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Luppen-Quetschvorrichtung.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Quetschvorrichtung zum Pressen oder Bearbeiten von gepuddeltem Eisen, um die Schlacke zu entfernen und die Metallmasse dicht zu machen. Bei mechanischen Puddelöfen ist die gepuddelte Eisenluppe viel grösser als bei der Herstellung in den gewöhnlich benutzten Handpuddelöfen und nimmt die Luppe meistens eine verhältnismässig lange Form von etwas zylindrischer Gestalt an. Die gewöhnlich für solche Luppen benutzten Quetschvorrichtungen lassen sich nicht bequem verwenden, wenn das Erzeugnis ein grösseres Gewicht besitzt, beispielsweise von 100 kg.
Bei der Quetschvoiriehtung gemäss der vorliegenden Erfindung können Massen von Puddelluppen der beschriebenen Art bearbeitet werden, weil die Bearbeitung schnell und mit Sicherheit in einer Operation erfolgen kann, bei welcher der Verlust von wenigen Sekunden an Zeit die folgenden Operationen wesentlich beeinflusst.
Eine diesen Zwecken dienende Vorrichtung ist auf der Zeichnung als Ausführungsbeispiel zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Schnittansicht der beispielsweisen Ausführungsform durch den mittleren Teil derselben ; Fig. 2 ist ein Grundriss gemäss Fig. 1 ; Fig. 3 ist ein mittlerer senkrechter Schnitt der Fig. 1 unter Fortlassung bzw. Fortbrechen eines Teiles und Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform eines Einzelteiles.
Bei der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung besitzt dieselbe einen aus einer Mehrzahl von Bodenplatten 14 od. dgl. bestehenden, halbzylindrischen Trog, von denen jede einzelne mit ihren Enden auf Vorsprüngen 12, 13, der Seitenteile 10 und 11 aufruht. Die Enden der Stäbe oder Platten 14 können gewünschtenfalls mit den Vorsprüngen verbolzt und die Kanten jedes Stabes können etwas eingeschnitten sein, um Zwischenräume 15 zu bilden, durch welche die Schlacke abfliessen kann. Gewünschtenfalls können ausserdem Öffnungen 16 für denselben Zweck in den Bodenplatten oder Stäben angebracht sein. Die Oberfläche der Platten kann in der gewöhnlichen Weise gewellt oder gerauht sein.
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und der Oberfläche der Walze 17 ein Kanal gebildet wird, dessen Querschnitt am einen Ende weiter ist als am gegenüberliegenden Ende, wie dies gewöhnlich bei Quetschvorrichtungen der Fall ist. Die Oberfläche der Walze 17 kann in der gewöhnlichen Weise gewellt und gewünschtenfalls mit grösseren Ansätzen od. dgl. versehen sein. Die Walze 17 kann in beliebiger Weise, beispielsweise durch an der Welle der Walze angebrachte Zahnräder 18, 19 gedreht werden. Der Antrieb dieser Zahnräder ist nicht dargestellt, weil er in beliebiger Weise erfolgen kann.
Es ist erforderlich, dass die beispielsweise zylindrische Luppe am weiten Ende des Kanales so eingeführt wird, dass die Achse der Masse annähernd parallel zur Achse der Walze 17 ist. Es muss verhindert werden, dass diese weiche schwammige Luppe plötzlich in den Kanal fällt, um die Möglichkeit auszuschliessen, dass sie in dem Raum eingekeilt wird, bevor die Walze 17 Gelegenheit hat, die Luppe zu quetschen und ihre Drehung zu beginnen. Daher wird die Luppe langsam eingeführt und herabgelassen, so dass sie mit geregelter Geschwindigkeit in den Kanal eintritt.
Als vorteilhafte beispielsweise Anordnung für diesen Zweck besitzt die Vorrichtung eine mit einer Welle 21 drehbare Platte oder einen Tisch 20, der zweckmässigerweise auf einem Teil des Maschinenrahmens aufruht. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, erstreckt sich der Tisch in seiner Normallage mit seinem inneren Ende quer über das weite Ende des Kanales und ist abwärts gegen die Walze 17 geneigt.
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Um den Tisch 20 in. dieser Lage zu erhalten, während das Gewicht der Luppe darauf ruht ; ist eine Haltevorrichtung angebracht, beispielsweise eine Klinke 22, die in einen Vorsprung 23 am Tisch 20 fasst.
Die Welle 21 ist in der dargestellten Ausführungsform mit einer Scheibe 24 versehen, über welche ein Seil 25 geschlungen ist, an dem sich ein Gewicht 26 befindet, das zweckmässigerweise aus einer Anzahl einzelner Stücke bestehen kann. so dass die Belastung den Arbeitsbedingungen angepasst werden kann.
Der Maschinenrahmen ist beispielsweise bei 27 ausgeschnitten, so dass der Tisch 20 in der Richtung des Uhrzeigers mit der Welle 21 geschwungen werden kann, bis der Tisch 20 ausserhalb des Kanales in dem Raum 27 zu liegen kommt.'Als Führung für die Luppe ist beispielsweise ein Paar Schienen 28, 29 vorgesehen, welche bei 30 bzw. 31 drehbar befestigt sind und Kanten und Sehräglaufen der Luppe verhindern, während die gegenüberliegenden Enden der Schienen durch Bolzen od. dgl. 32'in eingestellter Lage erhalten werden können.
Befinden sich die Teile in der Stellung gemäss Fig. 1, so, kann die beispielsweise zylindrische Luppe auf den Tisch 20 auffallen, an dem sie sich entlang bewegt, bis sie sich gegen die Walze 17 stützt, wobei sie von den Schienen 28, 29 geführt wird, so dass sie nicht über die Seitenteile 10 und 11 zu liegen und nur mit der Oberfläche der Walze 17 in Berührung kommt. Die Klinke 22 wird alsdann umgelegt und das Gewicht der Luppe bewirkt, dass der Tisch 20 nach unten geschwungen wird ; doch wird die Geschwindigkeit dieser Abwärtsbewegung des Tisches durch das Heben des Gewichtes 26 geregelt. Dadurch kann die Luppe sich langsam in den Kanal bewegen, wobei der Tisch 20 in den Raum 27 hineingeschwungen wird, um der Luppe den Durchgang zu gestatten.
Die Luppe wird alsdann von dem Trog 14 und der Walze 17 erfasst und in der gewöhnlichen Weise gequetscht, während sie'sich durch den Kanal bewegt. Die ausgepresste Schlacke tritt durch die Öffnungen 15 und 16 aus.
Wenn die zusammengepresste Luppe das beispielsweise rechtsseitige enge Ende des Kanales erreicht hat, wird ihre Weiterbewegung aufgehalten ; um die Luppe aus der Quetschvorriehtung zu entfernen, ist beispielsweise ein Hebel oder eine Klinke 32 vorgesehen, die bei 33 drehbar ist und zweckmässigerweise auf dem Maschinenrahmen ruht und in der vorliegenden Ausführungsform sich quer über den Raum zwischen den Seitenteilen 10 und 11 erstreckt.
Die Klinke 32 ist zweckmässigerweise belastet, so dass sie in der Ruhelage die in Fig. 1 in ausgezogenen Linien ersichtliche Lage einnimmt. Die Innenfläche 34 der Klinke 32 ist vorteilhaft derart gestaltet, dass die Fläche 34 die Verlängerung der den Kanal bildenden Fläche des Troges 14 darstellt, wenn die Klinke in die punktiert dargestellte Lage der Fig. 1 ausgeschwungen ist. Befindet sich die Klinke 32 in dieser Stellung, so kommt ihr Ansatz 35 mit irgendeinem Teil, beispielsweise dem oberen Teil des Maschinenrahmens in Berührung, so dass die Klinke nicht weiter um die Drehzapfen 33 geschwungen werden kann.
Befinden sich die Teile in der in Fig. 1 ausgezogen dargestellten Lage, so wird die ausgequetschte Luppe nach oben gedrückt, bis sie mit der Fläche 34 der Klinke 32 in Berührung tritt, die alsdann in die gestrichelt dargestellte Lage der Fig. 1 geschwungen wird, wobei die Luppe infolge des auf sie fortschreitend wirkenden Druckes nach oben gedrückt wird, bis sie am oberen Ende der Klinke 32 vorbei geht.
Die Klinke wird dann auf ihren Zapfen 33 nach unten geschwungen, bis sie wieder die ausgezogene Stellung der Fig. 1 einnimmt ; in dieser Lage wird die Oberseite der Klinke eine Art von Plattform bilden, längs welcher die fertige Luppe rollen oder in sonstiger Weise aus der Presse austreten kann. Gewünschten- falls kann man statt der Klinke 32 die aus Fig. 4 ersichtliche Anordnung benutzen, bei welcher eine Anzahl von Schlitzen 40 quer am Maschinenrahmen angeordnet ist, so dass eine Stange 41 unterhalb der Luppe eingeführt werden kann, wenn diese das enge Ende des Troges 14 erreicht hat und benutzt werden kann, um die Luppe aus der Quetschvorrichtung herauszudrücken und sie daraus zu entfernen.
Um zu verhindern, dass die fertige Luppe über den oberen Teil der Walze 17 gedrückt wird, ist beispielsweise ein Anschlag 42 vorgesehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Luppen-Quetschvorrichtung mit einem von einem trogartigen Mantel und einer gegebenenfalls geriffelten, exzentrisch dazu angeordneten drehbaren Walze gebildeten, zur Aufnahme der Luppe dienenden, nach dem Austrittsende zu sieh verengenden Kanal, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel aus einer Anzahl von parallelen, nur an ihren Enden aufliegenden oder befestigten, im übrigen aber freiliegenden Stäben (14) besteht, zwischen bzw. in welchen Austrittskanäle (15, 16) für den Austritt der Schlacke angeordnet sind.