Rol1ladenschrank
Die Erfindung betrifft einen Rollladenschrank nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Rollladenschränke werden häufig in Büros eingesetzt. Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie nicht wie herkömmliche Schränke über Türen verfügen, die insbesonde- re in geöffneter Stellung in den Raum vor den Schrank verschwenkt werden müssen und dann häufig stören, sondern dass die Schranköffnung durch einen bewegbaren Rollladen verschließbar ist. Der Rollladen selbst besteht aus einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Rollladenprofilen, die an ihren Längsseiten beweglich miteinander verbunden sind.
Es sind Rollläden bekannt, deren Rollladen beispielsweise in Vertikalrichtung zum Öffnen und Schließen der Schrank- Öffnung verstellt werden kann. Ebenso bekannt sind horizontal verschiebbare Rollläden.
Insbesondere bei Schränken mit in Horizontalrichtung verstellbaren Rollläden umfassen die Schränke benachbart zu einer Schrankseitenwand einen Stauraum, in welchen der Rollladen während der Öffnungsbewegung des Schrankes zu- nehmend weiter hinein verfahren wird.
Der Stauraum verfügt dazu über verschiedene Führungsbahn- Abschnitte, die üblicherweise parallel zu einem Seiten- wandabschnitt im unterschiedlichen Abstand dazu angeordnet und über Bogenabschnitte miteinander verbunden sind.
Ein gattungsbildender Rollladenschrank ist dabei beispielsweise aus der EP 1 875 025 Bl bekannt geworden. In der räumlichen Darstellung gemäß Figur 7 ist dabei im Rahmen dieser Anmeldung der aus dem vorstehend genannten gattungsbildenden Stand der Technik bekannte Rollladenschrank wiedergegeben, der nur ausschnittsweise in räumlicher Darstellung von seiner Frontseite her bei geöffnetem Rollladen ausschnittsweise gezeigt ist, um einen freieren Blick in das Innere des Rollladenschrankes zu erlauben. Ebenso nicht dargestellt ist eine den Rollladenschrank nach oben hin begrenzende Deckplatte 7. Zu sehen ist ferner die bei frontseitiger Betrachtung auf den Rollladen 11 links liegende Seitenwand 17a. Die bei frontseitiger Betrachtung rechts liegende Seitewand 17b ist ebenfalls nur bruchstückhaft dargestellt und im überwiegenden Bereich weggelassen.
Der Rollladen 11 selbst mit einer Vielzahl von nebeneinander in Parallelausrichtung liegenden und miteinander zumindest teilgelenkig verbundenen Rollladenlamellen 13 ist
quer zur Längserstreckung der Rollladenlamellen 13 in zwei Führungseinrichtungen 25 zwischen einer Öffnungs- und einer Schließstellung verfahrbar, wobei die Führungseinrichtung 25 üblicherweise aus einer im Querschnitt U-för- migen Schiene oder dergleichen besteht, die beispielsweise auf der nach oben weisenden, also auf der oberen Seite 23a der Bodenplatte 23 zum einen und in Draufsicht in identischer, d.h. deckungsgleicher Ausrichtung und deckungsgleichem Verlauf auf der Unterseite der nicht näher gezeigten Deckplatte vorgesehen ist.
Auf der Boden- oder Grundplatte 23 ist in Figur 7 parallel zur linken Seiten- oder Außenwand 17a im Seitenversatz dazu innenliegend eine strichlierte Linie 17' c wiederge- geben, um anzudeuten, dass hier gegebenenfalls eine zur Seiten- oder Außenwand 17a parallele Innenwand zusätzlich vorgesehen sein kann, zwischen der und der rechten Seitenoder Außenwand 17b eine oder mehrere Regalböden in der Regel in Horizontallage übereinander angeordnet sein kön- nen.
Rechts von der linken Seiten- oder Außenwand 17a und beispielsweise zwischen einer sich von der strichlierten Linie 17' c erhebenden und nicht näher dargestellten Innen- wand und der erwähnten Seiten- oder Außenwand 17a wird somit ein Stauraum 27 gebildet, in welchem der Rollladen 11 während der Öffnungsbewegung mit seinem vorlaufenden Rollladenende zunehmend weiter eingefahren wird. Der besseren Übersichtlichkeit halber ist der Rollladen 11 in dem Stauraum 27 nur teilweise dargestellt, um die im Stauraum befindlichen Führungseinrichtungen und -Abschnitte sichtbar werden zu lassen. Dazu weist die Führungseinrichtung 25 im Stauraum 27 eine im weitesten Sinne schnecken-oder
spiralförmige Gestaltung auf, so dass der am vorderen Rand über die Breite des Rolladenschrankes verlaufende gerader Führungsschienenabschnitt 25a über einen ersten 90° -Bogenabschnitt in einen ersten gerade verlaufenden (parallel zur Außenwand 19b) Bahnabschnitt und dann über im gezeigten Ausführungsbeispiel drei 180° -Bögen mit dazwischenliegenden geraden Führungsabschnitten zunehmend weiter in den Stauraum eingefahren wird. Der gesamte im Stauraum 27 verlaufende Abschnitt der Führungseinrichtung 25 ist in der Regel so dimensioniert, dass darin der gesamte Rollladen hinein verfahren werden kann, so dass der Rollladen- schrank in seiner gesamten Breite an seiner Frontseite und damit das Innere des Rolladens frei zugänglich ist. Sollen aber beispielsweise derartige in Figur 7 gezeigte Schränke nebeneinander positioniert und beispielsweise über Feststellelemente an ihren Seitenwänden 17a, 17b fest miteinander verbunden werden, so wirft dies Probleme auf. Zwar ist die beispielsweise in Figur 7 rechts liegende Seitenwand bei geöffnetem Rollladen frei zugänglich, um ein Verbindungselement an dieser Seitenwand einzubauen. Möchte man allerdings bei der nächsten angrenzenden Schrankwand eines nächsten zu verkettenden Rollladen- schrankes von innen her ebenfalls das entsprechende Ver- bindungselement montieren oder einbauen, so müsste dazu der Rollladen geöffnet werden, um an die Seitenwand zu gelangen. In diesem Falle aber tritt dann das Problem auf, dass zum einen die gegebenenfalls vorgesehenen und die Regalbretter 120 mittragende Innenwand 17c aber auch der in seinen zugehörigen Stauraum 27 voll verfahrene Rollladen verhindern, dass die betreffende äußere Seitenwand 17b vom Inneren des Rollladenschrankes aus in ausreichendem Maße frei zugänglich ist, hier also eine Montage auf der Innenseite der Außenwand 17b nicht vorgenommen werden
kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, einen verbesserten Rollladenschrank zu schaffen, der auch eine Verkettung mit weiteren Schränken und insbesondere Roll- ladenschränken durch unbehinderten Einbau von Verkettungs- elementen erlaubt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im An- spruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass im Stauraum für den Rollladen eine verstellbare Weichenanordnung vorgesehen ist.
Diese Weiche ist in ihrer einen Verstelllage so positioniert, dass der übliche Stauraum in seiner benötigten Län- ge bzw. Größe uneingeschränkt zur Verfügung steht. In dieser Stellung kann also der Rollladen unter Freigabe der Schranköffnung völlig in seine Stauposition verfahren werden . Um jedoch beispielsweise zwei erläuterte Rollladenschränke an ihren Seitenwänden miteinander zu verketten, indem an den benachbarten Seitenwänden entsprechende Verbinder von beiden Seiten der Schrankinnenseite her zugänglich eingebaut werden müssen, ist dann die im Stauraum vorgesehene Weichenanordnung in eine zweite Stellung derart verfahrbar, dass dann eine alternative Führungsbahn zur Aufnahme des Rollladens im Stauraum zur Verfügung gestellt wird.
Dabei wird durch die Weichenstellung sichergestellt, dass bei Verfahren des Rollladens die während der Öffnungs- bewegung des Rollladens vorlaufende Rollladenkante nicht über die mehr oder weniger gesamte Tiefe des Rollladen- ■ schrankes im Stauraum verfahren wird, sondern nur über eine Teiltiefe und dann bereits umgelenkt wird, um sicherzustellen, dass zumindest ein ausreichender rückwärtiger Seitenwandabschnitt von dem Rollladen selbst unverdeckt zugänglich bleibt. In dieser Situation ist es nicht erfor- derlich, dass der Rollladen insgesamt so verstellt werden kann, dass er die Schranköffnung völlig frei geben wird. Durch Verstellung der Weichenanordnung kann beispielsweise nur ein halb so großer Stauraum für den Rollladen zur Verfügung gestellt werden, mit der Folge, dass in dieser Stellung der Weichenanordnung der Rollladen nur etwa unter Freigabe der halben Öffnungsbreite des Schrankes verstellt werden kann. Dies ist aber zum Einbau und zur Montage von Verbindungs- und Kopplungselementen zur Verkettung mit einer nächsten Schrankwand voll ausreichend.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist dabei die Verstellung der Weichenanordnung über eine Betätigungseinrichtung vornehmbar, die in einer entsprechenden Öffnung in einem Deckplattenabschnitt der Schrankwand en- det, die frei zugänglich ist. Üblicherweise handelt es sich dabei um die oben liegende Deckwand, unterhalb der die eine Führungsbahn im Stauraumbereich verläuft.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfin- dung ist - wie an sich üblich - benachbart zu der Schrankseitenwand etwa im Abstand der Breite des Stauraums eine weitere parallele Innenwand vorgesehen. Diese Innenwand dient dazu, zwischen dieser Innenwand und der gegenüber-
liegenden Seitenwand beispielsweise in Horizontalrichtung verlaufende Regalbretter in unterschiedlicher Höhe zu verankern, einzuhängen, etc.. Diese zusätzliche Innenwand weist nunmehr eine in ausreichender Größe dimensionierte Zentralöffnung oder einen rückwärtigen Öffnungsbereich auf . Wird die erwähnte Weichenanordnung in ihre zweite Position verstellt, steht nur ein verkürzter Stauraum benachbart zur frontseitigen Öffnung des Rollladenschran- kes zur Verfügung, so dass der rückwärtige Bereich der Innenseite der benachbart zum Stauraum befindlichen Außenwand auch über die Öffnung in der Innenwand frei zugänglich ist, um hier ein Verbindungs- oder Verkettungselement zu einem benachbart aufgestellten weiteren Schrank zu montieren .
Die erwähnte Weichenanordnung ist bevorzugt nur im Bereich der von oben her zugänglichen Deckplatte vorgesehen. Dies ist ausreichend, um das gesamte Rollladenelement auf dem verkürzten Verfahrweg im Stauraum entsprechend umzulenken. Zudem ist die Anordnung derart, dass die Stellung der Weichenanordnung durch die unterschiedliche Lage eines Betätigungselementes in einem Plattenausschnitt bevorzugt in der Deckplatte sichtbar ist und hierüber kontrolliert werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen im weiteren Detail erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen. eine schematische räumliche Darstellung eines Rollladenschankes , an welchem die Erfindung verwirklicht ist;
Figur 2a: eine schematische Draufsicht auf eine er-
findungsgemäße Führungsbahn-Endeinrichtung 29, wie sie in einem Rollladenschrank eingebaut ist, und zwar in ihrer ersten Grund- oder Funktionsstellung unter Be- reitstellung des maximalen Verfahrweges im
Stauraum;
Figur 2b: eine dreidimensionale Draufsicht auf den
Verlauf der in Figur 2a gezeigten Füh- rungsbahn im Bereich einer Führungsbahn-
Endeinrichtung, die im Stauraum vorgesehen ist;
Figur 2c : eine entsprechende räumliche Darstellung der rückwärtigen Seite der Führungsbahn-
Endeinrichtung, wie sie in Figur 2b von der gegenüberliegenden Seite gezeigt ist;
Figuren 3a entsprechende Darstellungen zu den Figuren bis 3c : 2a bis 2c, wobei jedoch in der Darstellung gemäß den Figuren 3a bis 3c eine Weiche in ihre zweite Funktionsstellung verstellt ist, in der für den Rollladen im Stauraum nur noch ein verkürzter Verstellweg zur Verfügung steht;
Figur 4a: ein teilweise im geöffneten Zustand wiedergegebener Rollladenschrank; Figur 4b: eine horizontale Schnittdarstellung durch den Rolladenschrank mit einer Innenwand unter Weglassung der Führungsbahn-Endeinrichtung;
Figur 4c : eine vertikale Querschnittsdarstellung durch den in Figur 4a gezeigten Rolladenschrank bei teilgeöffnetem Rollladen und bereitgestelltem alternativen verkürzten Stauraum;
Figur 5: eine Detaildarstellung bezüglich Figur 4a unter Wiedergabe einer Verstellmöglichkeit einer Weichenanordnung der Führungsbahn- Endeinrichtung;
Figur 6a
bis 6c : drei Darstellungen der rückwärtigen Seite einer Führungsbahn-Endeinrichtung unter Wiedergabe von drei Verstellpositionen der
Weichenanordnung, und
Figur 7 : eine auszugsweise räumliche Darstellung eines Rolladenschrankes nach dem Stand der Technik .
In Figur 1 ist nochmals ein Rollladenschrank 1 in geschlossener Darstellung mit einem frontseitigen Rollladen 11 gezeigt, der wie bereits erwähnt, eine oben liegende Deckplatte oder Deckwand 7, bei frontseitiger Betrachtung eine linke vertikale Seitenwand 17a sowie eine dazu parallele rechts liegende äußere Seitenwand 17b und einen unten liegenden Boden 23 umfasst. Die Seitenwände 17a und 17b werden nachfolgend teilweise auch als Außenwände bezeichnet.
Der Rollladen umfasst üblicherweise zumindest zwei zu-
einander parallele Führungsbahnen 25, d.h. beispielsweise eine auf der Unterseite 7b der Deckplatte 7 angeordnete erste Führungsbahn 25a und eine auf der Oberseite 23a des Bodens 23 oder der Bodenplatte 23 angeordnete weitere Führungsbahn 25b, die üblicherweise im Querschnitt U-för- mig gestaltet sind, und in denen der Rollladen 11 längs verschieblich geführt ist. Der eine Vielzahl von parallel zueinander angeordnete Lamellen 13 umfassende Rollladen 11 wird dabei quer zur Erstreckungsrichtung der Lamellen verstellt, beispielsweise gemäß Pfeildarstellung 28 in Figur 1 in seine Öffnungsstellung.
Anhand der Figuren 2a bis 2c ist beispielsweise ein Ausschnitt der Führungsbahn 25, 25a gezeigt, wie sie bei- spielsweise an der Unterseite 7b der Deckplatte 7 vorgesehen ist, also bei senkrechter Betrachtung von unten her auf die Unterseite der oben liegenden Deckplatte 7. Dabei ist vor allem eine Führungsbahn-Endeinrichtung 29 sichtbar, die in dem sogenannten Stauraum 27 montiert wird, in welchem der Rollladen in seiner geöffneten Position untergebracht ist.
In Figur 2b ist in räumlicher Draufsicht und in Figur 2c in rückwärtiger Ansicht die entsprechende Führungsbahn- Endeinrichtung 29 alleine nochmals dargestellt.
Die erwähnte Führungsbahn 25 umfasst also im Bereich der Öffnung 31, die durch den verschiebbaren Rollladen verschließbar bzw. freigebbar ist, einen parallel zur front- seitigen Kante 7' der Deckwand 7 einen ersten Führungsabschnitt 25a, der über einen ersten 90° bildenden Führungsbahn-Bogen 25b in einen ersten geraden Führungsabschnitt 25c, von diesem über einen 180° bildenden Füh-
rungsbahn-Bogen 25d in einen nachfolgenden, von der rückwärtigen Seite 5 wieder zur Frontseite, also zur Öffnungsseite 31 verlaufenden geraden Führungsabschnitt 25e übergeht, bevor dieser über einen weiteren 180° -Führungsbahn- Bogen 25f (der einen geringem Radius oder Durchmesser aufweist als der erste 1800 -Führungsbahn-Bogen 25d) in einen letzten, wiederum gerade verlaufenden Führungsabschnitt 25g übergeht. Aus der Darstellung gemäß Figur 2c ist ersichtlich, dass die Führungsbahn-Abschnitte ins- gesamt im Querschnitt U- förmig ausgestaltet sind, so dass hier die jeweiligen Endabschnitte 13a der einzelnen Lamellen 13 eingreifen und hier längsverschieblich geführt werden können. Dazu spiegelbildlich ist eine weitere in Draufsicht deckungsgleiche Führungsbahn 25 auf der Oberseite 23a der Bodenplatte 23 vorgesehen, nämlich mit einem ersten parallel zur Vorderkante 23' verlaufenden Führungsabschnitt 25a, der ebenfalls wieder über einen ersten 90°-Bogen- abschnitt in die diversen nachfolgenden Führungsbahnabschnitte im Bereich einer auch dort vorgesehenen Führungsbahn-Endeinrichtung 29 im Stauraum 27 übergeht. In diese in der Regel im Querschnitt U- förmigen Führungsbahn- Abschnitte greifen die gegenüberliegenden Endabschnitte der Lamellen 13 des Rollladens 11 ein und sind längs dieses Schienen- und FührungsSystems verschiebbar geführt.
Die Dimensionierungen der Führungsbahn-Abschnitte insbesondere im Stauraum 27 sind derart, dass der Rollladen 11 in seiner Öffnungsstellung so verstellt werden kann, dass die gesamte Öffnung 31 möglichst in ihrer gesamten Breite freigegeben werden kann und der Rollladen 11 zumindest in der Regel bis fast zum Ende 25h des letzten Führungsbahn-
Abschnittes 25g in den Stauraum 27 hinein verfahren ist.
Um nun aber einen in Figur 1 gezeigten Rollladenschrank beispielsweise auf seiner in Figur 1 links liegenden Au- ßenseite 17a mit einem nächsten gleich aufgebauten Rollladenschrank zu verketten und über entsprechende Montagehilfen fest miteinander zu verbinden ist es unter anderem auch notwendig, von der Innenseite des in Figur 1 gezeigten Rollladenschrankes her entsprechende Montagear- beiten an der linken Seitenwand 17a vorzunehmen, und zwar von der Innenseite 17 'a des Rollladenschrankes her.
Um dies zu ermöglichen, ist gemäß der vorliegenden Erfindung eine Weichenanordnung 33 vorgesehen, die beispiels- weise in dem mittleren Bereich der Führungsbahn-Endeinrichtung 29 angeordnet ist, und die zumindest zwischen zwei Verstellpositionen verstellt werden kann.
In der in den Figuren 2a bis 2c gezeigten Verstellposition ist die Weicheneinrichtung 33 in ihre übliche Funktions- stellung verstellt, in welcher der gesamte Stauraum 27 über die erwähnten Führungsbahn-Abschnitte 25b bis 25g zur Aufnahme des Rollladens 11 zur Verfügung steht. Sollen aber nunmehr die erwähnten Verkettungsarbeiten vorgenommen werden, so kann die Weichenanordnung 33, d.h. allgemein das Weichen-Element 33 ' von der in den Figuren 2a bis 2c gezeigten Stellung in die in den Figuren 3a bis 3c gezeigte Stellung verstellt werden.
Dabei erfolgt eine Verstellung des Weichen-Elementes 33' gemäß Pfeildarstellung 34 in Figur 3a, wodurch der erste gerade Führungsbahn-Abschnitt 25c etwa in seinem mittleren
Bereich unterbrochen wird. Dadurch wird durch das Weichen- Element 33' ein kurviger Führungsbahn-Abschnitt 25x freigegeben, so dass beim Öffnen des Rollladens 11 das vorlaufende Ende bei Erreichen der Weichenanordnung 33 zu- nächst um 90° von der äußeren Seitenwand 17a weg umgelenkt wird. Bei weiterer Öffnungsbewegung des Rollladens erzeugt der Rollladen 11 eine weitere kurvige Vorschubbewegung entlang eines verbleibenden zweiten Führungsbahn-Abschnitt 25e'. Da die teilgelenkig miteinander verbundenen Roll- ladenlamellen 13 nur in einer Richtung winklig zueinander verstellt werden können, kann eine Krümmung der benachbarten Rollladenlamellen immer nur in einer Richtung erfolgen, so dass das vorlaufende Ende des Rollladens 11 längs des erwähnten Teil-Führungsbahn-Abschnittes 25e', dem nachfolgenden 180° -Führungsbahn-Bogen-Abschnitt 25f bis zu dem letzten gerade verlaufenden Führungsbahn-Abschnitt 25g verstellt werden kann.
Dadurch wird ein in seiner Gesamtlänge verkürzter Stauraum 27' bereit gestellt, der es ermöglicht, dass der Rolladen beispielsweise bis in die gemäß Figur 4a gezeigte Stellung (also etwa bis zur Hälfte oder z.B. zu 60%) geöffnet werden kann. Somit wird also im Rahmen der Erfindung durch die angesprochene Versteileinrichtung beispielsweise in Form der Weichenanordnung 33 im Stauraum 27 ein erster Führungsweg 125a und ein demgegenüber verkürzter zweiter Führungsweg 125b realisiert, wobei der zweite Führungsweg 125b so ausgebildet ist, dass dieser letztlich nur einen gegenüber dem Stauraum 27 (der für den ersten Führungsweg 125a benötigt wird) verkürzten Stauraum 27' bildet bzw. benötigt. Mit anderen Worten wird also die wirksame Länge der Füh-
rungsbahn 25 im Stauraum 27 verkürzt, in dem der Rollladen nicht mehr auf dem ersten Führungsweg 125a im Stauraum 27, sondern nur noch auf dem verkürzten Führungsweg 125b verfahren wird, der auch nur noch einen gegenüber dem übli- chen Stauraum 27 verkürzten Stauraum 27' benötigt.
Von daher wird der zweite oder weitere Führungsweg 125b teilweise auch als verkürzter Führungsweg 125b bezeichnet. In Figur 4b ist in schematischer horizontaler Quer- Schnittsdarstellung ein Schnitt durch den Rollladenschrank 1 gezeigt, und zwar ohne Detaildarstellung der einzelnen Führungseinrichtungen. Daraus ist jedoch zu ersehen, dass der im gezeigten Ausführungsbeispiel links liegende Stauraum 27 durch eine Innenwand 17c von dem verbleibenden Rollladeninnenraum 17a getrennt ist, so dass zwischen der erwähnten Innenwand 17c und der rechts außen liegenden Seiten- oder Außenwand 17b horizontale Regalböden eingebaut sein können (wie grundsätzlich anhand von Figur 7 erläutert) .
Wenn eine derartige Innenwand 17c vorgesehen ist, ist sie im Rahmen der Erfindung mit einer entsprechend groß bemessenen, beispielsweise im mittleren Bereich vorgesehenen Ausnehmüng oder Durchbrechung 37 versehen (die durch eine umlaufende Kante 37' in der Zwischenwand 17c begrenzt ist) , wie in der Querschnittsdarstellung gemäß Figur 4c zu ersehen ist.
Aus dieser Darstellung ist ebenfalls zu entnehmen, dass beispielsweise bei halber Öffnung des Rollladenschranks das Rollladenelement 11 bei entsprechend in die zweite Verstellposition verstellter Weichenanordnung 33 nur der benachbart zur Frontseite gebildete Abschnitt des Staurau-
mes genutzt wird und genutzt werden kann, so dass der rückwärtige Bereich 39 (Figur 3a, Figur 4c) an der Seiten- pder Außenwand 17a zumindest über die Öffnung oder Durchbrechung 37 in der Zwischenwand 17c zugänglich ist. Somit können Montagearbeiten an der Innenseite 17' a an der Außenwand 17a vorgenommen werden, beispielsweise an zwei vorbereiteten Bohrungen 38 in der linken Außenwand 17a. Je nach Anordnung des Weichenelementes 33' und damit der dadurch bewirkten Länge des verkürzten Stauraums 27' kann der Rollladen 11 unterschiedlich weit geöffnet werden, beispielsweise zumindest in einem Bereich von mehr als 40%, gegebenenfalls mehr als 50% oder beispielsweise bis zu 60% oder mehr, verglichen mit der maximalen Öffnungsweite, wenn der maximale Stauraum 27 zur Verfügung steht.
Grundsätzlich ist die Führungsbahn-Endeinrichtung 29 an der Unterseite 7b der Deckplatte 7 wie an der Oberseite 23a der Bodenplatte 23 gleich gestaltet. Allerdings ist eine erläuterte Weichenanordnung im Bereich der Boden- platte nicht notwendig. Eine verstellbare Weichenanordnung 33 muss beispielsweise nur an der Oberseite, d.h. an der Deckplatte 7 vorgesehen, d.h. ausgebildet sein.
Um hier die Verstellung vornehmen zu können, ist - wie sich bereits aus der räumlichen Darstellung gemäß Figur 4a und aus der vergrößerten Detaildarstellung gemäß Figur 5 ergibt, die Deckwand 7 mit einer langlochartigen Betätigungsöffnung 7c versehen. In diese langlochähnliche Betätigungsöffnung 7c ragt eine Betätigungseinrichtung 43, beispielsweise ein Betätigungszapfen 43, über den von außen her die Verstellung der Weichenanordnung zwischen einer den vollen Stauraum 27 zur Verfügung stellenden ersten Funktionsstellung und einer zumindest zweiten Funk-
tionsstellung durchführbar ist, in der lediglich ein verkürzter Stauraum 27' durch Eröffnung eines alternativen verkürzten Verstellweges zur Verfügung gestellt wird. Wie aus den zusätzlichen ausschnittsweisen räumlichen Darstellungen gemäß Figuren 6a bis 6d zu ersehen ist, ist die Weichenanordnung 33, d.h. des Weichen-Element 33' über den Betätigungszapfen 43 nicht nur in zwei, sondern grundsätzlich in drei unterschiedliche Funktionsstellungen bring- bar.
Figur 6a zeigt dabei einen Ausschnitt auf die rückwärtige Seite der Führungsbahn-Endeinrichtung 29 vor ihrer Montage auf der Innen- oder Unterseite 7b der Deckplatte 7, d.h. des zugehörigen Bodenelementes 29a des Führungsbahn-Endelementes 29' mit darin verstellbarer Weichenanordnung 33, d.h. verstellbaren Weichen-Element 33'. Das Bodenelement 29a weist dabei eine winkelförmige Verstellöffnung 29b auf. Bei der Darstellung gemäß Figur 3a oder Figur 6a durchragt das zapfenförmige Betätigungselement 43 den Endabschnitt der Verstellöffnung 29b in einer solchen Lage, in welcher erkennbar ist, dass das Weichen-Element 33' an der Führungsbahn-Endeinrichtung 29 noch nicht endgültig montiert ist. Zur Montage muss dazu die Weichenanordnung 33 gemäß Pfeildarstellung 45 von der Stellung gemäß Figur 6a in die Stellung gemäß Figur 6b verschoben werden, in der das Weichen-Element dann unverlierbar in dem Führungsbahn-Endelement 29' gesichert ist. Gleichzeitig deutet diese Verstellposition an, dass sich die Weichen- anordnung in ihrer zweiten Funktiönsstellung befindet, in der der alternative Führungsweg mit verkürztem Stauraum 27' erzeugt wird.
Wird das Betätigungselement 43 und damit das Weichen-Element 33' von der in Figur 6b gezeigten Stellung (der sog. zweiten Funktionsstellung) gemäß Pfeilrichtung 47 in die in Figur 6c gezeigte erste Funktionsstellung verstellt, also das Weichen-Element 33' von der benachbarten Außenwand 17a um ein geringes Maß weg verstellt, so wird wiederum der übliche Verstellweg zur Verfügung gestellt, in welchem der gesamte Stauraum 27 zur Aufnahme des Rollladenelementes 11 zur Verfügung steht. Gleichzeitig kann eine Verstellung zwischen der ersten und zweiten Funktionsstellung nur vorgenommen werden, wenn das Weichen- Element sich in seiner eingerasteten, gesicherten Montagestellung befindet. Gemäß der Draufsicht in Figur 4a und der Detaildarstellung gemäß Figur 5 ist zu ersehen, dass in der Deckplatte 7 nur eine gegenüber der Bodenplatte 29a verkleinerte Betätigungsöffnung 7c vorgesehen ist, die eine Verstellung des Betätigungselementes 43 des Weichen-Elementes 33' nur zwischen der ersten und zweiten Funktionsstellung erlaubt, nicht allerdings zu der in Figur 6a gezeigten Stellung, in der das Weichen-Element demontierbar wäre.
Schließlich kann - wie anhand von Figur 5 ebenfalls nur schematisch gezeigt ist - nach Vornahme von Montagearbeiten und nach einer Verstellung des Weichen-Elementes 33 ' in seine Grundstellung, also in seine übliche Funktionsstellung (in der der gesamte Stauraum 27 zur Verfügung steht) , die in der oberen Deckwand 7 vorgesehene Öffnung 7c durch Aufklipsen einer Kappe oder Abdeckplatte 51 verschlossen werden. Diese Kappe 51 kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen.
Aus dem erläuterten Ausführungsbeispiel ergibt sich, dass eine Verstellung der Weichenanordnung 33 von der Oberseite 7a der Deckplatte 7 aus vorgenommen werden kann, nämlich bei geschlossener Öffnung 31, wenn also das Rollladen- element 11 in seine Verschlussposition verstellt ist. Nach abgenommener Kappe oder Abdeckplatte 51 kann das Betätigungselement 43 und damit die Weiche so verstellt werden, dass nunmehr der verkürzte Stauraum zur Verfügung steht. Nach einer Teilöffnungsbewegung des Rolladens können die Montagearbeiten von der Innenseite des Rolladen-Möbels vorgenommen werden. Wird anschließend der Rolladen wieder in seine Verschlussstellung unter Verschließen der Öffnung 31 verstellt, kann das Betätigungselement 43 damit die Weiche 33 wieder in ihre übliche andere Funktionsstellung verbracht werden, die den maximalen Verstellweg im Stauraum 27 zur Verfügung stellt. Anschließend wird die Öffnung 7b in der Deckplatte 7 verschlossen.
Die Erfindung ist anhand eines Rollladenschrankes gezeigt worden, bei welchem der Rollladen in Querrichtung, also üblicherweise in Horizontalrichtung zwischen einer geöffneten und einer verschlossenen Stellung verschiebbar ist. Die Lamellen sind dabei in der Regel vertikal verlaufend ausgerichtet. Ebenso ist die Erfindung aber auch bei einem Rollladenmöbel realisierbar, bei welchem beispielsweise der Rollladen in Vertikalrichtung verstellt werden kann, insbesondere dann, wenn beispielsweise zwei derartige Rollladenschränke aufeinander gestellt und miteinander verkettet werden sollen.