Energieführungskette mit Halter für eine externe Leitung, Aufnahmeelement und entsprechende Seitenlasche
Die Erfindung betrifft eine Energieführungskette zum Führen von Leitungen wie Kabeln, Schläuchen und dergleichen mit einer Mehrzahl von gelenkig miteinander verbundenen Kettengliedern, die durch zueinander parallele Seitenlaschen und diese verbindende Querstege gebildet werden. Insbesondere betrifft die Erfindung eine solche Energieführungskette, bei der neben den in Längsrichtung innerhalb der aus Seitenlaschen und Querstegen gebildeten Kettenglieder verlaufenden Leitungen auch außerhalb der Kettenglieder mindestens eine weitere Leitung vorhanden ist und geführt wird.
Solche Energieführungsketten werden beispielsweise in Anla- gen verwendet, bei denen ein bewegliches Anlagenteil von einem feststehenden Bereich aus mit Energie und/oder fluiden Materialien beispielsweise zum Verbrauch oder zur fluidme- chanischen Steuerung versorgt werden muss. Dies geschieht in der Regel durch eine Mehrzahl von parallel verlaufenden Lei- tungen, die in dem durch die Kettenglieder gebildeten Längskanal verlegt sind. Wartung, Reparatur und/oder Austausch einer solchen Leitung erfordert meist die Öffnung der Kettenglieder mit einem erheblichen Aufwand. Wenn bei der Einrichtung der Anlage abzusehen ist, dass bei einer bestimmten Leitung solche Arbeiten häufiger auftreten können, oder wenn bei Veränderungen der Anlage eine Leitung hinzukommt, kann diese an der Außenseite der Kette angebracht werden und ist so leichter zugänglich.
Eine Kette dieser Art ist in DE 10 2010 003 282 AI beschrie-
ben. Sie umfasst mehrere in Längsrichtung der Kette aufei¬ nanderfolgende Halteelemente, mittels derer zusätzlich min¬ destens eine Leitung außerhalb der Kette befestigbar ist. Diese Halteelemente sind bevorzugt drehbar angebracht, wobei ihre Drehachse mit jeweils einer Schwenkachse zwischen be¬ nachbarten Kettengliedern zusammenfällt, und sie sind vorzugsweise mit einer bevorzugt lösbaren Steckverbindung an der Energieführungskette befestigbar. Dabei können auch vorhandene Halteelemente gegen andere ausgetauscht werden. Durch die drehbare Befestigung der Halteelemente in der Schwenkachse wird bei einer solchen Kette durch die beim Verfahren einwirkenden Kräfte der gegenüber dem mittleren Bereich dünnere Überlappungsbereich der Seitenlasche bzw. der zur Aufnahme des Halteelementes mit einer Bohrung verse- henen Schwenkbolzen stark belastet, so dass es zu Ermüdung oder Bruch kommen kann. Des Weiteren kann es schwierig sein, das Halteelement in Richtung der Schwenkachse herauszuzie¬ hen, wenn die Energieführungskette in beengten räumlichen Verhältnissen verwendet wird. Bekannt ist auch ein sogenannter „Rastclip" der Firma igus GmbH, Köln (Deutschland) , bei dem auf einem Grundkörper in Form einer Seitenlasche eine Leitung mittels eines eine Schlaufe bildenden Rastbandes befestigt werden kann.
Aus der Offenlegungsschrift JP 2001-012560 A ist ein Verbin- dungsbauteil in Art eines Clipverbinders bekannt, das zum Bündeln mehrerer Energieführungsketten dient. Es befestigt zwei nebeneinander angeordnete Energieführungsketten parallel aneinander durch Rastverbindungen.
Von diesem Stand der Technik ausgehend stellt sich die Er- findung die Aufgabe, eine Energieführungskette anzugeben, bei der es möglich ist, eine außerhalb der Kettenglieder geführte Leitung auf einfache Weise anzubringen und wieder abzunehmen, wobei die Stabilität der Kette erhalten bleiben
soll .
Diese Aufgabe wird durch eine Energieführungskette nach dem Anspruch 1 und unabhängig hiervon durch ein Aufnahmeelement für eine Energieführungskette nach Anspruch 14 gelöst. Die erfindungsgemäße Energieführungskette weist eine Mehr¬ zahl gelenkig miteinander verbundener Kettenglieder auf, welche zueinander parallele Seitenlaschen und aufweisen die gegebenenfalls durch Querstege verbunden sind, wobei benach¬ barte Kettenglieder jeweils um eine quer zur Längsrichtung der Kette verlaufende Schwenkachse gegeneinander schwenkbar sind. Dabei verläuft die Mehrzahl der von der Kette geführ¬ ten Leitungen innerhalb der Kettenglieder, während mindestens eine weitere Leitung außerhalb der Kettenglieder ange¬ ordnet ist und von Halteelementen gestützt ist, die an der Energieführungskette vorgesehen sind.
Erfindungsgemäß sind auf mindestens einer Seite der Energie¬ führungskette auf den Außenflächen der Seitenlaschen, insbesondere im Bereich zwischen jeweils zwei Schwenkachsen, Aufnahmen angebracht. Die Aufnahmen sind so ausgeführt, dass in jede Aufnahme jeweils ein Halteelement für die mindestens eine weitere Leitung längs einer im Wesentlichen parallel bzw. technisch parallel zur Seitenlasche verlaufenden Ebene eingeschoben werden kann.
Die Lokaladverbien innerhalb und außerhalb beziehen sich vorliegend auf den im Querschnitt betrachteten Aufnahmeraum der Energieführungskette selbst, welcher durch die Seitenla¬ schen und die Querstege begrenzt ist. Dabei sind bei einer sogenannten halbstegigen Energieführungskette nur an jedem zweiten Kettenglied Querstege vorgesehen, während in einer sogenannten vollstegigen Energieführungskette jedes Glied jeweils durch Seitenlaschen und Querstege gebildet wird.
Auf die Bauweise der Kettenglieder als solche kommt es bei
der Erfindung jedoch nicht an. Bei der erfindungsgemäßen Energieführungskette können beispielsweise identische Ket¬ tenglieder miteinander verbunden sein, die sogenannte gekröpfte Seitenlaschen aufweisen, oder auch Kettenglieder, die abwechselnd Innen- und Außenlaschen umfassen. Im letzteren Fall kann es ausreichend sein, die Aufnahmen nur an den Außenlaschen oder nur an den Innenlaschen anzubringen.
Die Kettenglieder können mit Zusatzeinrichtungen versehen sein, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, bei- spielsweise Trennstegen, welche den Innenraum der Kettenglieder unterteilen, Einrichtungen, welche das Öffnen der Kettenglieder erleichtern und Mittel, welche das Verfahren des Obertrums auf dem Untertrum der Kette erleichtern, wie Rollen oder Gleitelemente. Die mindestens eine außerhalb der Kettenglieder angeordnete Leitung kann auf jeder der beiden Außenseiten der Energieführungskette angebracht sein. Es ist auch möglich, auf bei¬ den Außenseiten Leitungen anzubringen. Ebenso können auf einer Seite auch zwei oder einige Leitungen verlaufen, die von gemeinsamen Halteelementen gestützt werden. Im Allgemeinen ist die Zahl der innerhalb der Kettenglieder angeordneten Leitungen größer als jene der an den Außenseiten verlaufenden .
Die von der erfindungsgemäßen Energieführungskette geführten Leitungen können zum Beispiel Energie, beispielsweise Elekt¬ rizität, Lichtstrahlung oder innere Energie komprimierter Fluide wie Druckluft oder Hydraulikflüssigkeiten, oder Materialien zum Verbrauch, wie Erdgas, Mineralöl, chemische Rea¬ genzien, zwischen zwei relativ zueinander bewegbaren An- Schlussstellen transportieren. Je nach diesem Verwendungszweck umfassen die Leitungen beispielsweise Leiter mit Metalldrähten, Schläuche oder flexible Rohre aus geeigneten Materialien .
Die Halteelemente können beispielsweise einen Fußabschnitt aufweisen, der in die Aufnahme eingeschoben werden kann, und einen weiteren Abschnitt mit einer Öffnung, durch die die Leitung geführt werden kann. Diese Öffnung kann beispiels- weise durch einen Ring realisiert sein, der optional zum
Einlegen oder Herausnehmen der Leitung geöffnet werden kann. Geeignete Halteelemente sind für andere Anwendungen im Han¬ del erhältlich und können erfindungsgemäß verwendet werden, beispielsweise solche unter der Bezeichnung Systemhalter von der Firma PMA AG, Uster (Schweiz) .
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Aufnahmen einstückig mit den jeweiligen Seitenlaschen ausgebildet, d.h. die Aufnahme ist an der Außenseite der Seitenlaschen angeformt . Eine andere, besonders bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen in einem an den Außenseiten der Seitenlaschen befestigbaren Aufnahmeelement ausgebildet sind. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass nicht nur die außen verlaufende Leitung zwecks Wartung oder Reparatur leicht abgenommen werden kann, sondern auch die einfache Anbringung einer zusätzlichen Leitung, die bei der Herstellung der Energieführungskette noch nicht vorgese¬ hen war, möglich ist.
Das Aufnahmeelement ist bevorzugt mit elastisch verformbaren Rasthaken an der Außenseite der Seitenlaschen befestigbar. Diese Rasthaken können die oberen und unteren Schmalseiten der Seitenlaschen umgreifen und an den Innenseiten der Seitenlaschen anliegen. Solche Rasthaken können an den Enden je eines am oberen und unteren Ende des Aufnahmeelements vor- handenen, vorzugsweise um 90°, abgewinkelten Bereichs vorge¬ sehen sein, der seinerseits an der Schmalseite der Seitenla¬ sche anliegen kann. Vorzugsweise sind am Aufnahmeelement jeweils zwei obere und zwei untere Rasthaken vorhanden. Der Abstand je zweier Rasthaken kann so bemessen sein, dass sie
sich an den an der Innenseite der Seitenlasche angebrachten Quersteg anlegen, wodurch eine Verschiebung des Aufnahmeele¬ ments in Längsrichtung der Energieführungskette verhindert wird. Die Rasthaken können an ihren Enden abgeschrägt sein, wodurch das Aufsetzen des Aufnahmeelements auf die Seitenla¬ schen erleichtert wird.
Zentral an jedem abgewinkelten Bereich kann mindestens ein weiterer Rastnocken vorhanden sein, der in eine ohnehin vorhandene Ausnehmung in der Schmalseite der Seitenlasche ein- rasten und die Verbindung des Aufnahmeelements mit der Sei¬ tenlasche verstärken und insbesondere die Längsverschiebung des Aufnahmeelements auf der Seitenlasche verhindern kann.
Bevorzugt sind die Aufnahmen in Form rechtwinkliger Ausnehmungen in den Seitenlaschen bzw. den Aufnahmeelementen ge- staltet, wobei diese Ausnehmungen mit ihrer längeren Seite quer zur Energieführungskette ausgerichtet und in dieser Richtung nach einer Seite offen sind. An dieser offenen Seite kann der in die Aufnahme einschiebbare Abschnitt des Hal¬ teelementes eingesetzt werden. Die Innenflächen der quer zur Energieführungskette verlau¬ fenden Längsseiten der Ausnehmungen sind bevorzugt profiliert, so dass sie ein in die Ausnehmung eingesetztes Hal¬ teelement mit entsprechendem Gegenprofil in Richtung senkrecht zur Seitenlaschen fixieren können. Solche Profile kön- nen beispielsweise Nut/Feder oder eine Schwalbenschwanzverbindung sein. Selbstverständlich ist es auch möglich, das Halteelement statt mittels einer durchgehenden Nut mit ande¬ ren Mitteln in der Ausnehmung zu fixieren, beispielsweise durch an der Innenkante vorspringende Nocken oder derglei- chen.
An der offenen Seite der Aufnahme ist vorzugsweise ein Ein¬ führungstrichter, das heißt eine Erweiterung, bevorzugt mit Schrägen, ausgebildet, die das Einschieben des Halteelemen-
tes erleichtern kann. An den Seiten dieses Einführungstrichters kann mindestens eine Rastfeder ausgebildet sein, die beim Einführen des Halteelementes elastisch ausweicht und sich danach entspannen, in die Ausgangsstellung zurückkehren und das Herausfallen des Halteelementes aus der Ausnehmung verhindern kann.
Die außerhalb der Kettenglieder verlaufende Leitung kann unmittelbar von dem Halteelement gestützt werden. Es ist aber auch vorteilhaft, eine oder insbesondere einige Leitun- gen in einem flexiblen Rohr aufzunehmen, das dann seinerseits von den Halteelementen gestützt wird. Das flexible Rohr kann ein Wellrohr, beispielsweise aus Kunststoff, oder auch ein entsprechend flexibler, elastischer und stabiler Schlauch, beispielsweise ein Wellschlauch mit einer Spiral- Verstärkung, sein.
Das Herausfallen der Halteelemente aus den Aufnahmen lässt sich auch wirksam verhindern, wenn die Aufnahmen so angeordnet werden, dass ihre Öffnungen im Längsverlauf der Kette abwechselnd nach oben und unten gerichtet sind. Dies kann beim Aufbau der Energieführungskette bewirkt werden, indem die mit den Aufnahmen versehenen Seitenlaschen mit entsprechender Orientierung eingebaut werden. Noch einfacher erreicht man dies mit den nachträglich anbringbaren Aufnahmeelementen . Vorzugsweise sind nachträglich anbringbare Aufnahmeelemente an nur einer Seite d.h. an genau einer Seite der Energieführungskette vorgesehen. In vielen Anwendungen wird nur eine zusätzliche Leitung benötigt, die schnell austauschbar sein soll . Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Aufnahmeele¬ ment als Anbauteil für eine Energieführungskette. Gemäß die¬ sem Aspekt hat das eine rechtwinklige Ausnehmung, die mit ihrer längeren Seite quer zur Energieführungskette ausricht-
bar und in dieser Richtung nach einer Seite offen ist, wobei das Aufnahmeelement , an mindestens einer der Schmalseiten quer zu den längeren Seiten, elastisch verformbare Rasthaken aufweist, welche die oberen und unteren Schmalseiten der Seitenlaschen umgreifen und können. Vorzugsweise liegen die Rasthaken an Flächen der Innenseiten der Seitenlaschen des Kettenglieds an.
Das Aufnahmeelement eignet sich erfindungsgemäß zum schnel¬ len und einfachen Befestigen und Abnehmen von Zusatzteilen, insbesondere von Halteelementen für mindestens ein zusätzliche Leitung, die außerhalb der Kettenglieder geführt sein soll .
Bevorzugt sind bei diesem Aufnahmeelement die Innenflächen der Längsseiten der Ausnehmung so profiliert, dass ein in die Aus- nehmung eingesetztes Zusatzteil bzw. Halteelement mit entspre¬ chendem Gegenprofil in einer Richtung senkrecht zur Seitenla¬ sche fixiert ist.
Vorteilhaft umfasst das Aufnahmeelement an der offenen Seite der Ausnehmung einen erweiterten Einführungstrichter, der das Einsetzen des Halteelementes in die Ausnehmung erleichtert. Besonders vorteilhaft ist mindestens eine Rastfeder vorhanden, die am Einführungstrichter vorgesehen ist und das Herausfallen des eingesetzten Halteelementes aus der Ausnehmung verhindern kann. Vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Energieführungskette ist unter anderem, dass herkömmliche handelsübliche Hal¬ teelemente verwendet werden können.
Weiterhin ist der Aus- und Einbau der außen an der Kette geführten Leitung zwecks Wartung, Reparatur oder Austausch gegenüber dem Stand der Technik wesentlich erleichtert. Beispielsweise kann man die Leitung vorbereiten, indem man sie mit Halteelementen versieht. Die so vorbereitete Leitung
kann dann durch einfaches Herausnehmen bzw. Einsetzen der Halteelemente in die Aufnahmen der Aufnahmeelemente bzw. Seitenlaschen gegen die eingebaute Leitung ausgetauscht werden, was bei geringster Stillstandzeit möglich ist. Wenn statt der Leitung selbst ein Wellrohr in die Halteelemente eingesetzt ist, welches seinerseits die Leitung aufnimmt, können die Halteelemente sich auf dem Wellrohr nicht verschieben, was den Einbau weiter erleichtert.
Weil die Halteelemente in einer Richtung im Wesentlichen parallel zu den Seitenlaschen und nicht von diesen weg aus den Aufnahmen entfernt bzw. in diese eingesteckt werden, ist der Ein- und Ausbau auch bei beengten Raumverhältnissen leicht möglich.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist, dass die Haltekräfte an den stärkeren Bereichen der Seitenlaschen zwischen den Schwenklagern angreifen und daher diese Lager weniger stark beansprucht werden, sodass die Gefahr von Abrieb bzw. Verschleiß und Bruch geringer ist.
Ein dritter unabhängiger Aspekt der Erfindung betrifft eine Seitenlasche für eine Energieführungskette welche eine er¬ findungsgemäße Aufnahme für ein Halteelement aufweist. Die Seitenlasche, insbesondere die Aufnahme kann hierbei eines oder mehrere der vorstehenden Merkmale aufweisen.
In einer Weiterbildung ist in der in der Aufnahme bzw. Aus- nehmung ein Zentriervorsprung ausgebildet ist, welcher mit einer Durchgangsbohrung in einem Fußabschnitt des Halteelementes zentrierend zusammenwirkt, sodass ein entsprechendes Halteelement unabhängig von seiner Baugröße stets etwas mittig auf Höhe der neutralen Faser der Energieführungskette einrastet.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden im Fol¬ genden, ohne Beschränkung der Allgemeinheit der vorstehenden
Beschreibung, anhand der beigegebenen Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Energieführungskette nach dem Stand der Tech¬ nik,
Figur 2 einen Ausschnitt aus einer Energieführungskette nach dem Stand der Technik,
Figur 3 ein Aufnahmeelement gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 4 eine Außenlasche mit angebrachtem Aufnahmeelement ,
Figur 5 ein Aufnahmeelement gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 6 eine Seitenlasche mit dem Aufnahmeelement der Fi¬ gur 5 ,
Figur 7 eine Seitenlasche mit angeformter Aufnahme gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Figur 8 die Seitenlasche der Figur 7 mit eingesetztem Halteelement, und
Figur 9 eine Seitenlasche mit angeformter Aufnahme gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die in Figur 1 schematisch dargestellte bekannte Energieführungskette 1 verbindet eine feste Anschlussstelle (nicht näher gezeigt) an einem ersten Endbefestigungsteil 5 mit einer beweglichen Anschlussstelle (nicht näher gezeigt) an einem zweiten Endbefestigungsteil 6, beispielsweise zur Ver- sorgung mit elektrischem Strom, elektrischen Steuersignalen und Druckluft. Die bewegliche Anschlussstelle ist in den Richtungen des Doppelpfeils P verfahrbar. In der gezeigten Ausführung ist die Energieführungskette 1 so gestaltet, dass das Obertrum 2 der Kette freitragend ist, d.h. dass dieses
nicht auf dem Untertrum 3 abgleitet. Die einzelne Ketten¬ glieder 7 sind schwenkbar miteinander verbunden. Bei der Bewegung der Anschlussstelle 6 beispielsweise nach rechts gelangen Kettenglieder des Obertrums 2 in den Umlenkbereich 4 und danach in das Untertrum 3 und werden z.B. mit diesem abgelegt. Entsprechendes geschieht bei der Bewegung nach links. Auch ein vertikaler Einbau der Kette ist möglich.
Figur 2 zeigt einen Ausschnitt aus einer Energieführungsket¬ te nach dem Stand der Technik. Man erkennt äußere Seitenla- sehen 12, die durch Querstege 13 verbunden sind und jeweils ein Kettenglied bilden. Zwischen den solcherart gebildeten Kettengliedern alternierend befinden sich weitere Kettenglieder, welche Innenlaschen 11 und gleichartige Querstege 13 umfassen. In dem von den Kettengliedern gebildeten Innen- räum der Energieführungskette verlaufen die zu führenden Leitungen in Richtung des Pfeils 14. Jede Lasche ist mit ihrer benachbarten Lasche schwenkbar verbunden.
Figur 3 zeigt eine erste Ausführungsform für ein erfindungs¬ gemäßes Aufnahmeelement zur Anbringung an der Außenseite einer Seitenlasche, und zwar a) eine Vorderansicht, b) eine Seitenansicht, c) einen Schnitt längs A-A in a) , d) eine Draufsicht und e) eine isometrische Ansicht. Diese Ausfüh¬ rungsform umfasst einen quaderförmigen Körper 30, in dem eine Ausnehmung 31 angebracht ist. Diese Ausnehmung ist am oberen Ende offen, wobei ein etwas erweiterter Einführungs¬ trichter 32 das Einführen des Halteelementes in die Ausnehmung erleichtern soll. Die Rastfeder 35 erstreckt sich hierbei über die Breite der Ausnehmung 31. Sie wird beim Einschieben des Halteelementes elastisch zurückgebogen, springt nach Durchgang des Halteelementes wieder in ihre Ausgangsla¬ ge zurück und verhindert so dessen Herausfallen. An der inneren Längsseite der Ausnehmung ist eine Nut 36 angebracht, welche eine entsprechende Feder am Halteelement aufnimmt, wodurch dieses in der Ausnehmung fixiert wird und nicht nach
vorn herausfallen kann. Am oberen und unteren Ende des Körpers 30 ist je ein um 90° abgewinkelter Bereich 33 vorhanden, der sich bei der Anbringung an der Seitenlasche an die Schmalseiten der Lasche anlegen kann. Die abgewinkelten Be- reiche sind so dimensioniert, dass sie beim Aufstecken des Aufnahmeelements elastisch nach oben bzw. unten gebogen werden können, wodurch die an ihren Enden angebrachten Rastnocken 34 über die Schmalseiten der Seitenlaschen gleiten und sich nach Rückstellung der abgewinkelten Bereiche an die Innenseiten der Seitenlaschen anlegen können.
Figur 4 zeigt eine äußere Seitenlasche einer erfindungsgemä¬ ßen Energieführungskette, und zwar a) in Vorderansicht, b) in Draufsicht, c) als Schnitt D-D in a) und d) in isometri¬ scher Ansicht. Die Seitenlaschen 40 weisen jeweils einen Körper 40 auf, der mit einem Zapfen 42 zur Aufnahme eines Querstegs sowie mit Schwenkhülsen 43, welche die entspre¬ chenden Schwenkzapfen der benachbarten Laschen aufnehmen können, versehen ist. Die Querstege können dabei auf den Zapfen 42 aufgesteckt und mit dem Rastnocken 41 verrastet werden. An der Seitenlasche 40 ist ein Aufnahmeelement 44 gemäß Figur 3 angebracht, für dessen Einzelheiten die dort verwendeten Bezugszeichen benutzt werden. Das Aufnahmeelement 44 liegt mit seinem Körper 30 an der Vorderseite der Seitenlasche 40 und mit beiden abgewinkelten Bereichen 33 an der Schmalseite der Seitenlaschen 40 an, wobei die Rastno¬ cken 34 an der Innenseite der Seitenlaschen 40 anliegen. In der Draufsicht b) kann man erkennen, dass dann, wenn ein hier nicht gezeigter Quersteg auf den Zapfen 42 aufgesteckt ist, die Rastnocken 34 am Quersteg anliegen und eine Längs- Verschiebung des Aufnahmeelements auf der Seitenlasche ver¬ hindern können. In die Aufnahme des Aufnahmeelements 44 ist ein Halteelement 46 eingesteckt, dessen Details in der
Draufsicht b) und im Schnitt c) erkennbar werden. Es weist einen Fußabschnitt 47 und einen Ringabschnitt 48 auf. Federn 49 greifen in die Nuten 36 (Figur 3) an den inneren Längs-
wänden der Ausnehmung des Aufnahmeelements ein und verhindern, dass dieses nach vorne herausfällt. Im erweiterten Einführungstrichter 32 des Aufnahmeelements 44 ist die Rast¬ feder 35 angeordnet, die, wie im Schnitt c) erkennbar, das Herausfallen des Halteelements nach oben verhindert.
Figur 5 zeigt eine andere Ausführungsform des erfindungsge¬ mäßen Aufnahmeelements , wiederum a) in Vorderansicht, b) in Seitenansicht, c) im Schnitt B-B gemäß a) , d) als Draufsicht und e) als isometrische Ansicht. Die Ausführungsform ent- spricht in mehreren Merkmalen der in Figur 3 gezeigten; deshalb werden für gleiche Merkmale gleichen Bezugszeichen verwendet. Wiederum ist im Körper 30 des Aufnahmeelements und eine Ausnehmung 31 mit einem Einführungstrichter 32 vorhanden. Die abgewinkelten Bereiche 33 mit den Rastnocken 34 sowie die Rastfeder 35 und die Nuten 36 entsprechen ebenfalls der oben gezeigten Ausführungsform. Zusätzlich zu dieser Ausführungsform ist aber das in Figur 5 gezeigte Aufnahmeelement mit jeweils einer zusätzlichen Rastnocke 51 in der Mitte des abgewinkelten Bereichs versehen, die in eine in der Schmalseite der Seitenlasche vorhandene Öffnung einras¬ ten kann und die Fixierung des Aufnahmeelements an der Sei¬ tenlaschen noch verbessert.
Figur 6 zeigt eine Seitenlasche einer zweiten Ausführungs¬ form der erfindungsgemäßen Energieführungskette, wobei das Aufnahmeelement nach Figur 5 Verwendung findet. Soweit gleichwirkende Merkmale wie bei der ersten Ausführungsform vorhanden sind, werden die gleichen Bezugszeichen verwendet. Wiederum ist die Seitenlasche 40 mit einem die Rastnocke 41 aufweisenden Zapfen 42 zum Aufstecken und Verrasten eines Querstegs und mit Schwenkhülsen 43 versehen. In das Aufnahmeelement 44 ist das Halteelement 46 eingesteckt, das wiede¬ rum von der Rastfeder 35 am Herausfallen nach oben und von der Nut-Feder-Verbindung 49 am Herausfallen nach vorn gehindert wird. Zusätzlich ist bei dieser Ausführungsform ein
weiterer zentral an jedem abgewinkelten Bereich 33 des Aufnahmeelements 44 angebrachter Rastnocken 51 vorhanden, der in eine vorhandene Ausnehmung 52 in der Seitenfläche der Seitenlasche 40 eingreift. Hierdurch wird zusätzlich eine Fixierung des Aufnahmeelements in Längsrichtung der Energie¬ führungskette erzielt. Das ist besonders von Bedeutung, wenn die Rastnocken 34 nicht, wie oben beschrieben, ohne Spiel am Quersteg anliegen.
Figur 7 zeigt eine Seitenlasche für eine dritte Ausführungs- form der erfindungsgemäßen Energieführungskette, und zwar a) in Vorderansicht, b) in Seitenansicht, c) im Schnitt C-C gemäß a) , d) in Draufsicht und e) in isometrischer Ansicht. In dieser Ausführungsform ist die Aufnahme für das Halteele¬ ment nicht in einem aufsteckbaren Aufnahmeelement vorhanden, sondern einstückig an der Seitenlasche angeformt. Wie bei den anderen Ausführungsformen umfasst die Seitenlasche hier ebenfalls einen Körper 71 sowie Zapfen 72 mit Rastnocken für (nicht gezeigte) Querstege sowie Schwenkhülsen 73 zur Auf¬ nahme der Schwenkzapfen der benachbarten Seitenlaschen. Im Bereich zwischen den Schwenkachsen ist in der (hier verstärkten) Außenwand der Seitenlasche eine nach vorn und oben offene Ausnehmung 75 vorhanden, die nach oben einen erweiterten Einführungstrichter 76 aufweist. Zwei Rastfedern 77 zur Fixierung eines eingeführten Halteelementes sind in die- sem Fall an den Schmalseiten des Einführungstrichters ausge¬ bildet. Wiederum ist eine Nut 78 vorhanden, in die das Hal¬ teelement mit einer Feder zur Befestigung eingreifen kann.
Figur 8 zeigt die Seitenlasche aus Figur 7 mit eingesetztem Halteelement 81, und zwar a) in Vorderansicht, b) in Drauf- sieht, c) im Schnitt F-F nach a) und d) in isometrischer
Ansicht. Man erkennt, dass der Fußabschnitt 82 des Halteele¬ mentes 81 in die Ausnehmung 75 (Figur 7) eingesetzt ist und nach oben durch die Rastfedern 77 und nach vorn durch eine in die Nut 78 (Figur 7) eingreifende Feder am Herausfallen
gehindert wird.
Figur 9 zeigt ein bevorzugtes Beispiel einer äußeren Seitenlasche 12 im mittigen Querschnitt. Die Seitenlasche 12 hat eine einstückig mit dem Körper 91 der Seitenlasche 12 herge- stellte Aufnahme, z.B. im Spritzgussverfahren, für das Halteelement 81. Im Vergleich zu Figur 7-8 weist die Aufnahme zusätzlich einen Zentriervorsprung 99 in Art einer Nase auf. Der Zentriervorsprung 99 hat die Form einer Kugelhaube bzw. Kalotte und bildet eine geringfügige Erhöhung, auf welcher eine Durchgangsbohrung 84 des Halteelements 81 beim Einschub zentrieren und einrasten kann. Der Radius des Zentriervorsprungs 99 ist gewählt für Durchgangsbohrungen 84 von ca. 4- 10mm, insbesondere von 6-8mm, Durchmesser. Der Zentriervorsprungs 99 kann zum leichteren Anbringen des Halteelements 81 eine Anlaufschräge haben (nicht gezeigt) , die zum Einführungstrichter abfällt. Dank des Zentriervorsprungs 99 kann eine in Höhe und Breite größere Ausnehmung 95 zum Befestigen verschiedener Baugrößen von Halteelementen 81 vorgesehen werden, ohne dass eine einfache mittige Befestigung auf der neutralen Faser beeinträchtigt wird. Das Halteelement 81 kann so für unterschiedliche Durchmesser eines anzubringenden Wellrohrs passend gewählt werden, d.h. eine Seitenla¬ schen 12 kann unterschiedliche Halteelemente 81 aufnehmen. Andere Merkmale der Seitenlasche 12, insbesondere der Auf- nähme sind identisch zu denen in FIG.7-8, dies gilt eben¬ falls für das Halteelement 81.
igus GmbH
51127 Köln
Energieführungskette mit Halter für eine externe Leitung, Aufnahmeelement und entsprechende Seitenlasche
Bezugszeichenliste
FIG.1 -2
1 Energieführungskette
2 Obertrum
3 Untertrum
4 Umlenkbereich
5, 6 Endbefestigungsteil
7 Kettenglied
11 innere Seitenlasche
12 äußere Seitenlasche
13 Quersteg
14 Längsrichtung der Kette
FIG.3 -4
30 Körper des Aufnahmeelements
31 Ausnehmung
32 Einführungstrichter
33 abgewinkelter Bereich
34 Rastnocken
35 Rastfeder
36 Nut
40 Körper der Seitenlasche
42 Zapfen für Quersteg
41 Rastnocken für Quersteg
43 Schwenkhülse
44 Aufnahmeelernent
46 Halteelement
47 Fußabschnitt des Halteelementes 72
48 Ringabschnitt des Halteelementes
49 Feder des Fußabschnitts
FIG. .5-6
30 Körper des Aufnahmeelements
31 Ausnehmung
32 Einführungstrichter
33 abgewinkelter Bereich
34 Rastnocken
35 Rastfeder
36 Nut
40 Körper der Seitenlasche
42 Zapfen für Quersteg
41 Rastnocken für Quersteg
43 Schwenkhülse
44 Aufnahmeelernent
46 Halteelement
47 Fußabschnitt des Halteelementes 72
48 Ringabschnitt des Halteelementes
49 Feder des Fußabschnitts
51 zentrale Rastnocken
52 Ausnehmung in Schmalseite der Seitenlasche
FIG. .7-8
71 Körper der Seitenlasche
72 Zapfen für Quersteg mit Rastnocken
73 Schwenkhülsen
75 Ausnehmung
76 Einführungstrichter
77 Rastfeder
78 Nut
81 Halteelement
82 Fußabschnitt des Halteelementes
83 Ringabschnitt des Halteelementes
F I G . 9
12 äußere Seitenlasche
91 Körper der Seitenlasche
92 Zapfen für Quersteg mit Rastnocken
95 Ausnehmung
98 Nut
99 Zentriervorsprung
81 Halteelement
82 Fußabschnitt des Halteelementes
83 Ringabschnitt des Halteelementes
84 Durchgangsbohrung