken, wird in einfacher Weise der Deckel 5 aus seiner geöffneten Freigabeposition wieder in Richtung sei- ner Schließstellung verschwenkt. Dabei drückt der wenigstens eine Steuernocken 8 an der Unterseite des Deckels 5 gegen die schräge Steuerfläche 9 des Halterahmens 4, wodurch der wenigstens eine Steuernocken 8 zwangsläufig die Steuerfläche 9 während einer Schwenkbewegung des Deckels 5 in Richtung seiner Schließstellung nach unten zwingt. Hierdurch wird der Halterahmen 4 gegen die Druckkraft der Hu bfederanordnung 16 nach unten gedrückt, bis der Deckel 5 seine Schließstellung gemäß den Fig. 2 und 4 erreicht hat. Bei Erreichen der Schließstellung 5 rastet die Verriegelungseinheit 6, 7, 10 vorzugsweise automatisch ein, so dass der Deckel 5 in seiner Schließstellung gesi- chert ist und arretiert bleibt. Eine Innenseite des Deckels 5 weist Stegoder Wandungsabschnitte auf, die in den Fig. 4 und 5 nicht näher bezeichnet sind. Diese Steg- oder Wandungsabschnitte halten den Halterahmen 4 gegen die Druckkraft der Hubfederanordnung 16 in seiner unteren Ruhestellung, indem sie flächig auf der Oberseite des Halterah- mens 4 aufliegen. Die permanente Druckkraft der Hubfederanordnung 16 gewährleistet gleichzeitig eine Klapperfreiheit, da der Halterahmen 4 bei verschlossenem Deckel 5 in vorgespannter Stellung verbleibt.
Alternativ ist es möglich, mittels der Verriegelungseinheit 6, 7, 10 direkt den Halterahmen 4 in seiner Ruhestellung zu sichern oder aus dieser Ruhestellung heraus freizugeben. Bei dieser Ausführungsform weist der Deckel 5 keine direkte Rückhaltefunktion für den Halterahmen 4 auf,
sondern dient lediglich zum Verschluss der Aufnahmeöffnung des Aufnahmebereiches 3.
Die Ausführungsform nach den Fig. 6 und 7 entspricht im Wesentlichen der zuvor anhand der Fig. 1 bis 5 beschriebenen Ausführungsform. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Offenbarung der Beschreibung und der Zeichnungen zu dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5 verwiesen. Funktions- oder baugleiche Teile und Abschnitte der Aufnahmevorrichtung 2a nach den Fig. 6 und 7 sind mit gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung des Buchstabens a versehen. Nachfolgend wird auf die maßgeblichen Unterschiede der Aufnahmevorrichtung 2a gemäß den Fig. 6 und 7 gegenüber der Aufnahmevorrichtung 2 nach den Fig. 1 bis 5 verwiesen. Wesentlicher Unterschied bei der Aufnahmevorrichtung 2a nach den Fig. 6 und 7 ist es, dass dort eine Zwangsführung zur Bewegungskopplung des Halterahmens 4a mit dem Deckel 5a durch wenigstens ein Zugmittel in Form eines Zugseiles 17 gebildet ist. Das Zugseil 17 ist von unten her dem Haltebereich 4a zugeführt und an einem Halteabschnitt 18 mit einem Stirnendbereich an dem Halterahmen 4a befestigt. Ein gegenüberliegender Stirnendbereich des Zugseiles 17 ist an einem Seitenrand 19 des Deckels 5a befestigt. Das Zugseil 17 ist über Umlenkstege 22 an einem Bodenbereich des Aufnahmebereiches 3a innerhalb des Aufnahmebereiches 3a umgelenkt, um ein Angreifen des Zugseiles 17 am Halterahmen 4a von unten her zu ermöglichen. Hierdurch ist gewährleistet, dass auf den Halterahmen 4a durch das Zugseil 17 eine Zugkraft entgegen der Hubkraft der Hubfederanordnung 16a nach unten aufgebracht werden kann, wodurch der Halterahmen 4a gegen die Druckkraft der Hubfederanordnung 16a aus seiner Funktionsstellung gemäß Fig. 7 in die versenkte Ruheposition gemäß Fig. 6 überführt werden kann. Länge, Verlauf und Umlenkung des Zugseiles 17 sind derart gewählt, dass bei einer Schwenkbewegung des Deckels 5a nach unten
zwangsläufig der Halterahmen 4a aus seiner Funktionsstellung gemäß Fig. 7 nach unten gezogen wird. Es können mehrere, über die Breite des Halterahmens 4a verteilt angeordnete Zugmittel in Form von Zugseilen 17 oder ähnlichem vorgesehen sein, die derart aufeinander abgestimmt sind, dass sie eine parallele Zugkraftbelastung auf den Halterahmen 4a ausüben.
In seiner Schließstellung kann der Deckel 5a zusätzlich oder alternativ zu der über das wenigstens eine Zugseil 17 aufgebrachten Zugkraft auf den Halterahmen 4a Druck von oben her über einen entsprechenden Steg- oder Wandungsabschnitt im Bereich der Innenseite des Deckels 5a ausüben. Der Deckel 5a ist in gleicher Weise mittels einer Verriegelungseinheit 6a, 7a, 10a in der Schließstellung manuell lösbar gesichert, wie dies bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 5 der Fall ist.
Die Aufnahmevorrichtungen 2b und 2c gemäß den Figuren 8 bis 31 sind in gleicher Weise in einem Fahrzeuginnenraum positioniert, wie dies zuvor anhand der Aufnahmevorrichtung 2 gemäß Fig. 1 beschrieben wurde. Funktionsgleiche Teile der Aufnahmevorrichtungen 2b und 2c der Aufnahmevorrichtungen 2b und 2c werden mit gleichen Bezugszeichen unter Hinzufügung der Buchstaben b und c versehen. Funktionsgleiche Abschnitte oder Teile zwischen den Aufnahmevorrichtungen 2b und 2c werden ebenfalls mit gleichen Bezugszeichen, aber unter Hinzufügung eines Strichs ', versehen.
Wesentliche Unterschiede der Aufnahmevorrichtungen 2b und 2c gegenüber den zuvor beschriebenen Aufnahmevorrichtungen gemäß den Figuren 1 bis 7 sind es, dass zur Kopplung der Schwenkbewegungen der Deckel 5b und 5c mit einer Bewegung der Halterahmen 4b, 4c zu- sätzliche Steuerkörper S, S' vorgesehen sind, die jeweils an gegenüberliegenden Seiten des Aufnahmebereiches 3b, 3c paarweise und synchronisiert zueinander beweglich gelagert sind. Dabei werden die Steu-
erkörper S, S' zur Steuerung der Bewegungen des Halterahmens 4b, 4c und des Deckels 5b, 5c in Richtungen bewegt, die unterschiedlich sind zu der Hubrichtung des jeweiligen Halterahmens 4b, 4c. Die Steuerkörper S, S' sind an dem jeweiligen Aufnahmebereich 3b, 3c geführt und beweglich gelagert. Zur Führung der Steuerkörper S, S' relativ zu dem jeweiligen Aufnahmebereich 3b, 3c sind Führungsprofilierungen in Form von Kulissenführungen, Kulissenzapfen oder Führungsstegen und Führungsnuten vorgesehen, die nachfolgend näher beschrieben werden. Bei beiden Aufnahmevorrichtungen 2b und 2c ist der jeweilige Deckel 5b, 5c durch eine Verriegelungseinheit 6b, 10b; 6c, 10c verriegelbar und freigebbar, die der Verriegelungseinheit 6, 10 gemäß den zuvor beschriebenen Ausführungsformen funktional entspricht. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird daher bezüglich dieser Verriegelungseinheiten 6b, 10b auf die Offenbarung zu den Figuren 1 bis 7 verwiesen.
Den nachfolgend näher beschriebenen Steuerkörpern S, S' sind Dämpfungseinheiten, vorzugsweise in Form von Silikonbremsen, zugeordnet, die die Bewegungen der Steuerkörper S, S' relativ zum Aufnahmebereich dämpfen. Anhand der Figuren 12 und 13 ist eine Aufnahme 26 für eine entsprechende Silikonbremse sowie eine zugeordnete Zahnstangenführung 27 für den Steuerkörper S schematisch dargestellt. Auch die Steuerkörper S' sind mit ähnlichen Dämpfungseinheiten versehen. Dies ist anhand der Zahnstangenführung 27'gemäß den Figuren 24 bis 31 angedeutet. Da jeweils beide Steuerkörper S, S' an gegenüberliegenden Seiten des jeweiligen Aufnahmebereiches 3b, 3c an den jeweils einzelnen, gemeinsamen Deckel 5b, 5c gekoppelt sind, werden sie zwangsläufig synchronisiert zueinander bewegt, abhängig von der Bewegung des Deckels 5b, 5c. Bei beiden Ausführungsformen wird der Deckel 5b, 5c an den gegenüberliegenden Seiten des Aufnahmebereiches 3b, 3c über jeweils einen Schwenkhebel 25, 25' um eine Schwenkachse D drehbar gelagert. Auf
beiden Seiten ist dem jeweiligen Deckel 5b, 5c jeweils eine Schenkelfeder 23, 23' zugeordnet, die den Deckel 5b, 5c in Öffnungsrichtung drehmomentbeaufschlagt. Eine Schwenkbewegung des Deckels 5b, 5c ist bei beiden Ausführungsformen durch einen in eine kreisbogenförmige Kulissenführung hineinragenden Anschlagzapfen begrenzt, der einstückig mit dem jeweiligen Deckel 5b, 5c ist. Die Kulissenführung ist in der jeweiligen Seite des Aufnahmebereiches 3b, 3c vorgesehen und koaxial kreisbogenförmig zur Drehachse D ausgeführt (für die Aufnahmevorrichtung 2c in Fig. 31 Kulissenführung 39 und Anschlagzapfen 40). In der geöffneten Funktionsstellung ist der Deckel 5b, 5c rechtwinklig zu seiner Schließstellung (Fig. 8, Fig. 24) ausgerichtet. Für ein Schließen des Deckels 5b, 5c aus dieser offenstehenden Funktionsstellung wird manuell Druck auf den Deckel 5b, 5c ausgeübt, der die entgegengerichtete Federkraft der Schenkelfedern 23, 23' überwindet und den Deckel 5b, 5c in die Schließstellung zurückführt, in der er durch die Verriegelungseinheit 6b, 10b; 6c, 10c gesichert wird.
Beide Aufnahmebereiche 3b, 3c sind mit elastisch nachgiebigen Raststegen R zum Einrasten in einen entsprechenden Rahmenabschnitt der Mittelarmlehne 1 versehen. Dadurch ist ein werkzeugloses Befestigen der jeweiligen Aufnahmevorrichtung 2b, 2c in dem entsprechenden Rahmenabschnitt des Fahrzeuginnenraumes ermöglicht.
Mittels der Steuerkörper S, S' werden die Halterahmen 4b, 4c bei bei- den Aufnahmevorrichtungen 2b, 2c aus einer unteren Ruhelage in eine obere Endlage hubverlagert und anschließend um einen geringen Betrag rechtwinklig zur Hubbewegung vom Deckel 5b, 5c weg nach vorne querverlagert. Dieser begrenzte Querverlagerungsweg der Halterahmen 4b, 4c bei beiden Aufnahmevorrichtungen 2b, 2c gewährleistet es, dass der jeweilige Halterahmen 4b, 4c formschlüssig gegen ein Nachunten- drücken abgestützt ist. Die Stützung ist selbsthemmend, so dass ein Druck von oben auf den Halterahmen 4b, 4c in der ausgefahrenen Funk-
tionsstellung zu keiner Bewegung des Halterahmens 4b, 4c nach unten führen kann. Vielmehr muss der Halterahmen 4b, 4c zunächst durch entsprechende Verschwenkung des Deckels 5b, 5c und zugehörige Zwangskopplung über die Steuerkörper S, S' wieder den Querverlage- rungsweg zurück machen, bevor ein Absenken des jeweiligen Halterahmens 4b, 4c erfolgen kann.
Bei der Aufnahmevorrichtung 2b gemäß den Figuren 8 bis 23 sind die beiden gegenüberliegenden Steuerkörper S quer zur Hubbewegungs- richtung des Halterahmens 4b linearbeweglich am Aufnahmebereich 3b gelagert. Hierzu sind am Aufnahmebereich 3b Führungsstege 32 vorgesehen, denen am jeweiligen Steuerkörper S zugehörige Führungsnuten 33 zugeordnet sind, die komplementär zu den Führungsstegen 32 am Steuerkörper S angeordnet und ausgerichtet sind. Jeder Stützhebel 25 des Deckels 5b weist einen von der Drehachse D abragenden Hebelfortsatz auf, der in einer in Hochrichtung ausgerichteten, linearen Kulissenführung 31 des Steuerkörpers S mittels eines Kulissenzapfens 24 gelagert ist. Der Halterahmen 4b ist an seinen gegenüberliegenden Seiten mittels jeweils zwei zueinander horizontal beabstandeten Lagerpunkten 28 in etwa vertikal verlaufenden Führungsprofilierungen 29 der jeweiligen Seite des Aufnahmebereiches 3b höhenverschiebbar. Die Führungsprofilierungen 29 weisen an ihren oberen Endbereichen zwei horizontal gleich- gerichtet wegragende Kulissenfortsätze 30 auf, die dazu dienen, die Lagerpunkte 28 des Halterahmens 4b in der oberen Hublage des Halterahmens 4b vom Deckel 5b weg quer zu verlagern.
Die Kopplung der Steuerkörper S mit dem Deckel 5b erfolgt über den in die jeweilige vertikale Kulissenführung 31 des jeweiligen Steuerkörpers S eingreifenden Kulissenzapfen 24, der am Aufnahmebereich ergänzend in einer kreisbogenförmigen Kulissennut 35 geführt ist, die koaxial
zur Drehachse D ausgerichtet ist (siehe insbesondere Figuren 21 bis 23). Dadurch führt zwangsläufig eine Schwenkbewegung des Deckels 5b zu einer Horizontalverschiebung des jeweiligen Steuerkörpers S längs der Führungsstege 32 und damit parallel zu einer oberen Rand- kante des Aufnahmebereiches 3b. Um diese Verschiebebewegung des Steuerkörpers S in eine Hubbewegung des Halterahmens 4b nach oben oder nach unten umzusetzen, ist jeder Steuerkörper S mit zwei parallel zueinander verlaufenden und schräg zur Verlagerungsrichtung des Steuerkörpers S ausgerichteten Führungsprofilierungen 34 versehen. Diese sind in einem Winkel von etwa 60° zur Horizontalen und demzufolge etwa in einem Winkel von etwa 30° zur Vertikalen ausgerichtet. In den Führungsprofilierungen 34 sind die Lagerpunkte 28 des Halterahmens 4b verschiebbar gelagert, die auch in den vertikalen Führungsprofilierungen 29 des Aufnahmebereiches 3b geführt sind. Die Führungs- profilierungen 34 und 29 kreuzen einander demzufolge. Durch die schräge Ausrichtung der Führungsprofilierungen 34 bewirkt eine horizontale Verlagerungsbewegung des jeweiligen Steuerkörpers S zwangsläufig eine Verschiebung der Lagerpunkte 28 längs der Führungsprofilierungen 34 und demzufolge auch eine Hubbewegung nach oben oder nach unten längs der Führungsprofilierungen 29. Bei Erreichen der oberen Hublage der Lagerpunkte 28 in den Führungsprofilierungen 29 ist die Schwenkbewegung des Deckels 5b in Richtung seiner geöffneten Endposition noch nicht zu Ende gebracht. Demzufolge führt die verbleibende Schwenkbewegung des Deckels 5b bis zur senkrecht offenen Endlage dazu, dass die Kulissenzapfen 24 die Steuerkörper S in der oberen Hublage der Führungsprofilierungen 29 die Lagerpunkte 28 noch um einen geringen Betrag in Querrichtung drücken, wodurch die Lagerpunkte 28 in die Kulissenfortsätze 30 vom Deckel weg in Richtung der Verriegelungseinheit 6b, 10b bewegt werden. Hierdurch wird der Halter- ahmen 4b zwangsläufig in Querrichtung mitverlagert. Dadurch ist eine selbsthemmende Abstützung des Halterahmens 4b in Hochrichtung nach unten gewährleistet. Der Halterahmen 4b ist in seiner ausgefahre-
nen Funktionsstellung gegen ein Absenken nach unten blockiert. Bei einem Schließen des Deckels 5b werden zunächst die Lagerpunkte 28 wieder aus den horizontalen Kulissenfortsätzen 30 zurückgezogen, bevor der Halterahmen 4b abgesenkt werden kann. Demzufolge macht auch der Halterahmen 4b beim Lösen aus seiner oberen Funktionsstellung zunächst wieder eine geringfügige Horizontalbewegung in Richtung des Deckels 5b, bevor die Absenkbewegung beginnt.
Bezüglich der Aufnahmevorrichtung 2c nach den Figuren 24 bis 31 wird nachfolgend lediglich auf die Unterschiede zur Aufnahmevorrichtung 2b nach den Figuren 8 bis 23 eingegangen. Im Übrigen gilt das zuvor zu der Aufnahmevorrichtung 2b Gesagte für die Aufnahmevorrichtung 2c in gleichem Maße. Die Aufnahmevorrichtung 2c nach den Figuren 24 bis 31 weist auf jeder Seite des Aufnahmebereiches 3c jeweils einen Steuerkörper S' auf, der längs einer Kurvenbahn an der jeweiligen Seite des Aufnahmebereiches 3c schräg zu einer Hubrichtung des Halterahmens 4c beweglich gelagert ist. Der Halterahmen 4c ist im Bereich jedes Steuerkörpers S' mit einem hinteren, der Drehachse D des Deckels 5c zugewandten Lagerzapfen 38 versehen, der in einer vertikalen Kulissenführung 36 des Aufnahmebereiches 3c hubbeweglich geführt ist. Ein vorderer Lagerzapfen 28' des Halterahmens 4c ist nicht stationär zum Halterahmen 4c wie der Lagerzapfen 38, sondern vielmehr in einer Kulissenführung 42 des Halterah- mens 4c verschiebbar gelagert. Die Kulissenführung 42 ist einstückig seitlich am Halterahmen 4c vorgesehen. Der Lagerzapfen 28' ist einerseits in dieser Kulissenführung 42 und andererseits in einer S-artig schräg verlaufenden Kulissenführung 29' am Aufnahmebereich 3c geführt. Außenseitig ist der Lagerzapfen 28' zudem am Steuerkörper S' gehalten. Die Kulissenführung 29' ist in ihrem oberen Endbereich mit einem horizontalen Kulissenfortsatz 30' versehen, der in einer oberen Hublage des Halterahmens 4c eine Querverlagerung des Halterahmens
4c analog dem Halterahmen 4b gemäß den Figuren 8 bis 23 bewirkt. Im Steuerkörper S' ist zudem eine Kurvenbahn 41 zur Führung des hinteren Lagerzapfens 38 vorgesehen. Zusätzlich ist der Steuerkörper S' mit einer Stütztasche 43 versehen, in die der Lagerzapfen 38 in oberer Hub- läge des Halterahmens 4c eintaucht und so eine notwendige Abstützung für die obere Endlage bewirkt, in der der Lagerzapfen 28' in den Kulissenfortsatz 30' der Kulissenführung 29' eingefahren ist. Der Halterahmen 4c führt durch die Steuerkinematik, die durch den Steuerkörper S' und die zuvor beschriebenen Führungsprofilierungen definiert ist, zu- nächst eine Hubbewegung nach oben durch, bevor in der oberen Hublage analog zum Halterahmen 4b die auf einen geringen Weg begrenzte Querverlagerung relativ zum Aufnahmebereich 3c nach vorne erfolgt. Je nach Gestaltung der Führungsprofilierungen der Steuerkinematik kann der Halterahmen 4c während seiner Überführung in die obere Endlage oder die untere Endlage zwischenzeitlich auch kurzfristige Kippbewegungen durchführen. So wird insbesondere ein Lösen des Halterahmens 4c aus der oberen Funktionsstellung gemäß Fig. 31 dadurch bewirkt, dass der Deckel 5c wieder in Richtung seiner Schließposition bewegt wird. Dadurch verschwenkt der Hebelfortsatz 25' des Stützhebels des Deckels 5c den Steuerkörper S' nach unten, wobei der als Stützzapfen dienende Lagerzapfen 38 aus der Aufnahmetasche 43 des Steuerkörper S' freikommt und wieder in die Kulissenbahn 41 des Steuerkörpers S' eintaucht. Gleichzeitig wird auch der als Lagerpunkt dienende Lagerzapfen 28' aus dem Kulissenfortsatz 30' der schrägen Kulissenbahn 29' herausgezogen und gemeinsam mit dem Steuerkörper S' abgesenkt. Bei Erreichen einer unteren Lage der Führungsbahn 29' wird der Lagerzapfen 28' in den unteren, horizontal nach hinten abragenden Stirnendbereich der Führungsbahn 29' eingeführt, wodurch die untere Endposition des Steuerkörpers S' gemäß Fig. 30 erreicht ist.