AT103220B - Verfahren zur Herstellung von vulkanisiertem Kautschuk. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von vulkanisiertem Kautschuk.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von vulkanisiertem Kautschuk. EMI1.1 und, wenn erwünscht, mit einem Beschleuniger beigemischt ; die Masse wird dann in der üblichen Weise vulkanisiert. Wie schon erwähnt, zeichnet sich das gemäss der Erfindung dem Rohkautschuk zugesetzte Zinkoxyd durch seine ausserordentlich geringe Teilchengrösse von höchstens 0'15 Mikron vor" den bisher auf dem Markt befindlichen besten Marken aus. Von diesen besitzen die besten nach amerikanischen Verfahren hergestellten Zinkoxydsorten eine Durchschnittsteilehengrösse von 0.38 bis etwa 0.52 Mikron, die besten nach französischen Verfahren erzeugten Sorten, 0. 38 bis 0'34 Mikron. Die Grössenbestimmung ist nach den Angaben von Henry Green in Journal of theFranklin Institute"vom November 1921, S. 637-666 vorgenommen worden. Sobald die Teilchengrösse weniger als 0-25 Mikron beträgt, müssen dabei ultraviolettes Licht und Qiarzlinsen zur mikrophotographischen Messung verwendet werden. Der zu ermittelnde Säuregehalt des Zinkoxyd-Produktes geht über 0'05 % nicht hinaus und beträgt gewöhnlich 0-02 bis 0-04% ; aber auch solche Produkte, deren Säuregehalt 0.1% SO3 nicht übersteigt, zeigen noch beschleunigende Eigenschaften. Hergestellt wird das bei dem neuen Verfahren zur Verwendung kommende Zinkoxyd gemäss dem in der Patentschrift Nr. 98390 beschriebenen Verfahren, welches darin besteht, dass ein Zinkmetalldampf- strahl durch einen Strahl eines kalten oxydierenden Gases (Luft) oxydiert wird, wobei die Luftmenge und Führung sowie die Zinkdampfmenge und die Form des Zinkstrahls so gewählt werden, dass ein wesent- licher Luftüberschuss vorhanden ist. Man hat Zinkoxyd bisher hauptächlich dazu verwendet, die Lagerbeständigkeit des Kautschuks zu erhöhen und dem Kautschuk die besten physikalischen Eigenschaften und insbesondere Reibfestigkeit zu geben. Dagegen ist durch zahlreiche Untersuchungen festgestellt worden, dass das bisher hergestellte Zinkoxyd an sich keine Beschleunigung der Vulkanisation bewirkt, sondern bei bestimmten Volumen- verhältnissen sogar hemmend wirkt. Demgegenüber ergibt sich bei der Verwendung des neuen Produktes gemäss der Erfindung die sehr überraschende Tatsache, dass es als Bestandteil des Kautschuk-Schwefel- Zinkoxyd-Gemisches eine ganz ausgesprochene Beschleunigung der Vulkanisierung ohne Zusatz irgendeines Beschleunigers bewirkt. Wie man auf Grund der Oberflächenbeschaffenheit des Zinkoxydes gemäss der Erfindung erwarten konnte, setzt die Gummimasse dem Einarbeiten des neuen Zinkoxydes einen höheren Widerstand ent- gegen, als bei den alten Sorten, oder mit andern Worten, gemäss der Erfindung hergestellte Massen bleiben beim Durchmischen steifer. Daher braucht man mehr Kraft zum Einmischen des Zinkoxydes in den <Desc/Clms Page number 2> Kautschuk, und dieser Kraftüberschuss wird dann in einen entsprechenden Wärmeübersdiuss verwandelt, so dass Massen gemäss der Erfindung sich beim Mischen höher erhitzen, als die bisher verarbeiteten Massen. Diese Steife und Erhitzung wird bei grossen Mengen, sobald mehr als 15 Raumteile Zinkoxyd ohne weichmachende Mittel in den Kautschuk eingewalzt werden, so beträchtlich, dass man besondere Vorsichtsmassregeln ergreifen muss. In einer kleinen Mischvorrichtung mit kräftiger Kühlung kann man 22 Y2 Raumteile des neuen Zinkoxydes etwa ebenso rasch in Kautschuk einmischen wie Lampenru. ss. In den Fällen, wo der Gehalt an Zinkoxyd so gross ist, um Schwierigkeiten wegen der dadurch hervorgerufenen Zähigkeit mit sich zu bringen, sind drei verschiedene Arten der Behandlung der Kautschukmassen mit Erfolg angewendet worden. Die erste besteht darin, einen Hilfsansatz von Kautschuk und dem neuen Zinkoxyd zu machen, der auf einen Teil Kautschuk etwa zwei Teile Zinkoxyd enthält. Diesen Hilfsansatz lässt man abkühlen und kann ihn dann ohne Schwierigkeiten und nur mit der üblichen Menge Erweichungsmittel in einen gewöhnlichen. Ansatz hineinarbeiten. Diese Methode liefert allerdings nicht unbedingt die besten Ergebnisse, da der Hilfsansatz nicht mit Sicherheit immer die gleiche Gummiqualitätliefert, wie wenn man das Zinkoxyd direkt dem Kautschukzusetzt. Nach der zweiten Methode setzt man etwas organische Säure, zweckmässig Stearinsäure, in Mengen bis zu 3% zu. Die Erhöhung des Säuregehaltes steigert die Benetzungsfähigkeit des Kautschuks für das Zinkoxyd derart, dassdieses sieh leichter beimischen lässt ; die Oberflächenenergie zwischen dem Zinkoxyd und dem Kautschuk wird vermindert EMI2.1 gestellt, dass Stearinsäure von allen sogenannten Erweichungsmitteln die Reibfestigkeit am wenigsten benachteiligt. Die dritte Behandlungsart besteht darin, einige Raumteile der bisher zur Verstärkung von Kautschukverwundeten Zinkoxydsorten als Erweichungsmittel zuzusetzen. Verwendet man auf 22Y2 Raumteile (137 Gewiehtsteile) des neuen Zinkoxyds 100 Raumteile (100 Gewichtsteile) Kautschuk und 6 Gewichtsteile Schwefel, so bewirken die gewöhnlichen organischen EMI2.2 und die höchste Steifheit. Dieses eigentümliche Verhalten des organischen Beschleunigers, nämlich Verstärken ohne Beschleunigen, tritt jedoch nur bei Massen ein, deren Sehwefelgehalt eine bestimmte Grenze übersteigt. Bei 22% Raumteilen des neuen Zinkoxyds liegt diese Grenze annähernd zwischen 5 und EMI2.3 Beschleuniger auch die Vulkanisierzeit zu verkürzen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : EMI2.4
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| US103220XA | 1922-05-27 | 1922-05-27 |
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