Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Aufreissdeckeln sowie ein Aufreissdeckel
Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her- Stellung von Aufreissdeckeln gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung von Aufreissdeckeln gemäss Oberbegriff des Anspruchs 11 und einen Aufreissdeckel gemäss Anspruch 17.
Hintergrund
Aufreissdeckel sind bekannt, so z.B. aus DE-U 298 17 592 oder aus DE-U 92 03 953. Mit Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 kann eine dem Fachmann bekannte Herstellung von Aufreissdeckeln nach Stand der Technik kurz erläutert werden. Figur 1 zeigt einen Deckelrohling 1. Am Anfang des Transportwegs einer bekannten Herstellvorrich- tung 20 ist ein Stapel 12 gezeigt, der eine Vielzahl von solchen Deckelrohlingen enthält, die einzeln abgestapelt und entlang des Transportwegs von verschiedenen Bearbeitungsstationen bearbeitet werden, wobei aus den Deckelrohlingen zunächst Deckelringe gebildet werden und diese dann bis zum fertigen Aufreissdeckel weiter bearbeitet werden. Die Deckelrohlinge sind z.B. runde Scheiben aus beschichtetem und damit gegen Korrosion geschütztem Metall, insbesondere aus beschichtetem Weissblech. Sie weisen z.B. einen Durchmesser von 11 cm auf. Diese Rohlinge sind bereits an ihrem Rand 6 durch eine nicht dargestellte Bearbeitungsmaschine vorgeformt worden und die Ausbildung des Randes 6 dient später der Befestigung des ferti-
gen Aufreissdeckels an einem Behälter bzw. einer Dose durch eine Falzverbindung. Dies ist dem Fachmann bekannt und wird hier nicht weiter erläutert.
Die Fördereinrichtung 22, welche die Deckelrohlinge, die Deckelringe und die Aufreissdeckel in der Herstellvorrichtung 20 entlang des Transportweges in Richtung des Pfeils A von einer Bearbeitungsstation zur nächsten Bearbeitungsstation fördert, wird insbesondere von zwei parallel laufenden Zahnriemen gebildet, an denen Aufnahmen für die Deckelrohlinge bzw. Deckelringe vorgesehen sind, wie dem Fachmann aus WO 2006/017953 bekannt. Auch dies wird hier nicht weiter erläutert. Bei den je¬ weiligen Bearbeitungsstationen nach Stand der Technik, die dem Fachmann bekannt sind und hier nur schematisch dargestellt sind, wird der zu bearbeitende Rohling je¬ weils von der Fördereinrichtung abgehoben und von der Bearbeitungsstation bearbeitet und wieder an die Förderein¬ richtung zurück gegeben. Dies ist bei den Bearbeitungs¬ stationen mit auf und ab weisenden Pfeilen angedeutet. Bei den Bearbeitungsstationen ist jeweils unterhalb des Fördermittels der Antrieb der Bearbeitungsstationen angedeutet. Dieser dient zum Heben und Senken der Rohlinge und Deckelringe und zur Durchführung der jeweiligen Bearbeitungsschritte .
In einer Stanzbearbeitungsstation 23 wird zu¬ nächst aus dem Deckelrohling 1 ein Deckelring 2 gebildet, indem ein mittlerer Teil 30 des Rohlings ausgeschnitten und als Abfall entsorgt wird. Damit wird die Entnahmeöffnung des Aufreissdeckels gebildet, die in einem späteren Herstellungsschritt mit der Aufreissfolie verschlossen wird. An die Entnahmeöffnung 15 anschliessend verbleibt ein Siegelflansch 7. An der Schnittkante 31 liegt das Me¬ tallmaterial blank bzw. das Blech des Deckelrings 2 ist dort nicht mehr durch die Beschichtung geschützt . In einer Bearbeitungsstation 24 wird der Rand der Entnahmeöffnung zu einem Kragen 4 nach oben gezogen und dieser Kragen wird in einer weiteren Bearbeitungsstation 25 ge-
rollt, so dass ein sogenannter retort-curl 5 gebildet wird. Die Form der Einrollung bzw. des retort-curls kann verschieden sein. Die Einrollung, die den Rand der Entnahmeöffnung bildet, sorgt dafür, dass der Benützer der Dose bei der Entnahme des Inhalts der Dose vor der scharfkantigen Schnittkante geschützt ist.
Die bisher erläuterten Herstellungsschritte sind in einer Lage durchgeführt worden, bei welcher die Deckelrohlinge und Deckelringe mit ihrer späteren Ober- seite bzw. mit dem Siegelflansch 7 nach unten weisend angeordnet waren. Dies ist die bevorzugte Ausführung auch bei der vorliegenden Erfindung. Wie erwähnt, wird der Rohling bzw. der Ring in den einzelnen Bearbeitungsstationen 23, 24 und 25 von der Fördereinrichtung abgehoben, bearbeitet und wieder zurück gelegt, worauf die Fördereinrichtung Förderschritte ausführt, welche die Deckelrohlinge bzw. Deckelringe zur nächsten Bearbeitungsstation führt. Werden die Herstellungsschritte, wie dargestellt, mit nach unten weisendem Siegelflansch 7 durchge- führt, so folgt nun eine Wendestation 26, welche die De¬ ckelringe wendet, so dass bei der weiteren Bearbeitung der Siegelflansch 7 nach der Wendestation in der Förder¬ einrichtung 22 und in den Bearbeitungsstationen oben liegt .
Danach wird die Aufreissfolie 8 auf den Sie¬ gelflansch aufgesiegelt , was zweistufig mit einer Vorsie¬ gelstation 27 und einer Hauptsiegelstation 28 erfolgen kann. Auch der Siegelvorgang ist dem Fachmann bekannt und wird hier nicht weiter erläutert. Es können weitere Bear- beitungsstationen folgen, in denen eine Prägung der Sie¬ gelfolie erfolgt, die Aufreisslasche positioniert wird und eine Dichtheitsprüfung erfolgt. Auch dies ist dem Fachmann bekannt und wird hier nicht weiter erläutert. Am Ende der bekannten Herstellvorrichtung 20 werden fertige Aufreissdeckel 10 ausgegeben deren Entnahmeöffnung 15 von einer Aufreissfolie 8 überspannt ist, die am Siegelflansch 7 aufgesiegelt ist. Der Rand der Entnahmeöffnung
15 wird durch einen nach oben und aussen umgebogenen re- tort-curl 5 gebildet. Der fertige Aufreissdeckel 10 kann mittels seines Falzrandes 6 an einem Dosenmantel (der in Figur 5 nur mit einem Wandteil 11 angedeutet ist) befes- tigt werden und verschliesst somit die Dose. Dies erfolgt im Abfüllbetrieb in welchem die Dose mit einem Füllgut befüllt worden ist. Die gefüllte Dose kann später geöffnet werden, indem die Aufreissfolie mittels deren Aufreisslasche 18 vom Deckelring weggerissen wird, womit die Entnahmeöffnung 15 offen ist. Solche Aufreissdeckel haben sich bewährt.
Enthält der Behälter, der mit dem Aufreissdeckel verschlossen ist, ein flüssiges, korrosives Füllgut, wie z.B. Salzwasser, so kann die blanke Schnittkante 31 korrodieren. Zwar ergibt sich durch die Einrollung nach oben und nach aussen und mit der Überdeckung durch die Aufreissfolie bei dem dargestellten Aufreissdeckel mit retort-curl ein gewisser Schutz gegen den Einfluss des Füllguts und die blanke bzw. allenfalls korrodierte
Schnittkante ist auch nicht sichtbar, doch können je nach Aggressivität des Füllgutes und Lagerzeit des gefüllten Behälters dennoch Spuren der Korrosion sichtbar werden. In EP-A 1 153 840 wird es vorgeschlagen, dass die Aufreissfolie auch an der Einrollung selber aufgesiegelt wird, wodurch die Schnittkante vom Doseninhalt durch eine Siegelung geschützt ist. Es zeigt sich aber, dass die Siegelung sowohl am Siegelflansch als auch zusätzlich an der Einrollung in der Produktion mit hoher Herstellkadenz kaum sicher zu beherrschen ist. WO-A 02/790041 erwähnt beiläufig, dass sich der bei der Einrollung entstandene Spalt mit der Heisssiegelbeschichtung der Aufreissfolie füllen kann, ohne zu erläutern, wie dies bei der industriellen Herstellung von Aufreissfolien tatsächlich machbar wäre. Bekannte Aufreissfolien sind nur mit einer sehr dünnen Heisssiegelschicht versehen und es ist für den
Fachmann nicht ersichtlich, wie diese Schicht zur Spaltfüllung verwendet werden kann, wenn eine dem Fachmann be-
kannte Heisssiegelung durchgeführt wird. Die in WO-A 02/790041 angedeutete Lösung ist daher in der Praxis kaum ausführbar. Aus EP-B 2 055 736 ist es bekannt, bei einem Behälter an der Mündung des Behälters eine Einrollung nach aussen vorzusehen, so dass die Schnittkante nicht mit Wasser in: Berührung kommt. Es wird vorgeschlagen, dort einen Schutz der Schnittkante mit einem modifizierten Hotmelt Material vorzunehmen, welches ein thermoplastisches Elastomer enthält.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde ein Verfahren und eine Herstellvorrichtung für Aufreissdeckel zu schaffen, womit ein Aufreissdeckel industriell in hoher Kadenz und mit geringen Kosten herstellbar ist, der auch bei korrosiven Füllgütern praktisch keine Korrosion der Schnittkante aufweist.
Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten
Verfahren zur Herstellung von Aufreissdeckeln dadurch gelöst, dass vor dem Einrollen des freien Endes des Kragens auf der Innenseite des Kragens ein bandförmiger Streifen aus Kunststoff aufgebracht wird.
Dadurch, dass ein bandförmiger Streifen aufgebracht wird, kann mit geringem Materialaufwand und mit hoher Geschwindigkeit der Kunststoff aufgebracht werden, der bei der nachfolgenden Einrollung zur Bildung eines retort-curls die Schnittkante sicher vor Korrosion schützt.
Bevorzugt ist es, wenn der bandförmige Streifen mit gleichmässiger Dicke aufgebracht wird und dies insbesondere mit einer sehr geringen Dicke, die nur 0,05 mm bis 1,0 mm beträgt. Besonders bevorzugt ist es wenn der bandförmige Streifen mit einer Dicke von ca. 0,1 mm aufgebracht wird. Die gleichmässige Dicke ergibt bei der Einrollung eine gute Dichtwirkung und kann Material und
Zeit bei der Auftragung sparen. Besonders der bevorzugte Dickenbereich bzw. die bevorzugte ungefähre Dicke von 0.1 mm ergibt eine gute Dichtwirkung bei geringem Materialeinsatz und hohem Auftragstempo. Bevorzugt ist dabei, dass der bandförmige Streifen durch Aufspritzen eines flüssigen Kunststoffs auf den Deckelring aufgebracht wird, wodurch rasch und mit hoher Gleichmässigkeit gearbeitet werden kann. Bevorzugt ist der Kunststoff ein durch Aufschmelzen verflüssigter Kunststoff und insbeson- dere ein durch Aufschmelzen verflüssigtes thermoplastisches Elastomer. Dies ergibt die erwünschte gleichmässige und dünne Aufbringung. Die Höhe des Bandes kann z.B. ei¬ nen bis mehrere Millimeter betragen und ist nicht kritisch, wenn es bei der Einrollung sichergestellt wird, dass die Einrollung in Kontakt mit dem Band kommt.
Bevorzugt wird der Kunststoff aus einer bei der Aufbringung stationären Spritzdüse auf den drehenden Deckelring aufgebracht. Diese Variante ist mechanisch einfach und für die gewünschte Genauigkeit gut beherrsch- bar. Es wäre indes auch möglich mit einer drehenden
Spritzdüse und einem stationär gehaltenen Deckelring zu arbeiten. Insbesondere kann die gewünschte gleichmässige Dicke erzielt werden, wenn während des Aufspritzens der Abstand zwischen der Spritzdüse und dem Deckelring kon- stant gehalten wird. Dies wird bevorzugt so ausgeführt, dass der Deckelring auf seiner Auflage horizontal ver¬ schieblich angeordnet ist und dass mit mindestens einer Rolle auf die Aussenseite des Kragens des Deckelrings eingewirkt wird, um den Abstand der Innenseite des Kra- gens von der Spritzdüse konstant zu halten, da die genau und fix positionierte drehbare Rolle die Lage des Kragens gegenüber der Spritzdüse definiert. Dies ergibt eine mechanisch einfache Lösung, die das präzise Aufbringen des bandförmigen Streifens mit gleichmässiger Dicke erlaubt. Es sind auch Lösungen möglich, bei welchen der Abstand der Spritzdüse kontinuierlich über eine Distanzmessung und eine Verschiebung der Spritzdüse an den nicht genau
zentrisch drehenden Deckelring angepasst wird, doch ist die beanspruchte mechanisch einfachere Lösung bevorzugt.
Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zu Grunde eine Herstellvorrichtung für Aufreissdeckel zu schaffen, durch welche Aufreissdeckel in hoher Kadenz und kostengünstig herstellbar sind, welche den genannten Nachteil nicht aufweisen.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des An- spruchs 11 gelöst.
Durch das Vorsehen einer Aufbringstation mit welcher eine umlaufende bandförmige KunststoffSchicht auf die Innenseite des Kragens der Deckelringe aufbringbar ist wird der Schutz der eingerollten Schnittkante ermög- licht, da die Einrollung die Kunststoffschicht kontaktiert, die eine Dichtung bildet.
Bevorzugt ist die Vorrichtung weiter so ausgestaltet, dass die Auftragsstation zur Aufbringung einer bandförmigen Kunststoffschicht ausgebildet ist, welche eine im Wesentlichen gleichmässige Dicke aufweist, insbe¬ sondere eine Dicke im Bereich von 0,05 mm bis 0,5 mm und insbesondere mit einer Dicke von ca. 0,1 mm. Diese Aus¬ führung ergibt einen guten Schutz bei geringem Materialverbrauch und sehr hoher Bearbeitungsgeschwindigkeit, so dass die Auftragsstation in derselben Kadenz arbeiten kann wie die anderen Bearbeitungsstationen der Vorrichtung. Weiter ist es bevorzugt dass die Auftragsstation eine durch einen Antrieb rotierend antreibbare Aufnahme für einen Deckelring und eine während des Aufbringens des Bandes stationäre Spritzdüse aufweist um den Kunststoff über die Spritzdüse, die in der Auftragsstation innerhalb eines auf der Aufnahme platzierten Deckelrings zu liegen kommt, wenn dieser durch die Auftragsstation von der För¬ dereinrichtung abgehoben worden ist, in flüssiger Form bandförmig auf den rotierend angetriebenen Deckelring aufzubringen. Dies ergibt reproduzierbar die erwünschte Kunststoffschicht geringer Dicke.
Bevorzugt wird der Kunststoff verflüssigt indem die Auftragsstation mit einem Extruder, einer geheiz¬ ten Zuführung zu einem steuerbaren Ventil und einem geheiztem Ventil ausgerüstet ist, so dass die Spritzdüse über das Ventil für die Aufbringung unter Druck mit dem aufgeschmolzenen Kunststoff versorgbar ist. Bevorzugt ist weiter die Aufnahme des Deckelrings gegenüber ihrer Dreh¬ achse horizontal entgegen der Kraft einer Feder verschieblich und es ist wenigstens eine Rolle vorgesehen, deren Drehachse parallel zur Drehachse der Aufnahme ver¬ läuft wobei die Rolle mindestens teilweise koplanar zur Aufnahme angeordnet ist und in den Bereich ragt, der bei angehobenem Deckelring von diesem eingenommen wird. Damit kann die Aussenseite des Kragens eines auf der Aufnahme befindlichen Deckelrings durch die Rolle beaufschlagt werden, wenn der Deckelring angehoben wird und da die Po¬ sition der Rolle genau definiert ist, wird auch die hori¬ zontale Lage des angehobenen Deckelrings genau definiert. Dies erlaubt es auf einfache Weise den Abstand der Innen¬ seite des Kragens zur Spritzdüse konstant zu halten, was zu der erwünschten konstanten Dicke des Kunststoffauf- trags auf die Innenseite des Kragens führt. Die Spritzdü¬ se wird für die Vornahme des Auftragens des Bandes an den rotierenden und horizontal durch die Rolle lagedefinierten Deckelring herangefahren und nach dem Auftrag wieder weg gefahren.
Weiter liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde einen Aufreissdeckel zu schaffen, der die genannten Nachteile nicht aufweist und industriell in hoher Ka¬ denz und Qualität kostengünstig herstellbar ist.
Diese Aufgabe wird mit einem Aufreissdeckel mit den Merkmalen des Anspruchs 17 gelöst.
Bevorzugt beträgt die Dicke der bandförmigen Dichtung zwischen 0,05 mm und 0,5 mm und beträgt insbesondere ca. 0,1 mm. Die Höhe der Dichtung kann 1 mm bis 3 mm betragen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Ausgestaltungen, Vorteile und Anwen- düngen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Figuren 1 bis 5 vertikale Schnittansichten durch einen Deckelrohling, einen Deckelring und einen Aufreissdeckel zur Erläuterung von Bearbeitungsschritten bei der Bildung eines Aufreissdeckels nach Stand der Technik;
Figur 6 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung nach Stand der Technik zur Herstellung von Aufreissdeckeln bzw. zur Durchführung der Schritte gemäss den Figuren 1 bis 5;
Figur 7 eine vertikale Schnittansicht eines Deckelrings bei der Herstellung eines Aufreissdeckels gemäss der Erfindung;
Figur 8 eine vergrösserte Ansicht eines Teils des Deckelrings von Figur 7;
Figur 9 den Deckelring von Figur 7 nach dem Einrollen des Randes der Entnahmeöffnung;
Figur 10 eine vergrösserte Ansicht eines Teils des Deckelrings von Figur 9;
Figur 11 eine Draufsicht auf den Deckelring eines Aufreissdeckels gemäss der Erfindung;
Figur 12 eine schematische Darstellung der Bearbeitungsstation zur Aufbringung der Dichtung;
Figur 13 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung gemäss der Erfindung zur Herstellung von Aufreissdeckeln mit abgedichteter Schnittkante;
Figuren 14 bis 17 die Positionierung des Deckelrings in der Bearbeitungsstation und die Bewegung der Spritzdüse bei einer bevorzugten Ausführung; und
Figuren 18 bis 21 in vergrösserter Darstellung die Positionierung der Spritzdüse für den Auftrag des Kunststoffes.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
Einleitend ist mit Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 6 die dem Fachmann bekannte Herstellung von Aufreissdeckeln nach Stand der Technik erläutert worden. Auf diese Erläuterung wird hier verwiesen, um auf eine Wiederholung zu verzichten.
Nachfolgend wird das Vorgehen gemäss der Erfindung beschrieben, wobei auf die bekannte Vorrichtung und die bekannten, vorgängig erläuterten Herstellungsschritte Bezug genommen wird, soweit dies notwendig ist. Insbesondere wird auch bei der Vorrichtung und beim Verfahren gemäss der Erfindung für die Bildung des Deckel¬ rings aus dem Deckelrohling und für die Aufsiegelung der Aufreissfolie so vorgegangen wie dem Fachmann schon bekannt .
Figuren 7 und 8 zeigen einen Deckelring, bei welchem der Bearbeitungsschritt des Ziehens des Rands der Entnahmeöffnung zur Bildung des Kragens 4 bereits erfolgt ist. Dies ist in der Bearbeitungsstation 24 erfolgt. Bei dem gezeigten bevorzugten Beispiel gemäss der Erfindung ist dabei (oder in einem separaten Schritt) am oberen En¬ de 34 des Kragens 4 eine Krümmung nach innen erzeugt wor¬ den, welche die spätere Einrollung zur Bildung des re- tort-curls erleichtert. Gemäss der Erfindung ist ferner in einem Arbeitsschritt an der Innenseite 40 des Kragens 4 eine KunststoffSchicht in Form eines Bandes 32 aufge¬ bracht worden. Die Aufbringung dieser KunststoffSchicht erfolgt vorzugsweise in einer separaten Bearbeitungsstation 29, wie in Figur 13 dargestellt. Diese Bearbeitungs¬ station 29 ist zwischen der Ziehstation 24 und der Einrollstation 25 angeordnet.
Das Band 32 aus der KunststoffSchicht bildet bei der Einrollung eine Abdichtung für die Schnittkante 31, was nachfolgend gezeigt wird. Das Band 32 besteht aus einem Kunststoff und vorzugsweise besteht das Band aus einem thermoplastischem Elastomer (TPE) . Solche TPE
Kunststoffe sind handelsüblich und insbesondere auch in Qualitäten handelsüblich, die der Sterilisationstemperatur bei der Sterilisation des gefüllten Behälters sicher widerstehen, so dass die vom Band gebildete Dichtung bei der Sterilisation erhalten bleibt. Das Band ist, wie dargestellt, vorzugsweise über die ganze Höhe des Bandes gleichmässig dick ausgebildet. Es wird als dünnes Band vorgesehen, welches vorzugsweise eine Dicke d im Bereich von 0,05 Millimeter bis 0,2 Millimeter aufweist, vorzugs- weise eine Dicke von ca. 0,1 Millimeter. Die Höhe H des Bandes kann z.B. 1 bis 3 mm betragen.
Die Aufbringung gemäss der Erfindung erfolgt durch ein Aufspritzen von aufgeschmolzenem, flüssigem Kunststoffmaterial, vorzugweise dem erwähnten TPE, wobei eine Relativbewegung von Düse und Deckelring erfolgt. Bevorzugt wird der Deckelring in der Bearbeitungsstation 29 (Figuren 12 und 13) rotierend bewegt und dabei die Innenseite 40 des Kragens 4 an der Austrittöffnung einer bei der Aufbringung statisch angeordneten Spritzdüse vorbei bewegt, aus welcher der Kunststoff austritt. Der Deckelring wird somit bei der Bearbeitungsstation 29 angehoben, in Drehung versetzt und die Aufbringung wird aktiviert, wenn der Deckelring die richtige Position gegenüber der Austrittsöffnung erreicht hat. Nach mindestens einer vol- len Umdrehung, wenn ein lückenlos an der Innenseite um¬ laufendes Band gebildet ist, wird der Deckelring mit dem Band 32 wieder nach unten zur Fördereinrichtung bewegt, wobei die Drehung beendet wird, so dass der Deckelring wieder auf die Aufnahmen der Fördereinrichtung abgesetzt werden kann. Dann erfolgt die Förderung zur Einrollstation 25. Der Kunststoff des Bandes 32 kühlt bereits bei der Aufbringung auf den Deckelring ab und verfestigt sich, so
dass bei der weiteren Förderung kein Fliessen des Kunststoffs erfolgt und das Band in der gezeigten Form stabil ist. Allenfalls kann in der Aufbringstation bzw. Bearbeitungstation 29 ein Kühlmittel, z.B. in der Form eines Ge- bläses vorgesehen werden.
Der Deckelring kann bei der Aufbringung des dünnen Kunststoffbands mit hoher Drehgeschwindigkeit rotiert werden, wobei darunter eine Drehung mit mehr als 200 Umdrehungen pro Minute verstanden wird. Eine bevor- zugte Umdrehungsgeschwindigkeit liegt im Bereich von 400 bis 600 pro Minute.
Es wird bei der Aufbringung dafür gesorgt, dass der Abstand der Ausbringungsöffnung bzw. der Spritzdüse zur Innenseite 40 des Kragens 4 beim Aufspritzen des flüssigen Kunststoffs im Wesentlichen konstant bleibt, damit die Dicke des Bandes 32 im Wesentlichen konstant ist und deren geringe Dicke möglich wird. Dies kann z.B. erfolgen, indem der Deckelring 2 in der Bearbeitungsstation 29 auf einer Aufnahme genau zentriert wird und die Spritzdüse mit der Ausbringöffnung gegenüber dieser Aufnahme einen definierten Abstand aufweist. Die Übernahme vom Fördermittel mit einer nachfolgenden Zentrierung benötigt indes Zeit, so dass für die sehr hohen angestrebten Herstellkadenzen bevorzugt so vorgegangen wird, dass der Deckelring in der Bearbeitungsstation mit der Aussen- seite des Kragens 4 an eine mit Bezug zur Spritzdüsenposition bei der Aufbringung genau positionierte Rolle gedrückt wird, wodurch der Abstand der Sprühdüse zur Innenseite 40 des Kragens 4 auf einfache Weise genau definiert wird. Dies wird mit Bezug auf Figur 9 und die Figuren 14 bis 17 und 18 bis 21 noch näher erläutert.
Ersichtlich ist, dass das Band 32 so an der Innenseite 40 des Kragens 4 positioniert ist, dass es näher zur Ebene des Siegelflansches 7 liegt als zur
Schnittkante 31. Die Positionierung und Dimensionierung des Bandes ist ungefähr so, dass das Band 32 das untere Drittel des Kragens 4 bis die untere Hälfte des Kragens 4
bedeckt. Eine grössere Höhe H des Bandes ist möglich, doch steigt dann der Materialauf and für den verwendeten Kunststoff, ohne dass dies für die weitere Bearbeitung bzw. für den Schutz der Schnittkante nötig wäre. Die Höhe H wird in der Praxis ca. 1 mm bis 3 mm betragen.
Der gemäss den Figuren 7 und 8 mit dem Kunststoffband versehene Deckelring wird in der Bearbeitungsstation 25 auf bekannte Weise mit einem retort-curl 5 versehen. Diese Station 25 arbeitet nach Stand der Tech- nik mit den bekannten Einrollwerkzeugen, so dass dies hier nicht im Detail erläutert werden muss, da dies dem Fachmann bekannt ist. Eine Modifikation, die für den Fachmann offensichtlich ist, ergibt sich gegebenenfalls bei den Werkzeugen, wenn der Kragen 4 an seinem oberen Rand 34 bereits für die Einrollung vorgebogen worden ist, was bevorzugt ist. Ersichtlich ist gemäss den Figuren 10 bis 13, die den Deckelring nach der Wendestation 26 zeigen, und insbesondere bei Betrachtung der Figur 12, dass bei der Bildung des retort-curls 5 das Band 32 eine Dich- tung bildet, welche den Eintritt von Flüssigkeit in das Innere des retort-curls verhindert. Somit ist die blanke Schnittkante 31 gegen den Einfluss einer in der Dose befindlichen Flüssigkeit geschützt. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Einrollung so erfolgt, dass die Schnittkan- te 31 teilweise im Band 32 eingebettet ist, wie darge¬ stellt oder ob sie nur am Band 32 anliegt. Auch das Ge¬ genteil, dass die Schnittkante 31 das Band 32 durch¬ schneidet und am Metall der Innenseite 40 anliegt, stört die Funktion des Bandes 32 nicht. Damit spielen übliche Herstellungstoleranzen bei der Bildung des retort-curls 5 keine Rolle. Die Draufsicht 12 zeigt den Deckelring, wie er in die Siegelstation 27 gefördert wird, in welcher die Aufreissfolie über der Entnahmeöffnung aufgesiegelt wird.
Figur 13 zeigt die Herstellvorrichtung 20 für die Aufreissdeckel, bei welcher eine Bearbeitungsstation 29 für die Aufbringung des Bandes 32 auf dem Deckelring vorgesehen ist. Die Bearbeitungsstation 29 ist orzugs-
weise gemäss Figur 12 und den Figuren 14 bis 21 ausgebildet .
Figur 12 zeigt eine Auflage 50, welche im Durchmesser und in ihrer Form an die Deckelringe 2 ange- passt ist. Ein Deckelring 2 liegt mit seinem Siegelflansch 7 auf der Oberseite der Auflage 50 an. Die Auflage 50 ist auf bekannte Weise wie bei den anderen Bearbeitungsstationen auf und ab verfahrbar, so dass die Auflage in der Zeichnung in Richtung des Pfeils C nach unten ver- fahrbar ist, wodurch die Auflage unter die Aufnahmen für den Deckelring der Fördereinrichtung 22 abgesenkt wird, wodurch der Deckelring wieder an die Fördereinrichtung abgegeben wird, damit er zur nächsten Bearbeitungsstation 25 transportiert werden kann. Andererseits wird der nächste Deckelring, der in die Bearbeitungsstation 29 aufgenommen werden soll, von der Aufnahme 50 aufgenommen bzw. von der Fördereinrichtung abgehoben, wenn die Aufnahme 50 in Richtung des Pfeils B wieder nach oben verfahren wird. Dies ist dem Fachmann grundsätzlich in ähn- licher Weise von den anderen Bearbeitungsstationen her bekannt und der Antrieb zum Auf- und Abfahren der Auflage 50 ist lediglich schematisch als Kasten 58 dargestellt. Dieser Antrieb kann auf bekannte Weise elektrisch
und/oder pneumatisch ausgestaltet sein.
Bei der bevorzugten Bearbeitungsstation 29 ist die Auflage 50 federnd in horizontaler Richtung in Richtung des Pfeils E-F gegenüber der vertikalen Mittelachse 55 verschieblich. Dies kann auf verschiedene Weise erfolgen und ist im vorliegenden Beispiel so gelöst, dass eine zentrale konische Halterung 52 vorgesehen ist, die fix in der Position der Mittelachse 55 liegt (aber um diese drehbar ist, was später erläutert wird) und dass elastische Federmittel, z.B. in Form eines umlaufenden Kunststoffschlauchs 54 vorgesehen sind, die es der Aufla- ge 50 erlauben, sich in Richtung des Doppelpfeils E-F um einige Zehntelsmillimeter bis Millimeter horizontal zu verschieben bzw. senkrecht zur Mittelachse 55 zu ver-
schieben. Damit kann sich auch der Deckelring um diesen Betrag in Richtung des Doppelpfeils verschieben. Die Spritzdüse 46, welche das KunstStoffmaterial zur Bildung des Bands 32 gegen die Innenseite 40 des Kragens 4 des Deckelrings 2 sprüht, ist hingegen in ihrer Ausbringposi¬ tion fix angeordnet (aber in diese verfahrbar, was noch erläutert wird). Der Abstand von der Spritzdüse 46 zur Innenseite 40 wird bei der Aufbringung des Kunststoffma¬ terials konstant gehalten, indem benachbart zu der Auflage 50 eine um eine vertikale Drehachse drehbare Rolle 45 angeordnet ist. Die Lage der Drehachse 47 in der Bearbei¬ tungsstation 29 ist fix und zur Spritzdüse in deren Aufbringposition definiert, wodurch der Kunststoffauftrag mit definierter Dicke erfolgt.
Der Verschiebeantrieb 48, durch den die
Spritzdüse 46 in Richtung des Doppelpfeils E-F verschiebbar ist, ist als Kasten 48 dargestellt und ist z.B. elek- romotorisch oder elektromagnetisch oder pneumatisch ausgeführt. Diese Verschiebung der Spritzdüse wird noch an Hand der Figuren 14 bis 21 genauer gezeigt.
Wird die Auflage 50 angehoben, so ist der De¬ ckelring 2 durch die Federmittel 54 zentrisch zur Achse 55 positioniert. Die Spritzdüse 46 ist durch ihren An¬ trieb 48 zur Achse 55 hin bzw. in Richtung E verschoben positioniert worden, was in den Figuren 14 und 15 sowie 18 und 19 ersichtlich ist. In dieser Lage kann beim Anhe¬ ben in Richtung des Pfeils B die Spritzdüse in den Deckelring 2 eintauchen. Auch für die bevorzugte nach innen weisende Krümmung des Randes 34 des Kragens 4 ist dabei genügend Platz bzw. die Spritzdüse ist für die Hebebewegung eines solchen Deckelrings in dieser zurück gefahrenen Position kein Hindernis. Der Deckelring 2 bzw. die Auflage 50 und deren Halterung 52 wird dabei durch den Antrieb 58 in Rotation um die Achse 55 versetzt, z.B. mit der erwähnten Umdrehungsgeschwindigkeit von 600 pro Minu¬ te. Am Ende der Anhebebewegung des Deckelrings 2 kommt dieser mit der Aussenseite des Kragens 4 mit der Aussen-
seite der Rolle 45 in Kontakt, da die Rolle 45 so in der Bearbeitungsstation angeordnet ist, dass sie in den Bereich ragt, der vom angehobenen Deckelring eingenommen wird. Die Figuren 14 und 18 zeigen die Lage beim Anheben kurz bevor der Kragen 4 die Rolle 45 berührt. Die Figuren 15 und 19 zeigen die Lage, in welcher die Hebebewegung abgeschlossen ist und der Kragen 4 an der Rolle 45 anliegt. Da die Lage der Rolle 45 in der Bearbeitungsstation 29 in horizontaler Richtung genau definiert ist, ist auch die Lage des Kragens 4, dort wo er die Rolle 45 kon¬ taktiert, genau definiert. Dank der Federmittel 54 kann sich der Deckelring in horizontaler Lage so einstellen, dass er die Lage der Rolle 45 übernimmt. Die Rolle 45 ist drehbar aber in der Regel nicht selber angetrieben, da sie die Drehung der Deckelringe übernimmt.
Ist das Anheben beendet und hat der Deckel¬ ring somit die in den Figuren 12, 15 und 19 gezeigte Lage erreicht, so wird die Spritzdüse 46 durch ihren Antrieb 48 in Richtung F verfahren und nimmt ihre fixe Auftrags- position ein. Da die Position der Rolle 45 in der Bear¬ beitungsstation präzise in ihrem Abstand zur Spritzdüse gegeben ist, wird auch die Innenseite 40 des Kragens 4 gegenüber der Spritzdüse in präzisem Abstand für das Auf¬ spritzen des Kunststoffmaterials auf die Innenseite 40 positioniert, wenn die Spritzdüse 46 ihre Endposition in Richtung F erreicht hat, was in den Figuren 16 und 20 dargestellt ist. Die Ausnehmung 49 in der Spritzdüse 46 erlaubt das Heranfahren der Spritzdüse 46 zum Kragen 4 trotz dessen Krümmung am Ende 34. Hat die Spritzdüse 46 ihre Endlage erreicht, wird das Aufspritzen gestartet und findet während einer vollen Umdrehung (oder allenfalls während mehreren vollen Umdrehungen) des Deckelrings statt. Die Figuren 12, 17 und 21 zeigen das Aufspritzen durch die Spritzdüse. Damit ist das Band 32 aus Kunst- stoff in einer präzise wählbaren Dicke gebildet. Die Höhe H des Bandes 32 ergibt sich durch die Wahl der Spritzdü¬ se. Das Aufspritzen des Kunststoffes wird gestoppt und
die Spritzdüse 46 wird von ihrem Antrieb 48 in Richtung des Pfeils E zurück bewegt. Ferner wird die Drehung der Auflage 50 und Halterung 52 beendet und die Auflage 50 wird in Richtung des Pfeils C nach unten verfahren, wobei der Deckelring den Kontakt zur Rolle 45 wieder verliert. Der mit dem Band 32 ausgerüstete Deckelring 2 wird wieder auf dem Fördermittel abgelegt und der nächste Förderschritt erfolgt und fördert den mit dem Kunststoffband 32 ausgerüsteten Deckelring zur nächsten Bearbeitungsstation 25.
Die Versorgung der Spritzdüse 46 mit dem flüssigen aufgeschmolzenen TPE-Kunststoff kann auf grund¬ sätzlich bekannte Weise erfolgen, indem der Kunststoff in einem Extruder 60 aufgeschmolzen und extrudiert wird und z.B. durch eine beheizte Schlauchleitung 61 flüssig und unter Druck stehend der Bearbeitungsstation zugeführt wird. Dies ist nur schematisch mit Linien angedeutet, so dass die konkrete Ausgestaltung des Eintritts der Leitung in den die Spritzdüse enthaltenden Kopf nicht dargestellt ist. Ein steuerbar offenbares und schliessbares Ventil 62, das vorzugsweise ebenfalls beheizt ist, bewirkt den Beginn und das Ende des Spritzens des Kunststoffs. Eine Steuerung 63 kann den geschilderten Ablauf des Anhebens vom Fördermittel, des Drehens der Auflage mit dem Deckel¬ ring um die Achse 55 und das Verschieben der Spritzdüse 46 und den Spritzbeginn und das Spritzende und das Zu¬ rückbewegen der Spritzdüse, das Beenden der Drehung und das Absenken der Auflage steuern. Diese Steuerung kann eine bei der Bearbeitungsstation 29 vorgesehene Steuerung sein oder ist eine mehreren oder allen Bearbeitungsstati¬ onen und dem Fördermittel 22 gemeinsame Steuerung.
Die erwähnten Figuren 14 bis 17 zeigen ein Beispiel für den Antrieb 48 der Spritzdüse 46 genauer. Diese ist in einer linearen Führung horizontal in Richtung E - F verfahrbar, was hier über einen Exzenterantrieb bewirkt wird. In den Figuren 18 bis 21 ist die Positionierung der Spritzdüse zur Innenseite des Kragens 4
vergrössert dargestellt. Auch ist der Kanal für den Kunststoff im Inneren der Spritzdüse 46 mit unterbrochenen Linien dargestellt. Die Verschiebung der Auflage 50 und damit des Deckelrings 2 bei dessen Kontakt mit der Aussenseite der Rolle 45 ist in Figur 19 mit den Pfeilen G angedeutet.
Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann .