AT1030U1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hohlen eiskörpern - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von hohlen Eiskörpern. Hohle Eiskörper wie z. B. Iglus werden in herkömmlicher Weise dadurch hergestellt, dass Eisblöcke so aufeinanderund nebeneinander geschichtet werden, dass ungefähr die Form des fertigen Körpers entsteht. Durch Nachbearbeitung mit Säge- oder Schabwerkzeugen oder durch Abschmelzen wird die endgültige Form erzeugt. Solche Iglus dienen z. B. als Schneebars oder Eisbars in Wintersportgebieten oder als Spielunterkunft für Kinder etc.. Die bekannten Herstellungsverfahren für derartige Eishohlkörper sind sehr aufwendig und erfordern ein handwerkliches Geschick, das nicht jedermann aufbringt. Mit der vorliegenden Erfindung sollen ein Verfahren und eine Vorrichtung vorgesehen werden, mit der Iglus und sonstige hohle Eiskörper leicht und einfach hergestellt werden können. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass vorerst ein die innere Form definierender Stützkörper aufgestellt, und dass bei Umgebungstemperaturen von unter OOC von aussen Wasser aufgetragen wird, bis das so gebildete Eis genügend Stärke angenommen hat. In bevorzugter Weise ist der Stützkörper ein aufblasbarer Stützkörper. Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Die Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Iglus mit Sprühvorrichtung. Fig. 2 zeigt im Schnitt einen aufgeblasenen Stützkörper mit ausgebildeter Eisschicht. In Fig. 1 steht auf dem festen Boden 1 ein aufgeblasener Stützkörper 2, dessen Form der Innenform des herzustellen- <Desc/Clms Page number 2> den Eiskörpers entspricht. Die Wassersprühvorrichtung 3 sprüht von aussen Wasser auf den Stützkörper 2, sodass bei genügend tiefen Temperaturen sich auf dem Stützkörper eine Eisschicht bildet. Die Wassersprühvorrichtung kann eine oder mehrere Düsen 4 aufweisen. Mit dem Bezugszeichen 5 ist ein Einlassventil bezeichnet, das z. B. ein Schlauch sein kann, durch den der Stützkörper 2 aufgeblasen werden kann. Eine Manschette 6 ist bogenförmig am Stützkörper 2 angeordnet. Diese Manschette 6 dient dazu, eine eisfreie Zone 7 zu bilden, die später die Tür- öffnung darstellt. Diese eisfreie Zone kann auch dazu herangezogen werden, nach Herstellung des Iglu den Stützkörper 2 zusammenzufalten und aus dem Iglu herauszuziehen. Der Stützkörper 2 ist in bevorzugter Weise aus Gummi oder Kunststoff hergestellt, wie dies z. B. von aufblasbaren Zelten bekannt ist. Nach dem Einblasen von Luft oder einem anderen Gas kann das Einlassventil 5 entweder verschlossen werden, wenn der Stützkörper genügend dicht ist, oder es wird wie bei einer Traglufthalle ständig Luft eingeblasen, um den Stützkörper steif zu halten. Nachdem das aufgesprühte Wasser eine genügende Eisstärke erzeugt hat, kann in bevorzugter Weise durch das Einlassventil 5 warme Luft eingeblasen werden, sodass der Stützkörper durch seine Erwärmung sich von der gebildeten Eisschicht loslöst, und sodann der zusammengefaltete Stützkörper durch die eisfreie Zone 7 herausgezogen werden kann. Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, wobei ein Stützkörper 8 verwendet wird, der wie ein Ballon aufgeblasen wurde. Seitlich sind Schürzen 9 herumgezogen, die am Boden 1 fest verankert sind. Durch den Druck der eingeblasenen Luft wird auch der Boden des Stützkörpers 2 nach unten rund aufgeblasen. Die Schürzen 9 bilden den seitlichen Übergang <Desc/Clms Page number 3> zum Boden 1 für die Ausbildung der Eisschicht 10. Die Düsen 4 sind an einer Wassersprühvorrichtung 11 angeordnet, die den Umfang des auszubildenden Eiskörpers komplett umschliesst. Zum Ausbilden einer homogenen Eisschicht 10 kann die Wassersprühvorrichtung der Länge nach entlang des Stützkörpers 8 verschoben werden. Das dargestellte Verfahren und die Sprühvorrichtung sind weitgehend unabhängig von der Form des auszubildenden hohlen Eiskörpers. Es kann jede Form erzeugt werden, die durch einen aufblasbaren elastischen Hohlkörper ausgebildet werden kann. Bei tiefen Temperaturen wird es zweckdienlich sein, die Wasserzuleitungen bis zu den Düsen thermisch zu isolieren. Ein besonderer optischer Effekt kann erzielt werden, wenn dem Wasser oder dem Eiskörper Farbstoffe zugemengt werden. Die Herstellung färbiger Iglus ist damit möglich. Im Rahmen der Erfindung können vielfältige Abänderungen vorgesehen sein. Die Manschetten 6 können auch Fenster oder andere eisfreie Zonen bilden. Die Manschetten können auch dazu verwendet werden, verschiedene Bereiche, verschieden starker oder verschieden gefärbter Eisschichten herzustellen. Die Einlassventile können einfach oder mehrfach vorgesehen sein. Sie können z. B. durch abbindbare Schläuche gebildet sein. Wenn es die Festigkeit erfordert, kann der Stützkörper innen oder auch aussen Verstrebungen oder Stützen aus festem Material oder auch aus aufblasbaren Wülsten aufweisen.
Claims (9)
- ANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von hohlen Eiskörpern wie Iglus, dadurch gekennzeichnet, dass ein die innere Form des Eiskörpers definierender Stützkörper vorgesehen, und bei Umgebungstemperaturen unter 00 C von aussen Wasser aufgetragen wird, bis die so gebildete Eisschicht genügend Stärke angenommen hat.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser mittels Düsen aufgesprüht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper nach Ausbildung der Eisschicht aus dem Eiskörper entfernt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper vor dem Entfernen mittels erwärmter Luft erwärmt wird.
- 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen aufblasbaren Stützkörper (2, 8) aus biegsamem oder elastischem Material wie Kunststoff, Gummi oder Gewebe umfasst.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (2, 8) ein oder mehrere Manschetten (6) zur Ausbildung eisfreier Zonen (7) aufweist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Einlassventile (5) vorgesehen sind, um kalte oder erwärmte Luft einzublasen.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützkörper (8) seitlich zum Boden reichende Schürzen (9) aufweist. <Desc/Clms Page number 5>
- 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass über dem, oder seitlich des Stützkörpers, (2, 8) eine Sprühvorrichtung (3, 11) für das Aufsprühen von Wasser vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT66595U AT1030U1 (de) | 1995-12-05 | 1995-12-05 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hohlen eiskörpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT66595U AT1030U1 (de) | 1995-12-05 | 1995-12-05 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hohlen eiskörpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT1030U1 true AT1030U1 (de) | 1996-09-25 |
Family
ID=3496591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT66595U AT1030U1 (de) | 1995-12-05 | 1995-12-05 | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von hohlen eiskörpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT1030U1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT303358B (de) * | 1968-03-07 | 1972-11-27 | Heifetz H | Aufblasbare Schalung |
-
1995
- 1995-12-05 AT AT66595U patent/AT1030U1/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT303358B (de) * | 1968-03-07 | 1972-11-27 | Heifetz H | Aufblasbare Schalung |
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