BESCHREIBUNG
Spannbuchse und Spannvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Spannbuchse zum Einspannen in einer Bohrung eines Bauteils, insbesondere eines zu spannenden Bauteils (z.B. eines zu bearbeitenden Werkstücks).
Aus dem Stand der Technik sind Spannvorrichtungen bekannt, die einen pneumatisch oder hydraulisch verschiebbaren Zuganker (Spannbolzen) aufweisen, der mit seinem freien Ende in eine entsprechende Sackbohrung in dem zu spannenden Bauteil eingeführt werden kann. Das freie Ende des Zugankers erweitert sich hierbei konisch zu seinem Ende hin und ist von einer Spannbuchse umgeben, die zusammen mit dem freien Ende des Zugankers in die Sackbohrung des zu spannenden Bauteils eingeführt wird. Beim Zurückziehen des Zugankers verbleibt die Spannbuchse dann zunächst in ihrer Position, so dass das Zurückziehen des Zugankers aufgrund der konischen Aufweitung des freien Endes des Zugankers zu einer radialen Aufweitung der Spannbuchse und damit zu einem Festspannen des Bauteils führt. Bei einem weiteren Zurückziehen des Zugankers kann das nun gespannte Bauteil dann zusammen mit dem Zuganker und der Spannbuchse noch eine Niederzugsbewegung ausführen. Bei den bekannten Spannvorrichtungen der vorstehend beschriebenen Art erfolgt das Spannen des Bauteils durch eine reibschlüssige Verbindung zwischen der äußeren Mantelfläche der Spannbuchse und der inneren Mantelfläche der Sackbohrung in dem Bauteil. Bei dieser bekannten Spannvorrichtung ist die Spannwirkung jedoch unbefriedigend.
Aus DE 40 20 981 AI ist eine Spannbuchse zum Einspannen in
einer Bohrung eines zu spannenden Werkstücks bekannt, wobei die Spannbuchse aufspreizbar ist. An ihrer Außenseite weist die Spannbuchse hierbei eine Verzahnung auf, die im aufge¬ spreizten Zustand in die Innenwand der Bohrung des Werkstücks eindringt und dadurch eine formschlüssige Verbindung bildet. Nachteilig daran ist zunächst die Tatsache, dass zum Herstellen der formschlüssigen Verbindung eine hohe radiale Kraft auf die Spannbuchse ausgeübt werden muss. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das Werkstück aus einem weicheren Material bestehen muss als die Spannbuchse. Schließlich führen die einzelnen Spannvorgänge hierbei zu einer Deformation des Werkstücks an der Innenwand der Bohrung, da die Verzahnung in die Innenwand eindringen muss. Ferner ist zum Stand der Technik hinzuweisen auf DE 20 2013 007 456 Ul, DE 10 2007 039 032 AI, US 2006/0049568 AI, DE 10 2004 025 256 AI und US 2010/0327503 AI.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Spann- Wirkung zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Spannbuchse gemäß dem Hauptanspruch gelöst. Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, zum Spannen eine formschlüssige Verbindung zwischen der äußeren Mantelfläche der Spannbuchse und der Innenwand der Sackbohrung in dem zu spannenden Bauteil vorzusehen. Vorteilhaft an einer solchen formschlüssigen Verbindung zum Spannen eines Bauteils sind die größeren maximalen Spannkräfte und die größere Zuverlässigkeit der formschlüssigen Verbindung.
Gemäß der Erfindung besteht die formschlüssige Verbindung zwischen Spannbuchse und Bauteil aus einer Gewindeverbindung.
Hierbei weist die äußere Mantelfläche der Spannbuchse ein Außengewinde auf, das in ein entsprechend angepasstes Innengewinde in der Innenwand der Sackbohrung des Bauteils eingreift und dadurch die formschlüssige Verbindung zwischen Spannbuch- se und Bauteil herstellt.
Bei der Gewindeverbindung zwischen der Spannbuchse und dem Bauteil weisen das Außengewinde der Spannbuchse und das Innengewinde des Bauteils vorzugsweise dieselbe Gewindesteigung auf, um einen formschlüssigen Gewindeeingriff zu ermöglichen.
Hierbei ist zu erwähnen, dass die Spannbuchse wie bei der eingangs beschriebenen herkömmlichen Spannbuchse in radialer Richtung aufgeweitet werden kann, wobei die Spannbuchse im radial zusammengezogenen Zustand (entspannter Zustand) keinen Formschluss mit dem Bauteil herstellt, wohingegen die Spannbuchse im radial erweiterten Zustand formschlüssig in das Bauteil eingreift. Das Außengewinde der Spannbuchse weist deshalb im radial zusammengezogenen Zustand in der Regel einen kleineren Gewindedurchmesser auf als das Innengewinde der Bohrung, damit die Spannbuchse dann ohne Probleme in die Sackbohrung in dem Bauteil eingeführt werden kann.
Im radial aufgeweiteten Zustand der Spannbuchse weist das Außengewinde der Spannbuchse dagegen vorzugsweise den gleichen Gewindedurchmesser auf wie das Innengewinde der Bohrung, damit Außengewinde und Innengewinde dann ineinander eingreifen und die formschlüssige Verbindung bilden.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass der Außendurchmesser des Außengewindes (d.h. von Spitze zu Spitze) der Spannbuchse im radial zusammengezogenen Zustand der Spannbuchse vorzugsweise
kleiner ist als der Kerndurchmesser des Innengewindes der Bohrung. Dies ist sinnvoll, damit die Spannbuchse im radial zusammengezogenen Zustand in die Sackbohrung des Bauteils eingeführt werden kann.
Bei dem radial zusammengezogenen Zustand handelt es sich in der Regel um einen entspannten Zustand der Spannvorrichtung, d.h. ohne eine radiale Aufweitung durch den Zuganker. Der radial aufgeweitete Zustand der Spannbuchse ist dagegen in der Regel nicht der Normalzustand der Spannbuchse. Vielmehr nimmt die Spannbuchse den radial aufgeweiteten Zustand nur dann an, wenn die Spannbuchse von dem Zuganker radial aufgeweitet wird .
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird die radiale Aufweitung der Spannbuchse durch eine besondere Konstruktion ermöglicht. Hierbei weist die Spannbuchse mehrere Segmente auf, die über den Umfang der Spannbuchse verteilt angeordnet sind. Die benachbarten Segmente der Spannbuchse sind hierbei jeweils durch einen axial verlaufenden Schlitz voneinander getrennt, wobei sich die einzelnen Schlitze jeweils vom freien Ende der Spannbuchse ausgehend . zumindest über einen Teil der axialen Länge der Spannbuchse erstrecken. Diese geschlitzte Anordnung ermöglicht es den einzelnen Segmenten der Spannbuchse, in radialer Richtung auszufedern, um eine radiale Aufweitung der Spannbuchse zu ermöglichen.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die erfindungsgemäße Spannbuchse vorzugsweise wie die herkömmliche Spannbuchse eine axiale Durchgangsbohrung für den Zuganker aufweist, wobei sich die Durchgangsbohrung vorzugsweise zum freien Ende der Spannbuchse hin radial erweitert, insbesondere in konischer Form. Beim Zurückziehen des Zugankers gleiten dann die konische Mantelfläche des Zugankers einerseits und die konische
Innenwand der Durchgangsbohrung andererseits aufeinander, was zu einer entsprechenden radialen Aufweitung der Spannbuchse führt . Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Erfindung nicht nur
Schutz beansprucht für die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Spannbuchse als einzelnes Bauteil. Vielmehr beansprucht die Erfindung auch Schutz für eine komplette Spannvorrichtung zum mechanischen Spannen eines Bauteils.
Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung weist zunächst einen axial verschiebbaren Zuganker (Spannbolzen) zum Spannen des Bauteils auf, wobei die Funktionsweise eines solchen Zugankers bereits vorstehend beschrieben wurde.
Weiterhin umfasst die erfindungsgemäße Spannvorrichtung einen axial verschiebbaren Kolben zum Verschieben des Zugankers, wobei der Kolben beispielsweise hydraulisch, pneumatisch, elektromotorisch oder manuell-mechanisch angetrieben werden kann.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung weist die Spannvorrichtung eine erfindungsgemäße Spannbuchse auf, wie sie vorstehend beschrieben wurde, wobei der Zuganker axial durch die Spannbuchse verläuft und an seinem freien Ende eine radiale Aufweitung aufweist, so dass der Zuganker beim Zurückziehen des Zugankers die Spannbuchse radial aufweitet. Hierbei stellt die Spannbuchse also - wie vorstehend beschrieben wurde - eine forra- schlüssige Verbindung zwischen der Spannbuchse und der Sackbohrung in dem zu spannenden Bauteil her.
Die Erfindung ist jedoch nicht nur auf Spannvorrichtungen mit Spannbuchsen beschränkt, die eine formschlüssige Verbindung
zu dem zu spannenden Bauteil herstellen. Vielmehr umfasst die Erfindung auch Spannvorrichtungen mit Spannbuchsen, die in herkömmlicher Weise eine reibschlüssige Verbindung zu der Sackbohrung in dem zu spannenden Bauteil herstellen. Die Er- findung ist also anwendbar bei Bauteilen mit zylindrischen
Sackbohrungen, konischen Sackbohrungen oder Sackbohrungen mit einem Innengewinde.
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Zuganker in dem Kolben durch einen Baj onettverschluss lösbar verankert. Dies bedeutet, dass der Zuganker in einer bestimmten Drehstellung bezüglich seiner Längsachse in die Spannvorrichtung eingeführt oder daraus entnommen werden kann. Die Verankerung des Zugankers erfolgt dann im eingeführten Zu- stand, indem der Zuganker um seine Längsachse gedreht wird, beispielsweise um 90°. Vorteilhaft an einem solchen Bajonett- verschluss für den Zuganker ist die Tatsache, dass zum Austausch des Zugankers keine Demontage der Spannvorrichtung erforderlich ist. Darüber hinaus kann der Zuganker auf diese Weise direkt an der Spannvorrichtung ausgewechselt werden. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Austausch des Zugankers vorzugsweise ohne eine Beeinträchtigung von Fluidleitungen (z.B. Hydraulikleitungen) zum Antrieb des Kolbens erfolgen kann, so dass beim Austausch des Zugankers nicht die Gefahr besteht, dass Hydraulikflüssigkeit austritt.
In der bevorzugten Ausführungsform eines solchen Bajonettverschlusses weist der Zuganker an seinem unteren Ende eine ham- merförmige seitliche Erweiterung auf. Darüber hinaus weist der Kolben und auch die Spannvorrichtung an sich eine Axialbohrung auf, durch die der Zuganker eingeführt werden kann. Diese Axialbohrung ist im Querschnitt ein Langloch, damit der Zuganker trotz der hammerförmigen seitlichen Erweiterung eingeführt werden kann.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass bei dem Baj onettverschluss vorzugsweise eine erste Feder vorgesehen ist, die den Zuganker vorspannt, um ein Herausfallen des Zugankers aus der Spannvorrichtung zu vermeiden.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist der Baj onettverschluss zwischen dem Zuganker und dem Kolben eine Drehwinkelbegrenzung auf, die den Drehwinkel des Zugan- kers begrenzt. Vorzugsweise wirkt diese Drehwinkelbegrenzung in beiden Drehrichtungen und verfügt hierzu über jeweils einen Drehwinkelanschlag. Beispielsweise kann der Drehwinkelanschlag aus einem Stift bestehen, der in eine entsprechende Bohrung in dem Kolben eingesteckt ist.
Darüber hinaus weist der Baj onettverschluss vorzugsweise eine Verdrehsicherung auf, um eine unbeabsichtigte Lösung des Bajonettverschlusses zu verhindern. Beispielsweise kann diese Verdrehsicherung einen Drehwinkelanschlag aufweisen, der ver- hindert, dass sich der Zuganker selbstständig in eine Stellung drehen kann, die ein Lösen des Bajonettverschlusses und damit ein Herausziehen des Zugankers erlaubt. Auch hierbei kann der Drehwinkelanschlag beispielsweise einen Stift aufweisen, der in eine entsprechende Bohrung in dem Kolben ein- gesteckt ist.
Es wurde bereits vorstehend kurz erwähnt, dass der Kolben und damit auch der Zuganker vorzugsweise hydraulisch oder pneumatisch angetrieben wird. Die erfindungsgemäße Spannvorrichtung weist deshalb vorzugsweise zwei Druckräume auf, nämlich einen ersten Druckraum zur hydraulischen oder pneumatischen Druckbeaufschlagung des Kolbens zum Spannen des Zugankers und einen zweiten Druckraum zur hydraulischen oder pneumatischen Druckbeaufschlagung des Kolbens zum Entspannen des Zugankers.
Der erste Druckraum zum Spannen des Zugankers ist in der Regel über dem Kolben angeordnet und drückt den Kolben und da¬ mit auch den Zuganker deshalb vorzugsweise nach unten. Der zweite Druckraum zum Entspannen des Zugankers ist dagegen vorzugsweise unter dem Kolben angeordnet und drückt den Kolben deshalb zum Entspannen vorzugsweise nach oben.
In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Spannvorrichtung eine sogenannte Eigensicherung auf, die bei einem Druckausfall dafür sorgt, dass das Bauteil gespannt bleibt. Hierzu kann eine zweite Feder vorgesehen sein, die den Kolben und damit auch den Zuganker in die Spannstellung vorspannt. In der Regel zieht die zweite Feder den Kolben und damit auch den Zuganker nach unten, wodurch die Spannbuchse radial aufgeweitet wird und dadurch eine reibschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung mit dem zu spannenden Bauteil herstellt.
Vorzugsweise umfasst die erfindungsgemäße Spannvorrichtung auch eine Abfrageeinrichtung zum Abfragen des Zustands der
Spannvorrichtung. Beispielsweise kann die Abfrageeinrichtung folgende Zustände der Spannvorrichtung erkennen:
Bruch des Zugankers,
Bruch der Spannbuchse,
- Auflage oder Abwesenheit eines Bauteils auf der Spannvorrichtung (Auflagekontrolle ) , sowie
axiale Stellung des Zugankers bzw. des Kolbens.
Vorrichtung entspannt (Zuganker und Kolben in entspannter Stellung) .
- Bohrung im Werkstück zu groß (Kolben fährt dann in die un¬ tere Stellung) .
In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung arbeitet eine solche Abfrageeinrichtung pneumatisch. Hierzu kann die
Abfrageeinrichtung Druckluft aus der Auflagefläche der Spann¬ vorrichtung ausblasen. Bei einer Auflage eines Bauteils auf der Auflagefläche versperrt das Bauteil dann die Austritts¬ öffnung, was sich in einer entsprechenden Änderung von Druck und Strömung äußert und damit messtechnisch erfassbar ist.
Darüber hinaus kann die Druckluft von der Abfrageeinrichtung auch in den Zylinder eingeleitet werden, in dem der Kolben verschiebbar ist. Dies ermöglicht eine Erfassung der Kolbenstellung, da der Kolben die Bohrung beispielsweise im maximal gespannten Zustand oder bei einem Bruch des Zugankers freigeben kann, was sich wiederum in einer entsprechenden Änderung von Druck bzw. Strömung der Druckluft äußert und damit messtechnisch erfassbar ist.
Ferner umfasst die erfindungsgemäße Spannvorrichtung vorzugsweise eine Sperrlufteinrichtung zum Ausblasen von Sperrluft im Bereich einer Auflage um das freie Ende des Zugankers herum. Die Sperrluft soll dafür sorgen, dass der Auflagebereich der Spannvorrichtung sauber bleibt .
Darüber hinaus kann die Druckluft von der Sperrlufteinrichtung auch in den Zylinder eingeleitet werden, in dem der Kolben verschiebbar ist. In entspannter Stellung steigt der Druck in dieser Leitung durch die vorhandene Drossel. Dies ermöglicht eine Abfrage der Entspann-Stellung . Das Werkstück kann somit von der Vorrichtung entfernt werden. In gespannter Stellung tritt die Luft auch über die Bohrungen 48 und 52 (vgl. Figuren 4 und 5) mit größerem Volumen (Druckdifferenz ist messbar) .
Darüber hinaus weist die erfindungsgemäße Spannvorrichtung vorzugsweise ein elastisches Zentrierungselement auf, um eine Vorzentrierung des Zugankers in der Spannvorrichtung zu be-
wirken. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das Zentrierungselement ein elastischer O-Ring, der den Zuganker ringförmig umgibt, so dass ein radiales Ausweichen des Zugankers zu einer zentrierenden Gegenkraft durch den O- Ring führt. In einer Variante der Erfindung ist das Zentrierungselement (z.B. O-Ring) hierbei unter der Spannbuchse angeordnet und umgibt nur den Zuganker, wobei das Zentrierungselement unmittelbar an der Mantelfläche des Zugankers anliegt. In einer anderen Variante der Erfindung umgibt das Zentrierungselement (z.B. O-Ring) dagegen sowohl den Zuganker als auch die umgebende Spannbuchse, so dass das Zentrierungselement außen an der Spannbuchse anliegt.
Ferner ist zu erwähnen, dass die erfindungsgemäße Spannvor- richtung vorzugsweise zwei axiale Bewegungen ausführen kann, nämlich zum einen eine Spannbewegung und zum anderen eine Niederzugsbewegung . Die Spannbewegung dient ausschließlich dazu, die Spannbuchse radial aufzuweiten und dadurch eine reibschlüssige oder formschlüssige Verbindung zwischen der Spannbuchse und dem zu spannenden Bauteil herzustellen. Während der Spannbewegung wird das zu spannende Bauteil dagegen selbst noch nicht bewegt. Nach dem Spannen des Bauteils durch die Spannbewegung erfolgt dann jedoch noch eine axiale Niederzugsbewegung, wobei das nun gespannte Bauteil axial gegen die Spannvorrichtung gezogen wird, um eine definierte Lage des Bauteils einzustellen. Zur Ermöglichung einer solchen Niederzugsbewegung ist die Spannbuchse in der Spannvorrichtung vorzugsweise mit einem axialen Spiel gelagert, damit die Spannbuchse zusammen mit dem gespannten Bauteil die axiale Niederzugsbewegung ausführen kann.
Vorzugsweise ist hierbei eine dritte Feder vorgesehen zum Vorspannen der Spannbuchse entgegen der Niederzugsbewegung . Die dritte Feder drückt die Spannbuchse also nach oben, so
dass der Zuganker bei der Niederzugsbewegung die Federkraft der dritten Feder überwinden muss. Die dritte Feder sorgt während der vorangehenden Spannbewegung des Zugankers dafür, dass die Spannbuchse nicht axial ausweicht, sondern radial aufgeweitet wird. Zum einen bietet die dritte Feder also einen ausreichenden Widerstand, damit die Spannbuchse beim Niederziehen des Zugankers nicht axial ausweicht, sondern sich radial aufweitet. Zum anderen ist die dritte Feder aber so nachgiebig, dass die aufgeweitete Spannbuchse zusammen mit dem gespannten Bauteil eine Niederzugsbewegung ausführen kann .
In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Spannbuchse unten einen radial abstehenden Kragen auf, wobei die dritte Feder den radial abstehenden Kragen außen umgibt und radial nach innen drückt . Die hierbei auf den radial abstehenden Kragen wirkende und nach innen gerichtete Spannkraft wird dann in der Spannbuchse umgewandelt in eine entsprechende axial gerichtete Kraft, die die Spannbuchse nach oben drückt.
In einer anderen Ausführungsform ist die dritte Feder dagegen unter der Spannbuchse angeordnet und drückt die Spannbuchse axial nach oben.
In einer vorteilhaften Variante der Erfindung weist die
Spannbuchse an ihrer Unterseite eine konische Auflauffläche auf, die sich nach oben hin konisch verjüngt. Die Spannbuchse liegt mit ihrer konischen Auflauffläche hierbei auf einer in der Spannvorrichtung fixierten und komplementär geneigten konischen Auflauffläche auf. Das Aufeinandergleiten der konischen Auflaufflächen führt dann bei einem Spannvorgang zu einer radialen Aufweitung der Spannbuchse und dann während der Niederzugsbewegung auch zu einer axialen Abwärtsbewegung.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1A eine aufgeschnittene Perspektivansicht einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung,
Figur 1B eine Detailansicht des Bajonettverschlusses der
Spannvorrichtung aus Figur 1A,
Figur 2 eine Querschnittsansicht der Spannvorrichtung aus den Figuren 1A und 1B zur Verdeutlichung der Druckbeaufschlagung des Kolbens beim Spannen,
Figur 3 eine andere Querschnittsansicht der Spannvorrichtung aus den Figuren 1A und 1B zur Verdeutlichung der Druckbeaufschlagung des Kolbens beim Entspannen,
Figur 4 eine weitere Querschnittsansicht der Spannvorrichtung aus den Figuren 1A und 1B zur Verdeutlichung des Ausblasens von Sperrluft aus der Spannvorrichtung und zur Erläuterung einer Abfrage der Ent- spann-Stellung mit einer Drossel (Meldung: Werkstück kann entnommen werden) ,
Figur 5 eine weitere Querschnittsansicht durch die Spannvorrichtung aus den Figuren 1A und 1B zur Verdeutlichung einer pneumatischen Abfrageeinrichtung,
Figur 6 eine vergrößerte Detailansicht aus Figur 2 zur Verdeutlichung des axialen Spiels der Spannbuchse als
Voraussetzung für eine Niederzugsbewegung,
Figur 7 eine vergrößerte Detailansicht in axialer Richtung auf dem eingerasteten Spannbolzen des Bajonettverschlusses,
Figur 8 eine Querschnittsansicht zur Verdeutlichung des Bajonettverschlusses für den Zuganker, Figur 9 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels gemäß den
Figuren 1A bis 8 mit einer zusätzlichen Feder zur EigenSicherung,
Figur 10 eine Abwandlung mit einer konischen Auflauffläche an der Spannbuchse zur radialen Aufweitung der
Spannbuchse ,
Figur 11 eine Abwandlung mit einem elastischen Ring zur Erleichterung des Einfügens des Gewindes,
Figur 12 eine Abwandlung mit einem Luftpolster zur Erleichterung des Einfügens des Gewindes, sowie
Figur 13A eine Querschnittsansicht durch ein weiteres Ausfüh- rungsbeispiel entlang der Schnittlinie F-F in Figur
13C, wobei der Baj onettverschluss eine Verdrehsicherung und eine Drehwinkelbegrenzung aufweist,
Figur 13B eine Schnittansicht entlang der Schnittlinie G-G in
Figur 13C, sowie
Figur 13C eine Querschnittsansicht des Ausführungsbeispiels gemäß den Figuren 13A und 13B.
Die Figuren 1A bis 8 zeigen verschiedene Ansichten einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 1 zum Spannen eines Bauteils 2, wobei das Bauteil 2 nur in Figur 2 schematisch dargestellt ist und ansonsten zur Wahrung der Übersichtlichkeit weggelas- sen ist. Das Bauteil 2 weist zum Eingriff durch die Spannvorrichtung 1 eine Sackbohrung 3 mit einer Innenwand 4 auf, die mit einem Innengewinde 5 versehen ist, um einen formschlüssigen Eingriff zu ermöglichen, wie noch detailliert beschrieben wird .
Die Spannvorrichtung 1 weist ein Gehäuse 6 auf, das oben durch einen Gehäusedeckel 7 und unten durch einen Gehäuseboden 8 verschlossen ist. Der Ringspalt zwischen dem Gehäuseboden 8 und dem Gehäuse 6 ist hierbei durch eine Dichtung 9 ab- gedichtet.
In der Spannvorrichtung 1 ist ein Zuganker 10 axial verschiebbar angeordnet, wobei der Zuganker 10 von einem ebenfalls axial verschiebbaren Kolben 11 verschoben werden kann, wie ebenfalls noch detailliert beschrieben wird. Der Ringspalt zwischen der äußeren Mantelfläche des Kolbens 11 und der Innenwand des Gehäuses 6 wird hierbei durch zwei Dichtungen 12, 13 abgedichtet. Der Kolben 11 weist eine axiale Durchgangsbohrung 14 auf, durch die das untere Ende des Zugankers 10 hindurchgeführt ist, wobei der Zuganker 10 in dem Kolben 11 durch einen lösbaren Baj onettverschluss verankert ist, wie noch detailliert beschrieben wird.
In den Kolben 11 ist unten ein Kolbeneinsatz 15 eingesetzt, wobei sich am Boden des Kolbeneinsatzes 15 eine Feder 16 abstützt, die den Zuganker 10 axial nach oben drückt, damit sich der Baj onettverschluss des Zugankers 10 nicht versehent-
lieh löst.
Die Durchgangsbohrung 14 in dem Kolben 11 ist hierbei im Querschnitt als Langloch ausgeführt, wie aus Figur 7 ersicht- lieh ist. Der Zuganker 10 weist an seinem unteren Ende eine hammerförmige seitliche Erweiterung 17 auf, die sich im verankerten Zustand des Bajonettverschlusses unten an Vorsprüngen 53 in dem Kolben 11 abstützt. In einer bestimmten Winkelstellung kann der Zuganker 10 also einfach in die Spannvor- richtung 1 eingeführt werden, da die als Langloch ausgebildete Durchgangsbohrung 14 dann ausreichend Platz bietet. Nach dem Einführen des Zugankers 10 wird der Zuganker 10 dann um 90° gedreht, woraufhin sich der Zuganker 10 mit seiner hammerförmigen Erweiterung 17 an dem Kolben 11 abstützt.
Es sind jedoch auch andere Varianten möglich, wie beispielsweise eine Befestigung z.B. über Schwenkkurve oder Rastbolzen . Die Feder 16 verhindert hierbei, dass sich der Zuganker 10 unabsichtlich dreht und dann aus der Spannvorrichtung 1 herausfallen könnte (Einrasten an dem Vorsprung 53).
Darüber hinaus weist die Spannvorrichtung 1 im oberen Bereich ein Innenteil 18 auf, das den Zuganker 10 ringförmig umgibt und eine Durchgangsbohrung enthält, in der ein O-Ring 19 zur VorZentrierung des Zugankers 10 angeordnet ist. Bei einem seitlichen Ausweichen des Zugankers 10 übt der O-Ring 19 nämlich eine nach innen gerichtete Gegenkraft aus, wodurch der Zuganker 10 in der Spannvorrichtung 1 zentriert wird.
Das Innenteil 18 stützt sich hierbei über eine Druckfeder 20 an dem Gehäuse 6 ab. Die Druckfeder 20 drückt das Innenteil 18 also nach oben.
Das freie Ende des Zugankers 10 ist von einer Spannbuchse 21 umgeben, wobei die Spannbuchse 21 beim Spannen des Bauteils 2 in die Sackbohrung 3 eingeführt wird und dann eine form- schlüssige Verbindung herstellt. Hierzu weist die Spannbuchse
21 an ihrer äußeren Mantelfläche ein Außengewinde auf, das an das Innengewinde 5 der Sackbohrung 3 angepasst ist.
Das freie Ende des Zugankers 10 weist eine äußere Mantelflä- che auf, die sich zum Ende des Zugankers 10 hin konisch (alternativ sind auch Pyramidenflächen möglich) erweitert. Entsprechend weist auch die Spannbuchse 21 eine konische Innenwand auf, die sich zum freien Ende hin konisch erweitert. Ein Zurückziehen des Zugankers 10 in die Spannvorrichtung 1 hin- ein führt also aufgrund der aufeinander gleitenden konischen Flächen des Zugankers 10 einerseits und der Spannbuchse 21 andererseits dazu, dass sich die Spannbuchse 21 radial aufweitet. Das Außengewinde der Spannbuchse 21 greift dann in das entsprechend angepasste Innengewinde 5 der Sackbohrung 3 ein und stellt dadurch eine formschlüssige Verbindung her.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Spannbuchse 21 außen von einem ringförmigen Abstreifer 22 umgeben ist. Der Abstreifer
22 verhindert, dass Schmutz in die Spannvorrichtung 1 ein- dringen kann.
Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht der Spannvorrichtung 1 mit einem Hydraulikanschluss 23 zum Spannen des Zugankers 10. Der Hydraulikanschluss 23 ist über Ölkanäle 24, 25 mit einem Druckraum 26 verbunden, wobei der in dem Druckraum 26 wirkende Hydraulikdruck von oben auf den Kolben 11 drückt und den Kolben 11 ggf. nach unten drückt. Der Kolben 11 nimmt dann den Zuganker 10 entsprechend nach unten mit. Weiterhin ist hierbei zu erwähnen, dass der Ölkanal 25 an seiner Oberseite
durch eine Stopfen 27 verschlossen ist.
Figur 3 zeigt eine andere Querschnittsansicht der Spannvorrichtung aus den Figuren 1A und 1B mit einem Hydraulikan- schluss 28 zum Entspannen der Spannvorrichtung 1. Der Hydrau- likanschluss 28 ist über Ölkanäle 29, 30 mit einem Druckraum
31 verbunden, wobei der in dem Druckraum 31 herrschende Öldruck von unten auf den Kolben 11 wirkt und den Kolben 11 dadurch nach oben drückt. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Ölkanal 30 an seiner Oberseite ebenfalls durch einen Stopfen
32 verschlossen ist.
Figur 4 zeigt eine weitere Querschnittsansicht der Spannvorrichtung 1 mit einem weiteren Pneumatikanschluss 33 für eine Sperrlufteinrichtung und eine Abfrage der EntSpannstellung des Kolbens (11). Der Pneumatikanschluss 33 ist über Druckluftkanäle 34, 35, 36, 48 mit einem Druckraum 37 in dem Gehäusedeckel 7 verbunden, von wo die Druckluft durch Ausblasöffnungen nach oben ausgeblasen werden kann, um den Auflage- bereich der Spannvorrichtung 1 sauber zu halten. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Druckluftkanal 34 außen durch einen Stopfen 38 verschlossen ist.
Eine Drossel 49 sorgt hierbei für eine Druckdifferenz. Im entspannten Zustand ist der Kolben 11 in seiner oberen Stellung und der Druckluftkanal 48 ( Sperrluftkanal ) verschlossen, d.h. es entsteht ein Druckunterschied zwischen gespannter- und entspannter Stellung. Figur 5 zeigt noch eine weitere Querschnittsansicht der
Spannvorrichtung 1 mit einem weiteren Pneumatikanschluss 39 für eine pneumatisch arbeitende Abfrageeinrichtung.
Der Pneumatikanschluss 39 der Abfrageeinrichtung mündet zum
einen über einen Druckluftkanal 40 in den Zylinder, in dem der Kolben 11 axial verschiebbar ist. Auf diese Weise kann die Stellung des Kolbens 11 von der Abfrageeinrichtung abgefragt werden, da sich die Druckverhältnisse an dem Pneumati- kanschluss 39 ändern, wenn der Kolben 11 die Mündungsöffnung des Druckluftkanals 40 freigibt.
Zum anderen mündet der Pneumatikanschluss 39 der Abfrageeinrichtung aber auch über Druckluftkanäle 41, 42 in eine Aufla- genkontrollbohrung 43, die im gespannten Zustand von dem Bauteil 2 verschlossen wird, wodurch sich die Druckverhältnisse an dem Pneumatikanschluss 39 ändern, was messtechnisch er- fasst werden kann und dadurch eine Auflagenkontrolle ermöglicht .
Im Folgenden wird nun die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung 1 beschrieben.
Hierbei wird davon ausgegangen, dass der Zuganker 10 bereits in der Spannvorrichtung 1 montiert und mittels des Bajonettverschlusses verankert ist. Die Feder 16 drückt den Zuganker 10 dann nach oben gegen den Kolben 11 und verhindert dadurch, dass sich der Baj onettverschluss beispielsweise bei Vibrationen oder Erschütterungen löst, was im schlimmsten Fall zu ei- nem Herausfallen des Zugankers 10 führen könnte (Einrasten an dem Vorsprung 53) .
Die Spannvorrichtung 1 wird dann zunächst entspannt, indem über den Hydraulikanschluss 28 Öl zugeführt wird, die dann in dem Druckraum 31 von unten auf den Kolben 11 wirkt und den
Kolben zusammen mit dem Zuganker 10 nach oben drückt. Während dieses Entspannens der Spannvorrichtung ist der Hydraulikanschluss 23 drucklos.
Anschließend kann dann das Bauteil 2 so aufgesetzt werden, dass das freie Ende des Zugankers 10 mit der Spannbuchse 21 in die Sackbohrung 3 eingeführt wird.
Hierbei ist zu erwähnen, dass die Spannbuchse 21 im entspann ten Zustand einen Außendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der Innendurchmesser der Innenwand 4 der Sackbohrung 3. Dies ist wichtig, damit der Zuganker 10 mit der Spannbuchse 21 im entspannten Zustand in die Sackbohrung 3 eingeführt werden kann.
Nach dem Aufsetzen des Bauteils 2 auf die Spannvorrichtung 1 verschließt das Bauteil 2 die Auflagenkontrollbohrung 43 an der Oberseite der Spannvorrichtung 1, was an dem Pneumatikan schluss 39 messbar ist.
Daraufhin wird die Spannvorrichtung 1 dann gespannt. Hierzu wird zunächst der Hydraulikanschluss 28 drucklos gemacht.
Darüber hinaus wird der Hydraulikanschluss 23 angesteuert, so dass der Öldruck in dem Druckraum 26 den Kolben 11 zusammen mit dem Zuganker 10 nach unten zieht. Bei dieser Abwärtsbewegung des Zugankers 10 gleiten die konischen Flächen des
Zugankers 10 und der Spannbuchse 21 aufeinander, was zu einer radialen Aufweitung der Spannbuchse 21 führt. Bei dieser ra- dialen Aufweitung der Spannbuchse 21 greift das Außengewinde in der Mantelfläche der Spannbuchse 21 dann in das Innengewinde 5 in der Innenwand 4 der Sackbohrung 3 ein und stellt damit eine formschlüssige Verbindung zwischen der Spannbuchse 21 und dem Bauteil 2 her.
Bei einer weiteren Abwärtsbewegung des Zugankers 10 führt das nun formschlüssig gespannte Bauteil 2 dann eine Niederzugsbe- wegung aus, um das Bauteil 2 fest an die Auflagefläche der Spannvorrichtung 1 zu ziehen. Hierbei ist zu erwähnen, dass
die Spannbuchse 21 mit ihrer Unterseite auf dem Innenteil 18 aufliegt. Ein weiteres Herunterziehen des Zugankers 10 führt also zu einer entsprechenden Abwärtsbewegung der Spannbuchse 21 und damit auch des Innenteils 18, das sich an der Druckfe- der 20 abstützt. Die Niederzugsbewegung muss also die Gegenkraft der Druckfeder 20 überwinden.
Die Abfrageeinrichtung kann dann durch Abfrage der Druckverhältnisse an dem Pneumatikanschluss 39 ermitteln, ob das Bau- teil 2 fest auf die Auflagefläche der Spannvorrichtung 1 gezogen ist, woraufhin der Spannvorgang dann beendet ist.
Aus Figur 6 ist ersichtlich, dass das Innenteil 18 und damit auch die Spannbuchse 21 in der Spannvorrichtung 1 mit einem axialen Spiel a gelagert ist, um nach dem Spannen des Bauteils 2 die Niederzugsbewegung zu ermöglichen.
Figur 9 zeigt eine Abwandlung des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels, wobei dieses Ausführungsbeispiel weit- gehend mit dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel übereinstimmt, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung Bezug genommen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden .
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die Spannvorrichtung 1 eine sogenannte Eigensicherung aufweist. Dies bedeutet, dass das Bauteil 2 auch bei einem Druckausfall gespannt bleibt. Hierzu ist eine zusätzliche Fe- der 44 vorgesehen, die den Kolben 11 und damit auch den Zuganker 10 nach unten in die Spannstellung zieht.
Schließlich zeigt Figur 10 eine weitere Abwandlung, die ebenfalls weitgehend mit den vorstehend beschriebenen Ausfüh-
rungsbeispielen übereinstimmt, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die Spannbuchse 21 an ihrer Unterseite einen radial abstehenden Kragen 45 aufweist sowie eine konische Auflauffläche 46, die auf einer konischen Auflauffläche 47 der Spann- Vorrichtung gleiten kann. Bei der Niederzugsbewegung gleiten also die konischen Auflaufflächen 46, 47 aufeinander, so dass der radial abstehende Kragen 45 entgegen der radial gerichteten Gegenkraft der Druckfeder 20 nach außen ausweicht, was die Niederzugsbewegung erlaubt.
Die Figuren 11 und 12 zeigen Abwandlungen, die weitgehend mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen übereinstimmen, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entspre- chende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
Die Besonderheit von Figur 11 besteht darin, dass die Spannbuchse 21 unten auf einem elastischen Ring 50 aufliegt, wodurch das Einfügen des Gewindes der Spannbuchse 21 erleich- tert wird.
Die Besonderheit von Figur 12 besteht darin, dass die Spannbuchse 21 unten auf einem elastischen Ring 50 aufschwimmt, wodurch ebenfalls das Einfügen des Gewindes der Spannbuchse 21 erleichtert wird.
Die Figuren 13A-13C zeigen verschiedene Schnittansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels, das weitgehend mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen übereinstimmt,
sodass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden. Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass der Baj onettverschluss zwischen der hammerförmigen Erweiterung 17 des Zugankers 10 einerseits und dem Kolben 11 andererseits eine Drehwinkelbegrenzung aufweist, die aus zwei Stiften 54 besteht, die in entsprechende Bohrungen in dem Kolben 11 eingesteckt sind. Bei einer Drehung des Zugankers
10 um seine Längsachse stößt die hammerförmige Erweiterung 17 des Zugankers 10 dann an die Stifte 54 an, wodurch der Drehwinkel des Zugankers 10 begrenzt wird. Eine weitere Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass der Baj onettverschluss eine Verdrehsicherung (Lösesicherung) aufweist, die ein unbeabsichtigtes Lösen des Bajonettverschlusses verhindert. Die Verdrehsicherung besteht im Wesentlichen aus einem weiteren Stift 55, der ebenfalls in eine entsprechende Bohrung in dem Kolben 11 eingesteckt ist. Der Stift 55 verhindert hierbei, dass sich der Zuganker 10 in eine Stellung dreht, die es erlaubt, den Zuganker 10 aus dem Kolben 11 herauszuziehen. Zum Lösen des Bajonettverschlusses muss hierbei also zunächst der Stift 55 entfernt werden. An- schließend kann dann der Zuganker 10 so gedreht werden, dass sich der Baj onettverschluss lösen lässt.
Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Insbesondere beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den jeweils in Bezug genommenen
Ansprüchen. Beispielsweise ist auch der Gedanke eines Bajonettverschlusses gemäß den Unteransprüchen von eigenständiger schutzwürdiger Bedeutung ohne das Merkmal einer Gewindeverbindung gemäß dem Hauptanspruch.
Bezugszeichenliste:
1 Spannvorrichtung
2 Bauteil
3 Sackbohrung
4 Innenwand der Sackbohrung
5 Innengewinde der Sackbohrung
6 Gehäuse der Spannvorrichtung
7 Gehäusedeckel
8 Gehäuseboden
9 Dichtung zwischen Gehäuseboden und Gehäuse
10 Zuganker
11 Kolben
12 Dichtung zwischen Kolben und Gehäuse
13 Dichtung zwischen Kolben und Gehäuse
14 Durchgangsbohrung im Kolben
15 Kolbeneinsatz
16 Feder zur Vorspannung des Zugankers
17 Hammerförmige Erweiterung des Zugankers
18 Innenteil
19 O-Ring zur Vorzentrierung des Zugankers
20 Druckfeder zum Vorspannen der Spannbuchse entgegen der Niederzugsbewegung
21 Spannbuchse
22 Abstreifer
23 Hydraulikanschluss zum Spannen des Zugankers
24 Ölkanal zum Spannen des Zugankers
25 Ölkanal zum Spannen des Zugankers
26 Druckraum zum Spannen des Zugankers
27 Stopfen
28 Hydraulikanschluss zum Entspannen des Zugankers
29 Ölkanal zum Entspannen des Zugankers
30 Ölkanal zum Entspannen des Zugankers
31 Druckraum zum Entspannen des Zugankers
Stopfen
Pneumatikanschluss für Sperrlufteinrichtung
Druckluftkanal der Sperrlufteinrichtung
Druckluftkanal der Sperrlufteinrichtung
Druckluftkanal der Sperrlufteinrichtung
Druckraum der Sperrlufteinrichtung
Stopfen
Pneumatikanschluss der Abfrageeinrichtung
Druckluftkanal der Abfrageeinrichtung (Kolbenstellungskon trolle)
Druckluftkanal der Abfrageeinrichtung
Druckluftkanal der Abfrageeinrichtung
Auflagenkontrollbohrung
Feder für Eigensicherung bei Druckausfall
Kragen der Spannbuchse
Auflauffläche der Spannbuchse
Stationäre Auflauffläche
Druckluftkanal Abfrage Entspann-Stellung
Drossel/Drosselbohrung
Elastischer Ring für Höhenausgleich
Bohrung zur Erzeugung des Luftpolsters
Druckluftkanal für Druckdifferenzmessung
Vorsprung für Baj onettverschluss (Hammer des Zugankers) Stifte der Drehwinkelbegrenzung des Bajonettverschlusses Stift der Verdrehsicherung (Lösesicherung)
Axiales Spiel der Spannbuchse und des Innenteils