Auszugsführung für einen Schubkasten
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auszugsführung für einen Schubkasten, mit einer mit einem Schubkasten koppelbaren Laufschiene, mit einer vorderen und einer hinteren Kopplungsvorrichtung, die zur Fixierung des Schubkastens auf einer Laufschiene dienen.
Auszugsführungen der gattungsgemäßen Art sind an sich bekannt und haben sich in der Praxis bewährt.
Selbstverständlich sind für einen Schubkasten jeweils zwei Auszugsführungen der gattungsgemäßen Art notwendig, um einen Schubkasten innerhalb eines Möbelkorpus verschiebbar lagern zu können.
Die Auszugsführungen weisen dementsprechend auch jeweils eine an einem Möbelkorpus festlegbare Korpusschiene auf und zwischen der im montierten Zustand insoweit als ortsfest anzusehenden Korpusschiene und der im gekoppelten Zustand mit einem Schubkasten beweglichen Laufschiene kann gege- benenfalls auch noch eine auszugsverlängernde Mittelschiene angeordnet sein.
Die Fixierung eines Schubkastens auf einer Laufschiene erfolgt bislang in der Weise, dass ein Schubkasten lagegerecht auf die beiden Laufschienen der in einem Möbelkorpus befestigten Auszugsführungen aufgesetzt und bis in eine endgültige Schließposition in den Möbelkorpus eingeschoben wird. Dabei wird bislang durch die hintere Kopplungsvorrichtung das Abheben des Schubkastens im hinteren Bereich und durch die vordere Kopplungsvorrichtung sowohl ein Abheben des Schubkastens in diesem vorderen Bereich wie auch eine Kopplung in Auszugsrichtung hergestellt, so dass der Schubkasten nicht mehr in Auszugsrichtung von den Laufschienen abgezogen werden kann.
Bei ordnungsgemäßer Montage ist die Funktion der bekannten Auszugsführungen einwandfrei und auch sicher.
Wird bei einer Erstmontage oder, nachdem ein Benutzer einmal beispielsweise zu Reinigungszwecken einen Schubkasten völlig von den Laufschienen getrennt hat und wieder montieren möchte, der Schubkasten nicht weit genug eingeschoben, besteht die Gefahr, dass die ordnungsgemäße Kopplung nicht
wirksam wird, so dass bei einer Bewegung des Schubkastens in Öffnungsrichtung die Gefahr besteht, dass der Schubkasten völlig von den Laufschienen abgezogen werden kann, da hier noch keine Auszugssicherung eingetreten ist. Der Schubkasten könnte insoweit herunterfallen und den Benutzer verletzen, au ßerdem kann der Schubkasten beim Herunterfallen natürlich auch beschädigt werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, eine Auszugsführung der gattungsgemäßen Art dahingehend zu verbessern, dass die Sicherheit gegen Montagefehler mit der damit einhergehenden Verletzungsgefahr eines Benutzers wesentlich erhöht wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine weitere Kopplungseinrichtung, welche den Schubkasten zumindest gegen ein Herunterziehen von der Laufschiene sichert, bevor wenigstens eine der beiden anderen Kopplungsvorrichtungen mit dem Schubkasten im Eingriff ist.
Hierdurch wird erreicht, dass eine Abzugssperre für den Schubkasten schon wirksam ist, bevor eine wirksame Fixierung des Schubkastens mit den bekann- ten Kopplungsvorrichtungen stattgefunden hat. Es ist zwar davon auszugehen, dass auch ein technisch weniger versierter Benutzer bei der Montage eines Schubkastens bemüht sein wird, den Schubkasten mit den beiden Kopplungsvorrichtungen der Laufschienen zweier entsprechender Auszugsführungen wirksam zu koppeln. Sollte der Benutzer aber hierbei in unbeabsichtigter Weise diese Kopplung noch nicht sicher herbeigeführt haben, wird durch die schon vorher wirksam werdende weitere Kopplungseinrichtung zwischen den Laufschienen und dem Schubkasten ein Herunterziehen des Schubkastens von den Laufschienen sicher verhindert, womit die schon eingangs geschilderten Gefahren des vollständigen Lösens des Schubkastens von den Laufschienen sicher verhindert sind.
Aus der DE 83 02 002.0 ist eine Laufschiene bekannt, die in ihrem rückwärtigen Bereich mit einem Fanghaken ausgestattet ist, der im montierten Zustand eine Öffnung einer Rückwand eines Schubkastens durchtritt und eine Rastnase aufweist, die im montierten Zustand widerhakenartig an der Innenseite der Rückwand anliegt und so ein Herunterziehen des Schubkastens von der Laufschiene verhindert. Der Unterschied zur Konstruktion gemäß vorliegender Erfindung liegt dabei im Wesentlichen darin, dass beim Stand der Technik der
Vorsprung die Rückwand erst bei völlig eingeschobenem Schubkasten hintergreift.
Dies bedeutet, dass auch im Stand der Technik eine sichere Kopplung bzw. Fi- xierung des Schubkastens mit zwei Laufschienen letztlich erst dann erreicht ist, wenn der Schubkasten vollkommen in seine Einschubposition eingeschoben ist. Somit können auch die Vorteile der erfindungsgemäßen Konstruktion nicht erreicht werden. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht darin, dass die hintere Kopplungsvorrichtung und die weitere Kopplungseinrichtung eine Baueinheit bilden.
Dabei kann vorteilhafterweise die hintere Kopplungseinrichtung aus einem eine Durchbrechung einer Rückwand oder eines in der Rückwandebene eines Schubkastens liegenden Zargenadapter durchtretenden Fanghaken bestehen, wobei der Fanghaken zur Laufschiene hin federnd ausgebildet oder mit einem zur Laufschiene hin federbelasteten Hebel versehen ist, wobei der Fanghaken oder der federbelastete Hebel jeweils mit einem als Hinterschnitt ausgebildeten hakenförmigen Vorsprung ausgestattet ist, welcher bei gekoppeltem Schubkasten eine Abzugssperre für einen Schubkasten bildet und wobei der Vorsprung bei gekoppeltem Schubkasten über die Rückseite des Schubkastens hinaus in Richtung des vorderen Endes der Laufschiene vorsteht. Hierdurch ist eine Baueinheit geschaffen, die zugleich eine Abhebesicherung im Schubkasten im hinteren Endbereich bildet und auch ein Herabziehen des Schubkastens von der Laufschiene bildet, wenn noch nicht beide Kopplungsvorrichtungen des Schubkastens für dessen sichere Fixierung an der Laufschiene wirksam geworden sind.
Dabei kann in vorteilhafter Weise der Fanghaken aus einem mit dem Vorsprung einstückig gefertigten Federstahldraht hergestellt sein.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist auch dann gegeben, wenn der federbelastete Hebel schwenkbar an einem hakenartigen Trägerteil angeschlossen ist.
Im letzteren Falle kann es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten von besonderem Vorteil sein, wenn als hakenartiges Trägerteil ein an sich bekannter Fang-
haken Verwendung findet, der bislang bei vergleichbaren Auszugsschienen verwendet worden ist.
Die zusätzliche Kopplungseinrichtung kann auch als separate Anordnung gestaltet sein. So ist es zum Beispiel möglich, dass die zusätzliche Kopplungseinrichtung aus einer aus der Laufschiene heraus ausgestellten und einen Vorsprung bildenden Lasche mit einer Ausnehmung in einem Zargenadapter eines Schubkastens besteht, wobei alternativ auch eine kinematische Umkehr denkbar ist, bei der also an einem Zargenadapter eine ausgestellte Lasche vorgesehen ist, die in eine zugeordnete Ausnehmung der Laufschiene eingreifen kann.
Möglich ist auch eine Ausführungsform einer zusätzlichen Kopplungseinrichtung in der Form, dass an einem Zargenadapter eines Schubkastens eine sich in Richtung des hinteren Endes der Laufschiene erstreckende und mit einem Vorsprung versehene Lasche ausgebildet ist, welche die hintere Kopplungseinrichtung schon hintergreift, wenn eine wirksame Fixierung des Schubkastens durch die beiden Kopplungsvorrichtungen noch nicht hergestellt ist.
Die erfindungsgemäße Auszugsführung für einen Schubkasten ist sowohl in Möbeln, als auch in Haushaltsgeräten, Werkzeugschränken oder ähnlichem einsetzbar.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung eines Möbelkorpus mit mehreren
Schubkästen
Figur 2 eine der Figur 1 entsprechende Darstellung mit einem teilweise aus dem Möbelkorpus herausgezogenen Schubkasten
Figur 3 eine Seitenansicht eines Schubkastens in einer mit Laufschienen von Auszugsführungen gekoppelten Position
Figur 4 eine der Figur 3 entsprechende Seitenansicht mit einem in einer Löseposition dargestellten Schubkasten
Figur 5 eine den Figuren 3 und 4 entsprechende Seitenansicht bei von den Laufschienen gelöster Position des Schubkastens Figur 6 eine perspektivische Teil-Darstellung des hinteren Endbereiches einer erfindungsgemäßen Laufschiene zur Kopplung mit einem Schubkasten, der hier unter Weglassung weiterer Schubkastenteile durch eine Schubkastenzarge repräsentiert ist Figur 7 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 6 mit VII bezeichneten
Einzelheit
Figur 8 eine perspektivische Teil-Darstellung des hinteren Endbereiches einer Laufschiene bei in Löseposition angehobenem Schubkasten gem. Figur 4
Figur 9 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 8 mit IX bezeichneten Einzelheit Figur 10 eine der Figur 8 entsprechende perspektivische Teil-Darstellung bei in Löseposition befindlichem Schubkasten
Figur 1 1 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 10 mit XI bezeichneten
Einzelheit
Figur 12 eine Seitenansicht eines Fanghakens mit einem federbelasteten
Hebel
Figur 13 eine der Figur 12 entsprechende Darstellung bei teilweise aufge- schnittenem Hebel
Figur 14 eine der Figur 13 entsprechende Teilschnitt-Darstellung bei entgegen der Federwirkung angehobenem Hebel Figur 15 eine perspektivische Darstellung einer Laufschiene einer erfindungsgemäßen Auszugsführung
Figur 16 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 15 mit XVI bezeichneten
Einzelheit
Figur 17 eine Explosionsdarstellung einer hinteren Kopplungsvorrichtung mit zusätzlicher Kopplungseinrichtung entsprechend den Figuren 12 bis 14
Figur 18 eine im Wesentlichen der Figur 6 entsprechende Darstellung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
Figur 19 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 18 mit XIX bezeichneten
Einzelheit.
Figur 20 eine perspektivische Darstellung einer Auszugsführung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
Figur 21 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 20 mit XXI bezeichneten
Einzelheit
Figur 22 eine der Figur 21 entsprechende Detaildarstellung bei einer von Figur 21 abweichenden Verschiebeposition zwischen Laufschiene und einem Zargenadapter eines Schubkastens
Figur 23 eine Perspektivdarstellung einer Auszugsführung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
Figur 24 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 23 mit XXIV bezeichneten
Einzelheit
Figur 25 eine der Figur 24 entsprechende Detaildarstellung bei einer von Figur 24 abweichenden Verschiebeposition zwischen Laufschiene und einem Zargenadapter eines Schubkastens
Figur 26 eine Perspektivdarstellung einer Auszugsführung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
Figur 27 eine der Figur 26 entsprechende Perspektivdarstellung bei einer von Figur 26 abweichenden Verschiebeposition zwischen Laufschiene und einem Zargenadapter eines Schubkastens
Figur 28 eine weitere Perspektivdarstellung der Auszugsführung mit einer Verschiebeposition zwischen Laufschiene und Zargenadapter gemäß Figur 27
Figur 29 eine vergrößerte Darstellung der in Figur 28 mit XXIX bezeichneten
Einzelheit
Figur 30 eine Perspektivdarstellung des hinteren Endbereiches der Auszugsführung gemäß den Figuren 26 bis 29 in einer Löseposition
Figur 31 die in Figur 30 mit XXXI bezeichnete Einzelheit in vergrößerter Darstellung.
In den Figuren 1 und 2 ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Möbelkorpus bezeichnet, in dem mindestens ein Schubkasten 2 verschiebbar angeordnet ist. Der Schubkasten 2 ist an seinem vorderen Ende mit einer Frontblende 3 ausgestattet, die bei geschlossenem Schubkasten 2 an der Stirnseite des Möbelkorpus 1 anliegt, so wie dies in Figur 1 dargestellt ist.
Der Schubkasten 2 ist in an sich bekannter Weise über zwei Auszugsführungen
4 verschiebbar im Möbelkorpus 1 angeordnet. Jede Auszugsführung 4 besteht in an sich bekannter Weise aus einer korpusseitig festlegbaren Korpusschiene
5 und weist darüber hinaus eine Laufschiene 6 auf, mit welcher der Schubkasten 2 gekoppelt ist. Da die Laufschiene 6 und die Art der Kopplung des Schubkastens 2 mit dieser Laufschiene 6 den Kern der vorliegenden Erfindung ausmachen, ist aus Gründen der Vereinfachung der Darstellung in den Figuren 6 bis 1 1 und 15 bis 18 jeweils nur eine Laufschiene 6 einer erfindungsgemäßen Auszugsführung 4 dargestellt und vom Schubkasten 2 ist lediglich ein Zargenadapter 7 gezeigt, welches fester Bestandteil eines Schubkastens 2 ist, so dass auf die Darstellung der übrigen Schubkastenteile hier verzichtet werden kann.
Generell gilt für alle Ausführungsbeispiele, die noch beschrieben werden, dass ein Schubkasten 2 auf den Laufschienen 6 der Auszugsführungen 4 fixierbar ist durch eine vordere und eine hintere Kopplungsvorrichtung. Dabei dient die vordere Kopplungsvorrichtung dazu, den Schubkasten 2 sowohl gegen Abheben wie auch Herabziehen von den Laufschienen 6 zu sichern. Die hintere Kopplungsvorrichtung dient dazu, einen Schubkasten 2 gegen Abheben relativ von den Laufschienen 6 zu fixieren.
Lediglich als mögliche Ausführungsform einer vorderen Kopplungsvorrichtung sind in den gezeigten Ausführungsbeispielen die Laufschienen 6 jeweils in ihren vorderen, stirnseitigen Endbereichen mit einem mit Rasten 8 versehenen Einschnitt 9 ausgestattet, innerhalb dessen ein schubkastenseitiges und insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 0 bezeichnetes Rastelement rastend aufnehmbar ist. Dies geht beispielsweise aus den Figuren 1 5 und 16 hervor.
Wenn das Rastelement 1 0, welches am Schubkasten 2 befestigt ist, innerhalb des Einschnittes 9 eingerastet ist, ist ein Abziehen des Schubkastens 2 von der Laufschiene 6 in Längsrichtung der Laufschiene 6 nicht mehr möglich. Das Rastelement 1 0 ist so gestaltet, dass lediglich ein Anheben des Schubkastens 2 unter Trennung des Rastelementes 1 0 von der Laufschiene 6 nach oben durchführbar ist, wobei dies nur unter einem gewissen Kraftaufwand möglich ist, so dass ein unbeabsichtigtes Abheben des Schubkastens auch im vorderen Bereich nicht möglich ist.
Generell sind im hinteren Endbereich der Laufschienen 6 Kopplungsvorrichtungen vorgesehen, die lediglich das Abheben des Schubkastens von der Lauf- schiene 6 verhindern.
Um ein Herunterziehen des Schubkastens von der Laufschiene 6 zu vermeiden, wenn die beiden angesprochenen Kopplungsvorrichtungen den Schubkasten 2 noch nicht ordnungsgemäß auf der Laufschiene 6 fixiert haben, ist eine weitere Kopplungseinrichtung vorgesehen, welche den Schubkasten 2 zumindest gegen ein Herunterziehen von der Laufschiene 6 sichert, bevor wenigstens eine der beiden anderen Kopplungsvorrichtungen mit dem Schubkasten 2 im Eingriff ist. Dies wird im Folgenden nun ausführlich erläutert.
Beim Ausführungsbeispiel der Erfindung nach den Figuren 6 bis 1 7 ist im hinteren Endbereich der Laufschiene 6 ein Fanghaken 1 1 befestigt, der aus einem hakenartigen Trägerteil 1 2 und einem daran schwenkbar gelagerten Hebel 13 besteht, wobei der Hebel 13 eine Durchbrechung 14 eines in der Rückwandebene liegenden Schenkels des Zargenadapters 7 durchtritt.
Der Hebel 1 3 ist in noch zu beschreibender Weise federbelastet derart, dass dieser Hebel 13 ständig zur Laufschiene 6 hin belastet ist.
An der Unterseite ist der Hebel 13 mit einem als Hinterschnitt ausgebildeten hakenförmigen Vorsprung 1 5 versehen, welcher nach dem Durchtritt des Hebels 1 3 durch die Durchbrechung 14 den entsprechenden Bereich des Zargenadapters 7 von der Schubkasteninnenseite her übergreift.
Somit ist nach dem Durchstecken des Hebels 1 3 und dem Hintergreifen des Zargenadapters 7 oder entsprechend einer Rückwand eine Trennung des Schubkastens 2 von der Laufschiene 6 nicht mehr ohne weiteres möglich. Es wird gewissermaßen eine Abzugssperre für den Schubkasten 2 gebildet.
Diese Abzugssperre wird schon wirksam, bevor das im vorderen Bereich des Schubkastens 2 angeordnete Rastelement 1 0 in dem Einschnitt 9 verrastet. Mit anderen Worten wird ein ungewolltes Abziehen des Schubkastens 2 von der Laufschiene 6 schon verhindert, bevor der Schubkasten 2 in bestimmungsgemäßer Weise im vorderen stirnseitigen Bereich der Laufschiene 6 endgültig verrastet und in Verschieberichtung gesichert wird. Wie insbesondere die Figuren 1 2 bis 14 zeigen, ist der Hebel 1 3 aus einem kappenartigen und das Trägerteil 1 2 von oben übergreifenden Formteil gebildet. An diesem Formteil ist beispielsweise durch einen Freischnitt ein Federabschnitt 1 3a gebildet, der mit seinem freien Ende 1 3b an der Unterseite des stirnseitigen Endes des hakenartigen Trägerteiles 1 2 anliegt, was die Figuren 1 3 und 14 sehr deutlich zeigen. Durch diesen Federabschnitt 1 3a ist der Hebel 1 3 ständig nach unten, das hei ßt in Richtung der Laufschiene 6 belastet, wie schon mehrfach erwähnt worden ist.
An seinem vorderen, stirnseitigen Ende ist der Hebel 1 3 mit einer bogenförmi- gen Abrundung 1 3c versehen, welche beim Einlaufen dieses Hebels 1 3 in den Bereich der Durchbrechung 14 des Zargenadapters 7 über dessen untere Begrenzungskante hinweg geführt und angehoben wird, so dass diese Abrundung als Einfahrhilfe für den Hebel 1 3 in den Bereich der Durchbrechung 14 bezeichnet werden kann. Es wäre auch denkbar, hier eine exakte Einführschräge vorzusehen.
Die schwenkbewegliche Lagerung des Hebels 1 3 auf dem Tragteil 1 2 erfolgt beispielsweise durch aus dem Hebel 13 gegensinnig zueinander ausgeprägten
Lagerhaken 1 6, welche in eine Lagerbohrung 1 7 (welche in der Darstellung Figur 1 7 erkennbar ist) eingreifen.
Somit sind zusätzliche Verbindungsteile wie Lagerbolzen oder dergleichen nicht erforderlich und die Montage gestaltet sich auch vergleichsweise einfach.
Bevorzugt ist der Hebel 1 3 ebenso wie das winkelförmige Trägerteil 1 2 jeweils einstückig aus Metall hergestellt. Dabei ist der Hebel 13 bevorzugt aus einem Federblech als Stanz-, Biegeteil ausgebildet.
In den Figuren 1 8 und 1 9 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei dem der Fanghaken 1 1 insgesamt einstückig hergestellt und aus einem Feder- stahldraht hergestellt ist, der beispielsweise an einem hakenartigen Tragteil 12 befestigt ist, wie es auch beim Ausführungsbeispiel nach den übrigen Figuren zur Lagerung des Hebels 1 3 verwendet ist.
Selbstverständlich kann der einstückig aus Federstahldraht hergestellte Fang- haken 1 1 auch an einem anderen Lagerteil befestigt sein, welches seinerseits fest mit der Laufschiene 6 verbunden ist.
Der gebogene Federstahldraht des Fanghakens 1 1 nach dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 8 und 1 9 ist in seinem vorderen Endbereich mit ei- ner schlaufenartigen Umbiegung 1 8 versehen, deren freies Ende unterhalb des übrigen Abschnittes des Drahtes liegt und somit einen Vorsprung 1 5 bildet, der nach Durchstecken durch eine Durchbrechung 14 an der Innenseite des entsprechenden Zargenadapters 7 oder einer Rückwand anliegt und somit eine Abzugssperre bilden kann, wie dies in Figur 1 9 deutlich gezeigt ist. Durch die Umbiegung 1 8 wird wiederum ein bequemes Einführen des entsprechend gestalteten Fanghakens 1 1 in den Bereich der Durchbrechung 14 gewährleistet.
Um ein Lösen eines Schubkastens 2 bedarfsweise trotz der Gestaltung des Fanghakens 1 1 als Abzugssperre durchführen zu können, ist folgende Vorge- hensweise erforderlich :
Zunächst ist der Schubkasten 2 in eine Auszugsposition, vorzugsweise in eine maximale Auszugsposition aus dem Möbelkorpus 1 herauszuziehen. In der Auszugsposition, vorzugsweise in der maximalen Auszugsposition, wird der
Schubkasten 2 dann in seinem vorderen Endbereich durch Anheben von der Laufschiene 6 gelöst, wobei gleichzeitig das vordere Ende des Fanghakens 1 1 entgegen der Federwirkung so weit angehoben wird, dass der Vorsprung 15 oberhalb der unteren Kante der Durchbrechung 14 liegt. Somit kann nun der Schubkasten 2 weiter nach vorne gezogen und somit von der Laufschiene 6 völlig getrennt werden.
Die vorstehend beschriebene Trennung des Schubkastens von der Laufschiene 6 ist auch bei allen weiteren, noch zu beschreibenden Ausführungsbeispie- len auf die angegebene Weise möglich.
Durch die Gesamtlänge des Fanghakens 1 1 wird gemäß vorliegender Erfindung die Möglichkeit geschaffen, eine Abzugssperre für den Schubkasten 2 recht schnell zu bewirken, das hei ßt im vorliegenden Fall, schon nach einer re- lativ kurzen Einschubtiefe des Schubkastens 2 in den Möbelkorpus 1 . In jedem Falle sollte die Abzugssperre aber schon dann wirksam sein, wenn eine Verrastung des Schubkastens 2 im vorderen Stirnseitenbereich der Laufschiene 6 noch nicht erfolgt ist. Dadurch werden ein ungewolltes Abziehen des Schubkastens 2 von der Laufschiene 6 und die damit verbundenen Gefahren vermieden.
Die Explosionsdarstellung gemäß Figur 1 7 zeigt noch einmal in besonders deutlicher Form, dass der Hebel 1 3 auf das winkelförmige Trägerteil 12 aufschiebbar und durch die zueinander gegensinnig ausgeprägten Lagerhaken 1 6, die in eine Lagerbohrung 1 7 des Trägerteiles 1 2 eingreifen können, schwenkbar mit dem Trägerteil 1 2 verbindbar ist.
Die Figuren 20 bis 22 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem aus der Laufschiene 6 eine nach oben ausgestellte und einen Vorsprung bil- dende Lasche 1 9 vorgesehen ist, welche in einer Ausnehmung 20 des Zargenadapters 7 von begrenzter Länge eingreifen kann. Ist der Schubkasten 2, hier stellvertretend dargestellt durch den Zargenadapter 7, in die völlig gesicherte Position eingeschoben, befindet sich die nach oben ausgestellte Lasche 1 9 ohne eine Wirkung zu erzielen innerhalb des Längenbereiches der Aus- nehmung 20, so wie Figur 22 dies zeigt. Die Figuren 20 und 21 machen deutlich, dass für den Fall, dass eine ordnungsgemäße Fixierung des Schubkastens 2 gegenüber der Laufschiene 6 noch nicht erfolgt ist, bei dem Versuch, den Schubkasten 2 von der Laufschiene 6 abzuziehen, die ausgestellte Lasche 19
an ein stirnseitiges Ende 21 der Ausnehmung 20 anstößt, wodurch das Abziehen des Schubkastens von der Laufschiene 6 verhindert wird.
Soll eine bewusste Trennung des Schubkastens 2 von der Laufschiene 6 her- beigeführt werden, kann dies in üblicher Weise durch Anheben des Schubkastens 2 erfolgen.
Die Figuren 20 bis 22 zeigen also eine zusätzliche Kopplungseinrichtung unabhängig von der hinteren Kopplungsvorrichtung in Form eines starren Fangha- kens 22.
Die Figuren 23 bis 25 zeigen gewissermaßen eine kinematische Umkehr des Ausführungsbeispiels gemäß den Figuren 20 bis 22, in denen nämlich am Zargenadapter 7 eine ausgestellte und einen Vorsprung bildende Lasche 1 9, die auch als Federelement ausgestaltet sein kann, vorgesehen ist, welche in eine Ausnehmung 20 der Laufschiene 6 eingreifen kann.
Die Figuren 26 bis 31 zeigen ein Ausführungsbeispiel, bei dem am hinteren Ende des Zargenadapters 7 eine in Richtung des hinteren Endes der Lauf- schiene 6 sich ersteckende Lasche 23 vorgesehen ist, die mit einem abgewinkelten, als Vorsprung wirkenden Endstück 23a ausgestaltet ist und mit diesem Endstück 23a einen winkelartigen Fanghaken 22 hintergreifen kann, wenn eine ordnungsgemäße Fixierung des Schubkastens 2 gegenüber der Laufschiene 6 noch nicht gegeben ist.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist es möglich, eine bewusste Trennung von Schubkasten 2 und Laufschiene 6 durch Anheben des Schubkastens in seinem vorderen Bereich herbeizuführen, so wie dies in den Figuren 30 und 31 angedeutet ist.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele machen deutlich, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, Kopplungsvorrichtungen vorzusehen, die für eine sichere Fixierung des Schubkastens 2 gegenüber einer Laufschiene 6 sorgen und das es ebenso eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Anordnung einer zusätz- liehen Kopplungseinrichtung gibt, mittels derer eine Abzugssperre für den Schubkasten 2 schon dann gegeben ist, wenn die beiden anderen Kopplungsvorrichtungen noch nicht wirksam sind.
Insoweit sind die dargestellten Ausführungsbeispiele lediglich als Möglichkeiten anzusehen, von denen durchaus vielfältige Abweichungsmöglichkeiten bestehen.
Bezuqszeichenliste
1 Möbelkorpus
2 Schubkasten
3 Frontblende
4 Auszugsführung
5 Korpusschiene
6 Laufschiene
7 Zargenadapter
8 Raste
9 Einschnitt
10 Rastelement
1 1 Fanghaken
12 Trägerteil
13 Hebel
13a Federabschnitt
13b freies Ende
13c Abrundung
14 Durchbrechung
15 Vorsprung
16 Lagerhaken
17 Lagerbohrung
18 Umbiegung
19 Lasche
20 Ausnehmung
21 Ende
22 Fanghaken
23 Lasche
23a Endstück