AT100692B - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln.

Info

Publication number
AT100692B
AT100692B AT100692DA AT100692B AT 100692 B AT100692 B AT 100692B AT 100692D A AT100692D A AT 100692DA AT 100692 B AT100692 B AT 100692B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
adsorption
gases
gel
mixture
vapors
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Silica Gel Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Silica Gel Corp filed Critical Silica Gel Corp
Application granted granted Critical
Publication of AT100692B publication Critical patent/AT100692B/de

Links

Landscapes

  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem
Gemisch durch Adsorption mit porösen   Adsorptionsmittelll.   



   Die vorliegende Erfindung betrifft die Gewinnung von Gasen und Dämpfen aus   Gemischen   durch Adsorption und   Wiederaustreibung   der adsorbierten Anteile und steckt sich das Ziel, die den bisher bekannten Methoden anhaftenden Schwierigkeiten und Begrenzungen zu beseitigen, so dass Gase oder Dämpfe, selbst wann sie in sehr geringen Mengen in der betreffenden Mischung enthalten sind, bei   mässigen   Temperaturen und Drucken ausgeschieden oder wiedergewonnen werden können.

   Die Erfindung besteht im Wesen darin, dass als Adsorptionsmittel Kieselsäure-Gel oder ein anderes Gel verwendet wird, dessen Hohlraumstruktur eine derartige ist, dass das Gel in Abwesenheit permanenter Gase durch statische Adsorption bei 15  C und einem Wasserdampfdruck von 3-4 mm Hg keine nennenswerten Mengen H20 aufnimmt, hingegen bei gleicher Temperatur und einem Wasserdampfdruck von   9-11mm beträchtliche     Wassermsngen statisch   zu adsorbieren vermag. 



   Es ist   s : it   langem bekannt, dass das Adsorptionsmittel eine feinporige Struktur besitzen muss, um einen Stoff in wirksamer Weise zu adsorbieren, nicht bekannt aber war bisher, dass die Grösse der Poren auch das Freiwerden bzw. die Wiedergewinnung des adsorbierten Stoffes beeinflusst und regelt. Diese Entdeckung bildet die Grundlage der vorliegenden Erfindung. Es ergibt sich aus ihr die Regel, 
 EMI1.1 
 Konzentration so gewählt ist, dass der Dampfdruck bei   150 C 9-11mJn Quecksilber   beträgt. Nimmt   dr Körper b : i dhsem Prtialdruck   keine nennenswerte Menge von Dämpfen auf, so ist er für das vorliegende Verfahren unbrauchbar. Dies beweist nämlich, dass die Poren zu gross sind.

   Wird dagegen bei dem genannten Partialdruck eine grössere Menge von Dampf aufgenommen, dann ist der Körper geeignet, vorausgesetzt, dass die Poren nicht zu klein sind. Um den Körper ant diese Bedingung hin zu untersuchen, wird er dem zweiten Teil der Untersuchung wie folgt unterzcgen. 



   2. Das Adsorptionsmittel wird in getrocknetem Zustande in einem geeigneten   Gefäss   über Schwefelsäure gestellt, deren Konzentration so gewählt ist, dass sie bei 15  Ceinen Dampfdruck von 3-4 mm Quecksilber ergibt. Nimmt das Material bei diesem niedrigen Partialdruck gleichfalls beträchtlichere Mengen von Wasserdampf auf, dann ist es für die Zwecke der Erfindung ungeeignet, weil, wie dies z. B. bei vegetabilischer Kohle der Fall ist, die Poren zu klein sind, um eine Entbindung der adsorbierten Substanz in   ökonomischer Weise zu   gestatten. Nimmt dagegen das Material bei dem genannten niedrigen Partialdruck keine nennenswerte Menge von Wasserdampf auf, dann ist es für die Erfindung tauglich.

   Diese zwei Versuche beweisen, dass der fraglich Körper Poren von solcher Grösse hat, dass der Dampfdruck zwischen 3 und 11 min Quecksilber beträgt, wenn das Gleichgewicht mit Dämpfen hergestellt ist, deren Druck   bei 15'C innerhalb   dieser Grenzen liegt. 



   Diese Angabe hat den Zweck, die Grenzwerte der Porengrössen festzusetzen, sie soll aber nicht besagen, dass ein Gel Poren von verschiedenen Dimensionen haben muss, die innerhalb der erwähnten
Grenzen liegen. Es ist im Gegenteil die Verwendung eines Gels vorzuziehen, dessen Poren durchgehend nahezu gleichartig sind, wob3i die Adsorption gewisser Gase und Dämpfe wirksamer vor sich geht, wenn das Gal kleinere Poren hat, als wenn sich die Porengrösse der oberen Grenze nähert. 



   Ein durch Gelatinierung einer kolloidalen Lösung von Kieselsäure nach dem nachstehend   gekenn-   zeichneten Verfahren hergestelltes   Gl   hat Poren, deren Abmessung zwischen den erwähnten Grenzen liegt, und ergibt die gewünschten Resultate bezüglich Adsorption und Entbindung.

   Dieses Herstellungs verfahren besteht im Wesen darin, dass bei der Herstellung einer kolloiden Lösung von Kieselsäure durch Behandlung von löslichen Silikaten mit Säuren die Wasserstoffionenkonzentration derart eingestellt wird, dass einerseits weder eine Bildung eines Niederschlages noch sofortige Gelatinierung eintritt, anderseits die kolloide Lösung aber auch nicht stabilisiert wird, worauf man die Lösung ohne Entfernung der   Kristalloide   durch Dialyse oder ähnliche Trennungsmethoden bis zur freiwilligen Erstarrung zum Hydrogel sich selbst überlässt und dieses Hydrogel durch einfaches Auswaschen von der   überschüssigen   Säure und den Salzen befreit und hernach entsolvatisiert.

   Ein so gewonnenes Gel, das derart getrocknet wurde, dass es noch eine geringe Menge des Hydratwassers enthält, wird für das vorliegende Ver- fahren vorzugsweise verwendet. Es können aber auch andere Adsorbentien von geeigneter Hohlraum- struktur im Sinne der Erfindung benutzt werden. Beispielsweise kann das Gel von Tonerde, Eisen- oxyd, Zinnoxyd u. dgl. so dargestellt werden, dass es den aufgestellten Bedingungen entspricht. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei dem   vorliegenden Verfahren   wird die Wirkung ausgenutzt, welche ganz   kleine Kapillarräume   auf den Dampfdruck einer Flüssigkeit ausüben. Es wird nämlich in den feinen Poren des Gels eine Verdichtung des Gases oder Dampfes herbeigeführt, die einer Verflüssigung ähnelt, d. h. die Gasmoleküle werden in den kleinen inneren Hohlräumen des Gels so weit aneinandergedrängt, dass in Ansehung der Masse in der Volumeinheit der Zustand des adsorbierten Gases dem Zustand einer Flüssigkeit ähnlicher erscheint, als dem eines Gases. Gewisse Anzeichen weisen darauf hin, dass unter bestimmten Umständen das Gas in den Poren tatsächlich verflüssigt ist.

   Diese Wirkungen kommen unter Temperatur-und Druckverhältnissen zustande,   die von denen, unter welchen eine Verflüssigung in der Regel stattfindet, beträchtlich   abweichen. Um z. B. aus einer Mischung von   1% Schwefeldioxyd   und   99%   Luft das erstere zu verflüssigen, ist bei 0  C ein Druck von 100-200 Atm. nötig. Bringt man aber eine solche Mischung unter atmosphärischem Druck mit einem geeigneten Kieselsäure-Gel bei 0  C zusammen, so wird, selbst wenn die 
 EMI2.1 
 zwei oder drei Stunden in den austretenden Gasen nur eine Spur von   Schwefddioxyd   vorhanden. Ungefähr um diese Zeit beginnt ein wahrn : hmbare Menge von Schwefeldioxyd in den Abgasen aufzutreten, die mit der Zeit wächst.

   Die von der Gewichtseinheit des Gels adsorbierte Menge von   Schwefeldioxyd   ist von der Temperatur, bei welcher die Adsorption stattfindet, und der Konzentration des Schwefeldioxyds in der Mischung mit Luft abhängig. Die durch Adsorption gebundene Menge steigt mit abnehmen- 
 EMI2.2 
 von   60 C gehalten wird,   so wird die Zeit, innerhalb welcher   einzige   Adsorption erreicht wird, kürzer,   bei 100 abermals   etwas kürzer und bei   200 noch   kürzer. Bei einem höheren Prozentsatz von
Schwefeldioxyd wird die Dauer bis zur Erreichung der   100%igen Adsorption geringer   als für eine halbprozentige Mischung ; aber die am Schlusse im Gel enthaltene Gesamtmenge wird   grosser   sein.

   Mit andern Worten, wenn eine gegebene Mischung von   S02   und Luft bei einer gegebenen Temperatur über das Gel geleitet wird, dauert die Adsorption an, bis ein bestimmtes Quantum von   S02   adsorbiert ist. Darüber hinaus findet keine Adsorption statt, so dass der Prozentsatz an   802   im austretenden Gase dem im eintretenden gleich wird. Wenn   jetzt eins Mischung   von höherer   S02-Konzentration   über das Gel geführt wird, so wird die Adsorption wieder einsetzen, um in einer bestimmten Zeit wieder aufzuhören.

   Anderseits wird, wenn das Gel bd einer gegebenen Temperatur im Verhältnis zu einer Mischung von bestimmter Konzentration gesättigt ist und dann eine Mischung, die weniger   S02   enthält, darüber geleitet wird, das Gel einige Zeitlang   802   abgeben und   schliesslich   ein Glcichgewichtszustand eintreten, d. h. die Konzentration der aus dem Gel austretenden Gase wird dieselbe sein, wie die der eintretenden. 



   Allgemein gesprochen, wird mithin bei einer gegebenen Temperatur das eine bestimmte Menge   802   enthaltende Gel sich bei entsprechender   S02-Konzentration   des umgebenden Mediums mit diesem im Gleichgewicht sich befinden, und es wird entweder Adsorption oder Entbindung von SO2 eintreten, je nachdem das Gleichgewicht nach der einen oder der andern Richtung hin verschoben wird. 



   Das für Schwefeldioxyd Gesagte gilt in gleicherweise für Gase und Dämpfe im allgemeinen. Das Adsorptionsvermögen des Gels steigt mit abnehmender Temperatur, weshalb es unter Umständen vorteilhaft ist, das so behandelte Gas-oder Dampfgemisch vor dem Zusammenbringen mit dem Adsorbens zu kühlen. Als allgemeine Regel für die betriebsmässige Ausführung des Verfahrens mag gelten, dass die Adsorption bei der tiefsten Temperatur vorzunehmen ist, die sich wirtschaftlich aufrechterhalten lässt. Bei Behandlung eines Dampfes, der als Flüssigkeit unter atmosphärischem Druck ungefähr bei 0  C siedet, mag die Adsorption bei einer beliebigen Temperatur bis zu plus 30  oder 40  C vor sich gehen. 



  Für eine wirksame Adsorption von Gasen, die im flüssigen Zustande tiefere Siedepunkte haben, wie z. B. 



  Schwefeldioxyd, sind entsprechend tiefere Temperaturen zu wählen, wogegen für die Adsorption der Dämpfe von Flüssigkeiten mit höheren Siedepunkten, wie Äther, Azeton, Gasolin usw. die Temperaturgrenzen, innerhalb welcher vorteilhaft gearbeitet werden kann, viel weiter auseinanderliegen ; bei   gewöhn-   licher Temperatur (20  und 30  C) lässt sich eine sehr wirksame, reichliche Adsorption der Stoffe dieser Gruppe erzielen. Soweit sich eine Arbeitsvorschrift für Gase und Dämpfe im allgemeinen aufstellen lässt, geht sie dahin, dass die Adsorption entweder unter dem Siedepunkt oder höchstens etwa 50  C über der Temperatur vorgenommen werden soll, bei der das verflüssigte Gas unter dem Druck einer   Atmosphäre   siedet. 



   Ein sehr wichtiger Vorteil der Erfindung beruht darin, dass man aus einem Gel von der Hohlraumstruktur des Kieselsäure-Gels das adsorbierte Medium (Gas oder Dampf) bei einer Temperatur entbinden kann, die verhältnismässig nicht sehr erheblich von der Temperatur abweicht, bei der die Adsorption vor sich geht. So kann z. B. das Schwefeldioxyd bei Verwendung von Kieselsäure-Gel oder einem Gel ähnlicher Struktur aus einer weniger als   1% Schwefeldioxyd   enthaltenden Mischung bei 10  C oder 20  C adsorbiert und bei 100  C fast vollständig ausgetrieben werden, u. zw. nach Belieben entweder in praktisch reinem Zustande oder gemischt mit Luft, bis zu einem Gehalt von nahezu   100% SO2.

   Wenn   das Gel, das durch Überleiten einer   0'5%igen Mischung   von   SO,   und Luft bei 10  C mit   SO   gesättigt wurde, 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 auf einer Temperatur von   1000 C gehalten   und unter atmosphärischem Druck ein Luftstrom dmchgeblasen wird, so lässt sich durch Regelung der   Luftmenge   jede beliebige Mischung bis zu einem Gehalt von etwa   25 Volumprozent Sehwefeldioxyd   erzielen ; bei   höherer   Temperatur lässt sich der Prozentsatz an Schwefel-   dioxyd unter sonst gleichen Arbeitsbedingungen noch steigern. Eine andere Methode zur Wiedergewinnung   des adsorbierten Gases besteht darin, dass der Druck ausserhalb des Gels vermindert wird.

   Durch geeignete Regelung der Temperatur, des Druckes und der während der Entbindung des adsorbierten Schwefeldioxyds zugeführten Luftmenge kann jede beliebige Mischung bis zu einem Gehalt von nahezu   1000/o   Sehwefeldioxyd gewonnen werden. In allen diesen Fällen wird das Gleichgewicht zwischen dem vom Gel adsorbierten Gas und dem gleichen Gas, das sich im   Medium ausserhalb   des Gels befindet, gestört. 



   Um eine praktische   Anwendungsart der   Erfindung zu erläutern, sei eins Einrichtung zur Wiedergewinnung von Sehwefeldioxyd aus den Abgasen von Röst- und Schmelzöfen für schwefelhaltige Erze beschrieben. Das Verfahren soll jedoch keineswegs auf diese Verwendung beschränkt werden, sondern kann auch zur Wiedergewinnung anderer Gase, wie Kohlensäure, Ammoniak, Stickstoff und Oxyden. 



  Dämpfen von Flüssigkeiten, wie Alkohol, Äther, Azeton, Schwefelkohlenstoff, Chloroform, Gasolin und vieler anderer Gase und Dämpfe, verwendet werden. 
 EMI3.1 
 stattfindet. Anderseits bedeutet dies aber keinesfalls, dass eine   chemische Verbindung zwischen zwei oder   mehreren Gasen, nachdem dieselben in das Gel   eingetreten   sind, sich nicht vollziehen könnte oder   dülfte.   



   Fig. 1 der Zeichnung   zeigt eim schematisch   dargestellte Vorrichtung zur Auführung deserfungdoen Verfahrens im Vertikalschnitt, Fig. 2 im   Grundriss,   Fig. 3 eine ähnliche   Anordnung   mit geänderter Aus- 
 EMI3.2 
 



   Vom Kühler 16 gelangt das Gasgemisch zu einem Verteiler 17,   dessen Abzweigungen   zu den
Adsorptionstürmen 29 fürhren. Von diesen letzteren sind drei dargestellt, ihre Anzahl kann jedoch eine beliebige sein. Ein solcher Turm besteht aus einem Mantel mit einer oberen Haube   20   und einer unteren
Haube 21. Im Innern des Gehäuses sitzt in einigen Abstand von den Deckeln oben und unten je eine gelochte Platte 22 und 23, in deren Öffnungen die Enden der Rohre 24   beiderseits einmünden.   Der Raum um die Rohre 24 herum dient zur Aufnahme des in   KÖl'l1erform     eingebraehten   Gels von geeigneter Be- schaffenheit, das unter Wahrung eines gehörigen Abstandes von den Platten 22 und 23 aufgeschichtet wird.

   Die   Abzwcigrohre 18 münden   in den Mantel 19 unterhalb der   AdsorptioiMinasse 2J   und oberhalb der Platte 23 ein, so dass die Abgase dem Gel zuströmen, von dem das   Schwefeldioxid   adsorbiert wird. während die ändern Gase, die Adsorptionsmasse   durchstreichend,   durch ein Rohr 26 in den Abzug 27 gelangen. 



   Die gekühlte Gasmischung wird der Adsorptionsmasse, so lange   zugeführt,   bis sich eine Spur von
Sehwefeldioxyd in den abziehenden Gasen vorfindet. Sodann wird die Leitung zu den Adsorptions- türmen durch ein in das Zweigrohr 18 eingebautes Ventil   Z8   abgesperrt. 



   Bei dieser Ausführungsart der Erfindung wird das adsorbierte Gas   hernach durch Erhitzen des  
Gels wieder gewonnen, u. zw. unter gleichzeitiger Zufuhr von Luft durch das mit einem   Regnlin ventil 45   versehene Rohr 44. Die Strömung der Luft und des   Schwdddioxyds wird durch   ein saugendes Gebläse 46 hervorgerufen, in welches, wenn das Ventil 29 im Abzug 27 geschlossen ist, das Schwefeldioxyd und die durch das   Ventil 4o in geregelter Menge, zugeführte   Luft durch das Rohr   30,   ein Sammelrohr 31 und durch das Rohr 32 gelangt und von wo aus das   entbundene   Gas an die vorbrauche- oder Sammelstelle getrieben wird. Ein Ventil 33 im Rohr 30 schliesst dieses letztere ab, wenn die Gase während der Adsorption in den Abzug 27 geführt werden. 



   Die zum Austreiben des   Sehwefeldioxyds   erforderliche   Erwärmung   kann in beliebiger Weise erfolgen. Bei der   dargestellten Ausführungsform führt   ein Rohr   34   von einer Stelle nahe dem Druck- stutzen des Gebläses 12 zur unteren Haube 21 des Adsorptionsturmes. Wenn das Ventil 35 im Rohr 13 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 durchziehen und daher die Adsorptionsmasse erhitzen. Durch ein Rohr 36 gelangen sie dann aus der oberen Sammelkammer 21 des Turmes in das Rohr   13, u. zw. wie   aus Fig. 1 ersichtlich, hinter dem Ventil 35 ; sie durchstreichen den Kühlturm 14 sowie den Kühler 16 und können sodann einem andern Adsorptionsturm zugeführt werden, wo sich die Abtrennung des in ihnen enthaltenen Schwefeldioxyds durch das Gel in der beschriebenen Weise vollzieht.

   In dieser Weise dienen die Gase zunächst zur Erhitzung der Adsorptionsmasse in der Phase der Gasentbindung, wobei sie gleichzeitig bis zu einem gewissen Grade vorgekühlt werden. Das Rohr   34   ist mit jedem einzelnen Ausscheidungsturm verbunden, u. zw. durch einen Verteiler 37 mit den zu den Türmen führenden Abzweigungen   38,   in welchen Ventile 39 die Zufuhr von heissen Gasen zu jedem Turme regeln. 



   Das adsorbierte Gas kann auch in anderer Weise wiedergewonnen werden, z. B. dadurch, dass man das Gel unter verminderten Druck setzt. Eine Einrichtung zur Gewinnung des adsorbierten Gases in dieser Art ist in Fig. 3 und 4 schematisch dargestellt. Hier sind die früher erwähnten Rohre 34 und   36   
 EMI4.1 
 einfachen   Gehäuse 79, in welches   das   Gel25so eingeschichtet   ist, dass oberhalb des Bodens 21/und unterhalb des Deckels 20'ein freier Raum verbleibt. Die zu trennenden gekühlten Gase werden vom Kühler 16 weg durch den Verteiler 17 und das Rohr 18 zum Turme geführt, wo die Adsoiption sich vollzieht. Die restlichen Gase entweichen durch den Kamin   27,   zu welchem Zwecke das Ventil 29 offen und das Ventil 33 im Rohr 30 geschlossen sein muss.

   Bei Beendigung der   Adsorptionsphase'   (Einschaltung des nächsten Turmes) wird das Ventil 29 geschlossen und das Ventil 33 geöffnet, so dass die Adsorptionsmasse durch die Pumpe 40 unter verminderten Druck gesetzt werden kann, wobei das Schwefeldioxyd angesaugt und durch ein Rohr   41   weitergetrieben wird. In den   Gehäuseraum   unterhalb des Gels kann durch ein mit Regulierventil versehenes Rohr   4-1'Luft eingebracht   werden. 



   Es ist klar, dass dasselbe Resultat erzielt werden kann, wenn man, anstatt die Gasmischung vor der Zuführung zum Gel zu kühlt, die Adsportionsmasse selbst kühlt. 



   Wo im vorstehenden vom Siedepunkt, gesprochen wird, ist, wenn nicht ausdrücklich anders bemerkt, der Siedepunkt bei   atmosphärischem   Druck gemeint. 



   Es ist der Einfachheit halber von der Ausscheidung bzw. Wiedergewinnung eines einzigen Gases oder Dampfes die   Roda gewesen   ;   tat3ächlich   handelt es sich in der Regel darum, mehrere Gase oder 
 EMI4.2 
 öfen für schwefelhaltige Erze gewöhnlich auch etwas Wasserdampf und Kohlensäure enthalten, die mit dem Schwefeldioxyd gemeinsam adsorbiert werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1.. Verfahren zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln und durch Wiedrraustreibung der adsorbierten Anteile, dadurch gekenn- zeichnet, dass als Adsorptionsmittel Kieselsäure-Gel oder ein anderes Gel verwendet wird, dessen Hohlraum- struktur eine derartige ist, dass das Gel in Abwesenheit permanenter Gase durch statische Adsorption bei   150 C   und einem Wasserdampfdruck von 3-4 mm Hg keine   nennen. qwerten Mengen H20   aufnimmt, hingegen bei gleicher Temperatur und einem Wasserdampf druck von 9-11 mm   beträchtliche   Wasser- mengen statisch zu adsorbieren vermag.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Adsorptionstürme derart mit der adsorbierenden Masse beschickt und mit der Gasquelle ver- bunden sind, dass die zu verarbeitenden Gase entweder durch die Masse hindurchgeleitet oder durch Leitungsweg, welche die Masse durchsetzen, geführt werden können, dergestalt, dass die zu bearbeitenden Gase nach Beendigung des Adsorptionsvorganges in einem Turm (unter Einschaltung eines folgenden Turmes als Adsorptionselement) behufs Entbindung der adsorbierten Gase aus der Adsorptionsmasse zur Anwärmung dieser Masse verwendet und dabei vorgekühlt werden können.
AT100692D 1918-12-28 1922-04-10 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln. AT100692B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US100692XA 1918-12-28 1918-12-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT100692B true AT100692B (de) 1925-08-10

Family

ID=21743662

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT100692D AT100692B (de) 1918-12-28 1922-04-10 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT100692B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69815171T2 (de) Temperaturwechseladsorption
DE69116093T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Wasser aus einer CO2 enthaltenden Rohstoff-Gasmischung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1544084B2 (de) Verfahren zur entschwefelung von gasen
DE3872015T2 (de) Adsorptives reinigungsverfahren.
DE102008042361A1 (de) Verfahren zum regenerieren eines Kohlendioxidabsorptionsmittels
DE4121697C2 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von in einem Adsorber adsorbierten Lösungsmitteln
DE600086C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von in Adsorptionsmitteln aufgenommenen Gasen oder Daempfen und Regeneration der Adsorptionsmittel
CH656549A5 (de) Verfahren und anlage zur rueckgewinnung von loesungsmitteln.
AT100692B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln.
DE3038792C2 (de) Verfahren und Anlage zur Rückgewinnung von Lösungsmitteln
DE3038790C2 (de) Verfahren und Anlage zur Rückgewinnung von Lösungsmitteln
DE226942C (de)
DE3150624A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum auftrennen eines rohgasgemisches
EP3227002A1 (de) Verfahren zum abscheiden von wasser aus einem gasförmigen arbeitsmedium sowie ein wasserabscheider für ein arbeitsmedium
DE455798C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung der von Adsorptionsmitteln aufgenommenen Stoffe
DE535834C (de) Herstellung hochaktiver Gele
AT122956B (de) Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigen Gasgemischen von Schwefeldioxyd und Luft.
DE579624C (de) Herstellung fester Kohlensaeure
DE444914C (de) Herstellung weitporiger aktiver Kieselsaeure
DE582467C (de) Verfahren zur Reinigung von Rohkautschuk oder Kautschukmilch
DE435587C (de) Verfahren zur Abscheidung von Bestandteilen aus Gasgemischen
AT379078B (de) Vorrichtung zur erzeugung kalter luft fuer die medizinische tiefkuehlbehandlung
AT103233B (de) Verfahren zur Abscheidung von Bestandteilen aus Gasgemischen.
DE107504C (de)
AT355549B (de) Verfahren zur adsorptiven trennung von stickstoff und sauerstoff