AT10265U1 - Werkzeug zur herstellung einer hinterschnittenen nut in einer sandwichplatte - Google Patents

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AT10265U1
AT10265U1 AT0022007U AT2202007U AT10265U1 AT 10265 U1 AT10265 U1 AT 10265U1 AT 0022007 U AT0022007 U AT 0022007U AT 2202007 U AT2202007 U AT 2202007U AT 10265 U1 AT10265 U1 AT 10265U1
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Franz Gangl
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Magacon Technologies Gmbh
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B23C3/00Milling particular work; Special milling operations; Machines therefor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23CMILLING
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    • B23C5/12Cutters specially designed for producing particular profiles
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
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Description

2 AT010 265U1
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Herstellung einer hinterschnittenen Nut in einer Sandwichplatte, z.B. einer Gipskartonplatte, mit einem V-förmigen oberen Begrenzungsquerschnitt und einem daran anschließenden hinterschnittenen Querschnittsbereich mit bogenförmigen Begrenzungsflächen, so dass beim Abbiegen der beidseitig der hinterschnittenen Nut verbleibenden, nurmehr über ein Oberflächenlaminat der Sandwichplatte verbundenen Abschnitte des Werkstückes an die gegebenenfalls aneinander anliegenden, den V-förmigen Begrenzungsabschnitt bildenden Flächen im hinterschnittenen Bereich eine Querschnittsöffnung zum Einlegen und gegebenenfalls Einkleben eines Versteifungsstabes gebildet ist.
In der W001/02668A1 ist eine abgewinkelte Verschalung aus plattenartigem Material beschrieben und gezeigt, wobei im Bereich der eine Ecke bildenden Abschnitte des plattenartigen Materials einseitig eine V-förmige Fräsung eingearbeitet ist, die in ihrem Endbereich eine Auskehlung aufweist. Damit kann ein längliches Versteifungselement entlang der Fräsung eingelegt werden. Wenn jedoch wie bei dieser Ausgestaltung vorgeschlagen, die Auskehlung durch zwei an ihren Schneidflächen halbkreisförmig ausgebildete Frässcheiben hergestellt wird, dann wird diese Auskehlung nach dem Abwinkeln der eine Ecke bildenden Abschnitte keinesfalls im Querschnitt kreisförmig. Außerdem verbleibt in der Mitte der Auskehlung oberhalb des Kartons der Gipskartonplatte ein relativ hoher und breiter Grat, der das ordnungsgemäße Einlegen des Versteigungselementes verhindert.
Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, ein Werkzeug der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchem in einem Arbeitsgang sowohl der V-förmige Begrenzungsquerschnitt der Nut als auch der hinterschnittene Bereich der Nut auf exaktes Maß hergestellt werden können.
Dies gelingt erfindungsgemäß dadurch, dass das Werkzeug als Fräser mit einem kegelstumpfförmigen Abschnitt und einem am freien Ende ausgebildeten Abschnitt größeren Außendurchmessers zur Fertigung des hinterschnittenen Querschnittsbereiches ausgebildet ist, wobei der Querschnitt des Abschnittes mit dem größeren Außendurchmesser an seinem radial außen liegenden Randbereich zumindest annähernd dem halben Querschnitt der nach dem Abbiegen des Werkstückes gebildeten Querschnittsöffnung entspricht.
Es kann damit durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Fräser die komplette hinterschnittene Nut in einem Fräsvorgang ohne eine Nachbearbeitung durchgeführt werden, weil auch nach dem Abbiegen der beidseitig der hinterschnittenen Nut verbleibenden Abschnitte ein exakt auf das einzulegende Versteifungsstabes abgestimmter Querschnitt verbleibt. Da der Querschnitt des Abschnittes mit dem größeren Außendurchmesser an seinem radial außen liegenden Randbereich zumindest annähernd dem halben Querschnitt der nach dem Abbiegen des Werkstückes gebildeten Querschnittsöffnung entspricht, kann eigentlich jede Querschnittsform des einzulegenden Versteifungsstabes herangezogen werden.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn der kegelstumpfförmige Abschnitt des Fräsers einen zum freien Ende des Fräsers hin wirkenden Fräserschliff aufweist und der am freien Ende des Fräsers ausgebildete Abschnitt mit dem größeren Außendurchmesser einen vom freien Ende des Fräsers weg führenden Fräserschliff aufweist. Dadurch wird das ausgefräste Material im unteren Bereich, also von dem abschließenden Oberflächenlaminat weg nach oben gefördert. Am oberen Bereich der Sandwichplatte wird hingegen erreicht, dass der Schnitt von oben nach unten erfolgt, so dass der Randbereich nicht ausfransen kann.
Die Handhabung des erfindungsgemäßen Werkzeuges ist sehr einfach, wenn der Fräser an dem dem kegelstumpfförmigen Abschnitt und dem Abschnitt mit dem größeren Außendurchmesser gegenüber liegenden Ende einen in eine Antriebseinrichtung einspannbaren Schaft aufweist. Es bedarf daher auch nur einer bei Fräs- oder Bohreinrichtungen üblichen Einspannvorrichtung, wobei ein geradliniges Verschieben ohne Änderung des axialen Vorschubes möglich sein muss. 3 AT 010 265 U1
Bei einer speziellen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Querschnitt des Abschnittes mit dem größeren Außendurchmesser an seinem radial außen liegenden Randbereich zumindest annähernd halbkreisförmig ausgeführt ist und somit dem halben kreisförmigen Querschnitt der nach dem Abbiegen des Werkstückes gebildeten Querschnittsöffnung entspricht. Dies ist gerade bei einem im Querschnitt kreisförmigen Versteifungsstab von besonderer Bedeutung.
Weitere erfindungsgemäße Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnung noch näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Fräser in Einsatzstellung bei der Bearbeitung an einer Sandwichplatte;
Fig. 2 eine Schrägsicht eines Abschnittes einer Sandwichplatte mit einer herausgearbeiteten hinterschnittenen Nut;
Fig. 3 die gleiche Darstellung wie in Fig. 2, jedoch etwas vergrößert gezeigt;
Fig. 4 eine Darstellung nach dem Abbiegen der beidseitig der hinterschnittenen Nut verbleibenden, nurmehr über das Oberflächenlaminat der Sandwichplatte verbundenen Abschnitte des Werkstückes an die gegebenenfalls aneinander anliegenden, den V-förmigen Begrenzungsabschnitt bildenden Flächen, wobei im hinterschnittenen Bereich in die verbleibende Querschnittsöffnung ein Versteifungsstab eingelegt und gegebenenfalls eingeklebt ist.
Mit einem speziell gefertigten Werkzeug soll die Möglichkeit geschaffen werden, eine hinter-schnittene Nut 1 in einer Sandwichplatte 2 herzustellen, welche einerseits mit einem V-förmigen oberen Begrenzungsquerschnitt 3 versehen ist und andererseits einen daran anschließenden hinterschnittenen Querschnittsbereich 4 mit bogenförmigen Begrenzungsflächen aufweist. Dadurch ist es möglich, beim Abbiegen der beidseitig der hinterschnittenen Nut 1 verbleibenden, nurmehr über das Oberflächenlaminat 5 der Sandwichplatte 2 verbundenen Abschnitte 6, 7 des Werkstückes an die gegebenenfalls aneinander anliegenden, den V-förmigen Begrenzungsabschnitt 3 bildenden Flächen 8, 9 im hinterschnittenen Bereich eine Querschnittsöffnung 4 zum Einlegen und gegebenenfalls Einkleben eines Versteifungsstabes 10 zu schaffen. Nach dem Abbiegen und dem Einlegen des Versteifungsstabes und nach dem Verkleben dieses so geschaffenen Eckbereiches kann auch noch ein Fugenmaterial 19 unmittelbar an der inneren Ecke aufgetragen werden.
Sandwichplatten 2 bestehen in der Regel aus mehreren Schichten unterschiedlichen Werkstoffes, wobei ein oder beidseitig ein Oberflächenlaminat 5 bzw. 12 aufgebracht ist. Bei als Gipskartonplatten ausgeführten Sandwichplatten 2 ist eine innere dicken Schicht aus Gips 11 vorgesehen, welche von zwei außen liegenden Oberflächenlaminaten 5 und 12 aus Karton abgedeckt ist. Die beiden Kartons können gleich dick oder verschieden dick ausgeführt sein und auch aus verschiedenen Materialien gebildet werden, also müssen nicht immer aus Karton im üblichen Sinne bestehen.
Es ist hier jede Art von Sandwichplatten einsetzbar bzw. zu bearbeiten, wobei hier die verschiedensten Materialien eingesetzt werden können. Als Oberflächenlaminate 5 bzw. 12 können auch Metallschichten, Kunststoffschichten oder Holzlaminate, z.B. Holzfurniere eingesetzt werden. Als notwendige Bedingung ist allerdings vorgegeben, dass das nach dem Herstellen der hinterschnittenen Nut freiliegende Bereich des Oberflächenlaminates 5 in diesem entsprechenden Radius abgebogen werden kann.
Ein Versteifungsstab 10 kann aus Kunststoff, aus Aluminium oder aus Holz gefertigt sein. Auch andere Materialien sind denkbar.
Gemäß der Erfindung wird nun als Werkzeug ein Fräser 13 eingesetzt, welcher einen kegelstumpfförmigen Abschnitt 14 und einem am freien Ende ausgebildeten Abschnitt 15 größeren Außendurchmessers D zur Fertigung des hinterschnittenen Querschnittsbereiches 4 aufweist. 4 AT010 265U1
Der größere Außendurchmesser D ist dabei auf den kleineren Durchmesser D1 des kegelstumpfförmigen Abschnittes 14 bezogen. Dabei entspricht der Querschnitt des Abschnittes 15 mit dem größeren Außendurchmesser D an seinem radial außen liegenden Randbereich 16 zumindest annähernd dem halben Querschnitt der nach dem Abbiegen des Werkstückes gebil-5 deten Querschnittsöffnung 4. Der Randbereich 16 hat also einen Querschnitt mit dem Radius r, wenn die Querschnittsöffnung in deren Endgröße und -läge im Querschnitt kreisförmig sein soll.
Eine optimale Wirkungsweise beim Fräsvorgang ist bei dem erfindungsgemäßen Fräser ebenfalls gegeben. Der kegelstumpfförmigen Abschnitt 14 des Fräsers 13 weist einen zum freien io Ende des Fräsers 13 hin wirkenden Fräserschliff auf und der am freien Ende des Fräsers 13 ausgebildete Abschnitt 15 mit dem größeren Außendurchmesser D einen vom freien Ende des Fräsers 13 weg führenden Fräserschliff auf. Der Fräsvorgang kann dadurch mit sauberen Kanten und ohne ein Ausfransen erfolgen. 15 Die aus der Zeichnung auch ersichtliche einfache Konstruktion des Fräsers sieht an dem dem kegelstumpfförmigen Abschnitt 14 und dem Abschnitt 15 mit dem größeren Außendurchmesser D gegenüber liegenden Ende einen in eine Antriebseinrichtung einspannbaren Schaft 17 auf. Zur Verbesserung der Festigkeit kann an den kegelstumpfförmigen Abschnitt 14 anschließend ein zylindrischer Bund 18 vorgesehen werden. 20
Gerade bei einer speziellen Ausführung und wenn der Versteifungsstab 10 im Querschnitt kreisförmig ausgebildet werden soll, wird der Querschnitt des Abschnittes 15 mit dem größeren Außendurchmesser D an seinem radial außen liegenden Randbereich 16 zumindest annähernd halbkreisförmig ausgeführt und entspricht somit dem halben kreisförmigen Querschnitt der nach 25 dem Abbiegen des Werkstückes gebildeten Querschnittsöffnung 4.
Legende zu den Hinweisziffern: 30 1 hinterschnittene Nut 2 Sandwichplatte 3 Begrenzungsabschnitt 4 Querschnittsbereich 5 Oberflächenlaminat 35 6 Abschnitt 7 Abschnitt 8 Fläche 9 Fläche 10 Versteifungsstab 40 11 Gips 12 Oberflächenlaminat 13 Fräser 14 kegelstumpfförmiger Abschnitt 15 Abschnitt 45 16 Randbereich 17 Schaft 18 Bund 19 Fugenmaterial D größerer Durchmesser 50 D1 kleiner Durchmesser des Abschnittes 14 r Radius 55

Claims (4)

  1. 5 AT010 265U1 Ansprüche: 1. Werkzeug zur Herstellung einer hinterschnittenen Nut in einer Sandwichplatte, z.B. einer Gipskartonplatte, mit einem V-förmigen oberen Begrenzungsquerschnitt und einem daran anschließenden hinterschnittenen Querschnittsbereich mit bogenförmigen Begrenzungsflächen, so dass beim Abbiegen der beidseitig der hinterschnittenen Nut verbleibenden, nurmehr über ein Oberflächenlaminat der Sandwichplatte verbundenen Abschnitte des Werkstückes an die gegebenenfalls aneinander anliegenden, den V-förmigen Begrenzungsabschnitt bildenden Flächen im hinterschnittenen Bereich eine Querschnittsöffnung zum Einlegen und gegebenenfalls Einkleben eines Versteifungsstabes gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug als Fräser (13) mit einem kegelstumpfförmigen Abschnitt (14) und einem am freien Ende ausgebildeten Abschnitt (15) größeren Außendurchmessers (D) zur Fertigung des hinterschnittenen Querschnittsbereiches (4) ausgebildet ist, wobei der Querschnitt des Abschnittes (15) mit dem größeren Außendurchmesser (D) an seinem radial außen liegenden Randbereich (16) zumindest annähernd dem halben Querschnitt der nach dem Abbiegen des Werkstückes gebildeten Querschnittsöffnung (4) entspricht.
  2. 2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der kegelstumpfförmige Abschnitt (14) des Fräsers (13) einen zum freien Ende des Fräsers hin wirkenden Fräserschliff aufweist und der am freien Ende des Fräsers (13) ausgebildete Abschnitt mit dem größeren Außendurchmesser (D) einen vom freien Ende des Fräsers (13) weg führenden Fräserschliff aufweist.
  3. 3. Werkzeug nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fräser (13) an dem dem kegelstumpfförmigen Abschnitt (13) und dem Abschnitt (15) mit dem größeren Außendurchmesser (D) gegenüber liegenden Ende einen in eine Antriebseinrichtung einspannbaren Schaft (17) aufweist.
  4. 4. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Abschnittes (15) mit dem größeren Außendurchmesser (D) an seinem radial außen liegenden Randbereich (16) zumindest annähernd halbkreisförmig ausgeführt ist und somit dem halben kreisförmigen Querschnitt der nach dem Abbiegen des Werkstückes gebildeten Querschnittsöffnung (4) entspricht. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen
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