AT10181U1 - Vorrichtung zum trocknen von schüttgut und verfahren zum betrieb einer solchen vorrichtung - Google Patents
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Description
2 AT 010 181 U1
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut mit zumindest einer Fördervorrichtung zum Transport des Schüttguts, einer Trocknungslufterzeugungseinrichtung und einem Trocknungsluftpfad zur Führung des Trocknungsluftstroms, sowie ein Verfahren zum Betrieb einer solchen Vorrichtung. 5
Trocknungsanlagen für Schüttgut wie beispielsweise Pellets, Biomasse oder auch Getreide wie Mais sind in vielfältigen Formen bekannt. Zumeist ist das Schüttgut in einem geeigneten Behälter bevorratet, welcher von warmer Luft durchströmt wird, wodurch das Schüttgut getrocknet wird. 10
Beispielsweise ist aus dem Dokument WO 97/29333 eine Anlage und ein Verfahren zum Trocknen von Maissaat bekannt, bei welchem eine Haufenbildung in einem Trockensilo mit anschließender Feuchtigkeitsreduktion durch eine Luftströmung mit hoher Geschwindigkeit durch das Saatgut erfolgt. Auch ein gleichzeitiges Einblasen und Absaugen von Luft und eine Unterteilung 15 des Luftraumes sind hier beschrieben.
Das deutsche Gebrauchsmuster DE 87 05 880 U1 zeigt einen Umlauftrockner für Schüttgüter mit einem Behälter aus Lochblech, einer mittig angeordneten Förderschnecke, einem am oberen Ende der Förderschnecke angeordneten Auslaufrohr sowie einer das Schneckenrohr inner-20 halb des Behälters umgebenden Warmluftkammer, die mit einer Warmluftzufuhr ausgerüstet ist.
Nachteilig an den bekannten Vorrichtungen zum Trocknen von Schüttgut ist dabei insbesondere die Tatsache, dass die Trocknung des Schüttgutes inhomogen und nur unvollständig erfolgt, da sich die Luft mit Kondenswasser sättigt, aufsteigt und dabei abkühlt, was in den oberen Schütt-25 gutlagen der Trocknungssilos zu einer Befeuchtung statt zu einer Trocknung des Schüttgutes führt.
Umlauftrockner weisen einen großen Platzbedarf auf, welcher nicht bei jeder Anwendung oder an beliebigen Aufstellorten befriedigt werden kann sowie die Verwendung auf sehr rieselfähiges 30 Schüttgut einschränkt, was Biomasse meist ausschließt. Die Betriebskosten sind bedingt durch die langen Trocknungszeiten und den hohen Energieaufwand zum Antrieb von Förderschnecke und Gebläse hoch.
Es ist dementsprechend Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut 35 anzugeben, welche die genannten Nachteile vermeidet, indem sie eine effektive Trocknung bei platzsparender Bauweise, geringen Betriebskosten und einfachem Aufbau und Wartung zur Verfügung stellt.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 in Verbindung mit 40 den gattungsbildenden Merkmalen gelöst.
Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass der Trocknungsluftpfad die Fördervorrichtung zumindest einmal durchsetzt, wobei auch eine mehrmalige Durchsetzung von einem för-derstromabwärtigen Bereich der Fördervorrichtung zu einem förderstromaufwärtigen Bereich 45 der Fördervorrichtung vorgesehen sein kann.
Bei der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung handelt es sich somit um ein Durchlaufsystem, welches wesentliche Vorteile bei der Logistik bietet, da es raumsparend und energiesparend betrieben werden kann. 50
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsvarianten und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltungsvariante, bei welcher der Trocknungsluftpfad das 55 Schüttgut mindestens zweimal durchsetzt, weil einerseits eine einfache Möglichkeit gegeben ist, 3 AT 010 181 U1 dadurch die Effizienz des Trocknungsprozesses zu erhöhen, und weil außerdem die thermischen Verhältnisse in der Trocknungsvorrichtung dadurch so einstellbar sind, dass eine Kondensation von Feuchtigkeit aus der eingeblasenen Luft im Schüttgut nicht auftreten kann. Insbesondere durchströmt die Trocknungsluft im Zustand ihrer maximalen Trockenheit zuerst den im förderstromabwärtigen Bereich der Fördervorrichtung befindlichen Anteil des zu trocknenden Schüttguts, der sich bereits in einem vorgetrockneten Zustand befindet, wobei die Trocknungsluft die Restfeuchtigkeit aufnimmt und sich bis zu einem gewissen Grad abkühlt. Anschließend durchströmt die mit der Restfeuchtigkeit beladene Trocknungsluft den Anteil des Schüttguts im förderstromaufwärtigen Bereich der Fördervorrichtung, der eine hohe Anfangsfeuchtigkeit aufweist und trocknet diesen vor, wobei sie einen großen Prozentsatz der Anfangsfeuchtigkeit aufnimmt. Dabei stört es nicht, dass die Trocknungsluft bereits mit Restfeuchtigkeit beladen ist, die im Vergleich zur Anfangsfeuchtigkeit des Schüttguts sehr gering ist, so dass die Trocknungsluft noch eine große Feuchtigkeitsaufnahmekapazität besitzt. Anschließend wird die Trocknungsluft ausgetragen.
In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung ist die Fördervorrichtung in einem Gehäuse angeordnet, das zumindest abschnittsweise den Trocknungsluftpfad definiert. Die Strömungsrichtung des Trocknungsluftstroms in dem Gehäuse kann zusätzlich durch Sperrvorrichtungen gesteuert werden.
Vorteilhafterweise handelt es sich bei der zumindest einen Sperrvorrichtung um einen Schleppvorhang, der in einfacherWeise in dem Gehäuse platziert wird.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind statt einem umgelenkten Trocknungsluftpfad zumindest zwei Fördervorrichtungen übereinander angeordnet, wobei die Förderrichtungen zweier benachbarter Fördervorrichtungen entgegengesetzt zueinander gerichtet sind und das Fördergut - in Förderrichtung gesehen - jeweils auf die nächste Fördervorrichtung übergebbar ist, wobei der Trocknungsluftpfad alle Fördervorrichtungen durchsetzt und dabei geradlinig geführt sein kann, was strömungstechnisch vorteilhaft ist. Auch bei dieser Ausführungsform kreuzt im Betrieb der Trocknungsluftpfad zunächst den förderstromabwärtigen bzw. -abwärtigsten Anteil des Schüttguts und anschließend den/die förderstromaufwärtigen Anteil(e), so dass auch bei dieser Ausführungsform eine effiziente Trocknung möglich ist.
Besonders vorteilhaft ist in diesem Zusammenhang, dass bei der Übergabe des Schüttguts von einer auf die nächstfolgende Fördervorrichtung das Schüttgut in einer Mischzone vermischt wird, wodurch der Trocknungsprozess weiter an Effizienz gewinnt.
Bevorzugt weist die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung weiterhin zumindest eine Beschickungsvorrichtung zum Beschicken der Fördervorrichtung mit Schüttgut und zumindest eine Austragsvorrichtung zum Austragen des Schüttguts von der Fördervorrichtung auf, wodurch eine schnelle und automatisierte Beschickung und Austragung des Schüttguts möglich ist.
In einer aufgrund ihrer hervorragenden Trocknungsergebnisse und schonenden Förderung des Schüttguts besonders günstigen Ausführungsform ist die zumindest eine Fördervorrichtung, optional auch die Beschickungsvorrichtung und die Austragsvorrichtung als Walking Floor ausgebildet. Der „Walking Floor“ ist ein Fördermechanismus, der in Förderrichtung längsverschiebbare Platten mit relativ glatter Oberfläche umfasst, die im Wesentlichen lückenlos ineinander greifen und durch Vorwärtsbewegung um eine vordefinierte Strecke das Gut befördern. Damit bei der notwendigen Rückwärtsbewegung der Platten in die Ausgangslage nicht gleichzeitig das transportierte Gut zurückbewegt wird, werden die Platten einzeln oder gruppenweise zurückbewegt, wobei bei jedem Rückwärtsbewegungsvorgang mehr Platten in Ruhelage verbleiben als der Rückwärtsbewegung unterzogen werden. Wenn beispielsweise die als Walking Floor ausgebildete Fördervorrichtung sechs nebeneinander angeordnete Platten umfasst, so werden bei der Vorwärtsbewegung alle sechs Platten gemeinsam durch Antriebe (z.B. pneumatische oder hydraulische Zylinder-Kolben-Anordnungen) nach vorne bewegt, die Rückwärtsbewegung aber 4 AT 010 181 U1 in drei Schritten durchgeführt, beispielsweise zuerst die erste und vierte Platte, dann die zweite und fünfte Platte und schließlich die dritte und sechste Platte. Aufgrund des Eigengewichts und des inneren Zusammenhalts der transportierten Halde des Guts wird das Gut nicht zurückbewegt. Durch den lückenlosen Aufbau des Walking Floor können alle Arten von Schüttgütern transportiert werden. Damit der Walking Floor und darauf transportiertes Gut vom Trocknungsluftstrom durchsetzt werden können, sind die Platten des Walking Floor perforiert.
Alternativ dazu sind die Fördervorrichtung und/oder die Beschickungsvorrichtung und/oder die Austragsvorrichtung in Form eines Kratzkettenförderers, Bandförderers, Schwingförderers oder einer sonstigen linearen Fördervorrichtung ausgebildet. Die genannten Fördereinrichtungen sind günstig in Anschaffung und Wartung und zuverlässig im Dauerbetrieb.
Besonders bevorzugt ist die zumindest eine Fördervorrichtung luftdurchlässig ausgestaltet, so dass die Trocknungsluft die Fördervorrichtung, insbesondere im rechten Winkel, durchströmen kann und so eine ungehinderte Trocknung ohne Umlagerung des Schüttguts möglich ist. Für die jeweils zumindest eine Fördervorrichtung, Beschickungsvorrichtung und Austragsvorrichtung kann jeweils zumindest eine Antriebseinheit vorgesehen sein, welche in herkömmlicher Weise ausgebildet sein kann.
Die Trocknungslufterzeugungseinrichtung umfasst bevorzugt ein Heizregister, welches die Temperaturregelung der Trocknungsluft erleichtert.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung ist der Trocknungsluftpfad durch einen Wände aufweisenden Luftzufuhrkanal zumindest teilweise definiert, wobei der Luftzufuhrkanal von einem offenen unteren Ende unter einem Winkel schräg bis unter die Fördervorrichtung ansteigt. Die Wände sind erwärmbar, insbesondere durch Sonneneinstrahlung oder Abwärme von Maschinen oder Anlagen, wobei sich die Breite des Luftzufuhrkanals über einen Abschnitt der Länge der Fördervorrichtung, vorzugsweise im Wesentlichen über die gesamte Länge der Fördervorrichtung erstreckt. Durch eine solche Ausbildung lässt sich vorteilhafterweise der Kamineffekt durch Erwärmung der Luft ausnutzen, so dass keine Energie für ein Gebläse aufgewendet werden muss.
Besonders vorteilhaft kann diese Trocknungsvorrichtung an einem Hang oder auf einem Gebäude ausgebildet sein, wobei sich der Luftzufuhrkanal in Richtung des Gefälles des Hangs oder Dachs des Gebäudes erstreckt. Dadurch kann eine platzsparende Bauweise ermöglicht werden.
In dem Gehäuse kann wiederum zumindest eine Fördervorrichtung ausgebildet sein, wobei der Trocknungsluftpfad die zumindest eine Fördervorrichtung zumindest einmal durchsetzt und so ebenfalls eine effektive Trocknung des auf der Fördervorrichtung transportierten Schüttguts gewährleistet ist.
Besonders vorteilhaft ist, dass die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung im Prinzip mit jeder Art von rieselfähigem Schüttgut wie Getreide, insbesondere Mais, Biomasse, Hackschnitzel, Pellets oder ähnlichen Gütern beschickbar ist, was einen breiten Anwendungsbereich eröffnet.
Die Leistungsfähigkeit der Trocknungsvorrichtung ist von der Einblastemperatur und der eingestellten Luftleistung abhängig, wobei die Leistung bei zunehmender Temperatur aufgrund des höheren Wasserhaltevermögens der Luft ansteigt. Die erfindungsgemäße Trocknungsvorrichtung bietet den großen Vorteil, dass sie an verschiedene wirtschaftliche und technische Rahmenbedingungen angepasst werden kann, wie zum Beispiel Niedertemperaturenergie bei Dampfkraftwerken (Luftkondensator 50-70°C) für die Trocknung von Biomasse. Dadurch eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten. 5 AT 010 181 U1
Die Vorrichtung kann vorzugsweise in einem Lüftungsbetrieb oder in einer Betriebsart der kontrollierten Trocknung oder in einer Betriebsart mit maximaler Trockenleistung betrieben werden.
Im Lüftungsbetrieb bläst die Trocknungslufterzeugungseinrichtung Raumluft in den Trocknungsluftpfad, so dass das Schüttgut ohne thermischen Energiebedarf belüftet wird. Dies ist besonders vorteilhaft bei empfindlichen Gütern wie Saatgut, welches weder zu stark erhitzt noch zu stark getrocknet werden darf.
Im kontrollierten Trocknungsbetrieb kann eine kontrollierte Menge Schüttgut bei kontrollierter Trocknungsluftmenge getrocknet werden, was die Anwendung auch für kleinere Aufträge wirtschaftlich interessant macht.
In der Betriebsart der maximalen Trockenleistung kann diese vorteilhafterweise durch auswählbare Parameter, insbesondere die der Trocknungsluft zugeführte thermische Energie oder die Fördermenge und -geschwindigkeit des Schüttguts gesteuert werden, so dass eine Optimierung des Trocknungsprozesses möglich ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Figuren näher beschrieben. In den Figuren zeigen:
Fig. 1A-B ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut,
Fig. 2A-B ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut,
Fig. 3 die Verwendung einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung gemäß Fig. 1A und 1B für die Trocknung von Mais und Hackschnitzeln,
Fig. 4 ein Temperaturvergleich zwischen einer Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut gemäß dem Stand der Technik und einer erfindungsgemäßen Trocknungsvorrichtung, und
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut im Querschnitt.
In Fig. 1A und 1B ist in einer Aufsicht und in einer seitlichen Ansicht stark schematisiert ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung zum Trocknen von Schüttgut dargestellt.
Die erfindungsgemäß ausgestaltete Vorrichtung 1 weist dabei ein in Form eines Tunnels ausgebildetes Gehäuse 2 auf, welches mittels einer geeigneten Beschickungsvorrichtung 3, beispielsweise einem Kratzkettenförderer oder einem sog. Walking Floor beschickt wird. Der Austrag erfolgt über eine geeignete Austragvorrichtung 4, welche ebenfalls in Form der genannten Förderer ausgeführt sein kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Beschickungsvorrichtung 3 als Walking Floor und die Austragsvorrichtung 4 als Kratzkettenförderer ausgeführt.
Im dargestellten Beispiel erfolgt die Beschickung der Vorrichtung 1 aus einem Rohwarenlager 5, in welchem das zu trocknende Schüttgut 11 angeliefert und bis zur Trocknung gelagert wird. Der Austrag des getrockneten Schüttgutes 11 aus dem Gehäuse 2 erfolgt in einen Trockenlagerbereich 6, welcher so gestaltet ist, dass das zuvor getrocknete Schüttgut 11 nicht wieder feucht werden kann. Die Förderrichtung des Schüttguts 11 in der Trocknungsvorrichtung 1 ist durch die Pfeile in Fig. 1A gekennzeichnet.
Die Förderung des Schüttgutes 11 im Gehäuse 2 erfolgt mittels einer geeigneten Fördervorrichtung 9, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Walking Floor ausgebildet ist, aber auch andere Fördertypen, wie Kratzkettenförderer, Bandförderer, Schwingförderer oder ähnliches umfassen kann. Wesentlich ist, dass die Fördervorrichtung 9 von Trocknungsluft durchsetzt werden kann. Zumindest eine Antriebseinheit 10 sorgt für den Antrieb der im Gehäuse 6 AT 010 181 U1 2 angeordneten Fördervorrichtung 9.
Zur Trocknung von Schüttgut 11 mittels Trocknungsluft weist die Vorrichtung zumindest eine Trockenlufterzeugungseinrichtung auf, die hier ein Gebläse 7 und ein nachgeschaltetes Heizregister 8 umfasst. Das Gebläse 7 saugt die zur Trocknung des Schüttgutes 11 benötigte Luft an, im Heizregister 8 wird die Luft auf eine vorbestimmte Temperatur erwärmt und anschließend in den Trocknungsluftpfad eingeblasen, wie nachfolgend beschrieben.
Aus Fig. 1B ist ersichtlich, dass der Trocknungsluftpfad mehrere Richtungskomponenten A1, A2, A3 aufweist. Die erste Richtungskomponente AI des Trocknungsluftpfads ist an einem förderstromabwärtigen Bereich der Förderrichtung 9 senkrecht nach unten gerichtet und geht von einem ersten Gehäusebereich 2a begrenzt durch das Schüttgut 11 und die Fördervorrichtung 9 hindurch in einen unteren Gehäusebereich 2b, wo der Trocknungsluftpfad eine im Wesentlichen waagrechte Komponente A2 aufweist. Aus dem Gehäusebereich 2b wird die Trocknungsluft in einer nach oben führenden Komponente A3 des Trocknungsluftpfads durch die Fördervorrichtung 9 und das Schüttgut 11 hindurch gepresst und anschließend durch einen Abluftauslass 12 ausgetragen. Durch eine Sperrvorrichtung 13 wird die Trocknungsluft daran gehindert, oberhalb des Schüttgutes 11 direkt vom Gehäusebereich 2a in den Gehäusebereich 2b und von dort durch den Abluftauslass 12 zu strömen. Die Sperrvorrichtung 13 kann beispielsweise in Form eines Schleppvorhangs ausgebildet sein, welcher im Gehäuse 2 angebracht ist und über das im Gehäuse 2 geförderte Schüttgut 11 geschleppt wird. Ein direkter Luftaustausch Richtung Abluftauslass 12 ist somit nicht möglich, weshalb die erwärmte Luft zunächst in das Schüttgut 11 und durch dieses hindurch strömt, wobei das Gebläse 7 nahe der Austragsvorrichtung 4 angeordnet ist.
Die Trocknungsluft erreicht dabei, wie aus Fig. 1B ersichtlich, Schüttgut 11, welches bereits vorgetrocknet ist, da die Trocknungsluft nach dem ersten Durchströmen des Schüttgutes 11 unter Umgehung der Sperrvorrichtung 13 auf dem Weg zum Abluftauslass 12 das Schüttgut 11 ein zweites Mal durchströmt.
Die Einblastemperatur zur Trocknung wird dabei je nach Art des Schüttguts 11 gewählt. Im Ausführungsbeispiel wird beispielhaft eine Vorrichtung zum Trocknen von Maissaat oder Hackschnitzel betrachtet, bei der die Einblastemperatur beim Eintritt in das Gehäuse 2 bei ca. 60°C liegt. Unter dieser Temperatur durchströmt die Trocknungsluft das Schüttgut 11, um unter Aufnahme von Feuchtigkeit und Absinken auf den Boden des Gehäuses 2 entgegengesetzt zur Förderrichtung des Schüttgutes 11 Richtung Abluftauslass 12 zu strömen.
Beträgt die Einblastemperatur z.B. ca. 60°C und die Temperatur nach dem ersten Durchströmen des Schüttgutes 11 ca. 50°C, ist beim zweiten Durchströmen des Schüttgutes 11 nach der Sperrvorrichtung 13 immer noch genug Kapazität zur Aufnahme von Feuchtigkeit aus dem Schüttgut 11 vorhanden, da bekanntermaßen warme Luft mehr Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen vermag als kühle Luft. Dies ermöglicht eine sehr effektive Trocknung des Schüttgutes 11. So kann Abluft mit 40°C beispielsweise mehr Feuchtigkeit aus der Vorrichtung transportieren als Luft mit 20°C.
Vergleicht man, wie in Fig. 4 dargestellt, dagegen einen herkömmlichen Trockensilo (links) mit einer erfindungsgemäß ausgestalteten Trocknungsvorrichtung 1 (rechts), so ist klar ersichtlich, dass die Temperaturschichtung in dem Trockensilo nicht geeignet ist, das Schüttgut effektiv zu entfeuchten, da die Temperatur nahe den obersten Schichten von Schüttgut 11 im Silo bereits so stark abgefallen ist (auf ca. 20°C), dass eine Kondensation der in der Luft vorhandenen Feuchtigkeit mit nachfolgender Vernässung des Schüttgutes 11 zu befürchten ist. Dies kann durch die erfindungsgemäß ausgestaltete Trocknungsvorrichtung 1 äußerst effektiv und einfach verhindert werden.
Um mit einem herkömmlichen Trockensilo die gleiche Menge an Schüttgut 11 zu trocknen, wäre 7 AT 010 181 U1 somit eine erheblich größere Luftmenge, also eine längere Betriebszeit notwendig. Dabei wäre jedoch eine Überhitzung bzw. eine zu starke Trocknung des Schüttgutes 11 in den unteren Schichten des Trockensilos zu befürchten, was beispielsweise im Fall von Getreide die Qualität signifikant beeinträchtigen würde.
Die Effizienz einer Trocknungsanlage liegt demnach sowohl in der Wahl des richtigen Verhältnisses zwischen Temperatur und Luftmenge als auch in der Wahl der optimalen Einblastemperatur. Auch hierin hebt sich somit die erfindungsgemäß ausgestaltete Trocknungsvorrichtung 1 positiv vom Stand der Technik ab, da ein effizienter Trocknungsprozess bei schonender Trocknung, kurzen Laufzeiten und geringen Betriebskosten abläuft.
In den Fig. 2A und 2B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung 1' zum Trocknen von Schüttgut 11 dargestellt.
Im Unterschied zu dem in den Fig. 1A und 1B dargestellten ersten Ausführungsbeispiel weist das in den Fig. 2A und 2B dargestellte Ausführungsbeispiel einen verlängerten Trocknungsweg durch einen Richtungswechsel der Schüttgutförderung im Gehäuse 2 auf. Die Trocknungsvorrichtung T gemäß Fig. 2A ist dadurch ausgezeichnet, dass der Platzbedarf geringer ist als im ersten Ausführungsbeispiel, da die Baulänge der Vorrichtung T kürzer ausfallen kann. Zudem kann das Schüttgut 11 bis zu seiner Trocknung im Freien gelagert werden, so dass kein weiteres Lagergebäude notwendig ist. Bedingt dadurch, dass nun zwei Fördervorrichtungen 9 im Gehäuse 2 vorgesehen sind, ist jedoch eine weitere Antriebseinheit 10 vorgesehen.
Als Fördervorrichtungen 9 können wiederum die vorstehend beschriebenen Einrichtungen dienen, wobei diese in der Hin- und in der Rückrichtung jeweils gleich oder unterschiedlich ausgeführt sein können. Bevorzugt sind beide Fördervorrichtungen 9 als Walking Floor ausgebildet. Die sonstigen Bauteile der Vorrichtung, wie Beschickungs- und Austragsvorrichtungen 3 und 4 sowie Gebläse 7 und Register 8 können ebenfalls analog zum ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt sein.
Betrachtet man Fig. 2B, ist ersichtlich, dass das dargestellte Ausführungsbeispiel einen weiteren Vorteil aufweist, nämlich eine Durchmischung des Schüttgutes in einer Mischzone 14 beim Richtungswechsel. Dadurch kann eine Umschichtung des Schüttgutes 11 und dadurch eine Oberflächenvergrößerung des Schüttgutes 11 mit verbesserter Trocknung erzielt werden.
Analog zum ersten Ausführungsbeispiel, bei welchem das Schüttgut 11 durch die dem Abluftauslass 12 zuströmende Luft aufgrund des Strömungsweges der Luft bzw. deren Richtungswechsel vorgetrocknet wird, wird das Schüttgut 11 in Fig. 2B durch den Richtungswechsel der Förderrichtung ebenfalls zweimal von einem Trocknungsluftpfad B durchströmt, der allerdings geradlinig von unten nach oben geführt ist. Sperrvorrichtungen 13 können somit entfallen.
In Fig. 3 ist stark schematisiert ein Betriebsdiagramm einer erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1A und 1B dargestellt, welche wechselweise zum Trocknen von Mais M und Hackschnitzeln H genutzt wird. Der Mais wird dabei aus einem Bunker entnommen, welcher dem Rohwarenlager 5 entspricht, während die Hackschnitzel offen gelagert werden. Der Austrag nach der Trocknung kann im Fall des Mais in einen geschlossenen Behälter erfolgen, während die Hackschnitzel in einem Trockenlager 6 gelagert werden.
Die Vorrichtung ist mit einer Steuerung 15 ausgestattet. Diese ermöglicht die Kontrolle und Regelung des Betriebszustandes über Temperaturmessungen an verschiedenen Stellen der Vorrichtung 1. Anhand der Temperaturmessungen im Gehäuse 2 lassen sich verschiedene Trocknungsfunktionen einstellen. 1. Lüftungsbetrieb: 8 AT 010 181 U1
Die Trocknungsvorrichtung 1 saugt durch das Gebläse 7 warme Raumluft, zum Beispiel aus einem Maschinenraum, an. Dieser Betriebszustand wird bei Mangel an thermischer Energie verwendet. Eine geringe Luftleistung verbunden mit einer geringen Trockenleistung führen dazu, dass kein zusätzlicher thermischer Energiebedarf besteht. Der Betriebszustand eignet sich für Schüttgut 11, welches zwar durchlüftet werden muss, beispielsweise, um Schimmel vorzubeugen, jedoch nicht getrocknet werden soll. 2. Kontrollierter Trocknungsbetrieb:
Die Trocknungsvorrichtung 1 trocknet eine kontrollierte Menge Schüttgut 11 und benötigt thermische Energie zur Trocknung. Dieser Betriebszustand ist wärmegeführt bei kontrollierter Luftmenge möglich. Diese Betriebsart eignet sich für geringe Schüttgutmengen, beispielsweise bei einem Kleinauftrag, welcher somit trotzdem effizient und kostengünstig durchgeführt werden kann. 3. Maximale Trockenleistung:
Diese Betriebsart wird gewählt, wenn ausreichend Rohstoff vorhanden ist. Hierbei wird die Trockenleistung durch auswählbare Parameter begrenzt, wie zum Beispiel eine Minimierung der thermischen Energie oder eine Maximierung der Förderkapazität. Die Wahl der verschiedenen Betriebsarten ermöglicht dem Betreiber eine optimale wirtschaftliche Nutzung der Anlage und der eingesetzten Energien.
Die benötigte thermische Energie ist dabei abhängig von der Außentemperatur, der Betriebsart, dem Feuchtegehalt des Schüttgutes 11 und der Luftfeuchte.
Die erfindungsgemäß ausgestaltete Vorrichtung 1 zum Trocknen von Schüttgut 11 vereinigt somit viele Vorteile in sich, wie die flexible Verwendbar für verschiedene Produkte wie z.B. Biomasse, Mais, Gras usw., eine hohe Effizienz durch verschiedene Betriebsarten, die flexiblen Möglichkeiten der Ausführungen und Abmessungen sowie der Aufstellung im Freien oder in einer Halle, der schonende und gleichmäßige Trocknungsprozess im Vergleich zum Umlauftrockner und die guten Ergebnisse bei Niedertemperaturnutzung.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1" geht aus Fig. 5 hervor. Die Vorrichtung 1" ist in diesem Fall vorteilhafterweise auf dem Dach 16 eines Gebäudes 17 angeordnet. Alternativ ist auch eine Anordnung in einer Hanglage möglich, solange der Hang ein bestimmtes Gefälle aufweist. Die Sonne erwärmt eine gut wärmeleitende Wand 21 eines Luftzufuhrkanals 18 der Vorrichtung 1", welcher im Ausführungsbeispiel im Wesentlichen parallel zu der Dachschräge das Daches 16 und dessen Neigung folgend ausgebildet ist. Alternativ oder ergänzend dazu könnte auch die Wand 19 des Luftzufuhrkanals durch Abwärme von Maschinen etc. erwärmt werden. Der Luftzufuhrkanal 18 ist unten offen und erstreckt sich nach oben zur Unterseite der Fördervorrichtung 9. Die Luft in dem Luftzufuhrkanal 18 erwärmt sich aufgrund der aufgewärmten Wände 19, 21 und steigt daher im Luftzufuhrkanal 18 auf, so dass durch den so erzielten Kamineffekt ein Trocknungsluftpfad C durch den Luftzufuhrkanal 18, die Fördervorrichtung 9 hindurch und durch das daran anschließende Gehäuse 2 der Vorrichtung 1" entsteht. Der erwärmte Luftzufuhrkanal 18 wirkt somit als Trocknungslufterzeugungseinrichtung. Der Trocknungsluftpfad C durchströmt - ähnlich wie in dem in Fig. 1A und 1B dargestellten Ausführungsbeispiel - die in dem Gehäuse 2 angeordnete Fördervorrichtung 9, welche vorzugsweise ebenfalls als Walking Floor ausgebildet sein kann, auf welcher das Schüttgut 11 transportiert wird. Durch den Luftauslass 12 verlässt der Trocknungsluftpfad C das Gehäuse 2. Auf dem Gehäuse 2 kann eine Abdeckung 20 angeordnet sein, die dafür sorgt, dass Niederschläge nicht in das Gehäuse 2 fallen. Der Materialtransport erfolgt dabei vorzugsweise entlang des Dachfirstes, wobei auf einer Seite die Beschickung erfolgt und auf der anderen Seite die Entleerung, wodurch die Vorrichtung 1" sehr platzsparend errichtet werden kann. Die Breite (in Fig. 5 senkrecht zur Zeichnungsebene) des Luftzufuhrkanals 18
Claims (20)
- 9 AT 010 181 U1 erstreckt sich über einen beträchtlichen Abschnitt der Länge der Fördervorrichtung 9, vorzugsweise über im Wesentlichen die gesamte Länge der Fördervorrichtung 9. Der Vorschub der Fördervorrichtung 9 wird bevorzugt anhand einer Temperaturdifferenz zwischen der Temperatur unter dem First (M1) und der Außentemperatur (M2) geregelt. Für die Belüftung des Trockengutes 11 wird in diesem Fall nicht unbedingt ein Gebläse benötigt und damit keine elektrische Energie verbraucht. Die Thermik der warmen Luft kann durch eine geeignete Wahl des Materials der Wände 19, 21 des Luftzufuhrkanals 18 wie z.B. Blech, Solarglas o.ä. verbessert werden. In Kombination mit einer geringen definierten Schütthöhe auf der Fördervorrichtung 9 kann eine gute Trockenleistung erzielt werden. Die Thermik kann auch durch andere Energiequellen erzeugt werden, wie z.B. Abwärme von Maschinen oder Anlagen. Bei Biomasseheizwerken ist mit einer Einsparung im Bereich des Biomasseverbrauches um ca. 8% bei einer Feuchtigkeitsreduktion von W 40% auf W 20% zu rechnen. Verluste durch feuchtes Einlagern der Biomasse und die darauffolgende Erwärmung der Biomasse fallen dadurch weg. Die Ausführung mit einer doppelten Dacheineckung ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch den Effekt weiter verbessern, da Verluste vermieden werden. Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt; insbesondere ist die Anordnung der Beschickungs- und Austragsvorrichtungen 3 und 4 an dem Gehäuse 2 auch in anderen Positionen wie beispielsweise endständig in entgegengesetzte Richtungen verlaufend, sowie alternative Anordnung und Ausbildung von Gebläse 7, Register 8 und Antriebseinheiten 10 möglich. Ansprüche: 1. Vorrichtung (1, T, 1") zum Trocknen von Schüttgut (11) mit zumindest einer Fördervorrichtung (9) zum Transport des Schüttguts (11), einer Trocknungslufterzeugungseinrichtung und einem Trocknungsluftpfad (A1, A2, A3, B, C) zur Führung des Trocknungsluftstroms, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsluftpfad (A1, A2, A3, B, C) die Fördervorrichtung (9) zumindest einmal durchsetzt.
- 2. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördervorrichtung (9) in einem Gehäuse (2) angeordnet ist, das zumindest abschnittsweise den Trocknungsluftpfad (A1, A2, A3, B, C) definiert.
- 3. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsluftpfad (A1, A2, A3) die Fördervorrichtung (9) von einem förderstromabwärtigen Bereich der Fördervorrichtung (9) zu einem förderstromaufwärtigen Bereich der Fördervorrichtung (9) zumindest zweimal durchsetzt.
- 4. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Gehäuse (2) zumindest eine Sperrvorrichtung (13) für den Trocknungsluftstrom (A1, A2, A3) befindet.
- 5. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Sperrvorrichtung (13) ein Schleppvorhang ist.
- 6. Trocknungsvorrichtung (1') nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Fördervorrichtungen (9) übereinander angeordnet sind, wobei die Förderrichtungen zweier benachbarter Fördervorrichtungen (9) entgegengesetzt zueinander gerichtet sind und das Fördergut - in Förderrichtung gesehen - jeweils auf die nächste Fördervorrichtung (9) übergebbar ist, wobei der Trocknungsluftpfad (B) alle Fördervorrichtungen (9) zu- 10 AT 010 181 U1 mindest einmal durchsetzt.
- 7. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Übergabestelle für Schüttgut (11) von jeweils zwei benachbarten Fördervorrichtungen (9) eine Mischzone (14) ausgebildet ist.
- 8. Trocknungsvorrichtung (Τ') nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Trocknungsluftpfad (C) durch einen Wände (19, 21) aufweisenden Luftzufuhrkanal (18) zumindest teilweise definiert ist, wobei der Luftzufuhrkanal (18) von einem offenen unteren Ende, vorzugsweise schräg unter einem Winkel (a), bis unter die Fördervorrichtung (9) ansteigt, wobei die Wände (19, 21) erwärmbar sind, insbesondere durch Sonneneinstrahlung oder Abwärme von Maschinen oder Anlagen, und wobei sich die Breite des Luftzufuhrkanals (18) über einen Abschnitt der Länge der Fördervorrichtung (9), vorzugsweise im Wesentlichen über die gesamte Länge der Fördervorrichtung (9) erstreckt.
- 9. Trocknungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungsvorrichtung (Τ') an einem Hang oder auf einem Gebäude (17) ausgebildet ist und sich der Luftzufuhrkanal (18) in Richtung der Neigung des Hangs oder Dachs (16) des Gebäudes (16) erstreckt.
- 10. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beschickungsvorrichtung (3) zum Beschicken der zumindest einen Fördervorrichtung (9) mit Schüttgut (11) und zumindest eine Austragsvorrichtung (4) zum Austragen des Schüttguts (11) von der Fördervorrichtung (9) vorgesehen ist.
- 11. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Fördervorrichtung (9), optional auch die Beschickungsvorrichtung (3) und die Austragsvorrichtung (4) als Walking Floor ausgebildet ist/sind.
- 12. Trocknungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Fördervorrichtung (9) und/oder die Beschickungsvorrichtung (3) und/oder die Austragsvorrichtung (4) in Form eines Kratzkettenförderers, Bandförderers, Schwingförderers oder einer sonstigen linearen Fördervorrichtung ausgebildet ist/sind.
- 13. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Fördervorrichtung (9) luftdurchlässig ausgestaltet ist.
- 14. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungslufterzeugungseinrichtung zumindest ein Gebläse (7) umfasst.
- 15. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungslufterzeugungseinrichtung zumindest ein Heizregister (8) umfasst.
- 16. Trocknungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einblastemperatur der Trocknungsluft zwischen 50°C und 70°C beträgt.
- 17. Verfahren zum Betrieb einer Trocknungsvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trocknungsvorrichtung (1,T, 1") in einem Lüftungsbetrieb und/oder einer Betriebsart der kontrollierten Trocknung und/oder einer Betriebsart mit maximaler Trockenleistung betreibbar ist.
- 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass im Lüftungsbetrieb die Trock- 11 AT 010 181 U1 nungslufterzeugungseinrichtung Raumluft in den Trocknungsluftpfad (A1, A2, A3, B) bläst, so dass das Schüttgut ohne thermischen Energiebedarf belüftet wird.
- 19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass im kontrollierten 5 Trocknungsbetrieb eine kontrollierte Menge Schüttgut (11) bei kontrollierter Trocknungs luftmenge getrocknet wird.
- 20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass in der Betriebsart der maximalen Trockenleistung diese durch auswählbare Parameter, insbe- io sondere die der Trocknungsluft zugeführte thermische Energie oder die Fördermenge und -geschwindigkeit des Schüttguts (11), gesteuert wird. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 15 20 25 30 35 40 45 50 55
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| AT0046407U AT10181U1 (de) | 2007-07-30 | 2007-07-30 | Vorrichtung zum trocknen von schüttgut und verfahren zum betrieb einer solchen vorrichtung |
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| AT0046407U AT10181U1 (de) | 2007-07-30 | 2007-07-30 | Vorrichtung zum trocknen von schüttgut und verfahren zum betrieb einer solchen vorrichtung |
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| AT10181U1 true AT10181U1 (de) | 2008-10-15 |
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| AT0046407U AT10181U1 (de) | 2007-07-30 | 2007-07-30 | Vorrichtung zum trocknen von schüttgut und verfahren zum betrieb einer solchen vorrichtung |
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