<Desc/Clms Page number 1>
Rollfinikamera.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Rollfilmkamera für Kinofilme, bei welcher die Vorschaltung durch den Greifermechanismus nach Pat. Nr. 97858 erfolgt, der zu diesem Zwecke eine weitere Ausgestaltung erfahren hat.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Kamera im Längsschnitt. In Fig. 2 ist der den Greifermechanismus enthaltende Deckel in Draufsicht veranschaulicht. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Deckel in grösserem Massstab und in Fig. 4 ist die den belichteten Film aufnehmende Kassette in Seitenansicht im grösseren Massstab dargestellt.
Der Greifermechanismus zum Vorschalten des Films der im wesentlichen dem österr. Pat. Nr. 97858 entspricht, ist in dem die Kassette rückwärts abschliessenden Deckel untergebracht, der aus diesem Grunde nach Art eines Gehäuses ausgebildet ist. Die das Gehäuse tragende Grundplatte j !'des Deckels ist doppelwandig ausgebildet und in derselben ein aus einem Stahlband gebildeter Schieber 2 gelagert.
Die obere Wand der Grundplatte besitzt einen Schlitz 3, durch welchen ein den Schieber 2 mit dem Greifermechanismus verbindender Bolzen 4 reicht. Der Greifermechanismus besteht aus zwei übereinander gelagerten Schiebern 5 und 6, welche seitlich aufgebogene Lappen 7, 8 tragen, die die Lagerstellen für Achsen bilden, auf welchen die eigentlichen Greifer sitzen. Die Greifer bestehen aus Winkelhebeln, deren längerer Arm hakenförmig abgebogen ist, während der kürzere Arm an seinem Ende an den'Lappen angelenkt ist. An der Knickstelle weist der Kniehebel einen in der Richtung des kürzeren Armes verlaufenden Längsschlitz. auf, durch welch en die an dem Lappen y festgelegte Achse greift. Der obere Schieber 5 ist durch den Bolzen 4 mit dem Schieber 2 verbunden. An'dem oberen Schieber 5 greift eine Feder 9 an, deren anderes Ende an der Grundplatte 1 festgelegt ist.
Eine Blattfeder 10, deren vorderes Ende, um die Bewegung des Bolzens 4 zuzulassen, entsprechend dem Schlitz 3 mit einem Ausschnitt versehen ist, drückt die beiden Schieber 5 und 6 gegen Führungen 11, die seitlich an der Grundplatte angebracht sind. Nach obenhin ist der ganze Greifermechanismus durch den Gehäusemantel 12 abgedeckt, der mit zwei Schlitzen zum Durchtritt der Greiferhebel versehen ist.
Die Wirkung des Greifermechanismus ist folgende : Beim Herausziehen des seitlich aus dem Deckelgehäuse austretenden Schiebers 2, dessen Ende unmittelbar eines der beiden Befestigungsösen JM für den Tragriemen des Apparates trägt, wird durch den Bolzen 4 der Schieber 5 entgegen der Wirkung der Feder 9 in der Richtung des Pfeiles verschoben. Da in dem unteren Schieber 6 der Bolzen in einem Langloch läuft, so wird vorerst eine Relativverschiebung der Schieber 5 und 6 erfolgen, wodurch die Greiferhebel 13 um die in den Lappen 8 gelagerte Achse verschwenkt und mit ihren hakenförmigen Enden durch die Schlitze 15 bewegt werden.
Hiebei greifen diese hakenförmigen Enden in die Perforierung des Filmstreifens ein, so dass beim weiteren Herausziehen des Schiebers 2, bei welchen nunmehr auch der Schieber 6 durch den Bolzen 4 mitgenommen wird, ein Vorschieben der Greifer und somit des Filmstreifens um die Bildbreite erfolgt. Bei Freigabe des Schiebers 2 führt die Feder 9 den ganzen Greifermechanismus wieder in die Anfangslage zurück. Hiebei erfolgt vorerst ein Leergang des Bolzens 4, wodurch wieder-eine Relativverstellung zwischen den Schiebern 5 und 6 eintritt, derart, dass die Greiferhebel-M verschwenkt werden und die hakenartigen Enden die Lochung des Filmstreifens freigeben und unter der Deckplatte verschwinden.
<Desc/Clms Page number 2>
Auf dem Deckel bzw. dem Gehäusemantel12 sind beiderseits der eigentlichen Kamera die den
Film aufnehmenden Kassetten 16 und 17 auswechselbar angeordnet. Die Befestigung dieser Kassetten an dem Deckel erfolgt durch an dem Gehäusemantel 12 vorgesehene Bajonetischlitze 18, in welche an der
Unterseite der Kassetten vorgesehene Knöpfe 19 eingeführt und dann in die Verriegelungsstellung ver- schoben werden. Die Kassette 16, welche den unbelichteten Film aufnimmt, wird mit demselben geliefert und besteht lediglich aus einem entsprechend ausgehöhlten Holzldotz, der mit lichtundurchlässigem
Papier od. dgl. bis auf einem Austrittsschlitz für das Filmende vollständig abgeschlossen ist.
Der Aus- trittsschlitz ist in an sich bekannter Weise mit einem Sammelstreifen abgedichtet. Der Film wird beim
Einspannen in den Apparat aus der Kassette 16 bis zu dem an dem gegenüberliegenden Ende des Gehäuse- ) mantels 12 festgelegten Kassette 17 vorgezogen und in den Schlitz derselben eingeführt. Die Kassette 17, welche mithin zur Aufnahme des bereits belichteten Films dient, besteht aus einem allseits geschlossenen Blechgehäuse, dessen Boden stufenförmig abgesetzt ist. In der hiedurch gebildeten Erhöhung ist der Einführungsschlitz für das Filmband vorgesehen.
Unmittelbar anschliessend an diesem Schlitz ist in das
Gehäuse eine Spiralfeder 20 eingebaut, welche lediglich an ihren dem Schlitz zugekehrten Ende fest- gelegt ist und somit die Führung für den Film bildet, der sich beim allmählichen Vorschieben einrollt, wobei die Feder infolge ihrer Elastizität keinen besonderen Widerstand bildet. Als Führung für den Film in seiner jeweiligen Gebrauchslage dient die Wandung des eigentlichen Kameraraumes. Die Kamera gemäss vorliegender Erfindung ermöglicht es trotz ihrer kompendiösen Bauart zirka 50 Aufnahmen ohne Kassetten- wechsel durchzuführen.
Um nun jeweils darüber unterrichtet zu sein, wie viel Aufnahmen noch möglich sind, ist in an sich bekannter Weise ein Zählwerk vorgesehen, welches an einem in dem Kameragehäuse vorgesehenen Schauloch 21 die Nummer des jeweiligen Bildes erscheinen lässt, Auch dieses Zählwerk wird gemäss vorliegender Erfindung von dem Greifermechanismus betätigt. Zu diesem Behufe ist an der Kamera- wand ein Schalthebel 22 verschiebbar gelagert, der in ein Schaltrad 2. 3 eingreift und durch eine Feder 24 in der Gebrauchslage erhalten wird. Das zweite Ende des Hebels 22 ist derart abgebogen, dass es in den
Bereich des Verschiebungsweges eines der Greiferhaken 3 liegt.
Knapp vor seiner Endstellung (also fast am Ende der Vorschiebung des Films) stösst der Greiferhaken 13 an den Hebel 22 und verschiebt den- selben gerade soweit, dass das Sperrad um einen Zahn weiterbewegt wird. Eine in das Sperrad eingreifende
Klinke 25 sichert dasselbe in der jeweiligen Stellung. Bei Freigabe des Greifers 1. 3 wird der Schalthebel 22 durch die Wirkung der Feder 24 in die Anfangslage zurückgeführt, wodurch sein Sperrzahn in den nächsten
Zahn des Schaltrades eingreift.
EMI2.1
<Desc / Clms Page number 1>
Roll finish camera.
The subject of the present invention is a roll film camera for cinema films, in which the upstream connection is effected by the gripper mechanism according to Pat. No. 97858, which has been further developed for this purpose.
The subject matter of the invention is illustrated in an exemplary embodiment in the drawing.
Fig. 1 shows the camera in longitudinal section. In Fig. 2, the lid containing the gripper mechanism is illustrated in plan view. FIG. 3 shows a section through the cover on a larger scale and in FIG. 4 the cassette receiving the exposed film is shown in a side view on a larger scale.
The gripper mechanism for the upstream connection of the film, which essentially corresponds to Austrian Pat. No. 97858, is accommodated in the cover which closes the cassette at the rear and which is therefore designed in the manner of a housing. The base plate j 'of the cover carrying the housing is double-walled and a slide 2 formed from a steel band is mounted in it.
The upper wall of the base plate has a slot 3 through which a bolt 4 connecting the slide 2 to the gripper mechanism extends. The gripper mechanism consists of two slides 5 and 6, which are superimposed on one another and which carry flaps 7, 8 which are bent up at the side and which form the bearings for axes on which the actual grippers sit. The grippers consist of angle levers, the longer arm of which is bent in the shape of a hook, while the end of the shorter arm is hinged to the flap. At the kink, the toggle lever has a longitudinal slot running in the direction of the shorter arm. through which the axis defined on the tab y engages. The upper slide 5 is connected to the slide 2 by the bolt 4. A spring 9 acts on the upper slide 5, the other end of which is fixed to the base plate 1.
A leaf spring 10, the front end of which is provided with a cutout corresponding to the slot 3 in order to permit the movement of the bolt 4, presses the two slides 5 and 6 against guides 11 which are attached laterally to the base plate. At the top, the entire gripper mechanism is covered by the housing jacket 12, which is provided with two slots for the gripper lever to pass through.
The action of the gripper mechanism is as follows: When pulling out the slide 2 emerging from the side of the cover housing, the end of which directly bears one of the two fastening eyes JM for the shoulder strap of the apparatus, the slide 5 is pushed by the bolt 4 against the action of the spring 9 in the direction of the arrow moved. Since the bolt runs in an elongated hole in the lower slide 6, a relative displacement of the slide 5 and 6 will initially take place, whereby the gripper lever 13 is pivoted about the axis mounted in the tab 8 and moved through the slots 15 with their hook-shaped ends.
These hook-shaped ends engage in the perforation of the film strip so that when the slide 2 is pulled out further, in which the slide 6 is now also taken by the bolt 4, the gripper and thus the film strip are advanced by the width of the image. When the slide 2 is released, the spring 9 returns the entire gripper mechanism to its initial position. In this case, the bolt 4 is initially idle, whereby a relative adjustment occurs again between the slides 5 and 6, in such a way that the gripper levers M are pivoted and the hook-like ends release the perforation of the film strip and disappear under the cover plate.
<Desc / Clms Page number 2>
On both sides of the actual camera, the are on the cover or the housing jacket12
Film receiving cassettes 16 and 17 arranged interchangeably. These cassettes are attached to the cover by means of bayonet braid 18 provided on the housing jacket 12, into which the
Buttons 19 provided on the underside of the cassettes can be inserted and then moved into the locking position. The cassette 16, which receives the unexposed film, is supplied with the same and consists only of a correspondingly hollowed-out wooden block, which is covered with an opaque
Paper or the like is completely closed until an exit slot for the end of the film.
The outlet slot is sealed in a manner known per se with a collecting strip. The film is at
Clamping in the apparatus from the cassette 16 to the cassette 17 fixed at the opposite end of the housing shell 12 and inserted into the slot of the same. The cassette 17, which therefore serves to hold the already exposed film, consists of a sheet metal housing which is closed on all sides and the bottom of which is stepped off. The insertion slot for the film tape is provided in the elevation thus formed.
Immediately after this slot is into the
Housing has a spiral spring 20 installed, which is only fixed at its end facing the slot and thus forms the guide for the film, which rolls up when it is gradually advanced, the spring not forming any particular resistance due to its elasticity. The wall of the actual camera room serves as a guide for the film in its respective position of use. The camera according to the present invention makes it possible, despite its compensatory design, to take around 50 recordings without changing the cassette.
In order to be informed about how many recordings are still possible, a counter is provided in a manner known per se, which shows the number of the respective image at a viewing hole 21 provided in the camera housing. This counter is also according to the present invention from operated by the gripper mechanism. For this purpose, a switching lever 22 is slidably mounted on the camera wall, which engages in a switching wheel 2, 3 and is kept in the position of use by a spring 24. The second end of the lever 22 is bent so that it is in the
Area of the displacement path of one of the gripper hooks 3 lies.
Just before its end position (that is to say almost at the end of the advance of the film), the gripper hook 13 hits the lever 22 and shifts the same just enough that the ratchet wheel is moved one tooth further. One that engages the ratchet wheel
Pawl 25 secures the same in the respective position. When the gripper 1.3 is released, the switching lever 22 is returned to the initial position by the action of the spring 24, causing its ratchet tooth to move into the next
Gear tooth engages.
EMI2.1