AT10197U1 - Vorrichtung zum führen einer schiebetür eines möbels - Google Patents
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Description
2 AT010 197U1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Führen einer Schiebetür eines Möbels mit oberen und unteren Führungsprofilen, die obere und untere Laufbahnen für die Schiebetür sowie leistenförmige Steckansätze besitzen, die in stirnseitige Befestigungsnuten von die Türöffnung oben und unten begrenzenden Möbelplatten eingreifen, und mit wenigstens einer einem Endabschnitt eines der Führungsprofile zugeordneten Schließeinrichtung, die einen in einem Gehäuse gelagerten, mit einer Aufnahmerast für einen Mitnehmer der Schiebetür versehenen, federbelasteten Schlitten zum selbständigen Einziehen der Schiebetür in eine Schließstellung umfasst.
Zum Schließen von bewegbaren Möbelteilen ist es bekannt (DE 202 18 067 U1), in einem dem Möbelkorpus zugeordneten Gehäuse einen Schlitten verschiebbar zu lagern, auf dem eine schwenkverstellbare Aufnahmerast für einen Mitnehmer des beweglichen Möbelteils vorgesehen ist. Der im Schließsinn des beweglichen Möbelteils federbeaufschlagte Schlitten kann in einer Bereitschaftsstellung mit Hilfe der schwenkverstellbaren Rastaufnahme verriegelt werden, sodass beim Verlagern des beweglichen Möbelteils in seine Schließstellung der Mitnehmer in die schlittenseitige Rastaufnahme eingreift und sie verschwenkt, was eine Entriegelung des Schlittens und damit eine Schlittenbewegung in die Schließstellung aufgrund der Federbelastung zur Folge hat. Zugleich wird der in die Schließstellung einfahrende Schlitten gedämpft. Zu diesem Zweck ist ein Dämpfungszylinder vorgesehen, an dessen Kolbenstange der Schlitten anschlägt. Zum Öffnen des beweglichen Möbelteils, der über seinen Mitnehmer in der Rastausnehmung festgehalten wird, ist das Möbelteil gegen die Kraft von üblicherweise zwei Schließfedern aus der Schließstellung zu bewegen, wobei der Schlitten über den in seine Rastaufnahme eingreifenden Mitnehmer des Möbelteils in die Bereitschaftsstellung gezogen und dort durch ein Verschwenken der Rastaufnahme unter einer gleichzeitigen Freigabe des Mitnehmers verriegelt wird, um den beweglichen Möbelteil neuerlich zum Schließen aufzunehmen. Diese Schließvorrichtungen sind insbesondere für das Einziehen von Schubladen in ihre Schließstellung gedacht und werden dazu in der am Möbelkorpus befestigten Tragschiene eines Schubladenauszuges befestigt. Für die Anwendung im Zusammenhang mit einer auf Laufbahnen unterer und oberer Führungsprofile abrollenden Schiebetür eines Möbels ergeben sich jedoch Montageschwierigkeiten, wenn die Schließvorrichtung nicht in die Türöffnung ragen soll.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Führen einer Schiebetür eines Möbels der eingangs geschilderten Art so mit einer Schließvorrichtung zu versehen, dass keine in die Türöffnung ragenden Konstruktionsteile erforderlich werden. Außerdem soll eine einfache Montage sichergestellt werden.
Die Erfindung löst die gestellt Aufgabe dadurch, dass wenigstens eines der Führungsprofile auf der der Türöffnung zugekehrten Seite seines Steckansatzes eine Anschlussfläche für das Gehäuse der Schließeinrichtung bildet, in deren Bereich die zugehörige Möbelplatte eine sich bis in die Befestigungsnut erstreckende Aufnahmeaussparung für das Gehäuse aufweist, und dass zwischen der Möbelplatte und dem Führungsprofil ein Führungsspalt für den Mitnehmer der Schiebetür frei bleibt.
Da zufolge dieser Maßnahmen der leistenförmige Steckansatz zum Befestigen des Führungsprofils mit seiner gegen die Türöffnung weisenden Seite eine Anschlussfläche für das Gehäuse der Schließeinrichtung bildet, braucht lediglich die den Steckansatz aufnehmende Befestigungsnut in der Stirnseite der Möbelplatte entsprechend der Längserstreckung der Schließeinrichtung auf der der Türöffnung zugekehrten Seite zur Aufnahme der Schließeinrichtung ausgenommen zu werden, um die auf dem Führungsprofil vormontierte Schließeinrichtung zusammen mit dem Führungsprofil in der Befestigungsnut verankern zu können. Die für die Aufnahme der Schließeinrichtung außerhalb der Türöffnung erforderliche Aufnahmeaussparung in der Möbelplatte bedarf keiner engen Fertigungstoleranzen, weil die Position der Schließeinrichtung durch ihre Befestigung auf dem Führungsprofil festgelegt wird. Es ist lediglich drauf zu achten, dass auf der Seite der Türöffnung zwischen der Möbelplatte und dem Führungsprofil ein Führungsspalt frei bleibt, in dem der Mitnehmer der Schiebetür während der Schiebetürverlagerung 3 AT 010 197 U1 außerhalb des Bereiches der Schließeinrichtung geführt werden kann. Die Schließeinrichtung wird somit zusammen mit dem türseitigen Mitnehmer vom Führungsprofil abgedeckt und ist daher nicht sichtbar.
Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich im Zusammenhang mit der Ausnahmaussparung der Befestigungsnut dann, wenn sich die Aufnahmeaussparung durchgehend bis zur Plattenoberfläche auf der Seite der Türöffnung erstreckt. Auf dieser Plattenseite kann dann gegebenenfalls die Aufnahmeaussparung durch eine Abdeckung verschlossen werden.
Um eine geringe Bautiefe zu ermöglichen, kann sich die Anschlussfläche des leistenförmigen Steckansatzes des Führungsprofils in eine Aussparung auf der der Möbelplatte zugekehrten Innenseite des Führungsprofils erstrecken. In diesem Fall kann der Mitnehmer der Schiebetür auch bei vergleichsweise dünnen Schiebetürblättern im Bereich der Stirnseite des Schiebetürblattes vorgesehen werden und trotzdem störungsfrei mit der Rastaufnahme des Schlittens der Schließeinrichtung Zusammenwirken.
Obwohl sich hinsichtlich der Funktion der Schließeinrichtung keine Unterschiede ergeben, wenn sie im Bereich des oberen oder unteren Führungsprofils angeordnet wird, empfiehlt sich eine Anordnung der Schließeinrichtung jeweils auf der Unterseite des Steckansatzes der oberen der beiden Führungsprofile, weil dann der unvermeidbare Führungsspalt für den Mitnehmer der Schiebetür zwischen der Möbelplatte und dem auf der Stirnseite der Möbelplatte befestigten Führungsprofil nach unten offen ist und die Verschmutzungsgefahr für die Schließeinrichtung geringer ausfällt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Führen einer Schiebetür eines Möbels in einem vereinfachten Querschnitt im Bereich eines Führungsprofils mit angeschlossener Schließeinrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie ll-ll der Fig. 1 in einem kleineren Maßstab und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 1 ebenfalls in einem kleineren Maßstab.
Die Schließeinrichtung 1 für eine Schiebetür 2 eines nicht näher dargestellten Möbels ist im Eckbereich zwischen einer Seitenwand 3 und einer Möbelplatte 4 vorgesehen, die im dargestellten Ausführungsbeispiel als Deckplatte dient, aber auch als Boden oder Zwischenboden eingesetzt werden kann. Zur Führung der Schiebetür 2 sind obere und untere Führungsprofile 5 vorgesehen, die Laufbahnen 6 für Laufrollen 7 der Schiebetür 2 bilden. In der Fig. 1 ist die Situation im Bereich eines Zwischenbodens strichpunktiert angedeutet, bei dem das Führungsprofil 5 sowohl die Laufbahnen 6 für die untere als auch die obere Schiebetür bildet. Zur Befestigung der Führungsprofile 5 sind diese mit einem gegen die Stirnseite der Möbelplatte 4 vorstehenden, leistenförmigen Steckansatz 8 versehen, der in eine Befestigungsnut 9 der Möbelplatte 4 eingreift.
Um die Schließeinrichtung 1 nicht so anordnen zu müssen, dass sie in die Türöffnung vorragt, bildet der Steckansatz 8 zumindest eines der beiden zur Führung einer Schiebetür benötigten Führungsprofile 5 auf der der Türöffnung zugekehrten Seite, im Fall des dargestellten Ausführungsbeispieles ist dies die Unterseite, eine Anschlussfläche 10 für die Schließeinrichtung 1, die mit einer Anschlussplatte 11 auf der Anschlussfläche 10 des Führungsprofils 5 befestigt ist. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass sich die Anschlussfläche 10 des Steckansatzes 8 in eine Aussparung 12 des Führungsprofils 5 erstreckt, sodass ausreichend Platz für die Schließeinrichtung 1 geschaffen wird. Die an sich bekannte Schließeinrichtung 1 weist ein auf der Grundplatte 11 aufgebautes Gehäuse 13 auf, das eine Verschiebeführung für einen Schlitten 14 bildet. Dieser mit Hilfe von einem Federpaar 15 im Schließsinn beaufschlagbare Schlitten 14 trägt eine schwenkverstellbare, gabelförmige Aufnahmerast 16 für einen Mitnehmer 17 der Schiebetür 2. In der in der Fig. 2 strichliert angedeuteten Bereitschaftsstellung 18 ist der Schiit-
Claims (5)
- 4 AT 010 197 U1 ten 14 mit Hilfe der verschwenkten Rastaufnahme 16 verriegelt, in deren Aufnahmeöffnung der Mitnehmer 17 beim Schließen der Schiebtür 2 eingreift, um die Rastaufnahme 16 aus der Verriegelungsstellung herauszuschwenken und den Schlitten 14 freizugeben, der aufgrund seiner Federbelastung in die in vollen Linien gezeichnete Schließstellung gezogen wird und dabei die Schiebetür 2 über den Mitnehmer 17 mitnimmt. Damit die Schließbewegung der Schiebetür 2 gedämpft werden kann, ist parallel zum Federpaar 15 ein Dämpfungszylinder 19 vorgesehen. Die Schiebetür 2 wird somit durch das Federpaar 15 über den in der Aufnahmerast 16 gefangenen Mitnehmer 17 in der Schließstellung gehalten und muss zum Öffnen gegen die Federkraft verschoben werden, bis der Schlitten 14 in der Bereitschaftsstellung 18 nach der Fig. 2 über die verschwenkte Rastaufnahme 16 wieder verriegelt wird. Die auf der Anschlussfläche 10 des Führungsprofils 5 befestigte Schließeinrichtung 1 bedingt im Bereich der Stirnseite der Möbelplatte 4 eine von der Befestigungsnut 9 ausgehende Aufnahmeaussparung 20, die sich vorzugsweise bis zur Oberfläche der Möbelplatte 4 auf der Seite der Türöffnung erstreckt, wie dies insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann. Diese Aufnahmeaussparung 20 kann gegenüber der Türöffnung durch eine Abdeckleiste 21 abgedeckt werden. Zur Montage des Führungsprofils 5 mit der angeschlossenen Schließeinrichtung 1 ist es daher lediglich erforderlich, das Führungsprofil 5 mit seinem Steckansatz 8 in die Befestigungsnut 9 der Möbelplatte 4 einzuschlagen, bis ein hierfür vorgesehener Anschlag 22 des Führungsprofils 5 dessen Endlage bestimmt. Zur Abdeckung des Führungsprofils 5 kann das Führungsprofil 5 außerdem mit einem Verkleidungsprofil 23 versehen werden. Es ist lediglich darauf zu achten, dass auf der Seite der Türöffnung zwischen dem Führungsprofil 5 und der Stirnseite der Möbelplatte 4 ein Führungsspalt 24 für den Mitnehmer 17 der Schiebetür 2 frei bleibt. Ansprüche: 1. Vorrichtung zum Führen einer Schiebetür eines Möbels mit oberen und unteren Führungsprofilen, die obere und untere Laufbahnen für die Schiebetür sowie leistenförmige Steckansätze besitzen, die in stirnseitige Befestigungsnuten von die Türöffnung oben und unten begrenzenden Möbelplatten eingreifen, und mit wenigstens einer einem Endabschnitt eines der Führungsprofile zugeordneten Schließeinrichtung, die einen in einem Gehäuse gelagerten, mit einer Aufnahmerast für einen Mitnehmer der Schiebetür versehenen, federbelasteten Schlitten zum selbständigen Einziehen der Schiebetür in eine Schließstellung umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Führungsprofile (5) auf der der Türöffnung zugekehrten Seite seines Steckansatzes (8) eine Anschlussfläche <10) für das Gehäuse (13) der Schließeinrichtung (1) bildet, in deren Bereich die zugehörige Möbelplatte (4) eine sich bis in die Befestigungsnut (9) erstreckende Aufnahmeaussparung (20) für das Gehäuse (13) aufweist, und dass zwischen der Möbelplatte (4) und dem Führungsprofil (5) ein Führungsspalt (24) für den Mitnehmer der Schiebetür frei bleibt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Aufnahmeaussparung (20) für die Schließeinrichtung (1) von der Befestigungsnut (9) bis zur Oberfläche der Möbelplatte (4) auf der Seite der Türöffnung erstreckt.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anschlussfläche (10) des leistenförmigen Steckansatzes (8) des Führungsprofils (5) in eine Aussparung (12) auf der der Möbelplatte (4) zugekehrten Innenseite des Führungsprofils (5) erstreckt.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (1) jeweils auf der Unterseite des Steckansatzes (8) der oberen der beiden Führungsprofile (5) für die Schiebetür (2) vorgesehen ist.
- 5 5 AT 010 197 U1 Hiezu 3 Blatt Zeichnungen 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55
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| AT0032107U AT10197U1 (de) | 2007-05-18 | 2007-05-18 | Vorrichtung zum führen einer schiebetür eines möbels |
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| AT0032107U AT10197U1 (de) | 2007-05-18 | 2007-05-18 | Vorrichtung zum führen einer schiebetür eines möbels |
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| AT10197U1 true AT10197U1 (de) | 2008-11-15 |
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2008
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