AT101721B - Hilfsmaschine zum Anfahren von Lokomotiven. - Google Patents

Hilfsmaschine zum Anfahren von Lokomotiven.

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AT101721B
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Franklin Railway Supply Co
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  • Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Hilfsmaschine zum Anfahren von Lokomotiven. 



   Zweck dieser Hilfsmaschinen ist, die Haupttreibmittel der Lokomotive beim Anfahren und Fahren mit niederer Geschwindigkeit zu unterstÜtzen. Sie sind besonders zum Überwinden grosser Steigungen nützlich. Gewöhnlich arbeitet diese Hilfsmaschine auf die Räder des Lokomotivdrehgestelles, welche ein beträchtliches Gewicht, das sogenannte tote Gewicht tragen, da es zur Vergrösserung der Anzugskraft der Lokomotive nicht verwendet werden kann. Die   Laufräder   unterstützen also den Antrieb der Lokomotive nicht. Dadurch, dass nun die Hilfsmasehine auf diese Laufräder arbeitet, wird die Anfahrzugkraft einer Lokomotive von gegebener Grösse beträchtlich vergrössert. 



   Vorliegende Erfindung kann nun sowohl in Verbindung mit dieser Anordnung als auch dann verwendet werden, wenn die Antriebskraft der   Hilfsmaschine auf   eine andere, z. B.   eine Tenderaehse über-   tragen wird. Die Räder der von der Hilfsmaschine angetriebenen Achsen haben   einen beträchtlich   kleineren Durchmesser als die Treibräder, weshalb ihre Umdrehungszahl bei hoher Geschwindigkeit beträchtlich höher ist als die der Treibräder. Diese hohe Umdrehungszahl kann durch die   Hilfsmaschine   nicht mit Sicherheit erreicht werden infolge der geringen Grösse der hin-und herbewegten Teile.

   Es ist deshalb wünschenswert, die   Hilfsmaschine   nur bei relativ geringen Geschwindigkeiten mit den durch sie angetriebenen Achsen zu kuppeln, während sie bei höheren Geschwindigkeiten entkuppelt und zum Stillstand gebracht wird. Diese Forderungen bedingen eine Mitnehmervorrichtung für die Hilfsmaschine in
Verbindung mit einer Drosselklappe   zur Übei wachung ihrer   Dampfzufuhr. 



   Die Erfindung besteht in der Anwendung einer dampfgesteuerten Steuervorrichtung für die Hilfsmaschine, welche der letzteren eine geringe Menge niedergespannten Dampfes zum Anfahren und hierauf Dampf von normalem Druck zuführt. Desgleichen ist es Zweck der Erfindung Organe vorzusehen, mittels welcher die vorstehende Vorrichtung unter Kontrolle und in Verbindung mit den Steuereinrichtungen für die Haupttreibmittel der Lokomotive betätigt wird. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt. 



   Die mit B bezeichnete Hilfsmaschine kann mittels des Zahnrades 1 und des Zwischenrades 2 über das auf der Achse   A   starr befestigte Zahnrad 3 diese Achse A des Drehgestelles antreiben. Das Zwischenrad 2 ist in einem, um den Zapfen 5 schwenkbaren Lagerkörper   4   gelagert, so dass es durch Schwenken dieses Lagerkörpers in oder ausser Eingriff mit dem Rad 3 kommt, wobei es jedoch immer mit dem Triebling 1 kämmt. Das Dampfleitungsrohr 6 der Hilfsmasehine reicht in den Dom 7 an der Oberseite des Lokomotivkessels 8 und hat in ihrem Verlauf das Drosselventil 9 und die Unterbrechungsvorrichtung F eingeschaltet.

   Das Drosselventil 9 wird durch die Vorrichtung D betätigt, die ihrerseits unter 
 EMI1.1 
 der Stange 12 und des Winkelhebels   13 öffnet,   strömt der Dampf in die   Haupttrockendampfleitung.   Bevor dieses Drosselventil geöffnet wird, ist der Reversierhebel 14 derart eingestellt, dass die Zylinder durch die Steuerung Volldampf erhalten. Diese Hebestellung wäre beispielsweise rechts im Quadranten 15.   Es ist ein Ventil E mit einem federbelasteten Kolben JM derart angeordnet, dass beim Umlegen des Hebels    ein Anschlag 17 den Kolben 16 entgegen der Kraft der Feder 18 in das Ventil drückt, so dass die 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 kämmen kann, wenn sie die richtige Geschwindigkeit erlangt haben.

   Das Ventil.   37   kann derart eingestellt werden, dass jede gewünschte Dampfmenge zu dem Hilfsmaschinenzylinder strömt, so dass das   Zahnrad 7   und Zwischenrad 2 auf jede der dem   Achsenzahnrad 3 gegebenen Geschwindigkeit   eingestellt werden kann. Bis das Achsenzahnrad diese Geschwindigkeit erreicht, kämmt es nicht mit dem Zahnrad 2, sondern rollt sich sozusagen nur auf ihm ab. Im Augenblick, da beide dieselbe Umfangs- 
 EMI2.2 
 Kraft der Feder   25   überwindende Kolben 24 drückt die Stange 26 nach rechts, die mittels des   Auges 2'/   und des Zapfens 28 am   SchwenWager 4 angelenkt   ist.

   Der Zylinder 29 der Unterbrechungsvorrichtung F ist mit dem Innenraum des Zylinders 23 mittels der Öffnungen 30 und   31   verbunden,   welche gewöhnlich   geschlossen sind, u. zw. die letztere durch einen   Schieber : J2   einer kolbenartigen Konstruktion 3-3 im 
 EMI2.3 
 Lokomotivführer den Umkehrhebel 14 auf Volldampf derart, dass das Ventil E die Verbindung zwischen den Leitungen 19 und 20 herstellt. Hierauf öffnet er das   Hauptdrosselventil H   und Arbeitsdampf gelangt zur Trockendampfleitung 10. Der Dampfdruck dieser Leitung kann sich nun ohne Hindernis zur Betätigungsvorriehtung D für das Drosselventil 9 fortpflanzen, nach deren Betätigung   Frisehdampf   vom Dom zur Anlassvorrichtung 0 strömt.

   Der Dampf strömt nun einerseits durch den Abzweig 36,   8'7 in   die Hilfsmasehinenzylinder, anderseits bewegt er den Kolben 24 einen Teil seines Hubes nach rechts oder bis sich die Zahnräder 2 und 3 berühren. Wenn die Lokomotive eine derartige Geschwindigkeit erreicht, dass die Umfangsgeschwindigkeiten der   Zahnräder 2 und 8 gleich   sind, so beginnen diese zu kämmen. 



  Die Öffnung   30   wird durch den Kolben 24 freigegeben und die Unterbrechungsvorrichtung F gibt die   Zuleitung   6 zu den Hilfsmasehinenzylindern für den   Fi ischdampf   frei. Die Hilfsmaschine treibt nun so lange die Achse A an, bis der Lokomotivführer den Hebel 14 in eine derartige Lage zurückbringt, die einer mittleren   Lokomotivgeschwindigkeit   entspricht. Das Ventil E hebt die Verbindung zwischen den Leitungen 19 und 20 auf und der Kolben 21 geht unter dem Einfluss der Feder   22,   die die Drosselklappe 9 schliesst, in seine Anfangslage zurück, da der Dampfdruck aufhört.

   Wenn das Drosselventil 9 schliesst, werden die Kolben der   Anlass- und Unterbrechungsvorrichtung durch   ihre zugehörigen Federn in ihre Anfangslage zurückgeführt, in welcher Stellung sie die Öffnungen 30 und   31   abschliessen. Die Hilfsmaschine ist derart ausgerückt und ausser Betrieb gesetzt. 



   Bei vorstehender Anordnung ist die Einstellung der Geschwindigkeit, bei der die Hilfsmaschine eingerückt werden soll, sehr leicht zu bewerkstelligen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Hilfsmaschine zum Anfahren von Lokomotiven mit einer mittels Dampf betätigten Steuereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass diese Steuereinrichtung der Hilfsmaschine eine geringe Menge niedergespannten Dampfes zum Anfahren und hierauf Dampf von normalem Druck zufuhr.

Claims (1)

  1. 2. Hilfsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drosselventil vorgesehen ist, welches durch unmittelbar mit Dampf gesteuerte und durch die Lokomotivkontrollvorrichtung überwachte Organe (21) geöffnet wird, um die mittels Dampf gesteuerten Anlassorgane (.'7t, 26) der Hilfsmaschine zu betätigen.
    3. Hilfsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels Dampf gesteuerte Vorrichtung aus einer Unterbreehungsvorrichtung (Ji') besteht, welche in die Dampfzuleitung für die Maschine eingeschaltet ist und mittels der Maschinenanlassvorrichtung (C) gesteuert wird und einen diese Vorrichtungen umgehenden Abzweig (36) von vergleichsweise geringem Querschnitt aufweist, EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> 4.
    Hilfsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die Öffnungsvorrichtung (D) für das Drosselventil (9) betätigende Dampf durch ein umsteuerbares, durch einen Hebel (14) zu betätigendes Ventil (16) gesteuert wird.
    5. Hilfsmaschine nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterbrechungvorrichtung (32, 33) aus einem unter dem Einfluss des Anlassdampfes betätigten Kolben (33) und aus einem, die Dampfzuleitung normal sperrenden, zwischen diesen Kolben und die Maschine eingeschalteten Schieber (32) besteht, wobei dieser Schieber die Dampfzufuhr zur Maschine erst dann öffnet, wenn der Kolben die Anlassvorrichtung betätigt hat. EMI3.1
AT101721D 1922-11-20 1923-11-20 Hilfsmaschine zum Anfahren von Lokomotiven. AT101721B (de)

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