Cruse Technologies GmbH
Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonf igurationen
Die Erfindung betri f ft ein Verfahren zur Aufnahme mehrerer Abbildung eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen, wobei das Obj ekt und eine Zeilenkamera relativ zueinander entlang einer Aufnahmetra j ektorie verlagert werden, wobei während eines Aufnahmeschritts mit einer Beleuchtungseinrichtung in aufeinanderfolgenden Aufnahmetakten aufeinanderfolgende Wiederholungen einer Beleuchtungssequenz mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen vorgegeben werden, wobei mit der Zeilenkamera in j edem Aufnahmetakt j eweils eine Abbildungs zeile eines Obj ektstrei fens aufgenommen wird, und wobei der Aufnahmetakt in Abhängigkeit von einer relativen Verlagerungsgeschwindigkeit entlang der Aufnahmetraj ektorie und der Anzahl unterschiedlicher Beleuchtungskonfigurationen in der Beleuchtungssequenz ausreichend kurz ist , sodass in einem Abbildungserzeugungsschritt für j ede einzelne Beleuchtungskonfiguration der Beleuchtungssequenz die mit dieser Beleuchtungskonfiguration nacheinander auf genommenen Abbildungs zeilen der Obj ektstrei fen zu einer lückenlosen Abbildung des Obj ekts mit der betref fenden Beleuchtungskonfiguration zusammengesetzt werden können . Die Erfindung betri f ft auch eine Vorrichtung zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen, wobei die Vorrichtung eine
Aufnahmeeinrichtung für das Obj ekt und eine Zeilenkamera aufweist , mit welcher in einem Aufnahmetakt Abbildungs zeilen eines Ob ektstrei fens auf genommen werden können, wobei die Aufnahmeeinrichtung und die Zeilenkamera relativ zueinander entlang einer Aufnahmetra j ektorie verlagerbar sind, sodass aus einer Anzahl von Abbildungs zeilen einzelner Obj ektstrei fen eine lückenlose Abbildung des Obj ekts zusammengesetzt werden kann, und wobei die Vorrichtung eine Beleuchtungseinrichtung aufweist , mit welcher mindestens zwei verschiedene Beleuchtungskonfigurationen vorgebbar sind, mit denen das Obj ekt beleuchtbar ist , während mit der Zeilenkamera eine Abbildungs zeile aufgenommen wird .
Insbesondere bei groß formatigen Obj ekten oder bei einer kontinuierlichen Aufnahme von Endlosmaterialien, wie sie beispielsweise in Produktionsprozessen verwendet und der Produktion zugeführt oder als Produktionsergebnis erzeugt werden, eignen sich Zeilenkameras , die eine Anzahl von lichtempfindlichen Sensorpixeln aufweisen, die zellenförmig angeordnet sind und mit denen sich mit j eder Aufnahme eine Abbildungs zeile eines strei fenförmigen Obj ektbereichs aufnehmen lässt . Durch die Aufnahme vieler Abbildungs zeilen während einer Relativbewegung der Zeilenkamera relativ zu dem Obj ekt können eine entsprechende Anzahl von Obj ektstrei fen abgebildet werden und durch einen geeigneten Verlauf der Aufnahmetraj ektorie eine lückenlose Abbildung des Obj ekts aus den einzelnen Abbildungs zeilen bez iehungsweise aus den einzelnen Abbildungen der Obj ektstrei fen zusammengesetzt werden .
Die räumliche Auflösung der Abbildungs zeile der Zeilenkamera ist in Richtung der zellenförmigen Anordnung der Sensorpixel
durch die Abmessungen der einzelnen Sensorpixel vorgegeben . In der Richtung der Aufnahmetraj ektorie , die üblicherweise quer zu der Richtung der zellenförmigen Anordnung der Sensorpixel verläuft , kann die räumliche Auflösung durch eine Relativverlagerung der Zeilenkamera und dem Obj ekt vorgegeben werden, wobei die räumliche Auflösung umso größer werden kann, j e kleiner die Relativverlagerung zwischen zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen mit der Zeilenkamera ist . Bei vielen Zeilenkameras ist ein Aufnahmetakt fest eingestellt oder variabel einstellbar, mit welchem der zeitliche Abstand von zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen mit der Zeilenkamera vorgegeben wird . Der Aufnahmetakt beziehungsweise die Aufnahmezeilenfrequenz wird in der Praxis meistens so vorgegeben, dass die mit den Sensorpixeln auf genommenen Abbildungsstrei fen für j eden Sensorpixel eine quadratische Abbildungs fläche ergeben, sodass die räumliche Auflösung entsprechend den Abmessungen der Sensorpixel entlang der Zeile vorgegeben wird . Aus der Praxis sind Zeilenkameras mit mehreren hundert bis mehreren tausend zellenförmig angeordneten Sensorpixeln bekannt , mit denen mehrere tausend Abbildungs zeilen pro Sekunde aufgenommen werden können, sodass der Aufnahmetakt beispielsweise 10 . 000 Hz oder mehr betragen kann .
Aus der Praxis sind verschiedene Verfahren und Vorrichtung zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen bekannt . Durch die Beleuchtung des Obj ekts mit unterschiedlich farbigem Licht oder mit unterschiedlich intensivem Licht können verschiedene optische Eindrücke in den auf diese Weise erzeugten Abbildungen des Obj ekts erzeugt oder verstärkt werden . Durch eine Beleuchtung des Obj ekts aus
unterschiedlichen Richtungen können unterschiedliche Schattenwürfe erzeugt werden . Durch eine geeignete Kombination von Beleuchtungskonfigurationen mit unterschiedlichen Beleuchtungsrichtungen kann im Rahmen einer anschließenden Auswertung der einzelnen Abbildungen mit den unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen eine fotometrische Stereoanalyse durchgeführt und ein Höhenprofil für mit den Abbildungen abgebildete Oberflächen des Obj ekts ermittelt werden .
Zeilenkameras können vorteilhaft zur Inspektion von Oberflächen eines Obj ekts verwendet werden, wobei durch verschiedene Aufnahmen mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen viele Informationen für die Inspektion der Oberflächen wie beispielsweise Farbe , Glanz und dreidimensionale Strukturierung ermittelt werden können . Entsprechende Verfahren und Vorrichtungen sind beispielsweise in DE 100 63 293 Al oder in EP 1 742 041 Al gezeigt und beschrieben . Zeilenkameras können auch zur Erzeugung von qualitativ hochwertigen und hochaufgelösten Abbildungen von groß formatigen Obj ekten wie beispielsweise von Gemälden oder von dreidimensional strukturierten Oberflächen von Produktionsvorlagen verwendet werden .
Um die Qualität der einzelnen Abbildungen mit den unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen zu verbessern ist es bekannt , dass mit Hil fe von geeigneten Kalibrierungsverfahren eine für die Aufnahme der Abbildungen verwendete Kamera vorab kalibriert wird, um kamerabedingte Fehler bei der Erzeugung der Abbildungen zu reduzieren . Werden elektronische Kameras mit lichtempfindlichen Halbleitersensoren für die Aufnahme der Abbildungen
verwendet , können mit geeigneten Kalibrierungsverfahren unerwünschte Einflüsse eines Dunkelstromrauschens oder von unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten der Halbleitersensoren reduziert werden . Kalibrierungsverfahren und für deren Durchführung erforderliche Vorrichtungen sind beispielsweise in DE 10 2016 104 917 Al oder in DE 10 2016 111 714 Al beschrieben .
Üblicherweise werden vor einer ersten Verwendung der Zeilenkamera die erforderlichen Kalibrierungsverfahren durchgeführt und entsprechende Korrekturen oder Korrekturf aktoren ermittelt , bevor anschließend mit der Zeilenkamera Abbildungs zeilen von Obj ektstrei fen aufgenommen werden . Es hat sich j edoch gezeigt , dass die verwendeten Korrekturen komplex sind und sich die Eigenschaften einer Zeilenkamera mit der Zeit ändern können, sodass in zeitlichen Abständen eine erneute Durchführung der Kalibrierungsverfahren vorteilhaft ist . Der hierfür erforderliche Aufwand ist j edoch insbesondere bei kontinuierlich durchgeführten Inspektionsverfahren während eines Produktionsprozesses groß , da der Produktionsprozess regelmäßig unterbrochen werden muss , während ein Kalibrierungsverfahren durchgeführt wird . Es wird auch bei der Aufnahme einzelner Abbildungen beispielsweise von groß formatigen Gemälden oder Obj ektoberflächen als lästiger Aufwand empfunden, wenn vor j eder einzelnen Aufnahme oder in zeitlichen Abständen ein Kalibrierungsverfahren durchgeführt werden muss , um die gewünschte Qualität der Abbildungen zu erreichen .
Derartige Kalibrierungsverfahren stützen sich meistens auf die Annahme , dass etwaige Störungen sich über die Zeit nicht
ändern . Unter dieser Annahme kann die Zeilenkamera zu einem bestimmten Zeitpunkt eingemessen und die einmal vorab berechnete Korrektur zu späteren Zeitpunkten angewendet werden . Allerdings tri f ft diese Annahme in der Praxis nur eingeschränkt zu . Sensoren können hier auch dynamischen Störungen beispielsweise durch elektromagnetische Einstrahlung unterliegen, die kurz fristiger Natur sind oder zeitlich variabel . Diese Störungen sind oft nur mit sehr hohem Aufwand und erheblichen Anforderungen an gleichbleibende Umgebungs- und Betriebsbedingungen sowie durch eine umfangreiche Abschirmung aus zuschließen und verletzen die Annahme und Voraussetzung für solche Kalibrierungsmethoden .
Es wird deshalb als eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung angesehen, ein Verfahren mit den eingangs beschriebenen Aspekten zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen so aus zugestalten, dass mit geringem Aufwand eine über einen langen Zeitraum gute Kalibrierung der Zeilenkamera ermöglicht wird .
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst , dass mindestens eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration innerhalb der Beleuchtungssequenz vorgegeben wird, mit welcher in einem Aufnahmetakt eine ob ektunabhängige Kalibrationsbildzeile aufgenommen wird, und dass die aufgenommene Kalibrationsbildzeile für eine Kalibration der einzelnen Abbildungs zeilen innerhalb der betref fenden Beleuchtungssequenz verwendet wird . Für die meisten Anwendungs fälle bieten die handelsüblich erhältlichen Zeilenkameras bereits einen Aufnahmetakt an, der für die
Aufnahme gewünschte räumliche Auflösung der Abbildungen des Obj ekts mehr als ausreicht , auch wenn eine Beleuchtungssequenz mit mehreren unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen vorgegeben wird, sodass bei der relativen Verlagerung der Zeilenkamera und des Obj ekts gleichzeitig mehrere Abbildungen mit den unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen auf genommen werden . Durch die Aufnahme einer Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration in die Beleuchtungssequenz verlangsamt sich die Erfassung einer Aufnahmesequenz während der Verlagerung entlang der Aufnahmetra j ektorie nicht oder nicht übermäßig, sodass die Aufnahme der Kalibrationsbleuchtungskonf iguration als weitere Beleuchtungskonfiguration in die Beleuchtungssequenz nicht störend wahrgenommen wird . Auf diese Weise entfällt der Aufwand für eine gesondert durchzuführende Kalibration der Zeilenkamera entweder mit einer gesonderte Kalibrationsvorrichtung oder vor Beginn einer Aufnahmesequenz . Es ist nicht einmal eine zusätzliche relative Verlagerung der Zeilenkamera und des Obj ekts entlang der Aufnahmetraj ektorie erforderlich .
Zudem wird es mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ermöglicht , dass quasi kontinuierlich eine Kalibration der Zeilenkamera durchgeführt werden kann, sodass beispielsweise Umgebungseinflüsse oder eine Betriebstemperatur oder auch eine zeitliche Veränderung der Aufnahmecharakteristik einzelner Sensorpixel mit der ständig durchgeführten Kalibration erfasst und korrigiert werden können .
Bei der Durchführung einer Aufnahmesequenz werden die Zeilenkamera und das Obj ekt entlang der Aufnahmetraj ektorie verlagert und mit der Zeilenkamera mit dem vorgegebenen
Aufnahmetakt Abbildungs zeilen aufgenommen . Die relative
Verlagerung der Zeilenkamera relativ zu dem Obj ekt kann durch eine Verlagerung des Obj ekts relativ zu der orts fest angeordneten Zeilenkamera bewirkt werden . Es ist ebenfalls möglich, dass das Obj ekt orts fest angeordnet ist und die Zeilenkamera entlang der Aufnahmetra j ektorie relativ zu dem Obj ekt verlagert wird . Weiterhin kann alternativ auch vorgesehen sein, dass sowohl die Zeilenkamera als auch das Obj ekt gleichzeitig verlagert werden, sodass die relative Verlagerung der Zeilenkamera relativ zu dem Obj ekt entlang der Aufnahmetraj ektorie verläuft .
Während der Durchführung einer Aufnahmesequenz wird eine Beleuchtungseinrichtung so angesteuert , dass nacheinander die verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen innerhalb einer Beleuchtungssequenz vorgegeben und eine entsprechende Anzahl von Abbildungs zeilen mit j eweils einer vorgegebenen Beleuchtungskonfiguration aufgenommen wird . Sobald eine Beleuchtungssequenz abgearbeitet und eine entsprechende Anzahl von Abbildungs zeilen aufgenommen wurde , wird die Beleuchtungssequenz wiederholt und erneut eine entsprechende Anzahl von Abbildungs zeilen aufgenommen . Die relative Verlagerung der Zeilenkamera und des Obj ekts ist zweckmäßigerweise synchronisiert , was mit Hil fe eines geeigneten Inkrementgebers oder Encoders bewirkt werden kann, sodass keine räumliche Lücke oder Verzerrung der aus den einzelnen Abbildungs zeilen beziehungsweise aus den einzelnen Abbildungen der Obj ektstrei fen zusammengesetzten Abbildungen des Obj ekts entsteht . Die relative Verlagerung wird dabei so vorgegeben, dass zwei Abbildungs zeilen von zwei aufeinanderfolgend durchgeführten Beleuchtungssequenzen, die j eweils mit derselben Beleuchtungskonfiguration auf genommen
wurden, zwei in Richtung der Aufnahmetra j ektorie unmittelbar angrenzende oder überlappende Obj ektstrei fen abbilden . Aus allen Abbildungs zeilen, die mit derselben Beleuchtungskonfiguration durchgeführt werden, kann dann eine lückenlose Abbildung des Obj ekts mit der betref fenden Beleuchtungskonfiguration erzeugt werden . Während der Durchführung einer Aufnahmesequenz können auf diese Weise im Wesentlichen gleichzeitig mehrere Abbildungen des Obj ekts mit j eweils verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen erzeugt werden . Zudem kann quasi kontinuierlich eine Kalibration der Zeilenkamera durchgeführt werden, sodass bei den einzelnen Abbildungs zeilen die auf die Zeilenkamera zurückgehenden Beeinträchtigungen reduziert werden und die Abbildungsqualität verbessert werden kann .
Für eine obj ektunabhängige Kalibrationsbildzeile kann durch die Beleuchtungseinrichtung ein vorgegebenes Kalibrationsleuchtmuster erzeugt werden, welches mit der Zeilenkamera aufgenommen wird . Das für die Kalibration verwendete Kalibrationsleuchtmuster kann beispielsweise eine homogene Ausleuchtung der Zeilenkamera, eine vollständige Abdunkelung der Zeilenkamera oder aber eine regelmäßige Abfolge von hellen und dunklen Leuchtstrei fen aufweisen, die mit der Zeilenkamera auf genommen und abgebildet werden .
Vorzugsweise ist optional vorgesehen, dass die mindestens eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration eine Dunkelbildbeleuchtung beinhaltet , bei welcher kein Licht mit der Zeilenkamera erfasst und eine Dunkelbildabbildungs zeile aufgenommen wird . Zu diesem Zweck können beispielsweise die Aufnahmesequenz in einem abgedunkelten Raum oder Gehäuse durchgeführt werden und bei der Beleuchtungseinrichtung in
der Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration alle Leuchten ausgeschaltet sein, sodass kein Licht von der Zeilenkamera erfasst werden kann und die aufgenommene Dunkelbildabbildungs zeile ausschließlich das Dunkelstromrauschen der einzelnen Sensorpixel erfasst . Es kann auch alternativ oder zusätzlich zu der Abdunklung der Beleuchtungseinrichtung vorgesehen sein, dass die Lichteintrittsöf fnung der Zeilenkamera lichtdicht mit einer verlagerbaren Abdeckung abgedeckt wird .
Eine Dunkelbildabbildungs zeile , die während der Dunkelbildbeleuchtung mit der Zeilenkamera erfasst wird, ermöglicht es , für j eden Sensorpixel einen Dunkelstrompixelwert zu ermitteln . Der Dunkelstrompixelwert kann beispielsweise dem betref fenden Sensorpixelwert dieser Dunkelbildabbildungs zeile entsprechen, die innerhalb einer Beleuchtungssequenz während der Dunkelbildbeleuchtung aufgenommen wird . Es ist ebenfalls möglich, aus mehreren aufeinanderfolgenden Aufnahmen einer Dunkelbildabbildungs zeile für j eden Sensorpixel einen Mittelwert oder einen Erwartungswert für den betref fenden Dunkelstrompixelwert zu ermitteln .
Für eine einfache Kalibration der Zeilenkamera können die mit den verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen auf genommenen Abbildungs zeilen j eweils durch das Abziehen einer Dunkelbildkorrekturzeile korrigiert werden, wobei die Dunkelbildkorrekturzeile für j eden Sensorpixel den ausgehend von der Dunkelbildbeleuchtung ermittelten Dunkelstrompixelwert aufweist .
Weiterhin ist vorzugsweise optional vorgesehen, dass die mindestens eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration eine Hellbildbeleuchtung beinhaltet , bei welcher ein homogener Lichtintensitätswert mit der Zeilenkamera erfasst und eine Hellbildabbildungs zeile aufgenommen wird . Da j eder Sensorpixel eine unterschiedl iche Lichtempfindlichkeit aufweisen kann unterscheiden sich die während einer Hellbildbeleuchtung erfassten Sensorpixelwerte der einzelnen Sensorpixel einer Zeilenkamera erfahrungsgemäß voneinander, obwohl die Hellbildbeleuchtung für j eden Sensorpixel der Zeilenkamera gleich ist und deshalb identische Sensorpixelwerte in einer Hellbildabbildungs zeile erzeugen sollte .
Ausgehend von einer Hellbildabbildungs zeile kann wie bei der Dunkelbildabbildungs zeile für j eden Sensorpixel ein Hellbildkorrekturzeile mit Hellbildpixelwerten ermittelt werden, die ein Maß für die Lichtempfindlichkeit des betref fenden Sensorpixels darstellen können und dazu verwendet werden können, die Auswirkungen der unterschiedlichen Lichtempfindlichkeiten der einzelnen Sensorpixel auf die einzelnen Abbildungen zu reduzieren, die während einer Aufnahmesequenz für die verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen aufgenommen und anschließend zusammengefügt werden .
Als besonders vorteilhaft wird es erachtet , dass optional innerhalb einer Beleuchtungssequenz sowohl eine Dunkelbildbeleuchtung als auch eine Hellbildbeleuchtung vorgegeben und sowohl eine Dunkelbildabbildungs zeile als auch eine Hellbildabbildungs zeile aufgenommen werden . Auf diese Weise ist es für j ede einzelne Beleuchtungssequenz möglich,
eine Kalibration der Zeilenkamera mit einer
Dunkelbildkorrektur und mit einer Hellbildkorrektur durchzuführen, wobei die j eweils aktuellen Informationen der Dunkelbildabbildungs zeile und der Hellbildabbildungs zeile für die Kalibration berücksichtigt werden und für die Korrekturen verwendet werden .
Es können auch komplexe Leuchtmuster mit einer Kalibrationsleuchteinrichtung erzeugt und als Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration vorgegeben werden . Zudem sind viele Zeilenkameras mehrkanalig ausgestaltet , wobei die einzelne Kanäle der Zeilenkamera für verschiedene Wellenlängenbereiche des Lichts eine unterschiedliche Empfindlichkeit aufweisen und bei j eder Aufnahme einer Abbildungs zeile für j eden Kanal gesondert eine Abbildungskanal zeile aufgenommen wird . Ausgehend von den einzelnen Messwerten der einzelnen Abbildungskanal zeilen werden von den Zeilenkameras üblicherweise die Sensorwerte für eine Abbildungs zeile ermittelt beziehungsweise berechnet . Die Kalibration sowie einzelne Korrekturen können wahlweise für die sich ergebenden Sensorwerte einer Abbildungs zeile oder aber für j ede Abbildungskanal zeile gesondert durchgeführt werden .
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass mehrere aufeinanderfolgend aufgenommene gleichartige Kalibrationsbildzeilen gemittelt und eine gemittelte Kalibrationsbildzeile für die Kalibration der einzelnen Abbildungs zeilen innerhalb der betref fenden Beleuchtungssequenz verwendet wird . Durch eine derartige Mittelung der einzelnen Messwerte kann der Einfluss extremer
Messwerte reduziert werden, der sich oftmals nachteilig auf die Abbildungsqualität auswirkt . Es kann auch vorgesehen sein, dass mehrere aufeinanderfolgend aufgenommene gleichartige Kalibrationsbildzeilen ausgewertet und mit Hil fe weiterer Annahmen oder Informationen Erwartungswerte für die einzelnen Sensorpixelwerte einer Kalibrationsbildzeile ermittelt und verwendet werden . So könnte beispielsweise unter der Annahme eines normalverteilten Dunkelstromrauschens eines Sensorpixels aus einer Anzahl von Dunkelstromsensorwerten des betref fenden Sensorpixels , die in aufeinanderfolgenden Dunkelbildabbildungs zeilen erfasst wurden, ein Erwartungswert für das Dunkelstromrauschen des betref fenden Sensorpixels ermittelt und für die Korrekturen der Abbildungs zeilen verwendet werden, die mit anderen Beleuchtungskonfigurationen innerhalb einer Beleuchtungssequenz auf genommen werden .
Dabei kann vorgesehen sein, dass mehrere in aufeinanderfolgenden Wiederholungen einer Beleuchtungssequenz aufgenommene Kalibrationsbildzeilen gemittelt werden . Wenn beispielsweise nur ein oder zwei Kalibrationsbildzeilen innerhalb einer Beleuchtungssequenz mit mehreren Beleuchtungskonfigurationen zusätzlich zu den Aufnahmen der Abbildungs zeilen mit den betre f fenden Beleuchtungskonfigurationen aufgenommen werden, wird die Gesamtdauer für die Aufnahme aller Abbildungs zeilen nicht nennenswert verlängert , sodass eine große Anzahl von Beleuchtungssequenzen innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne auf genommen werden können . Dadurch können entweder räumlich sehr hoch aufgelöste Abbildungen mit den j eweiligen Beleuchtungskonfigurationen erzeugt werden, oder aber die relative Verlagerung der Zeilenkamera und des Obj ekts mit
hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden, sodass die insgesamt für die Aufnahme und Erzeugung der Abbildungen benötigte Verfahrensdauer reduziert werden kann .
Es kann ebenfalls optional vorgesehen sein, dass mehrere innerhalb einer Beleuchtungssequenz aufgenommene Kalibrationsbildzeilen gemittelt werden . Die mehreren Kalibrationsbildzeilen können dabei entweder unmittelbar aufeinanderfolgend aufgenommen werden, oder aber beispielsweise j eweils im Wechsel Kalibrationsbildzeilen mit einer Aufnahme einer Aufnahmezeile mit einer der mehreren Beleuchtungskonfigurationen innerhalb der Beleuchtungssequenz aufgenommen werden . So könnte beispielsweise nach j eder Beleuchtungskonfiguration eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration vorgesehen sein . Auf diese Weise können sehr aktuelle Informationen für die Korrekturen der einzelnen Abbildungs zeilen verwendet werden, die für die Kalibration der Zeilenkamera erforderlich sind . Die Kalibration der Zeilenkamera kann für j ede Beleuchtungssequenz innerhalb einer Aufnahme ausschließlich auf der Grundlage der innerhalb dieser Beleuchtungssequenz auf genommenen Kalibrationsbildzeilen vorgenommen werden .
Die Erfindung betri f ft auch eine Vorrichtung zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen, wobei die Vorrichtung eine Aufnahmeeinrichtung für das Obj ekt und eine Zeilenkamera aufweist , mit welcher in einem Aufnahmetakt Abbildungs zeilen eines Obj ektstrei fens auf genommen werden können, wobei die Aufnahmeeinrichtung und die Zeilenkamera relativ zueinander entlang einer Aufnahmetra j ektorie verlagerbar sind, sodass aus einer Anzahl von Abbildungs zeilen einzelner
Obj ektstrei fen eine lückenlose Abbildung des Obj ekts zusammengesetzt werden kann, und wobei die Vorrichtung eine Beleuchtungseinrichtung aufweist , mit welcher mindestens zwei verschiedene Beleuchtungskonfigurationen vorgebbar sind, mit denen das Obj ekt beleuchtbar ist , während mit der Zeilenkamera eine Abbildungs zeile aufgenommen wird . Die Beleuchtungseinrichtung kann beispielsweise zwei oder mehr zellenförmige Leuchteinrichtungen mit j eweils einer dimmbaren oder mit einer hohen Frequenz schaltbaren LED-Zeile aufweisen . Die Leuchteinrichtungen können relativ zu dem Obj ekt verlagerbar sowie gegebenenfalls auch schwenkbar angeordnet sein . Die relative Verlagerung des Obj ekts und der Zeilenkamera kann durch eine zumindest linear und gegebenenfalls in einer Ebene verlagerbare Aufnahmeeinrichtung und insbesondere durch einen verlagerbaren Aufnahmetisch in Kombination mit einer orts fest angeordneten Zeilenkamera bewirkt werden . Auch die Beleuchtungseinrichtung kann insgesamt verlagerbar, aber vorzugsweise ebenso wie die Zeilenkamera orts fest angeordnet sein .
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass mit der Beleuchtungseinrichtung mindestens eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration vorgebbar ist , mit welcher in einem Aufnahmetakt eine obj ektunabhängige Kalibrationsbildzeile aufnehmbar ist . Dabei kann es sich beispielsweise um eine Dunkel feldbeleuchtung oder um eine Hell feldbeleuchtung handeln, mit denen j eweils eine vollständig homogene und von dem j eweiligen Obj ekt unabhängige Ausleuchtung bzw . Abdunkelung der Zeilenkamera bewirkt wird . Es ist ebenfalls möglich, für eine obj ektunabhängige Kalibrationsbildzeile ein durch die
Beleuchtungseinrichtung vorgegebenes Kalibrationsleuchtmuster zu erzeugen, welches mit der Zeilenkamera aufgenommen wird . Das für die Kalibration verwendete Kalibrationsleuchtmuster kann beispielsweise eine regelmäßige Abfolge von hellen und dunklen Leuchtstrei fen aufweisen . Das Kalibrationsleuchtmuster bzw . die Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration kann auch eine homogene Ausleuchtung der Zeilenkamera oder eine vollständige Abdunkelung der Zeilenkamera vorgeben . Durch eine derartige Ausgestaltung der Vorrichtung können in einem einzigen Aufnahmevorgang mit einer gleichmäßigen Verlagerung der Zeilenkamera relativ zu dem Obj ekt alle Abbildungen mit den verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen aufgenommen werden und gleichzeitig eine Kalibration der Aufnahmen der Zeilenkamera mit der Beleuchtungseinrichtung durchgeführt werden . Ein gesondert durchzuführendes Kalibrationsverfahren ist ebenso wenig erforderlich wie eine zusätzliche Verlagerung der Zeilenkamera relativ zu dem Obj ekt , die nicht für die Aufnahme der Abbildungs zeilen mit den verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen erforderlich ist . Da keine Umrüstung der Vorrichtung für die Durchführung eines Kalibrationsvorgangs erforderlich ist und die für die Kalibration erforderlichen Aufnahmen der Kalibrationsbildzeilen mit derselben relativen Positionierung und Ausrichtung der Zeilenkamera relativ zu dem Obj ekt aufgenommen werden können, kann auch mit geringem Aufwand eine besonders präzise Kalibration der Zeilenkamera erfolgen .
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass für eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration eine vollständige Verdunkelung des Obj ekts oder eine Abdeckung der Zeilenkamera
vorgebbar ist . Die Abdeckung der Zeilenkamera kann beispielsweise durch eine linear verlagerbare oder verschwenkbare strei fenförmige Obj ektivabdeckung bewirkt werden . Es ist ebenfalls möglich, dass die Vorrichtung in einer lichtdichten Umhüllung oder in einem vollständig abgedunkelten Raum betrieben wird und die Verdunkelung des Obj ekts durch ein vollständiges Abschalten der Beleuchtungseinrichtung bewirkt wird .
Einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens zufolge ist vorgesehen, dass die Beleuchtungseinrichtung für eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration eine an die Zeilenkamera angepasste Kalibrationsleuchteinrichtung aufweist , mit welcher homogenes und auf die Zeilenkamera gerichtetes Licht erzeugbar ist . Die Kalibrationsleuchteinrichtung kann beispielsweise ebenso wie eine zellenförmige Leuchteinrichtung für eine Beleuchtungskonfiguration ausgestaltet sein und eine zellenförmige Anordnung von LEDs aufweisen . Um eine möglichst homogene Lichtabstrahlung zu ermöglichen kann die Kalibrationsleuchteinrichtung eine zwischen den einzelnen Leuchtmitteln wie beispielsweise den LEDs und der Zeilenkamera angeordnete Di f fusoreinrichtung aufweisen . Um zusätzlich das von der Kalibrationsleuchteinrichtung abgestrahlte Licht gezielt auf die Zeilenkamera richten zu können kann die Kalibrationsleuchteinrichtung auch eine Linse oder eine Linsenanordnung oder eine geeignete optische Licht fokussiereinrichtung aufweisen, mit welcher das von den Leuchtmitteln der Kalibrationseinrichtung abgestrahlte Licht in Richtung der Zeilenkamera gebündelt oder gerichtet werden kann . Auch die anderen Leuchteinrichtungen der
Beleuchtungseinrichtung können zusätzliche optische Komponenten wie beispielsweise Di f fusoreinrichtungen, Linsen oder andere geeignete optische Licht fokussiereinrichtungen aufweisen, mit welchen das von den Leuchtmitteln abgestrahlte Licht direkt oder indirekt auf das Obj ekt gerichtet werden kann .
Die Kalibrierungsleuchteinrichtung sollte die Zeilenkamera möglichst homogen ausleuchten . Auch eine nicht vollständig homogene Ausleuchtung kann für eine Kalibration verwendet werden, solange die Ausleuchtung zeitlich konstant ist . In diesem Fall kann die räumlich unterschiedliche Intensität der Ausleuchtung beziehungsweise die Abweichung der Kalibrierungsleuchteinrichtung von einer homogenen Ausleuchtung vermessen und bei der Korrektur berücksichtigt werden .
Es ist ebenfalls denkbar, dass eine Leuchteinrichtung, die für eine vorgebbare Beleuchtungskonfiguration verwendet wird, während eines anderen Aufnahmetakts als Kalibrationsleuchteinrichtung für eine vorgegebene Kalilbrationsbeleuchtungskonf iguration verwendet wird . Die betref fende Leuchteinrichtung kann beispielsweise schwenkbar oder rotierend gelagert sein und abwechselnd in Richtung des Obj ekts oder in Richtung der Zeilenkamera gerichtet Licht abstrahlen .
Vorzugsweise ist optional vorgesehen, dass die Kalibrationsleuchteinrichtung einen zellenförmigen Leuchtstrei fen aufweist , mit welchem ein an die Zeilenkamera angepasster und auf die Zeilenkamera gerichteter Lichtstrei fen aus di f fusem Licht erzeugbar ist . Mit einer
derartigen gesonderten Kalibrationsleuchteinrichtung kann ohne mechanische Verlagerungsvorgänge während der einzelnen Aufnahmetakte die gewünschte Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration vorgegeben werden . Durch den zellenförmigen Leuchtstrei fen sowie die gerichtete Beleuchtung der Zeilenkamera mit di f fusem Licht kann eine intensive homogene Beleuchtung der Zeilenkamera bewirkt werden, ohne dass durch unabsichtlich abgestrahltes Streulicht eine nachteilige Beeinträchtigung der Kalibration befürchtet werden müsste .
In besonders vorteilhafter Weise ist optional vorgesehen, dass die Vorrichtung so ausgestaltet und eingerichtet ist , dass mit der Vorrichtung das vorangehend beschriebene Verfahren gegebenenfalls mit einigen oder allen optionalen Verfahrensschritten durchgeführt werden kann .
Nachfolgend wird ein exemplarisches Aus führungsbeispiel des Erfindungsgedankens näher erläutert , welches in den Abbildungen schematisch dargestellt ist . Es zeigt :
Figur 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen, und
Figur 2 eine schematische Schnittansicht der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung .
Eine in den Figuren 1 und 2 gezeigte Vorrichtung 1 zur Aufnahme mehrerer Abbildungen eines Obj ekts 2 mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen weist eine Aufnahmeeinrichtung 3 für das Obj ekt 2 und eine Zeilenkamera
4 auf . Die Aufnahmeeinrichtung 3 ist beispielsweise ein zumindest linear und gegebenenfalls innerhalb einer Ebene in zwei Richtungen verlagerbarer Tisch oder eine auf Schienen verlagerbare Auflageplatte , auf welcher das Obj ekt 2 angeordnet und festgelegt werden kann . Das Obj ekt 2 kann beispielsweise ein Gemälde oder eine Buchseite sein, oder aber auch eine dreidimensionale Formgebung aufweisen . Die relative Verlagerung der Zeilenkamera 4 und des Obj ekts 2 wird zweckmäßigerweise durch eine Verlagerung der Aufnahmeeinrichtung 3 entlang einer vorgegebenen Aufnahmetra j ektorie bewirkt , während die Zeilenkamera 4 orts fest angeordnet ist . Mit der Zeilenkamera 4 können in einem Aufnahmetakt beispielsweise mit einer Frequenz von 10 kHz Abbildungs zeilen eines Obj ektstrei fens des relativ zu der Zeilenkamera 4 bewegten Obj ekts 2 aufgenommen werden . Der Aufnahmetakt und die Verlagerungsgeschwindigkeit sind so vorgegeben, dass aus einer Anzahl von nacheinander auf genommenen Abbildungs zeilen einzelner in Figur 1 gestrichelt dargestellter Obj ektstrei fen 5 eine lückenlose Abbildung des Obj ekts 2 mit einer vorgegebenen räumlichen Auflösung zusammengesetzt werden kann .
Die Vorrichtung 1 weist eine Beleuchtungseinrichtung 6 auf , mit welcher mindestens zwei verschiedene Beleuchtungskonfigurationen vorgebbar sind, mit denen das Obj ekt 2 beleuchtbar ist , während mit der Zeilenkamera 4 eine Abbildungs zeile aufgenommen wird . Die Beleuchtungseinrichtung 6 weist zu diesem Zweck beispielsweise zwei zellenförmige Leuchteinrichtungen 7 mit einer Anzahl von zellenförmig angeordneten LEDs auf . Die Leuchteinrichtungen 7 sind relativ zu der Zeilenkamera 4 so angeordnet , dass sie parallel zu der Ausrichtung der Zeilenkamera 4 ausgerichtet sind und
beabstandet von einer Abbildungsproj ektionsebene 8 angeordnet sind, welche von der Zeilenkamera 4 und dem Ob ektstrei fen 5 des Obj ekts 2 aufgespannt wird . Die Leuchteinrichtungen 7 können gegebenenfalls relativ zu der Zeilenkamera 4 verlagert oder verschwenkt oder verlagert und verschwenkt werden, sodass ein während eines Betriebs einer Leuchteinrichtung 7 abgestrahltes Licht aus unterschiedlichen Richtungen auf den Obj ektstrei fen 5 fällt und den Obj ektstrei fen 5 während der Aufnahme einer Abbildungs zeile mit der Zeilenkamera 4 beleuchtet . Die Leuchteinrichtungen 7 können synchron zu dem Aufnahmetakt der Zeilenkamera 4 an- und abgeschaltet werden sowie hinsichtlich ihrer Leuchtintensität variabel gedimmt und hinsichtlich ihrer Ausrichtung verschwenkt werden, sodass auf diese Weise mehrere unterschiedliche Beleuchtungskonfigurationen vorgegeben werden können . Eine Beleuchtungssequenz weist eine Anzahl vorgegebener unterschiedlicher Beleuchtungs konfigurationen auf , mit welchen der Obj ektstrei fen 5 des Obj ekts 2 für die Dauer eines Aufnahmetakts beleuchtet wird . In den Figuren 1 und 2 sind die von den Leuchteinrichtungen 7 während des Betriebs der Leuchteinrichtungen 7 abgestrahlten Lichtstrei fen mit gestrichelten Linien angedeutet .
Während eines Aufnahmeschritts wird das Obj ekt 2 relativ zu der Zeilenkamera 4 verlagert , und es werden kontinuierlich in aufeinanderfolgenden Aufnahmetakten die unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen vorgegeben und Aufnahmezeilen von dem j eweils unterschiedlich beleuchteten Obj ektstrei fen 5 aufgenommen . Sobald alle Beleuchtungskonfigurationen einer Beleuchtungssequenz nacheinander vorgegeben und entsprechende Aufnahmen gemacht wurden, wird die Beleuchtungssequenz wiederholt und es werden erneut Aufnahmen mit den
verschiedenen Beleuchtungskonfigurationen aufgenommen . Dies wird solange wiederholt , bis das Obj ekt 2 vollständig entlang der Aufnahmetra ektorie an der Zeilenkamera 4 vorbeibewegt wurde und in j eder Beleuchtungskonfiguration eine ausreichend große Anzahl von Abbildungs zeilen der über das Obj ekt 2 wandernden Obj ektstrei fen 5 auf genommen wurden, sodass für j ede Beleuchtungskonfiguration die einzelnen Abbildungs zeilen zu einer lückenlosen Abbildung des Obj ekts 2 mit derselben Beleuchtungskonfiguration zusammengesetzt werden können .
Die Beleuchtungseinrichtung 6 ist so ausgestaltet und eingerichtet , dass mit der Beleuchtungseinrichtung 6 mindestens eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration vorgebbar ist , mit welcher in einem Aufnahmetakt eine Kalibrationsbeleuchtung erzeugt wird und eine obj ektunabhängige Kalibrationsbildzeile auf genommen werden kann . Eine Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration kann beispielsweise durch das gleichzeitige Abschalten aller Leuchteinrichtungen 7 vorgegeben werden, sodass kein Licht auf den Obj ektstrei fen 5 fällt und die Zeilenkamera 4 ein Dunkelbild aufnimmt .
Um die Zeilenkamera 4 während der Aufnahme einer Kalibrationsbildzeile vollständig abzuschatten kann vorgesehen sein, dass eine strei fenförmige Obj ektivabdeckung 9 seitlich neben der Zeilenkamera 4 so angeordnet ist , dass die Obj ektivabdeckung 9 während einer vorgegebenen Kalibrationsbeleuchtungskonfiguration vor die Zeilenkamera 4 verlagert wird und die Zeilenkamera 4 lichtdicht abdeckt , sodass kein Licht in die Zeilenkamera 4 eindringen kann und ausgehend von einer derart vorgegebenen Dunkelbildbeleuchtung
eine Dunkelbildkorrekturzeile mit der Zeilenkamera 4 auf genommen werden kann .
Weiterhin kann eine ebenfalls zellenförmige Kalibrationsleuchteinrichtung 10 vorgesehen sein, die in der Nähe der Zeilenkamera 4 so angeordnet ist , dass mit der Kalibrationsleuchteinrichtung 10 ein zellenförmiger Leuchtstrei fen so auf die Zeilenkamera 4 gerichtet werden kann, dass die Zeilenkamera 4 obj ektunabhängig homogen beleuchtet wird und ausgehend von einer derart vorgegebenen Hellbildbeleuchtung eine Hellbildkorrekturzeile aufgenommen werden kann . Sowohl die Dunkelbildkorrekturzeile als auch die Hellbildkorrekturzeile können zur Kalibration der Zeilenkamera 4 und zu einer Korrektur der einzelnen Abbildungs zeilen verwendet werden, die mit den unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen der Beleuchtungseinrichtung 6 auf genommen werden .
Zwischen dem Ob ektstrei fen 5 und der Zeilenkamera 4 kann eine optische Abbildungseinrichtung 11 angeordnet sein, um den Obj ektstrei fen 5 auf eine Sensorfläche der Zeilenkamera 4 abzubilden . Zwischen der Kalibrationsleuchteinrichtung 10 und der Zeilenkamera 4 kann eine Di f fusorlinse 12 angeordnet sein, mit welcher das von der Kalibrationsleuchteinrichtung 10 abgestrahlte Licht di f fus auf die Zeilenkamera 4 gerichtet werden kann .
Innerhalb einer Beleuchtungssequenz können wahlweise eine oder mehrere verschiedene Kalibrationsbeleuchtungskonfigurationen j eweils einfach oder mehrfach vorgegeben werden, mit welchen zusätzlich zu den Abbildungs zeilen in den verschiedenen
Beleuchtungskonfigurationen für die verschiedenen Aufnahmen des Obj ekts 2 weitere Konfigurationsbildzeilen aufgenommen werden, die für eine Kalibration der Zeilenkamera 4 und eine entsprechende Korrektur der mit den Beleuchtungskonfigurationen auf genommenen Abbildungs zeilen verwendet werden können .
Auf diese Weise können während eines Aufnahmeschritts und während einer einzigen Verlagerung des Obj ekts 2 mit der Aufnahmeeinrichtung 3 entlang der in den Figuren 1 und 2 mit einem großen Pfeil 13 angedeuteten Aufnahmetra j ektorie alle Abbildungs zeilen für die verschiedenen Abbildungen des Obj ekts 2 mit unterschiedlichen Beleuchtungskonfigurationen sowie alle für die gegebenenfalls kontinuierlich durchgeführte Kalibration der Zeilenkamera 4 erforderlichen Kalibrationsbildzeilen aufgenommen werden . Eine gesonderte Kalibration vor Beginn der Verlagerung des Obj ekts 2 entlang der Aufnahmetraj ektorie und der Aufnahmen für die einzelnen Abbildungen ist nicht erforderlich .