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Vortreiber aus ineinanderschiebbaren Rohren zur Herstellung von Ortspfählen.
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schiebbaren Rohren zur Herstellung von Ortspfählen, wobei das innerste Rohr das längste und die jeweilig folgenden Rohre kürzer als die vorhergehenden sind.
Nach dem bisher bekannten wurden die einzelnen Rohre entweder zylindtisch oder konisch ausgeführt. Bei zyl ; ndrischen Rohren konnte man diese teleskopartig derart absenken, dass das obere Ende eines Rohres bis an das untere Ende des nächsten Rohres gelangt und so einen Pfahl herstellen, der ungefähr so lang ist, wie die Summe sämtlicher abgesenkter Rohre. Dieser Pfahl hatte eine abgestuft zylindrische Oberfläche. Bei konischen Rohren konnte man jedoch nur Pfähle herstellen, die der Länge des längsten Rohres entsprechen, weil die einzelnen Rohre wegen ihrer zylindrischen Form durch die sie umschliessenden nicht durchgeschoben werden konnten.
Gemäss der Erfindung ist jedes der eingeschobenen Rohre im oberen Teil zylindrisch geformt und läuft am unteren Te le verjüngt zu.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Vortreibers gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. veranschaulicht Fig. 1 den Längsschnitt durch einen Vortreiber mit ineinandergeschobenen Rohren und Fig. 2 einen Längsschnitt durch diesen Vortreiber in abgesenktem Zustande.
Wie sich aus der Zeichnung ergibt, besteht der Vortreiber beispielsweise aus drei ineinandergeschobenen Rohren a, b, c.
In das äusserste Rohr a beliebiger Form, wird das Rohr b eingeschoben, welches an seinem oberen Teil zylindrisch und an seinem unteren Teil konisch geformt ist. Das innerste Rohr c weist eine ähnliche Gestalt auf. Jedes der Rohre trägt ein besonderes Druckübertragungsmittel, etwa Winkelringe, Flanschen, Scheiben od. dgl. oder Kombinationen dieser Elemente, welche ein-oder mehrteilig sein können.
Das Rohr c trägt den Winkel e, welcher beim Absenken dieses Rohres c, das nächste äussere Rohr b mitnimmt. An dem Rohr b ist ein Ring f angeordnet, welcher unter Einschaltung einer Ringscheibe g den Rammdruck auf das Rohr a überträgt. An dem Rohr a ist ein W nkelflansch h vorgesehen, welcher dazu bestimmt ist, das Ziehen des Rohres zn erleichtern.
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der Rammbär bezeichnet. d ist die für das Rammen eingeschobene Spitze. x, y bezeichnen die Masse, um welche die einzelnen Rohre auseinander vorragen.
M ; t einem derartigen Vortreiber kann man nicht nur Pfähle von höchster Tragfähigkeit herstellen, indem man alle Rohre Dach Fig. 2 vollkommen absenkt, sondern bei stark wechselnder Bodenfestigkeit, auch Pfähle von gleicher Tragfähigkeit, indem man während des Rammens auf Grund der hiebei gemachten Wahrnehmungen, Rohre nach Bedarf ein-oder ausschaltet. Man erhält so an jeder Stelle des Baugrundes einen Pfahl, der nicht nur die zweckmässigste Länge, sondern auch die zweckmässigste Form erhält. Beispielsweise wird man bei Bodenschichten von verschiedener Festigkeit die Rohre derart absenken können, dass ihre wirksamen konischen Teile in die festeren Schichten kommen.
Das Verfahren beim Absenken der Rohre ist gemäss der Erfindung, wie folgt :
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Es werden alle Rohre des Vortreibers (im Beispiel nach Fig. 1 drei Rohre) an der Stelle, wo der Pfahl hergestellt wird, auf dem Boden vertikal ineinandergestellt, so dass die oberen Enden der Rohre jedes um dessen Länge vom Boden abstehen. Das Absenken beginnt nun beim innersten (längsten) Rohr. Wenn nun das innerste Rohr soweit abgesenkt ist. dass dessen oberes Ende jenes des nächsten Rohres nahekommt, und man das Absenken des nächsten Rohres wünscht, dann wird-wenn es nicht schon früher geschehen ist-, ein Druck-
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auf das zweite Rohr überträgt und diese mit dem ersten Rohr mitabsenkt, welcher Vorgang sich bei den folgenden Rohren analog wiederholt.
Will man in der Folge die Rohre beim weiteren Absenken einzeln oder in Gruppen wieder ausschalten, dann entfernt man die Druck- Übertragungsglieder nach Bedarf.
In Fig. 1 ist beispielsweise e das Druckübertragungsglied, ein Winkelring, der entweder zwei-oder mehrteilig ist und von der Seite angebracht werden kann, oder aus einem Stück besteht und über das obere Ende des Rohres c aufgeschoben werden kann.
Selbstverständlich müssen alle Druckübertragungsglieder derart bemessen sein, dass man stets alle Rohre durch die sie umschliessenden Rohre absenken kann.
Will man auf die Durchschiebbarkeit der Rohre verzichten und dafür ein leichtes Ziehen der Rohre ermöglichen und den Vorteil beibehalten, dass beim Absenken des Vortreibers immer vorerst das innerste Rohr getroffen wird und der Druck auf die andern Rohre durch Druck- übertragungsglieder erfolgt, dann können diese auch fest oder lösbar mit den Rohren verbunden und so ausgestaltet sein, dass sie Angriffspunkte zum Ziehen der Rohre mittels Winden n. dgl. bieten, wie beispielsweise Fig. 1, in welcher zum Ziehen des Rohres a der Winkel-
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Die Fig. 2 zeigt schematisch einen Vortreiber nach Fig. 1, bei welchem nach Abnahme aller-Druckübertragungsglieder alle drei Rohre vollkommen abgesenkt sind und der herzu- stellende Pfahl eine abwechselnd konische und zylindrische Form hat.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Vortreiber aus ineinanderschiebbaren Rohren zur Herstellung von Ortspfählen, wobei das innerste Rohr das längste und die jeweilig folgenden Rohre kürzer als die vorhergehenden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes, ein Teil oder eines der eingeschobenen Rohre im oberen Teil zylindrisch geformt ist und an seinem unteren Teile verjüngt zuläuft.