Mähfadenspule für eine Motorsense, sowie mit einer solchen Mähfadenspule ausgestatteter oder als solche Mähfadenspule ausgebildeter Schneidkopf der Motorsense Die Erfindung betrifft eine Mähfadenspule zur im Mähbetrieb bewegbaren Anbringung an einem Schneidkopf einer Motorsense gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , ferner einen mit einer solchen Mähfadenspule ausgerüsteten Schneidkopf der Motorsense und einen insgesamt als derartigen Mähfadenspule ausgebildeten Schneidkopf der Motorsense.
Motorsensen der gattungsgemäßen Art werden zum Beschnitt von schlecht erreichbaren Rasenstücken, aber auch Unterholz und dergleichen eingesetzt, wobei leistungsstarke, benzinbetriebene Motorsensen und im leistungsmäßig etwas darunter angesiedelten Segment Elektrosensen, Rasentrimmer und Freischneider unter den Oberbegriff Motorsense fallen.
Derartige Motorsensen werden üblicherweise mit Mähfadenspulen am Schneidkopf ausgerüstet, wobei das Schneidwerkzeug durch einen Faden ausgebildet ist, der auf eine Spule aufgewickelt ist und bei per Motor drehbewegter Spule an seinen aus der Spule herausragenden, freien Enden durch die Fliehkraft nach radial außen gezogen wird. Derartige Mähfaden bestehen in der Regel aus Kunststoff und verschleißen im Mähbetrieb relativ schnell, weshalb auf den Nähfadenspulen der gattungsgemäßen Art deutlich mehr Faden aufgenommen ist, als von der Fadenspule als Schneidwerkzeug absteht. Ist das als Schneidwerkzeug dienende Fadenstück verschlissen, wird einfach ein weiteres Fadenstück nachgezogen, welches dann als neues Schneidwerkzeug dient, bis es ebenfalls verschlissen ist und das nächste Fadenstück nachgezogen wird und so weiter. Derartige Mähfadenspulen weisen zumeist zwei Fadenstränge auf, deren beiden freien Enden um 180° versetzt aus dem Schneidkopfgehäuse geführt sind. Die Länge des Mähfadens kann dabei beispielsweise zwischen zwei und vier Meter betragen.
Es gibt dabei Motorsensen-Schneidköpfe, die ein mehrteiliges Gehäuse aufweisen, in dem eine als Verschleißteil austauschbare Mähfadenspule aufgenommen ist. Ist der Mähfaden zu Ende, so öffnet man das Gehäuse und entnimmt die alte Mähfadenspule und ersetzt sie durch eine neue. Andere Schneidköpfe sind insgesamt als Mähfadenspule ausgebildet und stellen insgesamt das Verschleißteil dar.
Ein gängiges Problem dabei ist es, dass nicht ohne Weiteres feststellbar ist, welche Mähfadenlänge noch vorhanden ist. Bei einem mehrteiligen Gehäuse, in dem die Spule aufgenommen ist, muss zuerst das Gehäuse zerlegt werden, um dann an die Spule zu gelangen und dann zu schauen, wie viel Faden noch da ist. Bei einem nicht zerlegbaren, insgesamt als Mähfadenspule ausgebildeten Schneidkopf gelingt das gar nicht. Oft hat man aber bei Trimm- oder Freischneidearbeiten oder dergleichen keine Ersatzfadenspule zur Hand, so dass die Arbeiten unterbrochen und eine neue Mähfadenspule nachbestellt oder gekauft werden muss, bevor weitergearbeitet werden kann.
Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, diesen Nachteil bei herkömmlichen Mähfadenspulen beziehungsweise Schneidköpfen von Motorsensen zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Mähfadenspule mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, hinsichtlich des Schneidkopfs mit den Merkmalen des Anspruchs 13 oder 14.
Erfindungsgemäß wird eine Mähfadenspule zur im Mähbetrieb dreh beweg baren Anbringung an einem Schneidkopf einer Motorsense, insbesondere eines Rasentrimmers oder eines Freischneiders vorgeschlagen, wobei die Mähfadenspule als austauschbares Verschleißteil ausgebildet ist. Drehbewegbare Anbringung an einem Schneidkopf an einer Motorsense, wobei die Mähfadenspule als austauschbares Verschleißteil ausgebildet ist, bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Mähfadenspule an einem Rahmen, Gehäuse oder
dergleichen des Schneidkopfs anbringbar sein kann und mit diesem zusammen den Schneidkopf bildet oder dass die Mähfadenspule insgesamt, beispielsweise einstückig mit dem entsprechenden Gehäuse den Schneidkopf bildet. Auf die Mähfadenspule ist dabei eine Anzahl, bevorzugt zwei Mähfadenstränge, aufgewickelt, so dass jedes freie Fadenende im Mähbetrieb per Fliehkraft nach radial außen gezogen wird und dass durch die Drehbewegung im Mähbetrieb gestraffte, nahe des jeweiligen Fadenendes liegende Fadenstück Pflanzenhalme abschlagen kann, wobei jeder Mähfadenstrang eine größere Länge aufweist als das jeweilige, im Mähbetrieb gestraffte Fadenstück am Fadenende, so dass jeder Mähfadenstrang nach Verschleiß des Fadenstücks am Fadenende zur Verlängerung einer mit der Mähfadenspule erzielbaren Mähdauer nachziehbar ist. Die erfindungsgemäße Mähfadenspule zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest einer, vorzugsweise jeder der Anzahl Mähfadenstränge in einem sich ausgehend vom freien Ende des jeweiligen Mähfadenstrangs erstreckenden Normalverbrauchsabschnitt ein anderes Aussehen hat als in einem erst danach nachziehbaren, näher am Anknüpfungspunkt an die Mähfadenspule gelegenen Reserveabschnitt. Dadurch erhält der Benutzer einen Hinweis, wenn sich das Ende der Gebrauchsdauer der Mähfadenspule nähert und kann dann Nachschub besorgen, bevor die Mähfadenspule ausgetauscht werden muss. Lästige Stillstandszeiten können dann entfallen.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche. So kann sich der Reserveabschnitt ausgehend vom Anknüpfungspunkt an die Mähfadenspule in Richtung zum freien Ende hin erstrecken, mit anderen Worten, sich ganz am anknüpfungspunktseitigen Ende des jeweiligen Mähfadenstrangs befinden.
Zwischen dem Reserveabschnitt und dem Normalverbrauchsabschnitt kann noch ein weiterer, als Vorwarnung, dass nun bald der Reserveabschnitt erreicht ist, dienender Warnabschnitt vorgesehen sein, in dem der Mähfadenstrang wiederum ein anderes Aussehen aufweist als in seinem Reserveabschnitt und Normalverbrauchsabschnitt.
Dabei gelingt eine Variation des Aussehens, also der vom Benutzer wahrnehmbaren Optik des Mähfadenstrangs besonders einfach durch eine farbliche Markierung, wenn also die Abschnitte des jeweiligen Mähfadenstrangs farblich variieren.
Der Reserveabschnitt des Mähfadens kann dabei eingefärbt sein. Vorzugsweise weist er eine Warnfarbe auf, insbesondere rot. Weiterhin bevorzugt ist die Färbung dabei so intensiv, dass sie auch im Betrieb der Motorsense wahrgenommen werden kann. Weiterhin bevorzugt ist auch der Normalverbrauchsabschnitt eingefärbt, und zwar vorteilhaft in einer sich stark von der Einfärbung im Normalverbrauchsabschnitt abhebenden Farbe, insbesondere grün, welches sich auf der anderen Seite des Farbenkreises wie rot befindet, so dass ein Erreichen des Reserveabschnitts aufgrund des starken Kontrastes deutlich wahrnehmbar ist. Der Warnabschnitt kann dabei in einer Zwischenfarbe eingefärbt sein, zum Beispiel gelb oder orange, so dass sich eine Art„Ampel" ergibt.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt eine perspektivische Ansicht eine in einem Schneidkopfgehäuse aufgenommenen Mähfadenspule 1 bei zur Veranschaulichung der Erfindung vollständig abgewickelten, um 180° versetzt zueinander durch eine Fadenöffnung in einer umfangsseitigen Wand des Schneidkopfgehäuses geführten Mähfadensträngen 2. Die Mähfadenstränge 2 weisen dabei jeweils einen rot eingefärbten Reserveabschnitt 5, einen orange eingefärbten Warnabschnitt 4 und einen grün eingefärbten Normalverbrauchsabschnitt 3 auf.
Wenn im Mähbetrieb nach einiger Zeit bei Nachziehen der Mähfadenstränge 2 der rot eingefärbte Reserveabschnitt 5 erreicht wird, signalisiert das, dass alsbald eine Ersatzfadenspule besorgt werden sollte, so dass das Ende des Mähfadens nicht während des laufenden Mähbetriebs erreicht wird und keine lästige Stillstandszeit auftritt. Das Erreichen des dem Reservewarnabschnitt 5 vorgeschalteten, orange eingefärbten Warnabschnitts 4 gibt schon vor Erreichen des eigentlichen
Reserveabschnitts 5 eine entsprechende Vorwarnung.
Beispielsweise können die beiden Mähfadenstränge 2 auf dem ersten, den Normalverbrauchsabschnitt 3 bildenden Meter grün eingefärbt sein, auf dem den Warnabschnitt 4 bildenden, zweiten Meter orange und auf dem letzten, den Reserveabschnitt 5 bildenden Meter rot.
Abwandlungen und Modifikationen der gezeigten Ausführungsform sind möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.