Niederdruckhydroformylierung von Diisobuten
Beschreibung
Cg-Aldehyde stellen wichtige Zwischenprodukte in der chemischen Industrie dar. Die durch Hyd rierung von Cg-Aldehyden erhaltenen Cg-Alkohole finden beispielsweise Verwendung bei der Herstellung von Weichmachern, wohingegen die durch Oxidation von Cg-Alkoholen und/oder Cg-Aldehyden erhaltenen Cg-Carbonsäuren beispielsweise bei der Herstellung von Schmierstof fen, u.a. zur Verwendung in Kälteanlagen, bei der Herstellung von Kosmetika oder bei der Her stellung von Metallsalzen Verwendung finden. Derartige Metallsalze finden beispielsweise An wendung als Farbentrockner oder PVC-Stabilisatoren.
Industriell werden Cg-Aldehyde durch Hydroformylierung von Cs-Olefinen hergestellt. Bei den zur Hydroformylierung eingesetzten Cs-Olefinen handelt es sich üblicherweise um Cs-Isomeren- gemische, wie sie durch Dimerisierung von Isobuten erhalten werden. Verfahren zur Dimerisie rung von Isobuten sind beispielsweise in der US 2014/0128652 A1 , der RU 2270828 C1, der US 2011/0065970 A1 , US 5,064,794 A1 oder der EP 1360160 A1 offenbart. Als Hauptprodukte der Dimerisierung von Isobuten werden üblicherweise 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Tri- methylpent-2-en erhalten. Nebenprodukte, die beispielsweise aufgrund von Gerüstisomerisie rungsreaktionen während der Dimerisierung von Isobuten entstehen können, sind 2,3,4-Trime- thylpentene.
Aufgrund der geringeren Reaktivität von 2,4,4-Trimethylpent-2-en gegenüber 2,4, 4-Trimethyl- pent-1-en kommt es bei der Hydroformylierung von Mischungen von 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en zu einer Aufpegelung von 2,4,4-Trimethylpent-2-en im Reaktions system. Hierdurch reduziert sich die Raum-Zeit-Ausbeute und eine Abtrennung des 2,4,4-Tri- methylpent-2-en aus dem Reaktionssystem ist notwendig.
Um das abgetrennte 2,4,4-Trimethylpent-2-en produktiv in der Hydroformylierung zu nutzen, kann dieses beispielsweise zu 2,4,4-Trimethylpent-1-en isomerisiert und anschließend in die Hydroformylierungsreaktion rückgeführt werden. Ein Verfahren zur Isomerisierung von 2,4,4- Trimethylpent-2-en unter Säurekatalyse ist beispielsweise in der US 2,554,251 beschrieben. Dies stellt jedoch einen zusätzlichen Prozessschritt dar und ist daher nicht erstrebenswert.
Um eine Abtrennung von 2,4,4-Trimethylpent-2-en aus dem Reaktionssystem zu vermeiden und 2,4,4-Trimethylpent-2-en zu hydroformylieren, kann die Hydroformylierung bei hohen Drü cken mit nicht Liganden-modifizierten Rhodium- oder Cobalt-Komplexen, oder mit Liganden modifizierten Cobalt-Komplexen mit hoher Isomerisierungswirkung (Shell Prozess) durchgeführt
werden. Verfahren zur Hochdruckhydroformylierung und Verfahren zur Hydroformylierung mit Liganden-modifizierten Cobalt-Komplexen sind beispielsweise in Ullmann’s Encyclopedia of In dustrial Chemistry, Oxo Synthesis, DOI: 10.1002/14356007. a18_312.pub2 oder in J. Falbe, Carbon Monoxide in Organic Synthesis, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg, New York, 1970, Seite 70 bis 74 beschrieben. Nachteile an den genannten Verfahren sind die genannten hohen Drücke, und/oder die hohen Hydrierraten der gebildeten Aldehyde zu den entsprechenden Alko holen. Die dadurch entstehenden komplexen Produktgemische müssen nachgelagert aufwen dig getrennt werden.
US 6,403,837 beschreibt ein Verfahren zur Rhodium-katalysierten Hydroformylierung von Di-n- buten bei Drücken, die bevorzugt im Bereich von 10 bis 60 bar liegen unter Verwendung einer Kombination von Organophosphonit- und Organophosphit-Liganden.
In US 4,467,116 wird die Rhodium-katalysierte Hydroformylierung von ß-alkylsubstituierten acyclischen a-Olefinen bei Drücken von 2 bis 50 bar unter Verwendung von Organophosphit- Liganden beschrieben.
Ein Verfahren zur Rhodium-katalysierten Hydroformylierung von 2,4,4-Trimethylpent-2-en zu 3,5,5-Trimethylhexanal unter milden Bedingungen und unter Verwendung von Organophosphit- Liganden, das hohe Zeitausbeuten liefert ist im Stand der Technik jedoch nicht bekannt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein Rhodium-katalysiertes Verfahren zur Verfü gung zu stellen, bei diesem 2,4,4-Trimethylpent-2-en unter milden Bedingungen in hohen Zeit ausbeuten zu 3,5,5-Trimethylhexanal in Gegenwart von Organophosphit-Liganden hydroformy- liert werden kann. Ebenso soll das Verfahren in der Lage sein, Mischungen von 2,4,4-Trimethyl- pent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en unter milden Bedingungen in hohen Zeitausbeuten zu 3,5,5-Trimethylhexanal zu hydroformylieren. Das erfindungsgemäße Verfahren soll sich zudem durch eine hohe Stabilität der eingesetzten Organophosphit-Liganden auszeichnen. Damit soll sichergestellt werden, dass es nur zu einer geringen Nebenproduktbildung kommt, und im Fall einer kontinuierlichen Verfahrensführung, die Liganden und/oder die Katalysatormetall-Ligan- den-Komplexe in das Verfahren zurückgeführt werden können. Ebenfalls wird dadurch eine hohe Standzeit des Verfahrens ermöglicht.
Eine hohe Zeitausbeute bzgl. der Hydroformylierung von 2,4,4-Trimethylpent-2-en zu 3,5,5-Tri methylhexanal liegt vor, wenn ein Umsatz des Edukts >85% und eine Selektivität von >95% in nerhalb von 10 h erreicht werden.
Eine hohe Zeitausbeute bzgl. der Hydroformylierung von 2,4,4-Trimethylpent-1-en zu 3,5,5-Tri- methylhexanal liegt vor, wenn ein Umsatz des Edukts >95% und eine Selektivität von >95% in nerhalb von 10 h erreicht werden.
Milde Bedingungen liegen vor, wenn der Druck bei dem die Hydroformylierung durchgeführt wird 1 bis 100 bar abs, bevorzugt, 5 bis 80 bar abs, weiter bevorzugt 5 bis 55 bar abs und be sonders bevorzugt 8 bis 20 bar abs beträgt und die Temperatur bei der die Hydroformylierung durchgeführt wird 50 bis 200 °C, bevorzugt 80 bis 150 °C, und besonders bevorzugt 90 bis 120°C beträgt.
Bei Nebenprodukten handelt es sich um Abbauprodukte der Liganden und/oder Reaktions und/oder Folgeprodukte aus der Reaktion zwischen den Abbauprodukten der Liganden und den bei der Hydroformylierung hergestellten Aldehyden.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Hydroformylierungsverfahren zur Herstellung von 3,5,5-Tri- methylhexanal umfassend die Umsetzung von 2,4,4-Trimethylpent-2-en mit H2 und CO in einer Reaktionszone in Gegenwart von einem oder mehreren freien Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I)
Formel (I) wobei,
R1, R2, R3, R4 und R5 unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl sind und R1, R2, R3, R4 und R5 nicht gleichzeitig H sind, und
R6, R7, R8, R9 und R10 unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl sind und R6, R7, R8, R9 und R10 nicht gleichzeitig H sind, und
R11, R12, R13, R14 und R15 unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl sind und R11, R12, R13, R14 und R15 nicht gleichzeitig H sind,
und eines mit einem oder mehreren Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) kom- plexierten, homogenen Rhodium-Katalysators bei einem Druck von 1 bis 100 bar abs und einer Temperatur von 50 bis 200°C.
In einer Verbindung der allgemeinen Formel (I) sind:
R1, R2, R3, R4 und R5 sind unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, wobei R1, R2, R3, R4, und R5 nicht gleichzeitig H sind. Bevorzugt sind R1, R2, R3, R4 und R5 un abhängig voneinander H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl, wobei R1, R2, R3, R4 und R5 nicht gleichzeitig H sind.
R6, R7, R8, R9 und R10 sind unabhängig voneinander H, C bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, wobei R6, R7, R8, R9 und R10 nicht gleichzeitig H sind. Bevorzugt sind R6, R7, R8, R9 und R10 un abhängig voneinander H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl, wobei R6, R7, R8, R9 und R10 nicht gleichzeitig H sind.
R11, R12, R13, R14 und R15 sind unabhängig voneinander H, Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alko xyl, wobei R11, R12, R13, R14 und R15 nicht gleichzeitig H sind. Bevorzugt sind R6, R7, R8, R9 und R10 unabhängig voneinander H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl, wobei R11, R12, R13, R14 und R15 nicht gleichzeitig H sind.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Formel (I) sind:
R1, R3 und R5 unabhängig voneinander H, Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl und R2 und R4 H, wobei R1, R3 und R5 nicht gleichzeitig H sind, und
R6, R8 und R10 unabhängig voneinander H, Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl und R7 und R9 H, wobei R6, R8 und R10 nicht gleichzeitig H sind, und
R11, R13 und R15 unabhängig voneinander H, C bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl und R12 und R14 H, wobei R11, R13 und R15 nicht gleichzeitig H sind.
In einerweiter bevorzugten Ausführungsform der Formel (I) sind:
R1 Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl, R3 H, Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl und R2, R4 und R5 H, und
R6 Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl, R8 H, Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl und R7, R9 und R10 H, und
R1 1 Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-Alkoxyl, R13 H, Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt H, Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-AI- koxyl und R12, R14 und R15 H.
In einerweiter bevorzugten Ausführungsform der Formel (I) sind:
R1 und R3 Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-AI- koxyl und R2, R4 und R5 H, und
R6 und R8 Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-AI- koxyl und R7, R9 und R10 H, und
R1 1 und R13 Crbis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl, bevorzugt Cr bis C4-Alkyl oder Cr bis C4-
Alkoxyl und R12, R14 und R15 H, wobei R1, R3, R6, R8, R1 1 und R13 gleich sind.
In besonders bevorzugten Ausführungsformen der Formel (I) sind:
Insbesondere sind die Ausführungsformen XV) und XVI) bevorzugt.
Cr bis Cg-Alkyl umfasst gerade oder verzweigte Cr bis Cg-Alkylgruppen oder cyclische C3- bis Cg-Alkylgruppen. Bei Cr bis Cg-Alkyl handelt es sich beispielsweise um Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, Cyclopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, iso-Butyl, tert-Butyl, n-Pentyl, 2-Methylbutyl, 3-Me- thylbutyl, Cyclopentyl, n-Hexyl, Cyclohexyl, 2-Methylpentyl, 3-Methylpentyl, 4-Methylpentyl, 3,3- Dimethylbutyl, 2-Ethylbutyl, n-Heptyl, 2-Methylhexyl, 2-Ethylpentyl, 4-Methyl-Cyclohexyl, n- Octyl, iso-Octyl, 2-Ethylhexyl, n-Nonyl oder iso-Nonyl.
Cr bis C4-Alkyl umfasst gerade oder verzweigte Cr bis C4-Alkylgruppen oder cyclische C3-AI- kylgruppen. Bei Cr bis C4-Alkyl handelt es sich beispielsweise um Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso- Propyl, Cyclopropyl, n-Butyl, sec-Butyl, iso-Butyl oder tert-Butyl.
Cr bis Cg-Alkoxyl umfasst gerade oder verzweigte Cr bis Cg-Alkoxylgruppen oder cyclische C3- bis Cs-Alkoxylgruppen. Bei Cr bis Cg-Alkoxyl handelt es sich beispielsweise um Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, iso-Propoxy, Cyclopropoxy, n-Butoxy, sec-Butoxy, iso-Butoxy, tert-Butoxy, n-Pentoxy, 2-Methylbutoxy, 3-Methylbutoxy, Cyclopentoxy, n-Hexoxy, Cyclohexoxy, 2-Methyl- pentoxy, 3-Methylpentoxy, 4-Methylpentoxy, 3,3-Dimethylbutoxy, 2-Ethylbutoxy, n-Heptoxy, 2- Methylhexoxy, 2-Ethylpentoxy, 4-Methyl-Cyclohexoxy, n-Octoxy, iso-Octoxy, 2-Ethylhexoxy, n- Nonoxy oder iso-Nonoxy.
Cr bis C4-Alkoxyl umfasst gerade oder verzweigt Cr bis C4-Alkoxygruppen oder cyclische C3- Alkoxygruppen. Cr bis C4-Alkoxyl handelt es sich beispielsweise um Methoxy, Ethoxy, n- Propoxy, iso-Propoxy, Cyclopropoxy, n-Butoxy, sec-Butoxy, iso-Butoxy oder tert-Butoxy.
Neben 2,4,4-Trimethylpent-2-en können auch Mischungen von 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en in dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden. Werden Mi schungen von 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en in dem erfindungsgemä ßen Verfahren eingesetzt werden beide Isomere mit hohen Zeitausbeuten zu 3,5,5-Trimethylhe- xanal hydroformyliert.
Mischungen von 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en werden bevorzugt dann eingesetzt, wenn das zu hydroformylierende 2,4,4-Trimethylpent-2-en aus der Dimerisierung von Isobuten stammt und dadurch gemeinsam mit 2,4,4-Trimethylpent-1-en anfällt.
Aufgrund der unterschiedlichen Dimerisierungsverfahren für Isobuten und/oder der unterschied lichen Aufreinigungsverfahren des aus der Dimerisierung erhaltenen Diisobutens, kann die Zu sammensetzung der Mischungen je nach Herstellungs- und/oder Aufreinigungsverfahren über weite Bereiche variieren.
Mischungen von 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en weisen bevorzugt ein Mengenverhältnis von 2,4,4-Trimethylpent-1-en zu 2,4,4-Trimethylpent-2-en im Bereich von 99 : 1 bis 1 : 99, besonderes bevorzugt im Bereich von 95 : 5 bis 5 : 95, weiter bevorzugt im Bereich von 80 : 20 bis 20 : 80 und ins besonders bevorzugt im Bereich von 80 : 20 bis 70 : 30 auf, so beispielsweise ein Verhältnis von 75 : 25.
Das Molverhältnis zwischen der Gesamtmenge an Olefin und der Gesamtmenge an Rhodium in der Reaktionszone beträgt bevorzugt 10000 : 1 bis 10 : 1 und weiter bevorzugt 5000 : 1 bis 100 : 1.
Die Gesamtmenge an 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en an der Gesamt menge an Olefin im Feed zur Reaktionszone beträgt bevorzugt 10 bis 100 %, besonders bevor zugt 50 bis 100 % und ins besonders bevorzugt 90 bis 100 %. Neben 2,4,4-Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en können noch andere Olefine im Feed zur Reaktionszone vorlie gen und ggf. hydroformyliert werden. Solche Olefine sind beispielsweise Butene, wie n-Buten, 2-Buten, Isobuten und/oder Oligomere, wie sie bei der Isobutendimerisierung entstehen kön nen, beispielsweise 2,3,4-Trimethylpentene.
Die Hydroformylierung erfolgt in einer Reaktionszone die einen oder mehrere, gleiche oder ver schiedene Reaktoren umfasst. Im einfachsten Fall wird die Reaktionszone durch einen einzel nen Reaktor gebildet. Bei mehreren Reaktoren können die Reaktoren gleiche oder unterschied liche Vermischungscharakteristiken aufweisen. Die verwendeten Reaktoren können durch Ein bauten ein- oder mehrfach unterteilt sein. Wird eine Reaktionszone durch mehr als einen Reak tor gebildet, können die Reaktoren untereinander beliebig verschaltet sein. So können die Re aktoren beispielsweise parallel oder in Reihe geschaltet sein. Als Reaktoren eignen sich prinzi piell alle Reaktortypen, die für Hydroformylierungsreaktionen geeignet sind, wie Rührreaktoren, Blasensäulenreaktoren wie bspw. in US 4778929 A beschrieben, Umlaufreaktoren wie bspw. in EP 11140017 A1 beschrieben, Rohrreaktoren, wobei die einzelnen Reaktoren einer Reihe un terschiedliche Mischungscharakteristiken haben können, wie bspw. in EP 423769 A1 beschrie ben oder kompartimentierte Reaktoren wie bspw. in EP 1231198 A1 oder US 5728893 A be schrieben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren beträgt die Temperatur in der Reaktionszone 50 bis 200°C. Bevorzugt beträgt die Temperatur in der Reaktionszone bei dem erfindungsgemäßen Verfahren 80 bis 150°C uns besonders bevorzugt 90 bis 120°C.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren beträgt der Druck in der Reaktionszone 1 bis 100 bar abs. Bevorzugt beträgt der Druck in der Reaktionszone bei dem erfindungsgemäßen Verfahren 5 bis 80 bar abs, weiter bevorzugt 5 bis 55 bar abs und besonders bevorzugt 8 bis 20 bar abs.
Der homogen im Reaktionsmedium gelöste Rhodium-Katalysator wird bevorzugt in situ in der Reaktionszone durch Umsetzung eines Rhodium-Präkursors mit einem oder mehreren Organo- phosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I), CO und H2 gebildet.
Ebenfalls bevorzugt, kann der Rhodiumkatalysator auch präformiert eingesetzt werden. Hierzu wird der Rhodiumkatalysator durch Umsetzung eines Rhodium-Präkursors mit einem oder meh reren Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I), CO und H2 gebildet. Die Präformie rung des Rhodiumkatalysators erfolgt bevorzugt bei einer Temperatur von 50 bis 200 °C, weiter bevorzugt bei einer Temperatur von 80 bis 150 °C und besonders bevorzugt bei einer Tempera tur von 90 bis 120 °C. Der Druck bei der Präformierung beträgt bevorzugt 1 bis 100 bar abs, weiter bevorzugt 5 bis 80 bar abs, weiter bevorzugt 5 bis 55 bar abs und besonders bevorzugt 8 bis 20 bar abs. In besonders bevorzugten Fällen wird die Präformierung bei vergleichbarer Temperatur und bei vergleichbarem Druck, wie die Hydroformylierungsreaktion selbst durchge führt. Der Rhodium-Präkursor ist bevorzugt in einem Lösungsmittel gelöst. Geeignete Lösungs mittel sind beispielsweise Aromaten, wie Toluol oder Xylole, längerkettige Kohlenwasserstoffe, die unter den Reaktionsbedingungen flüssig sind, Ester aliphatischer Carbonsäuren mit Alkano- len, wie Texanol®, Ester aromatischer Carbonsäuren, wie Cs- bis C -Dialkylterephthalate oder Mischungen aus zwei oder mehr der zuvor genannten Lösungsmittel. Die Präformierung kann in der späteren Reaktionszone oder in einem separaten Reaktor erfolgen. Erfolgt die Präformie rung in der späteren Reaktionszone werden die zu hydroformylierenden Olefine der Reaktions zone zugeführt, wenn die Präformierung des Rhodiumkatalysators zumindest weitgehend er folgt ist.
Bevorzugte Rhodium-Präkursoren sind Rhodiumcarbonyle, Rhodium(l)-Salze, Rhodium(ll)- Salze, Rhodium(lll)-Salze oder Mischungen aus zwei oder mehr der zuvor genannten Präkurso ren. Bevorzugte Rhodiumcarbonyle sind Rh4(CO)i2, Rh6(CO)i6 oder Mischungen davon. Bevor zugte Rhodium(l)-Salze sind Rh(CO)2acac, Rh2(CO)4Cl2 oder Mischungen davon. Ein bevorzug tes Rhodium(ll)-Salz ist Rh2(OAc)4. Ein bevorzugtes Rhodium(lll)-Salz ist Rh(NOs)3.
Rhodium-Präkursor und Organophosphit-Ligand der allgemeinen Formel (I) können gemeinsam oder separat der Reaktionszone zugeführt werden. Rhodium-Präkursor und/oder Organophos phit-Ligand der allgemeinen Formel (I) können dabei direkt oder in einem Lösungsmittel gelöst der Reaktionszone zugeführt werden. Bei dem Lösungsmittel handelt es sich beispielsweise um 3,5,5-Trimethylhexanal oder höhersiedende Reaktionskomponenten, z.B. die Produkte aus der Aldolkondensation von 3,5,5-Trimethylhexanal, Aromaten, wie Toluol oder Xylole, längerkettige Kohlenwasserstoffe die unter den Reaktionsbedingungen flüssig sind, Ester aliphatischer Car bonsäuren mit Alkanolen, wie Texanol®, Ester aromatischer Carbonsäuren, wie Cs- bis C -Dia- Ikylterephthalate oder um Mischungen aus zwei oder mehr der zuvor genannten Lösungsmittel.
Die Rhodiumkonzentration in der Reaktionszone liegt bevorzugt im Bereich von 20 bis
250 Gew. ppm und besonders bevorzugt im Bereich von 60 bis 200 Gew. ppm bezogen auf das
Gesamtgewicht der flüssigen Phase in der Reaktionszone.
Methoden zur Ergänzung von Rhodium in der Reaktionszone um eine Abnahme bei der Kataly satoraktivität auszugleichen sind beispielsweise in der US 6700021 A oder in der EP 2836474 A1 beschrieben, wobei das in der EP 2836474 A1 beschriebene Verfahren bevorzugt ist.
Das Molverhältnis der Gesamtmenge an Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) in der Reaktionszone zur Gesamtmenge an Rhodium in der Reaktionszone liegt bevorzugt im Bereich von 1 : 1 bis 100 : 1 und besonders bevorzugt im Bereich von 2 : 1 zu 50 : 1 , beispiels weise bei 20 : 1 oder bei 10 : 1.
Freie Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) sind homogen im Reaktionsmedium in der Reaktionszone verteilt. Freie Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) sind nicht mit Rhodium, bzw. anderen Metallen komplexiert.
Das Molverhältnis von H2 zu CO die der Reaktionszone zugeführt werden beträgt bevorzugt 2 :
1 bis 1 : 2 und bevorzugt 60 : 40 bis 50 : 50.
H2 und CO werden üblicherweise als Gasgemisch der Reaktionszone zugeführt. Neben H2 und CO kann das Gasgemisch noch andere Verbindungen wie CH4, N2, CO2 und/oder H2S enthal ten. Der Gehalt an von H2 und CO unterschiedlichen Verbindungen im Gasgemisch beträgt be vorzugt weniger als 5 vol.%.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird bevorzugt in einem Lösungsmittel durchgeführt. Die Ver wendung eines Lösungsmittels hat den Vorteil, dass die bei der Hydroformylierung entstehende Reaktionswärme besser verteilt und dadurch „Hot-Spots“ in der Reaktionszone vermieden wer den. Dadurch können Nebenreaktionen, wie die Degradation des Katalysators oder Kondensati onsreaktionen der Aldehyde reduziert werden. Geeignete Lösungsmittel sind unter den Reakti onsbedingungen und während der Aufarbeitung der Reaktionsprodukte inert, d.h. sie gehen keine unerwünschten Reaktionen mit den Edukten, Reaktionsprodukten, Organophosphit-Lig- anden der allgemeinen Formel (I), Rhodium-Präkursoren und/oder dem Katalysator, dem Kata lysatormetall bzw. Katalysatormetall-Liganden-Komplexe ein. Geeignete Lösungsmittel sind bei spielsweise 3,5,5-Trimethylhexanal oder höhersiedende Reaktionskomponenten, z.B. die Pro dukte aus der Aldolkondensation von 3,5,5-Trimethylhexanal. Weiterhin eignen sich Aromaten, wie Toluol oder Xylole, längerkettige Kohlenwasserstoffe, die unter den Reaktionsbedingungen flüssig sind, Ester aliphatischer Carbonsäuren mit Alkanolen, wie Texanol®, Ester aromatischer
Carbonsäuren, wie Cs- bis C -Dialkylterephthalate oder Mischungen aus zwei oder mehr der zuvor genannten Lösungsmittel.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann kontinuierlich, semi-kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden. Eine kontinuierliche oder semi-kontinuierliche Verfahrensführung ist be vorzugt.
Die Abtrennung der Hydroformylierungsprodukte vom Austrag aus der Reaktionszone erfolgt bevorzugt über das Flüssigaustragsverfahren. Der im Wesentlichen flüssige Austrag aus der Reaktionszone wird dabei einer Rektifikation zugeführt, wobei die Hydroformylierungsprodukte als Kopfprodukte erhalten werden. Die so erhaltenen Hydroformylierungsprodukte können dann weiteren Aufarbeitungs- und/oder Umarbeitungsschritten bspw. Hydrierung oder Oxidation zu geführt werden. Es ist bevorzugt, dass der im Wesentlichen flüssige Austrag aus der Reaktions zone in einer oder mehreren Stufen entspannt wird, wobei der Austrag aus jeder Entspan nungsstufe in eine flüssige und eine gasförmige Phase getrennt wird. Dadurch können bei spielsweise leichter als die Hydroformylierungsprodukte siedende Nebenprodukte, nicht umge setztes Olefin, Wasserstoff und/oder Kohlenstoffmonoxid aus dem Austrag der Hydroformylie rung entfernt werden. Die gasförmige Phase und die flüssige Phase, die auf der letzten Ent spannungsstufe anfallen, werden anschließend einer Rektifikationskolonne im Gegenstrom zu geführt. Die Hydroformylierungsprodukte werden überwiegend in der Kopffraktion erhalten. Die hochsiedenden Nebenprodukte werden zusammen mit den Katalysatormetall-Liganden Kom plexen, und ggf. deren Abbauprodukte überwiegend in der Sumpffraktion erhalten. Die hochsie denden Nebenprodukte und die darin gelösten Katalysatormetall-Liganden-Komplexe, und ggf. deren Abbauprodukte können in die Hydroformylierungsreaktion zurückgeführt, oder der
Aufarbeitung des Katalysatormetalls zugeführt werden. Vorteilhafte Verfahrensausgestaltungen zum Flüssigaustragsverfahren sind beispielsweise in der EP 0846095 A1 oder der EP 1255720 A1 offenbart. Die in der Kopffraktion anfallenden rohen Hydroformylierungsprodukte können an schließend der weiteren Aufarbeitung zugeführt werden. Ein geeignetes Verfahren zur destillati- ven Aufreinigung der in der Kopffraktion anfallenden rohen Hydroformylierungsprodukte ist bei spielsweise in der DE 19914260 A1 beschrieben. Auch wenn das in der DE 19914260 A1 offen barte Verfahren auf Alkohole beschränkt ist, liegt es im Rahmen der Fähigkeiten des Fach manns, das Verfahren auf die destillative Aufreinigung der rohen Hydroformylierungsprodukte anzuwenden.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind:
1. Ein Hydroformylierungsverfahren zur Herstellung von 3,5,5-Trimethylhexanal umfassend die Umsetzung von 2,4,4-Trimethylpent-2-en mit H2 und CO in einer Reaktionszone in Ge genwart von einem oder mehreren freien Organophosphit-Liganden der allgemeinen For mel (I)
Formel (I) wobei,
R1, R2, R3, R4 und R5 unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl sind und R1, R2, R3, R4 und R5 nicht gleichzeitig H sind, und
R6, R7, R8, R9 und R10 unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl sind und R6, R7, R8, R9 und R10 nicht gleichzeitig H sind, und
R11, R12, R13, R14 und R15 unabhängig voneinander H, Cr bis Cg-Alkyl oder Cr bis Cg-Alkoxyl sind und R11, R12, R13, R14 und R15 nicht gleichzeitig H sind, und eines mit einem oder mehreren Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) kom- plexierten, homogenen Rhodium-Katalysators bei einem Druck von 1 bis 100 bar abs und einer Temperatur von 50 bis 200 °C.
2. Verfahren nach Ausführungsform 1, wobei eine Mischung enthaltend 2,4,4-Trimethylpent- 1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en zu 3,5,5-Trimethylhexanal umgesetzt wird.
3. Verfahren nach Ausführungsform 2, wobei das Mengenverhältnis von 2,4,4-Trimethylpent- 1-en zu 2,4,4-Trimethylpent-2-en in der eingesetzten Mischung im Bereich von 99 : 1 bis 1 : 99, bevorzugt im Bereich von 95 : 5 bis 5 : 95, weiter bevorzugt im Bereich von 80 : 20 bis 20 : 80 und besonders bevorzugt im Bereich von 80 : 20 bis 70 : 30 liegt, und bei spielsweise 75 : 25 beträgt.
4. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 3, wobei die Gesamtmenge an 2,4,4- Trimethylpent-1-en und 2,4,4-Trimethylpent-2-en an der Gesamtmenge an Olefin im Feed zur Reaktionszone 10 bis 100 %, bevorzugt 50 bis 100 % und besonders bevorzugt 90 bis 100 % beträgt.
5. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 4, wobei die Hydroformylierung bei ei ner Temperatur von 80 bis 150°C durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 4, wobei die Hydroformylierung bei ei ner Temperatur von 90 bis 120°C durchgeführt wird.
7. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 6, wobei die Hydroformylierung bei ei nem Druck von 5 bis 80 bar abs durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 6, wobei die Hydroformylierung bei ei nem Druck von 5 bis 55 bar abs durchgeführt wird.
9. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 6, wobei dir Hydroformylierung bei ei nem Druck von 8 bis 20 bar abs durchgeführt wird.
10. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 9, wobei das Molverhältnis der Ge samtmenge an Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) in der Reaktions zone zur Gesamtmenge an Rhodium in der Reaktionszone im Bereich von 1 : 1 bis 100 :
1 liegt.
11. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 9, wobei das Molverhältnis der Ge samtmenge an Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) in der Reaktions zone zur Gesamtmenge an Rhodium in der Reaktionszone im Bereich von 2 : 1 bis 50 : 1 liegt.
12. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 11, wobei die Rhodiumkonzentration in der Reaktionszone im Bereich von 20 bis 250 Gew. ppm bezogen auf das Gesamtge wicht der flüssigen Phase in der Reaktionszone liegt.
13. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 11, wobei die Rhodiumkonzentration in der Reaktionszone im Bereich von 60 bis 200 Gew. ppm bezogen auf das Gesamtge wicht der flüssigen Phase in der Reaktionszone liegt.
Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 13, wobei es sich bei dem einen oder mehreren Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I) um eine oder mehrere der nachfolgenden Verbindungen handelt:
15. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 14, wobei das Molverhältnis von H2 zu CO die der Reaktionszone zugeführt werden 2 : 1 bis 1 : 2 und bevorzugt 60 : 40 bis 50 : 50 beträgt.
16. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 15, wobei der Rhodiumkatalysator zu mindest teilweise in der Reaktionszone durch Umsetzung eines Rhodium-Präkursors mit einem oder mehreren Organophosphit-Liganden der allgemeinen Formel (I), wie in einer der Ausführungsformen 1 oder 14 definiert, CO und H2 gebildet wird.
17. Verfahren nach Ausführungsform 16, wobei es sich bei dem Rhodium-Präkursor um Rho- diumcarbonyle, Rhodium(l)-Salze, Rhodium(ll)-Salze, Rhodium(lll)-Salze oder Mischun gen aus zwei oder mehr der zuvor genannten Präkursoren handelt.
18. Verfahren nach Ausführungsform 17, wobei es sich bei Rhodiumcarbonyle um Rh4(CO)i2, Rh6(CO)i6 oder Mischungen davon handelt.
19. Verfahren nach Ausführungsform 17, wobei es sich bei Rhodium(l)-Salze um Rh(CO)2acac, Rh2(CO)4Cl2 oder Mischungen davon handelt.
20. Verfahren nach Ausführungsform 17, wobei es sich bei Rhodium(ll)-Salzen um Rh2(OAc)4 handelt.
21. Verfahren nach Ausführungsform 17, wobei es sich bei Rhodium(lll)-Salzen um Rh(NC>3)3 handelt.
22. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 15, wobei der Rhodiumkatalysator zu mindest teilweise präformiert eingesetzt wird.
23. Verfahren nach Ausführungsform 22, wobei der Rhodiumkatalysator präformiert einge setzt wird.
24. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 23, wobei das Verfahren kontinuierlich ausgeführt wird.
25. Verfahren nach einer der Ausführungsformen 1 bis 23, wobei das Verfahren diskontinuier lich ausgeführt wird.
Beispiele:
Beispiel 1:
Unter Argon wurden Rh(CO)2(acac) (5.1 mg, 0.02 mmol) und Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phos- phit (640 mg, 0.99 mmol) in Diisobuten (20.0 g, 178 mmol; 2,4,4-Trimethylpent-1-en / 2,4,4-Tri- methylpent-2-en: 80:20 bis 75:25) gelöst und unter Argongegenstrom in einen 100 ml_ Edel stahlautoklav gefüllt. Anschließend wurden ~5 bar CO/H2 (1:1) angelegt und innerhalb von 10 min auf 100 °C erwärmt. Bei dieser T emperatur wurde der Druck auf 10 bar erhöht und 10 h gerührt. Der Autoklav wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, auf Atmosphärendruck entspannt und ein Aliquot des erhaltenen Reaktionsaustrags mittels Gaschromatographie analysiert. GC- Methode: Optimal Säule (30 m, d = 320 pm, Fd = 0.5 pm), Temperaturprogramm: 50°C für 2 min, mit 5°C/min auf 90°C und für 2 min isotherm, mit 20°C/min auf 250°C, Helium als T räger- gas. tR(2,4,4-Trimethylpent-1-en) = 5.27 min, tR(2,4,4-Trimethylpent-2-en) = 5.77 min, tR(3,5,5- Trimethylhexanal) = 13.76 min).
Es wurde folgendes Ergebnis erzielt:
Umsatz von Diisobuten: >98%
Selektivität zu 3,5,5-Trimethylhexanal 97.0% Selektivität zu 2,4,4-Trimethylpentan: 3.0%
Beispiel 2:
Unter Argon wurden Rh(CO)2(acac) (5.1 mg, 0.02 mmol) und Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phos- phit (640 mg, 0.99 mmol) in Toluol (2.5 ml_) gelöst und in einen 100 ml_ Edelstahlautoklav ge füllt. Anschließend wurden 10 bar CO/H2 (1:1) angelegt, innerhalb von 10 min auf 100 °C er wärmt und 1 h gerührt. Bei dieser Temperatur wurde Diisobuten (20.0 g, 178 mmol, 2,4,4-Tri- methylpent-1-en / 2,4,4-Trimethylpent-2-en: 80:20 bis 75:25) im Gegenstrom hinzugefügt und 6 h gerührt. Der Autoklav wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, auf Atmosphärendruck ent spannt und ein Aliquot des erhaltenen Reaktionsaustrags mittels Gaschromatographie analy siert. GC-Methode: Optimal Säule (30 m, d = 320 pm, Fd = 0.5 pm), Temperaturprogramm:
50 °C für 2 min, mit 5 °C/min auf 90 °C und für 2 min isotherm, mit 20 °C/min auf 250 °C, He lium als Trägergas. tR(2,4,4-Trimethylpent-1-en) = 5.27 min, tR(2,4,4-Trimethylpent-2- en) = 5.77 min, tR(3,5,5-Trimethylhexanal) = 13.76 min).
Es wurde folgendes Ergebnis erzielt: Umsatz von Diisobuten: >95%
Selektivität zu 3,5,5-Trimethylhexanal: 97.0% Selektivität zu 2,4,4-Trimethylpentan: 3.0%
Beispiel 3:
Unter Argon wurden Rh(CO)2(acac) (5.1 mg, 0.02 mmol) Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit (640 mg, 0.99 mmol) in 2,4,4-Trimethylpent-2-en (20.0 g, 178 mmol) gelöst und unter Argonge genstrom in einen 100 ml_ Edelstahlautoklav gefüllt. Anschließend wurden ~5 bar CO/H2 (1 :1) angelegt und innerhalb von 10 min auf 100 °C erwärmt. Bei dieser Temperatur wurde der Druck auf 10 bar erhöht und 10 h gerührt. Der Autoklav wurde auf Raumtemperatur abgekühlt, auf At mosphärendruck entspannt und ein Aliquot des erhaltenen Reaktionsaustrags mittels Gaschro matographie analysiert. GC-Methode: Optimal Säule (30 m, d = 320 pm, Fd = 0.5 pm), Tempe raturprogramm: 50 °C für 2 min, mit 5 °C/min auf 90 °C und für 2 min isotherm, mit 20 °C/min auf 250 °C, Helium als Trägergas. tR(2,4,4-Trimethylpent-1-en) = 5.27 min, tR(2,4,4-Trimethyl- pent-2-en) = 5.77 min, tR(3,5,5-Trimethylhexanal) = 13.76 min).
Es wurde folgendes Ergebnis erzielt:
Umsatz von Diisobuten: >85%
Selektivität zu 3,5,5-Trimethylhexanal 96.0% Selektivität zu 2,4,4-Trimethylpentan: 4.0%
Beispiel 4:
Unter Argon wurden eine Lösung von Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit L1 in 3,5,5-Trimethyl hexanal (10 gew%) unter Rückfluss gerührt. Nach 1 d, 5 d, 8 d, 12 d, 21 d und 27 d wurden Proben mittels 31P-NMR-Spektroskopie analysiert (Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphit:
5 = 129.9 ppm; Tris(2,4-di-tert-butylphenyl)phosphat d = -20.0 ppm).
Es wurde folgendes Ergebnis erzielt:
Wie das Beispiel zeigt, weist der Ligand eine hohe Stabilität im Reaktionsprodukt auf. Durch die hohe Stabilität des Liganden ist eine lange Standzeit für das Verfahren gewährleistet. Weiterhin birgt die hohe Stabilität der Liganden den Vorteil, dass die Nebenproduktbildung reduziert ist. Zudem können die Liganden und/oder der Katalysatormetall-Liganden-Komplex im Fall einer kontinuierlichen Verfahrensführung aufgrund ihrer hohen Stabilität in das Verfahren zurückge führt werden.
Die Beispiele dienen der Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung. Die Beispiele schrän- ken die vorliegende Erfindung nicht ein.