<Desc/Clms Page number 1>
Ablegevorrichtung für Mähmaschinen.
Die bereits bekannten Ablegevorrichtungen für Mähmaschinen, durch welche das Mähgut von der Mähvorrichtung abgenommen und auf ein Transportband abgelegt wird, bestehen in der Hauptsache aus einer Anzahl von Rechen, von denen jeder mittels besonderen Vorrichtungen eine der Bewegung eines Armes gleichende Schwingbewegung ausführt und dabei das geschnittene Getreide von der Mähvorrichtung abstreift.
Von diesen bekannten Einrichtungen unterscheidet sieh der Gegenstand der vorliegenden Erfindung dem Wesen nach dadurch, dass hinter der Mähvorrichtung zu beiden Seiten des Transportbandes je ein um eine lotrechte Achse versehwenkbarer Eechen angeordnet ist, welche zwei Rechen über das dazwischen durchlaufende Transporthand einschwenken, dabei langsam vorgeschoben werden und ausserdem gegen das Ende dieser Bewegung derart gegeneinander einklappen, dass sich ihre Zinken gegenseitig durchgreifen ;
es entsteht dadurch eine der Bewegung der beiden Arme einer Person beim Zusammenfassen des Getreides ähnliche Rechenbewegung, wobei diese Rechen aber stets ihre lotrechte Haltung beibehalten und auf diese Weise das Mähgut von der Mähvorrichtung a. bnehmea1 und in Schwaden zusammengefasst auf das Transportband ablegen. Weitere Einzelheiten dienern erfmdungs- gemäss zur Durchführung dieser Bewegungen der beiden Rechen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Seitenansicht einer Mähmaschine mit der daran angebrachten neuartigen Ablegevorrichtung, Fig. 2 die Oberansicht hiezu und Fig. 3 die Ablegevorrichtung in Oberansicht in zwei verschiedenen
Stellungen (verkleinert).
An dem Rahmen 1 der Mähmaschine, der von den Räderpaaren 2 und 3 getragen wird, ist jeiae an sich bekannte Mähvorrichtung angeordnet, die a, is den Teilen 4-25 besteht und das Getreide scherenartig abschneidet. Hinter derselben ist in ebenfalls bekannter Weise ein Transportband 26 angeordnet, das durch eine Antriebsvorrichtung, bestehend aus den Teilen 27-30, von der Radachse 24 aus m Bewegung gesetzt und durch Riemen 31 und 32 gespannt erhalten wird.
Hinter der Mähvorrichtung ist in entsprechendem Abstande von dieser die Ablegevorrichtung angeordnet, die aus zwei gleichartigen, gegeneinander arbeitenden Rechen 53 besteht, welche zu beiden
Seiten des Transportbandes 26 angebracht sind und das Mähgut auf dieses ablegen ; im Nachstehenden folgt nunmehr die Beschreibung eines dieser beiden Rechen, welche vollkommen gleichartig ausgeführt sind.
Die Bewegung der beiden Reehen 53 erfolgt von der Radaehse 24 aus mittels Zahnräder 29, 34
EMI1.1
die andernends an einem, bei 40 gelagerten Zahnbogen 39 angreift, so dass dieser während der Fahrt der Maschine durch die Pleuelstange 38 entsprechend verschwenkt wird. Der Zahnbogen 39 steht mit
EMI1.2
Lager 47 angelenkt ist. Durch das Verschwenken des Tragorganes 42 während der Fahrt gleitet somit die Hülse 46 über diesem vor und zurück.
Die Hülse 46 trägt eine Stange 49, die in dem Anschlag 45 entsprechend geführt ist und an deren t freiem Ende der eigentliche Ablegerechen 53, der aus verstellbaren Trägern 58 und ebensolchen Zinken 59
<Desc/Clms Page number 2>
besteht, mittels eines Gelenkes 51, 52 drehbar angebracht ist. Durch die oben beschriebene Gleitbewegung der Hülse 46 wird somit auch die Stange 49, sowie der daran befestigte Ablegerechen 53 vor- und zurück- geschoben, während er gleichzeitig durch die Schwenkung des Tragorganes 42 über das zwischen den beiden
Rechen 53 durchlaufende Transportband 26 ein-und wieder nach aussen geschwenkt wird. Ebendasselbe erfolgt auch gleichzeitig mit dem an der andern Seite des Transportbandes gelagerten zweiten Rechen 53.
Durch diese kombinierten Bewegungen der beiderseits des Transportbandes 26 angeordneten beiden Rechen 53 wird das Mähgut von der Mähvorrichtung abgestreift und gegen die Mitte zu einem
Schwaden zusammengerafft. Um aber diesen völlig auf das Transportband 26 ablegen zu können, ist es erforderlich, dass die beiden Reellen 53 in ihrer innersten Lage noch bis über das Transportband 26 einklappen, wobei sich die entsprechend verstellten Zinken 59 der beiden Rechen 53 gegenseitig durchgreifen.
Diese Bewegung wird bei den beiden Rechen 53 durch je eine Stange 54 erreicht, die an einer Nase 56 der Rechen 53 angreift und andernends in einer Führung 50 und dem Anschlag 45 geführt ist ; sie besitzt je zwei verstellbare Anschläge 57, die fallweise an den Anschlag 45 anschlagen und dadurch das völlige Einklappen der beiden Rechen 53 über das Transportband 26 bewerkstelligen. Es geschieht dies folgendermassen : Sobald zu Beginn des Einschwenken der beiden Rechen 53 diese von den Hülsen 46 vorgeschoben werden, nehmen sie bei diesem Vorwärtsgleiten auch die an ihnen angelenkten Stangen 54 mit, bis deren inneren Anschläge 57 an die Anschläge 45 anschlagen.
Da aber die beiden Hülsen 46 unter fortgesetztem Einschwenken noch weiter vorgeschoben werden, so können nunmehr die durch die inneren Anschläge 57 zurückgehaltenen Stangen 54 dieser Bewegung nicht länger folgen, so dass sich nun die beiden Reehen 53 um die Gelenke 55 nach innen drehen und so gegenseitig völlig über das Transportband 26 einklappen ; hiedurch legen die Rechen 53 das von der Mähvorrichtung zu einem Schwaden zusammengeraffte Getreide auf das Transportband 26 ab, welches diesen nunmehr nach rückwärts befördert.
Bei der Auswärtsbewegung der beiden Rechen 53 verbleiben diese solange umgeklappt, bis durch das Zurückgleiten der Hülsen 46 und das damit verbundene Zurückziehen der beiden Rechen 53 die äusseren Anschläge 57 der beiden mit zurückgenommenen Stangen 54 an die Anschläge 45 anschlagen.
Durch dieses Zurückziehen haben unterdessen beide Rechen 53 vor sich soweit Raum gewonnen, dass sie nunmehr beim weiteren Zurückgleiten der beiden Hülsen 46 durch die nunmehr von ihren äusseren Anschlägen 57 festgehaltenen Stangen 54 wieder in ihre Anfangsstellung für den folgenden Arbeitsgang bereitgestellt werden können, ohne hiedurch das unterdessen neugesehnittene Getreide gegen die Mähvorrichtung zurückzudrängen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ablegevorrichtung für Mähmaschinen, bestehend aus Ablegereehen und Transportband, gekennzeichnet durch zwei hinter der Mähvorrichtung der Maschine angeordnete, lotrechte und gegeneinander verschwenkbare Rechen, welche fallweise über die Mähvorrichtung hinweg über das zwischen ihnen vorgesehene, nach rückwärts umlaufende Transportband einschwenkbar sind, bei welcher Bewegung sie ihre lotrechte Haltung beibehalten, vor-und zurückgeschoben und gegen Ende dieser Bewegung nach einwärts umgeklappt werden, wobei sich ihre Zinken gegenseitig durchgreifen.