AT10051U1 - Zündeinrichtung für einen pyrotechnischen gasgenerator - Google Patents
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- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
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Description
2 AT 010 051 U1
Die Erfindung betrifft eine Zündeinrichtung für einen pyrotechnischen Gasgenerator gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Zündeinrichtungen werden in Gasgeneratoren verwendet, die in Fahrzeugen zur Aktivierung von Sicherheitseinrichtungen, wie Airbags, Gurtstraffer u. dgl., eingesetzt werden, die im Falle hoher Beschleunigungskräfte, wie sie bei einem Unfall auftreten, aktiviert werden. Solche Zünder sind daher sehr schwierigen Umweltbedingungen, wie Feuchtigkeit, Vibrationen, hohen und tiefen Temperaturen, Staub usw., ausgesetzt.
Dabei sind solche Zündeinrichtungen in einem Treibladungsgehäuse bzw. einer Treibladung untergebracht, wobei das Gehäuse gegenüber dem Sockel dicht sein soll, um den Eintritt von Feuchtigkeit zu verhindern.
Es ist notwendig, für den Sockel einen relativ harten Kunststoff zu verwenden, und zwar ist dies aus dem Grund notwendig, damit im Falle eines Brandes, bei dem eine Zündung aufgrund der thermischen Belastung möglich ist, sichergestellt ist, dass es nicht zu einem Absprengen des Sockels der Zündeinrichtung kommen kann, sondern dass das Gas der Treibladung trotz der aufgrund der thermischen Belastung schlechteren mechanischen Werte des Materials des Sockels den vorgesehenen Weg strömt.
Ein derart hartes Material hat aber den Nachteil, dass es sich nicht so leicht dicht mit anderen Bauteilen verbinden lässt, es ist also schwierig, den Übergang zwischen Sockel und Zünder und den Übergang zwischen Sockel und Gehäuse der Treibladung zuverlässig abzudichten.
Bei den bisher bekannten derartigen Zündeinrichtungen wird meist ein O-Ring zur Abdichtung gegen das Gehäuse der Treibladung verwendet, weil - wie erwähnt - für den aus einem Stück hergestellten Sockel der Zündeinrichtung, der meist durch Spritzen hergestellt wird, ein relativ harter Kunststoff verwendet werden muss. Dadurch wird aber immer noch nicht eine dichte Verbindung zwischen Sockel und Zünder geschaffen. Damit könnte Feuchtigkeit entlang der Anschlüsse bis zur Außenseite des Zünders gelangen und dann zwischen Zünder und Sockel zur Treibladung Vordringen.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Zündeinrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich durch ein hohes Maß an Sicherheit gegen ein Eindringen von Feuchtigkeit und damit eine sehr lange Funktionsfähigkeit auszeichnet und sich mit einem geringen Aufwand hersteilen lässt, und bei der dennoch gesichert ist, dass der Sockel auch im Brandfalle nicht abgesprengt werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies bei einer Zündeinrichtung der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ergibt sich der Vorteil, dass der Sockel der Zündeinrichtung teilweise aus einem weichen Kunststoff hergestellt ist und daher eine gute Abdichtung erzielt: wenn der weiche Teil außen liegt, dann kann man das Gehäuse auch ohne O-Ring dicht mit dem Sockel verbinden; wenn der weiche Teil innen liegt, dann erzielt man zwischen Sockel und Gehäuse der Boosterladung eine sehr gute Abdichtung. Trotzdem kann im Falle eines Brandes - wegen des harten, hochtemperaturfesten Teils - der Sockel oder der Anschluss nicht abgesprengt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Gehäuse der Treibladung den harten Teil in Position hält, wenn dieser außen liegt, sodass dieser (zusammen mit dem Gehäuse) den weichen Teil fixiert.
Durch die Merkmale des Anspruchs 2 ergibt sich eine in konstruktiver Hinsicht sehr einfache Lösung, wobei auf einfache Weise sichergestellt werden kann, dass beide Teile des Sockels Abschnitte der Mantelfläche des Sockels bestimmen. 3 AT 010 051 U1
Um eine sichere Verbindung der beiden Teile des Sockels zu gewährleisten ist es vorteilhaft, die Merkmale des Anspruchs 3 vorzusehen. Dadurch ergibt sich der Vorteil einer formschlüssigen Verbindung. Bei einer entsprechenden Auswahl der verwendeten Kunststoffe und aufeinander folgendem Spritzen der Teile des Sockels kann auch erreicht werden, dass der die stirnseitige Ausnehmung aufweisende Teil des Sockels den in diese Ausnehmung eingreifenden Teil presst. Dadurch ergibt sich eine besonders gute und sichere Verbindung der beiden Teile des Sockels.
Grundsätzlich ist es aber auch möglich, eine rein kraftschlüssige bzw. chemische Verbindung der beiden Teile des Sockels vorzusehen.
Durch die Merkmale des Anspruchs 4 ergibt sich der Vorteil, dass die Zündeinrichtung sehr einfach mit dem Gehäuse der Treibladung dicht verbunden werden kann: das Gehäuse kann über die Schulter des Sockels gebördelt werden, wodurch die erforderliche Dichtheit z.B. mit einem O-Ring erreicht werden kann.
Vorzugsweise besteht der Teil des Sockels, der am Zünder anliegt, aus dem weicheren Kunststoff. Damit ist die Abdichtung zwischen Zünder und Sockel gelöst, das Gehäuse kann gegenüber dem Sockel wie üblich mit einem O-Ring abgedichtet werden.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen die Fig. 1 und 2 zwei erfindungsgemäße Zündeinrichtung im Schnitt.
Eine Zündeinrichtung weist einen Zünder 1 auf (in Fig. 1 als Zündpille dargestellt, in Fig. 2 als GTMS-Zünder), der mittels eines elektrischen Impulses zur Zündung bringbar ist. Dieser Zünder 1 ist elektrisch leitend mit Kontaktstiften 3 verbunden. Er kann mit einer Hülle versehen sein, wie dies in der AT 500478 B beschrieben ist, um ihn vor Feuchtigkeit zu schützen.
Er weist Kontaktstifte 3 auf, die hinter der Schnittebene mit Anschlussfahnen 9 elektrisch leitend verbunden sind, die zwei Teile 7, 8 eines Sockels 6 durchsetzen.
Der Zünder 1 ist von einem Teil 7 umspritzt, wobei dieser Teil 7, wie bereits erwähnt, Teil des Sockels 6 ist und bei dieser Ausführungsform aus einem relativ weichen Kunststoff hergestellt ist. Dieser Teil 7 des Sockels 6 sorgt für eine dichte Verbindung zwischen Sockel 6 und Zünder 1.
Dieser Teil 7 des Sockels 6 ist teilweise von dem zweiten Teil 8 des Sockels 6 umgeben, der aus einem härteren Kunststoff hergestellt ist. Er sorgt für ausreichende mechanische Festigkeit auch bei großer thermischer Belastung, wie sie z.B. im Fall eines Brandes gegeben ist. Da das Gehäuse der nicht dargestellten Treibladung um den Teil 8 gebördelt wird, hält der Teil 8 den Teil 7 in Position, auch wenn der Teil 7 im Falle eines Brandes seine mechanische Festigkeit verliert.
Der Teil 7 des Sockels 6 ist im Wesentlichen kegelig oder pyramidenförmig ausgebildet und greift in eine stirnseitig angeordnete gegengleiche Vertiefung 12 des Teiles 8 ein. Dabei ist die Mantelfläche des Teiles 7 mit einer Rille 13 versehen, in die ein entsprechender gegengleicher Wulst des Teiles 8 eingreift. Dadurch ergibt sich eine formschlüssige Verbindung der beiden Teile 7 und 8 zum Sockel 6. Jeder der beiden Teile 7, 8 des Sockels 6 bestimmt einen Teil der Mantelfläche 15 des Sockels 6.
Zweckmäßigerweise werden die Teile 7 und 8 des Sockels 6 durch teilweises Umspritzen des Zünders 1, wobei der Teil 7 gebildet wird, und anschließendes teilweises Umspritzen des Teiles 7 zur Bildung des Teiles 8 hergesteilt. Dadurch ergibt sich ein sehr inniger Zusammenhalt der beiden Teile 7 und 8.
Claims (1)
- 4 AT 010 051 U1 Grundsätzlich ist es auch möglich, den Teil 7 aus einem härteren Kunststoff herzustellen und den Teil 8 aus einem weicheren Kunststoff. Dies hat den Vorteil, dass dann u.U. der O-Ring zwischen dem Gehäuse der Treibladung und dem Sockel 6 entfallen kann. Es ist auch denkbar, den Sockel aus drei Teilen zusammenzusetzen, wobei dann vorzugsweise der harte Teil zwischen zwei weicheren Teilen liegt. Weiters ist es auch möglich, die beiden Teile 7 und 8 des Sockels statt wie dargestellt mit einer formschlüssigen Verbindung mit einer kraftschlüssigen bzw. chemischen Verbindung zu verbinden. Ansprüche: 1. Zündeinrichtung für einen pyrotechnischen Gasgenerator, insbesondere für Airbags, Gurtstraffer od. dgl., mit einem Zünder (1) mit Kontaktstiften (3) und einem Sockel (6), der mit einem Gehäuse einer Treibladung verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (6) aus mindestens zwei Teilen aus Kunststoffen mit unterschiedlicher Härte besteht, wobei die beiden Teile (7, 8) des Sockels fest miteinander verbunden sind, sodass der harte Teil ein Wegsprengen des weichen Teils verhindert. 2. Zündeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Teile (7) des Sockels (6) im Wesentlichen kegelig oder pyramidenförmig ausgebildet ist und in eine stirnseitige gegengleiche Ausnehmung (12) des zweiten Teiles (8) des Sockels (6) eingreift. 3. Zündeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (7, 8) an ihren aneinander anliegenden Mantelflächen mit ineinander greifenden Strukturierungen, vorzugsweise Wülsten (14) und Rillen, (13) versehen sind. 4. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (8) des Sockels (6) eine Schulter (14) für das Gehäuse aufweist. 5. Zündeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Sockels, der am Zünder anliegt, aus dem weicheren Kunststoff besteht. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT0039707U AT10051U1 (de) | 2007-06-26 | 2007-06-26 | Zündeinrichtung für einen pyrotechnischen gasgenerator |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT10051U1 true AT10051U1 (de) | 2008-08-15 |
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Family Applications (1)
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| AT0039707U AT10051U1 (de) | 2007-06-26 | 2007-06-26 | Zündeinrichtung für einen pyrotechnischen gasgenerator |
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|---|---|
| AT (1) | AT10051U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE112018006205B4 (de) | 2017-12-05 | 2025-01-30 | Daicel Corporation | Zünderanordnung und Gasgenerator |
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2007
- 2007-06-26 AT AT0039707U patent/AT10051U1/de not_active IP Right Cessation
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