Beleuchtungsoptik für die EUV-Projektionslithographie
Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung DE 10 2015 209 176.7 in Anspruch, deren Inhalt durch Be- zugnahme hierin aufgenommen wird.
Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsoptik für die EUV-Projektionslithographie. Ferner betrifft die Erfindung einen zweiten Facettenspiegel zum Einsatz in einer derartigen Beleuchtungsoptik, ein optisches System mit einer derartigen Beleuchtungsoptik, eine Projektionsbelichtungsanlage mit einem derartigen optischen System, ein Verfahren zur Herstellung eines mikro- beziehungsweise nano strukturierten Bauelements mit einer derartigen Projektionsbelichtungsanlage sowie ein mit einem derartigen Herstellungsverfahren strukturiertes Bauelement.
Eine Projektionsbelichtungsanlage mit einer Beleuchtungsoptik ist bekannt aus der WO 201 1/154244 AI und der WO 2014/075902 AI . Zur flexiblen Vorgabe von Beleuchtungssettings, also von Beleuchtungswinkelverteilungen zur Beleuchtung von Strukturen, die bei der Projektionslithographie abgebildet werden, kommen verkippbare erste Facetten zum Einsatz. Gefordert ist ein Wechsel zwischen verschiedenen Beleuchtungssettings. Beleuchtungsoptiken und Komponenten für die EUV-Projektionslithographie sind bekannt aus der US 2012/0262690 AI, der DE 10 201 1 005 778 AI und der US 2003/0169520 AI .
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungsoptik der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass eine Störlichtunterdrückung ohne unerwünschte thermische beziehungsweise optische Auswirkungen möglich ist.
Diese Aufgabe ist nach einem ersten Aspekt erfindungsgemäß gelöst durch eine Beleuchtungsoptik mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und nach einem zweiten Aspekt erfindungsgemäß gelöst durch eine Be- leuchtungsoptik mit den in Anspruch 8 angegebenen Merkmalen. Die nachfolgend erläuterten Merkmale der beiden Aspekte können beliebig miteinander kombiniert werden.
Mindestens ein Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt, der nach Anspruch 1 mit im Vergleich zum Abstand der Maximalwinkel-Facetten größerem Abstand zum Facetten- Anordnungszentrum angeordnet ist, ermöglicht ein kontrolliertes Abführen von zur Beleuchtung nicht benötigten Lichtanteilen hin zu einem Ort außerhalb einer Anordnung der zweiten Facetten, wo thermische beziehungsweise optische Auswirkungen einer solchen Lich- tabführung sich nicht störend auswirken. Ein kontrolliertes Abführen entsprechender Beleuchtungslichtteile kann zur Optimierung einer Abbildungsqualität, kann zur Korrektur von Systemfehlern und/oder kann zur Beleuchtung weiterer Beleuchtungsoptiken beziehungsweise kann zur Unterstützung unterschiedlicher Lichtquellen genutzt werden. Zum kontrol- Herten Abführen dieser Beleuchtungslichtanteile können die ersten Facetten, also die Facetten des ersten Facettenspiegels, in eine entsprechende Abführ-Kippstellung umgestellt werden. Beim ersten Facettenspiegel kann es sich um einen Feldfacettenspiegel handeln, der im Bereich einer Feldebene der Beleuchtungsoptik angeordnet sein kann. Die Anordnung eines derartigen Feldfacettenspiegels in der Feldebene muss nicht exakt sein. Beim zweiten Facettenspiegel kann es sich um einen Pupillenfacettenspie- gel handeln, der im Bereich einer Pupillenebene der Beleuchtungsoptik angeordnet ist. Die Anordnung des Pupillenfacettenspiegels in der Pupillenebene muss nicht exakt sein. Bei der Hauptstrahl-Inzidenz auf dem Ob-
jektfeld handelt es sich um den Einfallswinkel eines Hauptstrahls des Beleuchtungslichts, insbesondere des Hauptstrahls eines zentralen Objektfeldpunktes, auf dem Objektfeld. Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt kann abschnittsweise oder komplett um das Facetten-Anordnungszentrum herum angeordnet sein.
Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt hat mindestens eine in Bezug auf eine Trägerebene des zweiten Spiegelträgers geneigte Reflexionsfläche. Eine solche Ausführung des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts ermöglicht eine kontrollierte Abführung von Beleuchtungslicht durch Reflexion weg von einem zur Beleuchtung genutzten Strahlengang. Die Reflexionsfläche des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts ist konisch um das Facetten- Anordnungszentrum herum angeordnet. Durch eine solche konische Anordnung lässt sich mit vergleichsweise geringem Aufwand fertigen. Eine derartige konische Anordnung kann alternativ oder zusätzlich zu einer Reflexionsfläche auch als absorbierende Fläche ausgeführt sein.
Unerwünschte thermische beziehungsweise optische Auswirkungen des Störlichts sind durch die erfindungsgemäße Beleuchtungsoptik vermieden. Insbesondere ist störendes Streulicht vermieden.
Der erfindungsgemäße Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt kann mit einer aktiven und/oder passiven Kühleinrichtung beziehungsweise einem Kühlkörper zum Abführen von Wärmeenergie in thermischem Kontakt stehen beziehungsweise an diesen thermisch angekoppelt sein.
Eine absorbierende Ausführung nach Anspruch 2 kann durch eine Be- schichtung und/oder durch eine Werkstoffauswahl des Beleuchtungslicht- Fallenabschnitts erreicht werden. Als Beschichtung kann eine rein absor-
bierende Beschichtung zum Einsatz kommen, beispielsweise eine stark absorbierende Schicht, die je nach den zu absorbierenden Wellenlängen aus Ag, Pt, Co, Ni, Sn, Cu, Te, aus Legierungen dieser Materialien oder aus Oxiden dieser Materialien bestehen kann. Eine derartige Beschichtung kann chemisch oder galvanisch erzeugt werden. Auch durch Schwärzung kann eine derartige Beschichtung erzeugt werden. Als chemisch erzeugte Beschichtung kann eine chemisch vernickelt geschwärzte Beschichtung, eine (zum Beispiel schwarz oder blau) gebeizte Beschichtung oder eine verchromte Beschichtung zum Einsatz kommen. Es können beispielsweise nicht-rostende Chrom-Stähle beziehungsweise Chrom-Nickel- Stähle zum Einsatz kommen, die gebeizt werden, was auch als Niro-Beizen bezeichnet wird. Als galvanisch erzeugte Beschichtung kann eine schwarz verchromte, vernickelte, eloxierte oder plasmachemisch oxidierte (PCO) Beschichtung zum Einsatz kommen. Eine absorbierende Ausführung des Beleuchtungs- licht-Fallenabschnitts kann auch durch Verwendung mindestens eines absorbierenden Materials einschließlich einer Antireflexschicht realisiert sein. Die Antireflexschicht kann je nach Einfallswinkel und Wellenlänge spezifisch ausgeführt sein. Eine absorbierende Ausführung kann auch als poröse und/oder kolumnare Schicht realisiert sein. Eine absorbierende Wirkung kann sich hierbei dadurch ergeben, dass in Folge der jeweiligen Materialstruktur das Licht intrinsisch absorbiert wird. Dies kann Wellenlängen- und beleuchtungswinkelunabhängig erfolgen. Als Werkstoff kann Nickel, Stahl, Aluminium, Kupfer, Magnesium oder Silber zum Einsatz kommen. Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt kann komplett für das Beleuch- tungslicht absorbierend ausgeführt sein.
Eine Strukturierung nach Anspruch 3 kann zu einer Abführung unerwünschter Lichtanteile durch kontrollierte Streuung genutzt werden. Ein Struktur-Neigungswinkel von Strukturen eines entsprechend strukturierten
Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts kann einen Wert von bis zu 60° haben. Die Strukturierung kann durch eine Riffelung erfolgen. Die Riffelung kann in Bezug auf das Facetten- Anordnungszentrum radial und/oder tangential verlaufend ausgeführt sein. Die Oberfläche des Beleuchtungslicht- Fallenabschnitts kann zur Erzeugung der Streuwirkung für das Beleuchtungslicht komplett strukturiert sein.
Eine Mehrfachreflexionsstruktur nach Anspruch 4 führt zu einer effektiven Abführung unerwünschter Lichtanteile. Die Mehrfachreflexionsstruktur kann nach Art eines Labyrinths ausgeführt sein. Der Beleuchtungslicht- Fallenabschnitt kann komplett als Mehrfachreflexionsstruktur ausgeführt sein.
Lokale Fallen-Zielbereiche nach Anspruch 5 können speziell thermisch an Kühlkomponenten des zweiten Spiegelträgers angekoppelt sein. Zum kontrollierten Abführen nicht benötigter Beleuchtungslichtanteile können dann die ersten Facetten in ihrer jeweiligen Abführ- Kippstellung die nicht benötigten Lichtanteile gezielt zu den lokalen Fallen-Zielbereichen lenken. Die lokalen Fallen-Zielbereiche können durch absorbierende und/oder mehr- fach reflektierende Strukturen ausgebildet sein. Die lokalen Fallen- Zielbereiche können durch Absorptions-Zielorte beziehungsweise Absorptionsspots und/oder durch Hinterschneidungen mit Eintrittsöffnungen gebildet sein. Ein Neigungswinkel der geneigten Reflexionsfläche zur Trägerebene kann nach Anspruch 6 im Bereich zwischen 5° und 60° liegen und kann nach Anspruch 7 im Bereich zwischen 5° und 15°, im Bereich zwischen 15° und 30°, im Bereich zwischen 30° und 45°, im Bereich zwischen 45° bis 60° und beispielsweise im Bereich von 30° liegen. Eine in Bezug auf eine Trä-
gerebene des zweiten Spiegelträgers geneigte Fläche des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts kann alternativ oder zusätzlich auch für das Beleuchtungslicht abschnittsweise oder komplett absorbierend ausgeführt sein. Bei der Gestaltung einer Beleuchtungsoptik mit einem Beleuchtungslicht- Fallenabschnitt nach Anspruch 8 wird ein Bereich innerhalb der Anordnung der zweiten Facetten spezifisch für einen erhöhten Wärmetransport ausgerüstet. Bei derartigen Beleuchtungslicht-Fallenabschnitten kann es sich um Spezialfacetten oder um spezifische Bereiche innerhalb einer Fa- cettenanordnung des zweiten Facettenspiegels handeln. Es können alle der ersten Facetten des ersten Facettenspiegels zwischen mehreren Kippstellungen umkehrbar sein. Bei dem Fallen-Kühlkörper kann es sich um einen Kühlkörper handeln, der zu einem sonstigen Spiegel-Kühlkörper separat angeordnet ist, oder alternativ zum einen Abschnitt des Spiegel- Kühlkörpers.
Die Vorteile eines zweiten Facettenspiegels nach Anspruch 9, eines optischen Systems nach Anspruch 10 oder 1 1, einer Projektionsbelichtungsan- lage nach Anspruch 12, eines Herstellungsverfahrens nach Anspruch 13 und eines mikro- beziehungsweise nano strukturierten Bauteils nach Anspruch 14 entsprechen denjenigen, die vorstehend unter Bezugnahme auf die erfindungsgemäße Beleuchtungsoptik und das erfindungsgemäße Zu- ordnungs-Vorgabeverfahren bereits erläutert wurden. Bei dem Bauteil kann es sich um einen Halbleiterchip, insbesondere um einen Speicherchip han- dein.
Die Projektionsbelichtungsanlage kann einen Objekthalter mit einem Objektverlagerungsantrieb zur Verlagerung des abzubildenden Objektes längs einer Objektverlagerungsrichtung aufweisen. Die Projektionsbelichtungs-
anläge kann einen Waferhalter mit einem Waferverlagemngsantrieb zur Verlagerung eines Wafers, auf den eine Struktur des abzubildenden Objektes abzubilden ist, längs einer Bildverlagerungsrichtung aufweisen. Die Objektverlagerungsrichtung kann parallel zur Bildverlagerungsrichtung verlaufen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen: Fig. 1 schematisch und in Bezug auf eine Beleuchtungsoptik im Meridionalschnitt eine Projektionsbelichtungsanla- ge für die Mikrolithografie;
Fig. 2 eine Ansicht einer Facettenanordnung eines Feldfacet- tenspiegels der Beleuchtungsoptik der Projektionsbe- lichtungsanlage nach Fig. 1 in der Ausführung„Rechteckfeld"; in einer zu Fig. 2 ähnlichen Darstellung eine Facettenanordnung einer weiteren Ausführung eines Feldfacettenspiegels in der Ausführung„Bogenfeld";
Fig. 4 stark schematisch und beispielhaft eine Ansicht einer
Facettenanordnung auf einem gebrochen dargestellten Spiegelträger eines Pupillenfacettenspiegels der Beleuchtungsoptik der Projektionsbelichtungsanlage nach Fig. 1 , wobei von dem Spiegelträger randseitig lediglich ein Quadrant dargestellt ist und der Spiegelträger
randseitig einen umlaufenden Beleuchtungslicht- Fallenabschnitt aufweist;
Fig. 5 einen radialen Schnitt gemäß Linie V-V durch einen lokalen Fallen-Zielbereich einer Ausführung des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts, wobei der Fallen- Zielbereich als Absorptions-Zielort beziehungsweise Absorptionsspot ausgeführt ist; Fig. 6 einen Schnitt gemäß Linie VI- VI in Fig. 4, ausgeführt als Teilumfangsschnitt, durch eine weitere Ausführung eines Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts mit strukturierter Oberfläche, wobei als Strukturbeispiel eine radial verlaufende iffelung vorgesehen ist;
Fig. 7, 8A und 8B Schnitte gemäß den Linien VII- VII und VIII- VIII in
Fig. 4 durch zwei weitere Ausführungen des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts, jeweils ausgeführt als Mehrfachreflexionsstruktur;
Fig. 9 perspektivisch, schematisch und vergrößert, gesehen von einem Facetten- Anordnungszentrum her, eine weitere Ausführung eines lokalen Fallen-Zielbereichs für eine entsprechende Ausführung eines Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts im Bereich einer Hinterschnei- dung mit einer Beleuchtungslicht-Eintrittsöffnung;
Fig. 10 in einem gebrochenen Axialschnitt eine Ausführung eines Pupillenfacettenspiegels mit einer weiteren Aus-
führung eines Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts mit einer in Bezug auf eine Trägerebene des Spiegelträgers geneigten eflexionsfläche, die konisch um ein Facetten-Anordnungszentrum des Pupillenfacettenspiegels herum angeordnet ist; und
Fig. 1 1 eine weitere Ausführung einer Facetten- Anordnung eines Puppillenfacettenspiegels mit einem um die Facettenanordnung herum angeordneten Beleuchtungs- licht-Fallenabschnitt, der gebrochen im Bereich etwa des halben Umfangs um die Facettenanordnung gezeigt ist.
Eine Projektionsbelichtungsanlage 1 für die Mikrolithografie dient zur Herstellung eines mikro-beziehungsweise nano strukturierten elektronischen Halbleiter-Bauelements. Eine Lichtquelle 2 emittiert zur Beleuchtung genutzte EUV- Strahlung im Wellenlängenbereich beispielsweise zwischen 5 nm und 30 nm. Bei der Lichtquelle 2 kann es sich um eine GDPP- Quelle (Plasmaerzeugung durch Gasentladung, gas discharge produced plasma) oder um eine LPP-Quelle (Plasmaerzeugung durch Laser, laser produced plasma) handeln. Auch eine Strahlungsquelle, die auf einem Synchrotron oder einem Freie Elektronen Laser (FEL) basiert, ist für die Lichtquelle 2 einsetzbar. Informationen zu einer derartigen Lichtquelle findet der Fachmann beispielsweise in der US 6 859 515 B2. Zur Beleuchtung und Abbildung innerhalb der Projektionsbelichtungsanlage 1 wird EUV- Beleuchtungslicht beziehungsweise Beleuchtungsstrahlung in Form eines Abbildungslicht-Bündels 3 genutzt. Das Abbildungslicht-Bündel 3 durchläuft nach der Lichtquelle 2 zunächst einen Kollektor 4, bei dem es sich beispielsweise um einen genesteten Kollektor mit einem aus dem Stand der
Technik bekannten Mehrschalen- Aufbau oder alternativ um einen, dann hinter der Lichtquelle 2 angeordneten ellipsoidal geformten Kollektor handeln kann. Ein entsprechender Kollektor ist aus der EP 1 225 481 A bekannt. Nach dem Kollektor 4 durchtritt das EUV-Beleuchtungslicht 3 zu- nächst eine Zwischenfokusebene 5, was zur Trennung des Abbildungslicht- Bündels 3 von unerwünschten Strahlungs- oder Partikelanteilen genutzt werden kann. Nach Durchlaufen der Zwischenfokusebene 5 trifft das Abbildungslicht-Bündel 3 zunächst auf einen Feldfacettenspiegel 6. Der Feldfacettenspiegel 6 stellt einen ersten Facettenspiegel der Projektionsbelich- tungsanlage 1 dar. Der Feldfacettenspiegel 6 hat eine Mehrzahl von Feldfacetten, die auf einem ersten Spiegelträger 6a angeordnet sind.
Zur Erleichterung der Beschreibung von Lagebeziehungen ist in der Zeichnung jeweils ein kartesisches globales xyz-Koordinatensystem eingezeich- net. Die x- Achse verläuft in der Fig. 1 senkrecht zur Zeichenebene und aus dieser heraus. Die y-Achse verläuft in der Fig. 1 nach rechts. Die z-Achse verläuft in der Fig. 1 nach oben.
Zur Erleichterung der Beschreibung von Lagebeziehungen bei einzelnen optischen Komponenten der Projektionsbelichtungsanlage 1 wird in den nachfolgenden Figuren jeweils auch ein kartesisches lokales xyz- oder xy- Koordinatensy stem verwendet. Die jeweiligen lokalen xy-Koordinaten spannen, soweit nichts anderes beschrieben ist, eine jeweilige Hauptanordnungsebene der optischen Komponente, beispielsweise eine Reflexionse- bene, auf. Die x-Achsen des globalen xyz-Koordinatensystems und der lokalen xyz- oder xy-Koordinatensysteme verlaufen parallel zueinander. Die jeweiligen y- Achsen der lokalen xyz- oder xy-Koordinatensysteme haben einen Winkel zur y- Achse des globalen xyz-Koordinatensystems, die
einem Kippwinkel der jeweiligen optischen Komponente um die x- Achse entspricht.
Fig. 2 zeigt beispielhaft eine Facettenanordnung von Feldfacetten 7 des Feldfacettenspiegels 6 in der Ausführung„Rechteckfeld". Die Feldfacetten 7 sind rechteckig und haben jeweils das gleiche x/y- Aspektverhältnis. Das x/y-Aspektverhältnis kann beispielsweise 12/5, kann 25/4, kann 104/8, kann 20/1 oder kann 30/1 betragen. Die Feldfacetten 7 geben eine Reflexionsfläche des Feldfacettenspiegels 6 vor und sind in vier Spalten zu je sechs bis acht Feldfacettengmppen 8a, 8b gmppiert. Die Feldfacettengmppen 8a haben jeweils sieben Feldfacetten 7. Die beiden zusätzlichen randseitigen Feldfacettengmppen 8b der beiden mittleren Feldfacettenspalten haben jeweils vier Feldfacetten 7. Zwischen den beiden mittleren Facettenspalten und zwischen der dritten und vierten Facettenzeile weist die Facettenanordnung des Feldfacettenspiegels 6 Zwischenräume 9 auf, in denen der Feldfacettenspiegel 6 durch Haltespeichen des Kollektors 4 abgeschattet ist. Soweit eine LPP-Quelle als die Lichtquelle 2 zum Einsatz kommt, kann sich eine entsprechende Abschattung auch durch einen Zinntröpfchen-Generator ergeben, der benachbart zum Kollektor 4 angeordnet und in der Zeichnung nicht dargestellt ist.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausfühmng„Bogenfeld" eines Feldfacettenspiegels 6. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahme auf den Feldfacettenspiegel 6 nach Fig. 2 erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nur erläutert, soweit sie sich von den Komponenten des Feldfacettenspiegels 6 nach Fig. 2 unterscheiden.
Der Feldfacettenspiegel 6 nach Fig. 3 hat eine Feldfacettenanordnung mit gebogenen Feldfacetten 7. Diese Feldfacetten 7 sind in insgesamt fünf Spalten mit jeweils einer Mehrzahl von Feldfacettengruppen 8 angeordnet. Die Feldfacettenanordnung ist in eine kreisförmige Begrenzung des Spie- gelträgers 6a des Feldfacettenspiegels 6 eingeschrieben.
Die Feldfacetten 7 der Ausführung nach Fig. 3 haben alle die gleiche Fläche und das gleiche Verhältnis von Breite in x- ichtung und Höhe in y- Richtung, welches dem x/y-Aspektverhältnis der Feldfacetten 7 der Aus- führung nach Fig. 2 entspricht.
Die Feldfacetten 7 sind umstellbar zwischen jeweils mehreren verschiedenen Kippstellungen, zum Beispiel umstellbar zwischen drei Kippstellungen. Je nach Ausführung des Feldfacettenspiegels 6 können alle oder auch einige der Feldfacetten 7 auch zwischen zwei oder zwischen mehr als drei verschiedenen Kippstellungen umstellbar sein. Hierzu ist jede der Feldfacetten jeweils mit einem Aktor 7a verbunden, was in der Fig. 2 äußerst schematisch dargestellt ist. Die Aktoren 7a aller verkippbaren Feldfacetten 7 können über eine zentrale Steuereinrichtung 7b, die in der Fig. 2 eben- falls schematisch dargestellt ist, angesteuert werden.
Nach Reflexion am Feldfacettenspiegel 6 trifft das in Abbildungslicht- Teilbündel, die den einzelnen Feldfacetten 7 zugeordnet sind, aufgeteilte Abbildungslicht-Bündel 3 auf einen Pupillenfacettenspiegel 10. Das jewei- lige Abbildungslicht-Teilbündel des gesamten Abbildungslicht-Bündels 3 ist längs jeweils eines Abbildungslichtkanals geführt, der auch als Aus- leuchtungskanal bezeichnet ist.
Fig. 4 zeigt stark schematisch eine beispielhafte Facettenanordnung von Pupillenfacetten 1 1 des Pupillenfacettenspiegels 10. Der Pupillenfacetten- spiegel 10 stellt einen zweiten Facettenspiegel der Projektionsbelichtungs- anlage 1 dar. Die Pupillenfacetten 1 1 sind auf einer Trägerplatte 10a des Pupillenfacettenspiegels 10 angeordnet. Die Pupillenfacetten 1 1 sind auf dem Pupillenfacetten- Spiegelträger 10a um ein Facetten- Anordnungszentrum 12 angeordnet. Die Pupillenfacetten 1 1 sind um das Zentrum 12 herum zeilen- und spaltenweise in einem x/y-Raster angeordnet. Die Pupillenfacetten 1 1 haben quadratische Reflexionsflächen. Auch andere Formen von Reflexionsflächen sind möglich, zum Beispiel rechteckig, rund oder mehreckig, zum Beispiel sechseckig oder achteckig. Auch rautenförmig angeordnete Pupillenfacetten 1 1 sind möglich.
Jedem von einer der Feldfacetten 7 in einer der zum Beispiel drei Kippstel- lungen reflektierten Abbildungslicht-Teilbündel des EUV-Beleuchtungslichts 3 kann genau eine Pupillenfacette 1 1 zugeordnet sein, so dass jeweils ein beaufschlagtes Facettenpaar mit genau einer der Feldfacetten 7 und genau einer der Pupillenfacetten 1 1 den Abbildungslichtkanal für das zugehörige Abbildungslicht-Teilbündel des EUV-Beleuchtungslichts 3 vorgibt. In allen oder in bestimmten Kippstellungen der jeweiligen Feldfacette 7 ist dieser Feldfacette 7 also genau eine Pupillenfacette 1 1 zum Ablenken des EUV-Beleuchtungslichts 3 in Richtung dieser Pupillenfacette 1 1 zugeordnet. Die kanalweise Zuordnung der Pupillenfacetten 1 1 zu den Feldfacetten 7 erfolgt abhängig von einer gewünschten Beleuchtung durch die Projekti- onsbelichtungsanlage 1. Aufgrund der verschiedenenmöglichen Feldfacetten-Kippstellungen kann jede der Feldfacetten 7 also verschiedene Abbildungslichtkanäle vorgeben. Über die so vorgegebenen Ausleuchtungskanä-
le werden die Beleuchtungslicht-Teilbündel einander überlagernd in ein Objektfeld der Projektionsbelichtungsanlage 1 geführt.
Über den Pupillenfacettenspiegel 10 (Fig. 1) und eine nachfolgende, aus drei EUV-Spiegeln 13, 14, 15 bestehenden Übertragungsoptik 16 werden die Feldfacetten 7 in eine Objektebene 17 der Projektionsbelichtungsanlage 1 abgebildet. Der EUV-Spiegel 15 ist als Spiegel für streifenden Einfall (Grazing-Incidence- Spiegel) ausgeführt. In der Objektebene 17 ist ein Objekt in Form eines etikels 18 angeordnet, von dem mit dem EUV- Beleuchtungslicht 3 ein Ausleuchtungsbereich ausgeleuchtet wird, der mit dem Objektfeld 19 einer nachgelagerten Projektions optik 20 der Projektionsbelichtungsanlage 1 zusammenfällt. Der Ausleuchtungsbereich wird auch als Beleuchtungsfeld bezeichnet. Das Objektfeld 19 ist je nach der konkreten Ausführung einer Beleuchtungsoptik der Projektionsbelich- tungsanlage 1 rechteckig oder bogenförmig. Die Abbildungslichtkanäle werden im Objektfeld 19 überlagert. Das EUV-Beleuchtungslicht 3 wird vom Retikel 18 reflektiert. Das Retikel 18 wird von einem Objekthalter 21 gehaltert, der längs der Verlagerungsrichtung y mit Hilfe eines schematisch angedeuteten Objektverlagerungsantriebs 22 angetrieben verlagerbar ist.
Auf die Übertragungsoptik 16 kann verzichtet werden, sofern der Pupillenfacettenspiegel 10 direkt in einer Eintrittspupille der Projektionsoptik 20 angeordnet ist. Die Projektionsoptik 20 bildet das Objektfeld 19 in der Objektebene 17 in ein Bildfeld 23 in einer Bildebene 24 ab. In dieser Bildebene 24 ist ein Wafer 25 angeordnet, der eine lichtempfindliche Schicht trägt, die während der Projektionsbelichtung mit der Projektionsbelichtungsanlage 1 belichtet wird. Der Wafer 25, also das Substrat, auf welches abgebildet wird, wird
von einem Wafer- beziehungsweise Substrathalter 26 gehaltert, der längs der Verlagerungsrichtung y mit Hilfe eines ebenfalls schematisch angedeuteten Waferverlagerungsantriebs 27 synchron zur Verlagerung des Objekthalters 21 verlagerbar ist. Bei der Projektionsbelichtung werden sowohl das etikel 18 als auch der Wafer 25 in der y-Richtung synchronisiert gescannt. Die Projektionsbelichtungsanlage 1 ist als Scanner ausgeführt. Die Scanrichtung y ist die Objektverlagerungsrichtung.
Der Feldfacettenspiegel 6, der Pupillenfacettenspiegel 10 und die Spiegel 13 bis 15 der Übertragungsoptik 16 sind Bestandteile einer Beleuchtungsoptik 28 der Projektionsbelichtungsanlage 1. Gemeinsam mit der Projektionsoptik 20 bildet die Beleuchtungsoptik 28 ein Beleuchtungssystem der Projektionsbelichtungsanlage 1. Eine jeweilige Gruppe von Pupillenfacetten 1 1 , die über entsprechende Ausleuchtungskanäle zugeordnete Feldfacetten 7 mit dem Beleuchtungslicht 3 beaufschlagt werden, definiert ein jeweiliges Beleuchtungssetting, also eine Beleuchtungswinkelverteilung bei der Beleuchtung des Objektfeldes 19, die über die Projektionsbelichtungsanlage 1 vorgegeben werden kann. Durch Umstellung der Kippstellungen der Feldfacetten 7 kann zwischen verschiedenen derartigen Beleuchtungssettings gewechselt werden. Beispiele derartiger Beleuchtungssettings sind beschrieben in der WO 2014/075902 AI und in der WO 201 1/154244 AI . Am Pupillenfacetten-Spiegelträger randseitig angeordnete Maximalwinkel- Pupillenfacetten 1 I M geben, soweit diese vom Beleuchtungslicht 3 beaufschlagt sind, maximal von einer Hauptstrahl-Inzidenz des Beleuchtungslichts 3 auf dem Objektfeld 19 abweichende, maximale Beleuchtungswinkel des Beleuchtungslichts 3 vor. Bei der Hauptstrahl-Inzidenz auf dem
Objektfeld 19 handelt es sich um den Einfallswinkel eines Hauptstrahls des Beleuchtungslichts 3, insbesondere des Hauptstrahls eines zentralen Objektfeldpunktes, auf dem Objektfeld 19. Die Maximalwinkel-Pupillenfacetten 1 IM geben einen Wert eines Beleuchtungswinkelparameters sigma von 1 vor. 90 % der Energie der hierüber eingestellten Beleuchtungswinkelverteilung liegen dann innerhalb eines Kreises vor, dessen minimaler Radius durch die gesamte Eintrittspupille der Projektionsoptik 20 vorgegeben ist. Die Maximalwinkel-Pupillenfacetten 1 1M sind diejenigen Pupillenfacetten 1 1 mit in der jeweiligen Umfangsposition größtem Abstand zum Facetten- Anordnungszentrum 12. Bei der regelmäßigen Rasteranordnung nach Fig. 4 liegen alle Pupillenfacetten 1 1 innerhalb eines Kreises mit An- ordnungs-Maximalradius RM. Die Maximalwinkel-Pupillenfacetten 1 1M haben an ihrer jeweiligen Umfangsposition um das Anordnungszentrum 12 jeweils den kleinsten Abstand zum Anordnungs-Maximalradius RM.
Der Pupillenfacetten- Spiegelträger 10a hat randseitig umlaufend einen Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29, dessen Abstand zum Facetten- Anordnungszentrum 12 größer ist als ein Abstand der Maximalwinkel- Pupillenfacetten 1 1M zum Facetten- Anordnungszentrum 12. Der Beleuch- tungslicht-Fallenabschnitt 29 ist vollumlaufend um das Facetten- Anordnungszentrum 12 als Teil des Pupillenfacetten-Spiegelträgers 10a ausgeführt. Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 umgibt die gesamte Facettenanordnung des Pupillenfacettenspiegels 10, liegt also in radialer Richtung vom Zentrum 12 aus gesehen außen.
Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 dient zum kontrollierten Abführen von Beleuchtungslicht 3, das zur Beleuchtung des Objektfeldes 19 momentan nicht genutzt wird. Derart nicht genutzte Beleuchtungslichtanteile können beispielsweise von den Feldfacetten 7 in einer Abführ-
Kippstellung hin zum Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 gelenkt werden.
Bei einer ersten Ausführung ist der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 zumindest bereichsweise für das Beleuchtungslicht 3 absorbierend ausgeführt.
Zum kontrollierten Abführen eines Teilbündels des Beleuchtungslichts 3 wird die zu dem zugeordneten Ausleuchtungskanal gehörende Feldfacette 7 so verkippt, dass dieses Beleuchtungslicht-Teilbündel hin zum absorbierenden Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 geführt wird. Eine unerwünschte Streuung des abzuführenden Beleuchtungslichts 3 hin zum Objektfeld 19 wird hierdurch vermieden. Die absorbierende Wirkung des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 kann durch eine entsprechende absorbierende Beschichtung herbeigeführt werden. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, die absorbierende Wirkung über eine entsprechende Werkstoffauswahl des Beleuchtungslicht- Fallenabschnitts 29 zu gewährleisten. Hierzu kann der Beleuchtungslicht- Fallenabschnitt 29 beispielsweise aus Kupfer ausgeführt sein.
Bei einer weiteren, alternativ oder zusätzlich möglichen Ausführung des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 ist dessen Oberfläche zur Erzeugung einer Streuwirkung für das Beleuchtungslicht 3 zumindest bereichsweise strukturiert. Fig. 6 zeigt eine derartige strukturierte Ausführung der Oberfläche des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29. Eine Schnittlinie der Fig. 6 läuft in Umfangsrichtung durch den Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 um das Facetten- Anordnungszentrum 12 herum. Die Strukturierung der Oberfläche ist gebildet als radial verlaufende Riffe lung. Ein Struktur-
Neigungswinkel α zwischen einer Strukturflanke 30 dieser iffelung zu einer Trägerebene 31 des Pupillenfacetten-Spiegelträgers 10a liegt im Bereich zwischen 10° und 60° und liegt im dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 bei 52,5°. Eine Strukturperiode S der Riffelstruktur liegt im Bereich zwischen 0,5 mm und 5mm.
Die geriffelte Ausführung des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 führt zu einer gezielten Streuung abzuführenden Beleuchtungslichts 3 so, dass dieses ebenfalls nicht unerwünscht hin zum Objektfeld 19 gelangen kann. Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführung des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29, die ebenfalls alternativ oder zusätzlich zu den vorstehend erläuteten Varianten zum Einsatz kommen kann. Bei der Ausführung nach der Fig. 7 hat der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 umlaufend um das Facetten- Anordnungszentrum 12 einen Fallen-Eintrittskanal 32. Beleuch- tungslicht (vgl. die beispielhaften Strahlwege 3i, 32 und 33 in der Fig. 7), welches durch den Fallen-Eintrittskanal 32 eintritt, erfährt eine Mehrfach- reflexion innerhalb eines torusförmigen Fallenkörpers 33 des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 nach Fig. 7. Der Fallenkörper 33 kann von einem ebenfalls umlaufenden Tragrahmen 34 des Pupillenfacetten- Spiegelträgers 10a getragen werden, der in der Fig. 7 mit einer gepunkteten Linie dargestellt und in der dargestellten Ausführung im Querschnitt in etwa rautenförmig ist.
Eine Innenwand des Fallenkörpers 33 kann wiederum für das Beleuch- tungslicht 3 absorbierend ausgeführt sein. Dies kann wiederum über eine Beschichtung, über eine Strukturierung und/oder über eine Werkstoffaus- wahl erfolgen.
Fig. 8A zeigt eine weitere Ausführung einer Mehrfachreflexionsstruktur, die bei einer entsprechenden Ausführung des Beleuchtungs-Fallen- abschnitts 29 zum Einsatz kommen kann. Komponenten und Bezugsziffern, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 7 und insbesonde- re unter Bezugnahme auf die Fig. 7 bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
Ein Fallenkörper 33 des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 nach Fig. 8 ist wiederum umlaufend um das Facetten- Anordnungszentrum 12 des hiermit ausgerüsteten Pupillenfacettenspiegels 10 ausgeführt. In der wiederum radial geführten Schnittdarstellung nach Fig. 8 hat der umlaufende Fallenkörper 33 eine gebogene Sacknutgestaltung. Je nach Ausführung des Fallenkörpers 33 nach Fig. 8 kann eine Biegung dieser Sacknutgestaltung hin zum Facetten- Anordnungszentrum 12 oder von diesem weg ausgeführt sein. Die Sacknutgestaltung bewirkt wiederum eine Mehrfachreflexion von durch den Fallen-Eintrittskanal 32 eindringenden Strahlen 3i, 32 und 33 des Beleuchtungslichts 3.
Fig. 8B zeigt eine weitere Ausführung einer Mehrfachreflexionsstruktur, die bei einer entsprechenden Ausführung des Beleuchtungs-Fallenab- schnitts 29 zum Einsatz kommen kann. Komponenten und Bezugsziffern, die vorstehend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 7, 8A und die insbesondere unter Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8A bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
In der Fig. 8B ist ähnlich wie in den Fig. 7 und 8A der Querschnitt eines umlaufenden Fallenkörpers angedeutet, der als im Querschnitt im Wesentlichen V-förmige Umfangsnut mit zwei diesen V-Querschnitt quer erwei-
ternden hohlen Umfangsrippen ausgeführt ist. Licht, welches von oben in den Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 nach Fig. 8B einfällt, wird mehrfach am V-Querschnitt und/oder innerhalb der Quer-Rippen reflektiert und dabei absorbiert und abgeführt.
Die vorstehend erläuterten Ausführungen des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 sind jeweils so ausgeführt, dass deren beleuchtungslicht- abführende Wirkung um den gesamten Umfangsverlauf des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 herum gleichmäßig ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 zumindest einige lokale Fallen-Zielbereiche aufweisen.
Anhand der Fig. 4 und 5 wird nachfolgend eine erste Ausführung eines solchen lokalen Fallen-Zielbereichs 35 beschrieben. Der Fallen-Zielbereich 35 hat einen lokalen Absorptions-Zielort 36, der auch als Absorptionsspot bezeichnet ist. Am Absorptions-Zielort 36 ist in den Beleuchtungslicht- Fallenabschnitt 29 ein Absorptionskörper 37 eingelassen. Dieser ist aus einem für das Beleuchtungslicht 3 absorbierenden Material. Der Absorptionskörper 37 steht in termischem Kontakt mit einem Kühlkörper 38 des Pupillenfacetten- Spiegelträgers 10a. Letzterer kann lokal jeweils einem der Absorptionskörper 37 zugeordnet sein oder insgesamt umlaufend um das Facetten- Anordnungszentrum 12 vorliegen.
Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 kann eine Mehrzahl derartiger Fallen-Zielbereiche 35 aufweisen, zum Beispiel acht, zehn, zwanzig, fünfundzwanzig, dreißig, vierzig oder fünfzig derartiger Fallen-Zielbereiche 35. Auch eine noch größere Anzahl derartiger Fallen-Zielbereiche 35 ist möglich. Auch eine kleinere Anzahl derartiger Fallen-Zielbereiche, zum Beispiel vier oder sechs Fallen-Zielbereiche, ist möglich.
Der Kühlkörper 38 kann eine passive und/oder eine aktive Kühlung des Absorptionskörpers 37 bereitstellen. Bei der aktiven Kühlung kann es sich um eine Fluidkühlung, also um eine Kühlung auf Basis eines Gases und/oder einer Flüssigkeit als Wärmeträgermedium handeln. Bei der passiven Kühlungsvariante kann der Kühlkörper 38 an eine Umgebung des Pupillenfacetten-Spiegelträgers 10a über Bereiche vergrößerter Oberfläche, beispielsweise über Kühlrippen, thermisch angekoppelt sein. Fig. 9 zeigt eine weitere mögliche Gestaltung eines Fallen-Zielbereichs 39 in einer perspektivischen, schematischen Ansicht, die aus einer Blickrichtung im Wesentlichen um das Facetten- Anordnungszentrum 12 her erfolgt. Eine ebenfalls schematische Aufsicht des Fallen-Zielbereichs 39 zeigt die Fig. 4.
Der Fallen-Zielbereich 39 umfasst eine Fallen-Eintrittsöffnung 40, die im Bereich einer Hinterschneidung 41 des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 ausgeführt ist. Ein Fallen-Lichtweg eines Beleuchtungslichtstrahls 3i im Fallen-Zielbereich 39 ist in der Fig. 9 gepunktet dargestellt. Der Beleuch- tungslichtstrahl 3i tritt durch die Fallen-Eintrittsöffnung 40 in den Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 ein und erfährt zunächst eine Reflexion an einem um das Facetten- Anordnungszentrum 12 umlaufenden Nutgrundabschnitt 42 des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 und wird dann an der Hinterschneidung 41 des Fallen-Zielbereichs 39 absorbiert.
Fig. 10 zeigt eine weitere Ausführung eines Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29. Komponenten, die denjenigen entsprechen, die vorstehend unter Bezugnahem auf die Fig. 1 bis 9 bereits erläutert wurden, tragen die gleichen Bezugsziffern und werden nicht nochmals im Einzelnen erläutert.
Die Fig. 10 zeigt den Pupillenfacettenspiegel 10 in einer sowohl außen als auch im Bereich einer inneren Facettenanordnung 43 gebrochenen Darstellung. Die Facettenanordnung 43 des Pupillenfacettenspiegels 10 nach Fig. 10 hat einen Durchmesser D, der tatsächlich wesentlich größer ist als in der Fig. 10 dargestellt.
Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 ist bei der Ausführung nach Fig. 10 als eine in Bezug auf die Trägerebene 31 des Pupillenfacetten- Spiegel- trägers 10a geneigte Reflexionsfläche 44 ausgeführt. Ein Neigungswinkel ß der geneigten Reflexionsfläche 44 zur Trägerebene 31 liegt im Bereich von 30°. Auch andere Neigungswinkel im Bereich zwischen 5° und 60° sind möglich. Die Reflexionsfläche 44 des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 ist konisch um das Facetten- Anordnungszentrum 12 herum angeordnet.
Fig. 10 zeigt Strahlengänge verschiedener Beleuchtungslicht-Einzelstrahlen, die jeweils ausgehend von einer bestimmten Feldfacette 7 hin zum Pupillenfacettenspiegel 10 gelenkt werden. Der Einzelstrahl 31 wird zur Beleuchtung des Objektfeldes 19 genutzt und von einer bestimmten Pupillenfacette 1 1 der Pupillenfacettenanordnung 43 hin zum Objektfeld 19 reflektiert. Der Beleuchtungslicht-Einzelstrahl 32 wird von der geneigten Reflexionsfläche 44 des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 so reflektiert, dass er das Objektfeld 19 nicht erreicht, sondern, beispielsweise über einen im Strahlengang des Einzelstrahls 32 angeordneten Absorptionskörper absorbiert. Entsprechendes gilt für den weiteren Beleuchtungslicht-Einzelstrahl 33, der ebenfalls nicht zur Beleuchtung des Objektfeldes 19 genutzt
wird, sondern durch Reflexion an der geneigten Reflexionsfläche 44 kontrolliert abgeführt wird.
Fig. 1 1 zeigt eine weitere Ausführung einer Facettenanordnung 43 des Pu- pillenfacettenspiegels 10. Dort stellt das Facetten- Anordnungszentrum 12 nicht das geometrische Zentrum der Facettenanordnung 43 dar. Bei der Beurteilung, ob ein Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 29 bei der Ausführung des Pupillenfacettenspiegels 10 nach Fig. 1 1 einen Abstand zum Facetten-Anordnungszentrum 12 aufweist, der größer ist als ein Abstand ei- ner Maximalwinkel-Pupillenfacette 1 1 M zum Facetten- Anordnungszentrum 12 ist, wird der Abstand des Beleuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 längs des Radius RM der jeweiligen Maximalwinkel-Pupillenfacette 1 IM herangezogen. Dieser Abstand längs des Radius RM ist, anders als näherungsweise bei der Ausführung nach Fig. 4, über den gesamten Umfang des Be- leuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 nicht konstant.
Anhand der Fig. 4 werden nachfolgend noch zwei weitere Ausführungen von Beleuchtungslicht-Fallenabschnitten 45, 46 erläutert, die alternativ oder zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen Ausführungen des Be- leuchtungslicht-Fallenabschnitts 29 zum kontrollierten Abführen des Beleuchtungslichts 3 genutzt werden können. Bei diesen weiteren Beleuchtungslicht-Fallenabschnitten 45, 46 ist deren Abstand zum Facetten- Anordnungszentrum 12 höchstens so groß wie ein Abstand einer Maximalwinkel-Pupillenfacette 1 1 M zum Facetten- Anordnungszentrum 12.
Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 45 ist als Gruppe von Spezial- Pupillenfacetten 1 ls ausgeführt, bei denen es sich gleichzeitig um Maximalwinkel-Facetten 1 1M handeln kann. Diese Spezialfacetten I is sind zum Abführen von Wärmeenergie thermisch an einen Fallen-Kühlkörper ange-
koppelt. Dies kann genauso geschehen, wie vorstehend im Zusammenhang mit dem Fallen-Zielbereich 35 nach den Fig. 4 und 5 erläutert. Anstelle des Absorptionskörpers 37 tritt dann die Spezialfacette 1 ls, die thermisch an den Fallen-Kühlkörper 38 angekoppelt ist. Mögliche Anordnungsbeispiele für die Spezialfacetten 1 1 s sind in der Fig. 4 durch angekreuzte Pupillenfacetten 1 1 angedeutet. Auch andere Anordnungen für die Spezialfacetten 1 ls sind möglich, beispielsweise in nicht durch Beleuchtungsfacetten belegten Zwischenbereichen innerhalb der Pupille, zum Beispiel direkt benachbart den in der Fig. 4 angekreuzten Pupillenfacetten 1 1 oder im Be- reich des Facetten- Anordnungszentrums 12.
Der Beleuchtungslicht-Fallenabschnitt 46 ist als spezifischer Fallenbereich als Bestandteil der Facettenanordnung 43 ausgeführt. Dieser spezifische Fallenbereich 46 kann die Fläche einer Mehrzahl von Pupillenfacetten 1 1 und beispielsweise einer Mehrzahl von Maximalwinkel-Pupillenfacetten 1 1M einnehmen. Der Fallen-Spezialbereich 46 ist wiederum zum Abführen von Wärmeenergie thermisch an einen Fallen-Kühlkörper nach Art des Kühlkörpers 38 nach Fig. 5 angekoppelt. Mögliche Anordnungen von Fallen-Spezialbereichen 46 sind in der Fig. 4 durch gestrichelte Umfangslinien angedeutet.
Zur kontrollierten Lichtabführung über die Beleuchtungslicht-Fallenabschnitte 45, 46 werden wiederum Feldfacetten 7 gesteuert so verkippt, dass das abzuführende Beleuchtungslicht 3 über diese Feldfacetten 7 auf die Beleuchtungslicht-Fallenabschnitte 45, 46 trifft und dort absorbiert wird.
Mithilfe der vorstehend erläuterten Beleuchtungslicht-Fallenabschnitte können auch unerwünschte längerwellige Lichtanteile kontrolliert abgeführt werden. Bei der Projektionsbelichtung werden zunächst das etikel 18 und der
Wafer 25, der eine für das Beleuchtungslicht 3 lichtempfindliche Beschich- tung trägt, bereitgestellt. Durch Vergleich der eingestellten Ist- Beleuchtungsparameter mit Sollwerten wird entschieden, ob Teile des Beleuchtungslichts 3 über die jeweilige Ausführung eines Beleuchtungslicht- Fallenabschnitts 29, 45 und/oder 46 abgeführt werden soll. Sobald eine derartige kontrollierte Abführung des Beleuchtungslichts 3 erfolgen soll, werden die hierfür ausgewählten Feldfacetten 7 so verkippt, dass das hierüber geführte Beleuchtungslicht 3 hin zu den Beleuchtungslicht-Fallenabschnitten 29, 45 beziehungsweise 46 gelenkt wird. Anschließend wird ein Abschnitt des Retikels 18 auf den Wafer 25 mit Hilfe der Projektions- belichtungsanlage 1 projiziert. Schließlich wird die mit dem Beleuchtungslicht 3 belichtete lichtempfindliche Schicht auf dem Wafer 25 entwickelt. Auf diese Weise wird ein mikro- beziehungsweise nano strukturiertes Bauteil, beispielsweise ein Halbleiterchip, hergestellt.