AT102069B - Künstlichen Zug oder Druck erzeugende Vorrichtung für Feuerungsanlagen. - Google Patents

Künstlichen Zug oder Druck erzeugende Vorrichtung für Feuerungsanlagen.

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AT102069B
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Josef Ing Muchka
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Künstlichen   Zug'oder Drucli erzeugende V orricl1tnng fÜr Feuerungsanlagen.   



   Die Erfindung beruht auf der Feststellung, dass das Blasrohr von Lokomotiven nicht allein durch Zugerzeugung wirksam ist, sondern infolge der   stoss-bzw. ruckweisen Wirkung, welche   von 0 bis zu einem maximalen Wert steigt und dann wieder auf 0 fällt, eine mechanische   Schünvirkung   auf den Brennstoff hervorruft, wobei infolge der pulsierenden Wirkung Brennstoffteil vom Dampfstrahl nicht   mitgeführt werden   können. Die Rostbeschickung wird durch die aufeinanderfolgenden Stösse jedesmal aufgelockert, womit im Verein mit der stossweisen Zugwirkung das Feuer beständig angefacht wird. Diese stete Bewegung der Kohlen am Roste hat zur Folge, dass   Kohle gleichmässig auf   der Rostoberfäehe verbrennt.

   Die Blasrohrwirkung ist aus diesem Grunde weit überlegen den bei Stabilanlagen üblichen Einrichtungen, die mit Saug-oder Druckzug arbeiten, bei welchen bei   Anwendung grösserer Luftgeschwindigkeiten   kleinere Kohlenteile von der Rostschicht abgehoben und in den Rauchzügen abgelagert werden, 
 EMI1.1 
 des auch periodisch abnehmenden Druckes verhindert ist. 



   Bei   konstantem Saug-oder Druckzug wird   die Luft   immer   jenen Weg   nehmen,   auf welchen sich der geringste Rostwiderstand bildet, daher an diesen Stellen mehr   Verbrennungs-   luft in die Feuerung eintritt, als notwendig ist und als an anderen Stellen, wo grössere   Widerstände   sind. Daher ist die Verbrennung eine mangelhafte und ungleichmässige. Die Rauchgase werden durch   Luftüberschuss   abgekühlt und   Kohlenpartikelchen durch   den starken   Luftzug unverbrannt abgeführt. AHe   diese   Übelstände   treten bei Lokomotiv-Feuerungsanlagen mit Blasrohr nicht auf. 



   Die Erfindung besteht nun in der Ühertragung der Blasrohrwirkung auf Gebläse jeder Art durch künstlich hervorgerufene periodische Drosselung der Rohrquerschnitte. Durch Drosselung der Rohrquerschnitte in periodisch aufeinanderfolgenden   Zeitabständen,   die naturgemäss, da die Drosselung künstlich hervorgerufen wird. beliebig regelbar sind, d.   h.     verkürzt   und verlängert werden können,   kann   eine entsprechende pulsierende bzw. stossweise Zugoder Druckwirkung auf die Feuerung hervorgerufen und diese dadurch günstig beeinflusst werden. 



   Die Erfindung   ermöglicht   mit rotierenden   Gebläsen   die gleiche Wirkung hervorzurufen wie mit einem Blasrohr u. zw. gemäss der Erfindung durch periodische Drosselung der Saugoder Druckleitung des rotierenden Gebläses. 



   Die   Drosselung der Rohrleitungen bei Gebläsen kann   leicht durch ein Drosselorgan 
 EMI1.2 
 und aus der Drosselstellung bewegt wird. Es ist   zweckmäf6ig,   dem Drosselorgan eine schwingende oder drehende Bewegung zu erteilen, wobei durch geeignete Übersetzungen die   Zeitabstände   der Drosselung bzw. die Antriebsgeschwindigkeit des Drosselorganes eingestellt werden kann. 



   Die Einrichtung gemäss der Erfindung ist sowohl für Stabilanlagen als auch für Lokomotiven anwendbar. Sie ermöglicht bei Lokomotiven auch eine Zugerzeugung mittels Luft, z. B. mit gemäss der Erfindung ausgebildeten Ventilatoren. 



   In der Zeichnung sind schematisch zwei   AusfÜhrungsbeispiele   mit einem Exhaustor bzw. Ventilator als Zugerzeugende Vorrichtung gezeigt. 



   In den Saug-oder Druckstutzen eines Ventilators oder Exhaustors 1 ist eine Drosseleinrichtung 2 eingebaut, welche den Querschnitt des Saug-oder Druckstutzen s abdrosselt, 

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 verkleinert oder vergrössert u. zw. in solchen Zeitintervallen, wie z.   13.   bei der   Lokomotive   die Dampfstösse im Blasrohr aufeinanderfolgen. Bei dem Ausführungsbeispiele der Fig. 1 der Zeichnung ist von der Exhaustorwelle gleichzeitig eine Drosselscheibe angetrieben, welche am Druckstutzen den Querschnitt   abschliesst   und rasch wieder öffnet. Dadurch werden pulsierende Luftstösse unter dem Rost der Anlage oder, falls die Anlage saugend wirkt, über der Feuerung hervorgerufen. 



   Ist der Exhaustor zum Betrieb einer Lokomotive verwendet, so kann, wie in Fig. schematisch gezeigt ist, der Ventilator 1 von der Treibachse der Lokomotive selbst angetrieben werden und es wird dadurch der gleiche Rhythmus der Blasrohrwirkung mit Luft erzeugt, als wie mit dem Abdampf einer   Kolbendampfmaschine.   Der Rhythmus bzw. die Auspuffamplituden werden sich mit der Geschwindigkeit der Lokomotive ändern. 



   Solche Gebläse sind auch zur Zug-oder Druckerzeugung mittels Dampf od. dgl. geeignet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :   
 EMI2.1 
 zeichnet durch ein die Luft ohne Beeinträchtigung des natürlichen Zuges stossweise, durch periodische Drosselung der Saug-oder Druckleitung förderndes und dadurch einen pulsierenden Luftstrom erzeugendes Gebläse.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselorgan für die periodische Drosselung der Saug-oder Druckleitung des Gebläses an einer Stelle ausserhalb dem Wege der abziehenden Gase angeordnet ist. EMI2.2
AT102069D 1924-05-14 1924-05-14 Künstlichen Zug oder Druck erzeugende Vorrichtung für Feuerungsanlagen. AT102069B (de)

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