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Polsterreifen.
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Bei allen Ausführungsformen der Zeichnung ist eine normale Luftreifenfelge 8 mit Seitenflanschen < Sf { vorgesehen. Der Flanschraum der Felge greift passrecht über die oben beschriebenen Fussteile der Glieder 1 und 2 (Fig. 1-4), so dass die auswärts gekrümmten Flanschen die knieförmigen Aussenglieder 2 stützen.
Diese Normalfelge 8 ist in der Umfangsrichtung geteilt bei 8b (Fig. 2 und 4). Dadurch kann die Felge verengt werden, um sie in den Reifen zu bringen, worauf sie in die Form nach Fig. 2 erweitert werden kann, wobei der Reifenfuss in sie eingreift.
Jede Form einer ausdenkbaren Felge kann benutzt werden und ebenso jedes beliebige Mittel zur lösbaren Verriegelung der Felge in ihrem ausgedehnten Zustande. Die Verriegelung nach Fig. 2 ist von b kannter Form und hat einen Vorsprung 9, der von dem einen freien Ende der Felge, wenn ihre Enden im Ausdehnunsszustande aneinanderliegen. Über das andere Ende ragt. Ferner gehört zu dieser
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Auch können die dargestellten Reifen bei anderen Felgen Verwendung finden, u. zw. auch bei beliebigen normalen abnehmbaren Felgen mit einem oder zwei von unausdehnbaren Körpern abnehmbaren Flanschen. Der den oben beschriebenen Ring 6 bergende Reifen wird dabei seitlich auf den Felgenkörper aufgeschoben, worauf der Flansch oder die Flansche in üblicher Art angebracht werden.
Für Reifen von raschlaufenden Wagen'ist es zur Erzielung guter Fahrteigenschaften nötig, nicht bloss hohe Nachgiebigkeit zu haben, um in möglichst hohem Masse die Unebenheiten der Fahrbahn zu absorbieren, sondern der Reifen muss auch raschwirkend sein, um den Unebenheiten der Bahn so rasch nachzugeben, wie sie bei der raschen Fahrt auftreten. Bei einem Pressluftreifen ist das Polstermitte], die Pressluft, im Reifen, und da Luft geringe Trägheit und geringe Zähigkeit hat, so kann der Pressluftreifen sehr rasch den rasch auftretenden Strassenunebenheiten bei schneller Fahrt nachgeben.
Anderseits muss bei Herstellung eines nicht aufgeblasenen Reifens aus Gummi od. dgl. die Polsterwirkung zwecks befried ; gender Ergebnisse durch das Fliessen des Werkstoffes des Reifens selbst erzielt werden. Das Fliessverhältnis für feste Stoffe wie Gummi od. dgl., ist weit langsamer als das von Luft oder sonstigen Gasen. Es ist daher für die Erzielung eines Reifens mit Polsterwirkung, die ebenso prompt wie bei Pressluftreifen sein soll, nötig, dass der Gummi od. dgl. so angeordnet wird, dass er, indem er die
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zu durchfliessen hat.
Ferner ist es nötig, dass bei Benutzung von Gummimischungen von relativ hoher Fliessfähigkeit kein Teil der Masse zu weit fliessen muss, dass sich daraus eine Überhitzung und Entvulkanisierung leicht ergeben kann. Um daher dem Reifen die gewünschte Schnelligkeit des Nachgeben gegen Bahnunebenheiten und des Rückkehrens in Normallage zu verleihen und gleichzeitig ein Höchstmass von Nachgiebigkeit oder Zusammendrückung ohne übermässiges Fliessen des Gummis zu ermöglichen, sollten die tragenden Glieder 1 des Reifens für eine möglichst grosse gesamte Zusammenpressung möglichst
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Wirksamkeit im wesentlichen gerade sein.
Ferner ist es nötig, da ein Reifen im Betriebe nicht nur senkrecht zur Lauffläche gerichteten Kräften, sondern auch beträchtlichen Seitenkräften ausgesetzt ist, dass entweder die tragenden Glieder selbst den Reifen genügende Stabilität gegen diese Seitenkräfte geben, was etwa durch relativ dicke Ausbildung und nicht zu steiles Zusammenlaufen geschehen könnte, oder dass andere Glieder vorgesehen werden, die im Zusammenspiel mit den Traggliedern die Seitenkräfte aufnehmen.
Im Beispielsfalle des neuen Reifens sind die Tragglieder 1 so bemessen, dass sie hauptsächlich nur als solche wirken, um ihnen grösste Raschheit der Wirkung beim Abfedern senkrechter Stösse zu verleihen, und es sind weitere Glieder vorgesehen, die zur Aufnahme und Abfederung der Seitenkräfte bestimmt sind ; es sind dies die äusseren knieförmigen Glieder 2, welche nicht bloss den Reifen Querstabilität geben, sondern auch in Verbindung mit dem Laufteil dem Reifen die nötige Widerstandsfähigkeit gegen Eindringen in die Fahrbahn geben, so dass er praktisch dem Pressluftreifen gleichwertig ist.
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bei Pressluftreifen der Ventilschaft ragt.
Die Zeichnung zeigt Laufdeckenöffnungen 18. Diese bestehen aus Quernuten, die nach der Lauffläche offen sind und von den Seiten der Laufschicht. 5 her zur Mitte und über sie hinaus verlaufen, u. zw. derart, dass sie sich abwechselnd wechselseitig überlappen.
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In den Nuten 18 sind voneinander getrennte, mit der Lauf schiebt aus einem Stück bestehende Vorsprünge 19 als Steinehenauswerfer vorgesehen.
Bei der Ausführung nach Fig. 3-5 zeigt die dichtere Schraffur der Fussteile der Aussenglieder 2 in Fig. 3 an, dass diese Stellen stärker vulkanisiert sind. so dass sie steifer sind. Dadurch wirken diese Teile als festere Stütze für die äusseren Teile der Glieder 2 und vermindern durch den grösseren Biegewiderstand das Bestreben der Kniestücke, an den Knien seitwärts wegzuspreizen. Anderseits können diese Teile wegen ihrer verringerten Zusammendrückbarkeit sicherer gegen Herausziehen aus ihrer Lage unter den Innengliedern festgeklemmt werden. Kurz, die Wirksamkeit der Aussenglieder. 8 in ihrer Wirkung des seitlichen Stabilisierens oder Absteifens wird stark gesteigert.
Sich ergänzende Wellungen 1e sind an den Berührungsflächen der inneren und äusseren Glieder am Reifenfuss vorgesehen (Fig. 5). Einige dieser Wellungen sind in Fig. 3 durch die punktierten Linien le und die ausgezogenen Linien 76 angedeutet. Diese Überprüfung verhindert eine gegenseitige Verschiebung im Betriebe.
Zum gleichen Zweck und auch zur Verhinderung des Schlüpfens des ganzen Reifens um die Felge sind an der Bodenfläche aller Glieder 1 und 2 Querwellungen vorgesehen, welche denjenigen eines gewellten Bandes 14 entsprechen, das in den Boden des geflanschten Felgenraumes eingesetzt ist und durch
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werden. Die Wellungen in dem härteren Stoff der Aussenglieder 2 sind besonders wirksam zur Verhütung des Sehlüpfens.
Auslassöffnungen 16 (Fig. 5) können vorgesehen werden, um die Reifenhöhlungen mit der Aussenluft zu verbanden, so dass sie keine toten Lufträume darstellen. Diese Auslässe dienen nicht nur der freien Luftströmung in die Höhlungen und nach aussen, sondern gestatten auch das Entweichen etwa angesammelten Wassers. Zu diesem Zwecke sind sie vorteilhaft nach der Lauffläche zu gerichtet, so dass das Wasser durch die Zentrifugalkraft hindurchgesehleudert wird. Die Auslässe können auf ihre volle Länge gleich mit eingeformt werden oder (Fig. 3) nur auf einen Teil ihrer Länge, wie die vollen Linien zeigen, worauf die Öffnungen ausgebohrt werden können.
Der Ring 6 kann, statt eine ebene Klemmfläche entsprechend Fig. 1 und 2 zu haben, auch einwärts gerichtete Seitenflansehen besitzen (Fig. 3). Diese greifen in entsprechende Vertiefungen in den Ansätzen 1a der Fussteile der Innenglieder 1 und halten diese dadurch sicherer an der Felge, indem sie das seitliche Heraussehlüpfen der Fussteile unter dem Klemmring 6 verhüten.
Fig. 6 zeigt eine abgeänderte Ausführung des Reifens nach Fig. 3, bei welcher die Fussteile der Verstrebungsglieder 2 nicht durch stärkere Vulkanisierung versteift sind, sondern in der Weise, dass sie teil-
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Der Fussteil jedes Gliedes 2 kann also aus einem Ring 20 aus Aluminium oder Stahl bestehen (Fig. 6), der bei Herstellung des Reifens mit dem entsprechenden Gummiglied 2 zusammenvulkanisiert wird, was in Fig. 6 durch den dichter schraffierten Teil 21 angedeutet ist.
Vorzugsweise erstreckt sich wie in Fig. 3 die Vulkanisierung nicht über die Knie der Glieder 2,
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gebrochen werden.
Der geschrägt äussere Teil jedes Metallringes 80 ist vorzugsweise bei 22 (Fig. 6) längsgenutet, EO dass die Gummiteile der Glieder 2 wirksamer aufvulkanisiert werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Polsterreifen mit mehreren in Abstand voneinander angeordneten, aussen durch eine Laufdecke
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