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Einrichtung an Krankenfahrstülell zur Ermöglichnng der Überführung von der
Fahrbahn auf den Gehweg.
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ist und bei 19 einen Führungsring für das zur Betätigung des Hakens dienende Seil 20 hat. Letzteres ist vorzugsweise ein Bowdenkabel und mit einem Handgriff 21 verbunden, der im Bereich des invaliden Fahrers, z. B. an den Führungen des schwingbaren Lenkhebels 4 angebracht ist.
Die Backen der Kluppen 9 haben je zwei zueinander passende Aushöhlungen 22 und 2. 3. Sobald sie unter Wirkung der Feder 10 geschlossen sind, bilden diese Aushöhlungen zwei zylindrische Lageraugen vom ungefähren Durchmesser der Radachse. 6.
In der Ruhestellung befindet sich die Achse 6 in dem Lagerauge 22, wird dagegen in das andere Auge 23 eingelagert, sobald das Rad auf der Platte 13 rollt, sowie während der Verstellung dieser Platte zurück in ihre Ruhelagestellung. Beim Übergang der Achse von dem einen Lagerauge in das andere öffnen sich die Backen der Kluppen 9 (Fig. 8). Die Tragstange 11 für die Platte 1. 3 trägt eine Klaue, die zwecks Herbeiführung der Ruhestellung mit einer an der Radgabel angebrachten Anlauffläche zu- sammenwirkt.
Jedes Hinterrad 3 trägt eine ebensolche Platte 24, die durch Stangen 25, 26 entsprechend den Stangen 11 und 12 mit Kluppen 9 verbunden ist, die beiderseits der Räder auf deren Achse 27 angeordnet
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in den Lageraugen 2. 3, sobald die Räder auf ihren Platten rollen. Infolge der grösseren Länge der Platten 24 kann eine sie abstützende Kulissenstrebe 25a vorgesehen werden.
Die Platten werden in der Ruhestellung durch Sehubriegel 28 erhalten, die von einem Fanghaken-3. 3 erfasst werden, welcher aus einem entsprechend geformten Metallstück besteht, das an einer der starren
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in die Ruhestellung gelangt.
Die beiden die Platten 24 zurückhaltenden Riegel 28 sind untereinander durch ein Seil 29 verbunden, um sie gleichzeitig mit Hilfe eines einzigen Seiles 30 betätigen zu können, das an dem Seil 29 zwischen den Führungsrollen 31 befestigt ist. Das Seil. 30 endigt in einem am schwingbaren Hebel 4 angebrachten Handgriff 21a.
Die Wirkungsweise ist folgende : Um auf einen Gehsteig 32 hinaufzufahren, wird der Fahrstuhl senkrecht gegen den Rand des Gehsteiges geführt und sobald das Vorderrad vor diesem Rande steht, wird auf den Handgriff 21 des Seiles 20 gedrückt, um den Haken-M auszuschwenken und die Platte 18 freizumachen, die sich um die Radachse 6 dreht und sich in die in Fig. 1 in strichlierten Linien gezeichnete Stellung herabbewegt. Nun lässt man den Fahrstuhl vorwärts gehen.
Das Rad gelangt auf die Platte 1. 3 und da deren Abstand von dem Lagerauge 22, in dem sich in diesem Augenblick die Achse 6 befindet, grösser ist als der Raddurchmesser, so drücken die starren Stangen 11 auf die Kluppen 9, die Achse 6 drückt die Backen auseinander (Fig. 2) und legt sich in die Aushöhlungen 28 ein, die sich in einem Abstand von der Platte befinden, der gleich ist dem Raddurchmesser. Das Rad läuft alsdann auf den Gehsteig auf und die elastische Stange 12 gestattet der Platte 13, sieh gut auf den Boden und auf den Gehsteigrand aufzulegen.
Hat das Rad 2 den Gehsteig erreicht, so setzt es seine Drehung fort und nimmt dabei die Platte 18 mit, die gegen das Rad ausgelegt wird und wegen seiner Riffelung verhindert ist, am Radumfang zu gleiten. Dise mitnahme bei der Drehung. wird übrigens durch die Klemmwirkung der Kluppen 9 auf der Achse 6 unter der Wirkung der Federn 10 erleichtert. Die Platte 1. 3 geht bei ihrer Drehung mit dem Rade zwischen den Schenkeln der Gabel 7 hindurch. Sowie aber der Haken 16 unter der Wirkung einer geeignet angeordneten Rüekzugfeder in seine Normalstellung gelangt, greift er in das in der Platte vorgesehene
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dass die Klaue des Armes 11 sich vom Rad entfernt und daher die Radachse aus dem Lagerauge 2. 3 in das Auge 22 hinausgedrückt wird.
Die Platte 13 ist dadurch wieder in ihre Ruhelage gekommen.
In dem Augenblick, da die Hinterräder. 3 an den Rand des Gehsteiges 32 gelangen, drückt man auf den Handgriff 21a, wodurch ein Zug auf das Seil. 30 ausgeübt und durch das Seil 29 die Riegel 28 aus den Fanghaken. 3. 3 ausgelöst werden. Die auf diese Weise frein-gemachten Platten 24 drehen sich um die Achse 27 und legen sich vor die Räder. Beim Weitergehen des Fahrstuhles steigen die Räder auf den Platten 24 empor. Da die Stangen 25 starr sind, zwingen sie die Kluppenbaeken 9 auseinander zu gehen, so dass die Achse 27 in die Lageraugen 2. 3 eintritt. Die Räder rollen nun auf den Platten (Fig. 3), die sich auf den Fahrbahnboden und auf den Gehsteigrand unter der Wirkung der elastischen Stangen 26 fest auflegen.
Sobald die Räder auf den Gehsteig gelangt sind, drehen sich die eine geriffelte Oberfläche besitzenden und sich auf diese Räder stützenden Platten 24 mit den letzteren. Diese Bewegung wird übrigens durch die Reibung der Kluppen 9 auf der Achse 27 erleichtert. Bei der Drehbewegung dieser Platten gelangt die Verlängerung 33a des Stückes. 33, das von einer der starren Stangen 25 jeder Platte getragen wird, in Anlage mit dem zugehörigen Riegel 28, der wieder seine normale Stellung angenommen hat, weil die Betätigung des Handgriffes 21a aufgehört hat. Dieser Riegel gelangt in Eingriff mit dem Fanghaken 33, zwingt aber gleichzeitig infolge der Form der Verlängerung 88a die Platte sich im Sinne des Pfeiles 34 (Fig. 3) zu verstellen und daher sich vom Rade zu entfernen.
Die Kluppen 9 gehen auseinander und die
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Achse 27 nimmt wieder ihre Lage in den Lageraugen 22 ein, die sieh dann wieder schliessen. Damit ibt die Ruhestellung wieder hergestellt.
Will man von einem Gehsteig herab auf die Fahrbahn fahren, so wird der Fahrstuhl senkrecht zum Gehsteigrand gestellt und das Vorderrad 2 so nahe als möglich an diesen Rand herangefahren. Darauf wird die Platte 1. 3 entriegelt, die nun auf dem Gehsteig vor das kleine Rad sich auflegt. Der Fahrstuhl wird dann vorrücken gelassen, so dass das Rad 2 über die Platte fährt, die sich abwärts schwenkt und sich auf den Gehsteigrand und auf den Boden aufsetzt, da ihr diese Bewegung durch die vorhandenen elastischen Stangen 12 ermöglicht ist.
Für die Hinterräder 3 wird in der gleichen Weise verfahren.
Die beschriebene Einrichtung'kann verschiedene bauliche Abänderungen erfahren, insbesondere kann die Ausbildung der elastischen Stangen 12 und 26 in anderer Weise erfolgen, z. B. könnte jede derselben aus zwei ineinander verschiebbaren, eine Feder enthaltenden Rohren oder Hülsen bestehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Krankenfahrstühlen zur Ermöglichung der Überführung von der Fahrbahn auf den Gehweg mit an den Radachsen schwenkbar aufgehängten Platten, dadurch gekennzeichnet, dass die Arme 11, 12 bzw. 25, 26 der Platte 13 bzw. 24 abnehmbar an den Enden der Achse jedes Rades, u. zw. mittels öffenbarer Kluppen (9) angebracht sind, so dass die Einrichtung an einem bestehenden Fahrstuhl ohne weiteres angebracht werden kann.