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Vorrichtungen, bei welchen Glühlampengruppen mittels Luftpumpen stufenweise ausgepumpt werden, sind bekannt. Doch weisen diese Vorrichtungen den Nachteil auf, dass einerseits der Anschluss der Lampen an die einzelnen Entlüftungsstufen nur schwer zu bewerkstelligen ist, anderseits bei Vor- handensein einer fehlerhaften Lampe diese das Vakuum sämtlicher an dieselbe Entlüftungsstufe angeschlossenen Lampen verschlechtert, so dass man sämtliche nach vollständiger Entlüftung abgeschmolzenen
Lampen einer Gruppe bei Vorhandensein nur einer schlechten Lampe ausscheiden musste. Zur Vermeidung dieser Nachteile ist nun gemäss vorliegender Erfindung ein feststehender Verteilerkopf und ein denselben luftdicht umschliessender, jedoch drehbarer.
Verteilerring vorgesehen, wobei in den Verteilerkopf so viele
Pumpenleitungen münden, als Entlüftungsstufen vorgesehen sind, während vom Verteilerring zu jeder am Lampenkranz angeordneten Lampe eine gesonderte Entlüftungsleitung führt. Zweckmäss ist vor der Hochvakuumzone eine Feinvakuumzone vorgesehen, an welche jede Lampe einzeln angeschlossen und im Falle ihrer Schadhaftigkeit infolge des Eintretens von Aussenluft in die Pumpleitung ab- geschmolzen wird.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt noch darin, dass jede Lampe nach vollständiger Ent- lüftung selbsttätig abgeschmolzen wird. Dies erreicht man durch eine Abschmelzbrennergruppe, die am
Gestell fix angeordnet ist, u. zw. an jener Stelle, an welche die jeweils letzte an die Hochvakuumzone angeschlossene Lampe zu liegen kommt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 Verteilerkopf und Ring für 20 Lampen im Längsschnitt, Fig. 2 ist ein Querschnitt von
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Abschmelzbrenner dargestellt. Fig. 4 zeigt den Lampenkranz in Draufsicht, Fig. 5 die Anordnung der Abschmelzbrennergruppe für fertig entlüftete Lampen und deren Betätigung durch den Lampenkranz und Fig. 6 eine Gesamtanordnung der Einrichtung.
Der Verteilerkopf 1 ist zweckmässig konisch ausgebildet. In ein und demselben Querschnitt des Kopfes sind vier Kammern 2, 3, 4 und 5 von verschiedener Grösse angeordnet, von welchen die erste 2 (bei einer Drehrichtung des Verteilerringes im Uhrzeigersinne) als Vorvakuumkammer mit der niedersten Entlüftungsstufe, die Kammer 3 als Mittelvakuumkammer mit einer mittleren Entlüftungsstufe und die Kammern 4 und 5 mit einer Fein- bzw. Hochvakuumentlüftungsstufe der Pumpen verbunden sind.
Die entsprechenden Pumpenleitungen sind an der Unterseite des Verteilerkopfes angeordnete Stutzen 2',
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führen. An der Unterseite trägt der Kopf 1 Muttergewinde 6 mittels welcher er auf eine Säule fest aufgeschraubt weiden kann, während an seiner Oberseite ein Ständer 7 eingeschraubt wird, der den Ofen 7' zur Erhitzung der Lampen trägt. Der Verteilerring 8 ist als ein an die Mantelfläche des Kopfes 1 dicht anschliessender hohler Kegelstumpf ausgebildet, der in derselben Querschnittsebene, in der die Vakuum- kammern des Kopfes 1 liegen, die Entlüftungsbohrungen 10 der einzelnen Glühlampen (im vorliegenden
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gegen innen gedrückt, so dass sie ständig mit dem Lampenkranz 13 in Berührung bleibt.
Am äusseren Ende der Gabel 18'ist ein Winkelhebel 20 angelenkt, der über geeignete Gestänge 21 einen über dem Ofen 7'angeordneten Gaslufthahn 22 betätigt. Von diesem Hahn 22 führen zwei Leitungen 23,24 an den Seitenwänden des Ofens zu je einer Brennergruppe 25,26, die die Ofenwände an jenen Stellen durchsetzen und in deren Verbindungslinie die Lampenspitze zu liegen kommt.
Um die Lampen zu kontrollieren und etwa schadhafte Lampen unschädlich und leicht kenntlich zu machen, ist folgende Einrichtung getroffen. Von der zur Feinvakuumkammer 4 führenden Pumpleitung
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in dessen U-förmig gebogenem Rohr das Quecksilber bei normalem Druckzustand in beiden Schenkeln gleich hoch reicht.
Im Innern des mit der Pumpleitung nicht verbundenen Schenkels des U-Rohres sind nun zwei Platinkontakte 29,30 vorgesehen, deren einer 29 mit dem Quecksilber beständig in Berührung ist, während der zweite 30 oberhalb desselben angeordnet ist und nur beim Steigen der Quecksilbersäule mit dieser zur Berührung gelangt. Dabei ist zu beachten, dass der Kontakt 30 einen solchen Abstand von der Quecksilberoberfläche besitzt, dass eine Quecksilbersäule von dieser Höhe der Druckdifferenz zwischen Fein-und Mittelvakuumzone entspricht, andernfalls das Manometer bei jeder Lampe (auch den guten) ansprechen würde.
Diese Platinkontakte gehören einem Batteriestromkreis an, in dessen weiteren Verlauf ein Elektro-
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Die Entlüftungspumpen werden angestellt, so dass in den vier Vakuumkammern 2,3, 4, 5 die ent- sprechenden Entlüftungsgrade aufrecht erhalten werden. Man hängt nun auf die in der Bedienungszone befindlichen Lampenträger 16 die Lampen auf und verbindet deren Vakuumröhrchen mit den zugehörigen Verbindungsstücken 15. Jetzt schaltet man den Antrieb des Verteilerringes 8 ein, wodurch dieser ruck- weise weitergeschaltet wird, so dass nach und nach sämtliche Lampen gruppenweise an die Vor-und Mittelentlüftungsstufen angeschlossen werden. Beim Weiterschalten wird nun jede Lampe einzeln an die Feinvakuumzone angeschlossen.
Ist die Lampe nun fehlerfrei, so wird keine Aussenluft in die Fein- vakuumleitung eintreten, welche den Entlüftungsvorgang stören würde, weist die Lampe jedoch einen
Sprung auf, so tritt eine Drucksteigerung in der Pumpleitung infolge Einströmens von Aussenluft auf.
Diese Drucksteigerung pflanzt sich sofort über die Kontrolleitung 27 in das Queeksilbermanometer 28 fort. Das Quecksilber steigt in dem der Pumpe abgewendeten Rohr hoch und schliesst über die Platin- kontakte 29,30 den elektrischen Stromkreis in dem das Solenoid 31 eingeschaltet ist. Dessen Kern betätigt das Gestänge 34 derart, dass der Hahn 35 fi die Gas-und Luftzufuhr der Brennergruppe 36,37 geöffnet,
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