Transportbehälter für eine Sortiervorrichtung
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Transportbehälter für eine Sortiervorrichtung. Die vorliegende Erfindung betrifft des weiteren eine Sortiervorrichtung. Die vorliegende Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren zum Betreiben einer Sortiervorrichtung.
Stand der Technik
Als Sortiervorrichtung für Waren sind sogenannte Split-Tray-Sorter, d.h. Stückgutsortierer bekannt, welche in der Regel ein angetriebenes, endloses Förderband umfassen, das entlang einem festen Gestell eine geschlossene und meist waagerechte Strecke durchläuft. Ferner ist die Sortiervorrichtung mit einer Anzahl von zueinander beabstandeten Transportbehältern versehen.
Die Sortiervorrichtung wirkt herkömmlicherweise mit einer Zufuhr der zu sortierenden Waren und einer Ablieferstation zum Abwerfen der in einem Transportbehälter gesammelten Waren zusammen. Derartige Sortiervorrichtungen werden in Distributionssystemen eingesetzt, bei welchen bestimmte zu sortierende und in einer bestimmten Zusammenstellung zusammenzufügende Warenparteien transportiert werden, um an bestimmte Distributionskanäle abgeliefert zu werden.
Ein solcher Split-Tray-Sorter ist für kleine und leichte Pakete oder Stückgüter einsetzbar. Für vorstehend genannte Split Tray-Sorter existieren eine Mehrzahl unterschiedlicher Öffnungsund Schließmechanismen. Herkömmlicherweise wird ein
Riegel geöffnet und die Tray-Hälften fallen und öffnen sich. Dabei öffnet sich eine Tray- Hälfte in Fahrtrichtung und die andere Tray-Hälfte gegen die Fahrtrichtung. Die Tray- Hälften werden auch als Tragschalen bezeichnet.
Die DE 102013017314 A1 offenbart einen Transportbehälter für eine Sortiervorrichtung für Waren mit drehbeweglichen Klappen. Eine geschlossene Position der Klappen wird durch eine Verriegelungsvorrichtung sichergestellt.
Die DE 696 11 740 T2 offenbart eine Vorrichtung zum Sortieren von Produkten mit Transportelementen, die entlang einer Transportbahn bewegbar sind. Schwenkbare Produktträger können ein Produkt tragen oder durch einen Schwenk gezielt nach unten
freigeben. Durch einen Verriegelungshaken wird der Produktträger in einer horizontalen Ausrichtung gehalten.
Demzufolge besteht ein Bedarf, bestehende Transportbehälter weiterzuentwickeln.
Offenbarung der Erfindung
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst; Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der Beschreibung.
Ein Aspekt betrifft einen Transportbehälter für eine Sortiervorrichtung, welcher entlang einer Förderbahn verfahrbar ist, mit einem Traggestell, an welchem eine erste Tragschale und eine zur ersten Tragschale in Förderrichtung des Transportbehälters nachfolgende zweite Tragschale drehbeweglich gelagert sind.
Drehbeweglich kann bedeuten, das die erste Tragschale und die zweite Tragschale jeweils um eine Achse verschwenkbar sind, welche senkrecht zur Förderrichtung angeordnet ist. Die Förderrichtung ist die Richtung, in welche die Transportbehälter entlang der Förderbahn der Sortiervorrichtung gefördert werden und/oder förderbar sind.
Die Tragschalen sind durch eine Stellvorrichtung zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Transportstellung zum Transportieren einer Last und einer im Wesentlichen vertikalen Kippstellung zum Abwerfen der Last drehbeweglich. Die Stellvorrichtung weist einen mit der ersten Tragschale verbundenen ersten Stellhebel und einen mit der zweiten Tragschale verbundenen zweiten Stellhebel auf. Der erste Stellhebel und/oder der zweite Stellhebel sind in der Transportstellung und/oder Kippstellung in einer eine Sperrsteilung bildenden Übertotpunktstellung angeordnet.
In einer Ausgestaltung wird zur Überführung der Tragschale aus der Transportstellung in die Kippstellung ein Schwerpunkt der Tragschale und/oder ein Schwerpunkt eines mit der Tragschale verbundenen Stellhebels zunächst angehoben und anschließend abgesenkt.
In einer Ausgestaltung wird durch die vorliegende Erfindung eine Möglichkeit zur Sicherung des Transportbehälters in der Transportstellung bereitgestellt. Während des Verfahrens entlang der Förderbahn ist sicherzustellen, dass der Transportbehälter die Transportstellung verlässt und die Kippstellung einnimmt, was bislang durch separate Sicherungsmittel, beispielsweise einen Sicherungsriegel, gewährleistet wird. Die vorliegende Erfindung stellt einen vereinfachten Sicherungsmechanismus dar, welcher die Gewichtskraft der beteiligten Elemente wie der Tragschale (mitsamt dem Gewicht der Last) oder des Stellhebels ausnutzt. Die Kinematik ist daher selbstsichernd ausgebildet.
Eine Idee der vorliegenden Erfindung ist es, einen Transportbehälter für eine Sortiervorrichtung bereitzustellen, bei welchem der erste Stellhebel und/oder der zweite Stellhebel in der Transportstellung und/oder der Kippstellung in einer eine Sperrsteilung bildenden Übertotpunktstellung angeordnet werden können. Dadurch kann in vorteilhafter weise in der Transportstellung der ersten Tragschale und der zweiten Tragschale eine Sicherung gegen ein ungewolltes durch eine Gewichtskraft der Last bedingtes Öffnen der Tragschalen ermöglicht werden.
Dabei kann die Übertotpunktstellung bedeuten, dass z.B. beim Herausbewegen der Tragschalen aus der Transportstellung die Tragschalen etwas angehoben werden müssen, um die Stellhebel aus der Sperrsteilung zu lösen, bevor sie nach unten in die Kippstellung bewegbar sind.
Ebenso müssen die Tragschalen zum Herausbewegen aus der Kippstellung zunächst etwas weiter geöffnet werden, bevor sie nach oben in die Transportstellung bewegbar sind.
In der Kippstellung verhindert die Sperrung der ersten Tragschale und der zweiten Tragschale in vorteilhafter Weise, dass ein Rückschwingen der Tragschalen nach dem Öffnen auftritt. Ferner weist der Transportbehälter für die Sortiervorrichtung eine kompakte und kostengünstig herstellbare Stellvorrichtung auf, welche einige oder sämtliche der geforderten Funktionen, d.h. ein Verriegeln, ein synchrones Öffnen und eine Beschleunigung der Tragschalen sowie die Verhinderung eines Überschwingens und/oder Rückfederns der Tragschalen nach dem Öffnen ermöglicht. Weiterhin kann ein Anschlagstoß gedämpft werden, insbesondere beim Öffnen der Tragschalen. Weitere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche und der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren.
Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Stellvorrichtung einen am Traggestell drehbeweglich gelagerten Auslösehebel zum Bewegen des ersten Stellhebels und des zweiten Stellhebels aufweist, wobei der erste Stellhebel und/oder der zweite Stellhebel durch den Auslösehebel in der Transportstellung aus der eine Sperrsteilung bildende Übertotpunktstellung bewegbar ist. Der drehbewegliche gelagerte Auslösehebel ist somit vorteilhafterweise in der Lage, die Stellhebel in der Transportstellung aus der Sperrsteilung zu bewegen.
Weiterhin kann der Auslösehebel dazu konfiguriert sein, den ersten und/oder zweiten Stellhebel aus der Sperrsteilung heraus zu bewegen, also die Tragschalen von der Transportstellung in die Kippstellung und umgekehrt zu bewegen.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die erste Tragschale ein in Förderrichtung des Transportbehälters ausgerichtetes erstes Führungselement, vorzugsweise eine Führungsschiene, zur Führung des ersten Stellhebels aufweist, wobei der erste Stellhebel ein mit dem ersten Führungselement zusammenwirkendes erstes Roll- und/oder Gleitelement aufweist, durch welches der erste Stellhebel entlang dem ersten Führungselement bewegbar ist, wobei die zweite Tragschale ein in Förderrichtung des Transportbehälters ausgerichtetes zweites Führungselement, vorzugsweise eine Führungsschiene, zur Führung des zweiten Stellhebels aufweist, und wobei der zweite Stellhebel ein mit dem zweiten Führungselement zusammenwirkendes zweites Roll- und/oder Gleitelement aufweist, durch welches der zweite Stellhebel entlang dem zweiten Führungselement bewegbar ist.
Das Vorsehen der ersten Tragschale und der zweiten Tragschale mit entsprechenden Führungselementen ermöglicht in vorteilhafter weise zum einen die Führung der Stellhebel in den Führungselementen als auch die Bewegung der Tragschalen in Abhängigkeit einer vorgegebenen Bewegungsbahn der Stellhebel zwischen der Transportstellung und der Kippstellung. Weiterhin ermöglichen die Führungselemente eine einfache Realisierung der Übertotpunktstellungen.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Stellhebel einen Führungsabschnitt und einen zu dem Führungsabschnitt in einem vorbestimmten Winkel, vorzugsweise von etwa 20° bis etwa 50° , bevorzugt von etwa 30° bis etwa 40°, abgewinkelten Anlenkabschnitt aufweist, wobei der Führungsabschnitt an einem längsaxialen Endabschnitt an dem ersten Führungsabschnitt an dem ersten Führungselement der ersten Tragschale angeordnet ist, und wobei der erste Stellhebel in einem Verbindungsbereich des Führungsabschnitts und des Anlenkabschnitts am Traggestell drehbeweglich gelagert ist.
Durch Vorsehen des ersten Stellhebels mit einem Führungsabschnitt und einem zu dem Führungsabschnitt in dem vorbestimmten Winkel abgewinkelten Anlenkabschnitt kann bei Auslenken des Stellhebels in vorteilhafter Weise ermöglicht werden, dass der erste Stellhebel bei Auslösen der Bewegung durch den Auslösehebel sowohl in der Transportstellung als auch in der Kippstellung der Transportschalen in die gewünschte Sperrsteilung gebracht werden kann. Somit vereinfacht diese Ausgestaltung die Betätigung des Stellhebels.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der zweite Stellhebel einen Führungsabschnitt und einen zu dem Führungsabschnitt in einem vorbestimmten Winkel, vorzugsweise von etwa 20° bis etwa 50°, bevorzugt von etwa 30° bis etwa 40°, abgewinkelten Anlenkabschnitt aufweist, wobei der Führungsabschnitt an einem längsaxialen Endabschnitt an dem zweiten Führungselement der zweiten Tragschale angeordnet ist, und wobei der zweite
Stellhebel in einem Verbindungsbereich des Führungsabschnitts und des Anlenkabschnitts am Traggestell drehbeweglich gelagert ist.
Das Bereitstellen des zweiten Stellhebels mit einem Führungsabschnitt und einem zu dem Führungsabschnitt in dem vorbestimmten Winkel abgewinkelten Anlenkabschnitt ermöglicht bei Auslenken des Stellhebels in vorteilhafter Weise, dass der zweite Stellhebel bei Auslösen der Bewegung durch den Auslösehebel sowohl in der Transportstellung als auch in der Kippstellung der Transportschalen in die gewünschte Sperrsteilung gebracht werden kann.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass an einem längsaxialen Endabschnitt des Anlenkabschnitts des ersten Stellhebels ein, vorzugsweise senkrecht zum Anlenkabschnitt ausgerichtetes, drittes Roll- und/oder Gleitelement angeordnet ist, welches entlang einer Oberfläche des Auslösehebels bewegbar ist, und wobei an einem längsaxialen Endabschnitt des Anlenkabschnitts des zweiten Stellhebels ein, vorzugsweise senkrecht zum Anlenkabschnitt ausgerichtetes, viertes Roll- und/oder Gleitelement angeordnet ist, welches entlang einer Oberfläche des Auslösehebels bewegbar ist. Durch Vorsehen des dritten Roll- und/oder Gleitelements sowie des vierten Roll- und/oder Gleitelements kann vorteilhafterweise ermöglicht werden, dass eine reibungs- und geräuscharme Betätigung der Stellhebel durch den Auslösehebel möglich ist.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Anlenkabschnitt des ersten Stellhebels, vorzugsweise der längsaxiale Endabschnitt des Anlenkabschnitts, und/oder der Anlenkabschnitt des zweiten Stellhebels, vorzugsweise der der längsaxiale Endabschnitt des Anlenkabschnitts, bei Vorbeifahren des Transportbehälters an einem zweiten Auslöseelement, vorzugsweise einer Schließrampe, durch das zweite Auslöseelement derart auslenkbar sind, dass der erste Stellhebel und der zweite Stellhebel zum Bewegen der Tragschalen von der Kippstellung in die Transportstellung in die Übertotpunktstellung hinein bewegbar sind. Das Schließen der Tragschalen des Transportbehälters kann somit in vorteilhafter weise lediglich durch ein Zusammenwirken der Stellhebel und des zweiten Auslöseelements durchgeführt werden.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Auslösehebel bei Vorbeifahren des Transportbehälters an einem ersten Auslöseelement durch das erste Auslöseelement derart auslenkbar ist, dass der erste Stellhebel und der zweite Stellhebel durch den Auslösehebel zum Bewegen der Tragschalen von der Transportstellung in die Kippstellung aus der Übertotpunktstellung, vorzugsweise synchron heraus bewegbar sind, und wobei die Auslösehebel derart mit dem ersten Führungselement und dem zweiten Führungselement zusammenwirkt, dass der erste Stellhebel und der zweite Stellhebel nach Überwinden der
Übertotpunktstellung mit einer g-Kraft von größer als 1g beschleunigt werden. Alternativ können die Tragschalen auch etwas asynchron aus der Transportstellung herausbewegt werden, insbesondere so dass die in Förderrichtung hintere Tragschale schneller und/oder eher geöffnet wird als die in Förderrichtung vordere Tragschale. Da die abzuwerfende Ware durch den Fahrtwind eher weiter hinten auf der Tragfläche gefördert wird, kann ab bestimmten Geschwindigkeiten ein solches asynchrones Öffnen sinnvoll sein. Ein asynchrones Öffnen kann z.B. durch eine veränderte Form des Auslösehebels und/oder einen veränderten Winkel zwischen dem Führungsabschnitt und dem Anlenkabschnitt des zweiten Stellhebels erzielt werden.
Das vorzugsweise synchrone Betätigen und/oder Bewegen der ersten Tragschale und der zweiten Tragschale ermöglicht in vorteilhafter Weise ein gleichmäßiges Öffnen der Tragschalen, so dass ein sicheres Freigeben und/oder ein sicherer Abwurf der auf den T ragschalen angeordneten Ware an einer vorbestimmten Position des Transportbehälters entlang der Förderbahn durchführbar ist.
Ferner kann aufgrund des Zusammenwirkens des Auslösehebels mit den ersten Führungselementen und den zweiten Führungselementen der erste Stellhebel und der zweite Stellhebel nach Überwinden der Übertotpunktstellung mit einer g-Kraft von größer als 1g beschleunigt werden und somit ein schnelleres Öffnen der Tragschalen im Vergleich zu einem Öffnen der Tragschalen unter Verwendung einer durch deren Eigengewicht wirkenden Schwerkraft ermöglicht werden. Aufgrund des schnelleren Öffnens der Tragschalen kann beispielsweise die Förderbahn mit einer erhöhten Umlaufgeschwindigkeit betrieben werden, wodurch eine Effizienz der Sortiervorrichtung gesteigert werden kann.
Der Auslösehebel kann einen, den ersten Stellhebel und den zweiten Stellhebel kontaktierenden ersten Kontaktabschnitt und einen, durch das erste Auslöseelement betätigbaren, zu dem ersten Kontaktabschnitt im Wesentlichen senkrecht angeordneten zweiten Kontaktabschnitt aufweisen.
Der erste Kontaktabschnitt weist die Funktion auf, dass die Stellhebel mit ihren Roll- und/oder Gleitelementen auf dem ersten Kontaktabschnitt gleiten und/oder abrollen können. Der zweite Kontaktabschnitt ist dazu ausgebildet, dass dieser mit dem ersten Auslöseelement derart verbunden ist, dass das erste Auslöseelement den Auslösehebel durch Kontaktieren des zweiten Kontaktabschnitts auslenken kann.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Roll- und/oder Gleitelement des ersten Stellhebels am ersten Führungselement und das zweite Roll- und/oder
Gleitelement des zweiten Stellhebels am zweiten Führungselement bei Bewegung der Tragschalen durch die Stellvorrichtung zwischen der im Wesentlichen horizontalen Transportstellung und der im Wesentlichen vertikalen Kippstellung eine Linearbewegung beschreiben.
Die Linearbewegung des ersten Roll- und/oder Gleitelements und des zweiten Roll- und/oder Gleitelements in den und/oder entlang den jeweiligen Führungselementen ermöglicht in vorteilhafter Weise eine einfache und wenig störanfällige Führungsbewegung für die Stellvorrichtung.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Roll- und/oder Gleitelement und/oder das zweite Roll- und/oder Gleitelement zur Schwingungs- und/oder Geräuschdämpfung zumindest teilweise aus einem Elastomer ausgebildet sind. Dies ermöglicht ein verbessertes Geräuschverhalten während einem Betrieb der Sortiervorrichtung.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Auslösehebel ein Auflageelement, vorzugsweise ein aus einem Elastomer ausgewähltes Roll- und/oder Gleitelement, aufweist, auf welchem der Auslösehebel in einer Ruhestellung aufliegt. Das Vorsehen des Auflageelements ermöglicht somit in vorteilhafter Weise, dass der Auslösehebel bei Nicht-Betätigung eine definierte Ruheposition aufgrund seiner Auflage auf dem Traggestell des Transportbehälters aufweist.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform sind die Führungsabschnitte elastisch verformbar ausgebildet, insbesondere zumindest bereichsweise als Gasdruckdämpfer und/oder Feder.
Dies ermöglicht eine Schwingungs- und/oder Geräuschdämpfung. Die Verformbarkeit kann insbesondere bei einer einwirkenden Zugspannung wirken.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Anlenkabschnitt des ersten Stellhebels und der Anlenkabschnitt des zweiten Stellhebels jeweils zu einer entlang der Förderrichtung des Tansportbehälters angeordneten Mitte des Transportbehälters geneigt sind. Eine solche Anordnung der Anlenkabschnitte der Stellhebel ermöglicht in vorteilhafter Weise, dass die Stellhebel durch den Auslösehebel sicher in die Transportstellung und/oder die Kippstellung bewegbar sind.
Gemäß einerweiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die erste Tragschale durch den ersten Stellhebel und die zweite Tragschale durch den zweiten Stellhebel unabhängig voneinander zwischen der Transportstellung und der Kippstellung bewegbar sind. Diese Ausbildung der Stellvorrichtung ermöglicht in vorteilhafter Weise eine redundante Ausbildung des ersten Stellhebels und des zweiten Stellhebels, d.h. eine etwaige Fehlfunktion des ersten
Stellhebels oder des zweiten Stellhebels weist keinen Einfluss auf den jeweils anderen Stellhebel auf. Des weiteren ist hierdurch aufgrund der nicht vorhandenen Verbindung zwischen den Stellhebeln ein Verklemmen der Stellhebel aufgrund der Verbindung während eines Betriebs ausgeschlossen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der erste Stellhebel und der zweite Stellhebel durch ein Kopplungselement miteinander gekoppelt sind.
Diese alternative Anordnung weist den Vorteil auf, dass die Stellvorrichtung des Transportbehälters mit weniger beweglichen Teilen ausbildbar ist, da zum Betrieb der Stellvorrichtung lediglich ein Stellhebel benötigt wird.
Gemäß einer Ausführungsform sind sämtliche Elemente der Stellvorrichtung auf einer vertikalen Höhe angeordnet, auf welcher sich die Tragschalen beim Öffnen und Schließen bewegen. Dies gilt für die Elemente der Stellvorrichtung, welche sich mit dem Wagen bewegen, also z.B. die Stellhebel und den Auslösehebel, und/oder für die Elemente der Stellvorrichtung, welche an einem Rahmen der Sortiervorrichtung angeordnet sind, also z.B. das erste und zweite Auslöseelement. Die Elemente können somit innerhalb einer lateralen Verlängerung des durch die Bewegung der Tragschalen beschriebenen Quaders angeordnet sein, welcher einen Totraum bildet. Damit ist diese Ausführungsform platzsparend ausgebildet.
Ein Aspekt betrifft des weiteren eine Sortiervorrichtung mit einer Förderbahn und zumindest einem entlang der Förderbahn verfahrbaren erfindungsgemäßen Transportbehälter.
Ein Aspekt betrifft überdies ein Verfahren zum Betreiben einer Sortiervorrichtung. Das Verfahren umfasst ein Bereitstellen einer Förderbahn und zumindest eines entlang der Förderbahn verfahrbaren Transportbehälters.
Das Verfahren umfasst des weiteren ein Bereitstellen des Transportbehälters mit einem Traggestell, an welchem eine erste Tragschale und eine zur ersten Tragschale in Förderrichtung des Transportbehälters nachfolgende zweite Tragschale drehbeweglich gelagert sind.
Das Verfahren umfasst überdies ein Verfahren des Transportbehälters entlang der Förderbahn, wobei die Tragschalen durch eine Stellvorrichtung zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Transportstellung zum Transportieren einer Last und einer im Wesentlichen vertikalen Kippstellung zum Abwerfen der Last drehbeweglich sind, wobei die Stellvorrichtung mit einem mit der ersten Tragschale verbundenen ersten Stellhebel und mit einem mit der zweiten Tragschale verbundenen zweiten Stellhebel bereitgestellt wird, und wobei der erste Stellhebel
und/oder der zweite Stellhebel in der Transportstellung und/oder Kippstellung in eine, eine Sperrsteilung bildende Übertotpunktstellung gebracht werden.
Die hierin beschriebenen Merkmale der Stellvorrichtung sind auf eine Vielzahl unterschiedlicher Transportbehälter und/oder Sortiervorrichtungen anwendbar. Die Tragschalen des Transportbehälters können beispielsweise mit einer einzelnen Klappe pro Tragschale als auch zwei Klappen pro Tragschale ausgeführt werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindungen und ihrer Vorteile wird nun auf die nachfolgende Beschreibung in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen verwiesen. Nachfolgend wird die Erfindung anhand exemplarischer Ausführungsformen näher erläutert, die in den schematischen Abbildungen der Zeichnungen angegeben sind. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische, perspektivische Darstellung eines Transportbehälters für eine Sortiervorrichtung gemäß einer Ausführungsform;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei einem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform; Fig. 4 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 5 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 6 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 7 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig.8 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei einem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 9 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 10 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 11 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 12 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 13 eine Seitenansicht des Transportbehälters für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters gemäß der Ausführungsform;
Fig. 14 eineschematische Darstellung einer Sortiervorrichtung für den erfindungsgemäßen Transportbehälter gemäß der Ausführungsform; und
Fig. 15 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben der Sortiervorrichtung gemäß der Ausführungsform.
Sofern nicht anders angegeben, bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Elemente der
Zeichnungen.
Ausführliche Beschreibung der Ausführungsformen
Fig. 1 zeigt eine schematische, perspektivische Darstellung eines Transportbehälters 4 für eine
Sortiervorrichtung gemäß einer Ausführungsform.
Der Transportbehälter 4 für die (in Fig. 1 nicht gezeigte) Sortiervorrichtung weist ein Traggestell 6 auf, an welchem eine erste Tragschale 8 und eine zur ersten Tragschale 8 in Förderrichtung A des Transportbehälters 4 nachfolgende zweite Tragschale 10 drehbeweglich gelagert sind.
Die Tragschalen 8, 10 sind durch eine Stellvorrichtung 12 zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Transportstellung P1 zum Transportieren einer Last L, wie in Fig. 1 dargestellt und einer im Wesentlichen vertikalen Kippstellung P2 zum Abwerfen der Last L (welche in Fig. 1 nicht dargestellt ist) drehbeweglich angeordnet.
Eine Drehachse der Tragschalen ist dabei an jeweils entgegengesetzten längsaxialen Endabschnitten der Tragschalen sowie senkrecht zur Förderrichtung angeordnet.
Die Stellvorrichtung 12 weist einen mit der ersten Tragschale 8 verbundenen ersten Stellhebel 14 und einen mit der zweiten Tragschale 10 verbundenen zweiten Stellhebel auf. Der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 sind in der Transportstellung P1 sowie in der Kippstellung P2 in einer eine Sperrsteilung bildenden Übertotpunktstellung angeordnet.
Alternativ kann beispielsweise lediglich der erste Stellhebel 14 oder der zweite Stellhebel 16 in der Transportstellung und/oder der Kippstellung in der die Sperrsteilung bildenden Überbrückungsstellung angeordnet sein.
Die T ragschalen 8, 10 bilden in der T ransportstellung P1 zur Aufnahme der Last eine zusammenhängende, im Wesentlichen horizontal angeordnete und im Wesentlichen geschlossene Aufnahmefläche aus. Alternativ können die Tragschalen 8, 10 in der Transportstellung P1 zur Zentrierung der Last eine im Wesentlichen V-förmige Wanne ausbilden. Die Tragschalen 8, 10 sind in der (in Fig. 1 nicht gezeigten) Kippstellung ferner im Wesentlichen geringfügig zu einer entlang der Förderrichtung A des Transportbehälters 4 angeordneten Mitte des Transportbehälters 4 geneigt.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei einem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
Die Stellvorrichtung 12 weist einen am Traggestell 6 an einem Lagerpunkt 18c drehbeweglich gelagerten Auslösehebel 18 zum Bewegen des ersten Stellhebels 14 und des zweiten Stellhebels 16 auf. Der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 sind durch einen Auslösehebel 18 in der Transportstellung P1 und der (Fig. 2 nicht gezeigten) Kippstellung P2 in die eine Sperrsteilung bildende Übertotpunktstellung bewegbar. Alternativ kann beispielsweise lediglich der erste Stellhebel 14 oder der zweite Stellhebel 16 durch den Auslösehebel 18 in der
Transportstellung P1 und/oder der Kippstellung P2 in die, die Sperrsteilung bildende Übertotpunktstellung bewegbar sein.
Die erste Tragschale 8 weist vorzugsweise ein etwa in Förderrichtung A des Transportbehälters 4 ausgerichtetes erstes Führungselement 20, vorzugsweise eine Führungsschiene, zur Führung des ersten Stellhebels 14 auf. Der erste Stellhebel 14 weist z.B. an seinem oberen Ende ein mit dem ersten Führungselement 20 zusammenwirkendes erstes Roll- und/oder Gleitelement 22 auf. Durch das erste Roll- und/oder Gleitelement ist das Ende des ersten Stellhebels 14 entlang dem ersten Führungselement 22 bewegbar.
Alternativ kann das erste Führungselement 20 und/oder ein zweites Führungselement 24 beispielsweise nicht als Führungsschiene, sondern als Führungsnut, Rinne und/oder Langloch ausgebildet sein, entlang welcher das erste Roll- und/oder Gleitelement entsprechend führbar ist.
Die zweite Tragschale 10 weist das etwa in Förderrichtung A des Transportbehälters 4 ausgerichtete zweite Führungselement 24, vorzugsweise eine Führungsschiene auf. Das zweite Führungselement 24 dient der Führung des zweiten Stellhebels 16. Der zweite Stellhebel 16 weist z.B. an einem oberen Ende ein mit dem zweiten Führungselement 24 zusammenwirkendes zweites Roll- und/oder Gleitelement 26 auf.
Durch das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 ist das Ende des zweiten Stellhebels 16 entlang dem zweiten Führungselement 24 bewegbar.
Der erste Stellhebel 14 weist einen Führungsabschnitt 14a und einen zu dem Führungsabschnitt 14a in einem vorbestimmten Winkel a1, vorzugsweise von etwa 20° bis etwa 50°, bevorzugt von etwa 30° bis etwa 40°, abgewinkelten Anlenkabschnitt 14b auf.
Der Führungsabschnitt 14a ist an einem längsaxialen Endabschnitt 14a1 an dem ersten Führungselement 20 der ersten Tragschale 8 angeordnet. Der erste Stellhebel 14 ist in einem Verbindungsbereich 14c des Führungsabschnitts 14a und des Anlenkabschnitts 14b am Traggestell 6 drehbeweglich gelagert.
Der zweite Stellhebel 16 weist einen Führungsabschnitt 16a und einen zu dem Führungsabschnitt 16a in einem vorbestimmten Wnkel a2, vorzugsweise von etwa 20° bis etwa 50° , bevorzugt von etwa 30° bis etwa 40°, abgewinkelten Anlenkabschnitt 16b auf. Der Führungsabschnitt 16a ist an einem längsaxialen Endabschnitt 16a1 an dem zweiten Führungselement 24 der zweiten Tragschale 10 angeordnet. Der zweite Stellhebel 16 ist in
einem Verbindungsbereich 16c des Führungsabschnitts 16a und den Anlenkabschnitts 16b am Traggestell 6 drehbeweglich gelagert.
An einem längsaxialen Endabschnitt 14b1 des Anlenkabschnitts 14b des ersten Stellhebels 14 ist ein, vorzugsweise senkrecht zum Anlenkabschnitt 14b ausgerichtetes, drittes Roll- und/oder Gleitelement 28 angeordnet. Das dritte Roll- und/oder Gleitelement 28 ist entlang einer Oberfläche des Auslösehebels 18 bewegbar. Die Oberfläche des Auslösehebels 18 bildet einen ersten Kontaktabschnitt 18a aus.
An einem längsaxialen Endabschnitt 16b1 des Anlenkabschnitts 16b des zweiten Stellhebels 16 ist ein vorzugsweise senkrecht zum Anlenkabschnitt 16b ausgerichtetes, viertes Roll- und/oder Gleitelement 30 angeordnet. Das vierte Roll- und/oder Gleitelement 30 ist entlang einer Oberfläche des Auslösehebels 18, insbesondere entlang dem ersten Kontaktabschnitt 18a des Auslösehebels 18 bewegbar.
Der Auslösehebel 18 ist bei Vorbeifahren des Transportbehälters 4 wie nachfolgend in Bezug auf Fig. 3 bis Fig. 7 beschrieben an einem ersten Auslöseelement 32 durch das erste Auslöseelement 32 derart auslenkbar, dass der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 durch den Auslösehebel 18 zum Bewegen der Tragschalen 8, 10 von der Transportstellung P1 in die Kippstellung P2 aus der Übertotpunktstellung, vorzugsweise synchron, heraus bewegbar sind.
Der Auslösehebel 18 wirkt mit dem ersten Führungselement 20 und dem zweiten Führungselement 24 derart zusammen, dass die erste Tragschale 8 und die zweite Tragschale 10 nach Überwinden der Übertotpunktstellung mit einer g-Kraft von größer als 1g beschleunigt werden.
Die Stellvorrichtung 12 ist ferner derart ausgebildet, dass das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 des ersten Stellhebels 14 am ersten Führungselement 20 und das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 des zweiten Stellhebels 16 am zweiten Führungselement 24 bei Bewegung der Tragschalen 8, 10 durch die Stellvorrichtung 12 zwischen der im Wesentlichen horizontalen Transportstellung P1 und der im Wesentlichen vertikalen Kippstellung P2 eine Linearbewegung beschreiben.
Das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 und das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 sind zur Schwingungs- und/oder Geräuschdämpfung zumindest teilweise aus 10 einem Elastomer ausgebildet. Der Auslösehebel 18 weist ferner ein Auflageelement 36, vorzugsweise ein zumindest teilweise aus einem Elastomer ausgewähltes Roll- und/oder Gleitelement auf. Auf dem aus Elastomer ausgebildeten Roll- und/oder Gleitelement liegt der Auslösehebel 18 in
dessen Ruhestellung auf. Die Ruhestellung des Auslösehebels 18 ist als die Stellung definiert, in welcher der Auslösehebel 18 Nicht betätigt wird.
Der Anlenkabschnitt 14b des ersten Stellhebels 14 und der Anlenkabschnitt 16b des zweiten Stellhebels 16 sind jeweils zu einer entlang der Förderrichtung A des Transportmelders 4 angeordneten Mitte des Transportbehälters 4 geneigt.
Die erste Tragschale 8 ist durch den ersten Stellhebel 14 und die zweite Tragschale 10 ist durch den zweiten Stellhebel 16 unabhängig von dem jeweils anderen Stellhebel zwischen der Transportstellung P1 und der Kippstellung P2 bewegbar.
In einer alternativen Ausführungsform können der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 wie in Fig. 2 gestrichelt angedeutet durch ein Kopplungselement 38 miteinander gekoppelt sein.
Die Stellvorrichtung 12 des Transportbehälters 4 ist in sämtlichen Stellungen, d.h. sowohl in der Transportstellung P1 als in der Kippstellung P2 innerhalb einer Breite, d.h. lateral zur Förderrichtung, des Transportbehälters 4 und/oder innerhalb einer Erstreckung des Transportbehälters 4 in Breitenrichtung angeordnet.
Ebenso sind das (in Fig. 2 nicht gezeigte) erste Auslöseelement 32 sowie das zweite Auslöseelement 34 innerhalb einer Breite des Transportbehälters 4 und/oder einer seitlichen Verlängerung eines durch eine Bewegung der Stellvorrichtung 12 beschriebenen Quaders angeordnet.
In der in Fig. 2 gezeigten Transportstellung P1 ist der erste Stellhebel 14 in einer Übertotpunktstellung angeordnet, d.h. der Führungsabschnitt 14a bildet einen Übertotpunktwinkel a 3 zur Senkrechten auf die Tragfläche der ersten Tragschale 8, hier zur Vertikalen. Der Übertotpunktwinkel a3 kann von etwa 2° bis etwa 10° betragen, bevorzugt von etwa 4° bis etwa 7°, besonders bevorzugt etwa 5°. Dabei ist der Übertotpunktwinkel a3 einerseits groß genug, um eine sichere Sperrsteilung in der Transportstellung P1 zu gewährleisten. Andererseits ist er klein genug, um das Öffnen der ersten Tragschale 8 unter einem möglichst geringen Hub zu gewährleisten. Ein möglichst geringer Hub hat eine geringe Kraftentwicklung beim Öffnen und/oder Schließen zur Folge, was wiederum zu einer möglichst geringen Geräuschentwicklung führt.
Analog dazu ist in der Transportstellung P1 auch der zweite Stellhebel 16 in einer Übertotpunktstellung angeordnet, d.h. der Führungsabschnitt 16a bildet einen Übertotpunktwinkel (nicht eingezeichnet) zur Senkrechten auf die Tragfläche der zweiten
Tragschale 10, hier zur Vertikalen. Dieser Übertotpunktwinkel kann genauso dimensioniert sein wie der Übertotpunktwinkel a3. Die Übertotpunktwinkel in der Kippstellung P2 (vgl. Fig. 8) können gleich oder ähnlich dimensioniert sein. Sowohl in der Transportstellung P1 als auch in der Kippstellung P2 sind das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 und das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 an dem Ende 30 der jeweiligen Führungselements 20 und 24 angeordnet, welches benachbart zum verschwenkbaren Ende der jeweiligen Tragschale 8, 10 angeordnet ist. Somit wird durch die Übertotpunktstellung eine wirksame Sperrsteilung bereitgestellt, die ein unbeabsichtigtes Verschwenken der Tragschalen 8, 10 verhindert.
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
Das erste Auslöseelement 32 ist ortsfest an einem Rahmen angeordnet und liegt in Fig. 3 an einem zweiten Kontaktabschnitt 18b des Auslöseelements 18 an. Die erste Tragschale 8 und die zweite Tragschale 10 des Transportbehälters 4 gegenüber der horizontalen Transportstellung P1 (kaum sichtbar in der Darstellung) leicht angehoben, da der Auslösehebel 18 von unten gegen das dritte Roll- und/oder Gleitelement 28 und das vierte Roll- und/oder Gleitelement 30 drückt, so dass das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 und das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 aus ihrer jeweiligen Übertotpunktstellung heraus bewegt sind.
Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
Das erste Auslöseelement 32 bewegt den drehbeweglich gelagerten Auslösehebel 18 im Wesentlichen vertikal aufwärts in Richtung der Lagerschalen 8, 10. Hierdurch erfolgt ein Auslenken des ersten Stellhebels 14 und des zweiten Stellhebels 16 aufgrund der Bewegung des Auslösehebels 18.
Das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 des ersten Stellhebels 14 bewegt sich hierbei von einem ersten längsaxialen Endabschnitt des ersten Führungselements in Richtung eines zweiten längsaxialen Endabschnitts des Führungselements 20. Hierdurch bewegt sich die erste Tragschale 8 von der im Wesentlichen horizontalen Transportstellung P1 heraus und ist in der gezeigten Darstellung bereits geringfügig ach unten geneigt.
Um die erste Tragschale 8 aus der im Wesentlichen horizontalen Transportstellung P1 heraus zu bewegen, wird die erste Tragschale 8 durch den ersten Stellhebel 14 bei Auslenkung des ersten Stellhebels 14 durch den Auslösehebel 18 geringfügig nach oben bewegt (vgl. Fig. 3), um die erste Tragschale 8 aus der die Sperrsteilung bildenden Übertotpunktstellung heraus zu bewegen und somit die Sperrung in der Transportstellung P1 zu lösen.
Erst nach einem gewissen Anheben der des Schwerpunktes der Tragschale ist daher eine Überführung in die Kippstellung möglich. Ebenso wird der Schwerpunkt des Stellhebels zunächst geringfügig angehoben. Die Tragschale sowie der Stellhebel beaufschlagen sich folglich selbst in die Transportstellung hinein, was eine Sicherung der Transportstellung ohne separate Sicherungsmittel bewirkt.
Um die zweite Tragschale 10 aus der im Wesentlichen horizontalen Transportstellung P1 heraus zu bewegen, wird die erste Tragschale 10 durch den zweiten Stellhebel 16 bei Auslenkung des zweiten Stellhebels 16 durch den Auslösehebel 18 geringfügig nach oben bewegt (vgl. Fig. 3), um die zweite Tragschale 10 aus der die Sperrsteilung bildenden Übertotpunktstellung heraus zu bewegen und somit die Sperrung in der Transportstellung P1 zu lösen.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
Das erste Auslöseelement 32 ist in der vorliegenden Darstellung aufgrund der Bewegung des Transportbehälters 4 entlang der Förderrichtung A bereits an einem in Förderrichtung A distalen Endabschnitt des zweiten Kontaktabschnitts 18b des Auslösehebels 18 angelangt. In dieser Stellung des ersten Auslöseelements 32 ist die vertikale Auslenkung des Auslösehebels 18 maximal.
Das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 ist in der vorliegenden Darstellung an einem längsaxialen Endabschnitt des ersten Führungselements 20 angelangt, wobei sich die erste Tragschale 8 nunmehr mit dem durch den ersten Stellhebel 14 erzeugten Impuls in Richtung der Kippstellung P2 der ersten Tragschale 8 bewegt.
Ebenso ist das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 in der vorliegenden Darstellung 30 an einem längsaxialen Endabschnitt des zweiten Führungselements 24 angelangt, wobei sich die zweite Tragschale 10 nunmehr mit dem durch den zweiten Stellhebel erzeugten Impuls in Richtung der Kippstellung P2 der zweiten Tragschale 10 bewegt.
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
Das erste Auslöseelement 32 ist in der vorliegenden Darstellung über einen axialen Endabschnitt des Auslösehebels 18 hinaus bewegt, wobei der Auslösehebel 18 bis zu diesem Zeitpunkt im Wesentlichen in dessen vorheriger Stellung verbleibt oder 10 gegebenenfalls
durch die Schwerkraft leicht nach unten ausgelenkt wird. Die erste Tragschale 8 und die zweite Tragschale 10 sind weitestgehend geöffnet.
Aufgrund der fast vertikalen Stellung der Tragschalen 8, 10 und weil die Führungsabschnitte 14a, 16a länger als die Anlenkabschnitte 14b, 16b ausgebildet sind, bewegen sich die Stellhebel 14, 16 nun entlang der jeweiligen Führungselemente 20, 24 der Stellhebel 14, 16 wieder schwerkraftbedingt in Richtung dem gegenüberliegenden längsaxialen Endabschnitt der Führungselemente 20, 24, hier dem unteren Endabschnitt.
Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Öffnungsvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
In der vorliegenden Darstellung hat der Transportbehälter 4 das erste Auslöseelement 32 vollständig passiert. Die erste Tragschale 8 und die zweite Tragschale 10 sind in der folgenden Darstellung in der Kippstellung P2 gezeigt. In der Kippstellung P2 sind die erste Tragschale 8 und die zweite Tragschale 10 im Wesentlichen beinahe vertikal und/oder im Wesentlichen beinahe senkrecht zur Förderrichtung A des Transportbehälters 4 angeordnet.
Der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 sind dabei mit ihren jeweiligen Roll- und/oder Gleitelementen 22, 26 an den axialen Endabschnitten der Führungselemente 20, 24 angeordnet. Diese sind schwerkraftbedingt in der Kippstellung P2 der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 die jeweils unteren axialen Endabschnitte des ersten Führungselements 20 und des zweiten Führungselements 24.
In der Transportstellung P1 sind das erste Führungselement 22 und das zweite Führungselement 26 an den Enden der Führungselemente 20, 24 angeordnet, welche von der Drehachse der jeweils zugehörigen Tragschale 8, 10 beabstandet sind. Während des Öffnens der Tragschalen 8, 10 werden das erste Führungselement 22 und das zweite Führungselement 26 in den Führungselementen 20, 24 zunächst auf die jeweils zugehörige Drehachse zu- und anschließend wieder weg bewegt. In der Kippstellung P2 sind die Roll- und/oder Gleitelemente 22, 26 wieder an den Enden der Führungselemente 20, 24 angeordnet, welche von der Drehachse der jeweils zugehörigen Tragschale 8, 10 beabstandet sind.
Auch während des Schließens der Tragschalen 8, 10 werden das erste Führungselement 22 und das zweite Führungselement 26 in den Führungselementen 20, 24 zunächst auf die jeweils zugehörige Drehachse zu- und anschließend wieder weg bewegt.
In der Transportstellung P1 sind die Roll- und/oder Gleitelemente 22, 26 wieder an den Enden der Führungselemente 20, 24 angeordnet, welche von der Drehachse der jeweils zugehörigen Tragschale 8, 10 beabstandet sind.
Fig. 8 bis Fig. 13 zeigen eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei einem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform. In Fig. 8 ist der Transportbehälter in der Kippstellung P2 angeordnet.
Der längsaxiale Endabschnitt 14b1 des Anlenkabschnitts 14b des ersten Stellhebels 14 und der längsaxiale Endabschnitt 16b1 des Anlenkabschnitts 16b des zweiten Stellhebels 16 sind bei Vorbeifahren des Transportbehälters 4 an einem zweiten ortsfesten Auslöseelement 34, vorzugsweise einer Schließrampe, durch das zweite Auslöseelement 34 derart auslenkbar, dass der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 zum Bewegen der Tragschalen 8, 10 von der Kippstellung P2 in die Transportstellung P1 bewegbar sind.
Um aus der in Fig. 8 gezeigten Kippstellung der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 heraus bewegt zu werden, wird zunächst die die Sperrsteilung bildende Übertotpunktstellung der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 durch Zusammenwirkung des ersten Stellhebels 14 und des zweiten Stellhebels 16 mit dem zweiten Auslöseelement 34 gelöst.
Das zweite Auslöseelement 34 kontaktiert in Fig. 8 gezeigten Situation bereits den ersten Stellhebel 14 und bedingt somit dessen Bewegung und/oder Auslenkung.
Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
In der in Fig. 9 gezeigten Situation kontaktiert das zweite Auslöseelement 34 den Anlenkabschnitt 14b des ersten Stellhebels 14 und den Anlenkabschnitt 16b des zweiten Stellhebels 16 und bewirkt somit einen Beginn der Auslenkung des ersten Stellhebels 14 und des zweiten Stellhebels 16 aus der Kippstellung P2 der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 heraus in Richtung der Transportstellung P1
Hierbei ist der zweite Stellhebel 16 etwa an seinem Totpunkt in dem Führungselement 24 angeordnet, während der erste Stellhebel 14 bereits über seinen Totpunkt aus der Sperrsteilung heraus bewegt ist.
Fig. 10 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
ln der vorliegenden Darstellung sind der erste Stellhebel 14 und der zweite Stellhebel 16 bereits weiter ausgelenkt und es ist eine Bewegung der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 des Transportbehälters 4 in Richtung der Transportstellung P1 ersichtlich.
Aufgrund der asynchronen und/oder zeitversetzten Auslenkung des ersten Stellhebels 14 und des zweiten Stellhebels 16 bedingt durch die Geometrie des zweiten 10 Auslöseelements 34 erfolgt ebenso eine asynchrone und/oder zeitversetzte Auslenkung des ersten Stellhebels 14 und des zweiten Stellhebels 16, was wiederum eine asynchrone und/oder zeitversetzte Auslenkung und/oder Bewegung der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 bewirkt.
Die erste Tragschale 8 ist dabei bereits etwas weiter in deren Bewegungsablauf fortgeschritten als die zeitlich später und/oder nachfolgend ausgelöste und/oder betätigte zweite Tragschale 10.
Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen 8,10 des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
In der vorliegenden Darstellung ist das erste Roll- und/oder Gleitelement 22 des ersten Stellhebels 14 bereitsweitestgehend in Richtung des gegenüberliegenden längsaxialen Endabschnitts des ersten Führungselements 20 bewegt.
Ebenso ist das zweite Roll- und/oder Gleitelement 26 des zweiten Stellhebels 16 bereits weitestgehend in Richtung des gegenüberliegenden längsaxialen Endabschnitts des zweiten Führungselements 24 bewegt.
Fig. 12 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen 8, 10 des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
In der gezeigten Darstellung ist das zweite Auslöseelement 34 mit dessen längsaxialen Endabschnitt am dritten Roll- und/oder Gleitelementen 28 des Anlenkabschnitts 14b des ersten Stellhebels 14 angelangt. Die erste Tragschale 8 ist in der vorliegenden Darstellung etwa an deren Endposition, d.h. in der Transportstellung P1, angelangt.
Aufgrund der geringfügig zeitversetzten Betätigung ist die zweite Tragschale 10 noch nicht vollständig in der Kippstellung P2 angeordnet. Dies ist u.a. durch die Geometrie des zweiten Auslöseelements 34 bedingt.
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Fig. 13 zeigt eine Seitenansicht des Transportbehälters 4 für die Sortiervorrichtung bei dem Schließvorgang der Tragschalen 8, 10 des Transportbehälters 4 gemäß der Ausführungsform.
In der gezeigten Darstellung sind sowohl die erste Tragschale 8 als die zweite Tragschale 10 in der Transportstellung P1 angeordnet. Das zweite Auslöseelement 34 hat in der vorliegenden Darstellung den Anlenkabschnitt 14b des ersten Stellhebels 14 bereits passiert und ist mit dessen längsaxialen Endabschnitt, d.h. mit dem längsaxialen Endabschnitt des zweiten Auslöseelements 34 im Bereich des Anlenkabschnitts 16b des zweiten Stellhebels 16 angeordnet.
Sowohl die erste Tragschale 8 als auch die zweite Tragschale 10 sind in der gezeigten Darstellung in der die Sperrsteilung bildenden Übertotpunktstellung der Transportstellung P1 angeordnet.
Fig. 14 zeigt eine schematische Darstellung einer Sortiervorrichtung für den erfindungsgemäßen Transportbehälter gemäß der Ausführungsform. Die Sortiervorrichtung 1 weist eine in Form einer Endlosschleife ausgebildete Förderbahn 2 auf, entlang welcher eine Vielzahl von jeweils benachbart zueinander angeordneten Transportbehältern 4 eingesetzt sind. Neben der Förderbahn 2 befindet sich an einer vorgegebenen Position ein Beschickungsabschnitt 3 zur Warenbefüllung der T ransportbehälter 4.
An einem zweiten vorgegebenen Abschnitt der Förderbahn 2 ist eine Abwurfzone 33 angeordnet, in welcher die Transportbehälter die jeweils befüllte Last durch Öffnung der Tragschalen 8, 10 abwerfen. Im Anschluss an die Abwurfzone 33 ist das zweite Auslöseelement 34 angeordnet, wobei durch Vorbeifahren der Transportbehälter 4 an dem zweiten Auslöseelement 34 die Schließung der ersten Tragschale 8 und der zweiten Tragschale 10 von der Kippstellung P2 in die Transportstellung P1 bewirkt wird.
Das (in Fig. 14 nicht gezeigte) erste Auslöseelement 32 wird durch einen (in Fig. 14 nicht gezeigten) Aktuator in einen Fahrweg des Auslösehebels 18 des Transportbehälters 4 hinein bewegt, um den Transportbehälter 4 an einer entsprechend designierten Position entlang der Förderbahn 2 zu öffnen. Nach erfolgter Öffnung und/oder Auslösung des Auslösehebels 18 wird das erste Auslöseelement 32 durch den Aktuator wieder aus dem Fahrweg nachfolgender Transportbehälter 4 heraus bewegt.
Fig. 15 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betreiben der Sortiervorrichtung gemäß der Ausführungsform.
Das Verfahren umfasst ein Bereitstellen S1 einer Förderbahn 2 und zumindest eines entlang der Förderbahn 2 verfahrbaren Transportbehälters 4.
Ferner umfasst das Verfahren ein Bereitstellen S2 des Transportbehälters 4 mit einem Traggestell 6, an welchem eine erste Tragschale 8 und eine zur ersten Tragschale 8 in Förderrichtung A des Transportbehälters 4 nachfolgende zweite Tragschale 10 drehbeweglich gelagert sind.
Das Verfahren umfasst des Weiteren ein Verfahren S3 des Transportbehälters 4 entlang der Förderbahn 2, wobei die Tragschalen 8, 10 durch eine Stellvorrichtung 12 zwischen einer im Wesentlichen horizontalen Transportstellung P1zum Transportieren einer Last L und einer im Wesentlichen vertikalen Kippstellung P2 zum Abwerfen der Last L drehbeweglich sind, wobei die Stellvorrichtung 12 mit einem mit der ersten Tragschale 8 verbundenen ersten Stellhebel 14 und mit einem mit der zweiten Tragschale 10 verbundenen zweiten Stellhebel 16 bereitgestellt wird S4, und wobei der erste Stellhebel 14 und/oder der zweite Stellhebel 16 in der Transportstellung P1 und/oder Kippstellung P2 in eine, eine Sperrsteilung bildende Übertotpunktstellung gebracht werden S5.
Obwohl hierin spezifische Ausführungsformen illustriert und beschrieben wurden, ist es dem Fachmann verständlich, dass eine Vielzahl von Alternativen und/oder äquivalenten Implementierungen existieren. Es sollte beachtet werden, dass die beispielhafte Ausführungsform oder beispielhaften Ausführungsformen nur Beispiele sind und nicht dazu dienen, den Umfang, die Anwendbarkeit oder die Konfiguration in irgendeiner Weise einzuschränken.
Vielmehr liefert die vorstehend genannte Zusammenfassung und ausführliche Beschreibung dem Fachmann eine bequeme Anleitung zur Implementierung zumindest einer beispielhaften Ausführungsform, wobei verständlich ist, dass verschiedene Änderungen im Funktionsumfang und der Anordnung der Elemente vorgenommen werden kann, ohne vom Umfang der beigefügten Ansprüche und ihrer rechtlichen Äquivalente abzuweichen.
Im Allgemeinen beabsichtigt diese Anmeldung, Änderungen und/oder Anpassungen oder Variationen der hierin dargelegten Ausführungsformen abzudecken.
Bezugszeichenliste
1 Sortiervorrichtung
2 Förderbahn
3 Beschickungsabschnitt
4 Transportbehälter
6 Traggestell
8 erste T ragschale
10 zweite T ragschale
12 Stellvorrichtung
14 erster Stellhebel
14a Führungsabschnitt
14a1 längsaxialer Endabschnitt
14b Anlenkabschnitt
14b1 längsaxialer Endabschnitt
14c Verbindungsbereich
16 zweiter Stellhebel
16a Führungsabschnitt
16a1 längsaxialer Endabschnitt
16b Anlenkabschnitt
16b1 längsaxialer Endabschnitt
16c Verbindungsbereich
18 Auslösehebel
18a erster Kontaktabschnitt
18b zweiter Kontaktabschnitt
18c Lagerpunkt
20 erstes Führungselement
22 erstes Roll- und/oder Gleitelement
24 zweites Führungselement
26 zweites Roll- und/oder Gleitelement
28 drittes Roll- und/oder Gleitelement
30 viertes Roll- und/oder Gleitelement
32 erstes Auslöseelement
33 Abwurfzone
34 zweites Auslöseelement
36 Auflageelement
38 Kopplungselement
a 1 Winkel a 2 Wnkel a 3 Übertotpunktwinkel
A Förderrichtung
L Last
P1 Transportstellung
P2 Kippstellung
51 Verfahrensschritt
52 Verfahrensschritt
53 Verfahrensschritt
54 Verfahrensschritt
55 Verfahrensschritt