AT10313U1 - Möbel mit wenigstens zwei gegenüber einem ersten möbelteil motorisch bewegbaren weiteren möbelteilen - Google Patents
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Description
2 AT 010 313 U1
Die Erfindung betrifft ein Möbel mit wenigstens zwei gegenüber mindestens einem ersten Möbelteil motorisch bewegbaren weiteren Möbelteilen, insbesondere mit wenigstens zwei gegenüber mindestens einem Korpus verschiebbaren Schubladen, und mit wenigstens einer Antriebseinrichtung für die wenigstens zwei bewegbaren Möbelteile. 5
Stand der Technik
Solche Möbel sind in vielfältiger Weise bereits bekannt. Beispielsweise beschreibt die DE 699 06 299 T2 ein Möbel mit einer Mehrzahl von Schubladen, die motorisch verschiebbar in io dem Möbelkorpus gelagert sind. Das dortige Möbel ist dabei mit einem Bussystem ausgestattet, über welches die Energieversorgung zum Verfahren der einzelnen Schubladen gesteuert wird. Dazu wird mittels eines Computers ein integrierter Schaltkreis angewiesen, bestimmte Operationen auszuführen. Die Energieversorgung erfolgt dabei zentral über eine dem Computer zugeordnete Stromversorgungseinrichtung. 15
Bei diesem bekannten Möbel mit den verschiedenen vertikal und horizontal benachbarten Schubladen besteht auch die Gefahr, dass es beim Öffnen oder Schließen zu Verletzungen, insbesondere zu Quetschungen von Fingern des Bedieners führen kann. Beispielsweise können solche Verletzungen beim Öffnen einer Schublade auftreten, wenn eine vertikal, horizontal 20 oder diagonal benachbarte Schublade bereits geöffnet ist. Verfährt nämlich die weitere zu öffnende Schublade über den Öffnungszustand der bereits geöffneten Schublade hinaus oder zumindest genauso weit aus, wie diese Schublade, können bei unachtsamer Bedienung zwischen den beiden Frontteilen der Schubladen Finger des Bedieners eingeklemmt werden. 25 Aufgabenstellung
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Möbels zu optimieren. 30 Erfindung und vorteilhafte Wirkungen
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Möbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Ansprüchen 2 bis 10. 35 Nach der Erfindung ist bei einem Möbel mit den Merkmalen des Obergriffs des Anspruchs 1 eine Steuereinrichtung vorgesehen, die ein Bewegen eines bewegbaren Möbelteils von einer Ausgangsposition in eine Endposition unterbindet, wenn sich in dessen Bewegungsbahn bereits ein bewegbares Möbelteil befindet, beziehungsweise die ein Bewegen eines bewegbaren Möbelteils von einer Ausgangsposition in eine Endposition stoppt, bevor es so weit bewegt wurde, 40 wie ein direkt benachbartes bewegbares Möbelteil, welches sich bereits in einer Öffnungsposition befindet.
Unter einer Ausgangsposition ist typischerweise entweder eine Schließposition oder eine Öffnungsposition zu verstehen. Gleichermaßen kann unter der Endposition ebenfalls eine Schließ-45 oder Offnungsstellung des Möbelteils verstanden werden. Jedenfalls werden mit Ausgangs- und Endposition diejenigen Positionen des Möbelteils vor und nach einem Bewegungsvorgang bezeichnet.
Die Steuereinrichtung ist zur Ansteuerung und zur motorischen Verstellung beider beweglicher so Möbelteile ausgebildet. Sind die zu bewegenden Möbelteile beispielsweise als ausziehbare Schubladen vorgesehen, so bewirkt die Steuereinrichtung, dass die jeweiligen Auszugspositionen benachbarter Schubladen stets an verschiedenen räumlich nicht miteinander überlappenden Orten sind. 55 Insbesondere ist während einer Verfahrbewegung vorgesehen, dass die Auszugsposition eines 3 AT010 313U1 Möbelteils stets größer als diejenige eines benachbarten Möbelteils ist und auch größer als diese bleibt. Umgekehrt kann auch vorgesehen werden, dass zwei sich an ungleichen Auszugspositionen befindliche Schubladen nur derart mittels der Steuereinrichtung beweglich sind, dass der Abstand zueinander in Richtung der Verfahrbewegung stets oberhalb eines unteren 5 Grenzwertes liegt. Dieser kann beispielsweise in der Größenordnung von Abmessungen menschlicher Gliedmaßen, wie etwa einer Fingerdicke liegen.
Die Steuereinrichtung ist derart ausgebildet, dass dieser voreingestellte minimale Abstand zwischen zwei benachbarten Möbelteilen nicht unterschritten werden kann. Somit wird ein 10 effektiver Einklemmschutz zur Verfügung gestellt, bevor ein Einklemmfall überhaupt auftreten kann.
Die Steuereinrichtung kann ein Bewegen eines bewegbaren Möbelteils von seiner Schließposition in eine Öffnungsposition stoppen, bevor es soweit bewegt wurde, wie ein direkt benachbar-15 tes bewegbares Möbelteil, welches sich bereits in einer Öffnungsposition befindet.
Dadurch ist wirkungsvoll Verletzungen vorgebeugt, da sich Bewegungsbahnen zu keinem Zeitpunkt überschneiden bzw. da benachbarte bewegbare Möbelteile nie so weit bewegt werden, dass eine Verletzungsgefahr, beispielsweise durch Quetschungen der Finger, besteht. Weiter-20 hin ist dadurch vermieden, dass Kollisionen und damit Beschädigungen einzelner bewegbarer Möbelteile auftreten. Bei den bewegbaren beziehungsweise angetriebenen Möbelteilen kann es sich um Schubladen, Türen und/oder Klappen handeln. Die bewegbaren Möbelteile können einem gemeinsamen ersten Möbelteil, insbesondere Korpus, oder getrennt voneinander mehreren ersten Möbelteilen beziehungsweise Korpussen zugeordnet sein. 25
Insbesondere hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, ein aufeinanderfolgendes Verfahren direkt horizontal, vertikal oder diagonal benachbarter Schubladen bis zum gleichen Verfahrweg zu unterbinden. Durch diese Maßnahme kann es beim Verfahren der Schubladen nie zu einem Einquetschen von Körperteilen, insbesondere von 30 Fingern, des Bedieners kommen, da das Verfahren der Schublade gestoppt wird, bevor Quetschungsgefahr eintreten kann.
Nach einem anderen Gedanken der Erfindung hat eS sich als vorteilhaft erwiesen, die Steuereinrichtung dazu auszubilden, ein Verfahren einer Schublade zu unterbinden, wenn sich in 35 deren Fahrweg bereits eine geöffnete Schublade befindet. Diese Ausgestaltung der Erfindung ist insbesondere bei Möbeln vorteilhaft, die "über Eck" gestellt sind und Schubladen aufweisen, deren Verfahrweg auf gleicher Höhe in einem Winkel ϊ 0 Grad zueinander verlaufen. So ist sichergestellt, dass ein Öffnen einer Schublade vermieden ist, wenn sich eine weitere Schublade in gleicher Höhe bereits in einer Öffnungsposition befindet. Weiterhin ist dadurch ebenfalls 40 vermieden, dass Kollisionen und damit Beschädigungen einzelner Schubladen auftreten.
Vorteilhafterweise kann dabei eine einzige Steuereinrichtung für das gesamte Möbel mit seinen bewegbaren Möbelteilen vorgesehen sein. In diesem Fall findet eine zentrale Steuerung statt, die alle Bewegungen der bewegbaren Möbelteile kontrolliert beziehungsweise koordiniert. 45
Alternativ kann es natürlich auch vorgesehen sein, dass für jedes bewegbare Möbelteil des Möbels eine eigene Steuereinrichtung vorgesehen ist. In diesem Fall ist eine Auswerteeinheit vorgesehen, mit welcher die Steuereinrichtungen der einzelnen bewegbaren Möbelteile kommunizieren, so dass durch die Auswerteeinheit die Bewegungen der einzelnen bewegbaren so Möbelteile koordiniert werden.
Nach einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Steuereinrichtung des Möbels bzw. die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen dazu ausgebildet, ein gleichzeitiges und gleichmäßiges Öffnen oder Schließen vertikal oder horizontal direkt benachbarter 55 Schubladen zu gestatten. In diesem Fall werden die Schubladen gleichmäßig, das heißt, mit 4 AT 010 313 U1 gleicher Geschwindigkeit, verfahren, so dass die Frontabdeckungen dieser benachbarten Schubladen immer auf gleicher Höhe sind und somit die Verletzungsgefahr durch Quetschungen ausgeschlossen ist. 5 Sofern es sich bei der Schublade um eine so genannte Außenschublade handelt, deren Front sich über die Front wenigstens einer benachbarten Schublade erstreckt, ist es nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Steuereinrichtung des Möbels bzw. die Steuereinrichtung der einzelnen Schubladen dazu ausgebildet ist bzw. sind, dass die Außenschublade der wenigstens einen benachbarten Schublade beim Öffnen vorauseilt und io vorzugsweise beim Schließen nacheilt. Hierdurch ist sichergestellt, dass es zu keiner Kollision der Außenschublade mit der wenigstens einen benachbarten Schublade, welche auch als Innenschublade bezeichnet wird, stattfindet.
Nach einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung kann es bei einer Außenschublade, deren 15 Front sich über die Front wenigstens einer benachbarten Schublade erstreckt, vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung des Möbels bzw. die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen dazu ausgebildet ist bzw. sind, dass die Außenschublade in ihre Öffnungsposition gebracht ist, bevor ein Öffnen bzw. Schließen der wenigstens einen benachbarten Schublade stattfindet. Auch dprch diese Maßnahme kann ein Kollidieren der Außenschublade mit der wenigstens 20 einen benachbarten Schublade vermieden werden.
Dabei bietet es sich an, dass die Steuereinrichtung des Möbels bzw. die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen auch dazu ausgebildet ist bzw. sind, dass die Außenschublade erst in ihre Schließposition gebracht wird, wenn sich die wenigstens eine benachbarte Schublade 25 bereits in ihrer Schließposition befindet. Durch das Bewegen der wenigstens einen benachbarten Schublade erst, wenn die Außenschublade sich in ihrer Öffnungsposition bzw. Schließposition befindet, ist auf besonders einfache technische Weise vermieden, dass es zu Kollisionen zwischen den Schubladen kommt. 30 Ausführungsbeispiele
Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Es zeigen: 35
Figur 1 ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbels mit an dessen Boden angeordneten Stromversorgungseinrichtungen in einer Frontansicht ohne den dazugehörigen Möbelsockel,
Figur 2 das Möbel gemäß Figur 1 in einer Rückansicht, 40
Figur 3 eine Schublade des erfindungsgemäßen Möbels gemäß den Figuren 1 und 2, 45
Figur 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Möbels mit einer Außenschublade und einer Innenschublade in schematischer Darstellung und Figur 5 eine schematische Darstellung eines anderen Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Möbels mit in rechtem Winkel zueinander angeordneten Möbelteilen als Draufsicht.
In Figur 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbels 11 dargestellt. Das Möbel 11 besteht dabei im Wesentlichen aus dem Korpus 1 sowie den darin verschiebbar gelagerten Schubladen 2. Zum Verschieben der Schubladen sind elektrische Antriebe 3 vorge-50 sehen, die mittels Schaltnetzteilen 4, welche in einem feuchtigkeitsdichten Gehäuse untergebracht sind, mit elektrischer Energie zum Verschieben der Schubladen versorgt werden. Die Schaltnetzteile 4 werden dabei über eine Netzleitüng 5 mit elektrischer Energie gespeist. Um bei einem Stromausfall die Schubladen weiterhin motorisch verfahren zu können, sind innerhalb des Gehäuses des Schaltnetzteiles 4 fakultativ auch Akkumulatoren untergebracht. 55 5 AT 010 313 U1
Mittels eines in Figur 2 dargestellten Kabelbaumes 6 sind die elektrischen Antriebe 3 mit den Schaltnetzteilen 4 bzw. den Akkumulatoren verbunden. Der Kabelbaum kann dabei auch als Bussystem ausgebildet sein. 5 Weiterhin ist eine nicht dargestellte Steuereinrichtung vorgesehen, die das Verschieben der Schubladen koordiniert. Die Steuereinrichtung ist dabei derart ausgebildet, dass ein aufeinanderfolgendes Verfahren direkt horizontal, diagonal oder vertikal benachbarter Schubladen 2 bis zum gleichen Verfahrweg unterbunden wird. Dadurch ist gewährleistet, dass zwei horizontal, vertikal oder diagonal benachbarte Schubladen 2 nie nacheinander bis zur gleichen Öffnungs-io position verfahren werden. Dadurch ist die Verletzungsgefahr des Bedieners durch Quetschungen zwischen Frontabdeckungen 8 benachbarter Schubladen 2 wirkungsvoll vermieden.
Anstatt einer zentralen Steuereinheit kann auch für jede Schublade 2 eine separate Steuereinheit vorgesehen sein, welche mit einer zentralen Auswerteeinheit kommuniziert. Auch in diesem 15 Fall ist das ordnungsgemäße Funktionieren des erfindungsgemäßen Möbels 11 gewährleistet.
Auswerteeinheit und Steuereinheit können dabei genauso wie die Energieversorgungseinrichtungen an ein bestehendes nicht dargestelltes Bussystem angeschlossen sein. Das Bussystem kann dabei einen Datenbus und einen Leistungsbus aufweisen. 20
Wie den Figuren, insbesondere Figur 3, zu entnehmen ist, ist für jede Schublade 2 ein eigener Antrieb 3 vorgesehen. Dieser Antrieb 3 wirkt auf eine in einer Führungsschiene 9 der Schublade 2 angeordnete Schubstange 10. 25 Um ein gleichmäßiges Verfahren der Schublade 2 innerhalb des Korpusses 1 ohne ein Verkanten zu gewährleisten, treibt der Antrieb 3 die Schublade 2 sowohl an der rechten als auch linken Führungsschiene 9 der Schublade an. Mittels einer Antriebswelle 12 wird die Bewegung des Antriebs 3 gleichmäßig auf beide Führungsschienen 9 bzw. Schubstangen 10 verteilt. 30 Innerhalb der Schubladen 2 können Lichtsteuerungen angeordnet sein, welche ebenfalls über das nicht dargestellt Bussystem angesteuert werden können. Die Lichtsteuerungen können über entsprechende Schnittstellen mit verschiedenen Leuchtmitteln bestückt werden. Dies können beispielsweise energiesparende Leuchtdioden, lichtstarke Halogenlampen oder dergleichen Leuchtmittel sein. 35
Figur 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Möbels 11' mit wenigstens 3 gegenüber einem Korpus 16 verschiebbaren Schubladen 13, 14, 15, wobei zumindest die Schubladen 13 und 14 motorisch bewegbar sind. Bei der Schublade 13 handelt es sich um eine so genannte Außenschublade, deren Front 17 sich bis mindestens zur Front der auch 40 als Innenschublade bezeichneten Schublade 14 erstreckt. Um nun ein Kollidieren der Inhen-schublade 14 mit der Außenschublade 13 beim Öffnen bzw. Schließen zu vermeiden, ist die (hier nicht dargestellte) Steuereinrichtung des Möbels 11' bzw. sind die (hier nicht dargestellten) Steuereinrichtungen der beiden Schubladen 13 und 14 dazu ausgebildet, dass die Außenschublade 13 der Innenschublade 14 beim Öffnen vorauseilt und beim Schließen nacheilt. 45
Alternativ kann die (nicht dargestellte) Steuereinrichtung des Möbels 11' bzw. können die (nicht dargestellten) Steuereinrichtungen der beiden Schubladen 13, 14 dazu ausgebildet sein, dass die Außenschublade 13 in ihre Öffnungsposition gebracht ist, bevor ein Öffnen bzw. Schließen der Innenschublade 14 stattfindet. Darüber hinaus wird die Außenschublade 13 erst in ihre so Schließposition gebracht, wenn sich die Innenschublade 14 bereits in ihrer Schließposition befindet.
Die Schublade 15 kann dabei unabhängig von der Außenschublade 13 verschoben werden, da die Front 17 der Außenschublade 13 nicht in den Verfahrweg der Schublade 15 ragt und es 55 insofern zu keiner Kollision zwischen den beiden Schubladen kommen kann. Um aber der
Claims (1)
- 6 AT 010 313 U1 Gefahr von Verletzungen, wie beispielsweise Quetschungen der Finger, beim Öffnen bzw. Schließen der Schubladen 13 und 15 zu vermeiden, ist die (nicht dargestellte) Steuereinrichtung für die Schubladen 13, 15 derart ausgebildet, dass ein Öffnen bzw. Bewegen entsprechend der Schubladen 2 des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1 ausgeführt wird. 5 Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Möbels 11". Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem Möbel 11 gemäß Figur 1 unter anderem dadurch, dass wenigstens zwei Schubladen 19, 20 in einem rechten Winkel zueinander angeordnet sind, wobei die Schubladen 19, 20 jeweils in einem Korpus 21, 22 verschiebbar vorliegen, io Darüber hinaus weist das Möbel 11" benachbart zu dem Korpus 22 einen weiteren Korpus 23 mit wenigstens einer Schublade 24 auf, wobei der Korpus 23 direkt an den Korpus 22 angrenzt. Durch die hier gewählte Anordnung der Schubladen 19, 20 und 24 könnte es beim Öffnen zu einer Kollision der Schubladen 19 und 20 bzw. 19 und 24 kommen. Um dies zu verhindern, ist die (nicht dargestellte) Steuereinrichtung des Möbels 11" bzw. sind die (nicht dargestellten) 15 Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen 19, 20, 24 dazu ausgebildet, ein Verfahren der Schublade 19 zu unterbinden, wenn sich in deren Verfahrweg bereits die Schublade 20 oder die Schublade 24 in einer Öffnungsstellung befindet. Auch wird ein Verfahren der Schubladen 20 und 24 unterbunden, wenn sich in deren Fahrweg bereits die Schublade 19 befindet. 20 Bezugszeichenliste 25 30 35 40 1 Korpus 2 Schublade 3 Antrieb 4 Schaltnetzteil 5 Netzzuleitung 6 Kabelbaum 8 Schubladenfront 9 Führungsschiene 10 Schubstange 11, 11', 11" Möbel 12 Antriebswelle 13 Schublade, Außenschublade 14 Schublade, Innenschublade 15 Schublade 16 Korpus 17 Schubladenfront 18 Schubladenfront 19 Schublade 20 Schublade 21 Korpus 22 Korpus 23 Korpus 24 Schublade 45 Ansprüche: 1. Möbel mit wenigstens zwei gegenüber mindestens einem ersten Möbelteil motorisch be-50 wegbaren weiteren Möbelteilen, insbesondere mit wenigstens zwei gegenüber mindestens einem Korpus (1; 16; 21, 22, 23) verschiebbaren Schubladen (2; 13, 14, 15; 19, 20, 24), und mit mindestens einer Antriebseinrichtung für die wenigstens zwei bewegbaren Möbelteile, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung vorgesehen ist, die ein Bewegen eines bewegbaren Möbelteils von einer Ausgangsposition in eine Endposition unteres bindet, wenn sich in dessen Bewegungsbahn bereits ein bewegbares Möbelteil befindet. 7 AT010 313U1 2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, ein aufeinander folgendes Verfahren direkt horizontal oder vertikal oder diagonal benachbarter Schubladen (13, 14; 19, 20, 24) bis zum gleichen Verfahrweg zu unterbinden. 5 3. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, ein Verfahren einer Schublade (13, 14; 19; 20, 24) zu unterbinden, wenn sich in deren Verfahrweg bereits eine geöffnete Schublade (13, 14; 20, 24; 19) befindet. io 4. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Steuereinrichtung für das gesamte Möbel (11'; 11") mit seinen bewegbaren Möbelteilen (13, 14; 19, 20, 24) vorgesehen ist. 5. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes beweg- 15 bare Möbelteil (13, 14; 19, 20, 24) des Möbels (11'; 11") eine eigene Steuereinrichtung vorgesehen ist. 6. Möbel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Auswerteeinheit vorgesehen ist, mit welcher die Steuereinrichtungen der einzelnen bewegbaren Möbelteile 20 (13, 14; 19, 20, 24) kommunizieren. 7. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung des Möbels (11'; 11") beziehungsweise die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen (13, 14; 19, 20, 24) dazu ausgebildet ist bzw. sind, ein gleichzeitiges und gleichmä- 25 ßiges Öffnen oder Schließen vertikal oder horizontal direkt benachbarter Schubladen (13, 14; 19, 20, 24) zu gestatten. 8. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Außenschublade (13), deren Front (17) sich über die Front (18) wenigstens einer benachbarten 30 Schublade (14) erstreckt, die Steuereinrichtung des Möbels (11') beziehungsweise die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen (13, 14) dazu ausgebildet ist bzw. sind, dass die Außenschublade (13) der wenigstens einen benachbarten Schublade (14) beim Öffnen vorauseilt und vorzugsweise beim Schließen nacheilt. (Fig. 4) 35 9. Möbel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Außen schublade (13), deren Front (17) sich über die Front (18) wenigstens einer benachbarten Schublade (14) erstreckt, die Steuereinrichtung des Möbels (11') beziehungsweise die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen (13, 14) dazu ausgebildet ist bzw. sind, dass die Außenschublade (13) in ihre Öffnungsposition gebracht ist, bevor ein Öffnen be- 40 ziehungsweise Schließen der wenigstens einen benachbarten Schublade (14) stattfindet. 10. Möbel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung des Möbels (11’) beziehungsweise die Steuereinrichtungen der einzelnen Schubladen (13, 14) dazu ausgebildet ist bzw. sind, dass die Außenschublade (13) erst in ihre Schließposition 45 gebracht wird, wenn sich die wenigstens eine benachbarte Schublade (14) bereits in ihrer Schließposition befindet. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 50 55
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