Carbazole mit zwei Dibenzofuran- oder
Dibenzothiophensubstituenten
Die vorliegende Erfindung betrifft Carbazole mit zwei Dibenzofuran- oder Dibenzothiophensubstituenten, welche sich für den Einsatz in
elektronischen Vorrichtungen eignen. Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung Verfahren zu deren Herstellung und elektronische
Vorrichtungen.
Elektronische Vorrichtungen, welche organische, metallorganische und/oder polymere Halbleiter enthalten, gewinnen zunehmend an
Bedeutung, wobei diese aus Kostengründen und aufgrund ihrer
Leistungsfähigkeit in vielen kommerziellen Produkten eingesetzt werden. Als Beispiele seien hier Ladungstransportmaterialien auf organischer Basis (z.B. Lochtransporter auf Triarylamin-Basis) in Kopiergeräten, organischen oder polymeren Leuchtdioden (OLEDs oder PLEDs) und in Anzeige- und Displayvorrichtungen oder organische Photorezeptoren in Kopierern genannt. Organische Solarzellen (O-SC), organische Feldeffekt- Transistoren (O-FET), organische Dünnfilm-Transistoren (O-TFT), organische Schaltelemente (O-IC), organische optische Verstärker und organische Laserdioden (O-Laser) sind in einem fortgeschrittenen
Entwicklungsstand und können in der Zukunft große Bedeutung erlangen.
Viele dieser elektronischen Vorrichtungen weisen unabhängig von dem jeweiligen Verwendungszweck folgenden allgemeinen Schichtaufbau auf, der für die jeweilige Anwendung angepasst werden kann:
(1) Substrat,
(2) Elektrode, häufig metallisch oder anorganisch, aber auch aus
organischen bzw. polymeren, leitfähigen Materialien,
(3) Ladungsinjektionsschicht/en bzw. Zwischenschicht/en, beispielsweise zum Ausgleich von Unebenheiten der Elektrode („planarisation layer"), häufig aus einem leitfähigen, dotierten Polymer,
(4) Organische Halbleiter,
(5) evtl. weitere Ladungstransport-, Ladungsinjektions- bzw.
Ladungsblockierschichten,
(6) Gegenelektrode, Materialien wie unter (2) genannt,
(7) Verkapselung.
Die obige Anordnung stellt den allgemeinen Aufbau einer organischen, elektronischen Vorrichtung dar, wobei verschiedene Schichten
zusammengefasst werden können, so dass im einfachsten Fall eine
Anordnung aus zwei Elektroden resultiert, zwischen denen sich eine organische Schicht befindet. Die organische Schicht erfüllt in diesem Fall alle Funktionen, einschließlich der Emission von Licht im Fall von OLEDs. Ein derartiges System ist beispielsweise in der WO 90/13148 A1 auf der Basis von Poly-(p-phenylenen) beschrieben.
Elektronische Vorrichtungen, die Carbazole mit Dibenzofuran- oder
Dibenzothiophen-Substituenten enthalten, sind unter anderem aus den Veröffentlichungen US 2012/0289708, WO 2012/086170,
US 2012/071668, US 2012/091887, WO 2012/033108, CN 102850334, WO 2013/032278, US 2012/0256169, WO 2012/036482; WO 2013/5923, WO 2013/084885, WO 2013/102992, WO 2013/084881 , WO 2012/067425, US 2011/260138.WO 2011/125680, WO 2011/122132, WO 2013/109045, WO 2013/151297, WO 2013/41176, WO 2012/108389, KR 2013/0025087 und KR 2013/0112342 bekannt.
Bekannte elektronische Vorrichtungen weisen ein brauchbares
Eigenschaftsprofil auf. Allerdings besteht die dauerhafte Notwendigkeit, die Eigenschaften dieser Vorrichtungen zu verbessern.
Zu diesen Eigenschaften gehört insbesondere die Energieeffizienz, mit der eine elektronische Vorrichtung die vorgegebene Aufgabe löst. Bei organischen Leuchtdioden, die sowohl auf niedermolekularen
Verbindungen als auch auf polymeren Materialien basieren können, sollte insbesondere die Lichtausbeute hoch sein, so dass zum Erreichen eines bestimmten Lichtflusses möglichst wenig elektrische Leistung aufgebracht werden muss. Weiterhin sollte auch zum Erzielen einer vorgegebenen Leuchtdichte eine möglichst geringe Spannung notwendig sein. Ein weiteres Problem stellt insbesondere die Lebensdauer der elektronischen Vorrichtungen dar.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Bereitstellung neuer Verbindungen, welche zu Elektronischen Vorrichtungen mit verbesserten Eigenschaften führen. Insbesondere ist die Aufgabe
Lochtransportmaterialien, Lochinjektionsmaterialien, Loch- blockiermaterialien, Elektroneninjektionsmaterialien, Elektronenblockier- materialien und/oder Elektronentransportmaterialien bereitzustellen, welche verbesserte Eigenschaften in Bezug auf Effizienz, Betriebsspannung und/oder Lebensdauer zeigen. Weiterhin sollten sich die Verbindungen möglichst einfach verarbeiten lassen, insbesondere eine gute Löslichkeit und Filmbildung zeigen.
Eine weitere Aufgabe kann darin gesehen werden, elektronische
Vorrichtungen mit einer ausgezeichneten Leistungsfähigkeit möglichst kostengünstig und in konstanter Qualität bereitzustellen
Weiterhin sollten die elektronischen Vorrichtungen für viele Zwecke eingesetzt oder angepasst werden können. Insbesondere sollte die Leistungsfähigkeit der elektronischen Vorrichtungen über einen breiten Temperaturbereich erhalten bleiben.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass diese sowie weitere nicht explizit genannte Aufgaben, die jedoch aus den hierin einleitend diskutierten Zusammenhängen ohne Weiteres ableitbar oder erschließbar sind, durch Verbindungen mit allen Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst werden. Zweckmäßige Abwandlungen der erfindungsgemäßen
Verbindungen werden in den auf Anspruch 1 rückbezogenen abhängigen Ansprüchen unter Schutz gestellt.
Gegenstand der Erfindung ist somit eine Verbindung, umfassend mindestens eine umfassend mindestens eine Struktur der Formel (I)
wobei für die verwendeten Symbole gilt: ist N oder CR1, vorzugsweise CR1, mit der Maßgabe, dass nicht mehr als eine der Gruppen X in einem Cyclus für N stehen, oder C für die Anbindungsstelle der Reste L1, L2 oder der Carbazolgruppe; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden O oder S; ist ein aromatisches Ringsystem mit 6 bis 40 C-Atomen, das allerdings keine kondensierten aromatischen Ringe (bspw.
Naphthaline, Anthracene, Benzanthracene oder Pyrene) aufweist, wobei das aromatische Ringsystem durch einen oder mehrere Reste R4 substituiert sein kann, vorzugsweise ist die Gruppe L1, L2 eine Arylgruppe mit 6 bis 40 C-Atomen, die keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist, wobei die Arylgruppe durch einen oder mehrere Reste R4 substituiert sein kann;
R ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, CHO, C(=0)Ar1, P(=0)(Ar1)2, S(=0)Ar\ S(=0)2Ar\ CN, N02, Si(R2)3, B(OR2)2, OSO2R2, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 40 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 40 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch C=C , Si(R2)2, Ge(R2)2, Sn(R2)2, C=0, C=S, C=Se, P(=0)(R2), SO, S02, O, S oder CONR2 ersetzt sein können
und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 40 aromatischen
Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder
Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Kombination dieser Systeme, wobei ein Ringschluss von zwei oder mehreren Resten R, auch über Substituenten,
ausgeschlossen ist; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, CHO, C(=0)Ar\ P(=0)(Ar1)2, S(=O)Ar1, S(=O>2Ar1, CN, NO2, Si(R2)3, B(OR2)2, OSO2R2, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 40 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 40 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch R2C=CR2, C=C , Si(R2)2, Ge(R2)2, Sn(R2)2, C=0, C=S, C=Se, P(=0)(R2), SO, SO2, O, S oder CONR2 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder
Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann, oder eine Kombination dieser Systeme; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Substituenten R1 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, CHO, C(=O)Ar\ P(=O)(Ar1)2, S(=O)Ar\ S(=O)2Ar1, CN, NO2, Si(R3)3, B(OR3)2, OSO2R3, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 40 C-Atomen oder eine verzweigte
oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 40 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R3 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch C=C , Si(R3)2> Ge(R3)2, Sn(R3)2, C=O, C=S, C=Se, P(=O)(R3), SO, SO2, O, S oder CONR3 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können, oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 40 aromatischen
Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R3 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder Heteroaryloxy- gruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R3 substituiert sein kann, oder eine
Kombination dieser Systeme; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Substituenten R2 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 30 aromatischen Ringatomen, das mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann; dabei können auch zwei Reste Ar1, welche an dasselbe Phosphoratom binden, durch eine Einfachbindung oder eine Brücke, ausgewählt aus B(R3), C(R3)2, Si(R3)2, C=O, C=NR3, C=C(R3)2, O, S, S=O, SO2, N(R3), P(R3) und P(=O)R3, miteinander verknüpft sein; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F oder ein aliphatischer, aromatischer und/oder heteroaromatischer
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 C-Atomen, in dem auch H- Atome durch F ersetzt sein können; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Substituenten R3 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F, Cl, Br, I, CHO, C(=O)Ar2, P(=O)(Ar2)2, S(=O)Ar2, S(=O)2Ar2, CN, NO2(
Si(R5)3, B(OR5)2, OSO2R5, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 40 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 40 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R5 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch C=C , Si(R5)2, Ge(R5)2, Sn(R5)2, C=O, C=S, C=Se, P(=O)(R5), SO, SO2, O, S oder CONR5 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können, oder ein aromatisches Ringsystem mit 5 bis 40 C-Atomen, das keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist und das jeweils durch einen oder mehrere Reste R5 substituiert sein kann, oder eine Aryloxygruppe mit 5 bis 40 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R5 substituiert sein kann, oder eine Kombination dieser Systeme, dabei können zwei oder mehrere benachbarte Substituenten R4 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches Ringsystem bilden, das jedoch keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden ein aromatisches Ringsystem mit 5 bis 30 C-Atomen, das keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist und das mit einem oder mehreren Resten R5 substituiert sein kann; ist bei jedem Auftreten gleich oder verschieden H, D, F oder ein aliphatischer und/oder aromatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 20 C-Atomen, in dem auch H-Atome durch F ersetzt sein können; dabei können zwei oder mehrere benachbarte
Substituenten R5 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches Ringsystem bilden, das jedoch keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist; ist bei jedem Auftreten 0, 1 , 2, 3 oder 4 ist bei jedem Auftreten unabhängig 0, 1 , 2 oder 3;
n ist bei jedem Auftreten unabhängig 0 oder 1; mit der Maßgabe, dass die Gruppe L1 und/oder L2 mit dem Carbazolring der Formel (!) und den zwischen der Dibenzofuranstruktur (Y=0) und/oder der
Dibenzothiophenstruktur (Y=S) eine durchgängige Konjugation ausbildet die Reste R, die an den Carbazolring der Formel (I) gebunden sind, kein kondensiertes Ringsystem mit der Phenylgruppe des Carbazolrings bilden, an den diese Gruppe R gebunden ist und die Reste R, die an den Carbazolring der Formel (I) gebunden sind, keine Carbazolgruppe oder Azacarbazolgruppe darstellen, in der das
Stickstoffatom dieser Carbazolgruppe oder Azacarbazolgruppe an den Carbazolring der Formel (I) bindet.
Die Gruppe L1 und/oder L2 bildet mit dem Carbazolring der Formel (I) und der Dibenzofuranstruktur (Y=0) und/oder der Dibenzothiophenstruktur (Y=S) eine durchgängige Konjugation aus. Eine durchgängie Konjugation der aromatischen beziehungsweise heteroaromatischen Systeme wird ausgebildet sobald direkte Bindungen zwischen benachbarten
aromatischen oder heteroaromatischen Ringen gebildet werden. Eine weitere Verknüpfung zwischen den zuvor genannten konjugierten
Gruppen, die beispielsweise über ein S-, N- oder O-Atom oder eine
Carbonylgruppe erfolgt, schadet einer Konjugation nicht. Bei einem
Fluorensystem sind die beiden aromatischen Ringe unmittelbar gebunden, wobei das sp3 hybridisierte Kohlenstoffatom in Position 9 zwar eine
Kondensation dieser Ringe unterbindet, jedoch eine Konjugation erfolgen kann, da dieses sp3 hybridisierte Kohlenstoffatom in Position 9 nicht zwingend zwischen dem Carbazolring der Formel (I) und der
Dibenzofuranstruktur (Y=0) und/oder der Dibenzothiophenstruktur (Y=S) liegt. Im Gegensatz hierzu kann bei einer Spirobifluorenstruktur eine durchgängie Konjugation ausgebildet werden, falls die Verbindung zwischen dem Carbazolring der Formel (I) und der Dibenzofuranstruktur (Y=0) und/oder der Dibenzothiophenstruktur (Y=S) über die gleiche
Phenylgruppe der Spirobifluorenstruktur oder über Phenylgruppen der Spirobifluorenstruktur, die unmittelbar aneinander gebunden sind und in einer Ebene liegen, erfolgt. Falls die die Verbindung zwischen dem
Carbazolring der Formel (I) und der Dibenzofuranstruktur (Y=0) und/oder der Dibenzothiophenstruktur (Y=S) über verschiedene Phenylgruppen der Spirobifluorenstruktur erfolgt, die über das sp3 hybridisierte
Kohlenstoffatom in Position 9 verbunden sind, ist die Konjugation unterbrochen.
Dabei bedeutet„benachbarte Kohlenstoffatome", dass die Kohlenstoff- atome direkt aneinander gebunden sind. Weiterhin bedeutet„benachbarte Reste" in der Definition der Reste, dass diese Reste an dasselbe Kohlenstoffatom oder an benachbarte Kohlenstoffatome gebunden sind. Diese Definitionen gelten entsprechend unter anderem für die Begriffe
„benachbarte Gruppen" und„benachbarte Substituenten".
Die folgenden Definitionen sollen gelten, sofern keine andere Definition oder Einschränkung angegeben werden.
Eine Arylgruppe im Sinne dieser Erfindung enthält 6 bis 40 C-Atome; eine Heteroarylgruppe im Sinne dieser Erfindung enthält 2 bis 40 C-Atome und mindestens ein Heteroatom, mit der Maßgabe, dass die Summe aus C-Atomen und Heteroatomen mindestens 5 ergibt. Die Heteroatome sind bevorzugt ausgewählt aus N, O und/oder S. Dabei wird unter einer Arylgruppe bzw. Heteroarylgruppe entweder ein einfacher aromatischer Cyclus, also Benzol, bzw. ein einfacher heteroaromatischer Cyclus, beispielsweise Pyridin, Pyrimidin, Thiophen, etc., oder eine kondensierte Aryl- oder Heteroarylgruppe, beispielsweise Naphthalin, Anthracen, Phenanthren, Chinolin, Isochinolin, etc., verstanden. Ferner stellen auch Systeme, in denen zwei oder mehrere aromatische oder
heteroaromatische Ringe direkt aneinander gebunden sind, wie z. B.
Biphenyl oder Terphenyl, Aryl- oder Heteroarylgruppen dar.
Ein aromatisches Ringsystem im Sinne dieser Erfindung enthält 6 bis 60 C- Atome im Ringsystem. Ein heteroaromatisches Ringsystem im Sinne dieser Erfindung enthält 1 bis 60 C-Atome und mindestens ein Heteroatom
im Ringsystem, mit der Maßgabe, dass die Summe aus C-Atomen und Heteroatomen mindestens 5 ergibt. Die Heteroatome sind bevorzugt ausgewählt aus N, O und/oder S. Unter einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem im Sinne dieser Erfindung soll ein System verstanden werden, das nicht notwendigerweise nur Aryl- oder Heteroaryl- gruppen enthält, sondern in dem auch mehrere Aryl- oder Heteroarylgruppen durch eine nicht-aromatische Einheit (bevorzugt weniger als 10 % der von H verschiedenen Atome), wie z. B. ein C-, N- oder O-Atom oder eine Carbonylgruppe, unterbrochen sein können. So sollen beispielsweise auch Systeme wie 9,9'-Spirobifluoren, 9,9-Diarylfluoren, Triarylamin, Diarylether, Stilben, etc. als aromatische Ringsysteme im Sinne dieser Erfindung verstanden werden, und ebenso Systeme, in denen zwei oder mehrere Arylgruppen beispielsweise durch eine lineare oder cyclische Alkylgruppe oder durch eine Silylgruppe unterbrochen sind. Weiterhin sollen Systeme, in denen zwei oder mehrere Aryl- oder Heteroarylgruppen direkt aneinander gebunden sind, wie z. B. Biphenyl oder Terphenyl, ebenfalls als aromatisches bzw. heteroaromatisches Ringsystem verstanden werden.
Unter einer cyclischen Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe im Sinne dieser Erfindung wird eine monocyclische, eine bicyclische oder eine polycyclische Gruppe verstanden.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden unter einer Ci- bis C4o- Alkylgruppe, in der auch einzelne H-Atome oder CH2-Gruppen durch die oben genannten Gruppen substituiert sein können, beispielsweise die Reste Methyl, Ethyl, n-Propyl, i-Propyl, Cyclopropyl, n-Butyl, i-Butyl, s-Butyl, t-Butyl, Cyclobutyl, 2-Methylbutyl, n-Pentyl, s-Pentyl, t-Pentyl, 2- Pentyl, neo-Pentyl, Cyclopentyl, n-Hexyl, s-Hexyl, t-Hexyl, 2-Hexyl, 3- Hexyl, neo-Hexyl, Cyclohexyl, 1-Methylcyclopentyl, 2-Methylpentyl, n-Heptyl, 2-Heptyl, 3-Heptyl, 4-Heptyl, Cycloheptyl, 1-Methylcyclohexyl, n-Octyl, 2-Ethylhexyl, Cyclooctyl, 1-Bicyclo[2,2,2]octyl, 2-Bicyclo[2,2,2]- octyl, 2-(2,6-Dimethyl)octyl, 3-(3,7-Dimethyl)octyl, Adamantyl, Trifluor- methyl, Pentafluorethyl, 2,2,2-Trifluorethyl, 1 ,1-Dimethyl-n-hex-1-yl-, 1 ,1- Dimethyl-n-hept-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-oct-1 -yl-, 1 , 1 -Dimethyl-n-dec-1 -yl-, 1 ,1-Dimethyl-n-dodec-1-yl-, 1 ,1-Dimethyl-n-tetradec-1-yl-, 1 ,1-Dimethyl-n-
hexadec-1-yl-, 1 ,1-Dimethyl-n-octadec-1-yl-, 1 ,1-Diethyl-n-hex-1-yl-, 1 ,1- Diethyl-n-hept-1-yl-, 1 ,1 -Diethyl-n-oct-1-yl-, 1 ,1 -Diethyl-n-dec-1 -yl-, 1 ,1- Diethyl-n-dodec-1 -yl-, 1 , 1 -Diethyl-n-tetradec-1 -yl-, 1 , 1 -Diethyln-n-hexadec- 1 -yl-, 1 ,1-Diethyl-n-octadec-1-yl-, 1-(n-Propyl)-cyclohex-1-yl-, l-(n-Butyl)- cyclohex-1 -yl-, 1-(n-Hexyl)-cyclohex-1-yl-, 1-(n-Octyl)-cyclohex-1-yl- und 1- (n-Decyl)-cyclohex-l-yl- verstanden. Unter einer Alkenylgruppe werden beispielsweise Ethenyl, Propenyl, Butenyl, Pentenyl, Cyclopentenyl, Hexenyl, Cyclohexenyl, Heptenyl, Cycloheptenyl, Octenyl, Cyclooctenyl oder Cyclooctadienyl verstanden. Unter einer Alkinylgruppe werden beispielsweise Ethinyl, Propinyl, Butinyl, Pentinyl, Hexinyl, Heptinyl oder Octinyl verstanden. Unter einer Ci- bis C4o-Alkoxygruppe werden beispielsweise Methoxy, Trifluormethoxy, Ethoxy, n-Propoxy, i-Propoxy, n-Butoxy, i-Butoxy, s-Butoxy, t-Butoxy oder 2-Methylbutoxy verstanden.
Unter einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 - 60 aromatischen Ringatomen, welches noch jeweils mit den oben genannten Resten substituiert sein kann und welches über beliebige Positionen am Aromaten bzw. Heteroaromaten verknüpft sein kann, werden beispielsweise Gruppen verstanden, die abgeleitet sind von Benzol, Naphthalin, Anthracen, Benzanthracen, Phenanthren, Benzophenanthren, Pyren, Chrysen, Perylen, Fluoranthen, Benzfluoranthen, Naphthacen, Pentacen, Benzpyren, Biphenyl, Biphenylen, Terphenyl, Terphenylen, Fluoren, Spiro- bifluoren, Dihydrophenanthren, Dihydropyren, Tetrahydropyren, eis- oder trans-lndenofluoren, eis- oder trans-Monobenzoindenofluoren, eis- oder trans-Dibenzoindenofluoren, Truxen, Isotruxen, Spirotruxen, Spiroiso- truxen, Furan, Benzofuran, Isobenzofuran, Dibenzofuran, Thiophen,
Benzothiophen, Isobenzothiophen, Dibenzothiophen, Pyrrol, Indol, Iso- indol, Carbazol, Indolocarbazol, Indenocarbazol, Pyridin, Chinolin, Iso- chinolin, Acridin, Phenanthridin, Benzo-5,6-chinolin, Benzo-6,7-chinolin, Benzo-7,8-chinolin, Phenothiazin, Phenoxazin, Pyrazol, Indazol, Imidazol, Benzimidazol, Naphthimidazol, Phenanthrimidazol, Pyridimidazol, Pyrazin- imidazol, Chinoxalinimidazol, Oxazol, Benzoxazol, Naphthoxazol,
Anthroxazol, Phenanthroxazol, Isoxazol, 1 ,2-Thiazol, 1 ,3-Thiazol, Benzo- thiazol, Pyridazin, Benzopyridazin, Pyrimidin, Benzpyrimidin, Chinoxalin, 1 ,5-Diazaanthracen, 2,7-Diazapyren, 2,3-Diazapyren, 1 ,6-Diazapyren, 1 ,8-Diazapyren, 4,5-Diazapyren, 4,5,9, 10-Tetraazaperylen, Pyrazin,
Phenazin, Phenoxazin, Phenothiazin, Fluorubin, Naphthyridin, Aza- carbazol, Benzocarbolin, Phenanthrolin, 1 ,2,3-Triazol, 1 ,2,4-Triazol, Benzotriazol, 1 ,2,3-Oxadiazol, 1 ,2,4-Oxadiazol, 1 ,2,5-Oxadiazol, 1 ,3,4- Oxadiazol, 1 ,2,3-Thiadiazol, 1 ,2,4-Thiadiazol, 1 ,2,5-Thiadiazol, 1,3,4-Thia- diazol, 1 ,3,5-Triazin, 1 ,2,4-Triazin, 1 ,2,3-Triazin, Tetrazol, 1 ,2,4,5-Tetrazin, 1 ,2,3,4-Tetrazin, 1,2,3,5-Tetrazin, Purin, Pteridin, Indolizin und Benzo- thiadiazol.
Es hat sich gezeigt, dass Verbindungen der Formel (I), die in
elektronischen Vorrichtungen verwendet werden, besonders vorteilhaft insbesondere hinsichtlich der Lebensdauer der Vorrichtung sind.
Die verbindende Gruppe L1 oder L2 in Formel (I) weist keine kondensierten aromatischen Ringe auf, so dass beispielsweise keine Naphthlyen- Gruppen enthalten sind. Dies schließt Substituenten an den Gruppen L1 oder L2 ein, so dass die Substituenten R4 ebenfalls keine kondensierten aromatischen Ringe, wie Naphthly-Gruppen, umfassen.
Darüber hinaus umfasst die verbindende Gruppe L1 oder L2 in Formel (I) keine heteroaromatischen Ringsystem oder Heteroarylgruppen,
beispielsweise Carbazolgruppen oder Pyridingruppen ausgeschlossen sind. Dies schließt Substituenten an den Gruppen L1 oder L2 ein, so dass die Substituenten R4 ebenfalls keine heteroaromatischen Ringsysteme oder Heteroarylgruppen, wie Carbazolgruppen oder Pyridingruppen, umfassen.
Besonders bevorzugt umfasst mindestens einer dieser Gruppen L1 oder L2 mindestens eine Phenylen- und/oder Biphenylen-Gruppe, die mit einem oder mehreren Resten R4 substituiert sein können. Besonders vorteilhaft für die Leistungsdaten elektronischer Vorrichtungen ist, wenn L1 eine Phenylengruppe ist, die mit einem oder mehreren Resten R4 substituiert sein kann. Weiterhin bevorzugt ist, wenn L1 und L2 eine Phenylengruppe darstellen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R4 substituiert sein können.
Es hat sich weiterhin als vorteilhaft gezeigt, wenn die (Aza-)Dibenzofuran- oder (Aza-)Dibenzothiophengruppe, die über die Gruppe L1 an das
Stickstoffatom in Position 9 des Carbazols in Formel (I) gebunden ist, keine weiteren Carbazole, Dibenzofurane oder Dibenzothiophene enthält. Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn sowohl die (Aza-)Dibenzofuran- oder (Aza-)Dibenzothiophengruppe, die über die Gruppe L1 an das
Stickstoffatom in Position 9 des Carbazols in Formel (I) gebunden ist, als auch die (Aza-)Dibenzofuran- oder (Aza-)Dibenzothiophengruppe, die über die Gruppe L2 an eine der Positionen 1 bis 4 des Carbazols in Formel (I) gebunden ist, keine weiteren Carbazole, Dibenzofurane oder
Dibenzothiophene enthalten.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform enthält die Verbindung der Formel (I) neben dem zentralen Carbazole und den beiden über L1 und L2 gebundenen (Aza-)Dibenzothiophenen bzw. (Aza- )Dibenzofuranen noch genau eine weitere Dibenzofuran- oder
Dibenzothiophengruppe, die als Gruppe R an das das Carbazol der Formel (I) gebunden ist. Ferner hat sich gezeigt, dass es besonders vorteilhaft ist, wenn die
Verbindung der Formel (I) insgesamt nur ein Carbazol enthält. Ganz besonders bevorzugt ist, wenn die Verbindung der Formel (I) ein Carbazol und genau zwei (Aza-) Dibenzofurane oder zwei (Aza-)Dibenzothiophene oder ein (Aza-)Dibenzofuran und ein (Aza-)Dibenzothiophen enthält, wobei insbesondere bevorzugt ist, wenn sie insgesamt ein Carbazol und zwei (Aza-)Dibenzofurane enthält.
Eine Arylgruppe umfasst zwei oder mehr kondensierte Ringe, falls mindestens zwei Ringe jeweils zwei Ringatome gemeinsam haben und diese Ringe jeweils aromatisch sind. Vorzugsweise treten die
aromatischen Kerne von mindestens zwei Ringen in größerem Maße in Wechselwirkung, wobei diese Wechselwirkung über spektroskopische Methodern, unter anderem Änderungen der Fluoreszenz, Phosphoreszenz oder einer Verschiebung im UV-Spektrum nachweisbar sind. So umfasst beispielsweise Fluoren lediglich zwei nicht kondensierte Ringe, während
Dibenzofuran oder Dibenzothiofuran heteroaromatische Systeme mit drei kondensierten Ringen darstellen. Anthracen, Fluoranthen und andere aromatische Systeme, die drei oder mehr aromatische Ringe mit jeweils 2 gemeinsamen Kohlenstoffatomen pro Ring aufweisen, stellen kondensierte Systeme dar, die mindestens 3 Ringe aufweisen. Vereinfacht kann dargelegt werden, dass kondensierte aromatische Systeme, im
Wesentlichen aus sp2-hybridisierten Ringkohlenstoffatomen aufgebaut sind. Eine vergleichbare Definition gilt für Heteroarylgruppen.
Ferner bilden die Reste R, die an den Carbazolring der Formel (I) gebunden sind, kein kondensiertes Ringsystem mit der Phenylgruppe des Carbazolrings, an den diese Gruppe R gebunden ist.
Ferner stellen die Reste R, die an den Carbazolring der Formel (I) gebunden sind, keine Carbazolgruppe oder Azacarbazolgruppe dar, in der das Stickstoffatom dieser Carbazolgruppe oder Azacarbazolgruppe an den Carbazolring der Formel (I) bindet. Vorzugsweise stellen die Reste R keine Azacarbazolgruppe dar.
In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform ist einer der Reste R in der Verbindung der Formel (I) eine Carbazolgruppe, die nicht über den Stickstoff der Carbazolgruppe (= Gruppe R) gebunden ist. In diesem Fall ist es ferner bevorzugt, wenn die anderen Reste R gleich H sind.
In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform ist keiner der Reste R in der Verbindung der Formel (I) eine Carbazol- oder Azacarbazolgruppe.
In einer bevorzugten Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Summe von sämtlichen Indices h und i kleiner oder gleich 4, vorzugsweise kleiner oder gleich 3, insbesondere bevorzugt kleiner oder gleich 2, besonders bevorzugt kleiner oder gleich 1 ist.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Summe der Indices m und n vorzugsweise 1 oder 2, besonders bevorzugt 1 ist.
Vorzugsweise kann mindestens eine der Gruppen L1 oder L2 in Formel (I) mindestens eine Phenylen-, Biphenylen-, Fluorenyl- und/oder
Spirobifluorenyl-Gruppe umfassen, wobei eine Phenylengruppe besonders bevorzugt ist. Darüber hinaus sind Verbindungen bevorzugt, die dadurch gekennzeichnet sind, dass die Gruppen L1 oder L2 in Formel (I) insgesamt höchstens 36, vorzugsweise höchstens 24, besonders bevorzugt höchstens 12 und ganz bevorzugt höchstens 6 Kohlenstoffatome aufweisen. Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Reste R des
Carbazolrings der Formel (I) nicht über ein Stickstoffatom an den
Carbazolring der Formel (I) gebunden sind. Dies führt zu besonders vorteilhaften Leistungsdaten elektronischer Vorrichtungen enthaltend diese Verbindungen.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Reste R des Carbazolrings der Formel (I) keine Stickstoffatome, vorzugsweise keine Heteroatome aufweisen. Weiterhin sind Verbindungen bevorzugt umfassend Strukturen der Formel (I), in denen mindestens ein Rest R für eine Gruppe steht, die ausgewählt ist aus Wasserstoff und den Formeln (R-1) bis (R-22), wobei solche der Formeln (R-1) bis (R-14) besonders bevorzugt sind.
Formel (R-1) Formel (R-2) Formel (R-3)
Formel (R-16) Formel (R-17) Formel (R-18)
-19) Formel (R-20) Formel (R-21)
Formel (R-22)
, wobei die gestrichelte Bindung die Anbindungsposition markiert, g 0, 1, 2, 3, 4 oder 5 ist, h 0, 1 , 2, 3 oder 4 ist, j 0, 1 , 2 oder 3 ist, R2, Y die zuvor genannte Bedeutung aufweisen.
Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Summe der Indices g, h und j in den Strukturen der Formel (R-1) bis (R-22) jeweils höchstens 3, vorzugsweise höchstens 2 und besonders bevorzugt höchstens 1 beträgt.
Bevorzugt sind Verbindungen umfassend Strukturen der Formel (I), wobei in Struktur gemäß Formel (I) mindestens ein Rest R für eine Gruppe steht, die ausgewählt ist aus den Formeln (R-23) bis (R-25)
Formel (R-23) Formel (R-24)
Formel (R-25)
, wobei die gestrichelte Bindung die Anbindungsposition markiert und
Ar3, Ar4, Ar5 jeweils unabhängig ein aromatisches Ringsystem,
vorzugsweise eine Arylgruppe, mit 6 bis 40 C-Atomen oder ein heteroaromatisches Ringsystem, vorzugsweise eine
Heteroarylgruppe, mit 3 bis 40 C-Atomen, welches jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann;
0 oder 1 ist und für für eine Bindung, CR1 2) C=0, N(R1), B(R1), SiR1 2) O oder S, vorzugsweise CR12, C=0, N(Ar1), O oder S steht, wobei die Reste R1 und Ar1 die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen.
Bevorzugte Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (I), bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen zeichnen sich vorzugsweise dadurch aus, dass mindestens ein Y in Struktur gemäß Formel (I) für O steht, vorzugsweise beide Y in Struktur gemäß Formel (I) für O stehen.
Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Y in Struktur gemäß Formel (I) für S steht. Darüber hinaus sind Verbindungen bevorzugt, bei denen in Struktur gemäß Formel (I) höchstens ein X für N steht, vorzugsweise kein X für N steht.
Bevorzugt sind Verbindungen umfassend Strukturen der Formel (I), in denen mindestens ein Rest R
1 für eine Gruppe steht, die ausgewählt ist aus den Formeln (R
1-1) bis (R
1- 22)
Formel (R1-22)
, wobei die gestrichelte Bindung die Anbindungsposition markiert, g 0, 1 , 2, 3, 4 oder 5 ist, h 0, 1 , 2, 3 oder 4 ist, j 0, 1 , 2 oder 3 ist, R2 und Y die zuvor genannte Bedeutung aufweisen.
Es ist bevorzugt, wenn der Rest R1 keinen Carbazolring darstellt.
Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Summe der Indices g, h und j in den Strukturen der Formel (R1-1) bis (R1-22) jeweils höchstens 3, vorzugsweise höchstens 2 und besonders bevorzugt höchstens 1 beträgt.
Bevorzugt sind Verbindungen umfassend Strukturen der Formel (I), wobei in Struktur gemäß Formel (I) mindestens ein Rest R1 für eine Gruppe steht, die ausgewählt ist aus den Formeln (R1-23) bis (R1-25)
, wobei die gestrichelte Bindung die Anbindungsposition markiert und
Ar3, Ar4, Ar5 jeweils unabhängig ein aromatisches Ringsystem,
vorzugsweise eine Arylgruppe, mit 6 bis 40 C-Atomen oder ein heteroaromatisches Ringsystem, vorzugsweise eine
Heteroarylgruppe, mit 3 bis 40 C-Atomen, welches jeweils durch einen oder mehrere Reste R1 substituiert sein kann;
0 oder 1 ist und für für eine Bindung, CR12, C=0, N(R1), B(R1), SiR12, O oder S, vorzugsweise CR12, C=0, N(Ar1), O oder S steht, wobei die Reste R1 und Ar1 die zuvor genannten Bedeutungen aufweisen.
Bevorzugt sind Verbindungen umfassend Strukturen der Formeln (I), wobei in Struktur gemäß Formel (I) mindestens ein Gruppe ausgewählt aus L
1, L
2 für eine Gruppe steht, die ausgewählt ist aus den Formeln (L-1) bis (L- 12), wobei die Gruppe der Formel (L-1) besonders bevorzugt ist
, wobei die gestrichelten Bindungen jeweils die Anbindungspositionen markieren, der Index I 0, 1 oder 2 ist, der Index g 0, 1 , 2, 3, 4 oder 5, vorzugsweise 0, 1, 2, oder 3, besonders bevorzugt 0, 1 oder 2 ist, der Index h 0, 1, 2, 3 oder 4, vorzugsweise 0, 1 , oder 2, besonders bevorzugt 0 oder 1 ist, der Index j 0, 1 , 2 oder 3, vorzugsweise 0, 1 , oder 2, besonders bevorzugt 0 oder 1 ist, und R
2 die zuvor genannten Bedeutungen aufweist.
Vorzugsweise ist die Summe der Indices h, j, g und I in einer Struktur gemäß den Formeln (L-1) bis (L-14) kleiner oder gleich 5, vorzugsweise 0, 1 , 2 oder 3 und besonders bevorzugt 0 oder 1.
Besonders bevorzugte Verbindungen umfassen Strukuren gemäß den folgenden Formeln Formeln (II), (III), (IV), (V),
Formel (III)
Formel (V)
, wobei die dargelegten Symbole X, Y, R, R4, L1, L2 und die Indices h, i und n die in zuvor dargelegten Bedeutungen haben und der Index q 0, 1 , 2, 3 oder 4, vorzugsweise 0, 1 , 2 oder 3 und besonders bevorzugt 0, 1 , oder 2 bedeutet.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Reste R, R1, R2, R3 und R4 sowie die Gruppen L1, L2 in Summe höchstens 4, vorzugsweise höchstens 3, besonders bevorzugt höchstens 2, speziell bevorzugt höchstens 1 und ganz besonders bevorzugt kein Stickstoffatom aufweisen.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (II) bei denen die Gruppe L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L- 4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel
(L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind, und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist. Ferner sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (II) bevorzugt bei denen n = 0 ist, so dass eine Bindung zwischen dem Carbazolring und der
Dibenzofuran- oder Dibenzothiophen-Struktur vorgesehen ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (III) bei denen die Gruppe L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L- 4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel
(L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist. Ferner sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (III) bevorzugt bei denen n = 0 ist, so dass eine Bindung zwischen dem Carbazolring und der
Dibenzofuran- oder Dibenzothiophen-Struktur vorgesehen ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (IV) bei denen die Gruppe L1 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonder bevorzugt ist. Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (V) bei denen die Gruppe L1 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugte Verbindungen umfassen Strukuren gemäß den folgenden Formeln (VI), (VII), (VIII), (IX), (X), (XI), (XII) und/oder (XIII)
30
35
, wobei die dargelegten Symbole X, Y, R, L1, L2 und die Indices h, i und n die in zuvor dargelegten Bedeutungen haben.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (VI) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel
(VII) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1 ) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (VIII) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel
(VIII) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9),
(L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (IX) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (X) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (XI) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (XI) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (XII) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1 ) ganz besonders bevorzugt ist.
Besonders bevorzugt sind Verbindungen mit Strukturen gemäß Formel (XIII) bei denen mindestens eine der Gruppen L1 und/oder L2 eine Struktur gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6), (L-7), (L-8), (L-9), (L-10), (L-11), (L-12), (L-13) und/oder (L-14) aufweist, wobei Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4), (L-5), (L-6) und/oder (L-7) bevorzugt sind und Strukturen gemäß Formel (L-1), (L-2), (L-3), (L-4) und/oder (L-5) besonders bevorzugt sind und wobei die Struktur der Formel (L-1) ganz besonders bevorzugt ist.
Vorzugsweise kann eine Verbindung mit Strukturen gemäß Formel sowie bevorzugte Varianten dieser Verbindung gemäß Formeln (II) bis (XIII)
Reste R und/oder R1 umfassen, bei denen diese Reste R und/oder R1 bei jedem Auftreten gleich oder verschieden bevorzugt ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Br, I, CN, Si(R2)3, B(OR2)2, C(=0)Ar1, einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder einer gerad- kettigen Alkoxygruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder einer Alkenylgruppe mit 2 bis 10 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkoxygruppe mit 3 bis 10 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R2 substituiert sein kann, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 30 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R bzw. R1 oder R bzw. R1 mit R2 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden. Besonders bevorzugt sind diese Reste R oder R1 bei jedem
Auftreten gleich oder verschieden ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, einer geradkettigen Alkoxygruppe mit 1 bis 6 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkoxygruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, einer geradkettigen Alkylgruppe mit 1 bis 6 C-Atomen oder einer verzweigten oder cyclischen Alkylgruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, wobei ein oder mehrere H-Atome durch D oder F ersetzt sein können, oder einem aromatischen oder heteroaromatischen Ringsystem mit 5 bis 24
aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R2 substituiert sein kann; dabei können zwei benachbarte Reste R bzw. R1 oder R bzw. R1 mit R2 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches,
aliphatisches oder aromatisches Ringsystem bilden. Besonders bevorzugt kann mindestens einer der Reste R oder R1 in Formel (I) eine Arylgruppe oder eine Heteroarylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellen, die mit bis zu drei Resten R2 substituiert sein kann. Vorzugsweise kann die Verbindung mit Strukturen gemäß gemäß Formel sowie bevorzugte Varianten dieser Verbindung gemäß Formeln (I) bis (XIII) Reste R2 umfassen, bei denen diese Reste R2 bei jedem Auftreten gleich oder verschieden bevorzugt ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Cl, Br, I, CHO, C(=0)Ar\ P(=0)(Ar1)2, S(=O)Ar1, S(=0)2Ar1, CN, NO2, Si(R3)3, B(OR3)2, OS02R3, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder eine verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R3 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch C=C , Si(R3)2, Ge(R3)2, Sn(R3)2, C=0, C=S, C=Se, P(=O)(R3), SO, SO2, O, S oder
CONR3 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können,
oder ein aromatisches oder heteroaromatisches Ringsystem mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, das jeweils durch einen oder mehrere Reste R3 substituiert sein kann, oder eine Aryloxy- oder Heteroaryloxygruppe mit 5 bis 24 aromatischen Ringatomen, die durch einen oder mehrere Reste R3 substituiert sein kann, oder eine Kombination dieser Systeme; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Substituenten R2 auch
miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches oder
aromatisches Ringsystem bilden. Besonders bevorzugt kann mindestens einer der Reste R2 in Formel (I) oder deren bevorzugten Ausgestaltungen eine Arylgruppe oder eine Heteroarylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellen, die mit bis zu drei Resten R3 substituiert sein kann. Vorzugsweise kann die Verbindung mit Strukturen gemäß Formeln (I) bis (XIII) Reste R4 umfassen, bei denen diese Reste R4 bei jedem Auftreten gleich oder verschieden bevorzugt ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H, D, F, Cl, Br, I, CHO, C(=O)Ar2 P(=O)(Ar2)2> S(=O)Ar2, S(=O)2Ar2, CN, NO2, Si(R5)3, B(OR5)2) OSO2R5, eine geradkettige Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 1 bis 10 C-Atomen oder eine
verzweigte oder cyclische Alkyl-, Alkoxy- oder Thioalkoxygruppe mit 3 bis 10 C-Atomen, die jeweils mit einem oder mehreren Resten R3 substituiert sein kann, wobei eine oder mehrere nicht benachbarte CH2-Gruppen durch C=C , Si(R5)2, Ge(R5)2, Sn(R5)2) C=0, C=S, C=Se, P(=0)(R5), SO, SOa, O, S oder CONR5 ersetzt sein können und wobei ein oder mehrere H-Atome durch D, F, Cl, Br, I, CN oder NO2 ersetzt sein können,
oder ein aromatisches Ringsystem mit 6 bis 24 C-Atomen, das keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist und das jeweils durch einen oder mehrere Reste R5 substituiert sein kann, oder eine Aryloxygruppe mit 5 bis 24 C-Atomen, die durch einen oder mehrere Reste R5 substituiert sein kann, oder eine Kombination dieser Systeme; dabei können zwei oder mehrere benachbarte Substituenten R4 auch miteinander ein mono- oder polycyclisches, aliphatisches Ringsystem bilden, das jedoch keine kondensierten aromatischen Ringe aufweist. Besonders bevorzugt kann mindestens einer der Reste R4 in Formeln (II) bis (XIII) eine Arylgruppe mit 6 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellen, die mit bis zu drei Resten R5 substituiert sein kann.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Gruppen X und/oder R in den Strukturen gemäß der Formel (I) sowie bevorzugte Varianten dieser Strukturen gemäß Formeln (II) bis (XIII) keine Antracengruppe aufweisen oder keine Carbazol-Gruppe aufweisen, die über das Stickstoffatom an das Carbazol der Formeln (I) bis (XIII) binden.
Insbesondere bevorzugt sind solche Verbindungen der Formeln (I) bis (xiii) für die L1 eine Phenylengruppe darstellt, insbesondere eine
Phenylengruppe der Formel (L-1), und für die gilt, dass h+i=0 ist.
Insbesondere bevorzugt sind auch solche Verbindungen der Formeln (I) bis (XIII) für die L1 eine Phenylengruppe darstellt, insbesondere eine Phenylengruppe der Formel (L-1), und für die gilt, dass h+i=1 ist, wobei noch bevorzugter ist, wenn es sich bei der Gruppe R um eine Gruppe handelt, die ein Dibenzothiophen, Dibenzofuran oder um ein Carbazol enthält, wobei die Carbazolgruppe nicht über das Stickstoffatom an das Carbazol der Formel (I) gebunden ist. In diesem Zusammenhang stellen
die Gruppen der Formeln (R-15) bis (R-22) besonders bevorzugte Dibenzothiophene oder Dibenzofurane dar.
Besonders bevorzugte Verbindungen umfassen Strukuren gemäß den folgenden Formeln 1 bis 55:
Bevorzugte Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Verbindungen werden in den Beispielen näher ausgeführt, wobei diese Verbindungen allein oder in Kombination mit weiteren für alle erfindungsgemäßen Verwendungszwecke eingesetzt werden können. Unter der Voraussetzung, dass die in Anspruch 1 genannten Bedingungen eingehalten werden, sind die oben genannten bevorzugten
Ausführungsformen beliebig miteinander kombinierbar. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gelten die oben genannten bevorzugten Ausführungsformen gleichzeitig.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind prinzipiell durch verschiedene Verfahren darstellbar. Es haben sich jedoch die im Folgenden
beschriebenen Verfahren als besonders geeignet herausgestellt. Daher ist ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen, umfassend Strukturen gemäß Formel (I), das dadurch gekennzeichnet ist, dass in einer
Kupplungsreaktion eine Gruppe, umfassend mindestens einen Carbazol- Rest, mit einer Gruppe, umfassend mindestens einen Benzofuran- und/oder einen Benzothiophen-Rest, verbunden wird.
Besonders geeignete und bevorzugte Kupplungsreaktionen, die alle zu C- C-Verknüpfungen und/oder C-N-Verknüpfungen führen, sind solche gemäß BUCHWALD, ULLMANN, SUZUKI, YAMAMOTO, STILLE, HECK,
NEGISHI, SONOGASHIRA und HIYAMA. Diese Reaktionen sind weithin
bekannt, wobei die Beispiele dem Fachmann weitere Hinweise bereitstellen.
In folgendem Synthese-Schema sind die Verbindungen zur Vereinfachung der Strukturen mit einer geringen Anzahl an Substituenten gezeigt gezeigt. Dies schließt das Vorhandensein von beliebigen weiteren Substituenten in den Verfahren nicht aus.
Eine Umsetzung ergibt sich beispielhaft gemäß folgendem Schema, ohne dass hierdurch eine Beschränkung erfolgen soll. Die Teilschritte des Schemas können hierbei beliebig kombiniert werden.
Beispielsweise kann gemäß folgendem Schema ausgehend von einer reaktiven Carbazol-Verbindung beispielsweise durch eine Suzuki- Umsetzung mit einer reaktiven Dibenzofuran- oder Dibenzothiophen- Verbindung eine Carbazol-Verbindung mit einem Dibenzofuran- oder Dibenzothiophen-Substituenten erhalten werden, die in einem weiteren Schritt, beispielsweise einer Buchwald und/oder Ullmann-Reaktion, zu einer Verbindung gemäß der vorliegenden Erfindung umgesetzt wird.
Die gezeigten Verfahren zur Synthese der erfindungsgemäßen
Verbindungen sind exemplarisch zu verstehen. Der Fachmann kann alternative Synthesewege im Rahmen seines allgemeinen Fachwissens entwickeln.
Die Grundlagen der zuvor dargelegten Herstellungsverfahren sind im Prinzip aus der Literatur für ähnliche Verbindungen bekannt und können
vom Fachmann leicht zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Verbindungen angepasst werden. Weitere Informationen können den Beispielen entnommen werden.
Durch diese Verfahren, gegebenenfalls gefolgt von Aufreinigung, wie z. B. Umkristallisation oder Sublimation, lassen sich die erfindungsgemäßen
Verbindungen, umfassend Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen in hoher Reinheit, bevorzugt mehr als 99 % (bestimmt mittels 1H-NMR und/oder HPLC) erhalten.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch geeignete
Substituenten aufweisen, beispielsweise durch längere Alkylgruppen (ca. 4 bis 20 C-Atome), insbesondere verzweigte Alkylgruppen, oder
gegebenenfalls substituierte Arylgruppen, beispielsweise Xylyl-, Mesityl- oder verzweigte Terphenyl- oder Quaterphenylgruppen, die eine
Löslichkeit in gängigen organischen Lösemitteln bewirken, wie beispielsweise Toluol oder Xylol bei Raumtemperatur in ausreichender
Konzentration löslich, um die Komplexe aus Lösung verarbeiten zu können. Diese löslichen Verbindungen eignen sich besonders gut für die Verarbeitung aus Lösung, beispielsweise durch Druckverfahren. Weiterhin ist festzuhalten, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen, umfassend mindestens eine Struktur der Formel (I) bereits eine gesteigerte Löslichkeit in diesen Lösungsmitteln besitzen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch mit einem Polymer gemischt werden. Ebenso ist es möglich, diese Verbindungen kovalent in ein Polymer einzubauen. Dies ist insbesondere möglich mit Verbindungen, welche mit reaktiven Abgangsgruppen, wie Brom, lod, Chlor, Boronsäure oder Boronsäureester, oder mit reaktiven, polymerisierbaren Gruppen, wie Olefinen oder Oxetanen, substituiert sind. Diese können als Monomere zur Erzeugung entsprechender Oligomere, Dendrimere oder Polymere Verwendung finden. Die Oligomerisation bzw. Polymerisation erfolgt dabei bevorzugt über die Halogenfunktionalität bzw. die Boronsäurefunktionalität bzw. über die polymerisierbare Gruppe. Es ist weiterhin möglich, die Polymere über derartige Gruppen zu vernetzen. Die erfindungsgemäßen
Verbindungen und Polymere können als vernetzte oder unvernetzte Schicht eingesetzt werden.
Weiterer Gegenstand der Erfindung sind daher Oligomere, Polymere oder Dendrimere enthaltend eine oder mehrere der oben aufgeführten
Strukturen der Formel (I) oder erfindungsgemäße Verbindungen, wobei ein oder mehrere Bindungen der erfindungsgemäßen Verbindungen oder der Strukturen der Formel (I) zum Polymer, Oligomer oder Dendrimer vorhanden sind. Je nach Verknüpfung der Strukturen der Formel (I) bzw. der Verbindungen bilden diese daher eine Seitenkette des Oligomers oder Polymers oder sind in der Hauptkette verknüpft. Die Polymere, Oligomere oder Dendrimere können konjugiert, teilkonjugiert oder nicht-konjugiert sein. Die Oligomere oder Polymere können linear, verzweigt oder dendritisch sein. Für die Wiederholeinheiten der erfindungsgemäßen Verbindungen in Oligomeren, Dendrimeren und Polymeren gelten dieselben Bevorzugungen, wie oben beschrieben.
Zur Herstellung der Oligomere oder Polymere werden die erfindungsgemäßen Monomere homopolymerisiert oder mit weiteren Monomeren copolymerisiert. Bevorzugt sind Copolymere, wobei die Einheiten gemäß gemäß Formel (I) bzw. die oben ausgeführten bevorzugten
Ausführungsformen zu 0.01 bis 99.9 mol%, bevorzugt 5 bis 90 mol%, besonders bevorzugt 20 bis 80 mol% vorhanden sind. Geeignete und bevorzugte Comonomere, welche das Polymergrundgerüst bilden, sind gewählt aus Fluorenen (z. B. gemäß EP 842208 oder WO 2000/022026), Spirobifluorenen (z. B. gemäß EP 707020, EP 894107 oder WO
2006/061181), Para-phenylenen (z. B. gemäß WO 92/18552), Carbazolen (z. B. gemäß WO 2004/070772 oder WO 2004/113468), Thiophenen (z. B. gemäß EP 1028136), Dihydrophenanthrenen (z. B. gemäß WO
2005/014689), eis- und trans-lndenofluorenen (z. B. gemäß WO
2004/041901 oder WO 2004/113412), Ketonen (z. B. gemäß WO
2005/040302), Phenanthrenen (z. B. gemäß WO 2005/104264 oder WO 2007/017066) oder auch mehreren dieser Einheiten. Die Polymere, Oligomere und Dendrimere können noch weitere Einheiten enthalten, beispielsweise Lochtransporteinheiten, insbesondere solche basierend auf Triaryl- aminen, und/oder Elektronentransporteinheiten.
Ferner können die vorliegenden Verbindungen ein relativ geringes
Molekulargewicht aufweisen. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist demgemäß eine Verbindung, umfassend Strukturen gemäß Formel (I), die ein Molekulargewicht von vorzugsweise höchstens 10000 g/mol, besonders bevorzugt höchstens 5000 g/mol, insbesondere bevorzugt höchstens 3000 g/mol, speziell bevorzugt höchstens 2000 g/mol und ganz besonders bevorzugt höchstens 1000 g/mol aufweist.
Weiterhin zeichnen sich bevorzugte Verbindungen dadurch aus, dass diese sublimierbar sind. Diese Verbindungen weisen im Allgemeinen eine Molmasse von weniger als ca. 1200 g/mol auf.
Von besonderem Interesse sind des Weiteren erfindungsgemäße
Verbindungen, die sich durch eine hohe Glasübergangstemperatur auszeichnen. In diesem Zusammenhang sind insbesondere
erfindungsgemäße Verbindungen umfassend Strukturen der allgemeinen Formel (I) bevorzugt, die eine Glasübergangstemperatur von mindestens 70°C, besonders bevorzugt von mindestens 110°C, ganz besonders bevorzugt von mindestens 125°C und insbesondere bevorzugt von mindestens 150°C aufweisen, bestimmt nach DIN 51005.
Nochmals ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Formulierung, enthaltend eine erfindungsgemäße Verbindung bzw. ein erfindungsgemäßes Oligomer, Polymer oder Dendrimer und mindestens eine weitere Verbindung. Die weitere Verbindung kann vorzugsweise ein Lösemittel sein. Die weitere Verbindung kann aber auch eine weitere organische oder anorganische Verbindung sein, die ebenfalls in der elektronischen Vorrichtung eingesetzt wird, beispielsweise ein Matrixmaterial. Diese weitere Verbindung kann auch polymer sein.
Geeignete und bevorzugte Lösungsmittel sind beispielsweise Toluol, Anisol, o-, m- oder p-Xylol, Methylbenzoat, Mesitylen, Tetralin, Veratrol, THF, Methyl-THF, THP, Chlorbenzol, Dioxan, Phenoxytoluol, insbesondere 3-Phenoxytoluol, (-)-Fenchon, 1,2,3,5-Tetramethylbenzol, 1 ,2,4,5-tetra- methylbenzol, 1-Methylnaphtalin, 2-Methylbenzothiazol, 2-Phenoxyethanol,
2-Pyrrolidinon, 3-Methylanisol, 4-Methylanisol, 3,4-Dimethylanisol, 3,5- Dimethylanisol, Acetophenon, α-Terpineol, Benzothiazol, Butylbenzoat, Cumol, Cyclohexanol, Cyclohexanon, Cyclohexylbenzol, Decalin, Dodecyl- benzol, Ethylbenzoat, Indan, Methylbenzoat, NMP, p-Cymol, Phenetol, 1,4- Diisopropylbenzol, Dibenzyl ether, Diethylenglycolbutylmethylether, Triethylenglycolbutylmethylether, Diethylenglycoldibutylether, Triethylen- glycoldimethylether, Diethylen-glycolmonobutylether, Tripropylen- glycoldimethylether, Tetraethylenglycol-dimethylether, 2-lsopropyl- naphthalin, Pentylbenzol, Hexylbenzol, Heptylbenzol, Octylbenzol, 1 ,1- Bis(3,4-Dimethylphenyl)ethan oder Mischungen dieser Lösungsmittel.
Nochmals ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Zusammensetzung enthaltend eine erfindungsgemäße Verbindung und wenigstens ein weiteres organisch funktionelles Material. Funktionelle Materialen sind generell die organischen oder anorganischen Materialien, welche zwischen Anode und Kathode eingebracht sind. Vorzugsweise ist das organisch funktionelle Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus fluoreszierenden Emittern, phosphoreszierenden Emittern, Host Materialien, Matrix-Materialien, Elektronentransportmaterialien,
Elektroneninjektionsmaterialien, Lochleitermaterialien,
Lochinjektionsmaterialien, n-Dotanden, Wide-Band-Gap-Materialien, Elektronenblockiermaterialien und Lochblockiermaterialien.
Die vorliegenden Erfindung betrifft daher auch eine Zusammensetzung enthaltend wenigstens eine Verbindung umfassend Strukuren gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten
Ausführungsformen sowie wenigstens ein weiteres Matrixmaterial. Gemäß einem besonderen Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das weitere Matrixmaterial lochtransportierende Eigenschaften auf. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden stellt eine Zusammensetzung dar, enthaltend wenigstens eine Verbindung, umfassend mindestens eine Struktur gemäß Formel (I) sowie wenigstens ein Wide-Band-Gap-Material, wobei unter Wide-Band-Gap-Material ein Material im Sinne der
Offenbarung von US 7,294,849 verstanden wird. Diese Systeme zeigen
besondere vorteilhafte Leistungsdaten in elektrolumineszierenden
Vorrichtungen.
Vorzugsweise kann die zusätzliche Verbindung eine Bandlücke (band gap) von 2,5 eV oder mehr, bevorzugt 3,0 eV oder mehr, ganz bevorzugt von 3,5 eV oder mehr aufweisen. Die Bandlücke kann unter anderem durch die Energieniveaus des highest occupied molecular orbital (HOMO) und des lowest unoccupied molecular orbital (LUMO) berechnet werden.
Molekülorbitale, insbesondere auch das highest occupied molecular orbital (HOMO) und das lowest unoccupied molecular orbital (LUMO), deren
Energieniveaus sowie die Energie des niedrigsten Triplettzustands Ti bzw. des niedrigsten angeregten Singulettzustands Si der Materialien werden über quantenchemische Rechnungen bestimmt. Zur Berechnung organischer Substanzen ohne Metalle wird zuerst eine Geometrieoptimierung mit der Methode„Ground State/Semi-empirical/Default Spin/AM1 /Charge 0/Spin Singlet" durchgeführt. Im Anschluss erfolgt auf Grundlage der optimierten Geometrie eine Energierechnung. Hierbei wird die Methode „TD-SCF/DFT/Default Spin/B3PW91" mit dem Basissatz„6-31 G(d)" verwendet (Charge 0, Spin Singlet). Für metallhaltige Verbindungen wird die Geometrie über die Methode„Ground State/ Hartree-Fock/Default
Spin/LanL2MB/Charge 0/Spin Singlet" optimiert. Die Energierechnung erfolgt analog zu der oben beschriebenen Methode für die organischen Substanzen mit dem Unterschied, dass für das Metallatom der Basissatz „Lanl_2DZ" und für die Liganden der Basissatz„6-31 G(d)" verwendet wird. Aus der Energierechnung erhält man das HOMO-Energieniveau HEh bzw. LUMO-Energieniveau LEh in Hartree-Einheiten. Daraus werden die anhand von Cyclovoltammetriemessungen kalibrierten HOMO- und LUMO- Energieniveaus in Elektronenvolt wie folgt bestimmt: HOMO(eV) = ((HEh*27.212)-0.9899)/1.1206
LUMO(eV) = ((LEh*27.212)-2.0041)/1.385
Diese Werte sind im Sinne dieser Anmeldung als HOMO- bzw. LUMO- Energieniveaus der Materialien anzusehen.
Der niedrigste Triplettzustand Ti ist definiert als die Energie des Triplett- zustands mit der niedrigsten Energie, der sich aus der beschriebenen quantenchemischen Rechnung ergibt.
Der niedrigste angeregte Singulettzustand Si ist definiert als die Energie des angeregten Singulettzustands mit der niedrigsten Energie, der sich aus der beschriebenen quantenchemischen Rechnung ergibt.
Die hierin beschriebene Methode ist unabhängig von dem verwendeten Softwarepaket und liefert immer dieselben Ergebnisse. Beispiele oft benutzter Programme für diesen Zweck sind„Gaussian09W" (Gaussian Inc.) und Q-Chem 4.1 (Q-Chem, Inc.).
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Zusammensetzung umfassend wenigstens eine Verbindung umfassend Strukuren gemäß Formel (I) sowie wenigstens einen phosphoreszierende Emitter, wobei unter dem Begriff phosphoreszierende Emitter auch phosphoreszierende Dotanden verstanden werden.
Vom Begriff phosphoreszierende Dotanden sind typischerweise
Verbindungen umfasst, bei denen die Lichtemission durch einen spinverbotenen Übergang erfolgt, beispielsweise einen Übergang aus einem angeregten Triplettzustand oder einem Zustand mit einer höheren
Spinquantenzahl, beispielsweise einem Quintett-Zustand. Als phosphoreszierende Dotanden eignen sich insbesondere
Verbindungen, die bei geeigneter Anregung Licht, vorzugsweise im sichtbaren Bereich, emittieren und außerdem mindestens ein Atom der
Ordnungszahl größer 20, bevorzugt größer 38 und kleiner 84, besonders bevorzugt größer 56 und kleiner 80 enthalten. Bevorzugt werden als phosphoreszierende Dotanden Verbindungen, die Kupfer, Molybdän, Wolfram, Rhenium, Ruthenium, Osmium, Rhodium, Iridium, Palladium, Platin, Silber, Gold oder Europium enthalten, verwendet, insbesondere Verbindungen, die Iridium, Platin oder Kupfer enthalten.
Dabei werden im Sinne der vorliegenden Anmeldung alle
lumineszierenden Iridium-, Platin- oder Kupferkomplexe als
phosphoreszierende Verbindungen angesehen. Beispiele für
phosphoreszierende Dotanden sind in einem folgenden Abschnitt aufgeführt.
Unter einem Dotanden wird in einem System enthaltend ein Matrixmaterial und einen Dotanden diejenige Komponente verstanden, deren Anteil in der Mischung der kleinere ist. Entsprechend wird unter einem Matrixmaterial in einem System enthaltend ein Matrixmaterial und einen Dotanden diejenige Komponente verstanden, deren Anteil in der Mischung der größere ist.
Bevorzugte phosphoreszierende Dotanden zur Verwendung in Mixed- Matrix-Systemen sind die im Folgenden angebenen bevorzugten phosphoreszierenden Dotanden.
Beispiele für phosphoreszierende Dotanden können den Anmeldungen WO 2000/70655, WO 2001/41512, WO 2002/02714, WO 2002/15645, EP 1191613, EP 1191612, EP 1191614, WO 2005/033244, WO 2005/019373 und US 2005/0258742 entnommen werden. Generell eignen sich alle phosphoreszierenden Komplexe, wie sie gemäß dem Stand der Technik für phosphoreszierende OLEDs verwendet werden und wie sie dem Fachmann auf dem Gebiet der organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen bekannt sind, zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Vorrichtungen. Explizite Beispiele für phosphoreszierende Dotanden sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Die oben beschriebenen Verbindung, umfassend Strukturen der Formel (I), bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen können in einer elektronischen Vorrichtung bevorzugt als aktive Komponente verwendet werden. Unter einer elektronischen Vorrichtung wird eine Vorrichtung verstanden, welche Anode, Kathode und mindestens eine Schicht enthält, wobei diese Schicht mindestens eine organische bzw. metallorganische Verbindung enthält. Die erfindungsgemäße elektronische Vorrichtung enthält also Anode, Kathode und mindestens eine Schicht, welche mindestens eine Verbindung, umfassend Strukturen der Formel (I), bzw. die zuvor oder nachfolgend aufgeführten bevorzugten
Ausführungsformen, enthält. Dabei sind bevorzugte elektronische
Vorrichtungen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus organischen Elektrolumineszenzvorrichtungen (OLEDs, PLEDs), organischen integrierten Schaltungen (O-ICs), organischen Feld-Effekt-Transistoren (O- FETs), organischen Dünnfilmtransistoren (O-TFTs), organischen licht- emittierenden Transistoren (O-LETs), organischen Solarzellen (O-SCs), organischen optischen Detektoren, organischen Photorezeptoren, organischen Feld-Quench-Devices (O-FQDs), organischen elektrischen Sensoren, lichtemittierenden elektrochemischen Zellen (LECs) oder organischen Laserdioden (O-Laser), enthaltend in mindestens einer Schicht mindestens eine Verbindung, umfassend Strukturen der Formeln
(I). Besonders bevorzugt sind organische
Elektrolumineszenzvorrichtungen. Aktive Komponenten sind generell die organischen oder anorganischen Materialien, welche zwischen Anode und Kathode eingebracht sind, beispielsweise Ladungsinjektions-, Ladungstransport- oder Ladungsblockiermaterialien, insbesondere aber Emissions- materialien und Matrixmaterialien.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sind organische Elektro- lumineszenzvorrichtungen. Die organische Elektrolumineszenzvornchtung enthält Kathode, Anode und mindestens eine emittierende Schicht. Außer diesen Schichten kann sie noch weitere Schichten enthalten, beispielsweise jeweils eine oder mehrere Lochinjektionsschichten, Lochtransportschichten, Lochblockierschichten, Elektronentransportschichten,
Elektroneninjektionsschichten, Exzitonenblockierschichten,
Elektronenblockierschichten, Ladungserzeugungsschichten und/oder organische oder anorganische p/n-Übergänge. Dabei ist es möglich, dass eine oder mehrere Lochtransportschichten p-dotiert sind, beispielsweise mit Metalloxiden, wie M0O3 oder WO3 oder mit (perforierten
elektronenarmen Aromaten, und/oder dass eine oder mehrere
Elektronentransportschichten n-dotiert sind. Ebenso können zwischen zwei emittierende Schichten Interlayers eingebracht sein, welche beispielsweise eine Exzitonen-blockierende Funktion aufweisen und/oder die
Ladungsbalance in der Elektrolumineszenzvornchtung steuern. Es sei aber darauf hingewiesen, dass nicht notwendigerweise jede dieser Schichten vorhanden sein muss.
Dabei kann die organische Elektrolumineszenzvornchtung eine
emittierende Schicht enthalten, oder sie kann mehrere emittierende
Schichten enthalten. Wenn mehrere Emissionsschichten vorhanden sind, weisen diese bevorzugt insgesamt mehrere Emissionsmaxima zwischen 380 nm und 750 nm auf, so dass insgesamt weiße Emission resultiert, d. h. in den emittierenden Schichten werden verschiedene emittierende
Verbindungen verwendet, die fluoreszieren oder phosphoreszieren können. Insbesondere bevorzugt sind Dreischichtsysteme, wobei die drei Schichten blaue, grüne und orange oder rote Emission zeigen (für den prinzipiellen Aufbau siehe z. B. WO 2005/011013) bzw. Systeme, welche
mehr als drei emittierende Schichten aufweisen. Es kann sich auch um ein Hybrid-System handeln, wobei eine oder mehrere Schichten fluoreszieren und eine oder mehrere andere Schichten phosphoreszieren.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die orga- nische Elektrolumineszenzvorrichtung die efindungsgemäße Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen als Matrixmaterial, vorzugsweise als elektronenleitendes Matrixmaterial in einer oder mehreren emittierenden Schichten, bevorzugt in Kombination mit einem weiteren Matrixmaterial, vorzugsweise einem lochleitenden Matrixmaterial. Eine emittierende Schicht umfasst mindestens eine emittierende Verbindung.
Als Matrixmaterial können generell alle Materialien eingesetzt werden, die gemäß dem Stand der Technik hierfür bekannt sind. Bevorzugt ist das Triplett-Niveau des Matrixmaterials höher als das Triplett-Niveau des Emitters.
Geeignete Matrixmaterialien für die erfindungsgemäßen Verbindungen sind Ketone, Phosphinoxide, Sulfoxide und Sulfone, z. B. gemäß WO 2004/013080, WO 2004/093207, WO 2006/005627 oder WO 2010/006680, Triarylamine, Carbazolderivate, z. B. CBP (Ν,Ν-Biscarbazolylbiphenyl), m- CBP oder die in WO 2005/039246, US 2005/0069729, JP 2004/288381 , EP 1205527, WO 2008/086851 oder US 2009/0134784 offenbarten
Carbazolderivate, Indolocarbazolderivate, z. B. gemäß WO 2007/063754 oder WO 2008/056746, Indenocarbazolderivate, z. B. gemäß WO
2010/136109 oder WO 2011/000455, Azacarbazole, z. B. gemäß
EP 1617710, EP 1617711 , EP 1731584, JP 2005/347160, bipolare Matrixmaterialien, z. B. gemäß WO 2007/137725, Silane, z. B. gemäß WO
2005/111172, Azaborole oder Boronester, z. B. gemäß WO 2006/117052, Diazasilolderivate, z. B. gemäß WO 2010/054729, Diazaphospholderivate, z. B. gemäß WO 2010/054730, Triazinderivate, z. B. gemäß WO
2010/015306, WO 2007/063754 oder WO 2008/056746, Zinkkomplexe, z. B. gemäß EP 652273 oder WO 2009/062578, Dibenzofuranderivate, z. B. gemäß WO 2009/148015, oder verbrückte Carbazolderivate, z. B.
gemäß US 2009/0136779, WO 2010/050778, WO 2011/042107 oder WO 2011/088877.
Es kann auch bevorzugt sein, mehrere verschiedene Matrixmaterialien als Mischung einzusetzen, insbesondere mindestens ein elektronenleitendes Matrixmaterial und mindestens ein lochleitendes Matrixmaterial. Ebenso bevorzugt ist die Verwendung einer Mischung aus einem
ladungstransportierenden Matrixmaterial und einem elektrisch inerten Matrixmaterial, welches nicht bzw. nicht in wesentlichem Maße am
Ladungstransport beteiligt ist, wie z. B. in WO 2010/108579 beschrieben.
Weiterhin bevorzugt ist es, eine Mischung aus zwei oder mehr Triplett- Emittern zusammen mit einer Matrix einzusetzen. Dabei dient der Triplett- Emitter mit dem kürzerwelligen Emissionsspektrum als Co-Matrix für den Triplett-Emitter mit dem längerwelligen Emissionsspektrum.
Besonders bevorzugt kann eine erfindungsgemäße Verbindung umfassend Strukuren gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen in einer bevorzugten Ausführungsform als Matrixmaterial in einer Emissionsschicht einer organischen elektronischen Vorrichtung, insbesondere in einer organischen elektrolumineszierenden Vorrichtung, beispielsweise in einer OLED oder OLEC, eingesetzt werden. Dabei ist das Matrixmaterial enthaltend Verbindung umfassend Strukuren gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten
bevorzugten Ausführungsformen in der elektronischen Vorrichtung in Kombination mit einem oder mehreren Dotanden, vorzugsweise
phosphoreszierenden Dotanden, vorhanden.
Der Anteil des Matrixmaterials in der emittierenden Schicht beträgt in diesem Fall zwischen 50.0 und 99.9 Vol.-%, bevorzugt zwischen 80.0 und 99.5 Vol.-% und besonders bevorzugt für fluoreszierende emittierende Schichten zwischen 92.0 und 99.5 Vol.-% sowie für phosphoreszierende emittierende Schichten zwischen 85.0 und 97.0 Vol.-%.
Entsprechend beträgt der Anteil des Dotanden zwischen 0.1 und
50.0 Vol.-%, bevorzugt zwischen 0.5 und 20.0 Vol.-% und besonders
bevorzugt für fluoreszierende emittierende Schichten zwischen 0.5 und 8.0 Vol.-% sowie für phosphoreszierende emittierende Schichten zwischen 3.0 und 15.0 Vol.-%.
Eine emittierende Schicht einer organischen Elektrolumineszenz- Vorrichtung kann auch Systeme umfassend mehrere Matrixmaterialien (Mixed-Matrix-Systeme) und/oder mehrere Dotanden enthalten. Auch in diesem Fall sind die Dotanden im Allgemeinen diejenigen Materialien, deren Anteil im System der kleinere ist und die Matrixmaterialien sind diejenigen Materialien, deren Anteil im System der größere ist. In
Einzelfällen kann jedoch der Anteil eines einzelnen Matrixmaterials im System kleiner sein als der Anteil eines einzelnen Dotanden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Verbindung umfassend Strukuren gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen als eine
Komponente von Mixed-Matrix-Systemen verwendet. Die Mixed-Matrix- Systeme umfassen bevorzugt zwei oder drei verschiedene
Matrixmaterialien, besonders bevorzugt zwei verschiedene
Matrixmaterialien. Bevorzugt stellt dabei eines der beiden Materialien ein Material mit lochtransportierenden Eigenschaften und das andere Material ein Material mit elektronentransportierenden Eigenschaften dar. Die gewünschten elektronentransportierenden und lochtransportierenden Eigenschaften der Mixed-Matrix-Komponenten können jedoch auch hauptsächlich oder vollständig in einer einzigen Mixed-Matrix-Komponente vereinigt sein, wobei die weitere bzw. die weiteren Mixed-Matrix- Komponenten andere Funktionen erfüllen. Die beiden unterschiedlichen Matrixmaterialien können dabei in einem Verhältnis von 1 :50 bis 1:1, bevorzugt 1 :20 bis 1:1 , besonders bevorzugt 1 :10 bis 1:1 und ganz besonders bevorzugt 1 :4 bis 1 :1 vorliegen. Bevorzugt werden Mixed- Matrix-Systeme in phosphoreszierenden organischen Elektrolumineszenz- vorrichtungen eingesetzt. Genauere Angaben zu Mixed-Matrix-Systemen sind unter anderem in der Anmeldung WO 2010/108579 enthalten.
Ferner ist eine elektronische Vorrichtung, vorzugsweise eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung Gegenstand der vorliegenden Erfindung,
die eine oder mehrere erfindungsgemäße Verbindungen und/oder mindestens ein erfindungsgemäßes Oligomer, Polymer oder Dendrimer in einer oder mehreren elektronenleitenden Schichten umfasst, als
elektronenleitende Verbindung. Als Kathode sind Metalle mit geringer Austrittsarbeit, Metalllegierungen oder mehrlagige Strukturen aus verschiedenen Metallen bevorzugt, wie beispielsweise Erdalkalimetalle, Alkalimetalle, Hauptgruppenmetalle oder Lanthanoide (z. B. Ca, Ba, Mg, AI, In, Mg, Yb, Sm, etc.). Weiterhin eignen sich Legierungen aus einem Alkali- oder Erdalkalimetall und Silber, beispielsweise eine Legierung aus Magnesium und Silber. Bei mehrlagigen Strukturen können auch zusätzlich zu den genannten Metallen weitere Metalle verwendet werden, die eine relativ hohe Austrittsarbeit aufweisen, wie z. B. Ag, wobei dann in der Regel Kombinationen der Metalle, wie beispielsweise Mg/Ag, Ca/Ag oder Ba/Ag verwendet werden. Es kann auch bevorzugt sein, zwischen einer metallischen Kathode und dem
organischen Halbleiter eine dünne Zwischenschicht eines Materials mit einer hohen Dielektrizitätskonstante einzubringen. Hierfür kommen beispielsweise Alkalimetall- oder Erdalkalimetallfluoride, aber auch die entsprechenden Oxide oder Carbonate in Frage (z. B. LiF, Ü2O, BaF2, MgO, NaF, CsF, CS2CO3, etc.). Ebenso kommen hierfür organische Alkalimetallkomplexe in Frage, z. B. Liq (Lithiumchinolinat). Die Schichtdicke dieser Schicht beträgt bevorzugt zwischen 0.5 und 5 nm.
Als Anode sind Materialien mit hoher Austrittsarbeit bevorzugt. Bevorzugt weist die Anode eine Austrittsarbeit größer 4.5 eV vs. Vakuum auf. Hierfür sind einerseits Metalle mit hohem Redoxpotential geeignet, wie beispielsweise Ag, Pt oder Au. Es können andererseits auch Metall/Metalloxid- Elektroden (z. B. AI/Ni/NiOx, Al/PtOx) bevorzugt sein. Für einige Anwendungen muss mindestens eine der Elektroden transparent oder teil- transparent sein, um entweder die Bestrahlung des organischen Materials (O-SC) oder die Auskopplung von Licht (OLED/PLED, O-LASER) zu ermöglichen. Bevorzugte Anodenmaterialien sind hier leitfähige gemischte Metalloxide. Besonders bevorzugt sind Indium-Zinn-Oxid (ITO) oder Indium-Zink-Oxid (IZO). Bevorzugt sind weiterhin leitfähige, dotierte organische Materialien, insbesondere leitfähige dotierte Polymere, z. B.
PEDOT, PANI oder Derivate dieser Polymere. Bevorzugt ist weiterhin, wenn auf die Anode ein p-dotiertes Lochtransportmaterial als Lochinjektionsschicht aufgebracht wird, wobei sich als p-Dotanden Metalloxide, beispielsweise M0O3 oder WO3, oder (per)fluorierte elektronenarme Aromaten eignen. Weitere geeignete p-Dotanden sind HAT-CN (Hexa- cyano-hexaazatriphenylen) oder die Verbindung NPD9 von Novaled. Eine solche Schicht vereinfacht die Lochinjektion in Materialien mit einem tiefen HOMO, also einem betragsmäßig großen HOMO.
In den weiteren Schichten können generell alle Materialien verwendet werden, wie sie gemäß dem Stand der Technik für die Schichten verwendet werden, und der Fachmann kann ohne erfinderisches Zutun jedes dieser Materialien in einer elektronischen Vorrichtung mit den erfindungsgemäßen Materialien kombinieren. Die Vorrichtung wird entsprechend (je nach Anwendung) strukturiert, kontaktiert und schließlich hermetisch versiegelt, da sich die Lebensdauer derartiger Vorrichtungen bei Anwesenheit von Wasser und/oder Luft drastisch verkürzt. Weiterhin bevorzugt ist eine elektronischen Vorrichtung, insbesondere eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, welche dadurch
gekennzeichnet ist, dass eine oder mehrere Schichten mit einem
Sublimationsverfahren beschichtet werden. Dabei werden die Materialien in Vakuum-Sublimationsanlagen bei einem Anfangsdruck von üblicher- weise kleiner 105 mbar, bevorzugt kleiner 10T6 mbar aufgedampft. Es ist auch möglich, dass der Anfangsdruck noch geringer oder noch höher ist, beispielsweise kleiner 107 mbar.
Bevorzugt ist ebenfalls eine elektronischen Vorrichtung, insbesondere eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, welche dadurch
gekennzeichnet ist, dass eine oder mehrere Schichten mit dem OVPD (Organic Vapour Phase Deposition) Verfahren oder mit Hilfe einer
Trägergassublimation beschichtet werden. Dabei werden die Materialien bei einem Druck zwischen 10~5 mbar und 1 bar aufgebracht. Ein Spezialfall dieses Verfahrens ist das OVJP (Organic Vapour Jet Printing) Verfahren,
bei dem die Materialien direkt durch eine Düse aufgebracht und so strukturiert werden (z. B. M. S. Arnold et al., Appl. Phys. Lett. 2008, 92, 053301).
Weiterhin bevorzugt ist eine elektronischen Vorrichtung, insbesondere eine organische Elektrolumineszenzvorrichtung, welche dadurch
gekennzeichnet ist, dass eine oder mehrere Schichten aus Lösung, wie z.
B. durch Spincoating, oder mit einem beliebigen Druckverfahren, wie z. B.
Siebdruck, Flexodruck, Offsetdruck oder Nozzle-Printing, besonders bevorzugt aber LITI (Light Induced Thermal Imaging, Thermotransferdruck) oder Ink-Jet Druck (Tintenstrahldruck), hergestellt werden. Hierfür sind lösliche Verbindungen nötig, welche beispielsweise durch geeignete
Substitution erhalten werden.
Die elektronischen Vorrichtung, insbesondere die organische
Elektrolumineszenzvorrichtung kann auch als Hybridsystem hergestellt werden, indem eine oder mehrere Schichten aus Lösung aufgebracht werden und eine oder mehrere andere Schichten aufgedampft werden. So ist es beispielsweise möglich, eine emittierende Schicht enthaltend eine efindungsgemäße Verbindung umfassend Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten
Ausführungsformen und ein Matrixmaterial aus Lösung aufzubringen und darauf eine Lochblockierschicht und/oder eine Elektronentransportschicht im Vakuum aufzudampfen. Diese Verfahren sind dem Fachmann generell bekannt und können von ihm ohne Probleme auf elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend efindungsgemäße Verbindungen umfassend Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die oben aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen angewandt werden.
Die erfindungsgemäßen elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische Elektrolumineszenzvorrichtungen, zeichnen sich durch einen oder mehrere der folgenden überraschenden Vorteile gegenüber dem Stand der Technik aus:
Elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische
Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend Verbindungen,
Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten
Ausführungsformen, insbesondere als elektronenleitende und/oder als lochleitende Materialien, weisen eine sehr gute Lebensdauer auf.
Elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische
Elektrolumineszenzvorrichtungen enthaltend Verbindungen,
Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten
Ausführungsformen als elektronenleitende und/oder als lochleitende Materialien weisen eine hervorragende Effizienz auf. Insbesondere ist die Effizienz deutlich höher gegenüber analogen Verbindungen, die keine Struktureinheit gemäß Formel (I) enthalten.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen zeigen eine sehr hohe Stabilität und führen zu Verbindungen mit einer sehr hohen Lebensdauer.
Mit Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit
Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen kann in elektronischen Vorrichtungen, insbesondere organische
Elektrolumineszenzvorrichtungen die Bildung von optischen
Verlustkanäle vermieden werden. Hierdurch zeichnen sich diese Vorrichtungen durch eine hohe PL- und damit hohe EL-Effizienz von Emittern bzw. eine ausgezeichnete Energieübertragung der Matrices auf Dotanden aus. Die Verwendung von Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen in
Schichten elektronischer Vorrichtungen, insbesondere organischer
Elektrolumineszenzvorrichtungen führt zu einer hohen Mobilität der Elektron-Leiterstrukturen und/oder der Loch-Leiterstrukturen.
Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen zeichnen sich durch eine
ausgezeichnete thermische Stabilität aus, wobei Verbindungen mit einer Molmasse von weniger als ca. 1200 g/mol gut sublimierbar sind
Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen weisen eine ausgezeichnete
Glasfilmbildung auf.
8. Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere mit Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen bilden aus Lösungen sehr gute Filme.
9. Die Verbindungen, Oligomere, Polymere oder Dendrimere umfassend Strukturen gemäß Formel (I) bzw. die zuvor und nachfolgend
aufgeführten bevorzugten Ausführungsformen weisen ein
überraschend hohes Triplett-Niveau Ti auf, wobei dies insbesondere Verbindungen gilt, die als elektronenleitende Materialien eingesetzt werden.
Diese oben genannten Vorteile gehen nicht mit einer Verschlechterung der weiteren elektronischen Eigenschaften einher.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung einer erfindungsgemäßen Verbindung und/oder eines erfindungsgemäßen Oligomers, Polymers oder Dendrimers in einer elektronischen Vorrichtung als als Lochtransportmaterial, Lochinjektionsmaterial, Lochblockiermaterial, Elektroneninjektionsmaterial, Elektronenblockiermaterial und/oder
Elektronentransportmaterial.
Es sei darauf hingewiesen, dass Variationen der in der vorliegenden Erfindung beschriebenen Ausführungsformen unter den Umfang dieser
Erfindung fallen. Jedes in der vorliegenden Erfindung offenbarte Merkmal kann, sofern dies nicht explizit ausgeschlossen wird, durch alternative Merkmale, die demselben, einem äquivalenten oder einem ähnlichen Zweck dienen, ausgetauscht werden. Somit ist jedes in der vorliegenden Erfindung offenbartes Merkmal, sofern nichts anderes gesagt wurde, als Beispiel einer generischen Reihe oder als äquivalentes oder ähnliches Merkmal zu betrachten.
Alle Merkmale der vorliegenden Erfindung können in jeder Art miteinander kombiniert werden, es sei denn dass sich bestimmte Merkmale und/oder Schritte sich gegenseitig ausschließen. Dies gilt insbesondere für bevorzugte Merkmale der vorliegenden Erfindung. Gleichermaßen können Merkmale nicht wesentlicher Kombinationen separat verwendet werden (und nicht in Kombination). Es sei ferner darauf hingewiesen, dass viele der Merkmale, und insbesondere die der bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung selbst erfinderisch und nicht lediglich als Teil der Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung zu betrachten sind. Für diese Merkmale kann ein unabhängiger Schutz zusätzlich oder alternativ zu jeder gegenwärtig beanspruchten Erfindung begehrt werden.
Die mit der vorliegenden Erfindung offengelegte Lehre zum technischen Handeln kann abstrahiert und mit anderen Beispielen kombiniert werden. Die Erfindung wird durch die nachfolgenden Beispiele näher erläutert, ohne sie dadurch einschränken zu wollen.
Der Fachmann kann aus den Schilderungen ohne erfinderisches Zutun weitere erfindungsgemäße elektronische Vorrichtungen herstellen und somit die Erfindung im gesamten beanspruchten Bereich ausführen.
Beispiele:
Die nachfolgenden Synthesen werden, sofern nicht anders angegeben, unter einer Schutzgasatmosphäre in getrockneten Lösungsmitteln durchgeführt. Die Metallkomplexe werden zusätzlich unter Ausschluss von Licht bzw. unter Gelblicht gehandhabt. Die Lösungsmittel und Reagenzien können z. B. von Sigma-ALDRICH bzw. ABCR bezogen werden. Die jeweiligen Angaben in eckigen Klammern bzw. die zu einzelnen Verbindungen angegebenen Nummern beziehen sich auf die CAS-Nummern der literaturbekannten Verbindungen.
Synthesebeispiele a) 3-Dibenzofuran-4-yl-9H-carbazol
[851524-97-5 ]
6,75 g (32 mmol) B-(9H-carbazol-3-yl)boronsäure, 7,8 g (31,6 mmol) 4- Bromdibenzofuran, 31 ml (63 mmol) Na2C03 (2 M-Lösung) werden in
120 mL Toulol, 120 mL Ethanol suspendiert. Zu dieser Suspension werden 0,73 g (0,63 mmol) Pd(PPh3)4 gegeben, und die Reaktionsmischung wird 16 h unter Rückfluss erhitzt. Nach dem Erkalten wird die organische Phase abgetrennt, über Kieselgel filtriert, dreimal mit 200 mL Wasser gewaschen und anschließend zur Trockene eingeengt. Der Rückstand wird aus Toluol umkristallisiert. Die Ausbeute beträgt 7,66 g (23 mmol), entsprechend 73% der Theorie.
Analog können die folgenden Verbindungen erhalten werden.
Bei den folgenden Verbindungen wird der Rückstand mit Toluol heiß extrahiert, aus Toluol umkristallisiert und abschließend im Hochvakuum sublimiert. HPLC Reinheit ist grösser 99,9%.
15,2 g (37,3mmol) 9-(3-Dibenzofuran-4-yl-phenyl)-9H-carbazole werden in 80 mL DMF vorgelegt. Anschließend werden 13,3 g (74,6 mmol) NBS in portionsweise zugegeben und rührt 4 h weiter bei dieser Temperatur.
Anschließend wird die Mischung mit 15ml_ Wasser versetzt und mit CH2CI2 extrahiert. Die organische Phase wird über MgSO4 getrocknet und die Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Das Produkt wird mit Hexan heiß ausgerührt und abgesaugt. Ausbeute: 14,6 g (29 mmol), 78 % der Theorie, Reinheit nach 1H NMR ca. 97 %.
Unter Schutzgas werden 23,6 g (71 mmol) 3-(Dibenzofuran-4-yl)-9H- carbazol und 25 g (74 mmol) 4-(4-Bromo-phenyl)-dibenzofuran, 8g (84 mmol) Natrium-tert-Butylat , 3,5 ml Tris-tert-butyl-phosphin (1M in Toluol) , 0,393 mg (1,7 mmol) Palladiumacetat in 300 ml p-Xylol suspendiert. Die Reaktionsmischung wird 12 h unter Rückfluss bei 110 °C erhitzt. Nach Erkalten wird die organische Phase abgetrennt, dreimal mit 200 ml_ Wasser gewaschen und anschließend zur Trockene eingeengt. Das Produkt wird via Säulenchromatographie an Kieselgel mit Toluol/Heptan (1 :2) gereinigt. Der Rückstand wird mit Toluol heiß extrahiert, aus Toluol umkristallisiert und abschließend im Hochvakuum sublimiert. HPLC Reinheit ist grösser 99,9%.
Die Ausbeute beträgt 33,7 g (658 mmol), 80 % der Theorie, Reinheit nach 1H-NMR ca. 94 %. Analog werden folgende Verbindungen hergestellt:
Analog zu Synthese von A9 können folgende Verbindungen hergestellt werden:
Herstellung der OLEDs
Die Herstellung von erfindungsgemäßen OLEDs sowie OLEDs nach dem Stand der Technik erfolgt nach einem allgemeinen Verfahren gemäß
WO 2004/058911 , das auf die hier beschriebenen Gegebenheiten
(Schichtdickenvariation, Materialien) angepasst wird.
In den folgenden Beispielen V1 bis E10 (siehe Tabellen 1 und 2) werden die Daten verschiedener OLEDs vorgestellt. Gereinigte Glasplättchen (Reinigung in Laborspülmaschine, Reiniger Merck Extran), die mit strukturiertem ITO (Indium Zinn Oxid) der Dicke 50 nm beschichtet sind werden zur verbesserten Prozessierung mit 20 nm PEDOT:PSS
beschichtet (Poly(3,4-ethylenedioxythiophene) poly(styrenesulfonate), bezogen als CLEVIOS™ P VP AI 4083 von Heraeus Precious Metals GmbH Deutschland, aus wässriger Lösung aufgeschleudert). Diese beschichteten Glasplättchen bilden die Substrate, auf weiche die OLEDs aufgebracht werden.
Die OLEDs haben prinzipiell folgenden Schichtaufbau: Substrat / Optionale Lochinjektionsschicht (HIL) / Lochtransportschicht (HTL) / Optionale
Zwischenschicht (IL) / Elektronenblockierschicht (EBL) / Emissionsschicht (EML) / Optionale Lochblockierschicht (HBL) / Elektronentransportschicht (ETL) / Optionale Elektroneninjektionsschicht (EIL) und abschließend eine Kathode. Die Kathode wird durch eine 100 nm dicke Aluminiumschicht gebildet. Der genaue Aufbau der OLEDs ist Tabelle 1 zu entnehmen. Die zur Herstellung der OLEDs benötigten Materialien sind in Tabelle 3 gezeigt.
Alle Materialien werden in einer Vakuumkammer thermisch aufgedampft. Dabei besteht die Emissionsschicht immer aus mindestens einem Matrixmaterial (Hostmaterial, Wirtsmaterial) und einem emittierenden Dotierstoff (Dotand, Emitter), der dem Matrixmaterial bzw. den Matrixmaterialien durch Coverdampfung in einem bestimmten Volumenanteil beigemischt wird. Eine Angabe wie ST1 :CBP:TER1 (55%:35%:10%) bedeutet hierbei, dass das Material ST1 in einem Volumenanteil von 55%, CBP in einem Anteil von 35% und TER1 in einem Anteil von 10% in der Schicht vorliegt. Analog kann auch die Elektronentransportschicht aus einer Mischung von zwei Materialien bestehen.
Die OLEDs werden standardmäßig charakterisiert. Hierfür werden die Elektrolumineszenzspektren, die Stromeffizienz (gemessen in cd/A), in Abhängigkeit der Leuchtdichte, berechnet aus Strom-Spannungs- Leuchtdichte-Kennlinien (IUL-Kennlinien) unter Annahme einer
lambertschen Abstrahlcharakteristik sowie die Lebensdauer bestimmt. Die Elektrolumineszenzspektren werden bei einer Leuchtdichte von 1000 cd/m2 bestimmt und daraus die CIE 1931 x und y Farbkoordinaten berechnet. Die Angabe U1000 in Tabelle 2 bezeichnet die Spannung, die für eine
Leuchtdichte von 1000 cd/m2 benötigt wird. SE1000 bezeichnet die
Stromeffizienz, die bei 1000 cd/m2 erreicht werden.
Als Lebensdauer LD wird die Zeit definiert, nach der die Leuchtdichte bei Betrieb mit konstantem Strom von der Startleuchtdichte auf einen gewissen Anteil L1 absinkt. Eine Angabe von L0;j0 = 4000 cd/m2 und L1 = 80% in Tabelle 2 bedeutet, dass die in Spalte LD angegebene
Lebensdauer der Zeit entspricht, nach der die Anfangsleuchtdichte von 4000 cd/m2 auf 3200 cd/m2 absinkt. Analog bedeutet L0;j0 = 20mA/cm2, L1 = 80%, dass die anfängliche Leuchtdichte bei Betrieb mit 20mA/cm2 nach der Zeit LD auf 80% ihres Anfangswertes absinkt.
Die Werte für die Lebensdauer können mit Hilfe dem Fachmann bekannten Umrechnungsformeln auf eine Angabe für andere Startleuchtdichten umgerechnet werden. Hierbei ist die Lebensdauer für eine Startleuchtdichte von 1000 cd/m2 eine übliche Angabe.
Die Daten der verschiedenen OLEDs sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Die Beispiel V1-V6 sind Vergleichsbeispiele gemäß dem Stand der
Technik, die Beispiele E1-E10 zeigen Daten von OLEDs mit erfindungsgemäßen Materialien.
Im Folgenden werden einige der Beispiele näher erläutert, um die Vorteile der erfindungsgemäßen Verbindungen zu verdeutlichen. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass dies nur eine Auswahl der in Tabelle 2 gezeigten Daten darstellt. Wie sich der Tabelle entnehmen lässt, werden auch bei Verwendung der nicht näher ausgeführten erfindungsgemäßen Verbindungen deutliche Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik erzielt, teilweise in allen Parametern, in manchen Fällen ist aber nur eine
Verbesserung von Effizienz oder Spannung oder Lebensdauer zu beobachten. Allerdings stellt bereits die Verbesserung einer der genannten Paramter einen signifikanten Fortschritt dar, weil verschiedene Anwendungen die Optimierung hinsichtlich unterschiedlicher Parameter erfordern.
Durch den Einsatz von erfindungsgemäßen Verbindungen in der
Elektronentransportschicht von OLEDs lassen sich somit deutliche
Steigerungen hinsichtlich Betriebsspannung, externer Quanteneffizienz und damit vor allem auch der Leistungseffizienz erzielen. Weiterhin erhält man verbesserte Lebensdauern im Falle phosphoreszenter Dotanden.
Durch den Einsatz von erfindungsgemäßen Verbindungen auf der
Lochtransportseite von OLEDs erhält man also signifikante
Verbesserungen bezüglich Betriebsspannung, Leistungseffizienz,
Lebensdauer und Prozessierungsaufwand.
Die erfindungsgemäßen Materialien ergeben bei Einsatz als
Matrixmaterialien in phosphoreszierenden OLEDs wesentliche
Verbesserungen gegenüber dem Stand der Technik in allen Parametern, vor allem bezüglich Lebensdauer und teilweise auch in der Stromeffizienz.
wobei die erfindungsgemäßen Verbindungen ganz analog zu den oben genannten Verbindungen hergestellt werden können.